Wirtschaft digital Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de/ Wirtschaft digital Baden-Württemberg de-DE Wirtschaft digital Baden-Württemberg Mon, 25 Jan 2021 23:01:44 +0100 Mon, 25 Jan 2021 23:01:44 +0100 TYPO3 EXT:news news-606 Fri, 15 Jan 2021 15:37:03 +0100 Digitalisierungsprämie Plus: Antragsneustart mit geänderten Förderkonditionen am 1. Februar /en/current/press-releases/details/digitalisierungspraemie-plus-antragsneustart-mit-geaenderten-foerderkonditionen-am-1-februar Ab dem 1. Februar 2021 können mit neuen Förderbedingungen wieder Anträge für die Digitalisierungsprämie Plus gestellt werden. Dies teilte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut mit. „Die Digitalisierungsprämie ist ein absolutes Erfolgsmodell. Ich freue mich, dass nach einer mehrwöchigen Pause die Antragstellung ab dem 1. Februar wieder möglich sein wird. Mit dem Neustart mit angepassten Konditionen ermöglichen wir noch mehr Unternehmen im Land die Antragstellung und verstärken den konjunkturellen Impuls deutlich. Zu der Antragspause hatten wir uns entschlossen, um aufgrund des kritischen Infektionsgeschehens mit Beginn des Lockdown zur Minimierung von persönlichen Kontakten beizutragen, denn Förderanträge bei der Darlehensvariante müssen persönlich bei der Hausbank eingereicht werden. Angesichts des fortdauernden Lockdowns und immer drängenderen Herausforderungen bei der Digitalisierung, vor denen die Unternehmen stehen, werden wir die Antragstellung nun wieder ermöglichen“, sagte Hoffmeister-Kraut.

„Die Digitalisierungsprämie Plus wird von den Unternehmen aus allen Branchen sehr gut nachgefragt. Das gilt besonders auch für Handwerk und Handel. Dies zeigt, dass unser Mittelstand bereit und willens ist, bei der Umsetzung konkreter Digitalisierungsmaßnahmen massiv Tempo aufzunehmen, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit und damit auch unsere Wirtschaft insgesamt zu stärken“, so die Ministerin weiter.

„Die letzten Monate haben uns allen nochmals deutlich gezeigt, von welch zentraler Bedeutung die Digitalisierung für die Unternehmen und ihre Beschäftigten ist. Ziel ist es daher, mit der Digitalisierungsprämie Plus die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit möglichst vieler Unternehmen im Land nachhaltig zu unterstützen“, erklärte Hoffmeister-Kraut.

Ab dem 1. Februar 2021 ist es Unternehmen wieder möglich, Förderanträge für die Digitalisierungsprämie Plus – sowohl in der Darlehens- als auch in der Zuschussvariante – zu stellen. Die angepassten Förderkonditionen sehen einen Zuschuss von 50 Prozent (maximal aber 6.000 Euro) für Digitalisierungsvorhaben in Höhe von 10.000 Euro bis 50.000 Euro und einen Zuschuss von zwölf Prozent (maximal aber 12.000 Euro) für Digitalisierungsvorhaben in Höhe von bis zu 120.000 Euro vor. Mit den angepassten Konditionen können voraussichtlich insgesamt 8.500 Fördervorhaben anstelle von 6.000 Vorhaben gefördert werden. Das angestoßene Investitionsvolumen in Digitalisierung wird sich auf über 300 Millionen Euro erhöhen.

Weitere Informationen

Für die Digitalisierungsprämie Plus wurden bisher rund 2.500 Anträge gestellt. Durch die Anpassung der Konditionen soll die Förderung von mindestens weiteren 6.000 Unternehmen ermöglicht werden.

Mit der Digitalisierungsprämie Plus werden Digitalisierungsprojekte sowie Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aller Branchen mit bis zu 500 Beschäftigten gefördert. Ziel ist es, die Digitalisierung der Wirtschaft voranzubringen und die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie möglichst rasch zu überwinden.

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news-605 Fri, 15 Jan 2021 11:47:13 +0100 Startschuss für "Invest BW": Antragstellung ab sofort möglich /en/current/press-releases/details/startschuss-fuer-invest-bw-antragstellung-ab-sofort-moeglich Ab sofort können Anträge für das branchenoffene Programm „Invest BW“ für Unternehmen aller Größen gestellt werden. Das Land stellt dafür insgesamt 300 Millionen Euro aus der Rücklage „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ bereit. „Mit dem größten branchenoffenen einzelbetrieblichen Innovations- und Investitionsförderprogramm in der Geschichte Baden-Württembergs wollen wir unserer von der Pandemie stark gebeutelten Wirtschaft einen kräftigen Schub geben und Investitionen in Zukunftstechnologien vorantreiben“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich des Förderstarts. „Wir dürfen keine Zeit verlieren, damit wir die wirtschaftlichen Folgen der Krise möglichst geringhalten und schließlich gestärkt aus der Krise hervorgehen können.“ Gerade in der schwierigen Zeit des anhaltenden Lockdowns sei der mit Hochdruck vorangetriebene Antragsstart ein wichtiges Signal für die Unternehmen im Land.

„Mit ‚Invest BW‘ bieten wir unseren Unternehmen Perspektiven sowie schnelle und unbürokratische Unterstützung. Wir wollen eine starke konjunkturelle Hebelwirkung erzielen und einen wichtigen Beitrag leisten, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Baden-Württemberg zu halten“, erklärte Hoffmeister-Kraut. Der globale Innovationswettbewerb gewinne zunehmend an Härte. Wenn Baden-Württemberg seine Position als eine der führenden Innovationsregionen Europas auch in Zukunft erhalten wolle, müsse gezielt in Zukunftstechnologien investiert werden, denn davon hänge die künftige wirtschaftliche Stärke ab. „Wir setzen daher mit aller Kraft auf Innovationen und Investitionen, um den Standort Baden-Württemberg nachhaltig zu stärken und fit für die Zukunft zu machen“, so die Ministerin weiter.

„Viele Unternehmen mussten ihre Innovationsanstrengungen und Investitionen aufgrund des wirtschaftlichen Einbruchs im vergangenen Jahr vorübergehend stark reduzieren oder gar einstellen. Hier setzen wir mit ‚Invest BW‘ an und unterstützen gezielt unseren Mittelstand. Denn innovative Produkte, Dienstleistungen und Prozesse sowie Investitionen für technologische Transformation und Nachhaltigkeit sind der beste Weg, um wirtschaftlich gestärkt aus der Pandemie zu kommen“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Ab sofort können Anträge für die einzelbetriebliche Innovations- und Investitionsförderung beim beauftragten Projektträger „VDI/VDE Innovation + Technik GmbH“ auf der Internetseite www.invest-bw.de eingereicht werden. Weitere Details und detaillierte Anforderungen zur Auswahl und Bewertung der Anträge sind in den Verwaltungsvorschriften des Wirtschaftsministeriums festgelegt. Eine Antragstellung ist in beiden Förderlinien fortlaufend möglich.

Informationen zu den beiden Förderlinien

Innovationsförderung

Für Innovationsvorhaben beträgt der maximale Förderzuschuss fünf Millionen Euro. Im Rahmen der Innovationsförderung können Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsvorhaben, einschließlich Prozessinnovationen bzw. nichttechnische Innovationen und Dienstleistungsinnovationen gefördert werden. Damit soll die Erschließung neuer Marktfelder gelingen und eine Erhöhung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit sowie der Innovationskraft der Unternehmen in Baden-Württemberg erreicht werden.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe aus Baden-Württemberg, bei Verbundvorhaben auch gemeinsam mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen aus Baden-Württemberg. Die Förder-sätze sind abhängig von der Unternehmensgröße. KMU erhalten demnach besonders attraktive Förderkonditionen und können in Verbundvorhaben bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet bekommen. Der Umsetzungszeitraum der Förderprojekte soll 24 Monate betragen.

Investitionsförderung

In der Investitionsförderung können Unternehmen Zuschüsse bis maximal eine Million Euro erhalten. Gefördert werden Errichtungsinvestitionen (Ansiedlungen), Erweiterungsinvestitionen und Investitionen in die Transformation oder Diversifizierung einer Betriebsstätte in Baden-Württemberg. Antragsberechtigt sind branchenübergreifend Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe aus Baden-Württemberg. Der Regelfördersatz in der Investitionsförderung beträgt unabhängig von der Unternehmensgröße zehn Prozent. Zusätzlich sind Förderaufschläge in Form eines Nachhaltigkeitsbonus oder für Projekte von besonderer volkswirtschaftlicher Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg möglich. Der Höchstfördersatz beträgt 25 Prozent.

Die Investitionsvorhaben müssen dazu geeignet sein,

  • eine Steigerung der Produktivität, der Effizienz oder der Flexibilität des Unternehmens zu ermöglichen und dessen Wettbewerbsfähigkeit zu steigern,
  • zur Einhaltung der Ziele der Nachhaltigkeit (ökonomisch/ökologisch/sozial) beizutragen und einen positiven Beitrag zur Umwelt- und Ressourcenschonung zu leisten,
  • zur nachhaltigen und langfristigen Unternehmensentwicklung des Unternehmens beizutragen,
  • die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen aktiv zu fördern.

Weitere Informationen

Die gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen des Strukturwandels durch die Digitalisierung, Maßnahmen zum Klimaschutz und die Transformation der Automobilwirtschaft sind ungebrochen. Durch die Ausbreitung der Corona-Pandemie seit dem Frühjahr 2020 haben sich die Auswirkungen teilweise dramatisch verschärft.

Um die Unternehmen hier zu unterstützen, werden finanzielle Mittel für Forschungsaktivitäten und Zukunftsinvestitionen in Form direkter Zuschüsse bereitgestellt. „Invest BW“ schafft wirkungsvolle Anreize, um in wichtige Zukunftsfelder zu investieren, neue Wertschöpfung im Land zu generieren und Arbeitsplätze zu sichern.

Die Landesregierung hatte mit dem zweiten Nachtrag zum Doppelhaushalt am 23. September 2020 das Maßnahmenpaket „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Bereits am 15. Dezember 2020 hatte die Landesregierung die Eckpunkte für „Invest BW“ beschlossen. Nach der Zustimmung des Finanzausschusses des Landtags zur Entnahme der ersten Tranche in Höhe von 150 Millionen Euro kann das Förderprogramm jetzt starten.

Quelle: Wirtschaftsministerium

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news-604 Mon, 11 Jan 2021 07:58:39 +0100 Wirtschaftsministerium fördert 44 Innovationsprojekte für mehr „KI - made in Baden-Württemberg“ /en/current/press-releases/details/wirtschaftsministerium-foerdert-44-innovationsprojekte-fuer-mehr-ki-made-in-baden-wuerttemberg Mit 11,4 Millionen Euro fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau im Rahmen des „KI-Innovationswettbewerbs Baden-Württemberg“ die Forschung und Entwicklung von Innovationen auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. „Künstliche Intelligenz bietet der Wirtschaft völlig neue Möglichkeiten und kann Produkte und Dienstleistungen maßgeblich verbessern. Mit unserem KI-Innovationswettbewerb unterstützen wir gezielt kleine und mittlere Unternehmen aus Baden-Württemberg dabei, diese enormen Chancen zu nutzen“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 11. Januar. Die 44 ausgewählten Projekte aus dem baden-württembergischen Mittelstand sollen technologische Hürden bei der Kommerzialisierung von KI überwinden und die Entwicklung von KI-Produkten und KI-Dienstleistungen "made in Baden-Württemberg" beschleunigen. "Der globale Wettbewerb KI entwickelt sich rasend schnell. Um dabei vorne mitzuspielen, dürfen wir uns nicht darauf beschränken, KI-Lösungen aus den USA oder China erfolgreich anzuwenden. Baden-Württemberg muss selbst ein führender Entwicklungsstandort für KI werden. Deshalb brauchen wir noch mehr Unternehmen und Startups, die erfolgreich eigene KI-Produkte und Dienstleistungen auf den Markt bringen. Mit dem Innovationswettbewerb geben wir ambitionierten jungen und etablierten Firmen aus dem Land zusätzlichen Schub, um ihre Ideen in die Umsetzung zu bringen", so Hoffmeister-Kraut.

"Künstliche Intelligenz kann die Wettbewerbsfähigkeit unserer Kernbranchen nachhaltig stärken und gleichzeitig neue Wachstumsfelder erschließen - etwa in der Gesundheitswirtschaft, im IT-Bereich oder bei wissensintensiven Dienstleistungen. Mit dem breit angelegten Innovationswettbewerb legen wir unseren Fokus klar auf kleine und mittlere Unternehmen sowie Startups als Motor für Innovationen - auch in enger Zusammenarbeit mit den hervorragenden Forschungseinrichtungen im Land. Deren Knowhow wollen wir noch besser in wirtschaftliche Stärke ummünzen", so Ministerin Hoffmeister-Kraut.


Weitere Informationen

Die Projekte decken ein breites Spektrum an KI-Technologien, Branchen und Anwendungsfeldern ab. So werden unter anderem Innovationsvorhaben in den Bereichen Industrie, Dienstleistungswirtschaft, Gesundheit, Mobilität, Handel, Logistik, Energie und Bauwirtschaft gefördert. Insgesamt sind 73 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Baden-Württemberg daran beteiligt. Am Wettbewerb teilnehmen konnten sowohl Einzelunternehmen als auch Projektkonsortien, die aus jeweils mindestens zwei KMU und einer Forschungseinrichtung bestehen.

Die Fördersumme pro Projekt beträgt je nach Umfang des Vorhabens zwischen 110.000 Euro und 420.000 Euro. Zusätzlich zur Landesförderung investieren die KMU weitere 9,1 Millionen Euro. Alle Projekte sollen bis Dezember 2021 abgeschlossen sein.

Eine Übersicht der geförderten Projekte (PDF)

Quelle: Wirtschaftsministerium

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news-599 Fri, 08 Jan 2021 07:53:02 +0100 Wirtschaftsministerium fördert Verbundforschungsprojekte zum Quantencomputing mit über 19 Millionen Euro /en/current/press-releases/details/wirtschaftsministerium-foerdert-verbundforschungsprojekte-zum-quantencomputing-mit-ueber-19-millionen-euro Mit über 19 Millionen Euro fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau für eine Dauer von zwei Jahren sechs Verbundforschungsprojekte zum Quantencomputing. Die Projektideen wurden in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft im Rahmen eines Förderaufrufs des "Kompetenzzentrums Quantencomputing Baden-Württemberg" eingereicht. "Quantentechnologien bieten enorme Chancen für unsere Wirtschaft. Die Vorhaben sind ein wichtiger Baustein, um das bestehende Ökosystem zu dieser Zukunftstechnologie aus Hochschulen, Forschungsinstituten, Start-ups und Unternehmen in Baden-Württemberg weiter zu stärken. Damit erhöhen wir auch die internationale Sichtbarkeit des Landes als führende Region für quantentechnologische Innovationen", sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 7. Januar 2021. "Mit den ausgewählten Verbundprojekten binden wir zahlreiche Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft aktiv in die Arbeit des Kompetenzzentrums ein und erforschen die Innovationspotenziale des Quantencomputings für vielfältige wirtschaftliche und wissenschaftliche Anwendungen", so die Ministerin weiter. In den Vorhaben arbeiten Forscherinnen und Forscher aus insgesamt sechs Fraunhofer-Instituten gemeinsam mit 16 weiteren Universitäts-, Hochschul- und außeruniversitären Instituten des Landes sowie rund 40 assoziierten Unternehmenspartnern aus Baden-Württemberg und Deutschland zusammen. So sollen unter Nutzung von Quantencomputing-Ressourcen des Kompetenzzentrums Forschung und Entwicklungsarbeiten in verschiedenen Themenstellungen vorangetrieben werden.

Bei den von der Fraunhofer-Gesellschaft koordinierten Vorhaben handelt es sich um vorwettbewerbliche und kooperative Forschungsarbeiten mit dem Ziel, Erkenntnisse der Forschung aus dem Gebiet der Quantentechnologien im Hinblick auf eine praktische Anwendung weiterzuentwickeln und für die Wirtschaft nutzbar zu machen. Dabei steht besonders die anwendungsorientierte Erforschung und Entwicklung von Algorithmen und Architekturen von Quantencomputern im Fokus. Herzstück für die Berechnungen von Quantenalgorithmen wird der neue IBM Quantencomputer in Ehningen sein, der exklusiv dem bundesweiten Fraunhofer Kompetenznetzwerk für eine Nutzung zur Verfügung steht. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF in Freiburg ist in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Stuttgart mit der administrativen Koordination des Kompetenzzentrums in Baden-Württemberg betraut.

In den sechs Verbundforschungsprojekten werden sowohl neuartige Lösungsansätze für Hard- und Software für das Quantencomputing als auch eine große Bandbreite von Anwendungen untersucht. Die Forschungsschwerpunkte reichen von neuen Simulationsansätzen für Materialien in künftigen Energiespeichern über die Optimierung von Anlageportfolios im Finanzwesen sowie die Steuerung hocheffizienter Betriebsprozesse in der industriellen Produktion bis hin zur Verbesserung von Stabilitätsparametern in kritischen Infrastrukturen der Energieversorgung.

Die geförderten Projekte (PDF)


Hintergrundinformationen

Rechenverfahren auf der Basis von Quanteneffekten, auch als Quantencomputing bezeichnet, bieten künftig gänzlich neue Lösungen in der Behandlung von komplexen Systemen und gewinnen für wirtschaftsrelevante Fragestellungen immer mehr an Bedeutung.

Das von der Fraunhofer-Gesellschaft betriebene "Kompetenzzentrum Quantencomputing Baden-Württemberg" ist das erste seiner Art in einem deutschlandweiten Netzwerk von Kompetenzzentren zum Quantencomputing der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Landesregierung Baden-Württemberg stellt für den Aufbau und für Verbundprojekte im Rahmen des Kompetenzzentrums Quantencomputing Baden-Württemberg im Zeitraum 2020 bis 2024 insgesamt bis zu 40 Millionen Euro zur Verfügung. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF mit Sitz in Freiburg übernimmt die koordinative Führung für das Kompetenzzentrum gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO mit Sitz in Stuttgart. Ein vom Land gefördertes Startprojekt der Fraunhofer-Gesellschaft schafft an den Institutsstandorten in Freiburg und Stuttgart die notwendigen Voraussetzungen für die organisatorischen und technischen Voraussetzungen, um wissenschaftliche Projekte und Auftragsforschung unter Nutzung von Quantencomputern zu ermöglichen.

