Wirtschaft digital Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de Wirtschaft digital Baden-Württemberg de-DE Wirtschaft digital Baden-Württemberg Thu, 25 Apr 2019 19:42:23 +0200 Thu, 25 Apr 2019 19:42:23 +0200 TYPO3 EXT:news news-331 Tue, 23 Apr 2019 18:17:21 +0200 Wirtschaftsministerium fördert Aufbau eines „Transferzentrums 5G für KMU“ mit rund 5 Millionen Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-aufbau-eines-transferzentrums-5g-fuer-kmu-mit-rund-5-millionen-euro/ „Der neue Kommunikationsstandard 5G ermöglicht die Bearbeitung wesentlicher Zukunftsfelder der Wirtschaft des Landes. Er bildet die Basis für eine umfassende Digitalisierung von Wirtschaft und Industrie, für intelligente Mobilität und das Internet der Dinge“, so Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut. Dabei ermöglicht 5G eine bedarfsgerechte drahtlose Vernetzung mit hoher Bandbreite, Reaktionen in Nahe-Echtzeit und hoher Verbindungszahl. „Insgesamt werden vier regionale Testfelder für 5G-Anwendungen eingerichtet, die wesentliche Branchen im Land adressieren“, erklärte die Ministerin. Im Rahmen des „Transferzentrums 5G für KMU“ sollen Testfelder für Produktionsumgebungen, die Logistikwirtschaft, die Medizintechnik und den Sondermaschinenbau an den Standorten Stuttgart-Vaihingen, Reutlingen, Mannheim und Freudenstadt eingerichtet werden. Sie sollen zur Entwicklung und Erprobung von praxisorientierten Applikationen, vernetzten Produkten, smarten Dienstleistungen und neuen Geschäftsmodellen für mittelständische Unternehmen dienen.

Gefördert wird das fünf Millionen-Euro-Projekt aus Mitteln der Digitalisierungsstrategie des Landes „digital@bw“ mit einer Laufzeit von 3 Jahren ab April dieses Jahres. Das Projekt soll unter Koordination des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) mit Beteiligung mittelständischer Unternehmen aus Produktion, Intralogistik und Logistik, sowie eines Technologieproviders umgesetzt werden.

Die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) können am Transferzentrum 5G aktiv teilnehmen. Im Rahmen sogenannter „Quick Checks“ können sie eigene Projektideen zum Thema 5G einbringen, die dann in Workshops und mit Machbarkeitsstudien genauer untersucht werden. Durch „Exploring Projects“ haben KMU die Möglichkeit, ihre Projektidee in einer 5G-Testumgebung prototypisch umzusetzen und zu erproben.

In Stuttgart-Vaihingen wird im Rahmen des Stuttgarter Technologie- und Innovationscampus (S-TEC) ein Testfeld für den Einsatz von 5G in Produktionsumgebungen eingerichtet. Ziel ist die Integration unterschiedlicher Produktionssysteme mit Komponenten wie kollaborierenden Robotern, intelligenten Steuerungssystemen, Cloud-Services und autonomen Transportfahrzeugen in Produktionshallen.

Am Universitätsklinikum Mannheim soll von der Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie (PAMB) des Fraunhofer-Instituts IPA eine Testumgebung für den 5G-Einsatz in der Medizintechnik eingerichtet werden. Hier wird es beispielsweise um digital vernetzte OP-Räume mit drahtlosen Instrumenten wie Endoskopen und Kapselrobotern oder auch um die durchgängige Überwachung von Vitalparametern bei Patiententransporten gehen.

Im Reutlinger Zentrum Industrie 4.0 mit der ESB Logistik-Lernfabrik an der Hochschule Reutlingen wird ein Testfeld für 5G-Anwengungen mit einem besonderen Schwerpunkt auf Logistik-Anwendungen eingerichtet. Dabei geht es auch um die Identifikation und Entwicklung von neuen Geschäftsfeldern im industriellen Umfeld und die Informationsbereitstellung in Unternehmen.

Bei dem in Freudenstadt am Campus Schwarzwald geplanten Testfeld sollen neben allgemeinen Potenzialen des 5G-Standards auf Fabrik- und Integrationsebene insbesondere 5G-Anwendungen im Produktlebenszyklus des Sondermaschinenbaus untersucht und eine Anforderungsanalyse für den ländlichen Raum, z. B. bezüglich der dezentralisierten Datenhaltung mit „Edge Clouds“, durchgeführt werden. Der Campus Schwarzwald ist eine Initiative, die von Unternehmen der Region, Landkreis und Stadt Freudenstadt, der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald (IHK) und der Universität Stuttgart getragen wird.

„Die Kooperation von IPA und IAO mit PAMB, der Hochschule Reutlingen und dem Campus Schwarzwald ermöglicht eine sehr breite Abdeckung der für Industrie 4.0 bzw. Labor 4.0 relevanten Themenfelder, was letztendlich den KMU in Baden-Württemberg zugutekommt“, erläutert Hoffmeister-Kraut.

Die regional aufgebauten Testfelder mit Fokus auf Produktion, Logistik und Labor werden jeweils auch nach Projektende weiter für die mittelständische Wirtschaft und andere interessierte Organisationen im Sinne des Wissens- und Technologietransfers zugänglich sein.

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news-329 Mon, 15 Apr 2019 15:14:43 +0200 Wirtschaftsministerium fördert "DIGIHUB Südbaden" mit knapp 1,0 Million Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-digihub-suedbaden-mit-knapp-10-million-euro/ Staatssekretärin Katrin Schütz: "Mit dem Digital Hub bringen wir die Digitalisierung in der Region voran und unterstützen gezielt gerade kleine und mittlere Unternehmen bei digitalen Innovationen" Mit einem Zuschuss des Wirtschaftsministeriums in Höhe von knapp 1,0 Million Euro startet das Projekt "DIGIHUB Südbaden" als einer von zehn regionalen Digital Hubs in Baden-Württemberg ab sofort. Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz übergab den Förderbescheid heute (15. April) in Freiburg.

"Unser klarer Anspruch ist es, dass Baden-Württemberg auch im digitalisierten Zeitalter führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleibt. Das funktioniert jedoch nur, wenn auch unsere kleinen und mittleren Unternehmen hier nicht den Anschluss verlieren. Mit dem Digital Hub unterstützen wir gezielt gerade diese Unternehmen bei digitalen Innovationen und bringen damit die Digitalisierung in der Region insgesamt voran", sagte Schütz.

Ökosystem für digitale Innovationen schaffen

Der DIGIHUB Südbaden hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung zukunftsfähiger Lösungen in der digitalen Transformation zu begleiten. Das Leistungsportfolio des Hubs ist eine Mischform aus Informations-, Service-, Beratungs-, Transfer- und Umsetzungsangeboten, das seine Wirkung in Verbindung mit einer attraktiven Infrastruktur aus Co-Working-Spaces und praxisnahen Showrooms (z.B. "smart-digital factory") an mehreren Standorten in der Region entfalten wird. Neben Freiburg stehen den Unternehmen etwa auch in Breisach, Offenburg und Lörrach verschiedene Unterstützungsangebote zur Verfügung. Hier sollen unterschiedlichste Kompetenzen, Disziplinen, Ideen, Technologien und Kreativität aufeinandertreffen können und auf diese Weise digitale Innovationen gefördert werden. Schließlich bietet die Zusammenarbeit von bestehenden Unternehmen, Start-ups und Forschungsakteuren im Zuge der Digitalisierung großes Potential für die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

Zuschnitt auf regionale Bedürfnisse

Das Projekt "DIGIHUB Südbaden" war bereits im Februar 2018 beim "Digitalgipfel 2018 – Wirtschaft 4.0 BW" als einer der zehn regionalen Digital Hubs vorgestellt worden, die vom Wirtschaftsministerium gefördert werden sollen. Auf Basis des in der zweiten Stufe eingereichten Förderantrags erfolgte jetzt die Bewilligung des Vorhabens. An dem Hub-Konsortium sind neben dem Projektpartner Oberrhein – Gesellschaft für Projektentwicklung mbH u.a. die Handwerkskammer Freiburg, die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, die Hochschule Offenburg, die Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, die bwcon GmbH, die MSC Technologies Systems GmbH und die Wirtschaftsregion Südwest GmbH beteiligt.

"Mit den regionalen Digital Hubs entstehen überall im Land Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen, die auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnitten sind", so Schütz. "Im Austausch mit den anderen regionalen Digital Hubs bieten sich darüber hinaus enorme Chancen, voneinander zu lernen. So können die regionalen Ökosysteme für digitale Innovationen Strahlkraft für das ganze Land entwickeln. Mit den regionalen Digital Hubs wollen wir in Baden-Württemberg ein schlagkräftiges Netzwerk etablieren, von dem alle profitieren", so die Staatssekretärin weiter.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Alle Vorhaben werden unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. Dazu werden rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von "digital@bw" sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-Ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

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Presse BW Regionen Baden-Württemberg Südlicher Oberrhein Zielgruppen Kultur- und Kreativwirtschaft 100% Hotel- und Gastgewerbe 100% Handel & Logistik 100% IT-Wirtschaft 100% Dienstleister 100% Produzierendes Handwerk 100% Produzierendes Gewerbe 100% Infrastruktur 100% Umsetzung 100% Strategie 100% Orientierung 100%
news-327 Thu, 11 Apr 2019 09:01:14 +0200 „Digitalgipfel 2019 – Wirtschaft 4.0 BW“ mit rund 1.800 Teilnehmenden und Schwerpunktthema Künstliche Intelligenz https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/digitalgipfel-2019-wirtschaft-40-bw-mit-rund-1800-teilnehmenden-und-schwerpunktthema-kuenstlich/ Auf dem „Digitalgipfel 2019 – Wirtschaft 4.0 BW“ hat sich Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut dafür ausgesprochen, Künstliche Intelligenz in den kommenden Jahren in das Zentrum der Wirtschafts- und Innovationspolitik des Landes zu stellen und dabei besonders auch den Mittelstand im Blick zu haben. „Künstliche Intelligenz ist eine wirtschaftliche Jahrhundertchance für unser Land, die wir auf keinen Fall ungenutzt verstreichen lassen dürfen. In diesem Prozess sind alle Akteure gefordert. ,KI made in BW‘ muss zum international sichtbaren Markenzeichen werden“, sagte Hoffmeister-Kraut. Zusammen mit rund 1.800 Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft hat Hoffmeister-Kraut heute in der Stuttgarter Carl Benz Arena über Künstliche Intelligenz und die Digitalisierung von Unternehmen in BW diskutiert. Die Wirtschaftsministerin zeigte sich begeistert von der großen Resonanz: „Gerade die große Besucherzahl aus dem baden-württembergischen Mittelstand zeigt, dass die Wirtschaft bei dem Schlüsselthema Digitalisierung auf eine gute Vernetzung mit Wissenschaft und Politik setzt. Mit dem Digitalgipfel 2019 leistet das Wirtschaftsministerium einen Beitrag dazu, dass sich Unternehmen über Fördermöglichkeiten und aktuelle Trends beim Thema Digitalisierung informieren und dann in die Umsetzung gehen können“, sagte Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut. „Im Hinblick auf unsere dezentrale Wirtschaftsstruktur ist es mir ein besonderes Anliegen, gerade auch die kleinen und mittleren Unternehmen in der Fläche des Landes bei der Gestaltung der digitalen Transformation zu unterstützen. Deshalb haben wir zehn regionale Digital Hubs auf den Weg gebracht“, so Hoffmeister-Kraut.

Ein besonderer Fokus der Veranstaltung lag dieses Jahr auf der Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz (KI). Hier sorgten hochkarätige Keynote-Redner wie Prof. Dr. Cédric Villani, Abgeordneter der französischen Nationalversammlung, Träger der Fields-Medaille und europaweit anerkannter KI-Experte, sowie KI-Pionier Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber für wertvolle Impulse. Konkrete KI-Anwendungsfälle erläuterten beispielsweise Antje Leminsky, Vorstandsvorsitzende der Grenke AG, und Hala Zeine, President Digital Supply Chain von SAP.

Hoffmeister-Kraut betonte: „Der breite Einsatz von KI bietet herausragende Wachstumspotentiale für die Wirtschaft in Baden-Württemberg. Wir haben die Chance, betriebliche Prozesse effizienter zu gestalten, Produkte und Dienstleistungen noch intelligenter - nämlich kognitiv - zu machen und letztendlich komplett neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, um damit dann auch international zu punkten.“ Dazu müsse es ein ausdifferenziertes Unterstützungsangebot des Landes geben. In diesem Zusammenhang kündigte Hoffmeister-Kraut an, dass mit regionalen KI-Labs gerade auch der Mittelstand in der Fläche des Landes erreicht werden solle.

„Zusätzlich unterstützen wir mit den vom Technologiebeauftragten initiierten Pop-up Laboren den digitalen Wissenstransfer im Land. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir das Bewerbungsverfahren für die nächsten Standorte des Popup Labors pünktlich zum Digitalgipfel starten können,“ so Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut. Im Rahmen des Popup Labors werden auf eine Dauer von rund einer Woche begrenzt Lern- und Experimentierräume in verschiedenen Regionen errichtet, in denen sich kleine und mittlere Unternehmen niederschwellig und ortsnah mit Innovationsthemen beschäftigen können.

„Die heutigen Vorträge, Podiumsdiskussionen und Workshops zeigen, dass es bereits heute eine Vielzahl an Unternehmen im Land gibt, die für ,KI made in BW‘ stehen. Diese Strukturen müssen weiter gestärkt und gefördert werden“, so die Ministerin. „Mit dem Aktionsprogramm ,KI für den Mittelstand‘ leisten wir einen Beitrag dazu, dass gerade auch bei den mittelständischen Unternehmen die Anwendung von KI erfolgreich umgesetzt werden kann. Mit einem ,Innovationspark KI‘ als physisches Innovations- und Wertschöpfungszentrum für KI-Produkte und -Dienstleistungen wollen wir Baden-Württemberg national und international bei der Kommerzialisierung von KI mit an die Spitze setzen. Dazu werden wir eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben, um wirtschaftliche, finanzielle, technische und rechtliche Fragen und nicht zuletzt auch den unabdingbaren Flächenbedarf vorab hinreichend zu klären“, kündigte Hoffmeister-Kraut an.

Die Wirtschaftsministerin sprach sich auch dafür aus, die ethischen Fragen im Zusammenhang mit KI ernst zu nehmen. Sie sei davon überzeugt, dass langfristig gesehen eine menschenzentrierte KI die besten Marktchancen haben werde. Dies solle nach Auffassung der Ministerin schon bei den Entwicklungsprozessen für KI berücksichtigt werden.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Cédric Villani plädierte die Wirtschaftsministerin mit Nachdruck dafür, die Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und Frankreich zu stärken. Baden-Württemberg wolle sich maßgeblich an dem von der Bundesregierung und dem französischen Präsidenten geplanten Deutsch-Französischen Zentrum für Künstliche Intelligenz beteiligen, so die Ministerin. Derzeit würden auch Möglichkeiten geprüft, wie die Zusammenarbeit bei wichtigen KI-Themen wie zum Beispiel Maschinelles Lernen oder Robotik gestärkt werden könne. 

Aber auch über Künstliche Intelligenz hinaus fördert das Wirtschaftsministerium Unternehmen bei der Digitalisierung. So wurden neben Erfolgsgeschichten und Best Practices aus dem Mittelstand auch konkrete Fördermöglichkeiten vorgestellt. In den Workshops konnten sich die Teilnehmenden beispielsweise über Fördermaßnahmen wie die Digitalisierungsprämie informieren, mit der in den letzten neun Monaten weit über 1.500 Unternehmen bei der Umsetzung konkreter Digitalisierungsprojekte mit bis zu 10.000 Euro unterstützt wurden.

Der Digitalgipfel ist die zentrale Spitzenveranstaltung der Initiative Wirtschaft 4.0, die von der Wirtschaftsministerin vor zwei Jahren gestartet wurde. Im Rahmen der Initiative unterstützt das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit 36 Partnern aus Unternehmen, Kammern und Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Wirtschaftsorganisationen Unternehmen im Land bei der digitalen Transformation.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund 1 Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Alle Vorhaben werden unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. Dazu werden rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern. Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-Ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

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Presse BW Regionen Baden-Württemberg Zielgruppen Kultur- und Kreativwirtschaft 100% Hotel- und Gastgewerbe 100% Handel & Logistik 100% IT-Wirtschaft 100% Dienstleister 100% Produzierendes Handwerk 100% Produzierendes Gewerbe 100% Künstliche Intelligenz 100% Technologietrends 100% Lebenslanges Lernen 100% Zukunft der Arbeit 100%
news-318 Thu, 28 Mar 2019 08:43:00 +0100 Landesregierung beschließt Maßnahmenpaket zur Stärkung KI-Standort Baden-Württemberg und investiert 20 Millionen Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/landesregierung-beschliesst-massnahmenpaket-zur-staerkung-ki-standort-baden-wuerttemberg-und-investiert/ „Künstliche Intelligenz hat vielleicht die stärkste Veränderungskraft, die der technische Fortschritt je gesehen hat. Ein Hochtechnologieland wie Baden-Württemberg muss in diese Königstechnologie investieren, um auch morgen in der wirtschaftlichen Champions League mitzuspielen. Deshalb hat die Landesregierung heute, ergänzend zu den 100 Millionen Euro, die bereits 2018 für die Ko-Finanzierung von Projekten des Bundes zu Künstlicher Intelligenz und für Batterieforschung vorgesehen wurden, ein Maßnahmenpaket zur Förderung der Künstlichen Intelligenz in Baden-Württemberg beschlossen. Mit 20 Millionen Euro fördern wir Projekte, die die Wettbewerbsfähigkeit von Wirtschaft und Wissenschaft des Landes beim Thema KI stärken. Wir stellen uns dem technologischen Umbruch und machen Baden-Württemberg zum Vorreiter der Künstlichen Intelligenz“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats in Stuttgart. „Mit den heute beschlossenen Maßnahmen setzen wir schnell Impulse in wichtigen Handlungsfeldern. Aber klar ist auch: Dies kann nur ein Anfang sein. Weite-re bedeutende Schritte müssen in den nächsten Jahren folgen, damit wir im internationalen Wettbewerb vorne mitspielen können. Das gilt nicht nur für Baden-Württemberg, sondern insbesondere auch für den Bund“, so Kretschmann. Die Landesregierung habe der EU-Kommission im Januar gemeinsame Sofortmaßnahmen vorgeschlagen, damit KI auch europäisch vorankommt. „Die Bundesregierung muss nun ebenfalls entschlossen und mit Nachdruck ihre KI-Strategie umsetzen.“

„Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie für die Wertschöpfung der Zukunft. Es gibt kaum ein Feld der Digitalisierung, das solche hohen Wachstumsraten erwarten lässt. Aber der internationale Wettbewerb ist hart. Wenn wir von diesem Wachstum profitieren wollen, muss „KI made in Baden-Württemberg“ zur Marke werden und wir müssen die Kommerzialisierung von KI entschlossen vorantreiben. Deshalb brauchen wir mehr Unternehmen im Land, die Künstliche Intelligenz entwickeln, an den Markt bringen und erfolgreich ein-setzen“, betonte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Um das zu erreichen, investieren wir zum einen in den Ausbau unserer bereits vorhandenen Stärken, aber gezielt auch in die Entwicklung neuer Stärken. Schlüsselprojekt des Wirtschaftsministeriums ist der geplante große Innovationspark KI, mit dem wir ein international sichtbares Wertschöpfungszentrum für Künstliche Intelligenz schaffen wollen“, so Hoffmeister-Kraut weiter.

