Wirtschaft digital Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de Wirtschaft digital Baden-Württemberg de-DE Wirtschaft digital Baden-Württemberg Wed, 23 Jan 2019 17:49:21 +0100 Wed, 23 Jan 2019 17:49:21 +0100 TYPO3 EXT:news news-274 Wed, 23 Jan 2019 15:32:16 +0100 Bewilligungsbescheide in Höhe von rund 4,85 Millionen Euro an weitere 21 regionale „Lernfabriken 4.0“ übergeben https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/bewilligungsbescheide-in-hoehe-von-rund-485-millionen-euro-an-weitere-21-regionale-lernfabriken-40/ Ministerialdirektor Michael Kleiner: „Wir bringen die Lernfabriken weiter in die Fläche und schaffen damit landesweit Angebote, um die Auszubildenden optimal auf die Industrie 4.0 vorzubereiten“. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat am Mittwoch (23. Januar) die Bewilligungsbescheide für 21 regionale „Lernfabriken 4.0“ an den beruflichen Schulen übergeben. Die Schulen erhalten insgesamt rund 4,85 Millionen Euro für Ihre Labors.

„Mit den nun bewilligten Mitteln für die Lernfabriken bringen wir die moderne Ausbildung im Bereich Industrie 4.0 nun ein weiteres gutes Stück voran. Es ist essentiell, dass die Auszubildenden optimal auf die sich verändernde Arbeitswelt rund um die Digitalisierung vorbereitet werden. Hierfür schaffen wir mit den Lernfabriken landesweit Angebote“, so Ministerialdirektor Michael Kleiner. Baden-Württemberg habe bei der digitalen Transformation eine Vorreiterrolle, die durch die neuen Lernfabriken noch weiter gestärkt werde. „Dies ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Fachkräftesicherung im Land“, so Kleiner weiter.

Die Vorhaben beginnen zum Teil bereits im Februar. Bis Herbst 2021 sollen sie in die entsprechenden Aus- und Weiterbildungsgänge der Schulen integriert sein. Die regionale Wirtschaft wird in diesen Prozess über Kooperationen und Sponsoring eng eingebunden.

In den Lernfabriken 4.0 lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst in Grundlagenlaboren einzelne Module aus einem industriellen Fertigungsprozess kennen. Diese Grundlagenlabore können je nach Konzept zu einem verketteten Anlagensystem zusammengeschaltet werden, das dann eine komplexe Produktionskette abbildet. Wichtige Unterrichtselemente sind unter anderem die Bereiche Automatisierung, Steuerung und Programmierung.

Weitere Informationen

Es gibt im Land bereits 16 vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau geförderte Lernfabriken. Die Lernfabriken 4.0 sind Labors, die im Aufbau und in der Ausstattung industriellen Automatisierungslösungen gleicht und Grundlagen für anwendungsnahe Prozesse vermittelt. Maschinenbau und Elektrotechnik werden dabei durch professionelle Produktionssteuerungssysteme verknüpft.

Die Lernfabriken sollen nicht nur der Ausbildung dienen, sondern auch regionalen Unternehmen und Hochschulen Möglichkeiten zur Information, Fortbildung und Forschung bieten. Außerdem sollen sie eine Plattform für individuelle Projekte etablieren. Die Orientierung in der Berufswahl im gewerblich-technischen Bereich und speziell der Industrie 4.0 wird mit den Lernfabriken greifbarer und visuell unterstützt.

Zielgruppe der Lernfabriken 4.0 sind Auszubildende in dualen Ausbildungsgängen der Fachbereiche Metall- und Elektrotechnik sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Technikerschulungen, Weiterbildungslehrgängen und Trainingsangeboten mittelständischer Unternehmen. Die Maßnahmen werden von den Fördervereinen der beruflichen Schulen und von Kooperationen mit Wirtschaftsorganisationen, angewandten Hochschulen und der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg angeboten.

Fotos zur Übergabe der Bewilligungsbescheide finden Sie unter http://t1p.de/zf1w.

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news-273 Mon, 21 Jan 2019 12:45:42 +0100 Künstliche Intelligenz und Digitalisierung im Fokus des 3. Wirtschaftsgipfels 2019 in Brüssel https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/kuenstliche-intelligenz-und-digitalisierung-im-fokus-des-3-wirtschaftsgipfels-2019-in-bruessel/ Über wichtige Zukunftstechnologien und notwendige Weichenstellungen diskutierten heute (21. Januar) über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Wirtschaftsgipfel „Baden-Württemberg und die EU“ in Brüssel. „Das große Interesse zeigt, wie wichtig der direkte wirtschaftspolitische Austausch zwischen Baden-Württemberg und der Europäischen Union ist“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Veranstaltung. Die Ministerin, die den jährlich staatfindenden Gipfel 2017 ins Leben gerufen hat, wurde in diesem Jahr krankheitsbedingt durch Staatssekretärin Katrin Schütz vertreten. Im Fokus des diesjährigen Gipfels standen die Künstliche Intelligenz und die Wettbewerbsfähigkeit Europas, der bevorstehende Brexit sowie Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Mittelstandspolitik. Ministerin Hoffmeister-Kraut richtete klare Forderungen an die EU: „Europa muss die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft richtig stellen: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind die virtuellen Schlüssel für den realen Wohlstand von morgen. Wenn Europa seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern will, brauchen wir eine KI-Strategie made in Europe.“ Dabei sei es wichtig, dass die EU insbesondere „Geschäftsmodelle in diesem Bereich nicht durch überbordende Regulierung und bürokratischen Aufwand“ ausbremse.

Auf dem heutigen Programm standen auch Gespräche mit EU-Kommissar Oettinger und obersten Vertreterinnen und Vertretern der EU-Kommission sowie des EU-Parlaments in Brüssel. Mit Blick auf den Automobilsektor wurde für Technologieoffenheit statt einseitiger Fokussierung auf die Elektromobilität geworben. Diese Schlüsselbranche sei in einem tiefgreifenden Transformationsprozess und dabei weiterhin Innovationstreiber für ganz Europa. Die aktuellen CO2-Vorgaben seien aus diesem Grund zu ambitioniert und beinhalteten die Gefahr einer Überforderung der Branche.

Zudem sprach sich Hoffmeister-Kraut für den Baden-Württemberg als Standort einer europäischen Batteriezellenfertigung aus: „Ein exzellenter Mix aus Hochschulen, Forschungsinstituten und Unternehmen in Baden-Württemberg arbeiten mit Hochdruck an Lösungen für die Batteriezelle der Zukunft. Dieses Potential könnte als Fundament für eine europäische Batteriezellenproduktion dienen.“

Als äußerst positiv bezeichnete Hoffmeister-Kraut die Rolle der EU im weltweiten Handel. Bei Abkommen und Handelskonflikten könne die Marktmacht der gemeinsamen EU helfen. Kritisch äußerte sie sich hingegen zu zentralistischen Tendenzen: „Viele Vorschläge der EU zielen oft zuerst auf stärkere Transfers zwischen den Mitgliedsländern – das ist nicht der richtige Weg. Wir brauchen ein Europa, das seine Stärke aus der Kraft jedes einzelnen Landes zieht und keines, das durch Verteilungskämpfe gespalten wird.“ Gerade vor der anstehenden Europawahl sollten die wirtschaftspolitisch positiven Wirkungen der EU verdeutlicht werden, ohne die Notwendigkeit der Weiterentwicklung zu vernachlässigen.

So zeigte sich Hoffmeister-Kraut auch über die Ungewissheit in Sachen Brexit und die Einheit der EU besorgt: „Im Sinne der Unternehmen und unserer wirtschaftlichen Zusammenarbeit benötigen wir beim Brexit schnellstmöglich Planungssicherheit. Baden-Württemberg hat sich immer für einen Verbleib Großbritanniens in der EU ausgesprochen. Bevor wir nun aber auf den Worst-Case eines ungeordneten Austritts ohne Abkommen zusteuern, plädiere ich für eine Verschiebung des Austrittszeitpunks um einige Monate“, so Hoffmeister-Kraut. „Wir brauchen eine Einigung zur Übergangsphase. Außerdem müssen die zukünftigen Handelsbeziehungen über den Austritt hinaus weiter konkretisiert werden.“ So fordert die Ministerin einen weiterhin möglichst unkomplizierten Marktzugang im Vereinigten Königreich: „Ein weitreichendes Freihandelsabkommen sollte die Einführung von Zöllen verhindern, die Waren- und Dienstleistungsmärkte öffnen und auch zukünftig Entsendungen von Personal möglichst unbürokratisch zulassen“, betonte sie. Zudem sei eine Einigung auf einen gemeinsamen regulatorischen Rahmen zwingend erforderlich.

Zum Wirtschaftsgipfel 2019 reiste eine ca. 60-köpfige Delegation aus Baden-Württemberg nach Brüssel. Darunter befanden sich unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Verbänden, des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertags, des Handwerkstags, des Sparkassen-, des Genossenschafts- und des Bankenverbands. Die Ministerin hob aus diesem Anlass hervor, wie wichtig ihr eine gemeinsame Schlagkraft sei: „Wir müssen unsere Anliegen bei wichtigen EU-Gesetzgebungsprozessen bereits in einem frühen Stadium in Brüssel einbringen.“

Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags: „Baden-Württemberg verfügt über sehr gute Voraussetzungen, um ein Taktgeber für den digitalen Wandel auch im Bereich KI zu sein. Dazu müssen jedoch die Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden, um im Wettbewerb mit China und den USA zu bestehen. Bereits heute betonen viele Start-ups, dass ohne KI und Datenanalyse der wirtschaftliche Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes bedroht seien – es gilt also, hier jetzt Tempo zu machen.“

Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT): „Wegen der besonderen Bedeutung eines freien EU-Binnenmarkts tritt der Handwerkstag seit langem für offene Märkte in Europa ein. Nun verändern Digitalisierung und datenbasierte Geschäftsmodelle zunehmend die Wertschöpfungsketten. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen dürfen hier nicht benachteiligt werden. Deshalb muss auf EU-Ebene schnell ein KMU-freundlicher Rechtsrahmen geschaffen werden. Dieser muss lokalen KMU und Handwerksbetrieben einen diskriminierungsfreien Zugang zu marktrelevanten Daten gewährleisten. Nur so kann das Entstehen von monopolistischen Strukturen verhindert werden.“

Dr. Roman Glaser, Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV): „Im globalisierten und digitalisierten Wirtschaftsumfeld müssen gerade kleine und mittlere Unternehmungen Kooperationen eingehen, um konkurrenzfähig bleiben zu können. Die Gründung einer Genossenschaft bietet die Möglichkeit der Zusammenarbeit, ohne die jeweilige Selbstständigkeit aufzugeben. In den Bereichen Open Innovation, Share Economy und Plattformökonomie liegen Potenziale für die Rechts- und Unternehmensform der Genossenschaft. Und unsere Volksbanken und Raiffeisenbanken sind verlässliche Kreditgeber für den Mittelstand. Deshalb begrüßen wir eine Small Banking Box im EU-Bankenaufsichtsrecht.“

Dr. Wolfgang Kuhn, Vorsitzender des Bankenverbandes Baden-Württemberg e. V.: „Das Bankwesen steht zweifelsohne vor einem Umbruch. Um in Zukunft nicht von der Entwicklung in Drittstaaten abgehängt zu werden, braucht es einen europaweit einheitlichen digitalen Binnenmarkt, dessen Größe international wettbewerbsfähige paneuropäische Unternehmen hervorbringen kann. Dazu müssen neue Regeln von Anfang an auf europäischer Ebene entwickelt werden. Schließlich kennen digitale Anwendungen keine Landesgrenzen. Gegenwärtig fehlt es häufig an europaweiten Impulsen und einheitlichen Regeln für neue Technologien. Dabei gilt: Neue Regeln und Standards dürfen den europäischen Markt nicht fragmentieren. Zugleich müssen sie nicht nur europaweit einheitlich, sondern auch technologieneutral sein, um damit an den schnellen Wandel der Produkte und Technologien angepasst werden zu können.“

Dr. Joachim Herrmann, der Verbandsgeschäftsführer des Sparkassenverbands, lobte den Wirtschaftsgipfel: „Die Veranstaltung ist für uns eine gute Plattform, um mit Verantwortlichen aus der Europapolitik und der EU-Kommission zu diskutieren.“ Die Sparkassen nutzen die Zeit in Brüssel, um für den Erhalt der Einlagensicherung zu werben sowie für eine stärkere Differenzierung bei der Regulierung der Banken und Sparkassen. „Deshalb begrüßen wir die Schaffung einer Small Banking Box in den europäischen Vorgaben für die Bankenaufsicht, die kleinere Kreditinstitute vor allem bei Melde- und Dokumentationspflichten entlasten soll“, so Dr. Herrmann.

Weitere Informationen finden Sie hier.
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news-271 Fri, 18 Jan 2019 10:00:35 +0100 Wirtschaftsministerium fördert „Kompetenzzentrum Smart Services“ mit 1,2 Millionen Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-kompetenzzentrum-smart-services-mit-12-millionen-euro/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert das „Kompetenzzentrum Smart Services“ mit 1,2 Millionen Euro. Das Kompetenzzentrum soll Anlaufstelle für Digitalisierungsfragen der Dienstleistungswirtschaft sein und die Kompetenz der Dienstleistungsforschung und des Wissenstransfers in Baden-Württemberg bündeln. Ministerialdirektor Michael Kleiner übergab heute (17. Januar) den Förderbescheid im Rahmen des Forums „Dienstleistungsinnovation und Digitalisierung“ im Fraunhofer-Institutszentrum in Stuttgart. Ministerialdirektor Michael Kleiner: „Wir wollen dazu beitragen, dass die kleinen und mittleren Dienstleistungsunternehmen ihre Innovationsleistung steigern, ihre Produktivität verbessern und auch die Industriebetriebe ihre Aktivitäten mit Smart Services ausweiten können.“ In Erlebnisräumen „Smart Services“ sollen Unternehmen Smart Service-Technologien und Anwendungen in gebündelter Form zugänglich gemacht werden. Initiatoren des „Kompetenzzentrums Smart Services“ sind das Fraunhofer IAO, das itb des Deutschen Handwerksinstituts in Karlsruhe sowie die Hochschulen Furtwangen und Konstanz. Das Fraunhofer IAO übernimmt die Konsortialführung des Projekts. Exemplarisch führe Ministerialdirektor Kleiner aus, dass Smart Services beispielsweise bei der Überwachung von Maschinen mit Sensoren besonders relevant seien: Mittels Künstlicher Intelligenz könne der Ausfall von Bauteilen prognostiziert werden, sodass diese rechtzeitig ausgetauscht und ein ungeplanter Maschinenstillstand vermieden werden könne.

„Wir wollen den gesamten Bereich der Unternehmensdienstleistungen sowie die Wachstums- und Entwicklungspotenziale der Dienstleistungswirtschaft stärker in den Blick nehmen“, sagte der Ministerialdirektor weiter. Für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Baden-Württembergs sei die Qualitäts- und Innovationsführerschaft entscheidend. Smart Services, also datenbasierte, digitale Dienstleistungsangebote, bei deren Erbringung digitale Medien wie Apps, Serviceplattformen oder Online-Marktplätze eine große Rolle spielen, seien beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau und in nahezu allen Branchen zunehmend wichtig.

Studie zu industrienahen Dienstleistungen in Baden-Württemberg

Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem eine neue, im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellte Studie zur „Bedeutung der industrienahen Dienstleistungen in Baden-Württemberg unter besonderer Berücksichtigung der Digitalisierung“ vorgestellt. Die Untersuchung gibt Anregungen für eine moderne und integrierte Dienstleistungspolitik. Die vom Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) sowie dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erstellte Untersuchung zeigt, dass es Industrie und industrienahe Dienstleistungen in Baden-Württemberg auf überdurchschnittlich starke 43 Prozent der Wirtschaftsleistung bringen und die Stärke des Landes sich bei IT-Dienstleistungen zeigt. Steigerungspotenzial sehen die Forscher bei Innovation und Produktivität sowie beim Umsatz mit Smart Services.

Die Zentrale Ergebnisse der Studie „Die Bedeutung der industrienahen Dienstleitungen in Baden-Württemberg unter besonderer Berücksichtigung der Digitalisierung“ sind:

Der Anteil der Vorleistungen, die aus dem Dienstleistungsbereich an die Industrie geliefert werden, ist in Baden-Württemberg für alle Dienstleistungsbereiche höher als im bundesdeutschen Vergleich. Vor allem der so genannte Industrie-Dienstleistungsverbund, also die Industrie gemeinsam mit den industrienahen Dienstleistern, ist durch die bestehenden intensiven Vorleistungsverflechtungen in Baden-Württemberg überdurchschnittlich stark. Dieser Bereich habe in Baden-Württemberg einen Wertschöpfungsanteil von 10 Prozent gegenüber dem Bundesdurchschnitt von 7,3 Prozent. Industrie (Verarbeitendes Gewerbe) und Dienstleistungen im Verbund (sog. Industrie-Dienstleistungsverbund) kämen damit in Baden-Württemberg auf einen Anteil von 43 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung (Bundesdurchschnitt: 26,7 Prozent).

Stark sind in Baden-Württemberg vor allem industrienahe Dienstleistungen, die eng mit der Industrie verbunden sind und die als Vorleistungen für diese erbracht würden. Bestes Beispiel seien die Informations- und Kommunikationsdienstleistungen. Die IT-Dienstleister sind auch überdurchschnittlich innovativ. Die baden-württembergischen industrienahen Dienstleistungen weisen demnach insgesamt eine gute Startposition auf, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und in das neue wirtschaftliche Paradigma digitaler Leistungsangebote („Smart Services“) und digitaler Plattformen als zentrale Marktplätze einzusteigen („Wirtschaft 4.0“).