Die Kooperation der Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Unternehmen IBM ermöglicht in Baden-Württemberg die europaweit erste Installation eines "IBM Q System" neuester Generation, des derzeit kommerziell leistungsfähigsten Quantencomputers. Standort wird am Hauptsitz der IBM Deutschland GmbH in Ehningen sein. Ab Anfang 2021 steht der neue Quantencomputer exklusiv für für die Fraunhofer-Gesellschaft und ihre Partner für Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Wissenschaft und Wirtschaft zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Kompetenzzentrums Quantencomputing Baden-Württemberg unter: https://www.iaf.fraunhofer.de/de/netzwerker/KQC.html

Quelle: Wirtschaftsministerium

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news-600 Thu, 07 Jan 2021 08:14:00 +0100 Wirtschaftsministerium fördert Ausbau des "Kompetenzzentrums Smart Services" mit 1,6 Millionen Euro /en/current/press-releases/details/wirtschaftsministerium-foerdert-ausbau-des-kompetenzzentrums-smart-services-mit-16-millionen-euro Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert den Ausbau und die Weiterentwicklung des "Kompetenzzentrums Smart Services" mit 1,6 Millionen Euro. Das Kompetenzzentrum agiert unter anderem als Anlaufstelle für Fragen rund um die Digitalisierung in der Dienstleistungswirtschaft und stellt baden-württembergischen Betrieben aktuelle Ergebnisse der Dienstleistungsforschung auf direktem Wege zur Verfügung. "Wir haben unseren Unternehmen seit März mit finanziellen Soforthilfen, Überbrückungshilfen sowie günstigen Kreditabsicherungen und Kapitalhilfen unter die Arme gegriffen. Es zeigt sich jedoch immer deutlicher: Das allein wird nicht ausreichen, um die Krise zu bewältigen", erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. "

Wir geben den hart getroffenen Dienstleistungsunternehmen die Perspektive, den Digitalisierungsschub aus der Corona-Krise mitzunehmen, zu verstärken und ihre Innovationsleistung deutlich zu steigern", sagte die Wirtschaftsministerin. Um Kunden auch in Krisenzeiten gut erreichen und effektiv unterstützen zu können, sei eine zügige Digitalisierung der bestehenden Dienstleistungen erforderlich. Dies gelte sowohl bei industrie- und unternehmensnahen Services als auch bei konsum- und personennahen Dienstleistungen wie etwa im Handwerk, Handel, der Tourismus-, Veranstaltungs- und Freizeitbranche oder der Gesundheitswirtschaft, so Ministerin Hoffmeister-Kraut. "Gleichzeitig müssen wir den Unternehmen dabei helfen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und neue datenbasierte Leistungsangebote, sogenannte 'Smart Services', am Markt zu etablieren."

Das Wirtschaftsministerium werde daher seine Maßnahmen zur Unterstützung der Dienstleistungswirtschaft über das "Kompetenzzentrum Smart Services" - als wesentlicher Eckpfeiler der "Dienstleistungsstrategie Baden-Württemberg" - deutlich verstärken. "Wir werden das 'Kompetenzzentrum Smart Services' zur Drehscheibe für Dienstleistungsinnovation, Wissenstransfer und Digitalisierung in der Dienstleistungswirtschaft ausbauen", so die Wirtschaftsministerin.

Mit verschiedenen Modulen wie "Service Engineering für den Mittelstand" oder "Steigerung der Produktivität mit Dienstleistungen" habe man durch Förderinitiativen des Landes bereits mehr als 260 Multiplikatoren bei den Kammern, Verbänden und der Beratungsbranche zu Dienstleistungsberatern qualifiziert und über 1.400 kleine und mittlere Unternehmen mit dem Wissenstransfer erreicht.

Weitere Informationen zum "Kompetenzzentrum Smart Services"

Das "Kompetenzzentrum Smart Services" verfolgt die Zielsetzung, kleinere und mittlere Dienstleistungsanbieter auf ihrem Weg in eine digitale Zukunft zu unterstützen. Es fokussiert sich auf folgende Themenfelder:

  • Beratungsgespräche für kleine und mittlere Betriebe: Hierbei werden die Potenziale von Smart Services individuell für die jeweiligen Unternehmen analysiert und die Umsetzung neuer Leistungsangebote Schritt für Schritt geplant. Die Beratungsgespräche sind für kleine und mittlere Unternehmen in Baden-Württemberg kostenfrei.
  • Entwicklung neuer digitaler Transferformate wie Webinare, Film-Clips zu Smart Services, Virtuelle Rundreise "Smart Services made in Baden-Württemberg".
  • Ideenwettbewerb zu Smart Services unter der Zielsetzung, herausragende Ideen für Smart Services und deren erfolgreiche Umsetzung auszuzeichnen.
  • Im Projekt "Smart Services für Macher" wurde ein Smart-Service-Design-Spiel entwickelt und in Macherworkshops mehrfach erfolgreich eingesetzt. Dieses Spiel soll in ein neues digitales Format überführt werden, das keine Präsenz erfordert und über mehrere Termine absolviert werden kann.
  • Das Kompetenzzentrum Smart Services wird zudem das Unterstützungs- und Beratungsangebot für kleine und mittlere Betriebe in den Bereichen "Digitale Geschäftsmodellinnovation" und "Einsatz von KI-Verfahren" weiter ausbauen. Damit soll beispielhaft aufgezeigt werden, wie Unternehmen durch den Einsatz von KI-Verfahren einen Service-Mehrwert mit Daten erzielen können.
  • Mit Blick auf die aktuelle Krisensituation beschäftigt sich das Kompetenzzentrum Smart Services mit der Resilienz (d.h. der Widerstandsfähigkeit in schwierigen Unternehmenssituationen) kleiner und mittlerer Dienstleistungsbetriebe. Digital unterstützte Dienstleistungen werden dabei als ein (strategisches) Coping-Element dargestellt, um mit ihrer Hilfe in Krisen weiterhin Wertschöpfung zu generieren und damit solche Krisen besser zu bewältigen.

Weitere Informationen


Hintergrund-Informationen zu Smart Services: Überblick und Beispiele

Smart Services sind moderne, digital unterstützte Dienstleistungen. Diese nutzen insbesondere das zunehmende Datenaufkommen sowie digitale Vertriebs- und Lieferkanäle (z.B. Plattformen und Apps), um einen zusätzlichen Mehrwert für Kunden zu schaffen. Heutzutage bilden viele Smart Services eine sinnvolle Ergänzung zu Geräten, Maschinen und Anlagen. Die dort verbaute Sensorik sammelt Daten, welche anschließend aufbereitet und analysiert werden. Durch die gewonnenen Erkenntnisse lassen sich anschließend die Produktnutzung optimieren, Prozesse verbessern und Kosten sparen.

Smart Services finden sich mittlerweile in vielfältigen Anwendungsbereichen. Insbesondere High-Tech-Branchen, wie sie in Baden-Württemberg zu finden sind, profitieren von Smart Services. Die Anbieter sind durch Smart Services in der Lage, zusätzliche Leistungen für ihre Kunden anzubieten und dadurch die Attraktivität ihrer Kernprodukte zu erhöhen. Da Smart Services in der Regel zu großen Teilen digital unterstützt ablaufen und nicht ortsgebunden sind, eignen sie sich zudem sehr gut für den Export.

Quelle: Wirtschaftsministerium

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Presse Unterstützung Kultur- und Kreativwirtschaft Hotel- und Gastgewerbe Handel & Logistik Produzierendes Handwerk Technologietrends Zukunft der Arbeit Orientierung
news-598 Mon, 28 Dec 2020 12:31:53 +0100 Wirtschaftsministerium fördert Vernetzung mit Frankreich zur Künstlichen Intelligenz und Industrie 4.0 /en/current/press-releases/details/wirtschaftsministerium-foerdert-vernetzung-mit-frankreich-zur-kuenstlichen-intelligenz-und-industrie-40 Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg fördert im Rahmen der „Partnerschafts-Konzeption Baden-Württemberg & Frankreich“ mit rund 500.000 Euro die grenzübergreifende Vernetzung und den Austausch von Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen zur Künstlichen Intelligenz (KI) und Industrie 4.0. „KI wird die Industrie der Zukunft maßgeblich prägen. Der enge Austausch und die Vernetzung von Innovationspartnern aus Baden-Württemberg und Frankreich bieten daher enormes Potential für unsere Wirtschaft. Mit der Förderung geben wir nun den Anstoß für eine noch engere Partnerschaft“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (28. Dezember).

Ziel der Maßnahme sei es, entlang beider Zukunftsthemenfelder Innovationspartnerschaften von baden-württembergischen und französischen Unternehmen zu initiieren und diese bei der Markterschließung zu unterstützen. „Wir wollen den Grundstein für die Entwicklung eines deutsch-französischen KI-Ökosystems legen, und so Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik noch besser miteinander vernetzen. Damit stärken wir die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft in Baden-Württemberg und in Europa“, so die Ministerin weiter.

Mit der deutsch-französischen Konferenz zur angewandten Künstlichen Intelligenz AIxIA, die am 3. Dezember 2020 bereits zum zweiten Mal stattfand, wurde bereits eine Plattform für neue Innovationspartnerschaften geschaffen. „Nun gilt es, die so etablierten Kooperationen langfristig auf eine neue Stufe zu heben“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Mit der Förderung werden das Digitale Innovationszentrum DIZ mit dem Digital Hub Karlsruhe für Angewandte Künstliche Intelligenz, die Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg, das Steinbeis-Europa Zentrum und Baden-Württemberg International umfangreiche Vernetzungs- und Matchmaking-Aktivitäten für und mit Innovationspartnern aus Wirtschaft und Wissenschaft aus Baden-Württemberg und Frankreich starten. Im Fokus steht dabei die grenzüberschreitende Vernetzung von Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen, die Erhöhung der Sichtbarkeit und Vermarktung von Wissens- und Technologiepotenzialen sowie die Unterstützung der Wirtschaft bei der Markterschließung auf beiden Seiten des Rheins in den Themenfeldern KI und Industrie 4.0.

Weitere Informationen

Digitales Innovationszentrum DIZ

Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg

Steinbeis-Europa Zentrum SEZ

Baden-Württemberg International bw-i

Partnerschafts-Konzeption Baden-Württemberg & Frankreich der Landesregierung

Quelle: Wirtschaftsministerium

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Presse Baden-Württemberg IT-Wirtschaft 100% Dienstleister 100% Produzierendes Gewerbe 100% Künstliche Intelligenz 100%
news-591 Fri, 18 Dec 2020 07:48:06 +0100 Präsentation des KI-Ökosystems "AI Breakthrough Hub" /en/current/press-releases/details/praesentation-des-ki-oekosystems-ai-breakthrough-hub Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Winfried Kretschmann haben an einer virtuellen Präsentation des KI-Projekts „AI Breakthrough Hub“ im Cyber Valley teilgenommen. Das von Bund, Land und privater Seite finanzierte Projekt soll rund um das Tübinger AI Center verwirklicht werden. „Künstliche Intelligenz im Dienst des Menschen und nicht im Dienst des Staates oder von Monopol-Konzernen – das ist unser Ansatz im Cyber Valley. Heute ist das Cyber Valley eine der größten Forschungskooperationen in Europa und ein internationaler Leuchtturm in der KI-Forschung. Und das Dank eines gemeinsamen Kraftakts von Bund, Land, Wissenschaft, Wirtschaft und privaten Stiftern“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann während einer virtuellen Präsentation des KI-Projekts „AI Breakthrough Hub“ im Cyber Valley.

Kraftakt von Bund, Land, Wissenschaft, Wirtschaft und privaten Stiftern

140 Millionen Euro habe das Land bereits in den erfolgreichen Weg des Cyber Valley investiert. „Zuletzt an diesem Dienstag einen zweistelligen Millionenbetrag, um die gemeinsame Förderung des KI-Kompetenzzentrums durch Bund und Land abzusichern. Gemeinsam mit dem Bund und dem Cyber Valley haben wir nun mit dem ,AI Breakthrough Hub‘ ein hervorragendes Konzept zur Förderung der KI hierzulande erstellt. Außerdem freue ich mich, dass auch die Hector Stiftung die Berufung von KI-Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern im Cyber Valley mit einem Betrag von bis zu 100 Millionen Euro fördern wird“, so Kretschmann weiter.

Neues KI-Ökosystem von internationaler Strahlkraft

Das von Bund, Land und privater Seite finanzierte Projekt „AI Breakthrough Hub“ soll rund um das Tübinger AI Center, dem KI-Kompetenzzentrum für Maschinelles Lernen, verwirklicht werden. In ihrer Sitzung am 13. November 2020 beschloss die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) die dauerhafte institutionelle Förderung von fünf Nationalen Kompetenzzentren für Künstliche Intelligenz (KI), darunter das Tübinger AI Center. Darauf aufbauend soll das neue KI-Ökosystem von internationaler Strahlkraft aus einer Reihe von weiteren Maßnahmen zur Stärkung von Stärken bestehen, die die Anziehungskraft für internationale Talente und die wirtschaftliche Durchschlagskraft deutlich erhöhen werden. Hierzu gehören ein Fellowship-Programm, der Ausbau der Rechnerleistung, eine Coding School zur Programmierausbildung, ein Start-Up Venture Lab und der Ausbau der Schnittstelle von KI und Medizin.

Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Kretschmann nahmen an der virtuellen Präsentation unter anderem auch die Bundesforschungsministerin Anja Karliczek, Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Kommission und Kommissarin für Digitales und Wettbewerb Margrethe Vestager, die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Staatssekretär Florian Stegmann und der Direktor des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme Prof. Dr. Bernhard Schölkopf teil. Bereits im September nahm Bundeskanzlerin Merkel an einer virtuellen Führung durch das Cyber Valley zusammen mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann teil und gab damit den Startschuss für die nun beschlossene, noch engere Zusammenarbeit

Zusätzliche zwei Milliarden Euro für Künstliche Intelligenz

„Die Bundesregierung wird die KI-Forschung und den Transfer in die Anwendung weiter intensiv unterstützen“, so Bundeskanzlerin Merkel. „Kürzlich haben wir die Fortschreibung der KI-Strategie beschlossen und im Rahmen des Zukunftspakets haben wir zusätzliche zwei Milliarden Euro für KI zugesagt. Beides zusammen soll als Katalysator wirken: für modernste Recheninfrastrukturen, attraktive Bedingungen für Spitzentalente und zukunftsgerichtete KI-Ökosysteme.“

Eckpfeiler, um Künstliche Intelligenz in Europa voranzubringen

„Die Verknüpfung der industriellen Basis mit der Spitzenforschung im Bereich der künstlichen Intelligenz ist der beste Weg nach vorn. Wir müssen auch die Zusammenarbeit verstärken, was dieses neue AI Breakthrough Hub im Kern ausmacht“, so die Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Kommission Vestager. „Unser europäischer Ansatz beruht auf unseren Werten – und dieser neue Hub wird ein Eckpfeiler sein, um die künstliche Intelligenz in Europa voranzubringen.“

„Cyber Valley hat es in wenigen Jahren geschafft, international beste KI-Talente anzuziehen und sich hervorragend mit den bedeutendsten Standorten der KI-Forschung in der Welt zu vernetzen“, sagte Ministerin Bauer. „Mit einer großen gemeinsamen Anstrengung können wir jetzt den Durchbruch schaffen und Cyber Valley weltweit in die Spitzenliga bringen und dort halten. Denn wir wollen bei der Entwicklung einer europäischen KI schnell vorankommen.“

Startschuss in neue Ära

„Seit vier Jahren bauen wir hier mit herausragenden Kolleginnen und Kollegen etwas Neues auf. Wir haben Cyber Valley gegründet, ein regionales KI-Ökosystem mit internationaler Anziehungskraft. Dann sind wir Teil der KI-Strategie des Bundes geworden – und in den vergangenen beiden Jahren haben wir uns daran gemacht, auch zu einem Motor der europäischen KI zu werden“, so der Direktor des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme Prof. Dr. Bernhard Schölkopf. „Der offizielle Launch der ersten 30 ELLIS-Forschungseinrichtungen im September, darunter auch Tübingen, war ein Meilenstein auf dem Weg dorthin, dass Europa mit den KI-Hotspots der Welt konkurrieren kann, insbesondere den USA und China. Mit der Gründung des neuen ,AI Breakthrough Hubs‘ geben der Bund und das Land Baden-Württemberg nun den Startschuss in eine neue Ära. Ich persönlich empfinde es als Privileg, dass wir gemeinsam die Exzellenz in Forschung und Innovation weiterentwickeln dürfen, um so Baden-Württemberg, Deutschland und Europa voranzubringen.“

Quelle: Staatsministerium

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news-589 Tue, 15 Dec 2020 13:54:03 +0100 Ministerrat beschließt Eckpunkte für Invest BW /en/current/press-releases/details/ministerrat-beschliesst-eckpunkte-fuer-invest-bw Der Ministerrat hat heute (15. Dezember 2020) die Eckpunkte für das größte branchenoffene einzelbetriebliche Investitions- und Innovationsförderprogramm in der Geschichte Baden-Württembergs beschlossen. Für Invest BW werden aus der Rücklage „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ im zweiten Nachtragshaushalt insgesamt 350 Millionen Euro bereitgestellt. „Mit Invest BW wollen wir die Weichen so stellen, dass unser Land gestärkt aus der Corona-Krise hervorgeht. Wir werden unsere Unternehmen über alle Branchen hinweg unterstützen, damit sie kraftvoll in Zukunftstechnologien wie beispielsweise die Quantentechnologie, Medizintechnik oder Künstliche Intelligenz investieren können. Damit wollen wir unsere Unternehmen dabei unterstützen, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter zu stärken“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Wir werden mit diesem Programm auch den Forschungsstandort Baden-Württemberg weiter stärken, damit aus Spitzenforschung noch schneller innovative Produkte und Geschäftsideen werden. Ich bin davon überzeugt: Die 350 Millionen Euro sind gut angelegtes Geld. Denn die internationale Konkurrenz schläft nicht.“

„Die Entscheidung für einen harten Lockdown bedeutet für unsere ohnehin bereits stark gebeutelte Wirtschaft weitere gravierende Einschnitte. Leider lässt uns die aktuelle Infektionslage keine andere Wahl. Umso wichtiger ist es jetzt, dass wir unseren Unternehmen Perspektiven sowie schnelle und unbürokratische Unterstützung für Zukunftsinvestitionen bieten. Mit Invest BW setzen wir genau hier an“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Das Förderprogramm richte sich an die gesamte Wirtschaft, die mitten in einer historischen Transformation stecke. „Mit der gezielten einzelbetrieblichen Förderung wollen wir eine starke konjunkturelle Hebelwirkung erzielen und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen nachhaltig stärken. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Baden-Württemberg zu halten“, so die Wirtschaftsministerin.

Die Herausforderungen für den Strukturwandel der gesamten Wirtschaft durch die Digitalisierung und Maßnahmen zum Klimaschutz seien ungebrochen, gleichzeitig fehlen vielen Unternehmen durch die anhaltend schwierige wirtschaftliche Lage und den Einbruch der Auftragsentwicklung im ersten Halbjahr oftmals finanzielle Mittel für Forschungsaktivitäten und Zukunftsinvestitionen. Mit einer branchenübergreifenden Innovationsförderung in Form direkter Zuschüsse werden Unternehmen dabei unterstützt, ihre Forschungsaktivitäten zu erhöhen und marktgängige Innovationen insbesondere im Bereich von Zukunftstechnologien zu entwickeln. Mit einem zweiten Baustein des Programms, der Investitionsförderung, werden außerdem wirkungsvolle Anreize geschaffen, in wichtige Zukunftsfelder zu investieren, um neue Wertschöpfung im Land zu generieren und Arbeitsplätze zu sichern.

Die Landesregierung hatte mit dem zweiten Nachtrag zum Doppelhaushalt am 23. September 2020 das Maßnahmenpaket „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Nach Zustimmung des Finanzausschusses des Landtags zur Entnahme der Haushaltsmittel soll das Förderprogramm zeitnah starten. „Entscheidend ist, dass die Hilfen nun schnell bei unseren Unternehmen ankommen und ihre konjunkturelle Wirkung entfalten können. Wir dürfen keine Zeit verlieren, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie möglichst gering zu halten. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass das Förderprogramm schnellstmöglich starten kann“, sagte Dr. Hoffmeister-Kraut.

Als weiterer Baustein von Invest BW wurde die Stärkung des Forschungsstandorts Baden-Württemberg mit insgesamt 50 Millionen Euro beschlossen. Baden-Württemberg zeichnet sich durch eine besonders leistungsfähige Forschungsinfrastruktur aus. Die wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen agieren als Partner und Unterstützer der mittelständischen Wirtschaft und sind bei den Innovationsanstrengungen und für die Wettbewerbsfähigkeit unersetzlich. „Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung der bestehenden Vernetzung zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen verdeutlicht. Im internationalen Innovationswettbewerbs ist es unverzichtbar, die Forschungsinfrastruktur in wirtschaftlich entscheidenden Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Quantencomputing, molekulare Diagnostik oder Speichertechnologien weiterzuentwickeln und strategisch auszubauen, um Innovations- und Konjunkturschübe zu fördern“, betonte der Ministerpräsident.

