+++ Im Koalitionsvertrag wurde festgelegt, dass die Digitalisierungsprämie Plus weitergeführt und insbesondere für Kleinstunternehmen und Soloselbständige noch besser ausgestaltet wird, da auch diese durch die Corona-Pandemie stark beeinträchtigt sind. Um mit Blick auf die hohe Nachfrage auch in diesem Jahr weiterhin möglichst viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Umsetzung ihrer Digitalisierungsmaßnahmen unterstützen zu können, passen wir die Förderkonditionen in Abstimmung mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus umgehend an. Die Wirtschaft in Baden-Württemberg partizipiert so auch weiterhin an einer sehr attraktiven Förderung in Form eines direkten Zuschusses in der Zuschussvariante oder eines Tilgungszuschusses in der Darlehensvariante in Höhe von 2.000 EUR bis zu 10.000 EUR je Investitionsvorhaben. In besonderem Maße sollen fortan auch Kleinstunternehmen und Soloselbständige in den Fokus der Förderung gerückt werden. Das Wirtschaftsministerium setzt hierfür die festgeschriebene Mindestinvestitionssumme einer Maßnahme von bisher 10.000 EUR auf 5.000 EUR herab. +++

Das Wirtschaftsministerium hat in Kooperation mit der L-Bank das Förderprogramm „Digitalisierungsprämie Plus“ gestartet, es stehen insgesamt 116 Millionen Euro zur Verfügung. Mit der Digitalisierungsprämie Plus werden Digitalisierungsprojekte sowie Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gefördert.

Die Unternehmen können zwischen zwei Programmvarianten wählen:

  • Digitalisierungsprämie Plus - Zuschussvariante (direkter Zuschuss)
  • Digitalisierungsprämie Plus - Darlehensvariante (zinsverbilligtes Darlehen mit Tilgungszuschuss)

Damit können die Unternehmen entsprechend ihrer individuellen Bedarfs- und Liquiditätssituation die für sie am besten geeignete Förderart auswählen.

Wo kann der Antrag gestellt werden und wer hilft bei Rückfragen?

Die Förderung wird über die L-Bank abgewickelt. In der Zuschussvariante reichen Sie daher bitte den vollständig ausgefüllten Antrag und die De-minimis-Erklärung schriftlich bei der L-Bank, Bereich Finanzhilfen, Schlossplatz 10, 76113 Karlsruhe ein. Bei der Darlehensvariante können Sie den Förderantrag bei der jeweiligen Hausbank stellen.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur Antragstellung für die Digitalisierungsprämie Plus an die Hotlines der L-Bank für die Darlehensvariante (0711 122 2345) bzw. für die Zuschussvariante (0721 150 3020).

Wer wird gefördert?

Die Digitalisierungsprämie Plus hat zum Ziel, Unternehmen aller Branchen sowie Angehöriger freier Berufe mit bis zu 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Digitalisierung unterstützen.

Nicht gefördert werden

  • Unternehmen, an denen ein anderes Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder eine öffentliche Stelle zu 25 Prozent oder mehr beteiligt ist.
  • Unternehmen, die in der Land- und Forstwirtschaft (Primärproduktion) sowie in der Fischerei und Aquakultur tätig sind
  • Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne des EU-Beihilferechts (https://www.l-bank.de/uis).

Falls ein Unternehmen bereits eine Digitalisierungsprämie erhalten hat, muss die Festsetzung des Tilgungszuschusses bei Darlehen oder die Vollauszahlung des Zuschusses länger als ein Jahr her sein.

Was wird gefördert?

Die förderfähigen Vorhaben werden im Vergleich zur bisherigen Digitalisierungsprämie beibehalten. Gefördert werden vor allem die Einführung neuer digitaler Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) für Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Verbesserung der IKT-Sicherheit sowie künstliche-Intelligenz-Anwendungen. Auch die im Rahmen des Digitalisierungsprojekts notwendigen Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind förderfähig.

