Seit 2012 untersucht der Reuters Institute Digital News Survey, welche Rolle unterschiedliche Medienumgebungen für die Nachrichtennutzung der Online-Bevölkerung spielen und wie sich Nutzungsmuster, Vertrauen und Einstellungen über die Jahre entwickeln. Die Studie wird unter Koordination des in Oxford ansässigen Reuters Institute for the Study of Journalism zeitgleich in rund 50 Ländern durchgeführt.
Der aktuelle Report für Deutschland bewertet das Interesse an Nachrichten hoch, wenn auch leicht rückläufig. Das Vertrauen in Nachrichten bleibt allgemein auf stabilem Niveau: 46 Prozent der erwachsenen Online-Bevölkerung in Deutschland sind der Ansicht, man könne dem Großteil der Nachrichten meist vertrauen. Das gilt online insbesondere für Nachrichten, die über Suchmaschinen ermittelt werden im Vergleich zu solchen, die über Social Media oder KI-Chatbots verbreitet werden. Dennoch ist die Sorge um Fake-News gewachsen: Knapp die Hälfte der erwachsenen Befragten (49 %) gab an, besorgt zu sein, bei Online-Nachrichten nicht zwischen Fakten und Falschmeldungen unterscheiden zu können. Das ist ein deutlicher Sprung nach oben im Vergleich zu den Jahren 2024 und 2025 über alle Altersgruppen hinweg.
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