Hierzu sind bereits konkrete Vorhaben in Planung, wie die Gründung eines neuen DLR-Institutes für KI-Sicherheit in Ulm, die Realisierung eines dringend benötigten Forschungsneubaus der Hahn-Schickard-Gesellschaft in Freiburg sowie in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft eine KI-Transferinitiative und der Aufbau des neuen strategischen Schwerpunktbereichs Kognitive Robotik am KI-Fortschrittszentrum Lernende Systeme im Cyber Valley.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie unter: www.invest-bw.de

Quelle: Wirtschaftsministerium

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Presse Land Baden-Württemberg Kultur- und Kreativwirtschaft 100% Hotel- und Gastgewerbe 100% Handel & Logistik 100% IT-Wirtschaft 100% Dienstleister 100% Produzierendes Handwerk 100% Produzierendes Gewerbe 100% Infrastruktur 100%
news-585 Tue, 15 Dec 2020 08:19:09 +0100 Drei Leuchtturmprojekte zur Industrie 4.0 im Land ausgezeichnet /en/current/press-releases/details/drei-leuchtturmprojekte-zur-industrie-40-im-land-ausgezeichnet Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz hat am 14. Dezember per Videobotschaft die aktuellen Preisträger des Wettbewerbs „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. Insgesamt wurden drei Digitalisierungslösungen prämiert, die Unternehmen und Einrichtungen bei der Produktion erfolgreich im Betriebsalltag umsetzen. „Die digitale Transformation stellt unsere Unternehmen im Land vor große Herausforderungen, bietet aber gleichzeitig enorme Chancen. Die ausgezeichneten Lösungen zeigen, dass unsere Unternehmen mit innovativen Ideen und dem Einsatz zukunftsweisender Technologien wie Künstlicher Intelligenz hervorragend für die Industrie der Zukunft aufgestellt sind“, sagte Schütz im Rahmen der Auszeichnung.
Mit dem aktuellen Themenfokus Künstliche Intelligenz (KI) zeichnet der Wettbewerb Lösungen mit dieser Zukunftstechnologie aus, die in der Unternehmenspraxis bereits Einzug gefunden haben. KI-basierte Technologien und Anwendungen bieten Unternehmen sowohl die Chance, neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen als auch entwickelte Lösungen in die eigenen Prozesse zu implementieren.

Im Rahmen der aktuellen Prämierung werden aber auch Preisträger aus anderen Themenbereichen der Industrie 4.0 ausgezeichnet.

Die ausgezeichneten Unternehmen und Organisationen (Lösungen zum Themenfokus KI sind in der Nummerierung mit einem * gekennzeichnet):

1*

Agentur Graustich

IoT- und Augmented Reality Lösung für die Smart Factory

Heidenheim

2*

HD Vision Systems GmbH

Lichtfeldbasierte Sensorik für die KI-gestützte Robot Vision

Heidelberg

3

Hahn-Schickard-

Gesellschaft für angewandte Forschung e. V.

Individualisierte Produktion mit digitaler Prozesskette für die Fertigung

 

Stuttgart

 

Die als Videobotschaft übermittelten Laudationes der Staatssekretärin finden Sie unter:
https://www.i40-bw.de/auszeichnung-fuer-herausragende-industrie-4-0-loesungen/

Als neues Fokusthema des Wettbewerbs sucht die „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ bei der nächsten Auszeichnung nach Beispielen, die mittels neuer Digitalisierungslösungen die Resilienz von Geschäftsprozessen maßgeblich verbessern und damit die Produktion während der Corona-Pandemie aufrechterhalten konnten.


Weitere Informationen

In zwölf Prämierungsrunden wurden bislang insgesamt 184 Unternehmen, Institute und andere Organisationen ausgezeichnet. Die prämierten Unternehmen erhalten eine Ehrenurkunde und eine Glasplakette, die am Unternehmensstandort angebracht werden kann. Zudem werden die Preisträger auf der Internetseite der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ präsentiert.

Die Netzwerkinitiative „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ will Kompetenzen aus Produktionstechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnik bündeln, alle wesentlichen Akteure vernetzen und durch innovative Transferangebote den industriellen Mittelstand bei der Umsetzung der Industrie 4.0 begleiten. Die Koordinierungsstelle ist beim VDMA-Landesverband Baden-Württemberg angesiedelt.

Die mehr als 50 Partnerorganisationen der Allianz Industrie 4.0 – Unternehmen, Kammern, Verbände, Cluster, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Sozialpartner – streben an, Baden-Württemberg als weltweit führende Region für Industrie 4.0-Technologien auszubauen. Kleine und mittlere Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle und sollen von der Allianz profitieren.

Quelle: Wirtschaftsministerium

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Presse
news-584 Mon, 14 Dec 2020 10:33:23 +0100 Baden-Württemberg bleibt spitze bei EU-Forschungsförderung /en/current/press-releases/details/baden-wuerttemberg-bleibt-spitze-bei-eu-forschungsfoerderung Mit zehn von 52 Consolidator Grants ist Baden-Württemberg beim europaweiten Wettbewerb des EU-Forschungsrats bundesweit am erfolgreichsten. Das ist ein klarer Beleg für die Exzellenz und Innovationskraft der Forscherinnen und Forscher und für beste Forschungsbedingungen im Land. Forscherinnen und Forscher aus Baden-Württemberg haben sich im europaweiten Wettbewerb durchgesetzt und insgesamt neun Consolidator Grants des  EU-Forschungsrats (ERC) eingeworben. Damit steht Baden-Württemberg abermals mit an der Spitze der deutschen Länder. Consolidator Grants bieten herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sieben bis zwölf Jahre nach der Promotion die Möglichkeit, bis zu zwei Millionen Euro für ein Forschungsprojekt einzuwerben. Dieses Jahr waren aus Baden-Württemberg besonders viele Wissenschaftlerinnen erfolgreich, acht von zehn der Consolidator Grants gehen an Forscherinnen.

„Ich gratuliere unseren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu diesem Erfolg. Besonders freut es mich, dass sich bei den diesjährigen Consolidator Grants überdurchschnittlich viele Wissenschaftlerinnen aus Baden-Württemberg durchsetzen konnten und in der Forschungslandschaft noch sichtbarer werden“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am 9. Dezember in Stuttgart. „Unsere Forschungspolitik bietet ein Umfeld, in dem sich wissenschaftliches und kreatives Potential auf hervorragende Weise entfalten kann. Das wiederholt gute Abschneiden zeigt, dass Baden-Württemberg die richtigen Weichen gestellt hat.“

Zehn Anträge von Universitäten und Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg waren in der siebten Ausschreibungsrunde dieser Förderlinie im EU-Programm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ (2014 bis 2020) erfolgreich.

Folgende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben Consolidator Grants eingeworben:

  • Prof. Dr. Barbara Di Ventura, Zentrum für Biologische Signalforschung, Universität Freiburg
  • Dr. Sireen El Zaatari, Institut für Naturwissenschaftliche Archäologie, Universität Tübingen
  • Prof. Dr. Tanja Gaich, Fachbereich Chemie, Lehrstuhl für Organische Chemie, Universität Konstanz
  • Prof. Dr. Frauke Gräter, Interdisziplinäres Zentrum für wissenschaftliches Rechnen, Universität Heidelberg
  • Prof. Dr. Christine Selhuber-Unkel, Physik, Universität Heidelberg
  • Prof. Dr. Saskia Hekker, Heidelberger Institut für Theoretische Studien
  • Prof. Dr. Lena Maier-Hein, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg
  • Prof. Dr.-Ing. Laurent Schmalen, Institut für Nachrichtentechnik, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
  • Prof. Dr. Carsten Streb, Institut für Anorganische Chemie I, Universität Ulm
  • Dr. Tonya Vitova, Institut für Nukleare Entsorgung (INE), Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

In den Fachbereichen warben die baden-württembergischen Preisträgerinnen und Preisträger sieben Grants in den Natur- und Ingenieurswissenschaften ein; in den Lebenswissenschaften gehen zwei Grants und in den Sozial- und Geisteswissenschaften ein Grant nach Baden-Württemberg.


Die Consolidator Grants des EU-Forschungsrats (ERC)

Die Vergabe von ERC-Grants in verschiedenen Kategorien setzt mittlerweile die Standards für Forschungsexzellenz in Europa. Die Kategorie „Consolidator Grants“ bietet herausragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sieben bis zwölf Jahren nach der Promotion die Möglichkeit, in der Regel zwei Millionen Euro für ein Forschungsprojekt mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren einzuwerben. Um die baden-württembergischen Hochschulen bei der Teilnahme an den ERC-Ausschreibungen zu unterstützen, stellt das Wissenschaftsministerium jährlich Anschubmittel zur Verfügung. Für Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, Pädagogische Hochschulen und die DHBW standen im Jahr 2020 für die Anbahnung eines Engagements in der europäischen Forschungsförderung insgesamt über 921.000 Euro zur Verfügung.

Quelle: Staatsministerium BW

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Presse EU IT-Wirtschaft Technologietrends Umsetzung
news-580 Fri, 04 Dec 2020 08:12:10 +0100 Digitale Strategien von Museen fördern. Bundesweit einzigartige Förderprogramm /en/current/press-releases/details/digitale-strategien-von-museen-foerdern-bundesweit-einzigartige-foerderprogramm Das bundesweit einzigartige Förderprogramm „Digitale Wege ins Museum“ hat den Landesmuseen bei ihrem digitalen Wandel entscheidende Impulse gegeben. Im Rahmen einer Online-Abschlusstagung präsentierten die Museen ihre Projektergebnisse und teilten ihre Erfahrungen. Chatbots, Serious Games, virtuelle Zeitreisen, digitale Expotheken, interaktive Datenbanken: Über 20 digitale Vermittlungsprojekte werden in den Landes­museen und im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) über das deutschlandweit einzigartige Förderprogramm „Digitale Wege ins Museum“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst umgesetzt. Für die Realisierung ihrer Ideen erhielten die Museen in zwei Förderrunden insgesamt rund vier Millionen Euro.

„Mit unserem Förderprogramm ‚Digitale Wege ins Museum‘ konnten wir den Landesmuseen bei ihrem digitalen Wandel entscheidende Impulse geben. Es sind nicht nur hervorragende Projekte entstanden, wie Games, digitale Expotheken, Chatbots oder interaktive Datenbanken – Angebote, die in diesem Jahr noch größere Bedeutung und Dringlichkeit erlangt haben. Es ist darüber hinaus gelungen, in wenigen Jahren ein digitales Denken in den Häusern zu etablieren. Fest verankern werden wir diese gewonnene digitale Kompetenz durch die 20 neu geschaffenen Stellen für Digitalmanagerinnen und Digitalmanager in den Landes­museen“, sagte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski am Donnerstag, 3. Dezember 2020, anlässlich der Online-Abschlusstagung zum Förderprogramm „Digitale Wege ins Museum“ des Kunstministeriums, die von der MFG Baden-Württemberg veranstaltet wurde. Die Landesmuseen und das ZKM | Zentrum für Kunst und Medien präsentierten dabei ihre Projektergebnisse und teilten ihre Erfahrungen.

Innovatives Förderkonzept mit deutschlandweitem Vorbildcharakter

Neuartig an der Förderlinie ist auch, dass die Landesmuseen von der Antragstellung bis zur Realisierung von Digitalexpertinnen und -experten begleitet werden. Dies geschieht in Form von Workshops, Schulungen und regelmäßigen Austauschtreffen. „Bei diesem partnerschaftlichen Ansatz wird das Ministerium maßgeblich von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg unterstützt, der ich an dieser Stelle herzlich danke. Mit diesem innovativen, partnerschaftlichen Förderkonzept ist es uns gelungen, in der deutschen Museumszene eine Vorreiterrolle zu übernehmen“, sagte Olschowski.

Auch bei der Schaffung fester Stellen für Digitalmanagement in Kulturinstitutionen ist Baden-Württemberg deutschlandweit den anderen Ländern voraus. Nachdem „Digitale Wege ins Museum“ bei den Landesmuseen eine digitale Wende eingeleitet hat, ist es gelungen, das digitale Knowhow, das an den Museen erarbeitet wurde, in den Häusern zu halten: 2020 wurden 20 feste Stellen für Digitalexpertinnen und -experten in den Landesmuseen geschaffen, wodurch digitale Kompetenz langfristig in den Landesmuseen verankert wird.

Digitalmanager in Museen: Langfristige Etablierung digitaler Kompetenz

„Mit den Digitalmanagerinnen und Digitalmanagern nehmen wir die Idee des Förderprogramms ‚Digitale Wege ins Museum‘ aus seiner kurzfristigen projektbezogenen Dynamik und etablieren digitale Kompetenz langfristig im Museumsbetrieb. In der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit unseren neuen Digitalexpertinnen und -experten werden wir unsere Museen auch zukünftig auf ihren digitalen Wegen begleiten“, kündigte Olschowski an.

Die Stellen werden eingerichtet im Landesmuseum Württemberg, im Badischen Landesmuseum, in der Staatsgalerie Stuttgart, der Kunsthalle Baden-Baden und Karlsruhe, den Naturkundemuseen in Karlsruhe und Stuttgart, dem Haus der Geschichte und dem Archäologischen Landesmuseum in Konstanz. Digitalmanager sind auch im gemeinsam von Land und Stadt getragenen Linden-Museum in Stuttgart, dem Technoseum in Mannheim und dem Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe vorgesehen. Die Stellen werden aktuell besetzt.

Handlungsempfehlungen „Dialog | Kulturpolitik für die Zukunft“

Vor wenigen Wochen wurde die Publikation zum zweijährigen „Dialog | Kulturpolitik für die Zukunft“ des Kunstministeriums der Öffentlichkeit präsentiert. Im Forum „Digitale Welten“ wurden die zukünftigen Herausforderungen für die Kulturpolitik in diesem Bereich diskutiert und in einem Beteiligungsprozess gemeinsam mit der Kulturszene Baden-Württembergs ganz konkrete Handlungsempfehlungen erarbeitet. „Es zeigt sich, dass unser Programm in vielerlei Hinsicht dem entspricht, was wir im Dialog erarbeitet haben“, so Olschowski.

So war eine Forderung im Dialog, die Rolle der Besucher neu zu fassen – vom Betrachter zum User zum Partner. „In den Digitale Wege ins Museum-Projekten wird diese neue Haltung der Museen gegenüber den Besucherinnen und Besuchern spürbar. Bei vielen Projekten wurden Besucherinnen und Besucher bereits in die Entwicklung einbezogen, beispielsweise beim museum x des Badischen Landesmuseums oder bei Testingphasen bei NatureWorld im Staatlichen Naturkundemuseum Stuttgart.

Außerdem wurde im Rahmen des Dialogs deutlich, dass eine digitale Öffnung nur mit einer Öffnung der Datenbestände möglich ist. „Digitale Wege ins Museum“ hat verschiedene Museen dazu veranlasst, ihre Datenbestände umfassend zugänglich zu machen. So können im Projekt „Art of“ der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe die Besucher kreativ und spielerisch mit Museumsinhalten umgehen. In der vor wenigen Tagen vorgestellten „Sammlung digital“ des Linden-Museums Stuttgart werden 2.000 Objekte, teilweise mit kolonialem Hintergrund, weltweit zugänglich gemacht. So ist unter anderem auch ein Austausch über die Museumsbestände mit den Herkunftsgesellschaften möglich. „Wir stellen uns auf digitalem Wege unserer historischen Verantwortung, der Auseinandersetzung mit unserem kolonialen Erbe“, betonte Olschowski.

Förderlinie „Digitale Wege ins Museum“

Digitalisierung und die stärkere Öffnung der Museen besonders für die junge Generation ist eines der Hauptanliegen des Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kunst. Vor diesem Hintergrund wurde 2017 im Rahmen der Digitalisierungs­strategie des Landes Baden-Württemberg digital@bw die Förderlinie „Digitale Wege ins Museum“ aufgelegt, ein deutschlandweit einzigartiges Programm, mit dem die Landesmuseen bei der Gestaltung ihrer digitalen Zukunft begleitet werden. Nach dem großen Erfolg der ersten Förderrunde (2017 bis 2019) folgte 2018 mit „Digitale Wege ins Museum 2“ eine konzeptuell erweiterte Fortführung des Programms, das Ende 2020 abgeschlossen sein wird.

Ziel von „Digitale Wege ins Museum“ ist es, die Landesmuseen dabei zu unterstützen, neue digitale Partizipations- und Erlebnismöglichkeiten zu schaffen, Bildungsinhalte zeitgemäß zu vermitteln und umfassende digitale Strategien zu entwickeln.

Quelle: Staatsministerium

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Presse Produktentstehung Cluster-Initiative Baden-Württemberg Kultur- und Kreativwirtschaft Künstliche Intelligenz Technologietrends Umsetzung
news-579 Thu, 03 Dec 2020 15:08:43 +0100 Wirtschaftsministerium startet Wettbewerbsverfahren zur Standortauswahl für Innovationspark KI /en/current/press-releases/details/wirtschaftsministerium-startet-wettbewerbsverfahren-zur-standortauswahl-fuer-innovationspark-ki-1 Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat heute (3. Dezember) das Wettbewerbsverfahren zur Standortauswahl für den Innovationspark KI (Künstliche Intelligenz) Baden-Württemberg gestartet. Zuvor hatte der Ministerrat am 1. Dezember beschlossen, die beschleunigte Umsetzung des Innovationsparks KI mit 50 Millionen Euro aus der Rücklage „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ des zweiten Nachtragshaushalts 2020/21 zu unterstützen. „Dank der Beschlüsse von Landtag und Ministerrat können wir heute das offizielle Startsignal für die schnelle Umsetzung des Innovationsparks KI Baden-Württemberg geben. Dafür bin ich allen Beteiligten sehr dankbar. Geschwindigkeit ist bei der Umsetzung ein zentraler Erfolgsfaktor, dies wurde auch im Rahmen der Machbarkeitsstudie deutlich. Denn die nächsten Jahre werden entscheidend dafür sein, welche Regionen sich die größten Weltmarktanteile auf dem globalen Markt für KI-basierte Produkte und Dienstleistungen sichern können. Baden-Württemberg soll hierbei eine wichtige Rolle spielen“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

„Es ist unser Ziel, dass der Innovationspark KI 2021 in die Umsetzung geht. Das Projekt untermauert als größte Einzelmaßnahme der Landesregierung zur Innovationsförderung der letzten Jahrzehnte unseren Anspruch, auf dem riesigen globalen Zukunftsmarkt für Künstliche Intelligenz gerade auch wirtschaftlich künftig ganz vorne mitzuspielen“, so die Ministerin weiter.

Durch die beschleunigte Realisierung des Innovationsparks KI im Rahmen des Konjunkturpakets könne die Stärkung der Zukunftsfähigkeit des Landes idealerweise mit dem Ziel verbunden werden, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie rasch zu überwinden. „Mit einer schnellen Umsetzung des Innovationsparks KI wollen wir einen wirksamen Beitrag leisten, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie möglichst rasch zu überwinden und um Baden-Württemberg bei der KI-Wertschöpfung in eine Spitzenposition zu bringen“, sagte Hoffmeister-Kraut.