Die Anschaffung von reiner IKT-Grundausstattung (Hardware wie z. B. Laptops, Tablets, Smartphones oder Software wie z. B. übliche Betriebssysteme oder Bürosoftware) ist von der Förderung ausgenommen.

Bitte beachten Sie, dass eine Antragstellung vor Vorhabensbeginn erforderlich ist, damit das Vorhaben gefördert werden kann (d.h. es dürften vor Antragstellung z.B. noch keine Auftragsvergaben erfolgt sein). Ein Vorhabensbeginn nach Antragseingang aber vor Zusage der L-Bank erfolgt auf eigenes Risiko des Antragstellers.

Wie wird gefördert?

Unterstützt werden Vorhaben mit einem Kostenvolumen zwischen 5.000 Euro und 100.000 Euro.

Höhe der Förderung – Darlehensvariante

Darlehensbetrag in Euro

Tilgungszuschuss

5.000 bis einschließlich 40.00040%, max. 4.000 Euro
Über 40.000 bis einschließlich 100.00010%, max. 10.000 Euro

Höhe der Förderung – Zuschussvariante

Zuwendungsfähige
Ausgaben in Euro

Höhe des Zuschusses

5.000 bis einschließlich 40.00040%, max. 4.000 Euro
Über 40.000 bis einschließlich 100.00010%, max. 10.000 Euro

 

Die Digitalisierungsprämie ist eine Maßnahme der „Initiative Wirtschaft 4.0" des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, die Teil der landesweiten Digitalisierungsstrategie „digital@bw" ist.
Weitere Informationen zur Digitalisierungsprämie Plus finden Sie auf den Websites der L-Bank zur Darlehensvariante und zur Zuschussvariante.

Häufige Fragen

Kosten für die Beschaffung einer IKT-Grundausstattung gemäß der Auflistung in Ziffer 1.3 des Merkblatts (Hardware wie zum Beispiel Laptops, Tablets, Smartphones oder Software wie zum Beispiel übliche Betriebssysteme oder Bürosoftware) sind grundsätzlich nicht förderfähig.

Die Positionen aus dem Merkblatt können jedoch in folgenden Fällen als förderfähig anerkannt werden, sofern ihre besondere Bedeutung für den Digitalisierungsfortschritt im Unternehmen bei Antragstellung gut begründet wird.

Sie sind Teil eines an sich förderfähigen Vorhabens, z.B.

  • Mobilgeräte zur Produktionssteuerung
  • hochauflösende Bildschirme oder leistungsfähige Scanner für papierloses Büro
  • übergroße Monitore für Besprechungsräume für Videokonferenzen
  • Betriebssysteme für innerbetriebliche Vernetzung oder für Cloud-Anwendungen

Sie sind als Hardware notwendig für den Betrieb der neu angeschafften Software oder die Nutzung spezieller Apps (inklusive Verschlüsselungstechnologien).

Sie sind notwendig für die Arbeit im Homeoffice.

Sie dienen der innerbetrieblichen Vernetzung, z.B.

  • Tablets zum Aufmaß auf der Baustelle zur digitalen Weiterverarbeitung der Daten in CAD oder BIM
  • Telefonanlagen mit Anbindung an die Kundendatenbank, Telefonmarketinginstrumente, Videokonferenz, Call-Center mit Qualitätskontrollen (Aufzeichnung Gespräche mit Qualitätsmanagementsystemen)
  • Digitale Preisauszeichnung mit Anschluss an das Warenwirtschaftssystem

Sie verfügen über Zusatzfunktionen, die über eine Grundausstattung hinausgehen, z.B.

  • baustellentaugliche Tablets und Smartphones mit speziellem Spritzwasser- und Staubschutz
  • Drucker für den Ausdruck von großformatigen technischen Plänen für die Baustelle
  • hochauflösende Bildschirme

PCs, die als Server dienen, gehören grundsätzlich nicht zur Grundausstattung.

Bilanz der Digitalisierungsprämie