Die Forscher stellten indes weiteres Potential an der Schnittstelle von Industrie und Dienstleistungen fest: Erstens gebe es im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen insgesamt bei der Wertschöpfung und Produktivität noch Steigerungspotenzial. Würde die Wirtschaft des Landes es schaffen, auch die noch bestehende Produktivitätslücke im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen insgesamt zu verkleinern, könnte so eine weitere Stärkung des gesamten Industrie- und Dienstleistungsverbunds erreicht werden. Zweitens: gerade weil Innovation und Digitalisierung in Baden-Württemberg eine so gewichtige Rolle spielen, sind insbesondere für KMU an der Schnittstelle von Industrie und Dienstleistungen die Anforderungen an das Innovationsverhalten besonders hoch. Gleichwohl sei das Innovationsverhalten im gesamten Dienstleistungsbereich deutlich niedriger als in der Industrie. Insbesondere zeige der Anteil der Dienstleistungsunternehmen mit Innovationen eine rückläufige Tendenz. Und drittens sind die baden-württembergischen Industriebetriebe mit ihren Dienstleistungsaktivitäten zwar insgesamt gut aufgestellt, jedoch seien gerade in den wichtigen Kernbereichen wie dem Maschinenbau die Dienstleistungsanteile (Umsätze mit Dienstleistungen) zurückgegangen.

Die Studie sowie das Management Summary, Präsentationsfolien mit zentralen Ergebnissen der Studie, die Präsentationsfolien zu den Vorträgen und Fotos vom Forum „Dienstleistungsinnovation und Digitalisierung“ finden Sie unter:

https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/wirtschaft/wirtschaftsfoerderung/dienstleistungswirtschaft/

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news-269 Tue, 15 Jan 2019 14:37:26 +0100 Förderung der Digitalisierung der überbetrieblichen Ausbildung in Leonberg-Rutesheim, Konstanz und Südlicher Oberrhein mit knapp 400.000 Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/foerderung-der-digitalisierung-der-ueberbetrieblichen-ausbildung-in-leonberg-rutesheim-konstanz-und-s/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert drei Modellprojekte, bei denen die Digitalisierung für die überbetriebliche Berufsausbildung genutzt wird, mit knapp 400.000 Euro. „Wir unterstützen damit nicht nur eine innovative überbetriebliche Berufsausbildung, sondern investieren in die Innovationskraft und die Zukunft der kleinen und mittelständischen Ausbildungsbetriebe im Land“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (15. Januar). In überbetrieblichen Ausbildungslehrgängen der Bildungsstätten der Wirtschaft lernen die Auszubildenden kleiner und mittlerer Betriebe die Ausbildungsinhalte, die der jeweilige Ausbildungsbetrieb aufgrund seiner Größe oder Spezialisierung nicht vermitteln kann. „Angesichts der großen Bedeutung der überbetrieblichen Ausbildungslehrgänge müssen wir auch dort die Digitalisierung zum Einsatz bringen“, so die Ministerin.

Die Projekte sind auf die Besonderheiten in der überbetrieblichen Berufsausbildung zugeschnitten. In zwei Handwerksprojekten in Leonberg-Rutesheim,

Konstanz, Rottweil, Singen und Waldshut soll das, was bislang nur in Unterrichtsräumen und Werkstätten der Bildungszentren stattfand, auch als Blended-Learning-Angebot verfügbar gemacht werden. Hierfür werden digitale Aufgabenstellungen entwickelt und erprobt, die über digitale Lern- und Kommunikationsplattformen den Auszubildenden zur Verfügung stehen werden. Dazu gehören kleine interaktive Lernvideos und onlineabrufbare Wissenstests zur regelmäßigen Kontrolle des eigenen Lernerfolgs.

Im Modellprojekt der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein in Offenburg ist die Einführung eines digitalen Berichtsheftes als elektronischer Ausbildungsnachweis vorgesehen. Zudem kommt eine digital gesteuerte Produktionsstraße zum Einsatz, deren Module von den Auszubildenden entwickelt und vernetzt werden.

Gefördert werden die Berufsförderungsgesellschaft des baden-württembergischen Stuckateur-Handwerks (98.000 Euro) mit ihrem Bildungszentrum Leonberg-Rutesheim, die Handwerkskammer Konstanz (180.000 Euro) mit ihren Bildungsakademien Rottweil, Singen und Waldshut sowie die Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein (119.000 Euro) mit ihrem Bildungszentrum in Offenburg. Die Laufzeit der Projekte erstreckt sich zwischen Juni 2018 und April 2021.

Von den Projekten profitieren unmittelbar über 500 Auszubildende in den handwerklichen Ausbildungsberufen Metallbauer/-in, Friseur/-in, Anlagenmechaniker/-in Sanitär-Heizung-Klima, Kfz-Mechatroniker/-in, Maler/-in und Stuckateur/-in sowie in industriellen Ausbildungsberufen wie Mechatroniker/-in. Die Ergebnisse der Projekte werden auch in die Ausbildung zukünftiger Ausbildungsjahrgänge in weiteren Bildungszentren einfließen.

Bereits seit November 2017 fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sechs innovative Modellvorhaben, die die Digitalisierung für eine intensivere Kooperation von Berufsschule und Ausbildungsbetrieb nutzen. Mit der neuen Förderung der Digitalisierung der überbetrieblichen Ausbildung stärkt das Land den dritten Lernort der beruflichen Ausbildung, der gerade vor dem Hintergrund der schnellen technologischen Entwicklung und komplexer werdenden Ausbildungsberufe noch weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Weitere Informationen zu Überbetrieblichen Ausbildungslehrgängen

Überbetriebliche Ausbildungslehrgänge werden in Baden-Württemberg in rund 100 Bildungszentren der Wirtschaftsorganisationen angeboten und vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit jährlich rund zehn Millionen Euro gefördert. Die Inhalte der Lehrgänge werden fortlaufend an neue Berufsbilder und technische Entwicklungen angepasst und vermitteln Ausbildungsinhalte, die beispielsweise in kleinen oder spezialisierten Betrieben nicht vermittelt werden können. Dadurch werden vor allem kleine und mittlere Betriebe in die Lage versetzt, qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen. Die Lehrgänge sind ergänzender Bestandteil der betrieblichen Ausbildung und garantieren ein hohes Niveau der immer komplexer werdenden Ausbildung.

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news-264 Fri, 21 Dec 2018 16:49:00 +0100 Wirtschaftsministerium fördert 21 „Lernfabriken 4.0“ an beruflichen Schulen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-21-lernfabriken-40-an-beruflichen-schulen/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert 21 „Lernfabriken 4.0“ an den beruflichen Schulen im Land. Die ursprüngliche Fördersumme von vier Millionen Euro aus der Landesstrategie digital@bw wird um weitere 861.800 Euro aufgestockt. „Neben den bereits 16 bestehenden Lernfabriken bekommt die moderne Ausbildung im Bereich Industrie 4.0 nun starken Aufschwung und stellt die Digitalisierung im Land damit auf einen sicheren Boden. Die erneut große Resonanz auf unseren Förderaufruf zeigt, dass es den Städten und Landkreisen ein Anliegen ist, die Auszubildenden optimal auf die sich verändernde Arbeitswelt rund um Industrie 4.0 vorzubereiten. Hierfür schaffen wir mit den Lernfabriken landesweit Angebote“, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Baden-Württemberg habe bei der digitalen Transformation eine Vorreiterrolle, die durch die neuen Lernfabriken noch weiter gestärkt werde. „Dies ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Fachkräftesicherung im Land“, so die Ministerin weiter.

Die Vorhaben beginnen zum Teil bereits im Februar 2019. Bis Herbst 2021 sollen sie in die entsprechenden Aus- und Weiterbildungsgänge der Schulen integriert sein. Die regionale Wirtschaft wird in diesen Prozess über Kooperationen und Sponsoring eng eingebunden.

In den Lernfabriken 4.0 lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst in Grundlagenlaboren einzelne Module aus einem industriellen Fertigungsprozess kennen. Diese Grundlagenlabore können je nach Konzept zu einem verketteten Anlagensystem zusammengeschaltet werden, das dann eine komplexe Produktionskette abbildet. Wichtige Unterrichtselemente sind unter anderem die Bereiche Automatisierung, Steuerung und Programmierung.

Die eingereichten Anträge enthalten verschiedene Konzepte mit individuellen Schwerpunkten. Unternehmen der freien Wirtschaft, Hochschulen und weitere Institutionen sowie Wirtschaftsorganisationen haben sich an den einzelnen Konzepten beteiligt und die Lernfabriken unterstützt.

Weitere Informationen

Die Lernfabrik 4.0 ist ein Labor, das im Aufbau und in der Ausstattung industriellen Automatisierungslösungen gleicht und Grundlagen für anwendungsnahe Prozesse vermittelt. Maschinenbau und Elektrotechnik werden dabei durch professionelle Produktionssteuerungssysteme verknüpft.

Die Lernfabriken sollen nicht nur der Ausbildung dienen, sondern auch regionalen Unternehmen und Hochschulen Möglichkeiten zur Information, Fortbildung und Forschung bieten. Außerdem sollen sie eine Plattform für individuelle Projekte etablieren. Die Orientierung in der Berufswahl im gewerblich-technischen Bereich und speziell der Industrie 4.0 wird mit den Lernfabriken greifbarer und visuell unterstützt.

Zielgruppe der Lernfabriken 4.0 sind Auszubildende in dualen Ausbildungsgängen der Fachbereiche Metall- und Elektrotechnik sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Technikerschulungen, Weiterbildungslehrgängen und Trainingsangeboten mittelständischer Unternehmen. Die Maßnahmen werden von den Fördervereinen der beruflichen Schulen und von Kooperationen mit Wirtschaftsorganisationen, angewandten Hochschulen und der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg angeboten.

Im Rahmen der Landesstrategie digital@bw hatte das Wirtschaftsministerium im Juni den Förderaufruf zur Einrichtung von Lernfabriken 4.0 gestartet. Die Stadt- und Landkreise waren als Träger beruflicher Schulen aufgerufen, Projektvorschläge zur Umsetzung der Lernfabriken einzureichen. Eine Jury beurteilte die eingereichten Projekte nach der Qualität des pädagogischen Konzepts und der Einbindung der Wirtschaft. Ebenso wurden die Konzepte für eine Nutzung der Lernfabrik als regionales Demonstrationszentrum für Industrie 4.0 bewertet.

Liste der geförderten Lernfabriken

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news-259 Mon, 17 Dec 2018 11:46:06 +0100 „Popup Labor BW“ ab 28. Januar 2019 in Balingen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/popup-labor-bw-ab-28-januar-2019-in-balingen/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat die Unternehmen in der Region Zollernalb ermuntert, sich am „Popup Labor BW“ zu beteiligen, das ab 28. Januar bis 2. Februar 2019 in Balingen stattfinden wird. „Mein Appell an die kleinen und mittelgroßen Unternehmen: Nehmen Sie sich die Zeit, kommen Sie, profitieren Sie! Das Popup Labor ist unser praxisnahes und unkompliziertes Angebot, eigene Innovationspotenziale anzukurbeln. Baden-Württemberg soll auch in Zukunft führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleiben. Wir wollen weiter auf der Gewinnerseite stehen. Das geht aber nur, wenn unsere Mittelständler nicht den Anschluss verlieren“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Das „Popup Labor BW“ als Angebot des Landes beruht auf Analysen, dass insbesondere im Mittelstand die Innovationsdynamik nachlässt. Dazu die Ministerin: „Die Welt wartet nicht auf uns. Wir liegen mit unserer Innovationsfähigkeit zwar vorn, aber andere holen stetig auf. Gerade die Innovationskraft unseres starken und breit aufgestellten Mittelstands muss kontinuierlich erhalten und verbessert werden, wenn wir global weiter wettbewerbsfähig bleiben wollen.“

Für den Mittelstand sei es auch in Baden-Württemberg schwieriger geworden, bei Forschung und Entwicklung mit den großen Unternehmen Schritt zu halten, so die Ministerin. Hinzu kämen Digitalisierung oder veränderte Mobilitätsformen als neue und zusätzliche Herausforderungen für das Innovationsgeschehen, so Hoffmeister-Kraut.

Das „Popup Labor BW“ soll zeigen, wie kleine und mittlere Unternehmen mit neuen Technologien, Verbraucher-Trends oder der digitalen Transformation Schritt halten können, wie man sie angeht und damit noch dazu zum Vorreiter werden kann. Kleine und mittelständische Unternehmen seien der Motor der Wirtschaft im Südwesten, betonte die Ministerin. Mit den Popup Laboren BW biete das Land dem Mittelstand ortsnah und niederschwellig beste Bedingungen, um neue Wege zu erproben und innovative Ideen und erfolgreiche Geschäftsmodelle zu gestalten. Gründer, Start-ups und innovative, kreative Köpfe könnten sich in den Lern- und Experimentierräumen ausprobieren, austauschen und vernetzen.

Programmpunkte des Popup Labors in Balingen seien zum Beispiel die neue Ganztagesveranstaltung „Geschäftsmodell Open BW - Wir bauen zusammen Geschäftsmodelle“ oder auch der Workshop „Digitales Handwerk in der Praxis“, in dem ein Bäcker und ein Elektriker ihre Wege zu digitalen Geschäftsmodellen darstellen und Tipps fürs Nachahmen geben könnten.

Mit den Laboren werden Geschäftsführer, Führungskräfte, Mitarbeitende und Auszubildende von Unternehmen und Start-ups durch vielfältige Angebote für Innovationen fit gemacht und mit geeigneten Partnern für Innovationskooperationen zusammengebracht.

Die bisherigen Popup Labore im Ostalbkreis und in der Ortenau hätten „voll ins Schwarze getroffen“ und seien sehr gut angenommen worden, so Hoffmeister-Kraut. Sie hoffe daher, dass auch die Unternehmen in der Region Zollernalb das Angebot rege nachfragten.

Programm und Anmeldemöglichkeit auf der Homepage des Popup Labor BW.

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news-258 Fri, 14 Dec 2018 16:43:22 +0100 Zumeldung zu Innovationsindex 2018 https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/zumeldung-zu-innovationsindex-2018/ Hoffmeister-Kraut: „Müssen der Innovationsdynamik durch steuerliche Forschungsförderung und Fachkräftezuwanderung Auftrieb verschaffen“ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat heute (14. Dezember) die erneute Spitzenposition Baden-Württembergs beim EU-Innovationsindex als Erfolg bezeichnet, jedoch weitere Anstrengungen gefordert, um bei der Innovationsdynamik wieder zuzulegen.

„Baden-Württemberg zählt zu den innovationsstärksten Regionen Europas. Besonders erfreulich dabei ist, dass sich diese Spitzenposition in den letzten Jahren kontinuierlich gefestigt hat“, sagte Hoffmeister-Kraut. Ziel müsse sein, dass der Südwesten auch in der zunehmend digitalisierten Zukunft führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleibe.

Zur Tatsache, dass sich die Innovationsdynamik im Trend der letzten Jahre zwar geringfügig aufwärts, aber dennoch nur durchschnittlich entwickelt habe, sagte Hoffmeister-Kraut: „Durchschnitt kann nicht unser Anspruch sein. In der Innovationsdynamik müssen wir wieder zulegen, wenn wir im globalen Wettbewerb weiter auf der Gewinnerseite stehen wollen.“ Entscheidend werde in der Zukunft deshalb sein, dass neben der hohen Innovationsintensität der Großunternehmen aus dem Südwesten sich auch die kleinen und mittleren Unternehmen wieder stärker am Innovationsgeschehen beteiligten, betonte die Wirtschaftsministerin.

Stellschraube dafür sei unter anderem die steuerliche Förderung von Forschungs- und Entwicklungsausgaben für kleine und mittelgroße Unternehmen. Hoffmeister-Kraut: „Wir fordern diese Möglichkeit seit langem. Der Bund muss jetzt endlich zügig liefern, damit diese auch zeitnah eingeführt wird.“

Auch die zügige Verabschiedung eines Fachkräfte-Zuwanderungsgesetzes stehe ganz oben auf der Tagesordnung. Hoffmeister-Kraut: „Der Wettbewerb um Fachkräfte und die zunehmenden Fachkräfteengpässe werden immer mehr zum Wachstumshemmnis für unsere Wirtschaft. Darum ist aus baden-württembergischer Sicht die Zuwanderung von Fachkräften entscheidend. Ein Vorschlag des Bundesinnenministers dafür liegt auf dem Tisch. Im Sinne der Wirtschaft im Land muss dieser zeitnah vorangebracht werden.“

Auch das Wirtschaftsministerium selbst werde weiter die Anstrengungen der Wirtschaft für eine gesteigerte Innovationsdynamik unterstützen. So werde beispielsweise die erfolgreiche Digitalisierungsprämie deutlich aufgestockt. Zudem sei ein Aktionsprogramm für Künstliche Intelligenz für den Mittelstand geplant, sagte Hoffmeister-Kraut.