An dem Wettbewerbsverfahren können sich Akteure beteiligen, die den Innovationspark KI mit einer Anschubfinanzierung des Landes beschleunigt in die Umsetzung bringen wollen. Im Rahmen des Wettbewerbsverfahrens sind die Wettbewerbsteilnehmer gefordert, ein inhaltliches Konzept für den Innovationspark KI zu entwickeln. Neben baulichen Aspekten sind dabei etwa auch Überlegungen zur Betreiberstruktur und zur technischen Infrastruktur gefragt. Von zentraler Bedeutung ist die Ausarbeitung eines tragfähigen Finanzierungskonzepts und eines wirtschaftlich nachhaltigen Geschäftsmodells. Im Wettbewerbsverfahren sind zudem Angaben zu Fläche(n) und Standort des Innovationsparks KI relevant.

„Der Wettbewerb ist nicht nur rechtssicher, er ist vor allem innovativ und effizient. Denn er wird zeigen, an welchem Standort und mit welchen Partnern die größte Wirkung für Künstliche Intelligenz in Baden-Württemberg erzielt werden kann. Entscheidend ist, wie die größte Hebelwirkung für Kooperationen, Innovationen, Standortqualität und Nachhaltigkeit mit den öffentlichen Fördergeldern erzielt werden kann", sagte Ute Jasper von der Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek, die das Verfahren zur Standortauswahl rechtlich begleitet.

Weitere Informationen

Der Innovationspark KI als Wertschöpfungszentrum im Weltklasse-Format soll optimale Bedingungen dafür schaffen, dass in Baden-Württemberg ein möglichst großer Teil des globalen Wertschöpfungspotentials realisiert wird und dass das Land zu einem der führenden Entwicklungsstandorte für innovative KI-Produkte und -Dienstleistungen wird. Der Innovationspark KI soll nicht nur einen großen Schub für Innovation und Wertschöpfung bei KI bringen, er soll zugleich international Maßstäbe setzen bei Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Diversity und den wichtigen ethischen Fragen der Künstlichen Intelligenz.

Sämtliche auf das Wettbewerbsverfahren bezogene Fragen müssen aus Gründen der Transparenz und Diskriminierungsfreiheit an folgende E-Mail-Adresse gerichtet werden: innovationspark.ki.bw @ heuking.de.

Die Wettbewerbsunterlagen und die Antworten auf die Fragen in der ersten Stufe des Wettbewerbsverfahrens werden laufend unter folgendem Link veröffentlicht: https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/ki-made-in-bw/innovationspark-kuenstliche-intelligenz-baden-wuerttemberg/wettbewerbsverfahren/.

Weitere Informationen zum Innovationspark KI Baden-Württemberg, zur Machbarkeitsstudie und zum Wettbewerbsverfahren finden Sie fortlaufend unter: www.innovationspark-ki-bw.de.

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Presse Baden-Württemberg Künstliche Intelligenz 100% Infrastruktur 100%
news-578 Wed, 02 Dec 2020 12:00:34 +0100 Ministerrat beschließt schnelle Umsetzung des Innovationsparks Künstliche Intelligenz (KI) /en/current/press-releases/details/ministerrat-beschliesst-schnelle-umsetzung-des-innovationsparks-kuenstliche-intelligenz-ki Der Ministerrat hat am Dienstag (1. Dezember 2020) die beschleunigte Umsetzung eines großen Innovationsparks KI (Künstliche Intelligenz) in Baden-Württemberg beschlossen. Für den Innovationspark KI, die größte Einzelmaßnahme der Landesregierung zur Innovationsförderung der letzten Jahrzehnte, sollen laut Ministerratsbeschluss 50 Millionen Euro aus der Rücklage „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ des zweiten Nachtragshaushalts entnommen werden. Mit der beschleunigten Umsetzung des Innovationsparks KI sollen konjunkturelle Impulse gesetzt und die Zukunftsfähigkeit des Landes massiv gestärkt werden. „Neben dem internationalen Erfolgsmodell des Cyber Valley wollen wir ein weiteres Zentrum für Künstliche Intelligenz schaffen. Unser Ziel ist es, dass aus herausragenden Forschungsergebnissen innovative Produkte und Dienstleistungen, aber auch Arbeitsplätze der Zukunft bei uns im Land entstehen. Mit dem Innovationpark KI setzen wir eine weitere wichtige Maßnahme aus unserer ressortübergreifenden KI-Strategie um, die unseren Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg und dessen Zukunftsfähigkeit nachhaltig stärken soll“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Mittwoch (2. Dezember 2020).

„Baden-Württemberg hat in Sachen KI-Forschung und -anwendung bereits einiges erreicht. Klar ist jedoch auch: Wir müssen noch deutlich mehr tun und dabei gehörig an Tempo aufnehmen, um im globalen Innovationswettbewerb die Nase vorne zu haben und die wissenschaftliche Exzellenz unseres Landes in wirtschaftliche Stärke zu transformieren“, sagte Hoffmeister-Kraut. „Die Corona-Pandemie stellt unsere Wirtschaft vor eine der größten Herausforderungen in der Geschichte des Landes. Um die Konjunktur anzukurbeln, müssen wir gezielt in Zukunftstechnologien investieren. Die Einsatzmöglichkeiten von KI sind vielfältig – und ihr Wachstumspotenzial enorm. Weltweit wird aktuell massiv in diese Schlüsseltechnologie investiert. Baden-Württemberg darf hier nicht den Anschluss verlieren“, betonte die Ministerin.

Der Innovationspark KI soll aus Sicht des Landes einen großen Beitrag leisten, um Baden-Württemberg zu einem weltweit sichtbaren Zentrum für KI-Anwendung zu entwickeln. „Mit dem Innovationspark KI schaffen wir einen Ort, an dem sich Unternehmen, Start-ups, KI-Fachkräfte, Talente, Wissenschaftler und Investoren vernetzen und unter bestmöglichen Bedingungen arbeiten können. Es sollen innovative Produkte, Dienstleistungen und Verfahren mittels KI weiterentwickelt und auch ganz neue, innovative KI-Ideen entstehen und zügig an den Markt gebracht werden“, so die Ministerin. „Das Interesse am Innovationspark KI ist innerhalb und außerhalb des Landes enorm. Mit einer beschleunigten Umsetzung des Innovationsparks KI wollen wir einen wirksamen Beitrag leisten, um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie möglichst rasch zu überwinden und um Baden-Württemberg bei der KI-Wertschöpfung nach vorne zu katapultieren.“

Nun gelte es, im nächsten Schritt in einem wettbewerblichen, rechtssicheren, transparenten und diskriminierungsfreien Verfahren zu einer Standortauswahlentscheidung zu kommen. „Geschwindigkeit ist bei der Umsetzung des Innovationsparks KI ein zentraler Erfolgsfaktor, dies wurde auch im Rahmen der Machbarkeitsstudie deutlich. Die nächsten Jahre werden entscheidend dafür sein, welche Regionen sich die größten Weltmarktanteile auf dem globalen Markt für KI-basierte Produkte und Dienstleistungen sichern können. Ich bin daher außerordentlich dankbar, dass der Landtag von Baden-Württemberg die Bereitstellung von bis zu 50 Millionen Euro aus dem zweiten Nachtragshaushalt 2020/21 beschlossen hat, um den Innovationspark KI gegenüber den bisherigen Zeitplanungen beschleunigt zu realisieren. Wir möchten daher möglichst bald mit dem Wettbewerbsverfahren zur Standortauswahl beginnen. Es ist unser Ziel, dass der Innovationspark KI 2021 in die Umsetzung geht“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Weitere Informationen

Bereits mit Kabinettsbeschluss vom 26. März 2019 wurde eine Machbarkeitsstudie für die Realisierbarkeit des Innovationsparks KI Baden-Württemberg beschlossen und auf Basis einer europaweiten Ausschreibung der Immobiliendienstleister CBRE GmbH durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit der Projektleitung beauftragt. Im Rahmen der Studie wurde großes Interesse am Innovationspark KI innerhalb und außerhalb des Landes offengelegt und rund 30 großflächige Grundstücke wurden als Vorschläge in die Machbarkeitsstudie eingebracht. Die Machbarkeitsstudie hat darüber hinaus bereits gezeigt, dass von einem Innovationspark KI umfassende positive wirtschaftliche Auswirkungen erwartet werden können.

Weitere Informationen zum Innovationspark KI Baden-Württemberg und zum geplanten Wettbewerbsverfahren werden fortlaufend unter www.innovationspark-ki-bw.de veröffentlicht.

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Presse Baden-Württemberg Handel & Logistik 100% IT-Wirtschaft 100% Dienstleister Produzierendes Handwerk 100% Produzierendes Gewerbe 100% Künstliche Intelligenz 100% Infrastruktur 100%
news-577 Mon, 30 Nov 2020 16:44:33 +0100 Preisträger des Wettbewerbs „familyNET 4.0 – Unternehmenskultur in einer digitalen Arbeitswelt“ ausgezeichnet /en/current/press-releases/details/preistraeger-des-wettbewerbs-familynet-40-unternehmenskultur-in-einer-digitalen-arbeitswelt-ausg Am Montag, den 30. November, wurde zum zweiten Mal der Award „familyNET 4.0 – Unternehmenskultur in einer digitalen Arbeitswelt“ durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und die Arbeitgeber Baden-Württemberg in einer digitalen Veranstaltung vergeben. Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, und Stefan Küpper, Geschäftsführer des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft e. V. und der Arbeitgeber Baden-Württemberg, zeichneten vier Unternehmen in vier Kategorien für ihre besonders innovativen und nachhaltigen Angebote und Maßnahmen aus. „Unsere mittelständischen Unternehmen haben angesichts der Corona-Pandemie in kürzester Zeit sehr viel geleistet. Sie haben enorm schnell auf die neue Situation reagiert, sich dabei vielfach neu ausgerichtet und verstärkt digital aufgestellt. Damit zeigt sich nicht nur die Innovationsfähigkeit unserer mittelständischen Wirtschaft, sondern auch ihre Krisenresilienz“, sagte Schütz in ihrem Grußwort bei der Verleihung.

„Die Corona-Krise hat einen digitalen Schub für mobiles Arbeiten ausgelöst“, so Küpper. „Unternehmen müssen neue Lösungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie finden und können sich mit kreativen Lösungen und Angeboten als familienbewusstes Unternehmen positionieren.“

Preisträger des Wettbewerbs „familyNET 4.0 – Unternehmenskultur in einer digitalen Arbeitswelt“ sind:

Eine Sonderauszeichnung für Pflege erhielt:

Mit dem Wettbewerb soll das Engagement der Unternehmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Zeiten der Digitalisierung gewürdigt werden. Gesucht wurden Unternehmen mit einer modernen Unternehmenskultur 4.0, die innovative und nachhaltige Konzepte umsetzen und gerade in dieser Krisenzeit Angebote und Maßnahmen für eine digitalisierte Arbeitswelt entwickelt und eingeführt haben. Die eingereichten Bewerbungen wurden von einer Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau bewertet. Die Auszeichnung der Preisträger des Wettbewerbs „familyNET 4.0 – Unternehmenskultur in einer digitalen Arbeitswelt“ fand zusammen mit der Verleihung des Prädikats „Familienbewusstes Unternehmen“ im Rahmen einer digitalen Veranstaltung statt.


Hintergrund

Der Wettbewerb „familyNET 4.0 – Unternehmenskultur in einer digitalen Arbeitswelt“ wurde im Rahmen des Transferprojekts „familyNET 4.0 – digitales familienbewusstes Unternehmen“ umgesetzt. Das Transferprojekt „familyNET 4.0 – digitales familienbewusstes Unternehmen“ wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg mit rund 182.000 Euro gefördert und vom Arbeitgeberverband Südwestmetall mit rund 111.500 Euro kofinanziert. Kooperationspartner sind der Arbeitgeberverband Chemie und der Landesfamilienrat Baden-Württemberg. Durchgeführt wird das Projekt von BBQ Bildung und Berufliche Qualifizierung gGmbH, ein Unternehmen des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft e. V.

Weitere Informationen zum Transferprojekt unter https://www.familynet-4-0.de/

Quelle: Wirtschaftsministerium

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Presse Produzierendes Handwerk Produzierendes Gewerbe Technologietrends Zukunft der Arbeit Umsetzung
news-571 Tue, 17 Nov 2020 08:11:28 +0100 Weitere 44 Millionen Euro für den Breitbandausbau /en/current/press-releases/details/weitere-44-millionen-euro-fuer-den-breitbandausbau Baden-Württemberg investiert weitere 44 Millionen Euro in die digitale Infrastruktur im Land. Insgesamt profitierten in dieser Vergaberunde 64 Breitbandprojekte in 20 Landkreisen. „Die Digitalisierung geht voran und sie verändert alle Lebensbereiche. Das wird durch die aktuelle Pandemie noch beschleunigt. Kurzum: Die Digitalisierung verändert die Welt. In Baden-Württemberg nehmen wir diese Herausforderung mutig an und unterstützen unsere Kommunen mit ganzer Kraft beim Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl anlässlich der Übergabe von Förderbescheiden in Stuttgart.


823 Millionen Euro für 2.300 Breitbandprojekte

Bisher wurden im Jahr 2020 bereits Fördermittel in Höhe von 376 Millionen Euro für den Breitbandausbau in Baden-Württemberg gewährt. Nun kommen weitere 42 Antragssteller aus 20 Landkreisen in den Genuss von Landeszuschüssen: Es geht um 64 Bescheide mit einer Gesamtsumme von 44 Millionen Euro. Damit summiert sich die Zahl der in dieser Legislaturperiode vom Land bisher unterstützten Breitbandprojekte auf mehr als 2.300 Projekte mit einer Gesamtsumme von 823 Millionen Euro. Erstmalig wurden in dieser Vergaberunde aufgrund einer Sonderregelung auch zwei Änderungsbescheide in jeweils mehrstelliger Millionenhöhe an den Landkreis Rastatt und die Stadt Kehl übergeben.

„Die Corona-Krise zeigt gerade, wie wichtig schnelle digitale Verbindungen für alle Menschen im Land sind. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir mit Klugheit und Vernunft auch diese Krise meistern werden und gleichzeitig die Chancen des digitalen Wandels nutzen können – und zwar in den Ballungszentren und in den Gemeinden im ländlichen Raum“, sagte Digitalisierungsminister Thomas Strobl. Die örtliche Breitbandversorgung stehe immer stärker im Fokus und habe sich von einem weichen Standortfaktor zu einer zukunftsentscheidenden Voraussetzung entwickelt. „Deshalb setzen wir mit unserer Förderung direkt dort an, wo die Menschen arbeiten, lernen und leben“, so Minister Thomas Strobl weiter. Insgesamt wird die Landesregierung in dieser Legislaturperiode über eine Milliarde Euro in die Infrastruktur des neuen Gigagbit-Zeitalters investieren.


Ausbau der digitalen Infrastruktur

Die Stadt Tettnang erhält in der aktuellen Runde mit rund 9,5 Millionen Euro die höchste Fördersumme zum Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur. Damit werden sechs Schulen, ein Krankenhaus, 157 Gewerbebetriebe sowie 945 weitere Teilnehmer an das Glasfasernetz angebunden.

Mit der Landeskofinanzierung schließt die Gemeinde Klettgau alle ihre verbliebenen weißen Flecken. In den Ortsteilen Erzingen, Rechberg, Weisweil und Bühl profitieren nach den Angaben der Kommune davon 1.250 Teilnehmeranschlüsse. Dafür erhält die Gemeinde im Landkreis Waldshut 6,9 Millionen Euro.

Fünf Zuwendungsbescheide in Höhe von insgesamt 2,26 Millionen Euro erhält die Stadt Ehingen im Alb-Donau-Kreis. Damit erhalten 6.281 Schülerinnen und Schüler in acht Schulen sowie 174 Gewerbebetriebe gigabitfähige Glasfaseranschlüsse.


Änderungsbescheide für zukunftsfähige FTTB-Technik

In der aktuellen Übergaberunde wurden erstmalig neben den regulären Erstbewilligungen auch zwei Änderungsbescheide an den Landkreis Rastatt und die Stadt Kehl übergeben. Dadurch können die Antragsteller ihre Projekte anstatt mit der vormals geplanten FTTC-Technik (Glasfaserleitung bis zum Bordstein) nunmehr in der zukunftsfähigeren FTTB-Technik (Glasfaserleitung direkt ins Haus) realisieren. Dafür genehmigt das Land ein Upgrade der Anträge, welches zu einer Verdopplung der Förderquoten von 20 Prozent auf 40 Prozent führt. Eine Sonderregelung bei der Novellierung der Förderrichtlinie „Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland“ hatte die Upgrades in Millionenhöhe ermöglicht.

Der Landkreis Rastatt hatte 2017 eine Förderung in Höhe von 4,4 Millionen Euro bewilligt bekommen. In das Projekt wurden nun 53 Schulen sowie ein Krankenhaus zusätzlich mit aufgenommen. Insgesamt werden durch das Upgrade im Landkreis Rastatt Breitbandanschlüsse für 1.670 Haushalten, 1.820 Gewerbebetrieben und 63 Institutionen mit zusätzlichen 3,98 Millionen Euro unterstützt.

Die Stadt Kehl hatte 2017 ursprünglich einen Zuschuss für ein Breitbandprojekt auf Basis der FTTC-Technologie bewilligt bekommen, welches nun mit der zukunftsfähigeren FTTB-Technologie umgesetzt werden soll. Für dieses Upgrade erhält die Stadt nun zusätzliche Fördermittel in Höhe von 2,05 Millionen Euro. Damit erhalten 3.512 Haushalte, 341 Gewerbebetriebe und 22 Institutionen einen gigabitfähigen Anschluss.

Übersicht der neu geförderten Breitbandprojekte (PDF)

Quelle: Pressemeldung des Landes

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Presse
news-570 Mon, 16 Nov 2020 11:09:56 +0100 Spitzengespräch der Initiative Wirtschaft 4.0 /en/current/press-releases/details/spitzengespraech-der-initiative-wirtschaft-40 Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut: „Mit den vielfältigen Aktivitäten und Maßnahmen unterstützen wir gerade unsere zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen wirkungsvoll bei der digitalen Transformation und der Bewältigung der Krise.“ Im Mittelpunkt des diesjährigen Spitzentreffens der Initiative Wirtschaft 4.0, das heute (16. November) Corona-bedingt in virtuellem Format stattfand, stand die Frage, welche Handlungsstränge weiter angegangen werden sollten, um die Digitalisierung der Wirtschaft in Baden-Württemberg weiter voranzubringen. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bedankte sich bei den mittlerweile 36 Partner-Einrichtungen der Initiative für ihr Engagement. "Unsere Wirtschaft steht angesichts der Pandemie vor großen Herausforderungen. Die Zusammenarbeit aller Partner innerhalb der Initiative Wirtschaft 4.0 hat hierbei einen wichtigen Stellenwert. Mit den vielfältigen Aktivitäten und Maßnahmen des Bündnisses, wie den Digital Hubs, den regionalen KI-Labs oder den Digitallotsen unterstützen wir gerade unsere zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen im Land wirkungsvoll bei der digitalen Transformation und der Bewältigung der Krise", so die Ministerin.

"Die Corona-Krise birgt aber auch Chancen: Sie hat bei vielen Unternehmen als Katalysator für eine beschleunigte Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle und Prozesse oder einem erweiterten Angebot digitaler Produkte und Dienstleistungen geführt. Diesen Digitalisierungsschub müssen wir unbedingt nutzen. Dazu bedarf es weiterhin großer gemeinsamer Anstrengung. Denn aufgrund der konjunkturellen Situation sind viele Unternehmen im Land weiterhin auf Unterstützung angewiesen", betonte die Ministerin.

