Mit der 2014 ins Leben gerufenen digitalen Agenda will die Bundesregierung die Weichen für den digitalen Wandel in Deutschland stellen, um eine Führungsrolle als leistungsstarke und innovative Wirtschaft einnehmen zu können. Denn dafür ist eine Digitalisierung der Gesellschaft und der Wirtschaft unumgänglich. Digitale Technologien sind entscheidend für Innovationen und führen zu einem Produktivitätsanstieg. Nur auf diese Weise kann das wirtschaftliche Wachstum vorangetrieben werden und damit auch Arbeitsplätze in der Zukunft gesichert werden. Ebenso sollen sich sowohl Unternehmen als auch Personen im Netz frei entfalten und das Netz gestalten können. Für Unternehmen bedeutet dies, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und Innovationen voranzutreiben. Und Menschen sollen sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich die Möglichkeit haben, digitale Angebot und Dienste zu nutzen und in ihren Alltag integrieren zu können.

Mit diesen Themen befasst sich die digitale Agenda. Die drei Grundsätze Wachstum und Beschäftigung, Vertrauen und Sicherheit sowie Zugang und Teilhabe sind die Eckpfeiler des Papiers der Bundesregierung, in dem Absichtserklärungen zu netzpolitischen Fragen enthalten sind.
Damit setzt die Politik die Rahmenbedingungen für alle von der Digitalisierung betroffenen Bereiche wie das Lernen, die Arbeitswelt, die Wirtschaft und die Ermöglichung einer gleichberechtigten Teilhabe am digitalen Wandel für alle.

Eines der sieben Handlungsfelder der digitalen Agenda ist beispielsweise der Ausbau digitaler Infrastrukturen: Dafür soll ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsnetz entstehen, um nicht nur in städtischen, sondern auch in ländlichen Gebieten für alle ein gleichwertiges, schnelles Internet zur Verfügung zu stellen. Ebenso soll es Unternehmen und Institutionen vereinfacht werden, ihren Kunden und Besuchern kostenlos WLAN zur Verfügung zu stellen. Das Bundeskabinett hatte dafür im April 2017 eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht, die die so genannte Störerhaftung entschärfen soll. Durch diese wurden bislang Anbieter offener WLAN-Netze verantwortlich für Rechtsverletzungen der Nutzer gemacht.

Ein weiteres wichtiges Gebiet ist Industrie 4.0. Um Deutschland zu Wachstum zu verhelfen, muss der starke Industriesektor für die digitale Zukunft gerüstet werden. Auch der Mittelstand soll bei der digitalen Transformation unterstützt werden.  Um diese Ziele zu erreichen, ist die Bundesregierung verpflichtet, innovationsfreundliche Voraussetzungen für die Wirtschaft schaffen. Auch junge Unternehmen, die insbesondere für ihr Innovationspotenzial bekannt sind, müssen verstärkt gefördert werden um neue Geschäftsmodelle voranzutreiben. Technologien wie Cloud-Computing und Big Data müssen ebenfalls verstärkt unterstützt werden.

Weitere Handlungsfelder der digitalen Agenda sind unter anderem die Bereiche wie der innovative Staat, Sicherheit und Schutz sowie Vertrauen für Gesellschaft und Wirtschaft sowie die Gestaltung digitaler Lebenswelten in der Gesellschaft. Beteiligt sind insgesamt drei Ministerien: das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, das Bundesministerium des Inneren, sowie das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. 2017 wird die Agenda planmäßig auslaufen. Um den technologischen Fortschritt auch in Zukunft voranzutreiben, wurde im Jahr 2016 ergänzend zur digitalen Agenda die digitale Strategie 2025 der Bundesregierung vorgestellt.