„Wir stärken die KI-Forschung in Baden-Württemberg – von Baumaßnahmen bis hin zu KI-Projekten in der Medizin und anderen Lebenswissenschaften. Dabei kommt es uns insbesondere darauf an, unsere international sichtbare Spitze Cyber Valley weiter zu stärken. Der Forschungsverbund aus Wissenschaft und Wirtschaft wächst und wir unterstützen als Land diesen Pionier dabei mit allen Kräften. Durch die Stärkung der Governance- und Managementstrukturen entlasten wir ein Stück weit auch die Forscherinnen und Forscher, damit sie sich voll auf ihre Forschung konzentrieren können“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Ihr Herzensprojekt sei das neue Fellow-Programm – internationale Spitzen- und Nachwuchswissenschaftler kommen zum Forschungsaufenthalt ins Cyber Valley – als eine zentrale Maßnahme zur europäischen Vernetzung. „Damit bringen wir die europäische Zusammenarbeit in der KI-Spitzenforschung weiter voran. Wir wollen, dass Europa global ein Gestalter der Zukunft wird. Damit wir als Land dabei auch in der europäischen Debatte zu KI und Ethik mitreden können und den Anspruch des Landes auf eine werteorientierte KI einlösen, bauen wir Dialogstrukturen zu KI und Ethik auf“, so Bauer.

Die Mittel, die aus dem Nachtragshaushalt 2018/2019 stammen, sind auf drei Schwerpunkte konzentriert: Grundlagenforschung, wirtschaftsnahe Forschung und ein Aktionsprogramm für den Mittelstand. Insgesamt umfasst das vom Wirtschafts- und vom Wissenschaftsministerium gemeinsam erarbeitete Maßnahmenpaket vierzehn Projekte.


Stärkung der Governance- und Managementstrukturen von Cyber Valley

Cyber Valley soll wachsen und den Wissenstransfer fördern sowie die internationale Vernetzung stärken. So sind zum Beispiel die Verbindung der KI-Standorte im Land und auch der Dialog mit der Gesellschaft bei neuen Technologien, Aufgaben, die angegangen werden müssen. Das alles benötigt zusätzliche Ressourcen. Insgesamt werden hierfür 2 Mio. Euro (Personal- und Sachmittel) aus dem Nachtragshaushalt 2019 veranschlagt.

Fellow-Programm zur europäischen Vernetzung

Ähnlich wie im Fellow-Programm der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) sollen Spitzen- und Nachwuchswissenschaftler in das Cyber Valley zu einem erweiterten Aufenthalt eingeladen werden. Dadurch wird das Renommee und die Attraktivität von Cyber Valley für Wissenschaft und Wirtschaft gestärkt. Zudem dient das Programm der europäischen Vernetzung mit dem längerfristigen Ziel einer europäischen KI-Einrichtung im Sinn der ELLIS-Initiative europäischer Spitzen-forscher (Vorbild ist das European Molecular Biology Laboratory - EMBL). Hier-für sind 1 Mio. Euro aus dem Nachtragshaushalt 2019 vorgesehen.

Stärkung der universitären Partner des Cyber Valley

Um neue Projekte der Cyber Valley Research Groups der Universitäten Tübingen und Stuttgart rasch durchführen zu können, soll der Cyber Valley Research Fund aufgestockt werden. Diese Förderung wird die Forschungskraft der Universitäten gegenüber der MPG und den Wirtschaftspartnern stärken. Hierfür sind 0,5 Mio. Euro aus dem Nachtragshaushalt 2019 veranschlagt.


Erweiterung des Cyber Valley Gebäudes (Bauteil Stuttgart)

Cyber Valley entwickelt sich sehr dynamisch und noch erfolgreicher als erwartet. Die Planungen für das neue Cyber Valley-Gebäude, für das vom Land bereits 40 Mio. Euro zugesagt sind, schreiten voran. Dabei zeigt sich, dass die Projektflächen (Cyber Valley-Projekte, Kooperation mit Unternehmen, Start-ups etc.) am Standort Stuttgart nicht ausreichen. Geplant werden soll deshalb eine weitere Versuchshalle „High Bay 2“, die die ursprüngliche „High Bay“ um 500 m² vergrößert.


KI-Forschung in der Medizin und weiteren Lebenswissenschaften

KI-Forschungsressourcen müssen im Land weiter aufgebaut werden. Hierfür sollen Initiativen der medizinischen Fakultäten aufgegriffen werden. Beabsichtigt ist die Einrichtung von Nachwuchsgruppen und anderer struktureller Unterstützung sowie die Förderung von Pilotprojekten in der Medizin (Themen: Analyse, Bilderkennung, Machine Learning auf großen Datenmengen, interpretierbare Vorhersagemethoden zur Behandlungsunterstützung u. ä.), die Bearbeitung dabei entstehender ethischer Fragestellungen (z. B. in Form von „Ethics by Design“) oder von Projekten, die ethische Fragestellungen zum Gegenstand haben. Darüber hinaus ist die Förderung von Projekten in den weiteren Lebenswissenschaften beabsichtigt.

Grundsätzlich sind Maßnahmen erforderlich, die KI in die Fachdisziplinen tragen. Gefördert werden soll z. B. ein KI-gestütztes Infrastrukturprojekt (Science Data Center „Move“) des Max-Planck-Instituts für Ornithologie Radolfzell und der Uni-versität Konstanz (Projektvolumen bis zu 1 Mio. Euro). Insgesamt sollen 3 Mio. Euro hierfür aus dem Nachtragshaushalt 2019 bereitgestellt werden.

Ethik und KI

Um den Anspruch des Landes auf eine werteorientierte KI einzulösen und gesellschaftliche Akzeptanz von KI-Innovationen zu unterstützen, sollen Dialogstrukturen und Forschungsexpertise aufgebaut sowie geistes- und sozialwissenschaftliche Kompetenz in KI-Forschungsvorhaben einbezogen und gefördert werden. Hierfür werden 0,5 Mio. Euro im Nachtragshaushalt 2019 veranschlagt.


Kommerzialisierung von KI vorantreiben

Mit dem „Aktionsprogramm KI für den Mittelstand“ will das Wirtschaftsministerium die Anwendung und Kommerzialisierung von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand branchenübergreifend und schnell vorantreiben. Hierfür sind sowohl Leuchtturmprojekte mit internationaler Strahlkraft geplant als auch Maßnahmen, um kleine und mittlere Unternehmen flächendeckend mit den Möglichkeiten von KI vertraut zu machen. Auch die Entstehung ganz neuer KI-Unternehmen soll befördert werden. Hierfür stehen insgesamt 5,3 Mio. Euro zur Verfügung.

Als mögliches Schlüsselprojekt für die erfolgreiche Kommerzialisierung von Künstlicher Intelligenz gilt die Errichtung eines großen Innovationsparks KI. Der Innovationspark soll KI-Unternehmen, Start-ups sowie Forschungs- und Transfereinrichtungen aus dem In- und Ausland optimale Innovations- und Standortbedingungen bieten, etwa durch Bereitstellung der notwendigen Flächen, modernste Infrastruktur sowie Testfelder für KI-Produkte und KI-Dienstleistungen. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche, wirtschaftlich tragfähige Umsetzung dieses Vorhabens sollen mit einer Machbarkeitsstudie geprüft werden, die zügig erstellt werden soll. Dafür stehen 500.000 Euro bereit.


Weitere Maßnahmen des Aktionsprogramms sind

  • der Aufbau eines landesweiten Netzes von KI-Laboren als Informations-, Erprobungs- und Experimentierräume für Unternehmen (Fördervolumen: 2 Mio. Euro),
  • ein Wettbewerb zur Förderung gemeinsamer KI-Innovationsprojekte von Unternehmen und Forschungseinrichtungen (1,75 Mio. Euro),
  • eine Auszeichnung „KI-Champions Baden-Württemberg“ für vorbildhafte KI-Unternehmen und Forschungseinrichtungen, KI-basierte Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen (0,1 Mio. Euro) sowie
  • die Einrichtung der Innovationsplattform KI, eines Expertennetzwerks, das Konzepte und konkrete Lösungen für neue KI-basierte Wertschöpfung und Geschäftsmodelle in Baden-Württemberg erarbeiten soll (0,95 Mio. Euro).

Brückenschlag zwischen Wirtschaft und Wissenschaft beschleunigen

Mit einem wirtschaftsnahen Forschungsprogramm soll der Wissenstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft verbessert werden. Für drei ausgewählte Forschungsprojekte in den wichtigen KI-Anwendungsfeldern Robotik, industrielle Fertigung und Medizintechnik stellt das Wirtschaftsministerium insgesamt 4,7 Mio. Euro zur Verfügung:

  • Das Projekt „Kognitive Robotik“ befasst sich mit der Erforschung und Entwicklung von Robotern, die auch in komplexen Umgebungen mit unvorhergesehenen Situationen umgehen können. (Fördervolumen: 1 Mio. Euro)
  • Im Projekt „Mikroelektronik für KI“ werden sichere, lernfähige und besonders energieeffiziente KI-Chips entwickelt, die ein elementarer Baustein für die Industrie 4.0 und das Internet der Dinge sind. (2,0 Mio. Euro)
  • Das Projekt „Intelligente Diagnostik“ soll die Technologie zur Erkennung von Hauttumoren mit Hilfe von KI maßgeblich weiterentwickeln. (1,7 Mio. Euro)
  • Ziel dieser Projekte ist es, modernste KI-Technologien für die jeweiligen Einsatzfelder zu entwickeln und insbesondere für mittelständische Unternehmen verfügbar zu machen. Daraus sollen neue oder verbesserte Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle „made in BW“ entstehen. In allen Projekten wird deshalb auch von Anfang an ein enger Austausch mit Industrieunternehmen stattfinden.
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news-317 Wed, 27 Mar 2019 14:25:30 +0100 Spitzentreffen zum baden-württembergischen Maschinen- und Anlagenbau in Stuttgart https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/spitzentreffen-zum-baden-wuerttembergischen-maschinen-und-anlagenbau-in-stuttgart/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat sich heute (25. März) mit rund 30 Spitzenvertreterinnen und -vertretern aus Wirtschaft, Forschung und Politik in Stuttgart zu einem Spitzengespräch Maschinenbau im Wirtschaftsministerium getroffen. Das Treffen wurde gemeinsam mit den Landesorganisationen der IG Metall und des Branchenverbands VDMA durchgeführt, um sich über die aktuelle Situation des baden-württembergischen Maschinen- und Anlagenbaus und die Belange der Branche auszutauschen. Die Teilnehmer diskutierten unter anderem das Voranschreiten der Transformationsprozesse in Bezug auf Digitalisierung und Nachhaltigkeit in den baden-württembergischen Leitindustrien und in diesem Zusammenhang die Pläne der Bundesregierung zur steuerlichen Förderung von Forschung und Entwicklung. Weitere Themen waren aktuelle Entwicklungen in der Konjunktur und Außenwirtschaft sowie Handlungsfelder für eine zukunftsfähige Qualifizierung und Sicherung von Fach- und Nachwuchskräften.

„Angesichts einer abflachenden Konjunktur müssen wir den Standort Baden-Württemberg wetterfest machen. Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz beschleunigen den bereits begonnenen Transformationsprozess hin zur Industrie 4.0 um ein Vielfaches. Es reicht nicht aus, dass wir uns nur um exzellente Forschung von KI-Produkten und -Dienstleistungen aus dem Ausland kümmern. Wir müssen unsere Produkte und Dienstleistungen mit eigener KI noch smarter machen, um den Technologiewandel erfolgreich zu gestalten“, erklärte Hoffmeister-Kraut.

„Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Einführung einer steuerlichen Forschungs- und Entwicklungsförderung ist hier ein erster Schritt, der jedoch ausbaufähig ist“, so Hoffmeister-Kraut. „Die Förderung muss stärker dem Mittelstand zugutekommen.“ Besonders kritikwürdig sei, dass nach dem bisherigen Entwurf die überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ohne eigene Forschungsabteilung nicht in den Genuss der Förderzulage kommen sollen. „Zudem können auch die von ihnen vergebenen Forschungsaufträge nicht steuerlich geltend gemacht werden.“ Die Förderhöchstsumme falle mit 500.000 Euro pro Unternehmen und Jahr relativ bescheiden aus. Vor allem größere Mittelständler würden deutlich höhere Forschungs- und Entwicklungsausgaben aufweisen. Darüber hinaus wolle man die Innovationskraft der Unternehmen nachhaltig und ohne zeitliche Befristung stärken. Der Gesetzentwurf des Bundes sieht hingegen eine zeitliche Befristung der Förderung von vier Jahren vor.

VDMA-Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Kammüller erklärte hinsichtlich der Zukunftsausrichtung seiner Branche: „Für 2019 deutet sich im Maschinenbau nach Jahren des starken Wachstums eine konjunkturelle Beruhigung an. Das sollten wir als Möglichkeit begreifen, jetzt in Digitalisierung, Forschung und Bildung zu investieren. Denn der Maschinenbau wird seine weltweit führende Position nur dann ausbauen können, wenn die Unternehmen Zukunftsthemen wie Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz und Mobilität beherzt angehen. Dafür benötigen sie gute Rahmenbedingungen bei der digitalen Infrastruktur, bei Forschung und Entwicklung, Qualifizierung sowie Rechts- und Datensicherheit.“

IG Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger mahnte angesichts der anstehenden Herausforderungen an, zukunftsfähige Standortkonzepte gemeinsam mit den Belegschaften zu entwickeln: „Bei den Menschen in den Betrieben ist viel Sachkompetenz und langjährig erworbenes Erfahrungswissen vorhanden, dies müssen wir uns bei den kommenden Veränderungsprozessen unbedingt zunutze machen. Unser gemeinsames Ziel muss sein, den Industriestandort Baden-Württemberg mit neuen Services und Geschäftsmodellen wettbewerbsfähig zu halten und den Beschäftigten Sicherheit im Wandel zu geben. Dazu sind eine vorausschauende Aus- und Weiterbildungsstrategie, aber auch Freiräume für arbeitsplatznahe Qualifizierung notwendig. Nur so kann eine zukunftsfähige Standortausrichtung mit allen Beschäftigten gelingen.“

Gemeinsam mit der Wirtschaft und der IG Metall diskutierte Hoffmeister-Kraut darüber, inwiefern insbesondere kleine und mittlere Industriebetriebe die gegenwärtige konjunkturelle Abflachung nutzen können, um strategisch die Herausforderungen durch den aktuellen Strukturwandel zu bewältigen. Dabei stehen eine intensive Qualifizierung von Fach- und Nachwuchskräften und Innovationen bei Produkten und Prozessen mit einer möglichst breit angelegten Palette an Maßnahmen im Mittelpunkt.

„Gerade eine starke Fachkräftebasis ist entscheidend, um auch die zukünftigen Anforderungen stemmen zu können“, sagte Ministerin Hoffmeister-Kraut.

Bei der Bewältigung der digitalen Transformation unterstützt das Wirtschaftsministerium bereits kleine und mittelständische Unternehmen im Land mit Maßnahmen wie der Digitalisierungsprämie. „Hierfür stellen wir insgesamt 24 Millionen Euro zur Verfügung“, erklärte Ministerin Hoffmeister-Kraut. „Und mit einem landesweiten Netz von neuen KI-Labs wollen wir die Potenziale und Chancen von KI-Anwendungen für die Wirtschaft in alle Branchen tragen.“

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Presse Baden-Württemberg Stuttgart Produzierendes Handwerk Produzierendes Gewerbe Künstliche Intelligenz Technologietrends Zukunft der Arbeit Umsetzung Strategie Orientierung
news-311 Thu, 14 Mar 2019 09:26:10 +0100 Wirtschaftsministerium lädt zum „Digitalgipfel 2019 – Wirtschaft 4.0 BW“ am 11. April in Stuttgart ein https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerium-laedt-zum-digitalgipfel-2019-wirtschaft-40-bw-am-11-april-in-stuttgart-e/ Nach dem Erfolg und dem großen Interesse im vergangenen Jahr lädt das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau am 11. April 2019 zum zweiten „Digitalgipfel – Wirtschaft 4.0 BW“ nach Stuttgart in die Carl Benz Arena ein. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut kündigte die Veranstaltung heute (14. März) an und betonte die Relevanz des Themas. „Die Digitalisierung ist eine große Herausforderung. Aber sie bietet, insbesondere auch für kleine und mittlere Unternehmen, enorme Chancen. Wir wollen unsere Unternehmen branchenübergreifend und in der Fläche des Landes dabei unterstützen, diese Chancen zu nutzen und auch die bestehenden Herausforderungen zu bewältigen“, sagte Hoffmeister-Kraut. „Mein erklärtes Anliegen ist, dass Baden-Württemberg auch im digitalisierten Zeitalter die führende Innovations- und Wirtschaftsregion Europas bleibt. Der ‚Digitalgipfel 2019 – Wirtschaft 4.0 BW‘ bietet gerade für KMU eine hervorragende Plattform, sich über praktische Anwendungsbeispiele, Trends und Unterstützungsmöglichkeiten zu informieren und auszutauschen. Wir wollen auch zeigen, dass Künstliche Intelligenz schon ein Thema für heute und nicht erst für morgen ist. Damit senden wir auch ein klares Signal, dass ‚KI made in Baden-Württemberg‘ künftig ein Markenzeichen unserer Wirtschaft sein wird“, betonte die Ministerin.

„Ich freue mich ganz besonders, dass es uns gelungen ist, mit Prof. Dr. Cédric Villani, Abgeordneter der französischen Nationalversammlung, Träger der Fields-Medaille, einen europaweit anerkannten KI-Experte als Keynote-Speaker zu gewinnen“, so die Wirtschaftsministerien.

Zudem wird KI-Pionier Prof. Dr. Jürgen Schmidhuber Einblicke in die eindrucksvollen Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz geben. Welche konkreten Anwendungsmöglichkeiten Künstliche Intelligenz bereits heute bietet, werden Antje Leminsky, Vorstandsvorsitzende der Grenke AG, und Hala Zeine, President Digital Supply Chain von SAP, erläutern. Dr.-Ing. Mathias Kammüller, Chief Digital Officer von TRUMPF, wird über die digitale Transformation seines Unternehmens zwischen Tradition und Disruption berichten. Am Nachmittag werden Workshops und Panels angeboten, um Themen zu vertiefen, Digitalisierung erlebbar zu machen oder selbst aktiv zu werden.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Alle Vorhaben werden unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. Dazu werden rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

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news-310 Wed, 13 Mar 2019 18:18:27 +0100 Neue Studie zur betrieblichen Ausbildung in Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/neue-studie-zur-betrieblichen-ausbildung-in-baden-wuerttemberg/ Eine neue Studie des Tübinger Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau zeigt, dass 78 Prozent der Auszubildenden nach dem Abschluss ihrer betrieblichen Ausbildung von ihrem Betrieb übernommen werden. Die Übernahmequote liegt damit auch im Jahr 2017 auf dem Rekordniveau des Vorjahres. „Die Übernahmechancen von Auszubildenden in Baden-Württemberg und die Perspektiven nach einer betrieblichen Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt sind weiterhin ausgesprochen gut. Das ist das beste Argument für eine betriebliche Ausbildung“, sagte Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Gleichzeitig zeige sich hier der hohe Bedarf der Wirtschaft an beruflich qualifizierten Fachkräften, so die Ministerin weiter.

In Baden-Württemberg wurden 2017 mit 78 Prozent erneut mehr Absolventinnen und Absolventen einer betrieblichen Ausbildung von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen als im westdeutschen Durchschnitt (74 Prozent). Dies zeigt die Auswertung des IAB-Betriebspanels, einer repräsentativen Betriebsbefragung, die auch das Ausbildungsverhalten baden-württembergischer Betriebe erfasst.