"Mit den verbesserten Konditionen unserer neu gestarteten Digitalisierungsprämie Plus haben wir dabei bereits einen wichtigen Schritt gemacht und unterstützen die kleinen und mittleren Betriebe branchenübergreifend bei ganz konkreten Digitalisierungsprojekten. Damit unsere Unternehmen im harten internationalen Wettbewerb weiterbestehen können, müssen wir die Rahmenbedingungen für die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen weiter verbessern", sagte Hoffmeister-Kraut. Auch das Innovations- und Investitionsförderprogramm 'BW Invest' könne mit einem Volumen von 350 Millionen Euro einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Baden-Württemberg wirtschaftlich stark aus der Krise kommt.

Zusätzlich gelte es, Netzwerkformate und Vernetzungsmöglichkeiten weiter auszubauen sowie erfolgsversprechende Kooperationen zu stärken. Für die Weiterbildung 4.0 soll an den Grundsätzen Information und Transparenz, Beratung und Unterstützung festgehalten werden. "Weiterbildung ist branchenübergreifend der Schlüsselfaktor, wenn es darum geht, den Weg in die Arbeitswelt 4.0 erfolgreich zu bestreiten. Wir müssen hier innovative Wege gehen, um noch mehr Betriebe und Beschäftigte zu erreichen und zu motivieren. Kleine und mittelständische Unternehmen unterstützen wir dabei, sich in so genannten 'Qualifizierungsverbünden' zusammenzuschließen und gemeinsam Weiterbildungsangebote für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu planen und durchzuführen."

Ein weiterer Themenschwerpunkt des Spitzentreffens war die Frage, wie Chancen der Plattform- und Datenökonomie sowie der Künstlichen Intelligenz (KI) noch besser genutzt werden können, um mit digitalen Innovationen zusätzliche Wertschöpfung zu erzeugen und die Innovationskraft der baden-württembergischen Wirtschaft weiter zu stärken. "Mit einem großen Innovationspark KI wollen wir dem Qualitätssiegel "KI made in Baden-Württemberg" künftig internationale Strahlkraft verleihen. Im Bereich der KI-Forschung sind wir bereits hervorragend aufgestellt - jetzt muss es vor allem darum gehen, KI-basierte Produkte und Dienstleistungen noch schneller zu testen und an den Markt zu bringen", so Hoffmeister-Kraut. Das Standortauswahlverfahren für Innovationspark KI wird in Kürze starten.

Außerdem gelte es, die enormen Innovationspotenziale von weiteren Schlüsseltechnologien wie beispielsweise Quantencomputing für die Wirtschaft nutzbar zu machen. "Wir wollen, dass Baden-Württemberg bei der Wertschöpfung mit Quantentechnologien der 2. Generation, bei neuartigen Quantensensoren und dem Quantencomputing ganz vorne mitspielt", so die Ministerin. Im Rahmen eines von der Fraunhofer-Gesellschaft betriebenen "Kompetenzzentrums Quantencomputing Baden-Württemberg" stellt die Landesregierung für den Aufbau und für Verbundprojekte in den kommenden vier Jahren insgesamt bis zu 40 Mio. Euro zur Verfügung.

Die gemeinsame Erklärung der 36 Partnerorganisationen der Initiative Wirtschaft 4.0


Weitere Informationen

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat 2017 die "Initiative Wirtschaft 4.0" ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, gemeinsam mit den 36 Partnerorganisationen die Digitalisierung der Wirtschaft in Baden-Württemberg, insbesondere im Hinblick auf KMU, branchenübergreifend und in der gesamten Fläche des Landes voranzutreiben. Die Initiative Wirtschaft 4.0 fungiert hierbei als "Dach" und "kommunikative Klammer" für sämtliche Aktivitäten zur Digitalisierung der Wirtschaft. Um diese Bündelungsfunktion noch besser wahrnehmen zu können, wurde eine Koordinierungsstelle für die Initiative Wirtschaft 4.0 zum 1. März 2019 in Stuttgart eingerichtet.

Quelle: Wirtschaftministerium

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Presse Orientierung
news-566 Wed, 11 Nov 2020 15:25:57 +0100 Landesinnovationspreis 2020 geht an Unternehmen aus Stuttgart, Amtzell, Sauldorf, Steißlingen und Ravensburg /en/current/press-releases/details/landesinnovationspreis-2020-geht-an-unternehmen-aus-stuttgart-amtzell-sauldorf-steisslingen-und-ra Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut hat den Landes-Innovationspreis – „Dr.-Rudolf-Eberle-Preis“ – im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung an fünf Unternehmen überreicht. Mit dem Preis werden alljährlich mittelständische Unternehmen für ihre herausragenden Entwicklungen und Anwendungen neuer Technologien ausgezeichnet. „Wir brauchen in dieser schwierigen Zeit mehr denn je innovative Ideen, die möglichst rasch umgesetzt und auf den Markt gebracht werden. Der Innovationspreis zeigt die Bandbreite an technischen Innovationen und den Willen unserer kleinen und mittleren Unternehmen, die technischen und gesellschaftlichen Herausforderungen zu meistern. Das ist für unseren Wirtschaftsstandort entscheidend, um bestmöglich durch diese Pandemie zu kommen“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Verleihung. Der Innovationspreis ist insgesamt mit 50.000 Euro dotiert. Zudem wurde auch in diesem Jahr ein Sonderpreis der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft verliehen. „Ich freue mich, dass sich 79 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen um den Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg beworben haben und gratuliere allen Prämierten. Ihre Einsendungen zeigen, wie sehr die Digitalisierung, Robotik oder Künstliche Intelligenz unsere Wirtschaft durchdringt – und zwar über alle Branchen hinweg. Wir müssen hier die vorhandenen Potentiale, die wir im Land mit unseren Wirtschafts- und Forschungsinfrastrukturen haben, weiterhin nutzen“, ergänzte Hoffmeister-Kraut.

Die Preisträgerinnen und Preisträger des Innovationspreises 2020

Die ASCon Systems GmbH aus Stuttgart erhält 15.000 Euro für ihren Digitalen Zwilling, mit dem die Planung, Steuerung und Analyse einer wandelbaren und flexiblen Produktion in Echtzeit möglich ist. Möglich wird das mit Hilfe eines übergreifenden Informationsmodells und einer hoch performanten Ausführungs-Architektur. Das Alleinstellungsmerkmal des innovativen Digitalen Zwillings der ASCon Systems GmbH ist ein kontextbasiertes Echtzeit-Verhaltensmodell zur Synchronisation von Produktentwicklung, Planung und Produktion. Damit kann die bisher notwendige Programmierung der eingesetzten speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) entfallen, was Zeit und Kosten spart.
www.ascon-systems.de

Die KOLIBRI Metals GmbH aus Amtzell erhält 10.000 Euro für ihr 3D-Druckverfahren für extrem harter Stähle. Industrielle Anwendungen erfordern häufig metallbasierte Werkstoffe und oft hohe Härten und Standzeiten, welche bisher nicht mit einem Metall-3D-Drucker hergestellt werden konnten. Es fehlte neben den richtigen Maschinen an einer innovativen Parameterentwicklung zum Druck von kohlenstoffhaltigen Werkstoffen. Hier setzt die KOLIBRI Metals GmbH mit ihrer Innovation an. Der Fokus liegt dabei auf den drei wesentlichen Anwendungsfeldern: Herstellung von Umform- und Stanzwerkzeugen, von Zerspanungswerkzeugen und von allgemein verschleißbeständigen Materialien und Komponenten.
www.kolibri.de.com

Die Stecher Automation GmbH aus Sauldorf erhält ebenfalls 10.000 Euro für ihre Matrix-Zelle. Die Matrix-Zelle geht über bekannte Automatisierungsansätze unter Verwendung eines Industrieroboters hinaus. Sie ermöglicht die Verwendung eines Industrieroboters auch für die unterstützenden und wertschöpfenden Prozesse wie Rüstaufgaben und Mess- und Beschriftungsaufgaben von Produkten. In ihrer Ausstattung und Programmierung bleibt sie dabei durch intelligente Prozessmodule und Auswertung des Stammdatensatzes bauteilneutral. Datenströme werden prozessübergreifend digital gehalten, so dass sich generierte Aufträge den eigenen, flexiblen Weg durch die Produktion suchen.
www.stecher-automation.de

Die JULTEC GmbH aus Steißlingen erhält 7.500 Euro für ihren Rückwandler für den SAT-TV-Empfang über Glasfaser. Der neu entwickelte Rückwandler zeichnet sich durch seine kompakte Bauform und einen sehr geringen Energiebedarf aus. Er ermöglicht den gleichzeitigen Empfang mehrerer Satellitensysteme und kann zudem platzsparend in modernen Medienverteilern, aber auch bei der Nachrüstung, unauffällig in der Wohnung platziert werden. Ein zentrales Schlüsselelement für die Realisierung des Wandlers ist der a²CSS2-Einkabelchip, der zusammen mit einem Halbleiterhersteller entwickelt wurde.
www.jultec.de

Die FORCAM GmbH aus Ravensburg wird ebenfalls mit 7.500 Euro für ihre IIoT-Plattform (Industrial Internet of Things) ausgezeichnet. Diese Technologie ist vergleichbar mit einem modernen Smartphone: Es sind bereits Apps vorinstalliert, der Nutzer kann gleichzeitig jede gewünschte weitere App downloaden. Unternehmen können diese smarte Plattform-Lösung schlüsselfertig für die Fabrik der Zukunft nutzen und gleichzeitig beliebig frei erweitern. Die FORCAM-Lösung bietet eine Offenheit, die auch die Verbindung zu Microsoft-Programmen ermöglicht.
www.forcam.com

Den mit 7.500 Euro dotierten Sonderpreis der MBG, der sich an junge Unternehmen richtet, erhielt in diesem Jahr die fruitcore robotics GmbH aus Konstanz für ihr Industrie-Robotersystem HORST900. Das neue Industrie-Robotersystem vereint technische Innovationen in der mechanischen Kinematik mit einer intuitiv bedienbaren Software. Industrieanwendungen lassen sich schnell und einfach automatisieren, auch ohne Programmierkenntnisse. Durch eine innovative Kinematik wird der Industrieroboter zudem preiswerter als vergleichbare Roboter. Das ermöglicht Unternehmen jeder Größe wirtschaftliche Robotik und erleichtert ihnen den Einstieg in die Automatisierung.
www.fruitcore-robotics.com

Anerkennungen wurden folgenden zwei Unternehmen ausgesprochen:

ACD Elektronik GmbH aus Achstetten für ihr modulares Handgerät. Dieses erweitert die Möglichkeiten mobiler Datenerfassung. Die Kombination von sicherem Betriebssystem und vielseitig mobilen Handgeräten ergibt eine Vielzahl möglicher Einsatzbereiche. Als Betriebssystem wird eine Android-Version mit einer speziellen Plattform für industrielle Einsätze verwendet. Module wie Not-Halt-Taster, Tastaturen, RFID-Reader, Temperatursensoren, Drucker und Bezahlmodule sind einfach und ohne großen Aufwand anbringbar und können zudem kundenspezifisch angepasst werden. Die Vielfalt an verwendeten mobilen Endgeräten wird somit deutlich reduziert, was dem Anwender einen deutlichen Vorteil sowie messbare Zeit- und Kostenersparnis bringt.
www.acd-gruppe.de

Neohelden GmbH aus Karlsruhe für NEO für ihren virtuellen Assistenten. Der Fokus des neu entwickelten KI-Assistenten liegt auf Einsatzszenarien im Enterprise-Umfeld und der Abbildung von Prozessen in simple „Unterhaltungen“. Statt sich durch verschiedene Software-Systeme zu klicken und sich in unterschiedlichen Menüführungen zurecht zu finden, bietet der unter dem Namen NEO bekannte Assistent eine einheitliche Oberfläche. Aus unzähligen Klicks wird eine Unterhaltung; über NEO können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jederzeit und von überall sprach- und textbasiert ihre Software-Systeme steuern. Die einfache Konfiguration kann vom Kunden selbst – größtenteils sogar ohne Programmierkenntnisse – durchgeführt werden und bietet daher die ideale Voraussetzung für die Umsetzung vielseitiger und komplexer Anwendungen bei kleinen und mittleren Unternehmen.
www.neohelden.com

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Presse Produktentstehung Baden-Württemberg IT-Wirtschaft 100% Dienstleister 100% Produzierendes Handwerk 100% Produzierendes Gewerbe 100% Technologietrends 100%
news-560 Wed, 04 Nov 2020 17:25:50 +0100 Wirtschaftsministerium startet Informations- und Kommunikationsinitiative „Mobilfunk und 5G“ /en/current/press-releases/details/wirtschaftsministerium-startet-informations-und-kommunikationsinitiative-mobilfunk-und-5g Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat heute (4. November) den Startschuss zur Informations- und Kommunikationsinitiative „Mobilfunk und 5G“ gegeben. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut betonte bei der virtuellen Auftaktveranstaltung die Bedeutung einer schnellen Einführung des neuen Mobilfunkstandards für Baden-Württemberg: „Wir alle wollen zu jeder Zeit und überall unterbrechungsfrei miteinander telefonieren können, Informationen aus dem Internet abrufen, Dokumente hochladen oder per Videokonferenz miteinander kommunizieren. Um die großen Chancen der Digitalisierung tatsächlich nutzen zu können, müssen leitungsgebundene und mobile Breitbandnetze bedarfsgerecht ausgebaut werden. Der dringend notwendige Ausbau des Mobilfunknetzes und die Einführung des neuen, deutlich leistungsfähigeren Mobilfunkstandards 5G kann jedoch nur gelingen, wenn wir die Themen sachlich erörtern.“ Ziel der Initiative sei es, Bürgerinnen und Bürger zu informieren und Städte und Gemeinden dabei zu unterstützen, die teils kontrovers geführten Diskussionen vor Ort in konstruktive Bahnen zu lenken. „Im Rahmen der Initiative werden Materialien entwickelt, die Fakten zu Mobilfunk und 5G sachlich bündeln und veranschaulichen. Wir möchten es der Bevölkerung damit erleichtern, sich sachlich zu informieren“, erklärte die Ministerin. An der Auftaktveranstaltung nahmen rund 170 kommunale Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger sowie Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter des Landes virtuell teil.

„Für die Unternehmen im Land ist es geradezu überlebensnotwendig, jederzeit über Glasfaser und stabilen Mobilfunk mit Geschäftspartnern rund um den Globus kommunizieren zu können. Um das zu ermöglichen, muss der Ausbau der Mobilfunknetze von den Telekommunikationsunternehmen zügig vorangetrieben werden“, so Hoffmeister-Kraut. „Darüber hinaus muss Baden-Württemberg Vorreiter bei der Einführung von 5G werden. Der neue Mobilfunkstandard eröffnet ganz neue Anwendungsfelder, wie etwa intelligente Mobilitäts- und Logistik- und Energieversorgungsysteme.“ Dank extrem hoher Übertragungsraten, einer sehr hohen Zuverlässigkeit und minimalen Verzögerungszeiten sei es künftig möglich, dass Maschinen in Echtzeit miteinander kommunizieren könnten.

Hoffmeister-Kraut ergänzte, dass sich auch die Landesärztekammer Baden-Württemberg für einen flächendeckenden Ausbau der Mobilfunknetze ausgesprochen habe, um beispielsweise über Telemedizin eine flächendeckende Patientenversorgung zu ermöglichen.

Bei der Auftaktveranstaltung sprachen neben Ministerin Hoffmeister-Kraut auch Professor Dr. Alexis von Komorowski, Hauptgeschäftsführer des Landkreistages Baden-Württemberg, Christian O. Erbe, Vize-Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags, Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages e. V., und Dr. Wolfgang Miller, Präsident der Landesärztekammer Baden-Württemberg.

Oberbürgermeister Martin Horn aus Freiburg, die Erste Bürgermeisterin Sylvia Tröger aus Stutensee, Hilmar Möhlmann vom Informationszentrum Mobilfunk und Dipl. Ing. Josef Opitz von der Bundesnetzagentur erörterten im Rahmen eines Podiumsgesprächs, auf welche Weise am schnellsten die Hürden überwunden werden können, die einem zügigen Ausbau des Mobilfunknetzes in Baden-Württemberg zur Zeit noch entgegenstehen.

Die Informations- und Kommunikationsinitiative „Mobilfunk und 5G“

Die Informations- und Kommunikationsinitiative wurde in den vergangenen Monaten vom Wirtschaftsministerium in enger Abstimmung mit den kommunalen Landesverbänden und weiteren Landesministerien ausgearbeitet. Dabei wurde an die Arbeit der Task Force Mobilfunk angeknüpft. Die Wirtschaftsministerin hatte die Task Force 2019 ins Leben gerufen, um schnellstmöglich gemeinsam mit den Telekommunikationsunternehmen, den kommunalen Landesverbänden und Wirtschaftskammern Wege zu finden, wie der Mobilfunkausbau in Baden-Württemberg zügig vorangebracht werden kann.

Im Rahmen der Informationsinitiative sollen Städte und Gemeinden dabei unterstützt werden, Diskussionen über den Ausbau des Mobilfunknetzes und die Einführung des Mobilfunkstandards 5G in konstruktive Bahnen zu lenken und Bürgerinnen und Bürger mit Informationen zu versorgen. Dafür werden gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern sachlich fundierte und einfach verständliche Informationsmaterialien zum Mobilfunkausbau und 5G in Baden-Württemberg entwickelt und auf der Plattform www.mobilfunk-bw.de zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus wird in drei Fokusgruppen-Sitzungen im Dezember 2020 und Januar 2021 erörtert, ob mit der Initiative alle zentralen Fragen der Bürgerinnen und Bürger adressiert werden und die Materialien anschaulich genug aufbereitet sind. Bis zum 20. November 2020 können sich Interessierte über die Website www.mobilfunk-bw.de für die Teilnahme registrieren.

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Presse BW Regionen Baden-Württemberg Kultur- und Kreativwirtschaft 100% Hotel- und Gastgewerbe 100% Handel & Logistik 100% IT-Wirtschaft 100% Dienstleister 100% Produzierendes Handwerk 100% Produzierendes Gewerbe 100% Infrastruktur 100%
news-555 Mon, 26 Oct 2020 08:47:29 +0100 Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg wird am 10. November online verliehen. Seien Sie live dabei! /en/current/press-releases/details/innovationspreis-des-landes-baden-wuerttemberg-wird-am-10-november-online-verliehen-seien-sie-live Der Landes-Innovationspreis – Dr.-Rudolf-Eberle-Preis – gehört zu den Preisen der ersten Stunde, die in Deutschland für Innovationen vergeben wurden. Bereits seit 1985 ehrt er unkonventionelle Ideen für innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen. Er ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert und wird an im Land ansässige kleine und mittlere Unternehmen aus Industrie, Handwerk sowie technologischer Dienstleistung vergeben. Die Preisverleihung findet am 10. November 2020 statt und wird ab 18.30 Uhr live übertragen. „Gerade unsere zahlreichen mittelständischen Unternehmen haben ein großes Innovationspotential und tragen mit viel Neugier und Mut zur Veränderung maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg unseres Landes bei. Deren Wettbewerbsfähigkeit ist wichtige Voraussetzung für den Wohlstand unseres Landes“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut im Frühjahr anlässlich der diesjährigen Ausschreibung.

„Mit dem Innovationspreis ehren wir auch 2020 wieder unkonventionelle Ideen für innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen mittelständischer Unternehmen in Baden-Württemberg. Gerade in Zeiten zunehmender Herausforderungen sind Innovationen der wichtigste Treiber und Erfolgsfaktor für einen starken und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort“, so die Ministerin. Baden-Württemberg ist bundes- und europaweit weiterhin führend bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Die FuE-Ausgabenintensität erreichte zuletzt mit 5,6 Prozent einen neuen Rekordwert.

