Die Untersuchung beleuchtet die Innovationskraft deutscher Unternehmen differenziert nach Größe, Branche, Region und Internationalisierung. Mittelständische Unternehmen, häufig familiengeführt, zeichnen sich durch langfristige Orientierung, hohe Standorttreue und eine effiziente Nutzung von Ressourcen aus. Die Studie untersucht systematisch Innovationsaktivitäten, Produktivität und die Nutzung staatlicher Förderprogramme im Mittelstand. Dabei werden sowohl Input- als auch Output-Indikatoren von Innovationen betrachtet, Einflussfaktoren auf Innovationsprozesse analysiert und die Effekte der öffentlichen Forschungs- und Innovationsförderung bewertet. Ein weiteres Ziel ist es, zu prüfen, ob mittelständische Unternehmen als eigenständige Zielgruppe der Förderung berücksichtigt werden sollten.
Die Ergebnisse zeigen, dass mittelständische Unternehmen trotz geringerer Innovationsausgaben deutlich effizienter FuE- und Innovationsprojekte umsetzen. Sie realisieren Produkt- und Prozessinnovationen, erzielen Kostensenkungen und steigern die Produktivität vor allem durch gezielte Digitalisierungsinvestitionen. Kleine und mittlere Unternehmen profitieren besonders von der strategischen Verzahnung digitaler und technologischer Investitionen. Förderprogramme wie das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) werden intensiv genutzt, während andere Instrumente seltener greifen.