Erstmals seit 2011 ist der Anteil der ausbildungsberechtigten Betriebe im Vergleich zum Vorjahr (51 Prozent) wieder auf knapp 55 Prozent angestiegen. „Damit sind die Voraussetzungen für ein Engagement in der beruflichen Ausbildung gegeben und die Betriebe können ihren Beitrag dazu leisten, die Weichen auf Fachkräftesicherung zu stellen“, so Hoffmeister-Kraut weiter.

Wie schwierig die Lage auf dem Ausbildungsmarkt ist, zeigt die Besetzungsquote: Lediglich 78 Prozent (2016: 84 Prozent) der Ausbildungsbetriebe in Baden-Württemberg besetzen ihre angebotenen Ausbildungsplätze tatsächlich. „Darum informieren wir Jugendliche und ihre Eltern über die Vorteile und Chancen einer Berufsausbildung auf vielen Kanälen. Unsere Ausbildungsbotschafter begeistern Schülerinnen und Schüler für die betriebliche Ausbildung. Und mit unserer Kampagne ‚Ja zur Ausbildung‘ sprechen wir gezielt die Eltern an und zeigen auf, dass eine Ausbildung eine hervorragende Alternative zum Studium sein kann“, hob die Ministerin hervor.

Die Studie kommt weiterhin zu dem Ergebnis, dass eine intensive Nutzung digitaler Technologien mit einem größeren Erfolg bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen einhergeht: Unter Betrieben, die sehr stark auf digitale Technologien setzen, lag die Besetzungsquote bei 84 Prozent. Unter den Betrieben mit einem geringeren Digitalisierungsgrad lag sie hingegen bei lediglich 75 Prozent. „Die Digitalisierung ist eine Chance für die betriebliche Ausbildung und ein wichtiger Attraktivitätsfaktor für Jugendliche“, zeigte sich die Wirtschaftsministerin überzeugt.

IAW Kurzbericht (PDF)

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news-320 Mon, 11 Mar 2019 14:32:00 +0100 Open Innovation Kongress Baden-Württemberg 2019 „Zusammen Neues schaffen“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/open-innovation-kongress-baden-wuerttemberg-2019-zusammen-neues-schaffen/ Unter dem Motto „Zusammen Neues schaffen“ veranstaltet das Wirtschaftsministerium heute (11. März) den Open Innovation Kongress Baden-Württemberg 2019. In diesem Jahr werden die Prozesse und Kulturen in Unternehmen sowie die Bedeutung der Zusammenarbeit in Europa in den Mittelpunkt gestellt. Mit über 900 Anmeldungen ist die vierte Auflage des Kongresses die bisher größte Open Innovation-Veranstaltung im Land. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut appellierte in ihrer Eröffnungsrede insbesondere an die mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg. „Open Innovation ist eine Riesenchance, insbesondere für den Mittelstand. Nutzen Sie diese und öffnen Sie ihr Unternehmen für Kooperationen mit Forschungseinrichtungen, aber auch mit anderen Unternehmen. Vernetzung führt zu höherer Innovationsdynamik und größerem wirtschaftlichen Erfolg“, so die Ministerin. „Kräfte bündeln, zusammen Neues schaffen, schneller werden – das muss unsere Richtschnur im härter werdenden Innovationswettbewerb sein.“ Zudem beleuchtete sie die Verantwortlichkeiten auf staatlicher Seite. „Einerseits sind optimale europäische Rahmenbedingungen im EU-Binnenmarkt erforderlich, damit dieser auch als Innovationsraum und somit zur raschen Kommerzialisierung neuer Ideen genutzt werden kann. Andererseits wird auch die lange ersehnte und nun beschlossene steuerliche FuE-Förderung der Bundesregierung einen Schub bringen. Dies sind zwei Katalysatoren für Open Innovation“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Zur Rolle der EU führte die Ministerin weiter aus: „Es freut mich, dass mit dem zukünftigen Forschungs- und Innovationsrahmenprogramm ‚Horizont Europa‘ Instrumente zur Verfügung stehen werden, die unsere Angebote des Landes hervorragend ergänzen. Der Europäische Innovationsrat begleitet beispielsweise disruptive Innovationen von KMU und Start-ups bis zur Markteinführung und schließt sich damit an unsere Angebote in den Acceleratoren an“, sagte die Ministerin. Die Schaffung guter Rahmenbedingungen für die Umsetzung von Ideen in innovative Produkte und Dienstleistungen trage dazu bei, dass Unternehmen und Innovationen nicht aus Europa nach Asien oder in die USA abwandern. „Eine höhere Dynamik im EU-Binnenmarkt kann die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen steigern und den Wirtschaftsstandort EU und damit auch Baden-Württemberg stärken“, so Hoffmeister-Kraut.

Dr. Petra Püchner, die Europabeauftragte der Ministerin, die den Direktor für Open Innovation und Open Science bei der Europäischen Kommission - Generaldirektion Forschung und Innovation, Jean-David Malo, vertrat, bestärkte dieses Anliegen. „Europa hat die Talente, die Motivation und die Ressourcen, um die nächste Generation der Sprunginnovationen anzuführen. Wir brauchen Regionen wie Baden-Württemberg an unserer Seite, um intelligente Rahmenbedingungen und damit Chancen für eine rasche Kommerzialisierung der neuen Anwendungen, wie zum Beispiel durch KI und Quantentechnologien, zu eröffnen“, betonte sie in einem Vortrag über das zukünftige europäische Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont Europa.

Zudem sieht die Europabeauftragte noch viele ungenutzte Chancen im EU-Binnenmarkt im Hinblick auf Open Innovation, gerade für den Mittelstand. „Baden-Württemberg setzt sich mit anderen innovativen Regionen Europas z. B. in der Vanguard-Initiative dafür ein, dass insbesondere kleine und mittlere Unternehmen die Chancen der Digitalisierung schneller nutzen und kommerzialisieren können“, so Püchner.

Open Innovation lebt von einer kooperativen Firmenkultur und einem offenen Wertschöpfungsprozess. Um dies nachhaltig im eigenen Unternehmen zu verankern, sind neben dem Erlernen der Werkzeuge und der Grundprinzipien weit mehr Schritte notwendig. Dabei ist jedes Unternehmen einzigartig und folglich auch der Mix der erfolgreichen Maßnahmen oder Herangehensweisen.

Der Kongress setzt kreative Impulse für eine offene Innovationskultur, zu innovativen Geschäftsmodellen, Co-Creation und Crowdsourcing. In Diskussionen, Vorträgen und parallelen Foren können sich die Unternehmen austauschen und Methoden und Ansätze zu Open Innovation kennenlernen. Die Veranstaltung wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg mit Unterstützung der Steinbeis 2i GmbH und des Steinbeis Europa Zentrums veranstaltet.

Bilder finden Sie im Nachgang zur Veranstaltung hier.

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Presse
news-298 Wed, 20 Feb 2019 18:54:34 +0100 Wirtschaftsministerium fördert Aufbau einer selbstlernenden Photovoltaik Fabrik mit knapp zwei Millionen Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-aufbau-einer-selbstlernenden-photovoltaik-fabrik-mit-knapp-zwei-milli/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat heute (20. Februar) knapp zwei Millionen Euro Fördermittel für ein Forschungsprojekt unter Gesamtkoordination des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung freigegeben. Die Mittel fließen in das Projekt „Selbstlernende Photovoltaik Fabrik“, dessen Ziel es ist, die Effizienz von Photovoltaikzellen und Photovoltaikmodulen zu optimieren. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sagte: „Durch die Vernetzung und Selbstoptimierung von Industrie 4.0-tauglichen Anlagen können bislang ungenutzte Potenziale für den Photovoltaik-Maschinenbau aufgezeigt und konkret umgesetzt werden. Mit diesem Forschungsprojekt leisten wir einen Beitrag dazu, die technologische Marktführerschaft im Photovoltaik-Maschinenbau, die wir in den vergangenen Jahren erreicht haben, weiter auszubauen“, so die Ministerin. „Schneller, besser und günstiger - die Zukunft von Produktionsanlagen für die Herstellung von Solarzellen und -modulen liegt in Baden-Württemberg.“

Projekt „Selbstlernende Photovoltaik Fabrik“

Mit der selbstlernenden Photovoltaik Fabrik sollen effizientere Zellkonzepte in vernetzten Fertigungssystemen produziert werden. Durch Innovationen im Bereich des maschinellen Lernens sollen Wettbewerbsvorteile entstehen und ausgebaut werden. Neue Technologien und Methoden zur Digitalisierung der Photovoltaikindustrie ermöglichen den Aufbau der selbstlernenden Fabrik, deren Ausmaß an Integration und Vernetzung derzeit in der Praxis eingesetzte Ansätze bei weitem übersteigt. Die selbstlernende Fabrik nutzt diese Potentiale zur Steigerung der Effizienz und Produktivität, ermöglicht es, neue Technologien schneller umzusetzen und soll Anlagenhersteller damit in die Lage versetzen, entscheidende Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Die Idee der selbstlernenden Photovoltaik-Fabrik wird daher auch von der Industrie mit großem Interesse verfolgt, schließlich sind die entwickelten Ansätze perspektivisch auch auf andere Branchen anwendbar. Im Rahmen des Forschungsprojektes wird es einen Industriebeirat geben, um die Forschungsarbeiten zu begleiten und weitere Anregungen für die Umsetzung zu geben.

Das Vorhaben wird im Verbund aus dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), dem Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), dem Institut für Photovoltaik der Universität Stuttgart (ipv), dem International Solar Energy Research Center Konstanz e. V. (ISC) sowie dem Zentrum für Sonnenenergie und Wasserstoff-Forschung (ZSW) umgesetzt.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau unterstützt das Vorhaben im Rahmen der Digitalisierungsstrategie der Landesregierung „digital@bw“ in den kommenden drei Jahren mit 1,98 Millionen Euro.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur.
Alle Vorhaben werden unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. Dazu werden rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

Weitere Informationen finden Sie unter www.digital-bw.de

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news-294 Fri, 15 Feb 2019 12:25:09 +0100 „Girls` Digital Camps“ in Baden-Württemberg gestartet https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/girls-digital-camps-in-baden-wuerttemberg-gestartet/ „Zukunftsberufe werden durch die Digitalisierung geprägt. Die von uns geförderten Girls‘ Digital Camps leisten einen wichtigen Beitrag dazu, bei Mädchen und jungen Frauen stärkeres Interesse für digitale Themen und IT-Berufe zu wecken“, sagte die Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Denn hier entstehen veränderte und neue Berufsbilder, die digitale und kreative Fähigkeiten verknüpfen.“ Inzwischen ist der größte Teil der sechs Camps gestartet: Heute (14. Februar) öffnet die Eule Gmünder Wissenswerkstatt Schwäbisch Gmünd ihre Türen, um alle Interessierten in der Region Ostwürttemberg über das Projekt und die Möglichkeit der Teilnahme zu informieren. Weitere Veranstaltungen an den Hochschulen in Esslingen und Offenburg, der Pädagogischen Hochschule Heidelberg und beim VDI Stuttgart fanden im Januar 2019 statt. Das Cyber Forum e. V. in Karlsruhe führt eine Auftaktveranstaltung im Frühjahr 2019 durch. Die Veranstaltungen richten sich an Schülerinnen, Eltern, Lehrkräfte, Unternehmen, Kooperationspartner und weitere Interessierte aus den jeweiligen Regionen.

„Baden-Württembergs klarer Anspruch muss es sein, sich auch in der digitalisierten Zukunft als führender Innovations- und Wirtschaftsstandort zu positionieren“, so die Ministerin. „Die Digitalisierung beginnt nicht erst, sondern wir stecken schon mittendrin. Wenn wir weiter auf der Gewinnerseite stehen wollen, müssen wir gezielt ihre Chancen nutzen.“

Ziel der sechs Camps in Baden-Württemberg ist es, mehr Mädchen und junge Frauen für IT-Berufe zu gewinnen, das geschlechtsspezifische Berufswahlverhalten aufzubrechen und jungen Frauen frühzeitig die Chancen digitaler Kompetenzen und Berufe zu vermitteln. Um die Camps umzusetzen, stellt das Wirtschaftsministerium rund 1,3 Millionen Euro bereit.

Weitere Informationen:

Um Schülerinnen auf dem Weg in die digitale Welt zu begleiten und sie für alle damit verbundenen Themen und zukunftsweisenden Berufe zu begeistern, werden von Oktober 2018 bis Oktober 2020 Girls` Digital Camps in den Wirtschaftsregionen Rhein-Neckar, Ostwürttemberg, Stuttgart und Esslingen, Südlicher Oberrhein/Ortenau und Mittlerer Oberrhein/Karlsruhe pilothaft erprobt.

Mädchen und junge Frauen von Klasse 6 bis Klasse 10 erhalten konkrete Einblicke in digitale Anwendungen und Berufsfelder. Die Teilnehmerinnen stärken durch das praktische Erleben ihr Selbstbewusstsein im Umgang mit und in der Gestaltung von digitaler Technik und erleben, wie vielfältig, kreativ, zukunftsorientiert und gesellschaftlich relevant digitale Anwendungen und Berufe sind.

Die Girls‘ Digital Camps werden als modulares Angebot in Kooperation mit Schulen und Unternehmen angeboten. Dabei sollen insbesondere auch Schülerinnen erreicht werden, die bislang noch nicht mit der Digitalisierung und den Treiberbe-rufen der Digitalisierung in Berührung gekommen sind. Die Inhalte der Camps sind in den jeweiligen Regionen unterschiedlich, orientieren sich aber gezielt an der Lebenswelt und den Interessen der jungen Frauen. Denn Untersuchungen belegen, dass sich Mädchen besonders dann für technische Inhalte begeistern lassen, wenn diese in einen sozialen oder ökologischen Kontext eingebettet sind.

Mit den Girls` Digital Camps wird die Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ weiter ausgebaut. Die Landesinitiative und das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ verfolgen mit insgesamt 54 Partnern das Ziel, mehr Frauen für eine Ausbildung oder einen Beruf in den Arbeitsbereichen rund um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu gewinnen.

Weitere Informationen finden Sie hier oder unter www.mint-frauen-bw.de

Projektträger:

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news-293 Fri, 15 Feb 2019 12:16:01 +0100 Wirtschaftsministerin besucht Enzkreis und Stadtkreis Pforzheim https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerin-besucht-enzkreis-und-stadtkreis-pforzheim/ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat ihre regelmäßigen Kreisbereisungen im Land am Donnerstag (14. Februar) mit einem Besuch im Enzkreis und im Stadtkreis Pforzheim fortgesetzt. „Die Menschen und die Unternehmen im Land sorgen täglich dafür, dass Baden-Württemberg eine führende Wirtschafts- und Innovationsregion in Europa ist. Baden-Württemberg soll innovativ, wirtschaftsstark und lebenswert bleiben. Ich möchte vor Ort mit den Menschen diskutieren, wie wir das am besten schaffen“, sagte Hoffmeister-Kraut. Auftakt im Programm der Ministerin war der Besuch der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Mühlacker. Hier wurde ihr gezeigt, wie die Schule Inklusion in der Ausbildung, das Modell „Zweiter Berufsschultag“ für schwächere Auszubildende und den Bildungsgang „Ausbildungsvorbereitung dual“ (AVdual) umsetzt. Gerade für kleine und mittlere Betriebe sei es außerordentlich wichtig, offene Ausbildungsplätze passend zu besetzen. Mit AVdual solle es dank umfangreichen Praxisphasen im Betrieb und neuer Pädagogik mehr Schulabgängerinnen und Schulabgängern gelingen, erfolgreich in Ausbildung und Beruf überzugehen, so die Ministerin. Auch vom „Solarkocher-Projekt“ konnte sie sich einen Eindruck verschaffen. Im Rahmen dieses Projektes werden gemeinsam mit Sonderschülern während der einjährigen Berufsfachschule Metall-Solarkocher für die Partnerregion in Tansania produziert. Im Anschluss besichtigte Hoffmeister-Kraut die Übungsfirma und trug sich in das Goldene Buch der Stadt Mühlacker ein.

Anschließend besuchte die Ministerin die elumatec AG in Mühlacker. Bei einem Rundgang lernte sie den Weltmarktführer in der Herstellung von Maschinen für die Bearbeitung von Aluminium-, Kunststoff- und Stahlprofilen näher kennen.

Den Besuch im Stadtkreis Pforzheim nutzte Hoffmeister-Kraut für ein Gespräch zu den gemeinsamen Projekten von Stadt- und Landkreis. Eines davon ist das „Digital Hub Nordschwarzwald RESPOND“. „Es ist der klare Anspruch der Landesregierung, dass Baden-Württemberg auch im digitalisierten Zeitalter führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleibt“, betonte die Ministerin. Aber es gebe noch immer zu viele, vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die sich beim digitalen Wandel eher zögerlich verhielten. „In dieser Zeit großer Transformationen müssen wir Wagnis aber wieder viel mehr als Chance begreifen. Mit dem Digital Hub unterstützen wir deshalb gezielt gerade diese Unternehmen bei digitalen Innovationen und bringen damit die Digitalisierung in der Region insgesamt voran“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Zum Abschluss der Kreisbereisung besuchte die Ministerin die Witzenmann GmbH in Pforzheim. Das Unternehmen stellt flexible Teile für die Automobilindustrie und die klassische Industrie her. Dort tauschte sie sich mit Vertretern des Unternehmens zur Transformation der Automobilwirtschaft aus, aber auch der herrschende Fachkräftemangel spielte eine Rolle.

Zu den wertvollen Eindrücken, die sie bei ihren Kreisbereisungen sammle, resümierte Hoffmeister-Kraut: „Durch Besuche, Dialog und Zuhören vor Ort kann die Politik wichtige Informationen und Impulse erhalten, um die Rahmenbedingungen für Baden-Württemberg richtig zu gestalten. Meine Kreisbereisungen bieten dafür vielfältige und gute Möglichkeiten.“

Bilder der Kreisbereisung finden Sie hier

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news-288 Fri, 08 Feb 2019 16:30:17 +0100 Eröffnung des Zentrums für Digitalisierung im Landkreis Böblingen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/eroeffnung-des-zentrums-fuer-digitalisierung-im-landkreis-boeblingen/ Die Digitalisierung und der mit ihr im Zusammenhang stehende digitale Wandel ist eines der aktuell wichtigsten Themen für das Land Baden-Württemberg. Aus diesem Grund hat sich das Wirtschaftsministerium für die Einrichtung von zehn sogenannten regionalen Digital Hubs entschieden. Die erste offizielle Eröffnung eines solchen Zentrums für Digitalisierung ist am Montag, 4. Februar 2019, in Böblingen erfolgt. Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut war zur feierlichen Eröffnung in Böblingen und betonte den hohen Stellenwert des Projektes. „Ich freue mich, dass von der heutigen offiziellen Einweihung in Böblingen ein zusätzlicher Impuls für unsere regionalen Digital Hubs ausgeht. Unser klarer Anspruch ist es, dass Baden-Württemberg auch im digitalisierten Zeitalter führender Innovations- und Wirtschaftsstandort Europas bleibt. Das funktioniert jedoch nur, wenn auch unsere kleinen und mittleren Unternehmen hier Schritt halten. Mit dem regionalen Digital Hub unterstützen wir gezielt gerade diese Unternehmen bei digitalen Innovationen und bringen damit die Digitalisierung in der Region insgesamt voran“, so die Ministerin.

„Ich freue mich, dass der Digital Hub für Unternehmen aus der Region Stuttgart hier in Böblingen entstanden ist. Unser Zentrum für Digitalisierung (ZD.BB) ist ein wichtiges Element in unseren Anstrengungen, den Landkreis als Wirtschaftsstandort auf die Anforderungen der Digitalisierung vorzubereiten. Mit dem ZD.BB schaffen wir eine Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen“, erklärte Landrat Roland Bernhard in seiner Begrüßung die Bedeutung der Einrichtung.