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news-256 Thu, 13 Dec 2018 17:10:59 +0100 Wirtschaftsministerin besucht Landkreis Biberach https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerin-besucht-landkreis-biberach/ Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Baden-Württemberg soll innovativ, wirtschaftsstark und lebenswert bleiben. Ich möchte vor Ort mit den Menschen diskutieren, wie wir das am besten schaffen“ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat ihre regelmäßigen Kreisbereisungen im Land am Donnerstag (13. Dezember) mit einem Besuch im Landkreis Biberach fortgesetzt. „Die Menschen und die Unternehmen im Land sorgen täglich dafür, dass Baden-Württemberg eine führende Wirtschafts- und Innovationsregion in Europa ist. Baden-Württemberg soll innovativ, wirtschaftsstark und lebenswert bleiben. Ich möchte vor Ort mit den Menschen diskutieren, wie wir das am besten schaffen“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Auftakt im Programm der Ministerin war der Besuch der Beruflichen Schule in Riedlingen, wo der Bildungsgang Ausbildungsvorbereitung dual (AVdual) im Fokus stand. Gerade für kleine und mittlere Betriebe sei es außerordentlich wichtig, offene Ausbildungsplätze passend besetzen zu können. Mit AVdual solle es dank umfangreichen Praxisphasen im Betrieb und neuer Pädagogik „mehr Schulabgängerinnen und Schulabgängern gelingen, erfolgreich in Ausbildung und Beruf überzugehen“, so die Ministerin. Bei der Vorstellung des Projekts „AVdual mit Tablets“ überzeugte sich Hoffmeister-Kraut davon, wie Jugendliche auf ihrem jeweiligen Lernstand abgeholt und ganz individuell gefördert werden. „Als Wirtschaftsministerin ist mir besonders wichtig, dass der ländliche Raum bei der Digitalisierung vorne dabei ist. Klar ist, dass die Digitalisierung nicht erst im Betrieb, sondern bereits in der Schule und der Ausbildungsvorbereitung anfängt“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Beim Besuch des Carsharing-Start-ups AZOWO GmbH in Biberach an der Riß erläuterte Hoffmeister-Kraut, dass zentrale Zukunftsthemen in der Verantwortung ihres Ministeriums liegen. Als Herausforderungen nannte sie neben der Sicherung des Fachkräftebedarfs und der Innovationskraft auch attraktive Rahmenbedingungen für Existenzgründungen und Start-ups. Für Baden-Württemberg sei es außerdem „von zentraler Bedeutung, die Digitalisierung zu nutzen, um die eigene Spitzenstellung weiter auszubauen und langfristig zu sichern. In dieser Zeit großer Transformationen müssen wir Wagnis viel mehr als Chance begreifen“, betonte Hoffmeister-Kraut. Die Wirtschaftsministerin zeigte sich vom Biberacher Start-up AZOWO beeindruckt, dessen Mobilitätsplattform durch eine flexible, cloud-basierte Software es ermöglicht, Flotten und Fahrzeugpools digital zu verwalten und damit Flottenmanagement und Shared Mobility zu optimieren: „Das ist ein hervorragendes Beispiel für digitale und moderne Mobilitätsprodukte made in Baden-Württemberg und ein Aushängeschild für unseren Start-up Standort“, sagte Hoffmeister-Kraut, die im vergangenen Jahr die Landeskampagne „Start-up BW“ mit zahlreichen Förderangeboten ins Leben gerufen hat.

Den Besuch im Landkreis Biberach nutzte Hoffmeister-Kraut auch dazu, die Auszeichnung „Gründerfreundliche Kommune“ für das interkommunale Verbundprojekt des Landkreises Biberach und der Städte Biberach, Laupheim und Riedlingen persönlich zu übergeben: „Wir wollen Baden-Württemberg zu einer der gründungsdynamischsten Regionen Europas machen. Dazu müssen wir in der Fläche des Landes Gründungsdynamik entfalten. Unser bundesweit einmaliger Landeswettbewerb ‚Start-up BW local‘ zeigt uns, dass auf kommunaler und regionaler Ebene Gründungsvorhaben schon heute kreativ unterstützt werden. Das müssen wir weiter ausbauen“, ermunterte die Ministerin und gratulierte herzlich zur Auszeichnung. Im Anschluss trug sie sich in das Gästebuch des Landkreises ein.

Als Hoffmeister-Kraut in Biberach das Sanierungsgebiet Innenstadt Süd-West mit den Baumaßnahmen Roter Bau und Alte AOK besichtigte und sich selbst ein Bild machte, wie durch städtebauliche Maßnahmen unter anderem preisgünstige Wohnungen geschaffen werden, hob sie hervor, dass die Städtebauförderung, „nicht nur städtebaulich, sondern auch sozial- und kommunalpolitisch von großer Bedeutung“ sei. Das Land habe den Städten und Gemeinden 2018 insgesamt rund 244,9 Millionen Euro für den Städtebau bewilligt, sagte Hoffmeister-Kraut. Sie betonte, dass „die Versorgung mit ausreichend und bezahlbarem Wohnraum aktuell ein drängendes gesellschaftspolitisches Problem sei“. Mit dem Anfang April in Kraft getretenen Wohnraumförderprogramm 2018/2019 investiere das Land 500 Millionen Euro und leiste damit „einen wichtigen Beitrag, um den Wohnungsbau weiter anzukurbeln“.

Zum Abschluss der Kreisbereisung tauschte sich die Ministerin beim Matthäus Schmid Bauunternehmen GmbH & Co. KG unter anderem zur Digitalisierung im Bau aus: „Für die Baubranche ist die Digitalisierung eine große Chance für mehr Transparenz, Effizienz und Planungssicherheit. Die Bauwirtschaft ist eine Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft, wir dürfen den Anschluss hier auf keinen Fall verpassen. Mit der Novellierung der Landesbauordnung stellen wir auch hier die Weichen, damit das Bauen im Land schneller, digital und unbürokratischer wird“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Zu den wertvollen Eindrücken, die sie bei ihren Kreisbereisungen sammle, resümierte Hoffmeister-Kraut: „Durch Besuche, Dialog und Zuhören vor Ort kann die Politik wichtige Informationen und Impulse erhalten, um die Rahmenbedingungen für Baden-Württemberg richtig zu gestalten. Meine Kreisbereisungen bieten dafür vielfältige und gute Möglichkeiten.“

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news-255 Wed, 12 Dec 2018 14:23:36 +0100 14 Leuchtturmprojekte im Land für die Produktion der Zukunft ausgezeichnet https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/14-leuchtturmprojekte-im-land-fuer-die-produktion-der-zukunft-ausgezeichnet/ Der Amtschef des Wirtschaftsministeriums, Ministerialdirektor Michael Kleiner, hat am Mittwoch (12. Dezember) die aktuellen Preisträger des Wettbewerbs „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. Insgesamt wurden 14 Unternehmen und Einrichtungen prämiert, die Digitalisierungslösungen erfolgreich im Betriebsalltag umgesetzt haben. „Industrie, Mittelstand und Start-ups in Baden-Württemberg sind auf bestem Weg in die digitalisierte Zukunft, wie die heute prämierten Projekte eindrucksvoll zeigen. Mit der Preisverleihung wollen wir anfassbare Lösungen aus dem Land, die Mehrwerte schaffen, noch bekannter machen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen wollen wir damit motivieren, die sich durch Industrie 4.0 bietenden Chancen aktiv anzugehen“, sagte Kleiner bei der Verleihung in Stuttgart.

Mit dem Wettbewerb sucht die „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ nach innovativen Konzepten aus der Wirtschaft, die mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen erfolgreich sind. Die Expertenjury bewertet neben dem Innovationsgrad auch die konkrete Praxisrelevanz für Industrie 4.0. Die prämierten Projekte deckten eine große Bandbreite von Branchen und Technologien ab und zeigten, „dass Industrie 4.0 nicht nur spezielle Branchen wie Maschinenbau oder Automobilindustrie, sondern die gesamte industrielle Wertschöpfung betrifft“, so Kleiner.

 

Die ausgezeichneten Unternehmen und Organisationen

Unternehmen/Organisationen

Prämierte Lösung

Elabo GmbH; Crailsheim

Teachware Lern-Kit für Industrie 4.0

Baden-Württemberg Stiftung, Südwestmetall und Flad & Flad; Stuttgart/Heroldsberg

Roadshow-Truck DISCOVER INDUSTRY

Hohentwiel-Gewerbeschule; Singen

I4.0 für alle – Die Lernfabrik 4.0 in Singen

Hochschule Konstanz (HTWG) - Modellfabrik Bodensee

Modellfabrik für die Ausbildung zu digitalisierten Arbeitswelten

Pilz GmbH & Co. KG; Ostfildern

Pilz Smart Factory – Demonstrator für die intelligente Produktion

Bachthaler Informationstechnologie; Kirchheim unter Teck

bIT 4.0 – Softwarelösung für Lohn- und Einzelfertiger

Bitzer Kühlmaschinenbau GmbH; Rottenburg-Ergenzingen

Vernetztes und mobiles Shopfloor-Management

Heronius GmbH; Süßen

Digital vernetzte Fertigungsprozesse in der Smart Factory

iFAKT GmbH; Stuttgart

VSM 4.0 – digitales Wertstrom-Management in der Fertigung

WITTENSTEIN SE; Igersheim

Störungsmanagementtool FLASH

CAS Software AG; Karlsruhe

Digitales Shopfloor-Management mit ValueStreamer

Schneider Form GmbH; Dettingen unter Teck

OptiCheck – Digitalisierung im Formenbau

Siemens AG Getriebemotorenwerk; Tübingen

Digitale Toolkette von den Produktdaten bis zum fertigen Bauteil

Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie; Singen

Gesamtsystem für die integrierte Überwachung in der Strahlentherapie

Bilder zur Preisverleihung finden Sie in der Mediathek.

 

Die Auszeichnung „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“

In Summe wurden in acht Prämierungsrunden bislang 141 Unternehmen, Institute und andere Organisationen ausgezeichnet. Die prämierten Unternehmen erhalten eine Ehrenurkunde und eine Glasplakette, die am Unternehmensstandort angebracht werden kann. Zudem werden die Preisträger auf der Internetseite der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ präsentiert.

Aufgrund des hohen Zuspruchs wird der 100 Orte-Wettbewerb mit Fokus auf einzelne Themenschwerpunkte fortgesetzt. Bis März 2019 liegt ein Themenschwerpunkt auf Best Practises und Digitalisierungslösungen aus den Bereichen „Lernen 4.0“ sowie „Human Resource Management 4.0“, da der Strukturwandel zur Industrie 4.0 auch erhebliche Auswirkungen auf die betriebliche Arbeitswelt und Qualifikationsanforderungen von Beschäftigten hat.

Die Netzwerkinitiative „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ will Kompetenzen aus Produktionstechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnik bündeln, alle wesentlichen Akteure vernetzen und durch innovative Transferangebote den industriellen Mittelstand in Richtung Industrie 4.0 begleiten.

Als Sprecher steht der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ Dr. Manfred Wittenstein (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wittenstein AG) vor. Die Koordinierungsstelle ist beim VDMA-Landesverband Baden-Württemberg angesiedelt. Die Partner der Allianz – Unternehmen, Kammern, Verbände, Cluster, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Sozialpartner – streben an, Baden-Württemberg als weltweit führende Region für Industrie 4.0-Technologien zu etablieren. Kleine und mittlere Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle und sollen von der Allianz profitieren.

Weitere Informationen finden Sie unter www.i40-bw.de.

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news-251 Wed, 05 Dec 2018 15:36:06 +0100 Raumfahrt: Wirtschaftsministerium fördert Forschung zur Herstellung kostengünstiger Satelliten mit rund einer Million Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/raumfahrt-wirtschaftsministerium-foerdert-forschung-zur-herstellung-kostenguenstiger-satelliten-mit-r/ Das Wirtschaftsministerium fördert die 2. Phase des Gemeinschaftsprojekts IRAS („Integrated Research Platform for Affordable Satellites“) zur Herstellung kostengünstiger Satelliten mit rund einer Million Euro. „Die Raumfahrtbranche hat wesentlichen Anteil am Erfolg des Innovationsstandorts Baden-Württemberg. IRAS macht unsere Forschungseinrichtungen und mittelständischen Raumfahrtunternehmen fit für Anwendungen der kommerziellen Raumfahrtnutzung. Es geht um sehr kostengünstige Satelliten, die Neue Dienste wie Internet oder aktuelle Geodaten anbieten – mit einem hohen Maß an Digitalisierung. Aufgrund des hohen Erfolgs von IRAS in der ersten Entwicklungsphase fördern wir nun auch die nächste Phase“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Digitale Methoden erleichtern Produktion kostengünstiger Satelliten

Das Projekt ist ein Baustein in der Strategie des Wirtschaftsministeriums, die im Maschinenbau, in der Automobilindustrie und der IKT-Branche entwickelten Industrie 4.0-Methoden auf weitere Branchen auszudehnen. Im Projekt IRAS II erforschen das Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA sowie das Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart gemeinsam mit führenden Raumfahrtunternehmen digitale Methoden für das Design und die Produktion von kostengünstigen Satelliten.

Nach den ausgezeichneten Ergebnissen der ersten Projektphase wird mit IRAS II eine digitale Plattform umgesetzt, in der das gesamte Satellitenmodell in Form eines „digitalen Zwillings“ den Partnern verfügbar gemacht wird. Dies dient zum einen der engen Kooperation verschiedener Partner bei der Entwicklung von Satelliten, aber auch der dreidimensionalen Visualisierung und „Erlebbarkeit“ des Satellitenentwurfs. Auf Basis dieser Entwicklungsplattform werden unter anderem in 3 D-Druck erstellte, mit Sensorfunktionen ausgestattete Leichtbaustrukturen und leistungsfähige Antriebsmodule entwickelt. Zur drastischen Senkung der Kosten werden kostengünstige Elektronikkomponenten aus dem Automobilbau in Satellitenkonzepte übertragen.

Satelliten: Helfer im Weltall für viele Anwendungsgebiete

Satelliten übernehmen immer mehr Aufgaben: Sie unterstützen das Monitoring von Umweltschäden und ermöglichen die Verfügbarkeit eines schnellen Internetzugangs an jedem Ort der Welt. Aktuelle Pläne in den USA zielen auf den Aufbau eines erdumspannenden Netzes aus bis zu 1.000 Satelliten im All ab. Der wirtschaftliche Betrieb solcher Satellitennetzwerke hängt wesentlich von der Bereitstellung kleiner, sehr kostengünstiger Satelliten ab.

Hoffmeister-Kraut: „Mit dem Projekt IRAS werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Wirtschaft und Forschungseinrichtungen im Raumfahrtcluster Baden-Württemberg auf diese Entwicklung vorbereitet und fit für den Wettbewerb sind.“

Weitere Informationen: Der Raumfahrtcluster in Baden-Württemberg

40 Prozent aller Beschäftigten in der deutschen Raumfahrtindustrie arbeiten in Baden-Württemberg. Der Südwesten Deutschlands nimmt damit als Standort der Luft- und Raumfahrtindustrie vor allem in den Bereichen Forschung und Entwicklung, aber auch für Zulieferunternehmen aus Hightech-Branchen eine bedeutende Position ein. Mit weltbekannten Unternehmen für den Bau von Satelliten und anspruchsvollen Subsystemen ist Baden-Württemberg einer der führenden Raumfahrtstandorte. So werden in Friedrichshafen zum Beispiel Satelliten für Erdbeobachtungssysteme und wissenschaftliche Missionen gebaut. Ein wesentlicher Teil des Clusters besteht aus kleinen und mittleren Unternehmen, die Komponenten und Subsysteme in höchster Qualität herstellen. Die Unternehmen werden von einem sehr guten Ausbildungs- und Forschungsumfeld unterstützt, zu dem die Standorte Stuttgart und Lampoldshausen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die Fakultät für Luft- und Raumfahrt der Universität Stuttgart zählen. Gut 60 Prozent aller deutschen Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit der Spezialisierung Raumfahrt werden in Stuttgart ausgebildet.

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news-250 Mon, 03 Dec 2018 14:16:30 +0100 Spitzentreffen der Initiative Wirtschaft 4.0 – 50 Millionen Euro für weitere Digitalisierungsprojekte https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/spitzentreffen-der-initiative-wirtschaft-40-50-millionen-euro-fuer-weitere-digitalisierungsprojekt/ Hoffmeister-Kraut: „Digitalisierung hat dank der Initiative gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen an Dynamik gewonnen. Mit neuen Projekten starten wir jetzt weiter durch.“ Anlässlich des Spitzentreffens der „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ heute in Stuttgart hat Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bisherige Erfolge der Initiative hervorgehoben und Tempo bei der Digitalisierung im Land angemahnt: „Für Baden-Württemberg führt kein Weg an der Digitalisierung vorbei, wenn wir unsere Spitzenstellung langfristig sichern wollen. Dank der Initiative hat die Digitalisierung gerade bei unseren kleinen und mittelständischen Unternehmen an Dynamik gewonnen“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Noch immer gebe es aber zu viele Unternehmen im Land, die den digitalen Wandel eher zögerlich angingen, so die Ministerin. Mit der Initiative Wirtschaft 4.0 wolle ihr Haus gemeinsam mit den Partnerorganisationen daher weiterhin insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen im Land begleiten. Hoffmeister-Kraut: „Hier muss noch mehr Tempo rein, wenn wir nicht abgehängt werden wollen.“ Das Wirtschaftsministerium wolle für die Weiterentwicklung von Digitalisierungsprojekten weitere 50 Millionen Euro bereitstellen.

Digitalisierungsprämie ermöglicht Investitionen bis zu 100 Millionen Euro

Als Erfolgsmodell der bisherigen Projekte erweise sich bereits jetzt die 2017 erstmals aufgelegte Digitalisierungsprämie, mit der kleinere und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung konkreter Digitalisierungsprojekte mit bis zu 10.000 Euro unterstützt würden, so Hoffmeister-Kraut: „Die große Nachfrage nach der Prämie zeigt, dass wir mit ihr genau ins Schwarze treffen – sie belegt das hohe Interesse gerade unserer kleineren Unternehmen, beim Thema Digitalisierung voranzukommen.“

Im Rahmen der beiden Modellversuche seien bislang rund 1.000 Unternehmen im Land unmittelbar bei der digitalen Transformation unterstützt worden. „Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, wollen wir die Mittel erhöhen, so dass in 2018 und 2019 insgesamt 24 Millionen Euro für die Digitalisierungsprämie zur Verfügung stehen“, sagte Hoffmeister-Kraut. Das sei dreimal so viel wie ursprünglich geplant. Damit könnten in den Unternehmen bis Ende 2019 Digitalisierungsinvestitionen in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro oder mehr ausgelöst werden.

