Im Mittelpunkt der Förderaufrufe stehen drei technologische Ansätze für Quantencomputer: Ionenfallen, supraleitende Systeme und Neutral-Atom-Technologien. Für jede stehen jeweils 20 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel sind skalierbare, cloudbasierte Quantensysteme mit mindestens 1.000 physikalischen Qubits, die mit klassischer Hochleistungsrecheninfrastruktur verbunden werden können.
Ein weiterer Förderaufruf mit einem Volumen von 24 Millionen Euro konzentriert sich auf die nächste Generation der Quantenkommunikation. Unter anderem sollen leistungsfähigere Systeme zur Quanten-Schlüsselverteilung (QKD) entwickelt und mit Post-Quanten-Kryptografie kombiniert werden. Anwendungen sind beispielsweise der Schutz von Energienetzen, Cloud-Speichern und industriellen Steuerungssystemen.
Darüber hinaus fließen 20 Millionen Euro in eine europaweite, offene Testinfrastruktur für Quantentechnologien. Sie soll Unternehmen und insbesondere Start-ups und KMU bei der Validierung, Zertifizierung und Qualitätssicherung ihrer Technologien unterstützen. Weitere 15 Millionen Euro sind für experimentelle Pilotproduktionslinien vorgesehen, um Forschungsergebnisse in Richtung reproduzierbarer und skalierbarer Fertigungsprozesse zu überführen. Anträge können bis zum 17. November 2026 eingereicht werden.
Bis Anfang Oktober können außerdem noch Quantentechnologie-Projekte bei einem Wettbewerb des Landes Baden-Württemberg eingereicht werden. Mehr Informationen in der Linkliste.