Mit der Eröffnung geht auch die eigentliche Arbeit für Dr. Claus Hoffmann los, der Geschäftsführer des ZD.BB: „Die Aufbauarbeit der letzten Monate ist erfolgreich abgeschlossen. Ab sofort bieten wir kleinen und mittleren Unternehmen eine durchgehende Beratung und Betreuung für ihre digitalen Transformationsprozesse an. Ob sie nun am Anfang der Digitalisierung stehen, eine Analyse anfordern oder schon weiter bei der Entwicklung digitaler Lösungen sind – wir bieten Unterstützung aus einer Hand.“ Ein weiterer Schwerpunkt ist die Qualifizierung von Mitarbeitern, um in den Unternehmen fundiertes Wissen über Digitalisierungsprozesse aufzubauen.

Hochschul-Präsident Prof. Dr. Hendrik Brumme freute sich sehr darüber, dass das Herman Hollerith Zentrum, ein Lehr- und Forschungszentrum der Hochschule Reutlingen, nun ein Teil des Digital Hubs ist: „Die Hochschule Reutlingen hat sich 2013 mit der Einrichtung des Herman Hollerith Zentrums eine klare Ausrichtung hin zur Digitalisierung gegeben. Mit dem eingebunden sein in das Zentrum für Digitalisierung ist nun auf dem Weg dahin ein weiterer Meilenstein geschafft. Unsere Kernarbeit ist die Lehre und Forschung“, so Brumme weiter. „Mit dem Digital Hub haben wir nun die Möglichkeit, zusammen mit den Partnern, Synergien zu schaffen und das Thema der digitalen Transformation direkt mit Unternehmen umzusetzen. Denn wir beschäftigen uns am HHZ damit, wie it-gestützt geschäftsrelevante Strategien und Prozesse in der unternehmerischen Wertschöpfungskette substantiell unterstützt werden können. Das ZD.BB ist am HHZ ideal eingebunden in den akademischen Betrieb. Unternehmen erhalten hier somit Beratung auf dem neuesten Stand der Wissenschaft.“

Innerhalb der Projektlaufzeit von drei Jahren sollen so 80 regionale Geschäftsmodellentwicklungen und fünf Startup-Gründungen im Landkreis und der Region begleitet werden. Grundsätzlich steht das ZD.BB allen kleinen und mittleren Unternehmen offen. Branchenschwerpunkte werden in den bedeutsamen Schlüsselindustrien Automobilbau, Informationstechnologien und wissensintensive Dienstleistungen, wie Forschung und Entwicklung, liegen. Nach Ablauf der drei Jahre soll das Zentrum im Regelbetrieb mit vier Mitarbeitern weiterlaufen und sich durch kostendeckende Einnahmen selbst tragen.

Quelle: Landkreis Böblingen

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news-287 Thu, 07 Feb 2019 09:59:00 +0100 Positive Bilanz bei Evaluation des zweiten Modellversuchs der Digitalisierungsprämie - Besonders hohe Nachfrage bei kleinen Unternehmen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/positive-bilanz-bei-evaluation-des-zweiten-modellversuchs-der-digitalisierungspraemie-besonders-hoh/ 1.200 Anträge mit einem Investitionsvolumen in Höhe von rund 36 Millionen Euro: Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zog heute (6. Februar 2019) in Stuttgart eine positive Bilanz des zweiten Modellversuchs der Digitalisierungsprämie. „Unsere Prämie stößt in der Wirtschaft auf großes Interesse. Wir können damit Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsprojekte optimal unterstützen und dabei ein großes Investitionsvolumen generieren.“ Nach einem ersten erfolgreichen Modellversuch im Jahr 2017 – damals noch als reines Zuschussprogramm - wurde die Digitalisierungsprämie am 9. Juli 2018 in einem zweiten Modellversuch wiederaufgelegt. Diese Fortsetzung erfolgte in Form eines Tilgungszuschusses in Kombination mit einem Förderdarlehen. „Die große Nachfrage nach der Digitalisierungsprämie als Tilgungszuschuss zeigt, dass es sich dabei um ein passgenaues und zielgerichtetes Förderprogramm handelt, das die Bedürfnisse der Unternehmen im Land trifft“, erläuterte Hoffmeister-Kraut. Bei der Digitalisierungsprämie als Tilgungszuschuss kann den Unternehmen ein komplettes Finanzierungsangebot gemacht werden, wodurch dem Hemmnis für die Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen durch offene Finanzierungsfragen entgegengewirkt werden kann.

Dr. Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstandes der L-Bank, sagte: „Wir als Förderbank des Landes freuen uns, dass das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg und die Regierungsfraktionen die Digitalisierungsprämie weiter stärken. Im Jahr 2018 wurde das Programm bereits gut im Markt angenommen. Die Attraktivität der Digitalisierungsprämie ist nach der Umstellung auf die Gewährung eines Tilgungszuschusses noch höher. Mit der tatkräftigen Unterstützung unserer Bankpartner erwarten wir deshalb im Jahr 2019 eine deutliche Nachfragesteigerung“, so Nawrath.

Die Evaluationsergebnisse zeigen, dass von der Digitalisierungsprämie als Tilgungszuschuss wie bereits im ersten Modellversuch alle Branchen profitieren. Die am stärksten profitierenden Branchen sind das Handwerk, das Verarbeitende Gewerbe, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Handel und Bauwirtschaft. Das Gastgewerbe hat im zweiten Modellversuch anteilsmäßig fast doppelt so viele Anträge gestellt wie im ersten Modellversuch.

Die Digitalisierungsprämie wird auch im zweiten Modellversuch in allen antragsberechtigten Unternehmensgrößenklassen nachgefragt, besonders hoch ist die Nachfrage bei kleinen Unternehmen mit bis zu 20 Mitarbeitern. Auf diese Unternehmensgrößenklasse entfallen insgesamt über zwei Drittel der Förderfälle. Damit ist der Anteil der Kleinunternehmen im zweiten Modellversuch noch höher als im ersten Modellversuch 2017.

Besonders positiv hat sich im Vergleich zum ersten Modellversuch die Hebelwirkung der Förderung auf die damit generierten Investitionen entwickelt. Als Tilgungszuschuss kann mit der Digitalisierungsprämie ein um rund 60 Prozent höheres Investitionsvolumen je „Förder-Euro“ ausgelöst werden als im ersten Modellversuch.

Angesichts der positiven Evaluationsergebnisse werde das Ministerium die Digitalisierungsprämie als Tilgungszuschuss für Förderdarlehen der L-Bank verstetigen, kündigte Hoffmeister-Kraut an. Weiterhin werden Digitalisierungsmaßnahmen von Unternehmen mit bis zu 100 Mitarbeitern mit einem Kostenvolumen bis 100.000 Euro gefördert, wobei die Höhe des Tilgungszuschusses je nach Höhe des Darlehens zwischen 5.000 und 10.000 Euro liegt. Im Doppelhaushalt 2018/2019 stehen für die Digitalisierungsprämie insgesamt 24 Millionen Euro aus Mitteln der Digitalisierungsstrategie der Landesregierung (digital@bw) zur Verfügung. Anträge für die Digitalisierungsprämie können von den antragsberechtigten Unternehmen über ihre Hausbank bei der L-Bank eingereicht werden.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung. Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert. Ungefähr die Hälfte davon fließt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

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Presse BW Regionen Zielgruppen Kultur- und Kreativwirtschaft Hotel- und Gastgewerbe Handel & Logistik IT-Wirtschaft Dienstleister Produzierendes Handwerk Produzierendes Gewerbe Umsetzung 100%
news-286 Wed, 06 Feb 2019 13:21:12 +0100 Mehr IT-Sicherheit in den Unternehmen: Wirtschaftsministerium fördert Projekt „CyberProtect“ mit 2,8 Millionen Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/mehr-it-sicherheit-in-den-unternehmen-wirtschaftsministerium-foerdert-projekt-cyberprotect-mit-28/ Interessierte Unternehmen können überprüfen lassen, wie sicher ihre Software ist: Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert das Projekt „CyberProtect“ für mehr IT-Sicherheit mit 2,8 Millionen Euro. Das Projekt unterstützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Auswahl sicherer Software. Auch Firmen, die selbst Software entwickeln, erhalten Hilfestellungen, um die Sicherheit ihrer Produkte und Dienstleistungen zu verbessern. Die Angebote können in Karlsruhe und Stuttgart wahrgenommen werden. „Moderne Software und Technologien wie Künstliche Intelligenz bringen viele Vorteile für unsere Unternehmen: Sie können damit ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft deutlich verbessern. Diese Neuerungen bringen allerdings auch ganz neue Sicherheitsrisiken mit sich, die gerade kleine und mittlere Unternehmen davon abhalten, die Digitalisierung voranzutreiben. Deshalb fördern wir mit ‚CyberProtect‘ die Entwicklung sicherer Software für kleine und mittlere Unternehmen. Denn nur so kann unser Mittelstand auch in Zukunft erfolgreich sein“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zum Projektauftakt.

Von Anfang an wird dabei eng mit den mittelständischen Firmen zusammengearbeitet. So können die Unternehmen in einem Security-Testlabor ihre Software prüfen und die Umsetzung der Sicherheitsanforderungen bestätigen lassen. Für die sogenannten „Quick Checks“ können sich die Unternehmen ab dem Frühjahr bewerben. Hier untersucht ein Expertenteam konkrete Anwendungsfälle der Betriebe und gibt Tipps, um die Sicherheit zu verbessern. Außerdem beraten die Expertinnen und Experten zu den Potentialen KI-basierter Softwaresysteme.

„CyberProtect“ konzentriert sich zunächst auf datengetriebene Software in vernetzten Produktionsumgebungen (Industrie 4.0). Die Ergebnisse sollen zukünftig in weitere Anwendungsbereiche übertragen werden. Ziel ist es, ein Gütesiegel für Software zu etablieren. Mögliche Sicherheitsrisiken werden identifiziert, Prüfverfahren und Testwerkzeuge konzipiert und neue Technologien entwickelt, um Software gegen externe Hackerangriffe und interne Sabotageversuche abzusichern. Ein Schwerpunkt liegt auf lernenden Systemen – der sogenannten Künstlichen Intelligenz (KI) – und wissensbasierten Automatisierungstechnologien. Auch die Frage, wie die Personensicherheit und der Datenschutz bei der Nutzung großer Datenmengen stets gewährleistet werden können, spielt eine wichtige Rolle.

„CyberProtect“ ergänzt das Projekt „Roboshield“, das im August 2018 startete. In diesem Projekt liegt der Schwerpunkt auf der Sicherheit klassischer Automatisierungstechnologien und der sicheren Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. „Mit diesen beiden Projekten kombinieren wir erstmals alle drei Aspekte der Sicherheit: Die Softwaresicherheit vor externen und internen Angriffen, die Gewährleistung physischer Sicherheit im Umfeld von Robotern sowie den Datenschutz“, so Hoffmeister-Kraut. Dieser umfassende Ansatz sei europaweit einmalig. Das Besondere daran sei, dass es sich nicht um reine Forschungsprojekte handele: „Bereits während des Projekts können die Firmen direkt an der Entwicklung sicherer Module und Applikationen mitarbeiten.“

Das Projekt „CyberProtect“ wird gemeinsam vom FZI Forschungszentrum Informatik, dem Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB (beide in Karlsruhe) und dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Stuttgart durchgeführt. Es läuft bis Oktober 2020.

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news-282 Mon, 04 Feb 2019 10:12:00 +0100 Erste offizielle Eröffnungsfeier eines regionalen Digital Hub https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/erste-offizielle-eroeffnungsfeier-eines-regionalen-digital-hub/ Die erste offizielle Eröffnungsfeier eines regionalen Digital Hub steht kurz bevor. Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut wird am kommenden Montag (4. Februar) das Digital Hub in Böblingen eröffnen. „Der Aufbau der regionalen Digital Hubs geht nun ganz konkret in die Umsetzung. Wir schaffen damit regionale Anlaufstellen für unseren Mittelstand und treiben so die Digitalisierung unserer Wirtschaft konsequent voran“, teilte die Ministerin anlässlich des Auftakts mit. Der Großteil der zehn regionalen Digital Hubs habe seine Arbeit bereits aufgenommen und erste Aktivitäten angestoßen, andere stünden in den Startlöchern. Das im Oktober 2018 bewilligte Projekt „Zentrum für Digitalisierung Böblingen (ZD.BB)“ veranschaulicht, wie eine auf die regionalen Bedürfnisse ausgerichtete Unterstützung bei der Digitalisierung für kleine und mittlere Unternehmen, Start-ups, Forschung und weitere Akteure mit Leben gefüllt wird. Mithilfe einer digitalen Qualifizierungsoffensive und mittelstandsgerechten Methoden zur Geschäftsmodellentwicklung sollen KMU im ZD.BB umfassend bei ihren Digitalisierungsvorhaben unterstützt werden. Zur Hub-Infrastruktur gehören daher unter anderem Innovationslabore und Coworking Spaces, wo gemeinsam neue Projektideen entwickelt und umgesetzt werden können.

Ökosystem für digitale Innovationen schaffen
Durch Kooperation, Vernetzung und Austausch sollen digitale Innovationen in der gesamten Fläche des Landes vorangebracht werden. Die regionalen Digital Hubs sind als Ideen-, Experimentier- und Kollaborationsräume zu verstehen, in denen unterschiedlichste Kompetenzen, Disziplinen, Ideen, Technologien und Kreativität aufeinandertreffen. Aufgebaut werden die regionalen Digital Hubs gemeinsam von verschiedenen Partnern wie etwa Städten, Landkreisen und Gemeinden, Kammern, Verbänden, Hochschulen, Unternehmen und Start-ups. Im Land entstehen insgesamt zehn regionale Digital Hubs, deren Aufbau vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg im Rahmen der Digitalisierungsstrategie des Landes und der Initiative Wirtschaft 4.0 mit rund zehn Millionen Euro gefördert wird.

Schlagkräftiges Digital Hub-Netzwerk im Land
„Mit den regionalen Digital Hubs entstehen überall im Land Unterstützungsangebote für kleine und mittlere Unternehmen, die auf die regionalen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Im Austausch mit den anderen regionalen Digital Hubs bieten sich darüber hinaus enorme Chancen, voneinander zu lernen“, so die Ministerin. „So können die regionalen Ökosysteme für digitale Innovationen Strahlkraft für das ganze Land entwickeln. Im Zusammenspiel mit den drei de:hubs als thematische Leuchttürme in den Feldern ‚Future Industries‘ (Stuttgart), ‚Künstliche Intelligenz‘ (Karlsruhe) und ‚Digitale Chemie und Gesundheit‘ (Mannheim/Ludwigshafen) bietet sich uns die Chance, ein schlagkräftiges Digital Hub-Netzwerk im Land aufzubauen“, erläuterte Hoffmeister-Kraut die Wirkungsweise des Gesamtprogrammes weiter. In Abgrenzung zu den regionalen Digital Hubs haben die de:hubs einen klaren thematischen Fokus und sollen für das jeweilige Themengebiet auch internationale Start-ups, Fachkräfte und Investoren anziehen.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie
Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert. Ungefähr die Hälfte davon fließt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

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news-279 Mon, 28 Jan 2019 12:10:41 +0100 Fachkräfteallianz tagt zu Digitalisierung und Fachkräftesituation https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/fachkraefteallianz-tagt-zu-digitalisierung-und-fachkraeftesituation/ Unter der Leitung von Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut tagte die Fachkräfteallianz am heutigen Montag (28. Januar) in Stuttgart. Auf der Tagesordnung standen zahlreiche Themen. So ging es darum, die Chancen und Risiken der Digitalisierung für die Fachkräftesicherung und die Möglichkeiten zur Verbesserung der Fachkräftesituation durch mehrere neue Gesetze zu diskutieren. „Die Digitalisierung führt zu einem tiefgreifenden Arbeitsplatzwandel, ein Arbeitsplatzabbau zeichnet sich dagegen nicht ab. Unternehmen und Beschäftigte müssen diesen Wandel leben und engagiert gestalten, damit wir unseren Erfolg auch im digitalen Zeitalter weiterführen können“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und sagte weiter: „Unser Ziel ist es, passende Rahmenbedingungen für Unternehmen und Beschäftigte zu schaffen, um die Chancen der Digitalisierung nutzen zu können.“ Die Ministerin wies darauf hin, dass das Wirtschaftsministerium im vergangenen Jahr rund 50 Millionen Euro in die Fachkräftesicherung investiert habe. Schwerpunkte der Förderung waren die berufliche Aus- und Weiterbildung, Lernfabriken 4.0, Welcome Center als Anlaufstellen für internationale Fachkräfte und Unternehmen, mehr Frauen in MINT-Berufe sowie das arbeitsmarktpolitische Angebot „Passiv-Aktiv-Tausch plus“.

In einem Vortrag über die Effekte der Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt informierte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit: Der Effekt auf die Zahl der Arbeitsplätze durch die Digitalisierung sei laut IAB bis 2035 neutral. Bei einem deutlichen Strukturwandel werden sich 415.000 Arbeitsplätze in Baden-Württemberg verändern. Die Veränderungen seien je nach regionaler Berufs-, Wirtschafts- und Qualifikationsstruktur unterschiedlich. Um den Wandel gelingend zu gestalten, sei die Bereitschaft zu Aus- und Weiterbildung von Betrieben und Beschäftigten ausschlaggebend.

Die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt und die Arbeitsplätze hängen maßgeblich von der Innovationskraft der Unternehmen und den Kompetenzen der Beschäftigten ab, betonte Hoffmeister-Kraut. Im Rahmen der Initiative Wirtschaft 4.0 fördere das Wirtschaftsministerium darum die Digitalisierung der baden-württembergischen Wirtschaft zielgerichtet, beispielsweise mit der Digitalisierungsprämie oder durch Digital Hubs, also regionalen Digitalisierungszentren. Die über 40 Bündnispartner waren sich einig, dass sie die mit der Digitalisierung verbundenen Herausforderungen und den tiefgreifenden Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft gemeinsam gestalten. Die Fachkräftesicherung sei eine Daueraufgabe und jeder Partner könne im jeweiligen Bereich einen wichtigen Beitrag dazu leisten.