Weiterer Meilenstein seien die mit insgesamt zehn Millionen Euro geförderten zehn regionalen Digital Hubs im Land, die als Kristallisationspunkte für digitale Innovationen und regionale Unterstützungspunkte für die Digitalisierung der Wirtschaft derzeit nach und nach ihre Arbeit aufnähmen. Das hieraus erwachsende Digital Hub-Netzwerk im Südwesten stelle eine schlagkräftige Unterstützungsinfrastruktur für die Unternehmen vor Ort dar.

Zukunftstechnologien: Künstliche Intelligenz und Quantentechnologie

Hoffmeister-Kraut betonte, sie sei sich mit den Partnern darüber einig, dass der breite Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) herausragende Wachstumschancen für die Wirtschaft in Baden-Württemberg biete: „Wir müssen insbesondere unseren starken Mittelstand unterstützen, bestehende Produkte und Dienste ‘intelligent’ zu machen und vor allem neue KI-Produkte und -Dienstleistungen zu entwickeln. Dem Ausbau intelligenter Anwendungen sind kaum Grenzen gesetzt. Am Ende geht es um die Wertschöpfung, die durch KI generiert wird. Wir müssen mit KI Geld verdienen“, so Hoffmeister-Kraut. Auch die angewandte Quantentechnologie solle gestärkt werden. Hier lägen enorme Potentiale, etwa für die Weiterentwicklung von Satellitendiensten oder für hochaufgelöste Messtechnik-Anwendungen.

Neben der Verfolgung dieser Ankerprojekte plane die Initiative Wirtschaft 4.0 weitere diverse branchenspezifische Unterstützungsmaßnahmen für Industrie, Handwerk, Handel und die Dienstleistungswirtschaft. Um die Kooperationsstrukturen innerhalb der Initiative Wirtschaft 4.0 zu stärken, werde im kommenden Jahr zudem eine Koordinierungsstelle Wirtschaft 4.0 eingerichtet. Diese werde zur branchenübergreifenden Bündelung und Weiterentwicklung von Digitalisierungsmaßnahmen einen wichtigen Beitrag leisten und neue Impulse liefern.

Als branchenspezifische Initiative sei jüngst die Kultur- und Kreativwirtschaft neu in der Initiative Wirtschaft 4.0 verankert worden, um diese Branchen noch stärker in bereits bestehende Maßnahmen und Projekte zur Digitalisierung einzubringen. Hoffmeister-Kraut: „Die Kreativwirtschaft ist von strategischer Bedeutung für die gesamte Wirtschaft im Südwesten. Ihre Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle stehen oft am Beginn von Wertschöpfungsketten und tragen zur Innovationssteigerung der gesamten Wirtschaft bei.“

Die landesweite Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-Ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

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news-266 Wed, 28 Nov 2018 10:32:00 +0100 Landes-Innovationspreis 2018: Preisträger aus Pfinztal, Schwieberdingen und Geislingen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/landes-innovationspreis-2018-preistraeger-aus-pfinztal-schwieberdingen-und-geislingen/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am Mittwoch (28. November) den mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Landes-Innovationspreis – „Dr.-Rudolf-Eberle-Preis“ – verliehen. Mit dem Preis werden alljährlich mittelständische Unternehmen für ihre herausragenden Entwicklungen und Anwendungen neuer Technologien ausgezeichnet. „Innovationsfähigkeit ist der Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg und den Wohlstand des Landes. Aber Innovationsfähigkeit ist kein Selbstläufer. Erfolgreiche Innovationen verlangen Ideen, die voller Engagement in die Tat umgesetzt werden – mit allen Risiken, die damit verknüpft sind. Es braucht ständig neuen Anlauf, wenn wir führende Innovationsregion Europas bleiben wollen“, sagte Hoffmeister-Kraut bei der feierlichen Preisverleihung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Mit dem Innovationspreis zeichne das Land den Ideenreichtum, die Kreativität und die unternehmerische Leistung des Mittelstandes aus und mache die klugen Köpfe der Südwestwirtschaft sichtbar: „Der Innovationspreis zeigt das enorme Potential unserer Unternehmen im Land.“

Technologische Fortschritte würden schneller denn je erreicht. Um hier Schritt halten zu können und die Stellung des Landes als starken Wirtschaftsstandort zu halten und auszubauen, müssten Innovationen schneller in den Markt gelangen, betonte die Wirtschaftsministerin.

Für den Innovationspreis des Landes wurden in diesem Jahr drei Unternehmen durch das Preiskomitee ausgewählt: die Rosswag GmbH aus Pfinztal bekam ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro verliehen. Mit 15.000 Euro prämiert wurde die Swabian Instruments GmbH aus Schwieberdingen und 10.000 Euro erhielt die Dr.-Ing. Max Schlötter & Co. KG, Geislingen. Zusätzlich erhielt die ioxp GmbH aus Mannheim den mit 7.500 Euro dotierten Sonderpreis der MBG Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft für Innovationen von jungen Unternehmen. Sechs weitere Unternehmen wurden mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

Der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer, der in der Jury mitgewirkt hatte, zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der eingereichten Bewerbungen: „Der Preis ist nicht nur für etablierte Unternehmen attraktiv, sondern auch für Start-ups. Dabei reicht das Spektrum der Themen vom klassischen Maschinenbau über Software bis hin zum Umweltschutz.“

Hoffmeister-Kraut und Reimer sprachen allen Ausgezeichneten Glückwünsche aus: „Innovationen und neue Denkansätze stehen im Mittelpunkt der heutigen Preisverleihung. Sie sind die Botschafterinnen und Botschafter für andere Unternehmen im Land und können diese ermutigen, innovativen Ideen nachzugehen und diese auch umzusetzen.“

Weitere Informationen zum Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg und die ausführliche Dokumentation zur Preisverleihung 2018 finden Sie unter den angegebenen Links.

Die Preisträger 2018 im Einzelnen:
Die Rosswag GmbH, Pfinztal,
erhält 25.000 Euro für ihre Hybride Schmiede-/3D-Druck-Bauteile. Bei der Herstellung hybrider Bauteile wird ein Grundkörper konventionell geschmiedet und anschließend spanend für den Fügeprozess vorbereitet. Auf eine ebene Fläche wird im nachfolgenden Prozessschritt mittels Selektivem Laserschmelzen die gewünschte Geometrie aufgebaut. Der optimierte Faserverlauf der geschmiedeten Geometrieelemente weist ideale mechanisch-technologische Eigenschaften gerade im Hinblick auf die Dauerschwingfestigkeit auf. Bei dem additiven Aufbau entsteht eine stoffschlüssige Verbindung, die ähnliche Festigkeiten wie der Schmiedegrundkörper aufweist. www.rosswag-engineering.de

Ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro erhält die Swabian Instruments GmbH, Schwieberdingen, für ihre schnelle digitale Signalerfassung. Die Anzahl der Messgrößen und Sensoren, welche erfasst und verarbeitet werden müssen, steigt zunehmend. Dabei müssen Messlabore ständig neu konfiguriert werden und stoßen an Grenzen. Eine einmalige Softwarearchitektur ermöglicht es nun Anwendern jede erdenkliche digitale Messung mit geringem Aufwand in Software zu implementieren. Die Messgenauigkeit des hochpräzisen Messgeräts liegt im Bereich von Pikosekunden und vereinfacht so ganze Forschungsprozesse. Die Kunden können bereits beim Aufbau der Messtechnik auf mehrere teure Geräte verzichten und senken so ihre Investitionskosten. www.swabianinstruments.com

Ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro erhält in diesem Jahr Dr.-Ing. Max Schlötter & Co. KG, Geislingen, für die ressourcenschonende Zink-Nickel-Abscheidung. Für Eisenwerkstoffe ist die galvanische Beschichtung mit Zink-Nickel-Legierungsschichten eine der besten Möglichkeiten zum Schutz gegen Korrosion. Mit den neu entwickelten manganhaltigen Anoden gelingt es, die galvanische Abscheidung in mehrfacher Hinsicht positiv zu beeinflussen: Es fällt weniger giftiges Cyanid an, gleichzeitig sinkt der Stromverbrauch um bis zu 30 Prozent und es kann mit einer niedrigeren Nickelkonzentration gearbeitet werden. Ein Umstieg auf die neue Technologie ist problemlos möglich, da lediglich die Anoden ausgetauscht werden müssen. www.schloetter.de

Den mit 7.500 Euro dotierten Mittelstandspreis der MBG, der sich an junge Unternehmen richtet, erhielt in diesem Jahr die ioxp GmbH, Mannheim, für ihr intelligentes Video-Assistenzsystem. Die Vorteile der Verortung virtueller Inhalte im realen Kontext werden zunehmend auch in der Industrie erkannt. Im Vordergrund steht hierbei die direkte Einblendung von Informationen zu betrachteten Maschinen, welche dem Wartungstechniker Aufschluss über die Betriebssituation geben können, um eine bestmögliche Informationslage mit niedrigem Aufwand herstellen zu können. Ein weiteres Feld ist die Schritt-für-Schritt Erklärung und Anleitung für komplizierte Arbeitsprozesse. Hierfür gibt es einen großen Bedarf im Anwendungsfeld der Montage sowie im Trainings- und Qualifizierungsbereich. www.ioxp.de

Eine Anerkennung wurde folgenden sechs Unternehmen ausgesprochen:

Andreas Hettich GmbH & Co. KG, Tuttlingen, für die duale Zentrifuge für Labore. Das vielseitige Laborgerät kann insbesondere bei der Herstellung von Nanopartikeln im medizinischen und technischen Bereich, bei der Vermischung von schwer mischbaren Komponenten sowie zur Extraktion bei der analytischen Probenvorbereitung eingesetzt werden. Die Probengefäße werden während der Zentrifugation zusätzlich um ihre eigene Achse gedreht und erfahren dadurch starke Zentrifugalbeschleunigungen. So werden neue Anwendungen bei der Herstellung von Arzneimitteln, in der Lebensmittelkontrolle oder für die biomedizinische Forschung möglich. www.hettichlab.com

dotscene GmbH, Freiburg, für eine mobile 3D-Laser-Datenerfassung. Für die Erstellung von dreidimensionalen Umgebungsmodellen bietet das tragbare, fahrbare und fliegbare Sensorsystem vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Die aus einer Punktwolke resultierenden 3D-Modelle werden vorrangig zur Darstellung von Immobilienbeständen verwendet. Die Verarbeitung der Aufnahmedaten erfolgt als kunden- und anwendungsspezifische Dienstleistung. Es entfallen somit für den Kunden fixe Softwarekosten, zeitaufwendige Schulungen und hohe Investitionen in Rechenkapazität. www.dotscene.com

inigence gmbH, Bretzfeld, für die Rückfederungskompensation komplexer Blechformteile. Im automobilen Karosseriebau ist eine hohe Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität von Blechformteilen von großer Bedeutung. Unter Verwendung eines neu entwickelten Algorithmus ist es nun möglich, simulierte oder auch gemessene Bauteildaten von rückgefederten Teilen so zu überbiegen, dass eine bestmögliche Maßhaltigkeit bei Erhalt der anspruchsvollen Oberflächenqualität erzielt wird. Im Planungs- und Realisierungsprozess von Presswerkzeugen werden dadurch Zeit und Kosten in Millionenhöhe eingespart. www.inigence-gmbh.de

IPR-Intelligente Peripherien für Roboter GmbH, Eppingen, für eine Verbundbeton-Fahrachse. Industrieroboter brauchen häufig Fahrachsen, um sich bei ihrer Arbeit auch vor, zurück oder seitlich hin und her bewegen zu können. Bisher wurden diese Fahrachsen aus Metall gefertigt, was sich in den Herstellungskosten niederschlägt. Die neu entwickelte Fahrachse reduziert durch den Einsatz von Verbundbeton die Materialkosten drastisch, ohne die Positioniergenauigkeit zu beeinträchtigen. Außerdem benötigt die Verbundbeton-Fahrachse weniger Aufstellfläche, was es auch kleinen Unternehmen ermöglicht, ihre Produktionsketten zu automatisieren. www.iprworldwide.com

mm-lab GmbH, Kornwestheim, mit einem Kollisionswarnsystem für Automobil-Prüfgelände. Die Betreiber von Prüfgeländen benötigen ein System, welches den Fahrer vor drohenden Frontal-, Seiten- und Heck-Kollisionen mit einer entsprechenden Vorwarnzeit alarmiert. Die im öffentlichen Straßenverkehr genutzten Frontkollisionswarnsysteme sind systembedingt nicht für Teststrecken und Steilkurven geeignet. Die Neuentwicklung verbessert die Sicherheit auf Prüfgeländen entscheidend und hilft Zusammenstöße zu vermeiden. Dies gelingt durch die hohe Präzision der GPS-Positionierung, die extreme Schnelligkeit in der mobilen Kommunikation und die Software, die die Fahrer in kritischen Situationen warnt. www.mmlab.de

Renfert GmbH, Hilzingen, für das 3D-Video-Mikroskop für die Zahntechnik.
Mit dem neu entwickelten System, das aus Video-Mikroskop, 3D-Monitor und 3D-Brille besteht, können Zahntechniker die Bearbeitung, die Prüfung sowie die Bewertung der Qualität zahntechnischer Objekte präzise und gleichzeitig ergonomisch durchführen. Per Schnittstelle ist der schnelle Austausch mit Kunden und Kollegen während der gemeinsamen Betrachtung am Monitor oder über ein virtuelles Netzwerk möglich. Im Bereich der Zahntechnik ist das mobile, preisgünstige 3D-System mit einer latenzfreien Bildübertragung in Full-HD Qualität gegenüber Stereo-Mikroskopen oder Lupenbrillen die köpergerechte Alternative. www.renfert.com

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news-241 Tue, 20 Nov 2018 14:56:13 +0100 Technologiebeauftragter legt Impulspapier für künftige Innovationspolitik vor https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/technologiebeauftragter-legt-impulspapier-fuer-kuenftige-innovationspolitik-vor/ Der Technologiebeauftragte der Landesregierung, Prof. Dr. Wilhelm Bauer, hat am Dienstag (20. November 2018) dem Kabinett seine „Innovationspolitischen Impulse“ für das Land vorgestellt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut dankten dem Technologiebeauftragten für dessen bisherige Arbeit und die vorgelegten Anregungen: „Professor Bauer zeigt Wege dafür auf, wie wir unsere Spitzenposition im Innovationswettbewerb sichern und ausbauen können. Seine Analyse ist Ansporn und Bestätigung zugleich. Bestätigung, weil sie bestätigt: Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Innovationskraft steht als ressortübergreifende Aufgabe im Mittelpunkt der Politik der Landesregierung und wir konzentrieren uns auf die richtigen Zukunftsfelder, nämlich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Mobilität und Gesundheit, Ressourceneffizienz und ökologische Modernisierung. Aber auch Ansporn, weil das Papier aufzeigt: Es gibt weiterhin viel zu tun.“

Professor Bauer identifiziere Technologiefelder, in denen sich die Landesregierung verstärkt engagieren müsse, weil sie für die künftige Wettbewerbsfähigkeit von hoher Bedeutung seien, fuhr Kretschmann fort. „Der technologische Umbruch in der Weltwirtschaft ist für die Zukunft Baden-Württembergs als Wirtschaftsstandort entscheidend und Erfolg muss immer wieder neu erkämpft werden. Wenn wir weiterhin ein weltweit führendes Innovationsland bleiben und die Zukunftstechnologien nach unserem europäischen Gesellschaftsmodell prägen wollen, müssen wir in die Zukunftsfelder und Schlüsseltechnologien investieren.“

Professor Wilhelm Bauer verwies darauf, dass Baden-Württemberg über die besten Ausgangsbedingungen verfüge, um auch in Zukunft die Technologieführerschaft in wichtigen Feldern zu beanspruchen und eine Spitzenposition im internationalen Innovationswettbewerb einzunehmen: „Voraussetzung dafür ist, dass der starke industrielle Kern als Rückgrat der baden-württembergischen Wirtschaft kontinuierlich transformiert wird, um mit den neuen Anforderungen an Digitalisierung, voranschreitender globaler Arbeitsteilung sowie neuen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen Schritt zu halten.“ Baden-Württemberg sei – so Bauer – stark als „Ausrüster der Welt“ in den wirtschaftlichen Kernbereichen Mobilität, Informations- und Kommunikationstechnologien, Gesundheit, Umwelttechnologie oder industrieller Prozesstechnologie. Schwächen seien hingegen beispielsweise zu konstatieren in Effektivität und Reichweite des Technologietransfers, obwohl ein ausreichendes institutionelles Netz hierfür bestehe.

Ausgehend von einer tiefergehenden Stärken- und Schwächenanalyse beschreibt das Impulspapier wichtige Technologiefelder, in denen das Land und seine Unternehmen ihre Aktivitäten nach Bauers Ansicht verstärken muss, um seine Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft zu sichern. Chancen bestünden für den Südwesten Deutschlands vor allem dort, wo die Stärken Baden-Württembergs konsequent mit den Möglichkeiten der Digitalisierung und intelligenter Systeme verknüpft würden. Dazu zählen Professor Bauer zufolge Themen wie die Plattform- und Datenökonomie, Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Smart Services, Alternative Antriebe und Kraftstoffe oder Biointelligente Systeme. Darüber hinaus zeigt das Impulspapier eine Reihe von Ansätzen zur Verbesserung des Innovationssystems auf, wie zum Beispiel die Stärkung des Technologietransfers, den Aufbau von Fortschrittszentren oder die Förderung von Sprunginnovationen.