Der Innovationspreis ist mit insgesamt 50.000 Euro dotiert und dem früheren Wirtschaftsminister Dr. Rudolf Eberle (1926-1984) gewidmet. Mit dem Preis werden seit 1985 kleine und mittlere Unternehmen der Industrie und des Handwerks für beispielhafte Leistungen bei der Entwicklung neuer Produkte und technischer Verfahren oder bei der Anwendung moderner Technologien ausgezeichnet.

Über die Vergabe des Preises entscheidet ein hochrangiges Preiskomitee. Die Mitglieder bewerten die Bewerbungen nach folgenden drei Kriterien: Technischer Fortschritt, besondere unternehmerische Leistung und nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg.

Mehr Infos: www.innovationspreis-bw.de

Livestream: https://www.ims-cms.net/pub/27320/Innovationspreis_des_Landes_BW/index.php

Quelle: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

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Presse
news-554 Wed, 21 Oct 2020 13:49:56 +0200 Wirtschaftsministerium fördert Digital-Dozenten-Akademie der IHK Reutlingen /en/current/press-releases/details/wirtschaftsministerium-foerdert-digital-dozenten-akademie-der-ihk-reutlingen Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert das im November 2020 startende Projekt „Digital-Dozenten-Akademie“ der Industrie- und Handelskammer Reutlingen mit knapp 220.000 Euro. Ziel des Projekts ist der Ausbau der Digitalkompetenzen von Dozenten der beruflichen Weiterbildung. „Die Digitalisierung verändert nicht nur die Arbeitswelt von Beschäftigten, sondern auch die berufliche Weiterbildung und damit die Anforderungen an die dort Lehrenden. Sowohl die zu vermittelnden Inhalte als auch die Art der Vermittlung befinden sich in einem Wandel“, erklärte Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Die Corona-Pandemie habe noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig ein sicherer Umgang mit den Möglichkeiten der Digitalisierung sei. „Erfolgreiche digitale Weiterbildung kann aber nur gelingen, wenn das Weiterbildungspersonal selbst sich in diesem Bereich gut auskennt“, ergänzte die Ministerin.

Mit der Förderung soll auf der Internetseite der IHK Reutlingen eine neue Weiterbildungs- und Austauschplattform für Dozentinnen und Dozenten geschaffen werden. Zielgruppe des Projekts sind vorrangig Lehrende der beruflichen Weiterbildung, aber auch hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterer Träger beruflicher Weiterbildung in Baden-Württemberg – insbesondere kleine und bislang wenig digitalisierte Einrichtungen.

Das Ministerium fördert die „Digital-Dozenten-Akademie“ im Rahmen des Förderaufrufs „Qualifizierungsoffensive digitale Kompetenzen“, für den insgesamt 3,75 Millionen Euro zur Verfügung stehen und der Teil der Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg „digital@bw“ ist. Weitere geförderte Projekte im Rahmen der Offensive sind „Digitale Qualifizierung im Gastgewerbe“ des DEHOGA, „AiKomPass Digital“ der AgenturQ, „Digitale Qualifizierung des Lehrpersonals in den handwerklichen Bildungsstätten für die Entwicklung und den Einsatz von Blended-Learning-Lernformaten“ der Handwerkskammer Region Stuttgart und die „Qualifizierungsoffensive Automatisierung im Mittelstand – von der Automatisierung zu autonomen Systemen“ des Graduate Campus der Hochschule Aalen.

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Presse
news-553 Thu, 15 Oct 2020 11:04:24 +0200 "Digitalisierungsprämie Plus" zur Unterstützung von Unternehmen bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten gestartet /en/current/press-releases/details/digitalisierungspraemie-plus-zur-unterstuetzung-von-unternehmen-bei-der-umsetzung-von-digitalisierun Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut: „Wir wollen den Digitalisierungsschub der letzten Monate unbedingt nutzen“ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat heute (15. Oktober) in Kooperation mit der L-Bank das Förderprogramm "Digitalisierungsprämie Plus" gestartet. Für das Programm, für das die erfolgreiche "Digitalisierungsprämie" passgenau weiterentwickelt wurde, stehen insgesamt 66 Millionen Euro zur Verfügung. "Durch die Corona-Pandemie mussten viele Unternehmen ihre Prozesse in kürzester Zeit digitalisieren. Diesen Digitalisierungsschub der letzten Monate wollen wir unbedingt nutzen. Es ist daher wichtig, dass die "Digitalisierungsprämie Plus" mit ihren noch attraktiveren Förderkonditionen schnell an den Start gehen kann", sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

"Mit dem Programm wollen wir die Digitalisierung noch stärker in den breiten Mittelstand unseres Landes bringen. Um eine spürbare konjunkturelle Wirkung zu erzielen, fördern wir mit der "Digitalisierungsprämie Plus" Projekte bei Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern", so die Ministerin weiter. Förderfähig sind Digitalisierungsprojekte wie die Einführung additiver Fertigungsverfahren wie der 3D-Druck, die Integration von CRM- und ERP-Lösungen oder die Implementierung von IT-Sicherheitskonzepten, Big Data-Anwendungen und KI-Systemen.

Auch die im Rahmen des Digitalisierungsprojektes notwendigen Schulungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können gefördert werden. Vorhaben mit einem Kostenvolumen zwischen 10.000 Euro und 200.000 Euro werden mit einer finanziellen Förderung zwischen 5.000 Euro und 20.000 Euro unterstützt. Der konkrete Fördersatz hängt jeweils vom Kostenvolumen ab. Außerdem sollen die Unternehmen entsprechend ihrer eigenen Bedarfs- und Liquiditätssituation entscheiden können, ob sie einen Direktzuschuss oder ein Förderdarlehen der L-Bank mit Tilgungszuschuss in Anspruch nehmen wollen.

"Mit der neuen "Digitalisierungsprämie Plus" werden die Digitalisierungsvorhaben des Mittelstandes und damit der Strukturwandel der Wirtschaft noch besser unterstützt", sagte Edith Weymayr, Vorsitzende des Vorstands der L-Bank. "Auch die Bedingungen für eine erneute Förderung wurden verbessert und so der schnell fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt Rechnung getragen."

Förderanträge für die "Digitalisierungsprämie Plus" können ab sofort gestellt werden. Anträge für die "Digitalisierungsprämie Plus" in der Darlehensvariante können von den antragsberechtigten Unternehmen über ihre Hausbank bei der L-Bank eingereicht werden. Anträge für die Zuschussvariante können direkt bei der L-Bank gestellt werden. Die Förderbestimmungen sowie weiterführende Informationen sind unter folgenden Links zu finden: http://www.l-bank.de/digiplus-darlehen bzw. www.l-bank.de/digiplus-zuschuss.

Mit der "Digitalisierungsprämie" wurden seit 2017 mit Haushaltsmitteln in Höhe von rund 26 Millionen Euro etwa 5.500 Unternehmen gefördert und dabei ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 160 Millionen Euro generiert.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit "digital@bw" wurde im Sommer 2017 die erste, landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von "digital@bw" sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

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Presse Baden-Württemberg Kultur- und Kreativwirtschaft 100% Hotel- und Gastgewerbe 100% Handel & Logistik 100% IT-Wirtschaft 100% Dienstleister 100% Produzierendes Handwerk 100% Produzierendes Gewerbe 100%
news-552 Thu, 08 Oct 2020 12:33:27 +0200 „Start-up BW Local“ steht im Finale der Europäischen Unternehmensförderpreise 2020 /en/current/press-releases/details/start-up-bw-local-steht-im-finale-der-europaeischen-unternehmensfoerderpreise-2020 Der Landeswettbewerb „Start-up BW Local – Gründungsfreundliche Kommune“ steht im Finale der Europäischen Unternehmensförderpreise 2020 (EEPA). Der Wettbewerb hat es nach dem Gewinn des deutschen Vorentscheids im Mai nun auf die Shortlist der internationalen Jury geschafft. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut erklärte: „Ich freue mich, dass unser Wettbewerb sich bis hierhin durchgesetzt und die Jury überzeugt hat. Mit dem Einzug ins Finale der Europäischen Unternehmensförderpreise können wir unseren Gründungsstandort noch sichtbarer machen. Gründungsförderung ist jetzt wichtiger denn je. Innovative und neue Geschäftsmodelle können dazu beitragen, unsere Wirtschaft auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu machen.“ Mit „Start-up BW Local“ fördere das Land Gemeinden, Städte und Landkreise bei der Erstellung von Konzepten zur optimalen Unterstützung von Gründerinnen und Gründern vor Ort und zeichne die überzeugendsten Umsetzungen aus, so die Ministerin. In diesem Jahr wurden aus 185 Bewerbungen für Vorentscheide in 27 Ländern 49 Projekte ausgewählt und ins europäische Rennen des EEPA geschickt. Mitte September erstellte die internationale Jury eine Shortlist mit den 19 europäischen Finalisten des Wettbewerbs – mit Erfolg für Baden-Württemberg. Im November tritt „Start-up BW Local“ in der Wettbewerbskategorie „Verbesserung der Geschäftsumgebung“ gegen Projekte aus Finnland und Spanien an.

Prof. Dr. Simone Chlosta, Leiterin des Fachbereichs Gründung beim RKW Kompetenzzentrum, das den deutschen Vorentscheid durchführt, gratulierte: „Mit der einzigartigen Förderung von regionalen Gründungsökosystemen durch die Ansprache von Kommunen als treibende Kraft für die Entstehung von Gründungen vor Ort, wie sie bei ‚Start-up BW Local‘ stattfindet, hat Deutschland ein unvergleichliches Projekt mit großem Vorbildcharakter ins internationale Rennen der European Enterprise Promotion Awards 2020 geschickt. Wir gratulieren zur Shortlistplatzierung und drücken fest die Daumen für das Finale!“

Auch das zweite deutsche Vorentscheids-Gewinnerprojekt „Greentech.Ruhr“ wurde für die Shortlist ausgewählt und hat damit große Chancen auf einen Preis in der Kategorie „Förderung der Entwicklung von grünen Märkten und von Ressourceneffizienz.“ Die Gewinner des Finales werden am 16. November im Zuge der SME Assembly der Europäischen Kommission verkündet.

Der Landeswettbewerb Start-up BW Local

„Start-up BW Local“ fördert Gemeinden, Städte und Landkreise bei der konzeptionellen Erstellung gründungsfreundlicher Strukturen vor Ort. Gründerinnen und Gründer bewerten im Anschluss die Konzepte und zeichnen die überzeugendsten Teilnehmer mit dem Label „Gründungfreundliche Kommune“ aus. Seit dem Start des Formats sind neben einer Community der Gründungsunterstützer auch unbürokratische Strukturen entstanden, von denen Gründerinnen und Gründer profitieren.

Der Wettbewerb wird gemeinsam getragen von den baden-württembergischen kommunalen Spitzenverbänden Gemeindetag, Städtetag, Landkreistag sowie vom Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) und vom Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT).

Weitere Informationen

Die Europäischen Unternehmensförderpreise

Seit 2006 prämiert die Europäische Kommission jährlich Behörden, Wirtschafts- und Bildungseinrichtungen sowie öffentlich-private Partnerschaften, die sich der Förderung von Unternehmergeist und Unternehmertum verschrieben haben, mit den European Enterprise Promotion Awards. Ausgelobt wird der zweistufige Wettbewerb mit sechs Wettbewerbskategorien in den Mitgliedstaaten der EU sowie in assoziierten Staaten des COSME-Programms (Förderprogramm der EU für die Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen). Die teilnehmenden Länder identifizieren im Rahmen von nationalen Vorentscheiden – in Deutschland organisiert durch das RKW Kompetenzzentrum in Eschborn – jeweils maximal zwei Projekte aus unterschiedlichen Kategorien, die sich durch besonders innovative Unterstützungsleistungen auszeichnen.

Die European Enterprise Promotion Awards werden am 16. November 2020 im Zuge der SME Assembly der EU-Kommission verliehen. Die SME Assembly findet jährlich in dem Land statt, das im entsprechenden Halbjahr die EU-Ratspräsidentschaft innehat, und ist eines der bedeutendsten Events für kleine und mittelständische Unternehmen in Europa. In Anbetracht der COVID-19 Pandemie und im Interesse der Sicherheit und der Gesundheit der Gäste, wird die SME Assembly in diesem Jahr nicht in Berlin, sondern als Online-Event stattfinden.

Weiterführende Informationen zum Wettbewerb

Das RKW Kompetenzzentrum

Das RKW Kompetenzzentrum ist ein gemeinnütziger und neutraler Impuls- und Ratgeber für den deutschen Mittelstand. Sein Angebot richtet sich an Menschen, die ihr etabliertes Unternehmen weiterentwickeln, ebenso wie an jene, die mit eigenen Ideen und Tatkraft ein neues Unternehmen aufbauen wollen.

Ziel ist es, kleine und mittlere Unternehmen für Zukunftsthemen zu sensibilisieren und sie dabei zu unterstützen, ihre Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft zu entwickeln, zu erhalten und zu steigern, Strukturen und Geschäftsfelder anzupassen und Beschäftigung zu sichern. Zu den Schwerpunkten „Gründung“, „Fachkräftesicherung“ und „Innovation“ bietet das RKW Kompetenzzentrum praxisnahe und branchenübergreifende Lösungen und Handlungsempfehlungen für aktuelle und zukünftige betriebliche Herausforderungen.

Bei der Verbreitung der Ergebnisse vor Ort arbeitet das Kompetenzzentrum mit Sitz in Eschborn eng mit den Expertinnen und Experten in den RKW Landesorganisationen zusammen.

Das RKW Kompetenzzentrum wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. Weitere Informationen.

Quelle: Pressemeldung des Wirtschaftsministeriums (externe Seite)

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news-547 Tue, 29 Sep 2020 08:09:29 +0200 48,5 Millionen Euro für den Breitbandausbau /en/current/press-releases/details/485-millionen-euro-fuer-den-breitbandausbau Mit weiteren 48,5 Millionen Euro Förderung wird der Breitbandausbau im Land vorangetrieben. In dieser Vergaberunde profitierten 14 Zuwendungsempfänger in elf Landkreisen. „Die Digitalisierung bringt tiefgehende Veränderungen in allen Lebensbereichen mit sich und die weltweite Corona-Pandemie hat diese Entwicklung weiter beschleunigt. Digital hilft uns in unserem neuen Alltag mit dem Corona-Virus sowohl in der Freizeit als auch bei der Arbeit. Damit wir die Möglichkeiten der Digitalisierung voll ausschöpfen können, braucht es eine leistungsfähige digitale Infrastruktur. Das wissen wir als Landesregierung nicht erst seit der Pandemie. Deshalb investieren wir eine Rekordsumme, mehr als eine Milliarde Euro, in den Breitbandausbau. Jeder Euro, den wir dafür ausgeben, ist eine Investition in die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft sowie unserer Städte und Gemeinden“, sagte der Stellvertretende Ministerpräsident und Digitalisierungsminister Thomas Strobl anlässlich der Übergabe von Breitbandförderbescheiden.

14 Zuwendungsempfänger in elf Landkreisen

In dieser Vergaberunde werden insgesamt 29 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 48,5 Millionen Euro bezuschusst. Im Jahr 2020 wurden damit bereits 378 Breitbandprojekte mit rund 332 Millionen Euro gefördert. Diesmal profitieren 14 Zuwendungsempfänger in elf Landkreisen. Die meisten Kommunen nutzen beim Breitbandausbau die Kofinanzierung des Landes zur Bundesbreitbandförderung. Sie ermöglicht Zuschussquoten von 90 Prozent, da der Bund 50 Prozent der förderfähigen Kosten fördert und das Land noch einmal 40 Prozent übernimmt. Bei der aktuellen Förderrunde wurden 17 Förderbescheide mit einem Zuschussvolumen von über 47 Millionen Euro übergeben, die die Kofinanzierung in Anspruch nehmen. Die verbleibenden Projekte werden über das reine Landesförderprogramm bezuschusst.

„Der Breitbandausbau ist ein Schwerpunkt der Arbeit der Landesregierung. Auch und gerade in Zeiten von Corona treiben wir unser Ziel, ein gigabitfähiges Breitbandnetz im ganzen Land aufzubauen, voran. Gemeinsam mit den Landkreisen und Kommunen sorgen wir dafür, dass das schnelle Internet zu den Menschen kommt, dort wo sie es direkt benötigen, wo sie wohnen, lernen und arbeiten. Es freut mich, dass wir wieder viele Breitbandanschlüsse für Schulen und Gewerbegebiete bezuschussen und weiße Flecken schließen können. Alle Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg sollen digital voll durchstarten können“, so Digitalisierungsminister Thomas Strobl.  

Weniger weiße Flecken, mehr Anschlüsse für Schulen

Der Landkreis Schwäbisch Hall erhält in dieser Vergaberunde mit 27,4 Millionen Euro die höchste Fördersumme und baut seine Breitbandinfrastruktur im Betreibermodell aus. In den Kommunen Bühlerzell, Michelbach, Michelfeld, Kirchberg, Ilshofen, Langenburg und Gaildorf werden die sogenannten „weißen Flecken“ erschlossen, wovon auch Gewerbegebiete und Schulen in diesen Kommunen profitieren. 

Im Main-Tauber-Kreis können mit der Förderung alle noch verbliebenen weißen Flecken erschlossen werden. Dafür erhält der nördlichste Landkreis Baden-Württembergs 7,45 Millionen Euro. Damit sollen 635 private Anschlüsse und 548 Anschlüsse in Gewerbegebieten realisiert sowie eine Schule und zwei Krankenhäuser an das gigabitfähige Netz angeschlossen werden.

In Bad Schussenried im Landkreis Biberach werden mit einer Förderung von 960.000 Euro neben drei Schulen und einem Krankenhaus 260 Anschlüsse mit der FTTB-Technologie (Fibre to the Building) versorgt. Dabei werden Glasfaserkabel direkt bis ins Gebäude verlegt. 

Im Zollernalbkreis erhält die Gemeinde Bisingen mit über 179.000 Euro die höchste Zuwendung im Bereich der reinen Landesförderung. Die Gemeinde möchte damit ein Backbone-Netz realisieren, um anschließend die Schulen in Bisingen mit einem Glasfaseranschluss zu versorgen.   

Breitbandausbau im Überblick

Der kürzlich veröffentliche Breitbandbericht des Landes gibt einen Überblick über den Breitbandausbau und die Fördermöglichkeiten in Baden-Württemberg. Mit Beispielen aus der Praxis, Zahlen und Daten sowie Erläuterungen von Fachbegriffen wird das komplexe Thema einfach und verständlich erklärt. Der Breitbandbericht steht zum Download bereit.

Liste der Förderbescheidempfänger (PDF) (externe Seite)

Quelle: Staatsministerium (externe Seite)

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news-546 Fri, 25 Sep 2020 10:16:09 +0200 Kabinett beschließt zweiten Nachtragshaushalt 2020/21 /en/current/press-releases/details/kabinett-beschliesst-zweiten-nachtragshaushalt-202021 Das Land stellt sich den finanziellen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen der Pandemie. Um Steuerrückgänge auszugleichen und den kommunalen Stabilitäts- und Zukunftspakt zu finanzieren, hat die Landesregierung den Entwurf eines zweiten Nachtrags zum Haushalt 2020/21 auf den Weg gebracht. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die finanzielle Situation des Landes sind erheblich. Um die prognostizierten Steuerrückgänge auszugleichen und den kommunalen Stabilitäts- und Zukunftspakt zu finanzieren, hat das Kabinett am Mittwoch, 23. September 2020, den Entwurf eines zweiten Nachtrags zum Haushalt 2020/21 auf den Weg gebracht. Darüber hinaus soll für Risiken vorgesorgt werden, die sich aus dem weiteren Pandemieverlauf ergeben können. Um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern, sieht die Landesregierung ein Paket „Zukunftsland BW – Stärker aus der Krise“ vor.