Im Fokus der Fachkräfteallianz-Sitzung standen ebenfalls das jeweils zum Jahresbeginn in Kraft getretene Teilhabechancengesetz und das Qualifizierungschancengesetz. Außerdem waren das Fachkräfteeinwanderungsgesetz sowie das Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung, für welche erst vor Kurzem die Gesetzgebungsverfahren eröffnet wurden, Gegenstand der Diskussion. Die Partner der Fachkräfteallianz schrieben den neuen Gesetzen und Gesetzgebungsvorhaben überwiegend Chancen zu. Sie böten die Möglichkeit, die vorhandenen inländischen Fachkräftepotenziale durch Qualifizierung und die internationalen Fachkräftepotenziale durch Fachkräftezuwanderung besser zu erschließen. Ministerin Hoffmeister-Kraut betonte, dass sie sich im weiteren Prozess zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz und zum Gesetz über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung einbringen und für ein schnellstmögliches in Kraft treten einsetzen werde: „Der Wettbewerb um Fachkräfte und die zunehmenden Fachkräfteengpässe werden immer mehr zum Wachstumshemmnis für unsere Wirtschaft. Darum ist aus baden-württembergischer Sicht die Einwanderung von Fachkräften von entscheidender Bedeutung.“

Statements der Partner der Fachkräfteallianz

Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit: „Mit dem Teilhabechancengesetz und dem Qualifizierungschancengesetz wurden Voraussetzungen geschaffen, weitere strukturelle Verbesserungen für Langzeitarbeitslose und Beschäftigte im Wandel zu erreichen. Es gilt nun, diese Möglichkeiten gemeinsam für die Betroffenen in Baden-Württemberg im Jahr 2019 zu nutzen.“

Dr. Rainer Dulger, Präsident der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände: „Die mit dem ‚Qualifizierungschancengesetz‘, ‚Teilhabechancengesetz‘ und ‚Fachkräfteeinwanderungsgesetz‘ entstehenden Möglichkeiten sehen die Arbeitgeber Baden-Württemberg als eine Chance, unsere Unternehmen in der Fachkräftesicherung wirkungsvoll zu unterstützen. Es ist die richtige Trias aus der Qualifizierung der Belegschaften, der Aktivierung von Arbeitslosen und der Rekrutierung ausländischer Fachkräfte, die mit diesen drei Gesetzen angesprochen wird. Erst als Gesamtpaket wird daraus eine Fachkräftesicherungsstrategie.“

Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK): „Unsere Unternehmen können bis 2030 jede siebte Fachkraftstelle nicht besetzen. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz kommt zwar spät, bietet den Betrieben aber eine zusätzliche Möglichkeit die dringend notwendigen Arbeitskräfte zu finden. Die geplanten Regelungen sind stellenweise immer noch recht restriktiv. Wir müssen aber anerkennen, dass es endlich gelungen ist, auf diesem schwierigen Terrain einen tragfähigen Kompromiss zu finden.“

Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages e. V. (BWHT): „Zu einer arbeitsplatzbezogenen Zuwanderung gibt es keine Alternative, wenn wir eine Chance haben wollen, den Fachkräftemangel zu minimieren. Hierfür brauchen wir Lösungen sowohl zur Gewinnung neuer ausländischer Fachkräfte als auch klare, verbindliche Regelungen, die Rechtssicherheit für die bereits in Betrieben gut integrierten Mitarbeiter bieten. Die vorliegenden Gesetzentwürfe sind in den wesentlichen Punkten abgewogen. Weshalb sie jedoch erst zu 2020 in Kraft treten sollen, ist vor dem beschriebenen Hintergrund unverständlich. Wichtig ist, dass die Gesetze im nun folgenden parlamentarischen Prozess nicht verwässert und zügig verabschiedet werden.“

Martin Kunzmann, Landesvorsitzender DGB-Bezirk Baden-Württemberg: „Für den DGB ist eine sozialpartnerschaftliche Herangehensweise – Beteiligung der Beschäftigten, Mitbestimmung und Tarifbindung – der richtige Weg, um auch in einer digitalisierten Arbeitswelt gute Arbeit zu erhalten und zu schaffen. In zahlreichen Betrieben ist das auch heute schon gelebte Praxis. Die Politik hat die Aufgabe, Instrumente für umfangreiche Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zu schaffen. Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung. Zudem erwarte ich von der Politik Rückenwind für das gewerkschaftliche Engagement, die Tarifbindung zu stärken. Tarifbindung und Mitbestimmung müssen wieder die selbstverständliche Grundlage werden, auf der unsere Wirtschaftsordnung fußt.“

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news-278 Fri, 25 Jan 2019 12:19:26 +0100 Digitale Broschüre unterstützt Unternehmen auf dem Weg in das digitale Zeitalter https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/digitale-broschuere-unterstuetzt-unternehmen-auf-dem-weg-in-das-digitale-zeitalter/ Baden-Württemberg eröffnet Unternehmen mit der neu erschienenen digitalen Broschüre „Get connected“ neue Wege auf dem Weg ins digitale Morgen. „Wir bieten kleinen und mittleren Unternehmen einen digitalen Wegweiser durch die digitale Förderlandschaft. Nutzen Sie die Chance der Digitalisierung für Ihr Unternehmen und gehen Sie mit Europa vernetzt ins digitale Morgen“, appelierte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut an die baden-württembergischen Unternehmen. „Die Förderungen, Programme und Strategien Baden-Württembergs und Europas zur Digitalisierung eröffnen Unternehmen vielfältige Chancen und die Möglichkeit, sich mit agilen Partnern zu vernetzen“, so Hoffmeister-Kraut weiter. Neben den Angeboten in Baden-Württemberg bietet auch die EU baden-württembergischen Unternehmen vielfältige Möglichkeiten. So unterstützt die EU-Digitalpolitik die europäische Wirtschaft mit einem Budget von 9,2 Milliarden Euro.

Für interessierte kleinere und mittlere Unternehmen (KMU) werden unter www.getconnected-bw.de Beispiele, Beteiligungsangebote und Programme zu den Zukunftstechnologien Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Internet der Dinge in Baden-Württemberg und Europa aufbereitet. Die digitale Broschüre bietet kleinen und mittleren Unternehmen einen Überblick über digitale Förderangebote. Anhand von Videos werden Leuchttürme in Baden-Württemberg und in Europa vorgestellt.

Die Broschüre wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit Finanzierung des Enterprise Europe Network und mit Unterstützung des Steinbeis-Europa-Zentrum erstellt. Sie steht in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.

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news-274 Wed, 23 Jan 2019 15:32:16 +0100 Bewilligungsbescheide in Höhe von rund 4,85 Millionen Euro an weitere 21 regionale „Lernfabriken 4.0“ übergeben https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/bewilligungsbescheide-in-hoehe-von-rund-485-millionen-euro-an-weitere-21-regionale-lernfabriken-40/ Ministerialdirektor Michael Kleiner: „Wir bringen die Lernfabriken weiter in die Fläche und schaffen damit landesweit Angebote, um die Auszubildenden optimal auf die Industrie 4.0 vorzubereiten“. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat am Mittwoch (23. Januar) die Bewilligungsbescheide für 21 regionale „Lernfabriken 4.0“ an den beruflichen Schulen übergeben. Die Schulen erhalten insgesamt rund 4,85 Millionen Euro für Ihre Labors.

„Mit den nun bewilligten Mitteln für die Lernfabriken bringen wir die moderne Ausbildung im Bereich Industrie 4.0 nun ein weiteres gutes Stück voran. Es ist essentiell, dass die Auszubildenden optimal auf die sich verändernde Arbeitswelt rund um die Digitalisierung vorbereitet werden. Hierfür schaffen wir mit den Lernfabriken landesweit Angebote“, so Ministerialdirektor Michael Kleiner. Baden-Württemberg habe bei der digitalen Transformation eine Vorreiterrolle, die durch die neuen Lernfabriken noch weiter gestärkt werde. „Dies ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Fachkräftesicherung im Land“, so Kleiner weiter.

Die Vorhaben beginnen zum Teil bereits im Februar. Bis Herbst 2021 sollen sie in die entsprechenden Aus- und Weiterbildungsgänge der Schulen integriert sein. Die regionale Wirtschaft wird in diesen Prozess über Kooperationen und Sponsoring eng eingebunden.

In den Lernfabriken 4.0 lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst in Grundlagenlaboren einzelne Module aus einem industriellen Fertigungsprozess kennen. Diese Grundlagenlabore können je nach Konzept zu einem verketteten Anlagensystem zusammengeschaltet werden, das dann eine komplexe Produktionskette abbildet. Wichtige Unterrichtselemente sind unter anderem die Bereiche Automatisierung, Steuerung und Programmierung.

Weitere Informationen

Es gibt im Land bereits 16 vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau geförderte Lernfabriken. Die Lernfabriken 4.0 sind Labors, die im Aufbau und in der Ausstattung industriellen Automatisierungslösungen gleicht und Grundlagen für anwendungsnahe Prozesse vermittelt. Maschinenbau und Elektrotechnik werden dabei durch professionelle Produktionssteuerungssysteme verknüpft.

Die Lernfabriken sollen nicht nur der Ausbildung dienen, sondern auch regionalen Unternehmen und Hochschulen Möglichkeiten zur Information, Fortbildung und Forschung bieten. Außerdem sollen sie eine Plattform für individuelle Projekte etablieren. Die Orientierung in der Berufswahl im gewerblich-technischen Bereich und speziell der Industrie 4.0 wird mit den Lernfabriken greifbarer und visuell unterstützt.

Zielgruppe der Lernfabriken 4.0 sind Auszubildende in dualen Ausbildungsgängen der Fachbereiche Metall- und Elektrotechnik sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Technikerschulungen, Weiterbildungslehrgängen und Trainingsangeboten mittelständischer Unternehmen. Die Maßnahmen werden von den Fördervereinen der beruflichen Schulen und von Kooperationen mit Wirtschaftsorganisationen, angewandten Hochschulen und der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg angeboten.

Fotos zur Übergabe der Bewilligungsbescheide finden Sie unter http://t1p.de/zf1w.

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news-273 Mon, 21 Jan 2019 12:45:42 +0100 Künstliche Intelligenz und Digitalisierung im Fokus des 3. Wirtschaftsgipfels 2019 in Brüssel https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/kuenstliche-intelligenz-und-digitalisierung-im-fokus-des-3-wirtschaftsgipfels-2019-in-bruessel/ Über wichtige Zukunftstechnologien und notwendige Weichenstellungen diskutierten heute (21. Januar) über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Wirtschaftsgipfel „Baden-Württemberg und die EU“ in Brüssel. „Das große Interesse zeigt, wie wichtig der direkte wirtschaftspolitische Austausch zwischen Baden-Württemberg und der Europäischen Union ist“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Veranstaltung. Die Ministerin, die den jährlich staatfindenden Gipfel 2017 ins Leben gerufen hat, wurde in diesem Jahr krankheitsbedingt durch Staatssekretärin Katrin Schütz vertreten. Im Fokus des diesjährigen Gipfels standen die Künstliche Intelligenz und die Wettbewerbsfähigkeit Europas, der bevorstehende Brexit sowie Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Mittelstandspolitik. Ministerin Hoffmeister-Kraut richtete klare Forderungen an die EU: „Europa muss die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft richtig stellen: Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind die virtuellen Schlüssel für den realen Wohlstand von morgen. Wenn Europa seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern will, brauchen wir eine KI-Strategie made in Europe.“ Dabei sei es wichtig, dass die EU insbesondere „Geschäftsmodelle in diesem Bereich nicht durch überbordende Regulierung und bürokratischen Aufwand“ ausbremse.

Auf dem heutigen Programm standen auch Gespräche mit EU-Kommissar Oettinger und obersten Vertreterinnen und Vertretern der EU-Kommission sowie des EU-Parlaments in Brüssel. Mit Blick auf den Automobilsektor wurde für Technologieoffenheit statt einseitiger Fokussierung auf die Elektromobilität geworben. Diese Schlüsselbranche sei in einem tiefgreifenden Transformationsprozess und dabei weiterhin Innovationstreiber für ganz Europa. Die aktuellen CO2-Vorgaben seien aus diesem Grund zu ambitioniert und beinhalteten die Gefahr einer Überforderung der Branche.

Zudem sprach sich Hoffmeister-Kraut für den Baden-Württemberg als Standort einer europäischen Batteriezellenfertigung aus: „Ein exzellenter Mix aus Hochschulen, Forschungsinstituten und Unternehmen in Baden-Württemberg arbeiten mit Hochdruck an Lösungen für die Batteriezelle der Zukunft. Dieses Potential könnte als Fundament für eine europäische Batteriezellenproduktion dienen.“

Als äußerst positiv bezeichnete Hoffmeister-Kraut die Rolle der EU im weltweiten Handel. Bei Abkommen und Handelskonflikten könne die Marktmacht der gemeinsamen EU helfen. Kritisch äußerte sie sich hingegen zu zentralistischen Tendenzen: „Viele Vorschläge der EU zielen oft zuerst auf stärkere Transfers zwischen den Mitgliedsländern – das ist nicht der richtige Weg. Wir brauchen ein Europa, das seine Stärke aus der Kraft jedes einzelnen Landes zieht und keines, das durch Verteilungskämpfe gespalten wird.“ Gerade vor der anstehenden Europawahl sollten die wirtschaftspolitisch positiven Wirkungen der EU verdeutlicht werden, ohne die Notwendigkeit der Weiterentwicklung zu vernachlässigen.

So zeigte sich Hoffmeister-Kraut auch über die Ungewissheit in Sachen Brexit und die Einheit der EU besorgt: „Im Sinne der Unternehmen und unserer wirtschaftlichen Zusammenarbeit benötigen wir beim Brexit schnellstmöglich Planungssicherheit. Baden-Württemberg hat sich immer für einen Verbleib Großbritanniens in der EU ausgesprochen. Bevor wir nun aber auf den Worst-Case eines ungeordneten Austritts ohne Abkommen zusteuern, plädiere ich für eine Verschiebung des Austrittszeitpunks um einige Monate“, so Hoffmeister-Kraut. „Wir brauchen eine Einigung zur Übergangsphase. Außerdem müssen die zukünftigen Handelsbeziehungen über den Austritt hinaus weiter konkretisiert werden.“ So fordert die Ministerin einen weiterhin möglichst unkomplizierten Marktzugang im Vereinigten Königreich: „Ein weitreichendes Freihandelsabkommen sollte die Einführung von Zöllen verhindern, die Waren- und Dienstleistungsmärkte öffnen und auch zukünftig Entsendungen von Personal möglichst unbürokratisch zulassen“, betonte sie. Zudem sei eine Einigung auf einen gemeinsamen regulatorischen Rahmen zwingend erforderlich.

Zum Wirtschaftsgipfel 2019 reiste eine ca. 60-köpfige Delegation aus Baden-Württemberg nach Brüssel. Darunter befanden sich unter anderem Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Verbänden, des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertags, des Handwerkstags, des Sparkassen-, des Genossenschafts- und des Bankenverbands. Die Ministerin hob aus diesem Anlass hervor, wie wichtig ihr eine gemeinsame Schlagkraft sei: „Wir müssen unsere Anliegen bei wichtigen EU-Gesetzgebungsprozessen bereits in einem frühen Stadium in Brüssel einbringen.“

Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags: „Baden-Württemberg verfügt über sehr gute Voraussetzungen, um ein Taktgeber für den digitalen Wandel auch im Bereich KI zu sein. Dazu müssen jedoch die Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden, um im Wettbewerb mit China und den USA zu bestehen. Bereits heute betonen viele Start-ups, dass ohne KI und Datenanalyse der wirtschaftliche Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes bedroht seien – es gilt also, hier jetzt Tempo zu machen.“

Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags (BWHT): „Wegen der besonderen Bedeutung eines freien EU-Binnenmarkts tritt der Handwerkstag seit langem für offene Märkte in Europa ein. Nun verändern Digitalisierung und datenbasierte Geschäftsmodelle zunehmend die Wertschöpfungsketten. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen dürfen hier nicht benachteiligt werden. Deshalb muss auf EU-Ebene schnell ein KMU-freundlicher Rechtsrahmen geschaffen werden. Dieser muss lokalen KMU und Handwerksbetrieben einen diskriminierungsfreien Zugang zu marktrelevanten Daten gewährleisten. Nur so kann das Entstehen von monopolistischen Strukturen verhindert werden.“

Dr. Roman Glaser, Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV): „Im globalisierten und digitalisierten Wirtschaftsumfeld müssen gerade kleine und mittlere Unternehmungen Kooperationen eingehen, um konkurrenzfähig bleiben zu können. Die Gründung einer Genossenschaft bietet die Möglichkeit der Zusammenarbeit, ohne die jeweilige Selbstständigkeit aufzugeben. In den Bereichen Open Innovation, Share Economy und Plattformökonomie liegen Potenziale für die Rechts- und Unternehmensform der Genossenschaft. Und unsere Volksbanken und Raiffeisenbanken sind verlässliche Kreditgeber für den Mittelstand. Deshalb begrüßen wir eine Small Banking Box im EU-Bankenaufsichtsrecht.“

Dr. Wolfgang Kuhn, Vorsitzender des Bankenverbandes Baden-Württemberg e. V.: „Das Bankwesen steht zweifelsohne vor einem Umbruch. Um in Zukunft nicht von der Entwicklung in Drittstaaten abgehängt zu werden, braucht es einen europaweit einheitlichen digitalen Binnenmarkt, dessen Größe international wettbewerbsfähige paneuropäische Unternehmen hervorbringen kann. Dazu müssen neue Regeln von Anfang an auf europäischer Ebene entwickelt werden. Schließlich kennen digitale Anwendungen keine Landesgrenzen. Gegenwärtig fehlt es häufig an europaweiten Impulsen und einheitlichen Regeln für neue Technologien. Dabei gilt: Neue Regeln und Standards dürfen den europäischen Markt nicht fragmentieren. Zugleich müssen sie nicht nur europaweit einheitlich, sondern auch technologieneutral sein, um damit an den schnellen Wandel der Produkte und Technologien angepasst werden zu können.“

Dr. Joachim Herrmann, der Verbandsgeschäftsführer des Sparkassenverbands, lobte den Wirtschaftsgipfel: „Die Veranstaltung ist für uns eine gute Plattform, um mit Verantwortlichen aus der Europapolitik und der EU-Kommission zu diskutieren.“ Die Sparkassen nutzen die Zeit in Brüssel, um für den Erhalt der Einlagensicherung zu werben sowie für eine stärkere Differenzierung bei der Regulierung der Banken und Sparkassen. „Deshalb begrüßen wir die Schaffung einer Small Banking Box in den europäischen Vorgaben für die Bankenaufsicht, die kleinere Kreditinstitute vor allem bei Melde- und Dokumentationspflichten entlasten soll“, so Dr. Herrmann.

Weitere Informationen finden Sie hier.
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news-271 Fri, 18 Jan 2019 10:00:35 +0100 Wirtschaftsministerium fördert „Kompetenzzentrum Smart Services“ mit 1,2 Millionen Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-kompetenzzentrum-smart-services-mit-12-millionen-euro/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert das „Kompetenzzentrum Smart Services“ mit 1,2 Millionen Euro. Das Kompetenzzentrum soll Anlaufstelle für Digitalisierungsfragen der Dienstleistungswirtschaft sein und die Kompetenz der Dienstleistungsforschung und des Wissenstransfers in Baden-Württemberg bündeln. Ministerialdirektor Michael Kleiner übergab heute (17. Januar) den Förderbescheid im Rahmen des Forums „Dienstleistungsinnovation und Digitalisierung“ im Fraunhofer-Institutszentrum in Stuttgart. Ministerialdirektor Michael Kleiner: „Wir wollen dazu beitragen, dass die kleinen und mittleren Dienstleistungsunternehmen ihre Innovationsleistung steigern, ihre Produktivität verbessern und auch die Industriebetriebe ihre Aktivitäten mit Smart Services ausweiten können.“ In Erlebnisräumen „Smart Services“ sollen Unternehmen Smart Service-Technologien und Anwendungen in gebündelter Form zugänglich gemacht werden. Initiatoren des „Kompetenzzentrums Smart Services“ sind das Fraunhofer IAO, das itb des Deutschen Handwerksinstituts in Karlsruhe sowie die Hochschulen Furtwangen und Konstanz. Das Fraunhofer IAO übernimmt die Konsortialführung des Projekts. Exemplarisch führe Ministerialdirektor Kleiner aus, dass Smart Services beispielsweise bei der Überwachung von Maschinen mit Sensoren besonders relevant seien: Mittels Künstlicher Intelligenz könne der Ausfall von Bauteilen prognostiziert werden, sodass diese rechtzeitig ausgetauscht und ein ungeplanter Maschinenstillstand vermieden werden könne.