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut betonte, das Papier des Technologiebeauftragten bestätige das Land in jüngst bereits eingeschlagenen Pfaden: „Besonders im Bereich der Künstlichen Intelligenz können wir nicht zuwarten. Wir wollen hier global an der Spitze dabei sein. Die im Nachtragshaushalt in einem ersten Schritt vorgesehenen 10 Millionen Euro für die Stärkung der anwendungsbezogenen Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz, zur Unterstützung des Mittelstands bei der Anwendung von KI und zur Kommerzialisierung von KI sind Ansätze, die den Vorschlägen des Impulspapiers nach Fortschrittszentren und stärkerem Technologietransfer entsprechen. An diesem Punkt müssen wir konsequent weiterarbeiten.“

Auch im Bereich der Quantentechnologien müssten nun zügig weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, um die Vision zur Zukunft des Innovationsstandorts Baden-Württemberg Wirklichkeit werden zu lassen, so die Wirtschaftsministerin: „Für die Förderung der wirtschaftsnahen Forschung im Bereich der Quantentechnologien wollen wir rund 20 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Damit sollen ein Projekt zur anwendungsbezogenen Quantensensorik der Fraunhofer-Gesellschaft in Freiburg und der Aufbau eines neuen Instituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Ulm zu Quantentechnologien in Raumfahrtanwendungen gefördert werden.“ Der Bund habe im Haushaltsausschuss des Bundestages seine Bereitschaft zur Förderung des neuen DLR-Instituts zugesagt, erwarte jedoch, dass das Land die Kofinanzierung sichere, so Hoffmeister-Kraut.

Ministerpräsident Kretschmann und Ministerin Hoffmeister-Kraut hoben die Notwendigkeit hervor, die Impulse des Technologiebeauftragten nun zu bewerten und in die innovationspolitische Strategie des Landes einfließen zu lassen.
Kretschmann: „Das Staatsministerium wird mit allen betroffenen Ministerien die vorgeschlagenen Maßnahmen und Initiativen sorgfältig prüfen, um zu schauen, wo wir noch nachlegen, wo wir Akzente setzen und wo wir Akteure, Maßnahmen und Forschungsanstrengungen so bündeln können, dass daraus geballte Innovationskraft entsteht.“

Hier gehts zum Bericht.

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news-240 Mon, 19 Nov 2018 11:52:47 +0100 Digitalisierte Batteriezellenproduktion: Standortvorteil für Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/digitalisierte-batteriezellenproduktion-standortvorteil-fuer-baden-wuerttemberg/ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am Montag (19. November) in Stuttgart gemeinsam mit dem Leiter des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Prof. Dr. Thomas Bauernhansl, sowie dem Vorstandsvorsitzenden der VARTA AG, Herbert Schein, das Verbundprojekt „DigiBattPro4.0“ vorgestellt und dieses als „exzellente Grundlage für eine künftige Großserienproduktion von Batteriezellen“ bezeichnet. „Baden-Württemberg ist im Bereich Batterietechnologien hervorragend aufgestellt. Mit unseren Förderprojekten, den jahrelangen Anstrengungen und Investitionen des Landes, der wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen, Forschungszentren und beteiligten Unternehmen im Bereich Batterieforschung haben wir uns in den letzten Jahren einen bundesweit einmaligen Standortvorteil erarbeitet. Wir bieten damit ideale Voraussetzungen für die Ansiedlung einer Batteriezellenproduktion hier im Südwesten“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Standortvorteil für Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg seien auf engem Raum alle notwendigen Kompetenzen und Partner konzentriert. Hoffmeister-Kraut: „Ein klarer Standortvorteil.“ Mit VARTA sitze der einzige deutsche Massenhersteller von Batteriezellen mit europäischer Technologie in Baden-Württemberg – ein Alleinstellungsmerkmal. Im Südwesten sei in den letzten Jahren nicht nur intensiv am Produkt Batterie und Batteriezelle geforscht worden, auch dessen optimierte Herstellung stehe im Fokus, so die Wirtschaftsministerin. Das vom Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Bund geförderte Projekt „DigiBattPro4.0“ setze hier Maßstäbe: „Es ist ein weiterer Meilenstein, um zukünftig eine Massenfertigung für Lithium-Ionen-Batterien erfolgreich auf die Beine zu stellen. Durch die Digitalisierung des Gesamtprozesses werden signifikante Verbesserungen in der Produktqualität sowie Effizienzsteigerungen erreicht“, sagte Hoffmeister-Kraut. All dies seien Voraussetzungen, um zukünftig die neuen Generationen von Lithium-Ionen-Zellen wettbewerbsfähig auf den internationalen Märkten zu platzieren. Für das Projekt „DigiBattPro4.0“ investiert das Land acht Millionen Euro Förderung, das Bundesforschungsministerium hat bereits 30 Millionen Euro schriftlich in Aussicht gestellt. Es soll im Januar 2019 starten.

„Heute gelten wir als weltweiter Technologieführer für Lithium-Ionen-Batterien, die in den neuen Lifestyle Entertainment Geräten eingesetzt werden. Die Nachfrage ist enorm, deshalb bauen wir die Produktionskapazitäten weiter massiv aus. Diese zielgerichteten Förderprojekte und deren effiziente Umsetzung sind Grundlage des Erfolgs. Wir freuen uns, diese effiziente Forschungsarbeit mit DigiBattPro4.0 fortsetzen zu können. Die Erfolgsgeschichte der Lithium-Ionen-Fertigung in Baden-Württemberg wird weitergeführt“, wie Herbert Schein, Vorstandsvorsitzender der VARTA AG, erklärte.

„Die Synergie von Produktion und Forschung verschafft Baden-Württemberg den erforderlichen technologischen Vorsprung für die wirtschaftliche Massenfertigung. Über den bewährten Schulterschluss von angewandter Forschung und Industrie hat Baden-Württemberg die einzigartige Chance und das erforderliche Potenzial, wettbewerbsfähig in die Massenproduktion von Batteriezellen einzusteigen. Digitalisierung in der Produktion, insbesondere die Anwendung von maschinellem Lernen, werden hier den Schwerpunkt bilden“, sagte Prof. Dr. Thomas Bauernhansl.

Sowohl das IPA als auch VARTA seien großartige Partner in dem Konsortium, mit dem das Land dieses Projekt durchführen wolle, betonte Hoffmeister-Kraut. Ein weiterer wichtiger Partner sei das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung (ZSW) in Ulm.

Bereits in den vorausgegangenen Forschungsprojekten, in die Baden-Württemberg seit Jahren gemeinsam mit Batterieherstellern investiert habe, seien Batteriezellen entwickelt worden, die in verschiedenen Parametern eine deutlich höhere Leistung zeigten als die heute auf dem Markt befindlichen. Hoffmeister-Kraut: „Sie sind schneller ladefähig und erlauben durch eine Energieabgabe in kürzerer Zeit eine höhere Performance sowie einen deutlich verbesserten Wirkungsgrad bei der Energierückgewinnung.“

Ein weiterer Standortvorteil für Baden-Württemberg sei Ulms Rolle als einer der wesentlichen „Batterie-Hotspots“ bundesweit. Nur in Ulm werde seit vielen Jahren kontinuierlich im Bereich Elektrochemie geforscht: um mit niedrigeren Kosten eine höhere Energiedichte von Batterien zu erreichen.

Rund 100 Millionen Euro aus öffentlichen Töpfen seien allein in den letzten zehn Jahren in diese Projekte geflossen. Rund 30 Millionen Euro Förderung des Wirtschaftsministeriums fließen allein seit 2013 in die Projekte „FastStorage I und II“, mit denen neuartige Hochleistungs- und Hochenergiespeicherzellen sowie deren Fertigungsmethodik erforscht werden.

Abhängigkeit von asiatischen Herstellern beenden
Der zügige Ausbau der Elektromobilität sei entscheidend auch davon abhängig, wie schnell, zuverlässig und preislich wettbewerbsfähig die Hersteller aus dem Südwesten die dafür notwendigen Batterien erhielten. Hier herrsche heute jedoch vollständige Abhängigkeit von asiatischen Herstellern, betonte die Wirtschaftsministerin. Hoffmeister-Kraut: „Das führt bei unseren Herstellern schon zu teilweise erheblichen Lieferverzögerungen. Lieferengpässe eingeschlossen. Und es führt – wie wir hören – auch zu Preisnachverhandlungen seitens der asiatischen Anbieter, trotz bestehender Lieferverträge. Dies stellt ein gravierendes Risiko entlang der gesamten Wertschöpfungskette dar.“ Diese Abhängigkeit von asiatischen Herstellern müsse beendet werden.

Gerade die deutsche und europäische Industrie, mit ihrem starken Fokus auf Fahrzeug-, Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau, sei auf eine sichere Versorgung mit Lithium-Ionen-Zellen angewiesen. Der Bedarf an Lithium-Ionen-Zellen werde global zudem auf absehbare Zeit um ein Vielfaches steigen. Und dies nicht nur im Automobilsektor, sondern auch im IT-Bereich oder in den Bereichen Power-Tools oder Home & Garden.

Hohe Wertschöpfung durch Batteriezellenproduktion
Für den Automotive-Bereich gehen Experten davon aus, dass 30 - 40 Prozent der Wertschöpfung am Gesamtfahrzeug im Bereich Elektromobilität künftig mit der Batterie erreicht werden, 60 - 80 Prozent davon allein durch die Batteriezellen. In der Ausrichtung auf mehr Elektromobilität steckten hier also enorme Chancen, so die Ministerin.

Hoffmeister-Kraut: „Die Batteriezell- und Batterieproduktion in Deutschland rechnet sich aber nur, wenn Produkte und Herstellung im Wettbewerb nicht nur konkurrenzfähig, sondern überlegen sind.“ Mit der vom Land unterstützten Batterieforschung seien die Grundlagen für eine weltweite Marktführerschaft der Unternehmen aus Baden-Württemberg im Segment der Batteriezellfertigung gelegt worden.

„Wir machen uns deshalb beim Bund dafür stark, eine Zellfertigung für großvolumige Lithium-Ionen-Zellen im Land zu etablieren“, bekräftigte die Wirtschaftsministerin. Sie fordere die Bundesregierung auf, dass diese bei ihrer Entscheidung über eine Ansiedlung die offensichtlichen, sachlich nachvollziehbaren Standortvorteile Baden-Württembergs berücksichtige.

Hoffmeister-Kraut gab zudem bekannt, dass sich Baden-Württemberg als Standort für den von der Bundesregierung gemeinsam mit der Fraunhofer-Gesellschaft geplanten Aufbau einer Forschungsfabrik für Batterien bewerben werde. In dieser soll gemeinsam mit der Wirtschaft im hochskaligen Maßstab an Produktionstechnologien für Zellfertigung geforscht und entwickelt werden – ein letzter Schritt vor einer echten Industrieanlage. Auch mit Blick auf diese Bewerbung punkte Baden-Württemberg mit überzeugenden Standortvorteilen.

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news-234 Tue, 06 Nov 2018 12:18:42 +0100 Land fördert Bildungsakademie der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald mit knapp 175.000 Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/land-foerdert-bildungsakademie-der-handwerkskammer-mannheim-rhein-neckar-odenwald-mit-knapp-175000-e/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Modernisierung der Ausstattung sowie Baumaßnahmen in der Bildungsakademie Mannheim der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald mit 174.250 Euro. „Der rasante Wandel in Handwerk und Technik stellt an die Betriebe und ihre Beschäftigten neue und immer höhere Anforderungen. Nur mit Knowhow auf aktuellem Stand können wir den hohen Ansprüchen an unsere Dienstleistungen und Produkte gerecht werden – heute und auch in Zukunft“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Qualitativ hochwertige, kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ist die Basis, um dauerhaft erfolgreich, innovativ und wettbewerbsfähig zu bleiben. Auf diese Weise sichern wir den Fach- und Führungskräftenachwuchs unserer mittelständischen Wirtschaft.“

Mit Hilfe der Fördermittel wird die Ausstattung der verschiedenen Werkstätten an den technischen Fortschritt angepasst. Im Bereich der Bauhallen werden die Flachdächer über den Nebenräumen modernisiert und energieeffizientere Flügel in die Fenster der Sheddächer eingebaut. Das Wirtschaftsministerium trägt 25 Prozent der Gesamtkosten der Maßnahme. Daneben beteiligen sich der Bund mit 45 Prozent und die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald mit 30 Prozent.

Die Bildungsakademie Mannheim führt überbetriebliche Ausbildung, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie Berufsorientierung in den Berufen Maler/in und Lackierer/in, Schreiner/in, Bäcker/in, Konditor/in und Bürokaufmann/-frau sowie in den Berufsfeldern Elektrotechnik, Anlagenmechanik, Sanitär-Heizung-Klimatechnik, Kfz-Mechatronik, Friseur und Kosmetik, Metalltechnik und CNC sowie in den Bauhandwerken durch. Sie verfügt über moderne Maschinenparks und Einrichtungen. Mit rund 520 Theorie- und Werkstatt- sowie 36 Internatsplätzen besitzt die Bildungsakademie Kapazitäten für eine umfassende überbetriebliche Aus- und Weiterbildung. Die Angebote der Berufsbildungsstätte werden von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Mannheim, Heidelberg, dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Neckar-Odenwald-Kreis genutzt.

Durch ein flächendeckendes Netz überbetrieblicher Berufsbildungsstätten gibt es in Baden-Württemberg vielfältige überbetriebliche Aus- und Weiterbildungsangebote für Betriebe und Beschäftigte. Diese verfügen über Werkstätten, Selbsttrainings- und Seminarräume und werden von den Organisationen und Selbsthilfeeinrichtungen der Wirtschaft getragen. Die überbetrieblichen Bildungsstätten verfügen über circa 8.000 Werkstatt- und rund 14.000 Seminarplätze. Sie sind auf über 100 Standorte verteilt.

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Presse Rhein-Neckar Zielgruppen Lebenslanges Lernen Zukunft der Arbeit
news-233 Mon, 05 Nov 2018 12:16:00 +0100 Wirtschaftsministerium startet neues Angebot „Start-up BW@School“ und bringt Gründerinnen und Gründer in Schulen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerium-startet-neues-angebot-start-up-bwschool-und-bringt-gruenderinnen-und-gruende/ Beim Start des neuen Angebots „Start-up BW@School“ heute (5. November) im Albertus-Magnus-Gymnasium in Stuttgart sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Wir geben Jugendlichen mit ‚Start-up BW@School‘ die einzigartige Chance, die Welt der Start-ups hautnah zu erleben und so einmalige Einblicke in unsere Gründungsszene zu bekommen.“ Beim Auftakt von „Start-up BW@School“ mit der Stuttgarter Gründerin Maria Spilka von maedchenflohmarkt.de sagte die Ministerin weiter: „Gerade durch den persönlichen Austausch und die lebendigen Geschichten entsteht Lust auf Unternehmertum – das fördert den Gründergeist.“ Im Zuge der Digitalisierung würden etablierte Geschäftsmodelle immer mehr in Frage gestellt und neue Spieler drängten in den Markt. Im digitalen Zeitalter seien es besonders häufig junge, agile Start-ups, von denen dieses disruptive Geschehen ausgehe. Hoffmeister-Kraut: „Baden-Württemberg ist – heute mehr denn je – auf den Gründungsgeist junger Menschen und auf künftige Nachwuchsunternehmen angewiesen. Darum ist es mir wichtig, dass Jugendliche leibhaftig Vorbilder erleben und kennenlernen können und so eine konkrete Vorstellung davon bekommen, wie der Weg in die berufliche Selbstständigkeit gelingen und aussehen kann.“

Die Idee zu „Start-up BW@School“ ist im Austausch mit dem Think Tank Start-up BW entstanden, den die Ministerin im Februar einberufen hat. In diesem Rahmen waren sich die Start-up-Expertinnen und -Experten einig, dass es ein passendes „Mindset“ bei den Jugendlichen braucht, um den Gründungsgeist bei der jungen Generation zu wecken: „Unser Ziel ist es, dass möglichst viele Jugendliche die Chance haben, sich für eine berufliche Selbstständigkeit zu begeistern. Mit ‚Start-up BW@School‘ bringen wir Vorbilder in die Schulen, damit möglichst viele Jugendliche diese Berufsoption erleben und für sich entdecken können, selbst wenn sie im privaten Umfeld keine unternehmerischen Vorbilder haben“, betonte die Wirtschaftsministerin.

„Start-up BW@School“ ermöglicht Schülerinnen und Schülern ab der neunten Klasse Gespräche mit Gründerinnen und Gründern aus der Region zu führen. Das Treffen mit den Unternehmerinnen und Unternehmern wird in den Klassen mit Hilfe eines Workbooks vorbereitet, so dass ein lebendiges Gespräch entsteht. Ziel ist es, den Horizont der Schülerinnen und Schüler um die Möglichkeiten und Chancen einer beruflichen Selbstständigkeit zu erweitern und ihnen das Gründen als berufliche Perspektive zu eröffnen.

Bilder finden Sie hier.