Impulse für die Zukunftsfähigkeit des Landes

„Corona ist nicht vorbei, wir sind weiterhin mitten in der Pandemie“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Mit dem zweiten Nachtrag stellen wir uns den finanziellen, gesundheitlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Wir treffen Vorsorge für den Gesundheitsschutz. Und wir setzen Impulse für die Zukunftsfähigkeit des Landes. Denn die Pandemie hat die Wirtschaft schwer getroffen. Für die Branchen, die gerade einen Transformationsprozess durchlaufen, hat sich die Lage dramatisch verschärft. Dem tragen wir Rechnung.“

Der Entwurf des Nachtrags sieht Rücklagen in Höhe von insgesamt zwei Milliarden Euro vor: 1,2 Milliarden Euro für das Maßnahmenpaket „Stärker aus der Krise“, 800 Millionen Euro für die Rücklage für Haushaltsrisiken. Finanzministerin Edith Sitzmann wies darauf hin, dass dabei eine sogenannte einseitige Deckungsfähigkeit gelte: „Niemand kann voraussagen, wie sich die Pandemie entwickelt. Es bleiben Ungewissheiten, auf die wir uns vorbereiten müssen. Sollten die vorgesehenen 800 Millionen Euro für die Vorsorge nicht ausreichen, können wir auf Geld aus dem Maßnahmenpaket ,Stärker aus der Krise' zurückgreifen.“ Das Maßnahmenpaket hat vier Schwerpunkte: Gesundheitsstandort, Transformation, Klimaschutz und Mobilität, außerdem Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sowie BW Invest, ein Innovations- und Investitionsförderprogramm. Außerdem ist mit dem Nachtrag eine erneute Erhöhung des Bürgschaftsrahmens auf fünf Milliarden Euro vorgesehen, um im Bedarfsfall Unternehmen schnell helfen zu können.

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut erklärte mit Blick auf die konjunktur- und strukturpolitischen Schwerpunkte, die im zweiten Nachtrag zum Landeshaushalt 2020/2021 enthalten sind: „Der Entwurf setzt die richtigen Akzente in den Bereichen Wirtschaft und Technologie. Es ist jetzt entscheidend, dass wir in Baden-Württemberg Impulse geben, geeignete Rahmenbedingungen schaffen und so den Weg frei machen für Investitionen in die Wertschöpfung und Arbeitsplätze von morgen“, sagte Hoffmeister-Kraut. In der Krise würden ohnehin laufende Veränderungsprozesse beschleunigt und viele Weichen neu gestellt. „Daraus sich ergebende Chancen können wir durch das Programm ‚BW Invest‘ und durch weitere Vorhaben insbesondere in den Zukunftsfeldern Künstliche Intelligenz und Nachhaltige Mobilität gezielt nutzen“, so die Ministerin weiter. „Wirtschaftspolitik muss jetzt in erster Linie als Standortpolitik begriffen werden. Dies spiegeln die gesetzten Schwerpunkte klar wider“, so Hoffmeister-Kraut.

Aufnahme neuer Schulden vorgesehen

Die Landesregierung plant, den Nachtragshaushalt auch über die Aufnahme neuer Schulden zu finanzieren. Zwar gilt seit diesem Jahr die Schuldenbremse. Die Regelungen lassen jedoch eine Schuldenaufnahme zu, wenn sich die Konjunktur deutlich negativ entwickelt. Nach einer Konjunkturkomponente, die insbesondere von der Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts abhängt, sind derzeit Kredite in Höhe von knapp 6,4 Milliarden Euro für die Jahre 2020 und 2021 zulässig. Nach der Steuerschätzung für Baden-Württemberg vom 14. September 2020 muss das Land in diesem Jahr mit knapp 2,6 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen als im Ur-Haushalt veranschlagt. Für das kommende Jahr gehen die Steuerschätzer von einem Rückgang um 1,8 Milliarden Euro aus.

„Das Land steht zu seinen Kommunen“, stellte Sitzmann fest. „Wir haben deshalb vereinbart, sie bei der Bewältigung der Pandemie mit aller Kraft zu unterstützen. Das enge Miteinander von Land und Kommunen zeichnet Baden-Württemberg aus, es hat uns stets stark gemacht. In der Krise ist das wichtiger denn je. Die Hilfe des Landes bedeutet aber auch einen finanziellen Kraftakt. Wir werden dafür weitere Kredite in Höhe von 2,2 Milliarden Euro aufnehmen müssen.“ Diese kommen zu den 6,4 Milliarden Euro Krediten hinzu, die nach der Konjunkturkomponente zulässig sind. Dabei greift eine Ausnahme von der Schuldenbremse, wonach das Land bei Naturkatastrophen oder außerordentlichen Notsituationen Schulden aufnehmen kann. Der Landtag von Baden-Württemberg hatte nach dieser Vorgabe bereits im März 2020 festgestellt, dass es sich bei der Coronavirus-Pandemie um eine Naturkatastrophe handelt und eine Kreditaufnahme von bis zu fünf Milliarden Euro eingeräumt.

Weitere absehbare Steuerrückgänge

Mit dem zweiten Nachtrag zum Haushalt 2020/21 sollen außerdem weitere absehbare Steuerrückgänge abgebildet werden, die sich aus geplanten rechtlichen Änderungen wie der Erhöhung des Behinderten-Pauschbetrags ergeben. Daneben werden zwangsläufige Mehrausgaben veranschlagt, unter anderem die aufgrund der Erhöhung des Bürgschaftsrahmens notwendige Absicherung von Bürgschaftsausfällen. Zur Deckung des Nachtragshaushalts plant die Landesregierung, neben der Aufnahme neuer Kredite einen Überschuss von 279 Millionen Euro aus dem Vorjahr sowie einen Konsolidierungsbeitrag von 320 Millionen Euro einzusetzen. Diesen werden die einzelnen Ressorts über eine globale Minderausgabe leisten.

Die Landesregierung wird den Entwurf des zweiten Nachtragshaushalts 2020/21 am Mittwoch, 30. September, in den Landtag einbringen.

Deckungskonzept zum zweiten Nachtragshaushalt

(gerundete Beträge in Millionen Euro)

Deckungsbedarfe 2020 2021
Steuermindereinnahmen - 2.571 - 1.803
Weitere Steuermindereinnahmen - 2.198 - 347
Kommunaler Stabilitäts- und Zukunftspakt - 2.198 0
Zwangsläufige Mehrausgaben - 34 - 243
Rücklage für Haushaltsrisiken - 800 0
Rücklage für das Maßnahmenpaket „Stärker aus der Krise“ - 967 - 233
Summe - 6. 570 - 2.626

Deckungsmittel

(gerundete Beträge in Millionen Euro)

Deckungsmittel 2020 2021
Kreditaufnahme gemäß Paragraph 18 Absatz 3 und 4 Landeshaushaltsordnung (Finanztransaktions- und Konjunkturkomponente) 3.903 2.496
Verbleibender Überschuss 2019 279 0
Aufstockung der Globalen Minderausgabe 2020/21 190 130
Kreditaufnahme gemäß Paragraph 18 Absatz 6 Landeshaushaltsordnung (Ausnahmekomponente) 2.198 0
Summe 6.570 2.626

Rücklage für Haushaltsrisiken wurde aufgestockt

Bereits im Urhaushalt 2020/21 wurde aktiv Vorsorge betrieben und die Rücklage für Haushaltsrisiken aufgestockt. Damit standen Rücklagemittel in einer Größenordnung von 1,2 Milliarden Euro für Haushaltsrisiken bereit, denen noch keine konkreten, haushaltsreifen Maßnahmen zugeordnet waren. Mit dem ersten Nachtrag zum Staatshaushaltsplan 2020/21 wurden die finanziellen Voraussetzungen geschaffen, um schnell handeln und den aufgrund der Coronavirus-Pandemie stark erhöhten Mittelbedarf decken zu können.

Dazu wurden zum einen die Entnahmemöglichkeiten aus der Rücklage für Haushaltsrisiken erweitert, sodass Corona-bedingte Maßnahmen aus den freien Rücklagemitteln finanziert werden konnten. Zum zweiten wurde zur Finanzierung von notwendigen, coronabedingten Maßnahmen eine Kreditermächtigung in Höhe von bis zu fünf Milliarden Euro ausgebracht, sowie die Möglichkeit geschaffen, Mittel des Bundes beziehungsweise der Europäischen Union der Rücklage zuzuführen.

Aus der Rücklage für Haushaltsrisiken wird ein Beteiligungsfonds mit einem Volumen von einer Milliarde Euro angelegt. Bis zum 18. September 2020 hat das Finanzministerium darüber hinaus in Entnahmen über rund 4,1 Milliarden Euro eingewilligt. Darunter sind mehr als 680 Millionen Euro für den kommunalen Stabilitäts- und Zukunftspakt. Das Land trägt mit insgesamt 2,88 Milliarden Euro den größten Anteil an dem Pakt, 1,39 Milliarden Euro kommen vom Bund.

Finanzministerium: Haushalt (externe Seite)

Aktuelle Informationen zum Coronavirus in Baden-Württemberg (externe Seite)

Quelle: Pressemeldung des Landes (externe Seite)

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Presse Künstliche Intelligenz Standards Recht Infrastruktur Technologietrends Zukunft der Arbeit
news-541 Tue, 15 Sep 2020 09:25:04 +0200 Landesregierung beschließt „Digitalisierungsprämie Plus“ zur Unterstützung von Unternehmen bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten /en/current/press-releases/details/landesregierung-beschliesst-digitalisierungspraemie-plus-zur-unterstuetzung-von-unternehmen-bei-der-u Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut: „Mit den noch attraktiveren Förderkonditionen der Digitalisierungsprämie Plus können die Unternehmen im Land eine ganz neue Qualität und Reichweite an digitaler Transformation erreichen“. Die Landesregierung hat grünes Licht für das Förderprogramm „Digitalisierungsprämie Plus“ gegeben. Das Programm, für das die erfolgreiche „Digitalisierungsprämie“ passgenau weiterentwickelt wurde, soll nun schnellstmöglich in Kooperation mit der L-Bank an den Start gehen. „Die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung für Unternehmen und Beschäftigte ist. Die Digitalisierungsprämie Plus kann diesen Digitalisierungsschub der letzten Monate fortsetzen und verstärken. Mit den noch attraktiveren Förderkonditionen können die Unternehmen im Land eine ganz neue Qualität und Reichweite an digitaler Transformation erreichen“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Bei der „Digitalisierungsprämie Plus“ werden die Fördersätze erhöht, förderfähige Digitalisierungsprojekte auf bis zu 200.000 Euro erweitert und der Kreis der Antragsberechtigten auf größere mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten ausgeweitet. Außerdem sollen die Unternehmen entsprechend ihrer eigenen Bedarfs- und Liquiditätssituation entscheiden können, ob sie einen Direktzuschuss oder ein Förderdarlehen mit Tilgungszuschuss in Anspruch nehmen wollen. „Mit den neuen Konditionen können wir einen noch stärkeren Fokus auf die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungs- und Prozesskette legen, als dies bei der Digitalisierungsprämie bislang möglich war“, so Hoffmeister-Kraut. „Damit wirken wir der krisenbedingt reduzierten Investitionstätigkeit der Unternehmen entgegen und stärken gezielt ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit.“

Für die Digitalisierungsprämie Plus sollen vorbehaltlich der Zustimmung des Finanzausschusses insgesamt 66 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Mit der Digitalisierungsprämie wurden seit 2017 mit Haushaltsmitteln in Höhe von rund 26 Millionen Euro etwa 5.500 Unternehmen gefördert und dabei ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 160 Millionen Euro generiert.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert. Ungefähr die Hälfte davon fließt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Quelle: Wirtschaftsministerium (externe Seite)

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Presse
news-535 Thu, 03 Sep 2020 10:02:10 +0200 Innovationsoffensive für Dienstleistungsunternehmen – BWIHK und Wirtschaftsministerium legen Positionspapier vor /en/current/press-releases/details/innovationsoffensive-fuer-dienstleistungsunternehmen-bwihk-und-wirtschaftsministerium-legen-positio Die Corona-Krise trifft den vielfältigen Dienstleistungssektor in Baden-Württemberg in erheblichem Maße. Um die Unternehmen in der Dienstleistungswirtschaft zu unterstützen, haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und der BWIHK gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO ein Positions- und Strategiepapier erarbeitet, das die Grundlagen für eine Intensivierung der Dienstleistungsinitiative in Zeiten von Corona schafft. „Wir haben unseren Unternehmen seit März mit finanziellen Soforthilfen und günstigen Kreditabsicherungen unter die Arme gegriffen. Doch das allein wird nicht ausreichen, um die Krise zu bewältigen“, betonte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Wir müssen der Dienstleistungswirtschaft nun weitere Perspektiven geben, wie sie nachhaltig aus dieser Krise kommen und dabei wichtige Weichen für die Zukunft stellen kann. Dienstleistungsunternehmen wie Werbeagenturen oder IT-Dienstleister, aber genauso der öffentliche Dienstleistungssektor, sind ein wichtiger Wachstumstreiber im Land.“ Wirtschaft und Politik müssten es deshalb gemeinsam schaffen, dass die Dienstleistungsbranche als innovatives Zugpferd auch in Zukunft dazu beitragen könne, den wirtschaftlichen Erfolg und den Wohlstand „Made in BW“ zu erhalten. „Dieses Ziel gehen wir mit den Maßnahmen in dem Positionspapier gemeinsam an“, so die Ministerin.

Neben schnellen Maßnahmen wie z. B. digitale Informations- und Schulungsangebote zu Smart Services, einem Ideenwettbewerb für neue digitale Dienstleistungen und zwölf Modellprojekte zur Verzahnung von Dienstleistern und Forschungsunternehmen soll auch eine nachhaltige Dienstleistungsoffensive für das Land angestoßen werden.

„Im Gegensatz zu früheren Wirtschaftskrisen kündigte sich die Corona-Krise nicht über einen längeren Zeitraum an, sondern kam nahezu unvermittelt. Die Unternehmen hatten keinen zeitlichen Vorlauf, sich darauf einzustellen, sondern es erfolgte mehr oder weniger eine Vollbremsung des laufenden Geschäfts“, schilderte Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK) und selbst im Dienstleistungsbereich sehr erfolgreich, die Pandemie-Situation der Unternehmen. Obwohl viele Branchen ihr Geschäft wieder geöffnet hätten und ihre Kunden betreuen könnten, stünden sie durch weiter bestehende Corona-Anforderungen und Auflagen vor großen Herausforderungen. Dies gelte vor allem für die große Gruppe der Verbraucher- und personennahen Dienstleistungen. Genauso für viele weitere Dienstleistungen, bei denen die direkte Kommunikation mit Kunden eine große Rolle spiele. Wo die Sperren für gewisse Angebote bis in den Herbst verlängert worden seien, stünden Betriebe vor existenziellen Bedrohungen, so die IHK-Organisation.

Um ihre Kunden auch in Krisenzeiten gut erreichen und effektiv unterstützen zu können, sei eine zügige Digitalisierung der bestehenden Dienstleistungen notwendig, so Ministerin Hoffmeister-Kraut. „Gleichzeitig müssen wir den Unternehmen dabei helfen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und neue Leistungsangebote am Markt zu etablieren.“ Das Wirtschaftsministerium habe daher seine Maßnahmen zur Unterstützung der Unternehmen in der Dienstleistungswirtschaft über das ‘Kompetenzzentrum Smart Services‘ mit jeweils 800.000 Euro in den Jahren 2020 und 2021 nochmals deutlich verstärkt.

„Quasi als Sofortmaßnahme kann die Digitalisierung bisher im persönlichen Kontakt vertriebener wie betriebener Dienstleistungen ein wichtiger Stabilisator und Treiber des eigenen Geschäfts sein. Diese Dienste sollten schrittweise, beispielsweise in Form von Webinaren, digitalen Kundengesprächen und interaktiven Trainings, in digitale Form gebracht werden“, so Wolfgang Grenke. „Konkrete Einzelmaßnahmen, welche die baden-württembergische IHK-Organisation im Rahmen der ‘Innovationsoffensive für Dienstleistungen‘ vorschlage, seien die noch stärkere Ausweitung der Digitalisierungsprämie, die Erstellung eines Dienstleistungsatlasses mit Förderangeboten, Modellprojekte zur Vernetzung von Dienstleistern und Forschungseinrichtungen wie auch die verstärkte digitale Weiterbildung“, betonte Grenke.
 

Strategie- und Positionspapier „Mit Dienstleistungen durch die Krise – Initiative zur Förderung von Digitalisierung und Innovation“

Das Strategie- und Positionspapier für eine Innovationsoffensive für Dienstleistungen umfasst vier Maßnahmenpakete:

  • Verstärkung des Wissenstransfers: Insbesondere kleine und mittlere Dienst-leister benötigen methodisches Wissen und Strategien, wie sich mit Hilfe von Digitalisierung, Geschäftsmodellinnovationen und neuen Dienstleistungsangeboten die Auswirkungen der Krise abmildern lassen und ein Neustart gelingen kann. Einen ersten Einstieg hierzu bieten bereits bestehende Webinare des „Kompetenzzentrums Smart Services“. Konkret geht es darum, Potenziale für Smart Services zu identifizieren, Smart Services systematisch zu entwickeln sowie Geschäftsmodelle für Smart Services zu gestalten. Darüber hinaus sollen nun digitale Informations- und Schulungsangebote und krisenspezifische Weiterbildungsmöglichkeiten ausgebaut werden. Ergänzend dazu sollen Multiplikatoren wie etwa Innovationsscouts und Dienstleistungsberater gefördert werden, die vor Ort in die Betriebe gehen und die Umsetzung neuer digitaler Lösungen vorantreiben.
  • Ideenwettbewerb „Smart Services“: In dem im Herbst startenden Ideenwettbewerb werden baden-württembergische Unternehmen ausgezeichnet, die erfolgreich Ideen für neue digitale Dienstleistungen in die Praxis umgesetzt haben. Durch den branchenübergreifenden Ideenwettbewerb lässt sich zum einen die Sensibilisierung unterschiedlicher Stakeholder erreichen und – durch die breite Einbindung von begleitenden PR-Maßnahmen – die öffentliche Aufmerksamkeit für digital unterstützte Dienstleistungen steigern. Zum anderen werden Unternehmen ermutigt, ebenfalls in die Digitalisierung ihres Geschäfts zu investieren und neue Smart Services zu entwickeln.
  • Erlebnisräume für digitale Dienstleistungen: Die Überzeugung für den Ein-satz neuer digitaler Technologien gelingt am besten, wenn Unternehmer diese selbst erleben und ausprobieren können. In den so genannten „Erlebnisräumen“ des „Kompetenzzentrums Smart Services“ können Unternehmen nach einer Corona-Pause jetzt wieder in Stuttgart und Furtwangen live erfahren, wie etwa Künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Smart Glasses und weitere Technologien die Basis für neue Dienstleistungsangebote bilden. Solche Aktivitäten sind weiter zu forcieren. Insbesondere müssen Exponate mobil sein und flächendeckend bei Veranstaltungen im Land eingesetzt werden können.
  • Modellprojekte zur Vernetzung von Dienstleistern und Forschungseinrichtungen: Innovationen bedeuten gerade für kleine und mittlere Unternehmen, laufend das eigene Geschäftsmodell zu prüfen und auf neue Entwicklungen anzupassen. Der Austausch zwischen Forschung und Unternehmen muss in beide Richtungen intensiviert werden. Im Fokus steht die praxisnahe Anwendung von Forschung und das Feedback aus den Betrieben in die Hochschulwelt. Diese Verzahnung sollte in einem ersten Schritt über das „Kompetenzzentrum Smart Services“ für zwölf Modellprojekte unterstützt werden.