„Wir wollen den gesamten Bereich der Unternehmensdienstleistungen sowie die Wachstums- und Entwicklungspotenziale der Dienstleistungswirtschaft stärker in den Blick nehmen“, sagte der Ministerialdirektor weiter. Für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Baden-Württembergs sei die Qualitäts- und Innovationsführerschaft entscheidend. Smart Services, also datenbasierte, digitale Dienstleistungsangebote, bei deren Erbringung digitale Medien wie Apps, Serviceplattformen oder Online-Marktplätze eine große Rolle spielen, seien beispielsweise im Maschinen- und Anlagenbau und in nahezu allen Branchen zunehmend wichtig.

Studie zu industrienahen Dienstleistungen in Baden-Württemberg

Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem eine neue, im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellte Studie zur „Bedeutung der industrienahen Dienstleistungen in Baden-Württemberg unter besonderer Berücksichtigung der Digitalisierung“ vorgestellt. Die Untersuchung gibt Anregungen für eine moderne und integrierte Dienstleistungspolitik. Die vom Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) sowie dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erstellte Untersuchung zeigt, dass es Industrie und industrienahe Dienstleistungen in Baden-Württemberg auf überdurchschnittlich starke 43 Prozent der Wirtschaftsleistung bringen und die Stärke des Landes sich bei IT-Dienstleistungen zeigt. Steigerungspotenzial sehen die Forscher bei Innovation und Produktivität sowie beim Umsatz mit Smart Services.

Die Zentrale Ergebnisse der Studie „Die Bedeutung der industrienahen Dienstleitungen in Baden-Württemberg unter besonderer Berücksichtigung der Digitalisierung“ sind:

Der Anteil der Vorleistungen, die aus dem Dienstleistungsbereich an die Industrie geliefert werden, ist in Baden-Württemberg für alle Dienstleistungsbereiche höher als im bundesdeutschen Vergleich. Vor allem der so genannte Industrie-Dienstleistungsverbund, also die Industrie gemeinsam mit den industrienahen Dienstleistern, ist durch die bestehenden intensiven Vorleistungsverflechtungen in Baden-Württemberg überdurchschnittlich stark. Dieser Bereich habe in Baden-Württemberg einen Wertschöpfungsanteil von 10 Prozent gegenüber dem Bundesdurchschnitt von 7,3 Prozent. Industrie (Verarbeitendes Gewerbe) und Dienstleistungen im Verbund (sog. Industrie-Dienstleistungsverbund) kämen damit in Baden-Württemberg auf einen Anteil von 43 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung (Bundesdurchschnitt: 26,7 Prozent).

Stark sind in Baden-Württemberg vor allem industrienahe Dienstleistungen, die eng mit der Industrie verbunden sind und die als Vorleistungen für diese erbracht würden. Bestes Beispiel seien die Informations- und Kommunikationsdienstleistungen. Die IT-Dienstleister sind auch überdurchschnittlich innovativ. Die baden-württembergischen industrienahen Dienstleistungen weisen demnach insgesamt eine gute Startposition auf, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und in das neue wirtschaftliche Paradigma digitaler Leistungsangebote („Smart Services“) und digitaler Plattformen als zentrale Marktplätze einzusteigen („Wirtschaft 4.0“).

Die Forscher stellten indes weiteres Potential an der Schnittstelle von Industrie und Dienstleistungen fest: Erstens gebe es im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen insgesamt bei der Wertschöpfung und Produktivität noch Steigerungspotenzial. Würde die Wirtschaft des Landes es schaffen, auch die noch bestehende Produktivitätslücke im Bereich der unternehmensnahen Dienstleistungen insgesamt zu verkleinern, könnte so eine weitere Stärkung des gesamten Industrie- und Dienstleistungsverbunds erreicht werden. Zweitens: gerade weil Innovation und Digitalisierung in Baden-Württemberg eine so gewichtige Rolle spielen, sind insbesondere für KMU an der Schnittstelle von Industrie und Dienstleistungen die Anforderungen an das Innovationsverhalten besonders hoch. Gleichwohl sei das Innovationsverhalten im gesamten Dienstleistungsbereich deutlich niedriger als in der Industrie. Insbesondere zeige der Anteil der Dienstleistungsunternehmen mit Innovationen eine rückläufige Tendenz. Und drittens sind die baden-württembergischen Industriebetriebe mit ihren Dienstleistungsaktivitäten zwar insgesamt gut aufgestellt, jedoch seien gerade in den wichtigen Kernbereichen wie dem Maschinenbau die Dienstleistungsanteile (Umsätze mit Dienstleistungen) zurückgegangen.

Die Studie sowie das Management Summary, Präsentationsfolien mit zentralen Ergebnissen der Studie, die Präsentationsfolien zu den Vorträgen und Fotos vom Forum „Dienstleistungsinnovation und Digitalisierung“ finden Sie unter:

https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/wirtschaft/wirtschaftsfoerderung/dienstleistungswirtschaft/

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news-269 Tue, 15 Jan 2019 14:37:26 +0100 Förderung der Digitalisierung der überbetrieblichen Ausbildung in Leonberg-Rutesheim, Konstanz und Südlicher Oberrhein mit knapp 400.000 Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/foerderung-der-digitalisierung-der-ueberbetrieblichen-ausbildung-in-leonberg-rutesheim-konstanz-und-s/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert drei Modellprojekte, bei denen die Digitalisierung für die überbetriebliche Berufsausbildung genutzt wird, mit knapp 400.000 Euro. „Wir unterstützen damit nicht nur eine innovative überbetriebliche Berufsausbildung, sondern investieren in die Innovationskraft und die Zukunft der kleinen und mittelständischen Ausbildungsbetriebe im Land“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (15. Januar). In überbetrieblichen Ausbildungslehrgängen der Bildungsstätten der Wirtschaft lernen die Auszubildenden kleiner und mittlerer Betriebe die Ausbildungsinhalte, die der jeweilige Ausbildungsbetrieb aufgrund seiner Größe oder Spezialisierung nicht vermitteln kann. „Angesichts der großen Bedeutung der überbetrieblichen Ausbildungslehrgänge müssen wir auch dort die Digitalisierung zum Einsatz bringen“, so die Ministerin.

Die Projekte sind auf die Besonderheiten in der überbetrieblichen Berufsausbildung zugeschnitten. In zwei Handwerksprojekten in Leonberg-Rutesheim,

Konstanz, Rottweil, Singen und Waldshut soll das, was bislang nur in Unterrichtsräumen und Werkstätten der Bildungszentren stattfand, auch als Blended-Learning-Angebot verfügbar gemacht werden. Hierfür werden digitale Aufgabenstellungen entwickelt und erprobt, die über digitale Lern- und Kommunikationsplattformen den Auszubildenden zur Verfügung stehen werden. Dazu gehören kleine interaktive Lernvideos und onlineabrufbare Wissenstests zur regelmäßigen Kontrolle des eigenen Lernerfolgs.

Im Modellprojekt der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein in Offenburg ist die Einführung eines digitalen Berichtsheftes als elektronischer Ausbildungsnachweis vorgesehen. Zudem kommt eine digital gesteuerte Produktionsstraße zum Einsatz, deren Module von den Auszubildenden entwickelt und vernetzt werden.

Gefördert werden die Berufsförderungsgesellschaft des baden-württembergischen Stuckateur-Handwerks (98.000 Euro) mit ihrem Bildungszentrum Leonberg-Rutesheim, die Handwerkskammer Konstanz (180.000 Euro) mit ihren Bildungsakademien Rottweil, Singen und Waldshut sowie die Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein (119.000 Euro) mit ihrem Bildungszentrum in Offenburg. Die Laufzeit der Projekte erstreckt sich zwischen Juni 2018 und April 2021.

Von den Projekten profitieren unmittelbar über 500 Auszubildende in den handwerklichen Ausbildungsberufen Metallbauer/-in, Friseur/-in, Anlagenmechaniker/-in Sanitär-Heizung-Klima, Kfz-Mechatroniker/-in, Maler/-in und Stuckateur/-in sowie in industriellen Ausbildungsberufen wie Mechatroniker/-in. Die Ergebnisse der Projekte werden auch in die Ausbildung zukünftiger Ausbildungsjahrgänge in weiteren Bildungszentren einfließen.

Bereits seit November 2017 fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sechs innovative Modellvorhaben, die die Digitalisierung für eine intensivere Kooperation von Berufsschule und Ausbildungsbetrieb nutzen. Mit der neuen Förderung der Digitalisierung der überbetrieblichen Ausbildung stärkt das Land den dritten Lernort der beruflichen Ausbildung, der gerade vor dem Hintergrund der schnellen technologischen Entwicklung und komplexer werdenden Ausbildungsberufe noch weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Weitere Informationen zu Überbetrieblichen Ausbildungslehrgängen

Überbetriebliche Ausbildungslehrgänge werden in Baden-Württemberg in rund 100 Bildungszentren der Wirtschaftsorganisationen angeboten und vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit jährlich rund zehn Millionen Euro gefördert. Die Inhalte der Lehrgänge werden fortlaufend an neue Berufsbilder und technische Entwicklungen angepasst und vermitteln Ausbildungsinhalte, die beispielsweise in kleinen oder spezialisierten Betrieben nicht vermittelt werden können. Dadurch werden vor allem kleine und mittlere Betriebe in die Lage versetzt, qualifizierte Nachwuchskräfte zu gewinnen. Die Lehrgänge sind ergänzender Bestandteil der betrieblichen Ausbildung und garantieren ein hohes Niveau der immer komplexer werdenden Ausbildung.

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news-264 Fri, 21 Dec 2018 16:49:00 +0100 Wirtschaftsministerium fördert 21 „Lernfabriken 4.0“ an beruflichen Schulen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-21-lernfabriken-40-an-beruflichen-schulen/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert 21 „Lernfabriken 4.0“ an den beruflichen Schulen im Land. Die ursprüngliche Fördersumme von vier Millionen Euro aus der Landesstrategie digital@bw wird um weitere 861.800 Euro aufgestockt. „Neben den bereits 16 bestehenden Lernfabriken bekommt die moderne Ausbildung im Bereich Industrie 4.0 nun starken Aufschwung und stellt die Digitalisierung im Land damit auf einen sicheren Boden. Die erneut große Resonanz auf unseren Förderaufruf zeigt, dass es den Städten und Landkreisen ein Anliegen ist, die Auszubildenden optimal auf die sich verändernde Arbeitswelt rund um Industrie 4.0 vorzubereiten. Hierfür schaffen wir mit den Lernfabriken landesweit Angebote“, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Baden-Württemberg habe bei der digitalen Transformation eine Vorreiterrolle, die durch die neuen Lernfabriken noch weiter gestärkt werde. „Dies ist ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige Fachkräftesicherung im Land“, so die Ministerin weiter.

Die Vorhaben beginnen zum Teil bereits im Februar 2019. Bis Herbst 2021 sollen sie in die entsprechenden Aus- und Weiterbildungsgänge der Schulen integriert sein. Die regionale Wirtschaft wird in diesen Prozess über Kooperationen und Sponsoring eng eingebunden.

In den Lernfabriken 4.0 lernen die Schülerinnen und Schüler zunächst in Grundlagenlaboren einzelne Module aus einem industriellen Fertigungsprozess kennen. Diese Grundlagenlabore können je nach Konzept zu einem verketteten Anlagensystem zusammengeschaltet werden, das dann eine komplexe Produktionskette abbildet. Wichtige Unterrichtselemente sind unter anderem die Bereiche Automatisierung, Steuerung und Programmierung.

Die eingereichten Anträge enthalten verschiedene Konzepte mit individuellen Schwerpunkten. Unternehmen der freien Wirtschaft, Hochschulen und weitere Institutionen sowie Wirtschaftsorganisationen haben sich an den einzelnen Konzepten beteiligt und die Lernfabriken unterstützt.

Weitere Informationen

Die Lernfabrik 4.0 ist ein Labor, das im Aufbau und in der Ausstattung industriellen Automatisierungslösungen gleicht und Grundlagen für anwendungsnahe Prozesse vermittelt. Maschinenbau und Elektrotechnik werden dabei durch professionelle Produktionssteuerungssysteme verknüpft.

Die Lernfabriken sollen nicht nur der Ausbildung dienen, sondern auch regionalen Unternehmen und Hochschulen Möglichkeiten zur Information, Fortbildung und Forschung bieten. Außerdem sollen sie eine Plattform für individuelle Projekte etablieren. Die Orientierung in der Berufswahl im gewerblich-technischen Bereich und speziell der Industrie 4.0 wird mit den Lernfabriken greifbarer und visuell unterstützt.

Zielgruppe der Lernfabriken 4.0 sind Auszubildende in dualen Ausbildungsgängen der Fachbereiche Metall- und Elektrotechnik sowie Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Technikerschulungen, Weiterbildungslehrgängen und Trainingsangeboten mittelständischer Unternehmen. Die Maßnahmen werden von den Fördervereinen der beruflichen Schulen und von Kooperationen mit Wirtschaftsorganisationen, angewandten Hochschulen und der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg angeboten.

Im Rahmen der Landesstrategie digital@bw hatte das Wirtschaftsministerium im Juni den Förderaufruf zur Einrichtung von Lernfabriken 4.0 gestartet. Die Stadt- und Landkreise waren als Träger beruflicher Schulen aufgerufen, Projektvorschläge zur Umsetzung der Lernfabriken einzureichen. Eine Jury beurteilte die eingereichten Projekte nach der Qualität des pädagogischen Konzepts und der Einbindung der Wirtschaft. Ebenso wurden die Konzepte für eine Nutzung der Lernfabrik als regionales Demonstrationszentrum für Industrie 4.0 bewertet.

Liste der geförderten Lernfabriken

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news-259 Mon, 17 Dec 2018 11:46:06 +0100 „Popup Labor BW“ ab 28. Januar 2019 in Balingen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/popup-labor-bw-ab-28-januar-2019-in-balingen/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat die Unternehmen in der Region Zollernalb ermuntert, sich am „Popup Labor BW“ zu beteiligen, das ab 28. Januar bis 2. Februar 2019 in Balingen stattfinden wird. „Mein Appell an die kleinen und mittelgroßen Unternehmen: Nehmen Sie sich die Zeit, kommen Sie, profitieren Sie! Das Popup Labor ist unser praxisnahes und unkompliziertes Angebot, eigene Innovationspotenziale anzukurbeln. Baden-Württemberg soll auch in Zukunft führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleiben. Wir wollen weiter auf der Gewinnerseite stehen. Das geht aber nur, wenn unsere Mittelständler nicht den Anschluss verlieren“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Das „Popup Labor BW“ als Angebot des Landes beruht auf Analysen, dass insbesondere im Mittelstand die Innovationsdynamik nachlässt. Dazu die Ministerin: „Die Welt wartet nicht auf uns. Wir liegen mit unserer Innovationsfähigkeit zwar vorn, aber andere holen stetig auf. Gerade die Innovationskraft unseres starken und breit aufgestellten Mittelstands muss kontinuierlich erhalten und verbessert werden, wenn wir global weiter wettbewerbsfähig bleiben wollen.“

Für den Mittelstand sei es auch in Baden-Württemberg schwieriger geworden, bei Forschung und Entwicklung mit den großen Unternehmen Schritt zu halten, so die Ministerin. Hinzu kämen Digitalisierung oder veränderte Mobilitätsformen als neue und zusätzliche Herausforderungen für das Innovationsgeschehen, so Hoffmeister-Kraut.

Das „Popup Labor BW“ soll zeigen, wie kleine und mittlere Unternehmen mit neuen Technologien, Verbraucher-Trends oder der digitalen Transformation Schritt halten können, wie man sie angeht und damit noch dazu zum Vorreiter werden kann. Kleine und mittelständische Unternehmen seien der Motor der Wirtschaft im Südwesten, betonte die Ministerin. Mit den Popup Laboren BW biete das Land dem Mittelstand ortsnah und niederschwellig beste Bedingungen, um neue Wege zu erproben und innovative Ideen und erfolgreiche Geschäftsmodelle zu gestalten. Gründer, Start-ups und innovative, kreative Köpfe könnten sich in den Lern- und Experimentierräumen ausprobieren, austauschen und vernetzen.

Programmpunkte des Popup Labors in Balingen seien zum Beispiel die neue Ganztagesveranstaltung „Geschäftsmodell Open BW - Wir bauen zusammen Geschäftsmodelle“ oder auch der Workshop „Digitales Handwerk in der Praxis“, in dem ein Bäcker und ein Elektriker ihre Wege zu digitalen Geschäftsmodellen darstellen und Tipps fürs Nachahmen geben könnten.

Mit den Laboren werden Geschäftsführer, Führungskräfte, Mitarbeitende und Auszubildende von Unternehmen und Start-ups durch vielfältige Angebote für Innovationen fit gemacht und mit geeigneten Partnern für Innovationskooperationen zusammengebracht.

Die bisherigen Popup Labore im Ostalbkreis und in der Ortenau hätten „voll ins Schwarze getroffen“ und seien sehr gut angenommen worden, so Hoffmeister-Kraut. Sie hoffe daher, dass auch die Unternehmen in der Region Zollernalb das Angebot rege nachfragten.

Programm und Anmeldemöglichkeit auf der Homepage des Popup Labor BW.

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news-258 Fri, 14 Dec 2018 16:43:22 +0100 Zumeldung zu Innovationsindex 2018 https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/zumeldung-zu-innovationsindex-2018/ Hoffmeister-Kraut: „Müssen der Innovationsdynamik durch steuerliche Forschungsförderung und Fachkräftezuwanderung Auftrieb verschaffen“ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat heute (14. Dezember) die erneute Spitzenposition Baden-Württembergs beim EU-Innovationsindex als Erfolg bezeichnet, jedoch weitere Anstrengungen gefordert, um bei der Innovationsdynamik wieder zuzulegen.

„Baden-Württemberg zählt zu den innovationsstärksten Regionen Europas. Besonders erfreulich dabei ist, dass sich diese Spitzenposition in den letzten Jahren kontinuierlich gefestigt hat“, sagte Hoffmeister-Kraut. Ziel müsse sein, dass der Südwesten auch in der zunehmend digitalisierten Zukunft führender Innovations- und Wirtschaftsstandort bleibe.

Zur Tatsache, dass sich die Innovationsdynamik im Trend der letzten Jahre zwar geringfügig aufwärts, aber dennoch nur durchschnittlich entwickelt habe, sagte Hoffmeister-Kraut: „Durchschnitt kann nicht unser Anspruch sein. In der Innovationsdynamik müssen wir wieder zulegen, wenn wir im globalen Wettbewerb weiter auf der Gewinnerseite stehen wollen.“ Entscheidend werde in der Zukunft deshalb sein, dass neben der hohen Innovationsintensität der Großunternehmen aus dem Südwesten sich auch die kleinen und mittleren Unternehmen wieder stärker am Innovationsgeschehen beteiligten, betonte die Wirtschaftsministerin.

Stellschraube dafür sei unter anderem die steuerliche Förderung von Forschungs- und Entwicklungsausgaben für kleine und mittelgroße Unternehmen. Hoffmeister-Kraut: „Wir fordern diese Möglichkeit seit langem. Der Bund muss jetzt endlich zügig liefern, damit diese auch zeitnah eingeführt wird.“

Auch die zügige Verabschiedung eines Fachkräfte-Zuwanderungsgesetzes stehe ganz oben auf der Tagesordnung. Hoffmeister-Kraut: „Der Wettbewerb um Fachkräfte und die zunehmenden Fachkräfteengpässe werden immer mehr zum Wachstumshemmnis für unsere Wirtschaft. Darum ist aus baden-württembergischer Sicht die Zuwanderung von Fachkräften entscheidend. Ein Vorschlag des Bundesinnenministers dafür liegt auf dem Tisch. Im Sinne der Wirtschaft im Land muss dieser zeitnah vorangebracht werden.“

Auch das Wirtschaftsministerium selbst werde weiter die Anstrengungen der Wirtschaft für eine gesteigerte Innovationsdynamik unterstützen. So werde beispielsweise die erfolgreiche Digitalisierungsprämie deutlich aufgestockt. Zudem sei ein Aktionsprogramm für Künstliche Intelligenz für den Mittelstand geplant, sagte Hoffmeister-Kraut.