Vorbilder für „Start-up BW@School“ gesucht:
Gründerinnen und Gründer, die gerne unternehmerische Verantwortung übernehmen und die eigenen Erfahrungen, die Begeisterung für Unternehmertum, Stolpersteine und erfolgreich überwundene Hürden mit Jugendlichen teilen möchten, sind aufgerufen sich in dieser Bildungsinitiative einzubringen. Nähere Informationen finden Sie unter:

https://www.startupbw.de/portfolio/young-talents/

https://www.gruendung-bw.de/themen/schule-und-selbstaendigkeit/

Ein weiteres Projekt unter der Dachmarke „Start-up BW Young Talents“, in dem Schülerinnen und Schüler in einem eintägigen Workshop eine Geschäftsidee entwickeln und diese einer Jury präsentieren, findet unter dem Titel „Innovation Workshop & Pitch“ statt. Beide Projekte werden vom Steinbeis-Innovationszentrum Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim umgesetzt.

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Presse IT-Wirtschaft Dienstleister Technologietrends
news-231 Fri, 26 Oct 2018 12:07:00 +0200 Landeswettbewerb „Start-up BW local“: Gründungsfreundliche Kommunen ausgezeichnet https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/landeswettbewerb-start-up-bw-local-gruendungsfreundliche-kommunen-ausgezeichnet/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am Freitag (26. Oktober) bekanntgegeben, welche Kommunen und interkommunalen Projekte im bundesweit einmaligen Landeswettbewerb „Start-up BW local“ mit ihren Konzepten zur Gründungsförderung überzeugen konnten und nun als „Gründungsfreundliche Kommune“ ausgezeichnet werden. Hoffmeister-Kraut gratulierte den ausgezeichneten Kommunen und zeigte sich begeistert über die große Resonanz auf den Landeswettbewerb: „Wir möchten Baden-Württemberg zu einer der gründungsdynamischsten Regionen Europas machen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir die Gründungsdynamik auch in der Fläche des Landes entfalten. Unser Wettbewerb zeigt uns, dass schon heute Gründungsvorhaben von den Kommunen und auf regionaler Ebene kreativ unterstützt werden. Das müssen wir weiter ausbauen.“

Die Kommunen leisteten als wichtige Anlaufstelle für Gründungswillige einen enorm wichtigen Beitrag zur weiteren Beschleunigung der Gründungsdynamik im gesamten Land. Der Wettbewerb habe sein Ziel erreicht, flächendeckend Kommunen zum Thema Gründung und Unternehmertum zu sensibilisieren, so die Wirtschaftsministerin. Dabei sei eine bemerkenswerte Bandbreite an Aktivitäten in den vorgestellten Konzepten deutlich geworden.

Die Kommunen und interkommunalen Projekte, deren Konzepte die stärkste Dynamik in einem weiteren Ausbau von Gründungsvorhaben erwarten lassen, präsentieren ihre Konzepte nun erneut beim „Start-up BW Summit 2019“ am 1. Februar 2019 auf der Landesmesse Stuttgart. Dort werden die siegreichen Wettbewerbsbeiträge dann unter Einbeziehung des Publikums ermittelt. Den Gesamtsiegern in den drei Kategorien „Gemeinde“, „Stadt“ und „Landkreis / interkommunales Projekt“ wird eine zweijährige Projektförderung für die Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen in einem Gesamtvolumen von jeweils bis zu 100.000 Euro in Aussicht gestellt.

Hoffmeister-Kraut: „Mit der Auszeichnung ‚Gründungsfreundliche Kommune‘ möchten wir die Aktivitäten von Kommunen und in die Gründungsförderung eingebundener regionaler Partner würdigen und ihnen zusätzliche Sichtbarkeit verleihen.“ Aber nicht nur die Kommunen dürften sich über die Auszeichnungen freuen, so die Ministerin: „Insbesondere die Gründerinnen, Gründer und Start-ups in ganz Baden-Württemberg profitieren von der Umsetzung bereits begonnener und geplanter Konzepte. Auf diese Weise unterstützen wir alle gemeinsam die weitere Beschleunigung der Gründungsdynamik in Baden-Württemberg.“

Nach der laufenden ersten Runde in 2018/2019 soll der Wettbewerb – der vom Wirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit den kommunalen Spitzenverbänden Landkreistag Baden-Württemberg, Städtetag Baden-Württemberg, Gemeindetag Baden-Württemberg sowie dem baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertag BWIHK und dem baden-württembergischen Handwerkstag BWHT durchgeführt wird – im Jahr 2020 in die nächste Runde starten.

Bilder von der Auftaktveranstaltung des Wettbewerbs sowie von den Pitches am 16./17. Oktober 2018 finden Sie unter:
https://www.flickr.com/photos/start-up_bw/albums/with/72157672692101687

Weitere Informationen finden Sie unter: www.startupbw.de

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Presse Baden-Württemberg Technologietrends Umsetzung Strategie Orientierung
news-223 Wed, 17 Oct 2018 11:59:00 +0200 14. Frauenwirtschaftstage Baden-Württemberg starten mit dem Schwerpunkt „Digitale Zukunft mit Frauen gestalten“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/14-frauenwirtschaftstage-baden-wuerttemberg-starten-mit-dem-schwerpunkt-digitale-zukunft-mit-frauen/ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat anlässlich der Frauenwirtschaftstage 2018 die Rolle von Frauen in der Digitalisierung betont: „Baden-Württemberg soll auch im digitalisierten Zeitalter führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleiben. Dafür muss unsere Gesellschaft, dafür müssen unsere Unternehmen das Potenzial, die Kreativität und Ideenvielfalt in der Anwendung digitaler Möglichkeiten voll ausschöpfen. Das wiederum heißt, dass wir Frauen noch stärker in die Gestaltung des digitalen Wandels einbinden müssen.“ Bei den diesjährigen Frauenwirtschaftstagen vom 18. bis 20. Oktober finden an knapp 50 Orten im Land rund 80 Veranstaltungen statt. Dabei werden das diesjährige Schwerpunktthema „Digitale Zukunft mit Frauen gestalten“ sowie weitere Themen rund um Frauen und Wirtschaft diskutiert und Informationen bereitgestellt.

Die Wirtschaft brauche gut qualifizierte Frauen als Fachkräfte und auch in Führungspositionen. Die Digitalisierung biete auch die Möglichkeiten, sich die Potenziale von Frauen durch neue Tätigkeitsprofile, Karrieremodelle oder flexiblere und mobilere Arbeitsweisen zu sichern, betonte die Ministerin. Beruf und Privatleben ließen sich auf diese Weise zudem leichter vereinbaren.

Angesichts einer zunehmenden Bedeutung der Führung agiler Teams sei eine ergebnisorientierte Führungskultur anstelle von Präsenzkultur gefragt. Individuelle Potentiale und die Leistungsfähigkeit der Erwerbstätigen könnten durch digital unterstützte, flexible und vielfältige Arbeitsmodelle besser entfaltet werden und neue Chancen zur verstärkten Beteiligung von Frauen in digitalen Berufsfeldern und Führungsaufgaben genutzt werden.

Hoffmeister-Kraut: „Diese positiven Effekte können dazu beitragen, die Chancengerechtigkeit zwischen Frauen und Männern zu erhöhen. Ich lade herzlich dazu ein, die Angebote im Rahmen der Frauenwirtschaftstage wahrzunehmen, sich zu informieren, Kontakte zu knüpfen und miteinander zu diskutieren.“

Weitere Informationen sowie die Veranstaltungsdatenbank zu den Frauenwirtschaftstagen online unter: www.frauenwirtschaftstage.de

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news-215 Mon, 08 Oct 2018 11:23:02 +0200 Böblingen: „Zentrum für Digitalisierung Böblingen (ZD.BB)“ startet mit Förderung des Wirtschaftsministeriums https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/boeblingen-zentrum-fuer-digitalisierung-boeblingen-zdbb-startet-mit-foerderung-des-wirtschaftsmini/ Mit einem Zuschuss des Wirtschaftsministeriums in Höhe von rund 942.000 Euro startet das Projekt „Zentrum für Digitalisierung Böblingen (ZD.BB)“ als einer von zehn regionalen Digital Hubs in Baden-Württemberg im Oktober 2018. Dies gab Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Montag (8. Oktober) bekannt. „Unser klarer Anspruch ist es, dass Baden-Württemberg auch im digitalisierten Zeitalter führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleibt. Aber noch immer gibt es bei uns zu viele, vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die sich beim digitalen Wandel eher zögerlich verhalten. In dieser Zeit großer Transformationen müssen wir Wagnis aber wieder viel mehr als Chance begreifen. Mit dem Digital Hub unterstützen wir gezielt gerade diese Unternehmen bei digitalen Innovationen und bringen damit die Digitalisierung in der Region insgesamt voran“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Ökosystem für digitale Innovationen schaffen
Mithilfe einer digitalen Qualifizierungsoffensive und mittelstandsgerechten Methoden zur Geschäftsmodellentwicklung sollen KMU im ZD.BB umfassend bei ihren Digitalisierungsvorhaben unterstützt werden. Dazu sollen in Laboren und Coworking Spaces unterschiedlichste Kompetenzen, Disziplinen, Ideen, Technologien und Kreativität aufeinandertreffen können und auf diese Weise digitale Innovationen fördern. Schließlich bietet die Zusammenarbeit von bestehenden Unternehmen, Start-ups und Forschungsakteuren im Zuge der Digitalisierung großes Potential für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Abgerundet wird das Angebot des Digital Hubs etwa durch Events wie Hackathons und diverse Beratungsdienstleistungen.

Zuschnitt auf regionale Bedürfnisse
Das Projekt „Zentrum für Digitalisierung Böblingen (ZD.BB)“ war bereits im Februar 2018 beim „Digitalgipfel 2018 – Wirtschaft 4.0 BW“ als einer der zehn regionalen Digital Hubs vorgestellt worden, das vom Wirtschaftsministerium gefördert werden soll. Auf Basis des in der zweiten Stufe eingereichten Förderantrags erfolgte jetzt die Bewilligung des Vorhabens. An dem Hub-Konsortium sind neben der vom Landkreis Böblingen gegründeten ZD.BB GmbH u. a. die Hochschule Reutlingen mit dem Herman Hollerith Zentrum in Böblingen, das Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen e. V., die Star Cooperation GmbH und die LGI Deutschland GmbH beteiligt.

„Mit den regionalen Digital Hubs entstehen überall im Land Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen, die auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Im Austausch mit den anderen regionalen Digital Hubs bieten sich darüber hinaus enorme Chancen, voneinander zu lernen. So können die regionalen Ökosysteme für digitale Innovationen Strahlkraft für das ganze Land entwickeln. Mit den regionalen Digital Hubs wollen wir in Baden-Württemberg ein schlagkräftiges Netzwerk etablieren, von dem alle profitieren“, so die Wirtschaftsministerin.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie
Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-Ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

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news-218 Fri, 05 Oct 2018 11:38:00 +0200 Wirtschaftsministerium gibt Startschuss für sechs „Girls` Digital Camps“ in Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerium-gibt-startschuss-fuer-sechs-girls-digital-camps-in-baden-wuerttemberg/ Im Rahmen des Zweiten Wirtschaftsforums „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ in Stuttgart hat das Wirtschaftsministerium am Freitag (5. Oktober) den Startschuss für sechs Modellprojekte zur Entwicklung von „Girls` Digital Camps“ in Baden-Württemberg gegeben. Um die Camps umzusetzen, stellt das Wirtschaftsministerium 1,3 Millionen Euro bereit. „Zukunftsberufe werden durch die Digitalisierung geprägt sein. Deshalb ist es mir ein ganz besonderes Anliegen, speziell bei Mädchen und jungen Frauen stärker Interesse für digitale Themen und Kompetenzen zu wecken. Denn hier entstehen veränderte und neue Berufsbilder, die digitale und kreative Fähigkeiten verknüpfen“, begründete Ministerin Hoffmeister-Kraut die Förderung. Ziel der Camps sei es, den digitalen Gender Gap abzubauen und mehr Mädchen und junge Frauen für IT-Berufe zu gewinnen, das geschlechtsspezifische Berufswahlverhalten aufzubrechen und jungen Frauen frühzeitig die Chancen digitaler Kompetenzen und Berufe zu vermitteln.

Baden-Württembergs klarer Anspruch müsse es sein, sich auch in der digitalisierten Zukunft als führenden Innovations- und Wirtschaftsstandort zu positionieren, so die Ministerin. Hoffmeister-Kraut: „Deshalb müssen wir auch unsere Kinder und Jugendlichen gezielt an diese Themen heranführen. Die Digitalisierung beginnt nicht erst, sondern wir stecken mittendrin. Wenn wir weiter auf der Gewinnerseite stehen wollen, müssen wir gezielt ihre Chancen nutzen und auch auf diese vorbereiten.“

Um Schülerinnen auf dem Weg in die digitale Welt zu begleiten und sie für alle damit verbundenen Themen und zukunftsweisende Berufe zu begeistern, werden von Oktober 2018 bis Oktober 2020 Girls` Digital Camps in den Wirtschaftsregionen Rhein-Neckar, Ostwürttemberg, Stuttgart und Esslingen, Südlicher Oberrhein/Ortenau und Mittlerer Oberrhein/Karlsruhe pilothaft erprobt und durchgeführt.

Mädchen und junge Frauen ab Klassenstufe 6 bis Klasse 10 erhalten konkrete Einblicke in digitale Anwendungen und Berufsfelder. Die Teilnehmerinnen stärken durch das praktische Erleben ihr Selbstbewusstsein im Umgang mit und in der Gestaltung von digitaler Technik und erleben, wie vielfältig, kreativ, zukunftsorientiert und gesellschaftlich relevant digitale Anwendungen und Berufe sind.

Die Girls‘ Digital Camps werden als modulares Angebot in Kooperation mit Schulen und Unternehmen angeboten. Dabei sollen insbesondere auch Schülerinnen erreicht werden, die bislang noch nicht mit der Digitalisierung und den Treiberbe-rufen der Digitalisierung in Berührung gekommen sind. Die Inhalte der Camps orientieren sich dabei gezielt an der Lebenswelt und den Interessen der jungen Frauen.

Die im November 2017 im Rahmen der Fachkräfteallianz vorgestellte Studie des Darmstädter Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR „Fachkräfte in den IT-Berufen zur Umsetzung der Digitalisierung in Baden-Württemberg“ war zuvor zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit in den IT-Berufen eine zentrale Stellschraube darstellt, um das Fachkräfteangebot in Baden-Württemberg zu erhöhen.

Mit den Girls` Digital Camps wird die Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ weiter ausgebaut. Die Landesinitiative und das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ verfolgen mit insgesamt 54 Partnern das Ziel, mehr Frauen für eine Ausbildung oder einen Beruf in den Arbeitsbereichen rund um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu gewinnen.

Bilder von der Prämierung der Girls‘ Digital Camps finden Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.mint-frauen-bw.de

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news-217 Fri, 05 Oct 2018 10:30:00 +0200 Workshop-Reihe des Dialogprojekts „Handel 2030“ mit Veranstaltung zu Fachkräftesicherung und Qualifizierung in Heilbronn fortgesetzt https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/workshop-reihe-des-dialogprojekts-handel-2030-mit-veranstaltung-zu-fachkraeftesicherung-und-qualifi/ Nach dem erfolgreichen Auftakt am 18. September in Mannheim zur Digitalisierung im Einzelhandel ist die Workshop-Reihe des Wirtschaftsministeriums am Freitag (5. Oktober) mit einer Veranstaltung zum Thema Fachkräftesicherung und Qualifizierung bei der IHK Heilbronn-Franken fortgesetzt worden. Die Reihe besteht aus insgesamt fünf regionalen Themenworkshops zu wichtigen Zukunftsfragen des Einzelhandels im Südwesten. Hierzu gehören die Digitalisierung, die Fachkräftesicherung und -qualifizierung, die Zukunft der Innenstädte, die Nahversorgung sowie rechtliche Rahmenbedingungen des Einzelhandels. Ziel des Dialogprojekts ist es, Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Einzelhandels auf Landesebene zu erarbeiten. Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Der Einzelhandel als eine unserer wichtigsten Branchen steht vor großen Herausforderungen. Die Digitalisierung und ihre Folgen treiben die Unternehmen um, daneben sind die Gewinnung und Sicherung von qualifizierten Fachkräften und Auszubildenden zentrale Themen für die Händler. Mit unseren Themenworkshops im Rahmen des Dialogprojekts ‚Handel 2030‘ leisten wir einen wichtigen Beitrag für den Austausch vor Ort, stärken den Einzelhandel und helfen ihn zukunftsfähig zu machen.“

Im Mittelpunkt des zweiten Workshops im Rahmen von „Handel 2030“ stand die Frage, wie Einzelhandelsunternehmen in Zeiten des demografischen Wandels und der digitalen Transformation ihren Fachkräftebedarf decken können. Die Teilnehmer beschäftigten sich mit den Auswirklungen der Digitalisierung auf die benötigten Qualifikationen der Beschäftigten und dem daraus resultierenden Qualifizierungsbedarf. Weitere Themen waren der Trend zur Akademisierung von Berufen, das Thema Arbeitgeberattraktivität, die Auswirkungen der branchenspezifischen Arbeitszeitmodelle auf die Fachkräftesituation der Branche und die Sicherung der Unternehmensnachfolge.

An dem Workshop nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW), des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK), der kommunalen Spitzenverbände, des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV), der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, des Verbands der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels Süd (VMG Süd) sowie von Unternehmen und betrieblichen Interessenvertretungen der Branche teil. Die Ergebnisse richten sich an alle relevanten Akteure des Handels und sollen in die mittelfristige Ausrichtung der Einzelhandelspolitik des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau einfließen.