Smart Services

Smart Services sind moderne, digital unterstützte Dienstleistungen. Diese nutzen insbesondere das zunehmende Datenaufkommen sowie digitale Vertriebs- und Lieferkanäle (z. B. Plattformen, Apps), um einen zusätzlichen Mehrwert für Kunden zu schaffen. Beispiele für Smart Services sind etwa das Online-Tracking von Bestellungen und Lieferfahrzeugen, Video-Sprechstunden und Video-Diagnosen bei Ärzten sowie die datenbasierte Optimierung von Reparaturen und Wartungen bei Maschinen und Anlagen.

Das vollständige Papier finden Sie hier und unter www.bw.ihk.de/medien/publikationen.

Quelle:  Pressemeldung des Wirtschaftsministerium (externer Link)

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news-534 Tue, 01 Sep 2020 12:47:16 +0200 Wirtschaftsministerium startet Start-up BW Podcast für Gründerinnen und Gründer /en/current/press-releases/details/wirtschaftsministerium-startet-start-up-bw-podcast-fuer-gruenderinnen-und-gruender Wer kann mir beim Gründen meines Unternehmens helfen und mich beraten? Welche Förderangebote gibt es? Diese und weitere Fragen beantwortet ab sofort der neue Start-up BW Podcast des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg. Er richtet sich an Gründungswillige, Gründerinnen und Gründer und an alle, die sich für das Start-up Land Baden-Württemberg und seine Start-up BW Community interessieren. „Im Start-up BW Podcast geben wir einen lebendigen Einblick in die Gründungs- und Start-up-Szene Baden-Württembergs. Wir sprechen mit Partnern unseres Netzwerks und informieren über die vielfältigen Unterstützungsangebote und Fördermaßnahmen im Land“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zum Start des Podcast. „Frühzeitige Beratung und umfassende Informationen helfen Gründerinnen und Gründern dabei, ihre Ideen erfolgreich voranzubringen.“ Auch Gründerinnen und Gründer, die den Schritt in die unternehmerische Selbständigkeit bereits gewagt haben, sollen zu Wort kommen und von ihren Erfahrungen berichten. „Der Podcast macht nicht nur Lust aufs Gründen, sondern stellt auch unsere zahlreichen Anlaufstellen und Initiativen vor. Wir haben zum Beispiel mit unseren Acceleratoren und Inkubatoren ganz hervorragende branchenspezifische Olympia-Stützpunkte für Start-ups, die sie umfassend betreuen und Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung von Geschäftsmodellen bieten. Es gibt also keinen Grund, uns hinter Metropolen wie Berlin oder Hamburg zu verstecken“, erklärte Hoffmeister-Kraut.

Die ersten drei Folgen von „Start-up BW – Der Podcast“ sind ab sofort auf der Website von Start-up BW und in Kürze bei allen gängigen Podcast-Anbietern verfügbar. In den ersten Folgen des Podcast sprechen die beiden Moderatoren Steffi Knebel und Matz Kastning, die selbst erfolgreich in Baden-Württemberg gegründet haben, mit Expertinnen und Experten zu den Themen Gründungsberatung, Förderung durch Städte und Kommunen und über die Start-up BW Acceleratoren.

Weitere Informationen zum Podcast unter: www.startupbw.de/podcast
 

Die Landeskampagne Start-up BW

Unter der Dachmarke Start-up BW bündelt die Landesregierung Baden-Württemberg seit 2017 ihre Fördermaßnahmen für Start-ups, Gründerinnen und Gründer.

Start-up BW umfasst ein breites Leistungsspektrum aus Finanzierungshilfen, Wettbewerbsformaten und zielgruppenspezifischen Initiativen, bewährten Förderprogrammen, sowie neuen Förderansätzen und Modellvorhaben.

Ziel ist es, Baden-Württemberg als Start-up Standort national und international sichtbar und attraktiv zu machen.

Weitere Informationen unter: www.startupbw.de

Quelle: Wirtschaftsministerium (externe Seite)

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Presse Unterstützung Kultur- und Kreativwirtschaft Hotel- und Gastgewerbe Handel & Logistik IT-Wirtschaft Dienstleister Produzierendes Handwerk Produzierendes Gewerbe Recht Technologietrends Orientierung
news-532 Wed, 19 Aug 2020 12:05:31 +0200 Wirtschaftsministerium BW fördert den Aufbau eines „Kompetenzzentrums für KI-Engineering“ /en/current/press-releases/details/wirtschaftsministerium-bw-foerdert-den-aufbau-eines-kompetenzzentrums-fuer-ki-engineering Das Wirtschaftsministerium fördert den Aufbau eines Kompetenzzentrums für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Ingenieurwesen. Im Fokus des Kompetenzzentrums stehen die beiden Anwendungsfelder „Industrielle Produktion“ und „Mobilität“. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert den Aufbau eines neuen „Kompetenzzentrums für KI-Engineering“ in Karlsruhe mit insgesamt drei Millionen Euro. „Baden-Württemberg und ganz besonders der Standort Karlsruhe steht für exzellentes Know-how in den Ingenieurwissenschaften und auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Mit dem Kompetenzzentrum wollen wir diese Stärken gezielt bündeln und für die Wirtschaft nutzbar machen“, sagte Katrin Schütz, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, am 18. August in Stuttgart. Das Vorhaben beginnt bereits in diesem Monat und soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein. „Das Kompetenzzentrum KI-Engineering soll dazu beitragen, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz speziell im Ingenieurwesen sicherer, einfacher und flexibler zu machen. Unsere zahlreichen mittelständischen Unternehmen im Land haben ein großes Ingenieurs-Know-how, aber bisher in vielen Fällen nur begrenzte KI-Kompetenzen. Gerade für diese Betriebe kann das neue Zentrum eine wichtige Unterstützung sein“, so die Staatssekretärin. Künstliche Intelligenz werde die Produktion und die Mobilität von morgen maßgeblich prägen. „Es ist wichtig, dass unsere Unternehmen bei dieser Entwicklung ganz vorne mit dabei sind. Mit dem Kompetenzzentrum für KI-Engineering wollen wir sie dabei unterstützen und dazu beitragen, die traditionelle Stärke unserer Wirtschaft bei hochwertigen Ingenieurstätigkeiten weiterzuentwickeln und zukunftsfest zu machen“, so Schütz.

Eine große Herausforderung für Ingenieure ist beispielsweise, dass das Betriebsverhalten von lernenden Systemen – anders als bei konventionellen, nicht-lernenden Systemen – nur eingeschränkt vorhersagbar ist. Daraus resultieren zahlreiche konkrete Fragestellungen, etwa hinsichtlich der Sicherheit und Zertifizierung von Systemen, in denen KI-Methoden zum Einsatz kommen. Dies gilt besonders für potentiell gefährliche Einsatzgebiete, etwa in Chemieanlagen oder autonomen Fahrzeugen und Robotern.

Weitere Informationen

In dem Kompetenzzentrum sollen die drei großen Karlsruher Forschungseinrichtungen – das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB als Konsortialführer sowie das FZI Forschungszentrum Informatik und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – ihre Kräfte bündeln, um in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus dem Land Hürden zu überwinden, die einem verbreiteten Einsatz von KI-Methoden im Ingenieurwesen bisher entgegenstehen. Im Fokus des Kompetenzzentrums stehen die beiden Anwendungsfelder „Industrielle Produktion“ und „Mobilität“.

Im Rahmen des Projekts soll ein systematischer Lösungsansatz – das sogenannte „KI-Engineering“ – erarbeitet werden. KI-Engineering soll die bewährten ingenieurtechnischen Herangehensweisen ergänzen und Ingenieuren Verfahren und Software-Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sie KI-Technologien methodisch, effizient und planbar zum Einsatz bringen können.

Diese Verfahren und Software-Werkzeuge sollen auch anhand von konkreten Fragestellungen aus der Praxis entwickelt und erprobt werden, die Unternehmen beim Kompetenzzentrum vorschlagen können. Über eine Beratungsstelle sowie spezielle Schulungsangebote sollen die Forschungsergebnisse des Kompetenzzentrums zudem allen Unternehmen in Baden-Württemberg zugänglich gemacht werden.

Quelle: Wirtschaftsministerium (externe Seite)

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Presse Produktentstehung Künstliche Intelligenz
news-531 Thu, 13 Aug 2020 17:00:00 +0200 Wirtschaftsministerium fördert die digitale Qualifizierung im Gastgewerbe mit rund 623.000 Euro /en/current/press-releases/details/wirtschaftsministerium-foerdert-die-digitale-qualifizierung-im-gastgewerbe-mit-rund-623000-euro Das Wirtschaftsministerium fördert die digitale Qualifizierung im Gastgewerbe mit 623.300 Euro. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat den Zuwendungsbescheid heute (13. August) in Stuttgart an den Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA Baden-Württemberg e. V. und Geschäftsführer der DEHOGA Akademie, Herrn Jürgen Kirchherr, übergeben. Mit dem Projekt soll unter anderem das Online-Weiterbildungsangebot der DEHOGA Akademie ausgebaut werden. „Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die digitale Weiterbildung noch mehr vorangetrieben werden muss. Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger. Wir wollen mit dem Projekt das Online-Qualifizierungsangebot im Gastgewerbe in Zeiten von Corona ausbauen und den Zugang zu Weiterbildungen erleichtern“, erklärte Ministerin Hoffmeister-Kraut. „Ich freue mich, dass der DEHOGA mit diesem Projekt den Wandel im Gastgewerbe aktiv mitgestaltet. In dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit ist das ein wichtiges Signal.“

Neben der Modernisierung und Neuentwicklung von Schulungsmaßnahmen werden durch das Projekt neue und innovative Methoden im Bildungsmanagement und der Weiterbildungsberatung eingeführt. Diese neuen Technologien und Anwendungen sollen zu einer höheren Akzeptanz digitaler Medien in den Betrieben führen und Lerninhalte häufiger und schneller in die praktische Anwendung bringen. Zusätzlich wird es eine umfassende Beratung und Betreuung für Betriebe des Gastgewerbes geben.

Das Wirtschaftsministerium fördert das Projekt im Rahmen der „Qualifizierungsoffensive digitale Kompetenzen“ mit Mitteln der Digitalisierungsstrategie des Landes „digital@bw“.

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news-530 Thu, 13 Aug 2020 08:30:46 +0200 Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie in der Gesundheitswirtschaft /en/current/press-releases/details/kuenstliche-intelligenz-als-schluesseltechnologie-in-der-gesundheitswirtschaft Im Rahmen ihrer Sommerreise hat Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut Einrichtungen in den Bereichen Gesundheitswirtschaft und Künstliche Intelligenz besucht. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat ihre diesjährige Sommerreise fortgesetzt. Unter dem Titel „Einsatz und Nutzen der Schlüsseltechnologie KI in der Gesundheitswirtschaft – eine Zukunftsbranche für Baden-Württemberg“ besuchte die Ministerin die Universitätsmedizin Mannheim sowie die Fraunhofer Projektgruppe Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie (PAMB) zum Thema „Künstliche Intelligenz (KI) in der Krebsdiagnostik“. Außerdem standen Besuche beim Unternehmen Roche Diagnostics GmbH und dem BioRN Life Science Cluster Rhine-Neckar in Heidelberg auf dem Programm.

„Künstliche Intelligenz ist ein enormer Innovationsbeschleuniger. Dieses Potential müssen wir zum Wohle der Patientinnen und Patienten auch für die Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg optimal nutzen“, sagte Hoffmeister-Kraut. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiges Gesundheitssystem sei. „Unser Land ist hier gut aufgestellt. Aber wir können uns darauf nicht ausruhen, sondern müssen uns ständig weiterentwickeln“, betonte die Ministerin. Neben den Leitbranchen Maschinenbau und Automobilindustrie entwickeln sich Gesundheitsindustrie und die Gesundheitsdienstleistungen zunehmend zu einem entscheidenden Wachstumstreiber und Jobmotor.

Aufbau eines Innovationspark KI

„Im Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg fördern wir Innovationen und Partnerschaften, mit dem Ziel, neue Technologien noch schneller zum Erfolg zu bringen“, so Hoffmeister-Kraut weiter. Insbesondere im Gesundheitswesen finden sich vielfältige Anwendungen für die Schlüsseltechnologie KI, beispielsweise bei der Diagnostik, Forschung in der Pharmazie oder der Optimierung medizinischer Produkte. „Die Potentiale von KI sind enorm: Nicht nur bei der Suche nach einem Impfstoff gegen Covid19 bietet die Künstliche Intelligenz bereits vielversprechende Lösungsansätze“, so Hoffmeister-Kraut.

Um einen Ort zu schaffen, an dem innovative Ideen entwickelt und umgesetzt werden, prüft das Land aktuell den Aufbau eines großen Innovationspark KI in Baden-Württemberg. „Wir müssen vor allem die Kommerzialisierung von Künstlicher Intelligenz entschlossen vorantreiben und dafür sorgen, dass aus exzellenter Forschung neue und durch KI verbesserte Produkte und Dienstleistungen ‘made in Baden-Württemberg‘ entstehen. Das gilt auch und gerade für die Gesundheitswirtschaft“, sagte die Ministerin. „Wir wollen in Zukunft zum einen Nutzer, zum anderen vor allem aber auch global bedeutender Lieferant von KI-basierten Produkten und Dienstleistungen sein. Das Interesse daran ist groß. Und wir müssen hier schnell sein. Der Innovationspark KI wäre das größte Innovationsprojekt mit öffentlicher Beteiligung in Baden-Württemberg seit Jahrzehnten“, hob Hoffmeister-Kraut hervor.

Besuch des Projekts „RESECT“ an der Universitätsmedizin Mannheim

Zunächst besuchte die Delegation die Universitätsmedizin Mannheim zum Themengebiet „KI in der Krebsdiagnostik“ und zum Projekt „RESECT“, das vom Wirtschaftsministerium gefördert wird. Künstliche Intelligenz soll hier eine hochpräzise Erkennung und Quantifizierung von Tumoren und eine optimierte Therapieplanung mittels einer wettbewerbsfähigen Softwarelösung ermöglichen. „Wir wollen die Stärke des Gesundheitsstandorts Baden-Württemberg weiter festigen und ausbauen, indem wir unsere zahlreichen starken und renommierten Forschungseinrichtungen möglichst optimal mit den Unternehmen verzahnen. Innovative Forschungsprojekte müssen möglichst zügig in marktfähige Produkte zum Nutzen unserer Patientinnen und Patienten umgesetzt werden“, so Hoffmeister-Kraut.

Besuch der Fraunhofer-Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie

Zweite Station war die Fraunhofer-Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie (PAMB) an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Die Projektgruppe wurde 2011 vom Wirtschaftsministerium und der Fraunhofer-Gesellschaft eingerichtet, um Automatisierungspotenziale in der Medizin und Biotechnologie zu erschließen. Sie ist die erste bekannte Einrichtung mit diesem Schwerpunkt. Das Ziel von PAMB ist der Transfer von Technologien und Produkten in die klinische Praxis/Anwendung. „Mit dem Projekt ANIMMED fördern wir im Rahmen des Forums Gesundheitsstandort BW am PAMB die Entwicklung der Methoden und die Gestaltung der erforderlichen Infrastruktur, um KI möglichst vielen Medizintechnikunternehmen in Baden-Württemberg für ihre Produkte und Dienstleistungen zugänglich zu machen“, so Hoffmeister-Kraut.

Die Ministerin übergab im Rahmen der Sommerreise außerdem die Urkunde des Qualitätslabels „Cluster-Exzellenz Baden-Württemberg“ an die Clusterinitiative „Medizintechnologie in Mannheim“. Die Clusterinitiative ist damit eine von aktuell neun Clusterorganisationen in Baden-Württemberg, die mit dem Qualitätslabel ausgezeichnet wurden. Landesweit gibt es insgesamt rund 110 regionale Cluster-Initiativen, landesweite Netzwerke und Landesagenturen. Gleichzeitig erhält die Clusterinitiative „Medizintechnologie in Mannheim“ das europaweit gültige „Cluster Management Excellence Label GOLD“, das mit Unterstützung der Europäischen Kommission entwickelt wurde. Beide Auszeichnungen wurden zunächst für zwei Jahre vergeben. „Mannheim und die Region bilden in Europa einen Hotspot in der Medizintechnologie. Dies liegt auch am professionellen Management der Cluster-Initiative Medizintechnologie Mannheim. Mit seinen rund 100 Mitgliedern gehört es zu den leistungsstärksten Clustermanagements in Baden-Württemberg“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Besuch der Roche Diagnostics GmbH

Dritte Station war das Unternehmen Roche Diagnostics GmbH. Der Standort in Mannheim trägt dazu bei, dass Diagnostika und Medikamente von Roche Patienten in aller Welt erreichen. Roche engagiert sich weltweit im Kampf gegen Covid19 und entwickelt diagnostische Lösungen in jeder Phase - von der akuten Infektion, über die diagnostische Betreuung erkrankter Patienten bis hin zum Nachweis einer durchgemachten Infektion. Investiert wird in die Erkennung der akuten Covid19-Infektion (PCR), Tests für die Behandlung des erkrankten Patienten, Tests zur Erkennung einer durchgemachten Infektion (Antikörpertests) sowie digitale Lösungen für ein entsprechendes Management in jeder Phase (CoViveApp). „Wir sind stolz darauf, dass der drittgrößte Standort von Roche weltweit hier im Hightech-Umfeld in Mannheim mit seinem dichten Netzwerk an Forschungsinstitutionen, Hochschulen und Biotechunternehmen in der Region verankert ist. Mit dem Pharmadialog und dem Forum Gesundheitsstandort gibt es bereits zwei etablierte Plattformen, in denen wir erfolgreich und eng zusammenarbeiten, um unseren Gesundheitsstandort nachhaltig zu stärken“, sagte die Ministerin.

Besuch der BioRN Life Science Cluster Rhine-Neckar

Abschließend besuchte die Delegation das „BioRN Life Science Cluster Rhine-Neckar“ im Business Development Center (BDC) in Heidelberg. Es ist eines der führenden deutschen Cluster der sogenannten roten Biotechnologie, das bereits 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Spitzencluster „Zellbasierte & molekulare Medizin in der Metropolregion Rhein-Neckar“ sowie 2015 mit Gewinn des BMBF-Wettbewerbs zur Internationalisierung von Spitzenclustern ausgezeichnet wurde. Die Aktivitäten des Clusters fördern das Internationalisierungspotential vor allem von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start-ups und stärken auf diese Weise die Strahlkraft der gesamten Region. Vor Ort besuchte die Ministerin mit den Unternehmen „living brain“ und „HD Vision“ zwei innovative Start-ups. „Die beiden jungen und aufstrebenden Unternehmen sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Künstliche Intelligenz genutzt werden kann, um innovative Produkte bis zur Marktreife zu entwickeln“, so Hoffmeister-Kraut.

„Viele Herausforderungen im Gesundheitswesen konnten wir in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich angehen. Mit unserem Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg haben wir dazu ressortübergreifend und gemeinsam mit den wichtigsten Akteuren im Land eine optimal vernetzte Plattform geschaffen. Wir tun alles dafür, Baden-Württemberg als Gesundheitsstandort nachhaltig zu stärken – denn die Gesundheitswirtschaft ist eine der wichtigsten Zukunftsbranchen für unser Land“, so das Fazit der Wirtschaftsministerin.

Quelle: Staatsministerium (externe Seite)

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