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news-256 Thu, 13 Dec 2018 17:10:59 +0100 Wirtschaftsministerin besucht Landkreis Biberach https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/wirtschaftsministerin-besucht-landkreis-biberach/ Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Baden-Württemberg soll innovativ, wirtschaftsstark und lebenswert bleiben. Ich möchte vor Ort mit den Menschen diskutieren, wie wir das am besten schaffen“ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat ihre regelmäßigen Kreisbereisungen im Land am Donnerstag (13. Dezember) mit einem Besuch im Landkreis Biberach fortgesetzt. „Die Menschen und die Unternehmen im Land sorgen täglich dafür, dass Baden-Württemberg eine führende Wirtschafts- und Innovationsregion in Europa ist. Baden-Württemberg soll innovativ, wirtschaftsstark und lebenswert bleiben. Ich möchte vor Ort mit den Menschen diskutieren, wie wir das am besten schaffen“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Auftakt im Programm der Ministerin war der Besuch der Beruflichen Schule in Riedlingen, wo der Bildungsgang Ausbildungsvorbereitung dual (AVdual) im Fokus stand. Gerade für kleine und mittlere Betriebe sei es außerordentlich wichtig, offene Ausbildungsplätze passend besetzen zu können. Mit AVdual solle es dank umfangreichen Praxisphasen im Betrieb und neuer Pädagogik „mehr Schulabgängerinnen und Schulabgängern gelingen, erfolgreich in Ausbildung und Beruf überzugehen“, so die Ministerin. Bei der Vorstellung des Projekts „AVdual mit Tablets“ überzeugte sich Hoffmeister-Kraut davon, wie Jugendliche auf ihrem jeweiligen Lernstand abgeholt und ganz individuell gefördert werden. „Als Wirtschaftsministerin ist mir besonders wichtig, dass der ländliche Raum bei der Digitalisierung vorne dabei ist. Klar ist, dass die Digitalisierung nicht erst im Betrieb, sondern bereits in der Schule und der Ausbildungsvorbereitung anfängt“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Beim Besuch des Carsharing-Start-ups AZOWO GmbH in Biberach an der Riß erläuterte Hoffmeister-Kraut, dass zentrale Zukunftsthemen in der Verantwortung ihres Ministeriums liegen. Als Herausforderungen nannte sie neben der Sicherung des Fachkräftebedarfs und der Innovationskraft auch attraktive Rahmenbedingungen für Existenzgründungen und Start-ups. Für Baden-Württemberg sei es außerdem „von zentraler Bedeutung, die Digitalisierung zu nutzen, um die eigene Spitzenstellung weiter auszubauen und langfristig zu sichern. In dieser Zeit großer Transformationen müssen wir Wagnis viel mehr als Chance begreifen“, betonte Hoffmeister-Kraut. Die Wirtschaftsministerin zeigte sich vom Biberacher Start-up AZOWO beeindruckt, dessen Mobilitätsplattform durch eine flexible, cloud-basierte Software es ermöglicht, Flotten und Fahrzeugpools digital zu verwalten und damit Flottenmanagement und Shared Mobility zu optimieren: „Das ist ein hervorragendes Beispiel für digitale und moderne Mobilitätsprodukte made in Baden-Württemberg und ein Aushängeschild für unseren Start-up Standort“, sagte Hoffmeister-Kraut, die im vergangenen Jahr die Landeskampagne „Start-up BW“ mit zahlreichen Förderangeboten ins Leben gerufen hat.

Den Besuch im Landkreis Biberach nutzte Hoffmeister-Kraut auch dazu, die Auszeichnung „Gründerfreundliche Kommune“ für das interkommunale Verbundprojekt des Landkreises Biberach und der Städte Biberach, Laupheim und Riedlingen persönlich zu übergeben: „Wir wollen Baden-Württemberg zu einer der gründungsdynamischsten Regionen Europas machen. Dazu müssen wir in der Fläche des Landes Gründungsdynamik entfalten. Unser bundesweit einmaliger Landeswettbewerb ‚Start-up BW local‘ zeigt uns, dass auf kommunaler und regionaler Ebene Gründungsvorhaben schon heute kreativ unterstützt werden. Das müssen wir weiter ausbauen“, ermunterte die Ministerin und gratulierte herzlich zur Auszeichnung. Im Anschluss trug sie sich in das Gästebuch des Landkreises ein.

Als Hoffmeister-Kraut in Biberach das Sanierungsgebiet Innenstadt Süd-West mit den Baumaßnahmen Roter Bau und Alte AOK besichtigte und sich selbst ein Bild machte, wie durch städtebauliche Maßnahmen unter anderem preisgünstige Wohnungen geschaffen werden, hob sie hervor, dass die Städtebauförderung, „nicht nur städtebaulich, sondern auch sozial- und kommunalpolitisch von großer Bedeutung“ sei. Das Land habe den Städten und Gemeinden 2018 insgesamt rund 244,9 Millionen Euro für den Städtebau bewilligt, sagte Hoffmeister-Kraut. Sie betonte, dass „die Versorgung mit ausreichend und bezahlbarem Wohnraum aktuell ein drängendes gesellschaftspolitisches Problem sei“. Mit dem Anfang April in Kraft getretenen Wohnraumförderprogramm 2018/2019 investiere das Land 500 Millionen Euro und leiste damit „einen wichtigen Beitrag, um den Wohnungsbau weiter anzukurbeln“.

Zum Abschluss der Kreisbereisung tauschte sich die Ministerin beim Matthäus Schmid Bauunternehmen GmbH & Co. KG unter anderem zur Digitalisierung im Bau aus: „Für die Baubranche ist die Digitalisierung eine große Chance für mehr Transparenz, Effizienz und Planungssicherheit. Die Bauwirtschaft ist eine Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft, wir dürfen den Anschluss hier auf keinen Fall verpassen. Mit der Novellierung der Landesbauordnung stellen wir auch hier die Weichen, damit das Bauen im Land schneller, digital und unbürokratischer wird“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Zu den wertvollen Eindrücken, die sie bei ihren Kreisbereisungen sammle, resümierte Hoffmeister-Kraut: „Durch Besuche, Dialog und Zuhören vor Ort kann die Politik wichtige Informationen und Impulse erhalten, um die Rahmenbedingungen für Baden-Württemberg richtig zu gestalten. Meine Kreisbereisungen bieten dafür vielfältige und gute Möglichkeiten.“

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news-255 Wed, 12 Dec 2018 14:23:36 +0100 14 Leuchtturmprojekte im Land für die Produktion der Zukunft ausgezeichnet https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/14-leuchtturmprojekte-im-land-fuer-die-produktion-der-zukunft-ausgezeichnet/ Der Amtschef des Wirtschaftsministeriums, Ministerialdirektor Michael Kleiner, hat am Mittwoch (12. Dezember) die aktuellen Preisträger des Wettbewerbs „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. Insgesamt wurden 14 Unternehmen und Einrichtungen prämiert, die Digitalisierungslösungen erfolgreich im Betriebsalltag umgesetzt haben. „Industrie, Mittelstand und Start-ups in Baden-Württemberg sind auf bestem Weg in die digitalisierte Zukunft, wie die heute prämierten Projekte eindrucksvoll zeigen. Mit der Preisverleihung wollen wir anfassbare Lösungen aus dem Land, die Mehrwerte schaffen, noch bekannter machen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen wollen wir damit motivieren, die sich durch Industrie 4.0 bietenden Chancen aktiv anzugehen“, sagte Kleiner bei der Verleihung in Stuttgart.

Mit dem Wettbewerb sucht die „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ nach innovativen Konzepten aus der Wirtschaft, die mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen erfolgreich sind. Die Expertenjury bewertet neben dem Innovationsgrad auch die konkrete Praxisrelevanz für Industrie 4.0. Die prämierten Projekte deckten eine große Bandbreite von Branchen und Technologien ab und zeigten, „dass Industrie 4.0 nicht nur spezielle Branchen wie Maschinenbau oder Automobilindustrie, sondern die gesamte industrielle Wertschöpfung betrifft“, so Kleiner.

 

Die ausgezeichneten Unternehmen und Organisationen

Unternehmen/Organisationen

Prämierte Lösung

Elabo GmbH; Crailsheim

Teachware Lern-Kit für Industrie 4.0

Baden-Württemberg Stiftung, Südwestmetall und Flad & Flad; Stuttgart/Heroldsberg

Roadshow-Truck DISCOVER INDUSTRY

Hohentwiel-Gewerbeschule; Singen

I4.0 für alle – Die Lernfabrik 4.0 in Singen

Hochschule Konstanz (HTWG) - Modellfabrik Bodensee

Modellfabrik für die Ausbildung zu digitalisierten Arbeitswelten

Pilz GmbH & Co. KG; Ostfildern

Pilz Smart Factory – Demonstrator für die intelligente Produktion

Bachthaler Informationstechnologie; Kirchheim unter Teck

bIT 4.0 – Softwarelösung für Lohn- und Einzelfertiger

Bitzer Kühlmaschinenbau GmbH; Rottenburg-Ergenzingen

Vernetztes und mobiles Shopfloor-Management

Heronius GmbH; Süßen

Digital vernetzte Fertigungsprozesse in der Smart Factory

iFAKT GmbH; Stuttgart

VSM 4.0 – digitales Wertstrom-Management in der Fertigung

WITTENSTEIN SE; Igersheim

Störungsmanagementtool FLASH

CAS Software AG; Karlsruhe

Digitales Shopfloor-Management mit ValueStreamer

Schneider Form GmbH; Dettingen unter Teck

OptiCheck – Digitalisierung im Formenbau

Siemens AG Getriebemotorenwerk; Tübingen

Digitale Toolkette von den Produktdaten bis zum fertigen Bauteil

Gemeinschaftspraxis für Strahlentherapie; Singen

Gesamtsystem für die integrierte Überwachung in der Strahlentherapie

Bilder zur Preisverleihung finden Sie in der Mediathek.

 

Die Auszeichnung „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“

In Summe wurden in acht Prämierungsrunden bislang 141 Unternehmen, Institute und andere Organisationen ausgezeichnet. Die prämierten Unternehmen erhalten eine Ehrenurkunde und eine Glasplakette, die am Unternehmensstandort angebracht werden kann. Zudem werden die Preisträger auf der Internetseite der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ präsentiert.

Aufgrund des hohen Zuspruchs wird der 100 Orte-Wettbewerb mit Fokus auf einzelne Themenschwerpunkte fortgesetzt. Bis März 2019 liegt ein Themenschwerpunkt auf Best Practises und Digitalisierungslösungen aus den Bereichen „Lernen 4.0“ sowie „Human Resource Management 4.0“, da der Strukturwandel zur Industrie 4.0 auch erhebliche Auswirkungen auf die betriebliche Arbeitswelt und Qualifikationsanforderungen von Beschäftigten hat.

Die Netzwerkinitiative „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ will Kompetenzen aus Produktionstechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnik bündeln, alle wesentlichen Akteure vernetzen und durch innovative Transferangebote den industriellen Mittelstand in Richtung Industrie 4.0 begleiten.

Als Sprecher steht der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ Dr. Manfred Wittenstein (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wittenstein AG) vor. Die Koordinierungsstelle ist beim VDMA-Landesverband Baden-Württemberg angesiedelt. Die Partner der Allianz – Unternehmen, Kammern, Verbände, Cluster, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Sozialpartner – streben an, Baden-Württemberg als weltweit führende Region für Industrie 4.0-Technologien zu etablieren. Kleine und mittlere Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle und sollen von der Allianz profitieren.

Weitere Informationen finden Sie unter www.i40-bw.de.

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news-251 Wed, 05 Dec 2018 15:36:06 +0100 Raumfahrt: Wirtschaftsministerium fördert Forschung zur Herstellung kostengünstiger Satelliten mit rund einer Million Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/raumfahrt-wirtschaftsministerium-foerdert-forschung-zur-herstellung-kostenguenstiger-satelliten-mit-r/ Das Wirtschaftsministerium fördert die 2. Phase des Gemeinschaftsprojekts IRAS („Integrated Research Platform for Affordable Satellites“) zur Herstellung kostengünstiger Satelliten mit rund einer Million Euro. „Die Raumfahrtbranche hat wesentlichen Anteil am Erfolg des Innovationsstandorts Baden-Württemberg. IRAS macht unsere Forschungseinrichtungen und mittelständischen Raumfahrtunternehmen fit für Anwendungen der kommerziellen Raumfahrtnutzung. Es geht um sehr kostengünstige Satelliten, die Neue Dienste wie Internet oder aktuelle Geodaten anbieten – mit einem hohen Maß an Digitalisierung. Aufgrund des hohen Erfolgs von IRAS in der ersten Entwicklungsphase fördern wir nun auch die nächste Phase“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Digitale Methoden erleichtern Produktion kostengünstiger Satelliten

Das Projekt ist ein Baustein in der Strategie des Wirtschaftsministeriums, die im Maschinenbau, in der Automobilindustrie und der IKT-Branche entwickelten Industrie 4.0-Methoden auf weitere Branchen auszudehnen. Im Projekt IRAS II erforschen das Institut für Bauweisen und Strukturtechnologie im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA sowie das Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart gemeinsam mit führenden Raumfahrtunternehmen digitale Methoden für das Design und die Produktion von kostengünstigen Satelliten.

Nach den ausgezeichneten Ergebnissen der ersten Projektphase wird mit IRAS II eine digitale Plattform umgesetzt, in der das gesamte Satellitenmodell in Form eines „digitalen Zwillings“ den Partnern verfügbar gemacht wird. Dies dient zum einen der engen Kooperation verschiedener Partner bei der Entwicklung von Satelliten, aber auch der dreidimensionalen Visualisierung und „Erlebbarkeit“ des Satellitenentwurfs. Auf Basis dieser Entwicklungsplattform werden unter anderem in 3 D-Druck erstellte, mit Sensorfunktionen ausgestattete Leichtbaustrukturen und leistungsfähige Antriebsmodule entwickelt. Zur drastischen Senkung der Kosten werden kostengünstige Elektronikkomponenten aus dem Automobilbau in Satellitenkonzepte übertragen.

Satelliten: Helfer im Weltall für viele Anwendungsgebiete

Satelliten übernehmen immer mehr Aufgaben: Sie unterstützen das Monitoring von Umweltschäden und ermöglichen die Verfügbarkeit eines schnellen Internetzugangs an jedem Ort der Welt. Aktuelle Pläne in den USA zielen auf den Aufbau eines erdumspannenden Netzes aus bis zu 1.000 Satelliten im All ab. Der wirtschaftliche Betrieb solcher Satellitennetzwerke hängt wesentlich von der Bereitstellung kleiner, sehr kostengünstiger Satelliten ab.

Hoffmeister-Kraut: „Mit dem Projekt IRAS werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Wirtschaft und Forschungseinrichtungen im Raumfahrtcluster Baden-Württemberg auf diese Entwicklung vorbereitet und fit für den Wettbewerb sind.“

Weitere Informationen: Der Raumfahrtcluster in Baden-Württemberg

40 Prozent aller Beschäftigten in der deutschen Raumfahrtindustrie arbeiten in Baden-Württemberg. Der Südwesten Deutschlands nimmt damit als Standort der Luft- und Raumfahrtindustrie vor allem in den Bereichen Forschung und Entwicklung, aber auch für Zulieferunternehmen aus Hightech-Branchen eine bedeutende Position ein. Mit weltbekannten Unternehmen für den Bau von Satelliten und anspruchsvollen Subsystemen ist Baden-Württemberg einer der führenden Raumfahrtstandorte. So werden in Friedrichshafen zum Beispiel Satelliten für Erdbeobachtungssysteme und wissenschaftliche Missionen gebaut. Ein wesentlicher Teil des Clusters besteht aus kleinen und mittleren Unternehmen, die Komponenten und Subsysteme in höchster Qualität herstellen. Die Unternehmen werden von einem sehr guten Ausbildungs- und Forschungsumfeld unterstützt, zu dem die Standorte Stuttgart und Lampoldshausen des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die Fakultät für Luft- und Raumfahrt der Universität Stuttgart zählen. Gut 60 Prozent aller deutschen Hochschulabsolventinnen und -absolventen mit der Spezialisierung Raumfahrt werden in Stuttgart ausgebildet.

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news-250 Mon, 03 Dec 2018 14:16:30 +0100 Spitzentreffen der Initiative Wirtschaft 4.0 – 50 Millionen Euro für weitere Digitalisierungsprojekte https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/spitzentreffen-der-initiative-wirtschaft-40-50-millionen-euro-fuer-weitere-digitalisierungsprojekt/ Hoffmeister-Kraut: „Digitalisierung hat dank der Initiative gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen an Dynamik gewonnen. Mit neuen Projekten starten wir jetzt weiter durch.“ Anlässlich des Spitzentreffens der „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ heute in Stuttgart hat Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bisherige Erfolge der Initiative hervorgehoben und Tempo bei der Digitalisierung im Land angemahnt: „Für Baden-Württemberg führt kein Weg an der Digitalisierung vorbei, wenn wir unsere Spitzenstellung langfristig sichern wollen. Dank der Initiative hat die Digitalisierung gerade bei unseren kleinen und mittelständischen Unternehmen an Dynamik gewonnen“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Noch immer gebe es aber zu viele Unternehmen im Land, die den digitalen Wandel eher zögerlich angingen, so die Ministerin. Mit der Initiative Wirtschaft 4.0 wolle ihr Haus gemeinsam mit den Partnerorganisationen daher weiterhin insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen im Land begleiten. Hoffmeister-Kraut: „Hier muss noch mehr Tempo rein, wenn wir nicht abgehängt werden wollen.“ Das Wirtschaftsministerium wolle für die Weiterentwicklung von Digitalisierungsprojekten weitere 50 Millionen Euro bereitstellen.

Digitalisierungsprämie ermöglicht Investitionen bis zu 100 Millionen Euro

Als Erfolgsmodell der bisherigen Projekte erweise sich bereits jetzt die 2017 erstmals aufgelegte Digitalisierungsprämie, mit der kleinere und mittlere Unternehmen bei der Umsetzung konkreter Digitalisierungsprojekte mit bis zu 10.000 Euro unterstützt würden, so Hoffmeister-Kraut: „Die große Nachfrage nach der Prämie zeigt, dass wir mit ihr genau ins Schwarze treffen – sie belegt das hohe Interesse gerade unserer kleineren Unternehmen, beim Thema Digitalisierung voranzukommen.“

Im Rahmen der beiden Modellversuche seien bislang rund 1.000 Unternehmen im Land unmittelbar bei der digitalen Transformation unterstützt worden. „Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, wollen wir die Mittel erhöhen, so dass in 2018 und 2019 insgesamt 24 Millionen Euro für die Digitalisierungsprämie zur Verfügung stehen“, sagte Hoffmeister-Kraut. Das sei dreimal so viel wie ursprünglich geplant. Damit könnten in den Unternehmen bis Ende 2019 Digitalisierungsinvestitionen in Höhe von bis zu 100 Millionen Euro oder mehr ausgelöst werden.

Weiterer Meilenstein seien die mit insgesamt zehn Millionen Euro geförderten zehn regionalen Digital Hubs im Land, die als Kristallisationspunkte für digitale Innovationen und regionale Unterstützungspunkte für die Digitalisierung der Wirtschaft derzeit nach und nach ihre Arbeit aufnähmen. Das hieraus erwachsende Digital Hub-Netzwerk im Südwesten stelle eine schlagkräftige Unterstützungsinfrastruktur für die Unternehmen vor Ort dar.