Weitere Termine der Workshop-Reihe:

  • „Zukunft der Innenstädte“ am 19. November 2018 in Stuttgart,
  • „Nahversorgung“ am 27. November 2018 in Schuttertal,
  • „Rechtliche Rahmenbedingungen“ am 4. Dezember 2018 in Weingarten,
  • Abschlussveranstaltung Anfang 2019.
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news-216 Fri, 05 Oct 2018 09:28:00 +0200 Wirtschaftsforum „Digitale Zukunft“ stellt Unternehmenskultur 4.0 und Chancengleichheit in der digitalen Arbeitswelt in den Mittelpunkt https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsforum-digitale-zukunft-stellt-unternehmenskultur-40-und-chancengleichheit-in-der-digit/ Vor rund 500 Teilnehmenden hat Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz am Freitag (5. Oktober) im Stuttgarter Haus der Wirtschaft das Zweite Wirtschaftsforum Baden-Württemberg „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ eröffnet, das Unternehmen und Beschäftigte über die Herausforderungen und Gestaltungsmöglichkeiten von Digitalisierung und Chancengleichheit informierte. „Die digitale Transformation ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung – sie erfasst zunehmend unsere gesamte Wirtschaft und auch die Unternehmen in ihrer gesamten Organisation. Um ihre Chancen umfassend zu nutzen, müssen wir daher die kollektive Intelligenz und Perspektivenvielfalt aller Menschen im Land und in den Unternehmen aktivieren“, erklärte Schütz. Dies betreffe Prozesse, Organisations- und Führungskonzepte, Geschäftsmodelle sowie Standards bei Datenschutz und Mitbestimmung.

Von 5,85 Millionen erwerbstätigen Menschen in Baden-Württemberg seien 2,69 Millionen Frauen. Da die Digitalisierung früher oder später jeden tangieren und die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Unternehmen oder einer Organisation verändern werde, sei es zentral, auch die Perspektiven von Frauen in diesem Prozess einzubeziehen.

Neue Tätigkeitsprofile und veränderte Berufsbilder böten neue Perspektiven, betonte die Staatssekretärin. Zugleich erfordere die digitale Arbeitswelt in den Unternehmen eine neue, agile Arbeits- und Teamkultur anstelle einer hierarchischen und in sich abgeschlossenen technisch-rational geprägten Fach- und Expertenkultur. Entlang von vier Leitfragen diskutierte die Wirtschaftsstaatssekretärin die Herausforderungen einer chancenreichen und chancengleichen digitalen Zukunft mit Kongress-Teilnehmenden. Im Mittelpunkt der Diskussionen stand dabei das Aktivieren von Fähigkeiten und Talenten sowie das Einbringen soziokultureller und familial geprägter Werte-Vorstellungen.

Katrin Schütz: „Ich sehe enorme Potenziale in einer modernen, offeneren Arbeits- und Unternehmenskultur 4.0, die den Menschen noch stärker in den Blick nimmt und der Vielfalt gerecht wird.“ Dazu gehörten die Zusammenarbeit auf Augenhöhe über Hierarchiestufen hinweg, mehr Interdisziplinarität sowie partnerschaftliche Rollen und Karrierechancen von Männern und Frauen. Ebenso wichtig seien altersgemischte Teams aus erfahrenen Älteren und jungen Menschen, die innovatives Know-how aus Hochschulen mitbringen, sowie die Öffnung für die Zusammenarbeit mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen. „Transparenz und Kollaboration, kreative Intelligenz und das Teilen des eigenen Wissens im Team sind im Zuge der Digitalisierung stärker gefragt denn je“, so Katrin Schütz. Dies seien Eigenschaften, die insbesondere Frauen für die Unternehmenskultur 4.0 mit einbringen könnten.

Im Rahmen des Zweiten Wirtschaftsforums „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ gab die Staatssekretärin zudem den Startschuss für sechs Modellprojekte zur Entwicklung von „Girls Digital Camps“ in Baden-Württemberg, für die das Wirtschaftsministerium für zwei Jahre Mittel in Höhe von 1,3 Millionen Euro bereitstellt. Ziel der Projekte ist es, digitale Kompetenzen frühzeitig zu entwickeln und die Chancen digitaler Kompetenzen und der IT-Berufe zielgruppengerecht an Mädchen zu vermitteln.

Bilder vom Wirtschaftsforum finden Sie hier

Weitere Informationen
Im Zentrum des Zweiten Wirtschaftsforum Baden-Württemberg „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ stand die Frage, wie die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung für eine moderne gleichberechtigte Arbeitswelt genutzt werden können.

Martina Koederitz, Global Industry Managing Director der IBM Deutschland GmbH, gab mit ihrem Vortrag zu „Society 5.0 – warum Industrie 4.0 nur ein Anfang sein kann“ einen Impuls für den Kongresstag. Interaktiven und interdisziplinären Austausch boten drei Zukunftsforen zu „Digitales Mindset“, „Kreative Intelligenz“ und „Mindful Leadership 4.0“. Als „Workplace 4.0“ wurde die interaktive Messe-Ausstellung mit digitalen Anwendungsbeispielen umgesetzt.

Den Nachmittag krönte die Auftaktveranstaltung für die diesjährigen 14. Frauenwirtschaftstage in Baden-Württemberg mit dem landesweiten Motto „Digitale Zukunft mit Frauen gestalten“. Hier präsentierten sich Frauen, die bereits in baden-württembergischen Unternehmen die digitale Zukunft gestalten. Im Rahmen des Zweiten Wirtschaftsforums fand zudem das Siebte Bilanzgespräch der Landesinitiative und des Bündnisses „Frauen in MINT-Berufen“ statt.

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news-214 Tue, 02 Oct 2018 14:06:48 +0200 Heidenheim: „Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg“ startet mit Förderung des Wirtschaftsministeriums https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/heidenheim-digitalisierungszentrum-ostwuerttemberg-startet-mit-foerderung-des-wirtschaftsministeriu/ Mit einem Zuschuss des Wirtschaftsministeriums in Höhe von 996.000 Euro startet das Projekt „Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg“ als einer von zehn regionalen Digital Hubs in Baden-Württemberg im Oktober 2018. Der Amtschef des Wirtschaftsministeriums, Ministerialdirektor Michael Kleiner, übergab den Förderbescheid am Dienstag (2. Oktober) in Heidenheim. „Unser klarer Anspruch ist es, dass Baden-Württemberg auch im digitalisierten Zeitalter führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleibt. Aber noch immer gibt es bei uns zu viele, vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die sich beim digitalen Wandel eher zögerlich verhalten. In dieser Zeit großer Transformationen müssen wir Wagnis aber wieder viel mehr als Chance begreifen. Mit dem Digital Hub unterstützen wir gezielt gerade diese Unternehmen bei digitalen Innovationen und bringen damit die Digitalisierung in der Region insgesamt voran“, sagte Kleiner.

Ökosystem für digitale Innovationen schaffen
Das „Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg“ soll die regionale Anlaufstelle für Digitalisierung werden und eine Plattform für alle Akteure der Digitalisierung bieten. Gemäß dem Motto „Entdecken – Erkennen – Entwickeln – Erleben“ will der Digital Hub die Digitalisierung greifbar machen und Aktivitäten anregen, Potentiale darstellen und Handlungsfelder in Unternehmen aufzeigen, Raum für digitale Innovationen schaffen und regionale Akteure der Digitalisierung vernetzen sowie erfolgreiche Projekte vorstellen und Technologien in Testumgebungen betreiben. Hierzu werden u. a. Coworking Spaces, Showrooms und Testumgebungen zur Verfügung gestellt. In diesen Räumlichkeiten sollen unterschiedlichste Kompetenzen, Disziplinen, Ideen, Technologien und Kreativität aufeinandertreffen können und auf diese Weise digitale Innovationen gefördert werden. Schließlich bietet die Zusammenarbeit von bestehenden Unternehmen, Start-ups und Forschungsakteuren im Zuge der Digitalisierung großes Potential für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

Zuschnitt auf regionale Bedürfnisse
Das Projekt „Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg“ war bereits im Februar 2018 beim „Digitalgipfel 2018 – Wirtschaft 4.0 BW“ als einer der zehn regionalen Digital Hubs vorgestellt worden, das vom Wirtschaftsministerium gefördert werden soll. Auf Basis des in der zweiten Stufe eingereichten Förderantrags erfolgte jetzt die Bewilligung des Vorhabens. An dem Hub-Konsortium sind neben der Industrie- und Handelskammer Ostwürttemberg auch die Landratsämter Heidenheim und Ostalbkreis beteiligt.

„Mit den regionalen Digital Hubs entstehen überall im Land Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen, die auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Im Austausch mit den anderen regionalen Digital Hubs bieten sich darüber hinaus enorme Chancen, voneinander zu lernen. So können die regionalen Ökosysteme für digitale Innovationen Strahlkraft für das ganze Land entwickeln. Mit den regionalen Digital Hubs wollen wir in Baden-Württemberg ein schlagkräftiges Netzwerk etablieren, von dem alle profitieren“, so Kleiner.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie
Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-Ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

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news-213 Thu, 27 Sep 2018 12:36:00 +0200 Wirtschaftsministerin und IHK-Spitzen beraten Zukunftsthemen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerin-und-ihk-spitzen-beraten-zukunftsthemen/ Bei einem Treffen von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut mit den Spitzen des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) am heutigen Donnerstag (27. September) in Stuttgart standen Digitalisierungsthemen im Mittelpunkt. Es herrschte Einigkeit, das Zukunftsthema Künstliche Intelligenz (KI) in Baden-Württemberg voranzubringen. „Baden-Württemberg muss jetzt seine eigene KI-Strategie zielorientiert angehen und bei dieser Schlüssel- und Querschnitttechnologie massiv Tempo aufnehmen, um im harten globalen Innovationswettbewerb an der Spitze mit dabei zu sein. Der Transfer von Forschungsergebnissen in die Wirtschaft sollte uns schneller und effizienter gelingen. Wir müssen die Kommerzialisierung von KI zügig vorantreiben“, betonte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Zu den Ideen und Bausteinen ihrer „Wirtschaftsstrategie Künstliche Intelligenz“ zählen unter anderem der Ausbau wirtschaftsnaher Forschung durch den Aufbau eines Zentrums für Künstliche Intelligenz, die Errichtung eines großen „Innovationsparks KI“ sowie ein Aktionsprogramm „KI für den Mittelstand“. BWIHK-Präsident Wolfgang Grenke ergänzte: „Die Zeit drängt aus Sicht der Wirtschaft, denn beispielsweise möchte die Regierung in Bayern rund eine Viertel Milliarde Euro dafür bereitstellen. Weltweit gesehen investieren China und die USA Milliarden in entsprechende Projekte. Wir brauchen also deutlich mehr Engagement im Land, um den Anschluss nicht zu verlieren.“ Für die IHK-Organisation gehört die im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbarte Ansiedlung eines Zentrums für KI zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zu einem weiteren Herzstück für Baden-Württembergs digitale Zukunft. Es soll im Rahmen der deutsch-französischen Zusammenarbeit verwirklicht werden und wurde von beiden Gesprächsparteien eindeutig befürwortet: „An diesem deutsch-französischen Zentrum für KI muss Baden-Württemberg beteiligt sein. Wir wollen die Umsetzung eines grenzüberschreitenden Netzwerks erzielen, das in Deutschland auf Institutionen der drei Südwest-Länder aufbaut. Wir haben das klare Ziel der Technologieführerschaft auch auf dem Feld KI“, zeigte sich die Ministerin entschlossen. Grenke, der auch Vizepräsident EUROCHAMBRES ist, ergänzte: „Wenn wir den Blick europäisch weiten, brauchen wir in Baden-Württemberg sehr differenzierte Förderstrategien und Impulsprogramme im Top-Wachstumsfeld KI. Das gelingt vor allem über ein Mehr an grenzüberschreitenden Kooperationsprojekten. Deshalb hat der BWIHK – neben einer bereits bestehenden Vereinbarung mit Österreich – vor kurzem ein Technologieabkommen mit der französischen Industrie- und Handelskammer CCI Grand Est geschlossen, das in eine ähnliche Richtung zielt.“

Im Rahmen des Austausches ging es außerdem um die Digitalisierungsprämie als ein wichtiges Förderinstrument des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums. Im letzten Jahr erstmals aufgelegt und mittlerweile im zweiten Modellversuch befindlich, zeigen die bereits rund 400 bewilligten Anträge den großen Erfolg der Prämie für Digitalvorhaben von KMU: „Die Digitalisierungsprämie spiegelt wider, dass die kleineren Unternehmen im Land kräftig in Digitalisierungsvorhaben investieren und sie konkret angehen. Mit der Prämie bekommen sie genau die Unterstützung bei der Umsetzung, die sie brauchen. Deshalb setze ich mich dafür ein, die Mittel deutlich zu erhöhen und die Förderung zu verstetigen“, so Hoffmeister-Kraut. Dies sei ganz im Sinne der Wirtschaft, wie die IHKs betonen. Allerdings sollten deutlich mehr Mittel in diese und ähnliche Maßnahmen fließen, damit nachhaltig erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen entwickelt, zukunftsfähige Arbeitsplätze geschaffen und Anschluss an die weltweite Entwicklung gehalten werden.

Die Veränderung der Arbeits- und Wirtschaftswelt durch die Digitalisierung müsse mit digitalen Angeboten zur Weiterbildung begegnet werden, waren sich die Anwesenden einig. „Berufe verschwinden wie die Menschen nicht aus unseren Werkshallen. Sie verändern sich aber ständig und durch die digitale Transformation nachhaltig. Darum heißt es für alle Beschäftigten, Arbeitsinhalte zu hinterfragen, neu zu definieren, dabei flexibel zu sein und ein Arbeitsleben lang ständig dazuzulernen. Um die berufliche Weiterbildung noch attraktiver zu machen, sollten wir dabei auch über Instrumente zur gezielten Aufstiegs- und Weiterbildungsförderung wie den Aufstiegsbonus nachdenken“, regte Grenke an.

Hoffmeister-Kraut wies ihrerseits auf das wichtige Thema lebenslanges Lernen hin: „Weiterbildung im Kontext der digitalen Transformation heißt in vielen Fällen auch Neuorientierung. Nicht nur mit Blick auf den Erhalt von Beschäftigungsfähigkeit, sondern genauso für berufliche Entwicklungsmöglichkeiten, die Bewahrung von Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und deren geschäftliche Entwicklungschancen. Genau hier setzen wir mit der gerade gestarteten Qualifizierungsoffensive ‚digitale Kompetenzen‘ an.“

Umrahmt wurden die Gespräche zur digitalen Zukunft Baden-Württembergs und der Attraktivität der dualen Aus- und Weiterbildung vom Dialog über europäische wie globale Rahmenbedingungen. Ob Freihandel oder Brexit, Bewährungsproben für die Südwestwirtschaft gibt es derzeit viele. „Ob der immer mehr denkbare harte Brexit oder die sich munter drehende Strafzoll-Spirale: Derzeit gilt es, weltweite Lieferketten zu prüfen und sich für die Zukunft zu wappnen“, sagte der BWIHK-Präsident. „Wir sind aber optimistisch, dass die dunklen Wolken der Gegenwart vorüberziehen und die ökonomischen Herausforderungen Europa nur noch stärker machen. Denn ein starkes, geeintes Europa ist die beste Antwort im globalen Wettstreit“, betonte die Wirtschaftsministerin abschließend.

Bilder finden Sie hier.

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Presse Künstliche Intelligenz
news-208 Mon, 24 Sep 2018 11:14:00 +0200 Vierte Fachkonferenz des Zukunftsprojekts Arbeitswelt 4.0 https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/vierte-fachkonferenz-des-zukunftsprojekts-arbeitswelt-40/ „Eine gute Qualifikation und die Bereitschaft zu einer stetigen Weiterbildung ermöglichen Teilhabe in der digitalen Welt und sichern langfristig die Chancen auf dem Arbeitsmarkt“, erklärte Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (24. September) bei der 4. Konferenz „Zukunftsprojekt Arbeitswelt 4.0“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Dort wurden unter anderem die Herausforderungen an Unternehmenskultur, Organisation und Führung in Unternehmen durch die Digitalisierung diskutiert. Die Digitalisierung sei besonders für kleine und mittlere Unternehmen – vom Handwerk bis zum Handel – eine große Herausforderung. Entscheidend dafür, dass die Digitalisierung in Baden-Württemberg gelinge, seien Ausbildung, Weiterbildung und Qualifikation. Denn ein Unternehmen sei immer nur so gut wie seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, betonte Hoffmeister-Kraut. Die Landesregierung wolle die Menschen in Baden-Württemberg bestmöglich auf das Leben und das Arbeiten in der digitalen Zukunft vorbereiten. „Die berufliche Weiterbildung ist für mich als Wirtschaftsministerin eine Kernaufgabe und ein zentrales Anliegen. Damit sie gelingt und am Puls der Zeit ist, fördern wir – um nur ein Beispiel zu nennen – im Rahmen der ‚Qualifizierungsoffensive digitale Kompetenzen‘ die Entwicklung und Erprobung digitalisierungsrelevanter Weiterbildungskonzepte in den überbetrieblichen Berufsbildungsstätten.“ Die Landesregierung habe im Frühjahr eine Investitionsoffensive im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie gestartet. Danach werde rund eine Milliarde Euro eingesetzt, um Antworten auf die zentralen Herausforderungen dieser Zeit zu geben.

Nicht nur die Motivation der Beschäftigten sei in dem Transformationsprozess gefragt, auch die Unternehmen müssten für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern etwa lernförderliche Arbeitsbedingungen schaffen. Hoffmeister-Kraut zeigte sich überzeugt, dass so die Innovationskraft der Unternehmen gestärkt werde: „Die Arbeit muss so gestaltet werden, dass die Beschäftigten gesund, qualifiziert und motiviert bleiben, dann lassen sich die digitale Transformation und der Innovationsbedarf gemeinsam bewältigen“, so die Ministerin.