Zukunftstechnologien: Künstliche Intelligenz und Quantentechnologie

Hoffmeister-Kraut betonte, sie sei sich mit den Partnern darüber einig, dass der breite Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) herausragende Wachstumschancen für die Wirtschaft in Baden-Württemberg biete: „Wir müssen insbesondere unseren starken Mittelstand unterstützen, bestehende Produkte und Dienste ‘intelligent’ zu machen und vor allem neue KI-Produkte und -Dienstleistungen zu entwickeln. Dem Ausbau intelligenter Anwendungen sind kaum Grenzen gesetzt. Am Ende geht es um die Wertschöpfung, die durch KI generiert wird. Wir müssen mit KI Geld verdienen“, so Hoffmeister-Kraut. Auch die angewandte Quantentechnologie solle gestärkt werden. Hier lägen enorme Potentiale, etwa für die Weiterentwicklung von Satellitendiensten oder für hochaufgelöste Messtechnik-Anwendungen.

Neben der Verfolgung dieser Ankerprojekte plane die Initiative Wirtschaft 4.0 weitere diverse branchenspezifische Unterstützungsmaßnahmen für Industrie, Handwerk, Handel und die Dienstleistungswirtschaft. Um die Kooperationsstrukturen innerhalb der Initiative Wirtschaft 4.0 zu stärken, werde im kommenden Jahr zudem eine Koordinierungsstelle Wirtschaft 4.0 eingerichtet. Diese werde zur branchenübergreifenden Bündelung und Weiterentwicklung von Digitalisierungsmaßnahmen einen wichtigen Beitrag leisten und neue Impulse liefern.

Als branchenspezifische Initiative sei jüngst die Kultur- und Kreativwirtschaft neu in der Initiative Wirtschaft 4.0 verankert worden, um diese Branchen noch stärker in bereits bestehende Maßnahmen und Projekte zur Digitalisierung einzubringen. Hoffmeister-Kraut: „Die Kreativwirtschaft ist von strategischer Bedeutung für die gesamte Wirtschaft im Südwesten. Ihre Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle stehen oft am Beginn von Wertschöpfungsketten und tragen zur Innovationssteigerung der gesamten Wirtschaft bei.“

Die landesweite Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-Ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

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news-266 Wed, 28 Nov 2018 10:32:00 +0100 Landes-Innovationspreis 2018: Preisträger aus Pfinztal, Schwieberdingen und Geislingen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/landes-innovationspreis-2018-preistraeger-aus-pfinztal-schwieberdingen-und-geislingen/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am Mittwoch (28. November) den mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Landes-Innovationspreis – „Dr.-Rudolf-Eberle-Preis“ – verliehen. Mit dem Preis werden alljährlich mittelständische Unternehmen für ihre herausragenden Entwicklungen und Anwendungen neuer Technologien ausgezeichnet. „Innovationsfähigkeit ist der Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg und den Wohlstand des Landes. Aber Innovationsfähigkeit ist kein Selbstläufer. Erfolgreiche Innovationen verlangen Ideen, die voller Engagement in die Tat umgesetzt werden – mit allen Risiken, die damit verknüpft sind. Es braucht ständig neuen Anlauf, wenn wir führende Innovationsregion Europas bleiben wollen“, sagte Hoffmeister-Kraut bei der feierlichen Preisverleihung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Mit dem Innovationspreis zeichne das Land den Ideenreichtum, die Kreativität und die unternehmerische Leistung des Mittelstandes aus und mache die klugen Köpfe der Südwestwirtschaft sichtbar: „Der Innovationspreis zeigt das enorme Potential unserer Unternehmen im Land.“

Technologische Fortschritte würden schneller denn je erreicht. Um hier Schritt halten zu können und die Stellung des Landes als starken Wirtschaftsstandort zu halten und auszubauen, müssten Innovationen schneller in den Markt gelangen, betonte die Wirtschaftsministerin.

Für den Innovationspreis des Landes wurden in diesem Jahr drei Unternehmen durch das Preiskomitee ausgewählt: die Rosswag GmbH aus Pfinztal bekam ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro verliehen. Mit 15.000 Euro prämiert wurde die Swabian Instruments GmbH aus Schwieberdingen und 10.000 Euro erhielt die Dr.-Ing. Max Schlötter & Co. KG, Geislingen. Zusätzlich erhielt die ioxp GmbH aus Mannheim den mit 7.500 Euro dotierten Sonderpreis der MBG Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft für Innovationen von jungen Unternehmen. Sechs weitere Unternehmen wurden mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

Der Stuttgarter Regierungspräsident Wolfgang Reimer, der in der Jury mitgewirkt hatte, zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der eingereichten Bewerbungen: „Der Preis ist nicht nur für etablierte Unternehmen attraktiv, sondern auch für Start-ups. Dabei reicht das Spektrum der Themen vom klassischen Maschinenbau über Software bis hin zum Umweltschutz.“

Hoffmeister-Kraut und Reimer sprachen allen Ausgezeichneten Glückwünsche aus: „Innovationen und neue Denkansätze stehen im Mittelpunkt der heutigen Preisverleihung. Sie sind die Botschafterinnen und Botschafter für andere Unternehmen im Land und können diese ermutigen, innovativen Ideen nachzugehen und diese auch umzusetzen.“

Weitere Informationen zum Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg und die ausführliche Dokumentation zur Preisverleihung 2018 finden Sie unter den angegebenen Links.

Die Preisträger 2018 im Einzelnen:
Die Rosswag GmbH, Pfinztal,
erhält 25.000 Euro für ihre Hybride Schmiede-/3D-Druck-Bauteile. Bei der Herstellung hybrider Bauteile wird ein Grundkörper konventionell geschmiedet und anschließend spanend für den Fügeprozess vorbereitet. Auf eine ebene Fläche wird im nachfolgenden Prozessschritt mittels Selektivem Laserschmelzen die gewünschte Geometrie aufgebaut. Der optimierte Faserverlauf der geschmiedeten Geometrieelemente weist ideale mechanisch-technologische Eigenschaften gerade im Hinblick auf die Dauerschwingfestigkeit auf. Bei dem additiven Aufbau entsteht eine stoffschlüssige Verbindung, die ähnliche Festigkeiten wie der Schmiedegrundkörper aufweist. www.rosswag-engineering.de

Ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro erhält die Swabian Instruments GmbH, Schwieberdingen, für ihre schnelle digitale Signalerfassung. Die Anzahl der Messgrößen und Sensoren, welche erfasst und verarbeitet werden müssen, steigt zunehmend. Dabei müssen Messlabore ständig neu konfiguriert werden und stoßen an Grenzen. Eine einmalige Softwarearchitektur ermöglicht es nun Anwendern jede erdenkliche digitale Messung mit geringem Aufwand in Software zu implementieren. Die Messgenauigkeit des hochpräzisen Messgeräts liegt im Bereich von Pikosekunden und vereinfacht so ganze Forschungsprozesse. Die Kunden können bereits beim Aufbau der Messtechnik auf mehrere teure Geräte verzichten und senken so ihre Investitionskosten. www.swabianinstruments.com

Ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro erhält in diesem Jahr Dr.-Ing. Max Schlötter & Co. KG, Geislingen, für die ressourcenschonende Zink-Nickel-Abscheidung. Für Eisenwerkstoffe ist die galvanische Beschichtung mit Zink-Nickel-Legierungsschichten eine der besten Möglichkeiten zum Schutz gegen Korrosion. Mit den neu entwickelten manganhaltigen Anoden gelingt es, die galvanische Abscheidung in mehrfacher Hinsicht positiv zu beeinflussen: Es fällt weniger giftiges Cyanid an, gleichzeitig sinkt der Stromverbrauch um bis zu 30 Prozent und es kann mit einer niedrigeren Nickelkonzentration gearbeitet werden. Ein Umstieg auf die neue Technologie ist problemlos möglich, da lediglich die Anoden ausgetauscht werden müssen. www.schloetter.de

Den mit 7.500 Euro dotierten Mittelstandspreis der MBG, der sich an junge Unternehmen richtet, erhielt in diesem Jahr die ioxp GmbH, Mannheim, für ihr intelligentes Video-Assistenzsystem. Die Vorteile der Verortung virtueller Inhalte im realen Kontext werden zunehmend auch in der Industrie erkannt. Im Vordergrund steht hierbei die direkte Einblendung von Informationen zu betrachteten Maschinen, welche dem Wartungstechniker Aufschluss über die Betriebssituation geben können, um eine bestmögliche Informationslage mit niedrigem Aufwand herstellen zu können. Ein weiteres Feld ist die Schritt-für-Schritt Erklärung und Anleitung für komplizierte Arbeitsprozesse. Hierfür gibt es einen großen Bedarf im Anwendungsfeld der Montage sowie im Trainings- und Qualifizierungsbereich. www.ioxp.de

Eine Anerkennung wurde folgenden sechs Unternehmen ausgesprochen:

Andreas Hettich GmbH & Co. KG, Tuttlingen, für die duale Zentrifuge für Labore. Das vielseitige Laborgerät kann insbesondere bei der Herstellung von Nanopartikeln im medizinischen und technischen Bereich, bei der Vermischung von schwer mischbaren Komponenten sowie zur Extraktion bei der analytischen Probenvorbereitung eingesetzt werden. Die Probengefäße werden während der Zentrifugation zusätzlich um ihre eigene Achse gedreht und erfahren dadurch starke Zentrifugalbeschleunigungen. So werden neue Anwendungen bei der Herstellung von Arzneimitteln, in der Lebensmittelkontrolle oder für die biomedizinische Forschung möglich. www.hettichlab.com

dotscene GmbH, Freiburg, für eine mobile 3D-Laser-Datenerfassung. Für die Erstellung von dreidimensionalen Umgebungsmodellen bietet das tragbare, fahrbare und fliegbare Sensorsystem vielseitige Einsatzmöglichkeiten. Die aus einer Punktwolke resultierenden 3D-Modelle werden vorrangig zur Darstellung von Immobilienbeständen verwendet. Die Verarbeitung der Aufnahmedaten erfolgt als kunden- und anwendungsspezifische Dienstleistung. Es entfallen somit für den Kunden fixe Softwarekosten, zeitaufwendige Schulungen und hohe Investitionen in Rechenkapazität. www.dotscene.com

inigence gmbH, Bretzfeld, für die Rückfederungskompensation komplexer Blechformteile. Im automobilen Karosseriebau ist eine hohe Maßhaltigkeit und Oberflächenqualität von Blechformteilen von großer Bedeutung. Unter Verwendung eines neu entwickelten Algorithmus ist es nun möglich, simulierte oder auch gemessene Bauteildaten von rückgefederten Teilen so zu überbiegen, dass eine bestmögliche Maßhaltigkeit bei Erhalt der anspruchsvollen Oberflächenqualität erzielt wird. Im Planungs- und Realisierungsprozess von Presswerkzeugen werden dadurch Zeit und Kosten in Millionenhöhe eingespart. www.inigence-gmbh.de

IPR-Intelligente Peripherien für Roboter GmbH, Eppingen, für eine Verbundbeton-Fahrachse. Industrieroboter brauchen häufig Fahrachsen, um sich bei ihrer Arbeit auch vor, zurück oder seitlich hin und her bewegen zu können. Bisher wurden diese Fahrachsen aus Metall gefertigt, was sich in den Herstellungskosten niederschlägt. Die neu entwickelte Fahrachse reduziert durch den Einsatz von Verbundbeton die Materialkosten drastisch, ohne die Positioniergenauigkeit zu beeinträchtigen. Außerdem benötigt die Verbundbeton-Fahrachse weniger Aufstellfläche, was es auch kleinen Unternehmen ermöglicht, ihre Produktionsketten zu automatisieren. www.iprworldwide.com

mm-lab GmbH, Kornwestheim, mit einem Kollisionswarnsystem für Automobil-Prüfgelände. Die Betreiber von Prüfgeländen benötigen ein System, welches den Fahrer vor drohenden Frontal-, Seiten- und Heck-Kollisionen mit einer entsprechenden Vorwarnzeit alarmiert. Die im öffentlichen Straßenverkehr genutzten Frontkollisionswarnsysteme sind systembedingt nicht für Teststrecken und Steilkurven geeignet. Die Neuentwicklung verbessert die Sicherheit auf Prüfgeländen entscheidend und hilft Zusammenstöße zu vermeiden. Dies gelingt durch die hohe Präzision der GPS-Positionierung, die extreme Schnelligkeit in der mobilen Kommunikation und die Software, die die Fahrer in kritischen Situationen warnt. www.mmlab.de

Renfert GmbH, Hilzingen, für das 3D-Video-Mikroskop für die Zahntechnik.
Mit dem neu entwickelten System, das aus Video-Mikroskop, 3D-Monitor und 3D-Brille besteht, können Zahntechniker die Bearbeitung, die Prüfung sowie die Bewertung der Qualität zahntechnischer Objekte präzise und gleichzeitig ergonomisch durchführen. Per Schnittstelle ist der schnelle Austausch mit Kunden und Kollegen während der gemeinsamen Betrachtung am Monitor oder über ein virtuelles Netzwerk möglich. Im Bereich der Zahntechnik ist das mobile, preisgünstige 3D-System mit einer latenzfreien Bildübertragung in Full-HD Qualität gegenüber Stereo-Mikroskopen oder Lupenbrillen die köpergerechte Alternative. www.renfert.com

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Presse
news-241 Tue, 20 Nov 2018 14:56:13 +0100 Technologiebeauftragter legt Impulspapier für künftige Innovationspolitik vor https://www.wirtschaft-digital-bw.de/en/service/press-releases/detailseite/technologiebeauftragter-legt-impulspapier-fuer-kuenftige-innovationspolitik-vor/ Der Technologiebeauftragte der Landesregierung, Prof. Dr. Wilhelm Bauer, hat am Dienstag (20. November 2018) dem Kabinett seine „Innovationspolitischen Impulse“ für das Land vorgestellt. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut dankten dem Technologiebeauftragten für dessen bisherige Arbeit und die vorgelegten Anregungen: „Professor Bauer zeigt Wege dafür auf, wie wir unsere Spitzenposition im Innovationswettbewerb sichern und ausbauen können. Seine Analyse ist Ansporn und Bestätigung zugleich. Bestätigung, weil sie bestätigt: Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Innovationskraft steht als ressortübergreifende Aufgabe im Mittelpunkt der Politik der Landesregierung und wir konzentrieren uns auf die richtigen Zukunftsfelder, nämlich Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, Mobilität und Gesundheit, Ressourceneffizienz und ökologische Modernisierung. Aber auch Ansporn, weil das Papier aufzeigt: Es gibt weiterhin viel zu tun.“

Professor Bauer identifiziere Technologiefelder, in denen sich die Landesregierung verstärkt engagieren müsse, weil sie für die künftige Wettbewerbsfähigkeit von hoher Bedeutung seien, fuhr Kretschmann fort. „Der technologische Umbruch in der Weltwirtschaft ist für die Zukunft Baden-Württembergs als Wirtschaftsstandort entscheidend und Erfolg muss immer wieder neu erkämpft werden. Wenn wir weiterhin ein weltweit führendes Innovationsland bleiben und die Zukunftstechnologien nach unserem europäischen Gesellschaftsmodell prägen wollen, müssen wir in die Zukunftsfelder und Schlüsseltechnologien investieren.“

Professor Wilhelm Bauer verwies darauf, dass Baden-Württemberg über die besten Ausgangsbedingungen verfüge, um auch in Zukunft die Technologieführerschaft in wichtigen Feldern zu beanspruchen und eine Spitzenposition im internationalen Innovationswettbewerb einzunehmen: „Voraussetzung dafür ist, dass der starke industrielle Kern als Rückgrat der baden-württembergischen Wirtschaft kontinuierlich transformiert wird, um mit den neuen Anforderungen an Digitalisierung, voranschreitender globaler Arbeitsteilung sowie neuen Dienstleistungen und Geschäftsmodellen Schritt zu halten.“ Baden-Württemberg sei – so Bauer – stark als „Ausrüster der Welt“ in den wirtschaftlichen Kernbereichen Mobilität, Informations- und Kommunikationstechnologien, Gesundheit, Umwelttechnologie oder industrieller Prozesstechnologie. Schwächen seien hingegen beispielsweise zu konstatieren in Effektivität und Reichweite des Technologietransfers, obwohl ein ausreichendes institutionelles Netz hierfür bestehe.

Ausgehend von einer tiefergehenden Stärken- und Schwächenanalyse beschreibt das Impulspapier wichtige Technologiefelder, in denen das Land und seine Unternehmen ihre Aktivitäten nach Bauers Ansicht verstärken muss, um seine Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft zu sichern. Chancen bestünden für den Südwesten Deutschlands vor allem dort, wo die Stärken Baden-Württembergs konsequent mit den Möglichkeiten der Digitalisierung und intelligenter Systeme verknüpft würden. Dazu zählen Professor Bauer zufolge Themen wie die Plattform- und Datenökonomie, Künstliche Intelligenz, Quantentechnologie, Smart Services, Alternative Antriebe und Kraftstoffe oder Biointelligente Systeme. Darüber hinaus zeigt das Impulspapier eine Reihe von Ansätzen zur Verbesserung des Innovationssystems auf, wie zum Beispiel die Stärkung des Technologietransfers, den Aufbau von Fortschrittszentren oder die Förderung von Sprunginnovationen.

Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut betonte, das Papier des Technologiebeauftragten bestätige das Land in jüngst bereits eingeschlagenen Pfaden: „Besonders im Bereich der Künstlichen Intelligenz können wir nicht zuwarten. Wir wollen hier global an der Spitze dabei sein. Die im Nachtragshaushalt in einem ersten Schritt vorgesehenen 10 Millionen Euro für die Stärkung der anwendungsbezogenen Forschung im Bereich der Künstlichen Intelligenz, zur Unterstützung des Mittelstands bei der Anwendung von KI und zur Kommerzialisierung von KI sind Ansätze, die den Vorschlägen des Impulspapiers nach Fortschrittszentren und stärkerem Technologietransfer entsprechen. An diesem Punkt müssen wir konsequent weiterarbeiten.“

Auch im Bereich der Quantentechnologien müssten nun zügig weitere Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, um die Vision zur Zukunft des Innovationsstandorts Baden-Württemberg Wirklichkeit werden zu lassen, so die Wirtschaftsministerin: „Für die Förderung der wirtschaftsnahen Forschung im Bereich der Quantentechnologien wollen wir rund 20 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Damit sollen ein Projekt zur anwendungsbezogenen Quantensensorik der Fraunhofer-Gesellschaft in Freiburg und der Aufbau eines neuen Instituts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Ulm zu Quantentechnologien in Raumfahrtanwendungen gefördert werden.“ Der Bund habe im Haushaltsausschuss des Bundestages seine Bereitschaft zur Förderung des neuen DLR-Instituts zugesagt, erwarte jedoch, dass das Land die Kofinanzierung sichere, so Hoffmeister-Kraut.

Ministerpräsident Kretschmann und Ministerin Hoffmeister-Kraut hoben die Notwendigkeit hervor, die Impulse des Technologiebeauftragten nun zu bewerten und in die innovationspolitische Strategie des Landes einfließen zu lassen.
Kretschmann: „Das Staatsministerium wird mit allen betroffenen Ministerien die vorgeschlagenen Maßnahmen und Initiativen sorgfältig prüfen, um zu schauen, wo wir noch nachlegen, wo wir Akzente setzen und wo wir Akteure, Maßnahmen und Forschungsanstrengungen so bündeln können, dass daraus geballte Innovationskraft entsteht.“

Hier gehts zum Bericht.

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