Zum Zukunftsprojekt Arbeitswelt 4.0
Das Wirtschaftsministerium fördert eine Studie zur Entwicklung der Arbeitswelt 4.0 in Baden-Württemberg, die die Universität Hohenheim in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO durchführt. Die ersten Ergebnisse des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekts zeigen, dass Qualifikation als Schlüssel für die Bewältigung des digitalen Wandels gilt. Mittlerweile sind elf Bände im Rahmen der geförderten Studie erschienen, die auf der Homepage des Ministeriums zur Verfügung stehen.
Die Konferenz wurde bereits zum vierten Mal vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, der Universität Hohenheim, den Fraunhofer-Instituten für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) sowie für System- und Innovationsforschung (ISI), dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) organisiert. Auf dem Programm standen Dialogforen und Workshops aus den Ingenieurs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

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Presse
news-203 Thu, 20 Sep 2018 09:37:00 +0200 Wirtschaftsministerium fördert zukunftsweisendes Weiterbildungsprojekt zur Digitalisierung im Energie-Handwerk mit rund 230.000 Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-zukunftsweisendes-weiterbildungsprojekt-zur-digitalisierung-im-energi/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert mit rund 230.000 Euro ein Projekt des Weiterbildungszentrums für innovative Energietechnologien der Handwerkskammer Ulm (WBZU). „Die Digitalisierung birgt große Potenziale für unsere Handwerksbetriebe. Damit diese erfolgreich genutzt werden können, brauchen wir Führungskräfte und Mitarbeitende im Handwerk, die in Sachen digitale Kompetenzen auf dem neuesten Stand sind. Darum entwickeln wir gemeinsam mit Handwerksbetrieben zukunftsweisende Qualifizierungskonzepte für das Handwerk 4.0“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung von Qualifizierungskonzepten zu den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung im Energie-Handwerk. Durch die Mitwirkung von mindestens vier Handwerksbetrieben aus dem Gewerk Sanitär, Heizung und Klima (SHK) wird ein enger Bezug zur betrieblichen Praxis sichergestellt. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch das Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik (HPI) an der Leibniz Universität Hannover.

Im Projekt geht es zunächst um die Ermittlung des Ist-Zustand der Digitalisierung in den beteiligten Handwerksbetrieben. Dabei sollen auch jeweils betriebsindividuelle Digitalisierungspotenziale – etwa durch die Optimierung von Abläufen oder durch die Erschließung neuer Märkte und Kundengruppen – ermittelt werden. Darauf aufbauend werden mit den Betrieben gemeinsam Lösungsansätze erarbeitet. Dazu gehört auch die Analyse der Qualifizierungsbedarfe. Entstehen werden überbetriebliche Weiterbildungskonzepte für verschiedene Zielgruppen, unter anderem für Inhaberinnen und Inhaber, Meisterinnen und Meister, Fachkräfte sowie für die un- und angelernten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Weitere Informationen
Das WBZU wurde 2002 mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg und des Bundes mit dem Auftrag der Aus- und Weiterbildung sowie der Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie gegründet. Das WBZU ist seit Anfang des Jahres 2014 Bildungsstätte der Handwerkskammer Ulm. Die Kernaufgabe des WBZU besteht weiterhin darin, neue Energietechnologien in der Praxiseinführung zu begleiten und die entsprechenden Berufsgruppen frühzeitig aus- und weiterzubilden.

Das Heinz-Piest-Institut für Handwerkstechnik (HPI) an der Leibniz Universität Hannover ist eine der fünf Forschungs- und Dienstleistungseinrichtungen des Deutschen Handwerksinstituts e.V. (DHI). Das HPI betreibt insbesondere wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Handwerkstechnik und ermöglicht kleinen und mittleren Unternehmen des Handwerks die Anpassung an technische Entwicklungen (Technologietransfer).

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Presse BW Regionen Produzierendes Handwerk
news-202 Tue, 18 Sep 2018 09:07:00 +0200 Workshop-Reihe des Dialogprojekts „Handel 2030“ zum Schwerpunkt „Digitalisierung in Einzelhandel“ in Mannheim gestartet https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/workshop-reihe-des-dialogprojekts-handel-2030-zum-schwerpunkt-digitalisierung-in-einzelhandel-in/ Im Rahmen des Dialogprojekts „Handel 2030“ startete heute (18. September) zum Schwerpunkt „Digitalisierung in Einzelhandel“ im Mannheimer Technologiezentrum MAFINEX eine Workshop-Reihe des Wirtschaftsministeriums. In insgesamt fünf regionalen Themenworkshops werden Zukunftsfragen des baden-württembergischen Handels erörtert. Dazu gehören die Digitalisierung, die Fachkräftesicherung und -qualifizierung, die Zukunft der Innenstädte, die Nahversorgung sowie rechtliche Rahmenbedingungen des Einzelhandels. Ziel des Dialogprojekts und der regionalen Themenworkshops ist es, Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Einzelhandels auf Landesebene zu erarbeiten. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Der Einzelhandel als eine unserer wichtigsten Branchen steht vor großen Herausforderungen. Die Digitalisierung treibt die Unternehmen derzeit um. Mit unseren Themenworkshops im Rahmen des Dialogprojekts ‚Handel 2030‘ leisten wir einen wichtigen Beitrag für den Austausch vor Ort und dazu, den Einzelhandel zu stärken und zukunftsfähig zu machen.“

Im ersten Workshop „Digitalisierung in Einzelhandel“ wurden aktuelle Themenschwerpunkte der digitalen Transformation des Einzelhandels erarbeitet und diskutiert. So wurde erörtert, wie der Handel auf ein verändertes Konsumverhalten und neue Nachfragestrukturen richtig reagieren und Schritte zu einem angepassten, digitalen Geschäftsmodell ergreifen kann. Dazu gehört, neben der Nutzung der Potentiale des überdurchschnittlich wachsenden Online-Handels, die Verwendung digitaler Werkzeuge und die Transformation von Unternehmensprozessen in digitale Infrastrukturen.

An dem Workshop nahmen Vertreterinnen und Vertreter des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW), des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK), der kommunalen Spitzenverbände, des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV), der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, des Verbands der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels Süd (VMG Süd) sowie von Unternehmen und betrieblichen Interessenvertretungen der Branche teil. Die Ergebnisse sollen sich an alle relevanten Akteure des Handels richten und aus strategischer Sicht in die mittelfristige Ausrichtung der Einzelhandelspolitik des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau einfließen.

Weitere Termine der Workshop-Reihe sind:

  • „Fachkräftesicherung und -qualifizierung“ am 5. Oktober 2018 in Heilbronn,
  • „Zukunft der Innenstädte“ am 19. November 2018 in Stuttgart,
  • „Nahversorgung“ am 27. November 2018 in Schuttertal,
  • „Rechtliche Rahmenbedingungen“ am 4. Dezember 2018 in Weingarten,
  • Abschlussveranstaltung Anfang 2019.
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news-201 Mon, 17 Sep 2018 10:16:45 +0200 Wirtschaftsstaatssekretärin reist mit Fachdelegation „Industrie 4.0“ in die USA und nach Kanada https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsstaatssekretaerin-reist-mit-fachdelegation-industrie-40-in-die-usa-und-nach-kanada/ Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz reist vom 16. bis 20. September 2018 mit einer überwiegend aus Unternehmensvertretern bestehenden Fachdelegation in die USA und nach Kanada. Im Rahmen der Reise von Ministerpräsident Winfried Kretschmann und weiterer Regierungsmitglieder leitet die Staatssekretärin dort das Fachprogramm zum Thema „Industrie 4.0“. Schwerpunkt der Besuche im Silicon Valley/Kalifornien sowie in der kanadischen Provinz Ontario sind dabei die Auswirkungen der digitalen Transformation auf Wirtschaft und Wissenschaft. „Baden-Württemberg soll auch im digitalisierten Zeitalter führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleiben. Um dieses Ziel zu erreichen, brauchen wir aber noch mehr Tempo in der Digitalisierung unserer Wirtschaft – insbesondere im Mittelstand. Dieser muss – mit seiner heutigen starken Stellung – auch Treiber der Digitalisierung im Land werden. Der Austausch und die Zusammenarbeit mit internationalen Technologiezentren hat dabei hohe Bedeutung für die Umsetzung und Weiterentwicklung der Industrie 4.0 bei uns in Baden-Württemberg“, sagte Schütz vor ihrer Abreise.

In Gesprächen und Podiumsdiskussionen mit Experten sowie beim Besuch von führenden Technologieunternehmen und Forschungseinrichtungen im Silicon Valley und in Toronto erhalten die Delegationsteilnehmer Informationen aus erster Hand zu technologischen Trends im Bereich Industrie 4.0 und industriellen Anwendungen des Internets der Dinge (IoT), wie beispielsweise Fertigungslösungen mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI), Cloud-Computing oder digitalbasierte Geschäftsmodelle.

Wertschöpfung steigern durch Digitalisierung
Die Digitalisierung sei insbesondere auch eine Frage zukünftiger Geschäftsmodelle der Unternehmen im Land. Und gerade Kooperation, Vernetzung und Austausch seien oftmals ausschlaggebend für digitale Innovationen. „Davon müssen die Unternehmen in Baden-Württemberg profitieren“, so die Wirtschaftsstaatssekretärin.

Katrin Schütz: „Gerade für unsere Unternehmen ist es wichtig, das Bewusstsein dafür zu entwickeln oder noch mehr zu schärfen, mit welch rasanter Geschwindigkeit digitale Technologien sich entwickeln.“ Durch die enge Verbindung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sei Baden-Württemberg für die Herausforderungen der Digitalisierung zwar grundsätzlich hervorragend aufgestellt. „Ich halte es jedoch für enorm wichtig, dass wir – ohne das Silicon Valley kopieren zu wollen – über den Tellerrand schauen, um zu sehen, wie der Gold-Standard für die Anwendungen digitaler Technologien aussehen kann“, betonte die Staatssekretärin.

„Innovationcamp BW Silicon Valley“
Im Rahmen ihrer Reise wird die Staatssekretärin auch mit den Teilnehmern des Programms „Innovationcamp BW Silicon Valley“ zusammentreffen, dessen zweiter Durchlauf zeitgleich zum Aufenthalt der Delegation stattfindet. Das vom Wirtschaftsministerium initiierte und geförderte Programm ist im Mai dieses Jahres erfolgreich gestartet und soll vor allem kleine und mittlere Unternehmen aus Baden-Württemberg dem Innnovations-Ökosystem im Silicon Valley näherbringen.

Während ihres mehrwöchigen Aufenthalts in San Francisco und im Silicon Valley arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv an den Herausforderungen der Digitalisierung. Dadurch sollen sie disruptive Risiken und potenzielle Schwachstellen im eigenen Unternehmen frühzeitig erkennen und zugleich neue Lösungen entwickeln lernen.

Durch den individuellen Programmzuschnitt auf jedes Unternehmen gelingt es, die richtigen Technologieansätze ausfindig zu machen und Kooperationen mit Software-Unternehmen im Silicon Valley herzustellen. Mit neu erlernten Methoden, wie beispielsweise aus dem Bereich des Innovationsmanagements, können die Programmteilnehmer aktiv auf Technologie-Scouting gehen und sich eigene Netzwerke im Silicon Valley schaffen.

„Ein Kurzbesuch im Silicon Valley könnte vergleichbare Ergebnisse nicht erzielen. Wir füllen für unsere Unternehmen mit dem Innovationcamp BW daher eine entscheidende Lücke im bisherigen Angebot der Innovationsförderung“, sagte Katrin Schütz.

Bilder finden Sie im Laufe der Reise hier.

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news-199 Thu, 06 Sep 2018 14:10:29 +0200 Heidelberg: „Digital Hub kurpfalz@bw“ startet mit Förderung des Wirtschaftsministeriums https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/heidelberg-digital-hub-kurpfalzbw-startet-mit-foerderung-des-wirtschaftsministeriums/ Mit einem Zuschuss des Wirtschaftsministeriums in Höhe von rund 995.000 Euro ist das Projekt „Digital Hub kurpfalz@bw“ als einer von zehn regionalen Digital Hubs in Baden-Württemberg Anfang September gestartet. Dies gab Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Donnerstag (6. September) bekannt. „Unser klarer Anspruch ist es, dass Baden-Württemberg auch im digitalisierten Zeitalter führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleibt. Das funktioniert jedoch nur, wenn auch unsere kleinen und mittleren Unternehmen hier nicht den Anschluss verlieren. Mit dem Digital Hub unterstützen wir gezielt gerade diese Unternehmen bei digitalen Innovationen und bringen damit die Digitalisierung in der Region insgesamt voran“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Ökosystem für digitale Innovationen schaffen
Der Digital Hub kurpfalz@bw will im baden-württembergischen Teil der Kurpfalz ein Ökosystem der Vernetzung und Kooperation über Branchengrenzen hinweg schaffen. Der Hub soll als lokale Begegnungsstätte für digitale Innovationen digitale (Arbeits-)Räume und Plattformen bereitstellen sowie digitale und analoge Veranstaltungsformate anbieten. Durch diese entsprechenden Experimentier- und Kollaborationsräume sollen unterschiedlichste Kompetenzen, Disziplinen, Ideen, Technologien und Kreativität aufeinandertreffen können und auf diese Weise digitale Innovationen voranbringen. Im Zuge der Digitalisierung bietet die Zusammenarbeit von bestehenden Unternehmen, Start-ups und Forschungsakteuren großes Potential für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

Zuschnitt auf regionale Bedürfnisse
Das Projekt „Digital Hub kurpfalz@bw“ war bereits im Februar 2018 beim „Digitalgipfel 2018 – Wirtschaft 4.0 BW“ als eines der zehn regionalen Digital Hubs vorgestellt worden, das vom Wirtschaftsministerium gefördert werden soll. Auf Basis des in der zweiten Stufe eingereichten Förderantrags erfolgte jetzt die Bewilligung des Vorhabens. An dem Hub-Konsortium sind neben dem Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft der Stadt Heidelberg u. a. auch die Digital-Agentur Heidelberg GmbH, der Rhein-Neckar-Kreis, die Stadt Mannheim, die Hochschule Mannheim sowie das Deutsch-Amerikanische Institut Heidelberg beteiligt.

„Mit den regionalen Digital Hubs entstehen überall im Land Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen, die auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Im Austausch mit den anderen regionalen Digital Hubs bieten sich darüber hinaus enorme Chancen, voneinander zu lernen. So können die regionalen Ökosysteme für digitale Innovationen Strahlkraft für das ganze Land entwickeln. Mit den regionalen Digital Hubs wollen wir in Baden-Württemberg ein schlagkräftiges Netzwerk etablieren, von dem alle profitieren“, so die Wirtschaftsministerin.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie
Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-Ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

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news-193 Fri, 24 Aug 2018 11:40:28 +0200 Land fördert weitere Forschungsprojekte für neue Technologien im Bereich Elektromobilität und Fahrzeug-Digitalisierung https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/land-foerdert-weitere-forschungsprojekte-fuer-neue-technologien-im-bereich-elektromobilitaet-und-fahrze/ Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Innovations- und arbeitsmarktpolitisches Ziel ist es, Baden-Württembergs führende Rolle im Bereich Mobilität auch in Zukunft zu erhalten“. Mit rund 2,3 Millionen Euro fördert das Wirtschaftsministerium im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft der Landesregierung mit Mitteln der Landesinitiative Elektromobilität sechs weitere Forschungsvorhaben, um neue Technologien im Bereich Elektromobilität und Fahrzeug-Digitalisierung voranzubringen. Die geförderten Projekte befassen sich mit den Themenfeldern Technologien für Hochleistungsbrennstoffzellen, Elektrische Antriebstechnologien, Reduzierung der Fahrwiderstände durch aerodynamische Fahrzeugoptimierung, Modulare autonome Fahrzeugkonzepte und Thermische Hochleistungsspeicher zur Klimatisierung von Elektrofahrzeugen.

„Unser innovations- und arbeitsmarktpolitisches Ziel ist es, Baden-Württembergs führende Rolle im Bereich Mobilität – die Systemkompetenz unserer Hersteller, Zulieferer und Dienstleister rund um das Fahrzeug – auch in Zukunft über die ganze Wertschöpfungskette hinweg zu erhalten“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Freitag (24. August) in Stuttgart.

Im Fokus der Förderung stehe auch, einen technologieoffenen Ansatz zu verfolgen und darauf zu achten, dass eine spätere Verwertung durch den Mittelstand im Land erfolgen könne, so die Ministerin: „Ziel ist eine enge Verzahnung mit den Strategien der großen Fahrzeughersteller und Systemzulieferer. Denn unser Mittelstand muss auch weiterhin ein wesentliches Element innerhalb der automobilen Wertschöpfungskette bleiben.“

Die geförderten Projekte im Einzelnen:

  • „Machbarkeitsstudie Disruptive Fahrzeugkonzepte – Modular Electrified Capsule and Platform“ (ModECAP);
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Fahrzeugkonzepte
  • „Kombinierte Antriebs-Bremseinheit für schwere elektrische Nutzfahrzeuge“ (KABseN);
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Fahrzeugkonzepte
  • „Thermische Hochleistungsspeicher in batterieelektrischen Bussen“ (THS-BUS);
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Fahrzeugkonzepte
  • „Wickelkopfstruktur mittels aluminiumhaltiger Verbundkeramiken für Elektrische Radialflussmaschinen“ (WAVER);
    Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Institut für Fahrzeugkonzepte
  • „Reduzierung des CO2 Ausstoßes durch aktive Strömungsbeeinflussung am Fahrzeugdiffusor“;
    Universität Stuttgart, Institut für Verbrennungsmotoren und Kraftfahrwesen IVK
  • „Direkte Deposition von Membran-Elektrodeneinheiten für Hochleistungswasserstoffbrennstoffzellen“ (DirectMEA);
    Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e. V.
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