Wirtschaft digital Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de Wirtschaft digital Baden-Württemberg de-DE Wirtschaft digital Baden-Württemberg Fri, 18 Aug 2017 04:54:34 +0200 Fri, 18 Aug 2017 04:54:34 +0200 TYPO3 EXT:news news-45 Thu, 10 Aug 2017 16:35:41 +0200 Wirtschaftsministerium und Handwerkstag stellen Personal- und Strategieoffensive Handwerk 2025 vor https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-und-handwerkstag-stellen-personal-und-strategieoffensive-handwerk-2025-vor/ Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Mit den gemeinsam entwickelten Maßnahmenpaketen werden wir das Handwerk im Land bei der Fachkräftesicherung, der Strategieorientierung und der Digitalisierung entscheidend unterstützen können.“ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und der Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT), Oskar Vogel, haben am Donnerstag (10. August) in Stuttgart ein erstes Maßnahmenpaket vorgestellt, das innerhalb des Projekts „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ zur Zukunftssicherung des Handwerks im Südwesten entwickelt wurde.

„Unser Handwerk ist mit gut 93 Mrd. Euro jährlichem Umsatz, rund 133.000 Betrieben, in denen 780.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 48.000 Auszubildende arbeiten, die ‘Wirtschaftsmacht von nebenan’ und ein zentraler Faktor der ökonomischen Leistungskraft im Land. Diese zentrale Rolle im Wirtschaftsleben Baden-Württembergs soll das Handwerk auch in Zukunft behalten. Mit den jetzt gemeinsam entwickelten Maßnahmenpaketen werden wir das Handwerk entscheidend dabei unterstützen, sich bei der Fachkräftesicherung, der Strategieorientierung und der Digitalisierung gut positionieren zu können“, sagte Ministerin Hoffmeister-Kraut. Insgesamt plane das Wirtschaftsministerium, dafür ein Fördervolumen von 4,4 Mio. Euro bis 2019 bereitzustellen.

Ziel des dialogorientierten Projekts sei es gewesen, angesichts der derzeitigen guten konjunkturellen Lage im Handwerk Vorsorge zu treffen und Herausforderungen, Chancen und Potenziale für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des baden-württembergischen Handwerks in den nächsten zehn Jahren näher zu beleuchten, so die Ministerin. Hoffmeister-Kraut: „Gerade weil unsere Handwerksbetriebe zurzeit volle Auftragsbücher haben, fällt es ihnen nicht immer leicht, sich mit den Herausforderungen von Digitalisierung, demographischem Wandel, Fachkräfte- und Nachfolgeproblematik angemessen auseinanderzusetzen und sich bietende Chancen zu nutzen. Es ist deshalb gemeinsame Aufgabe von Land und Handwerksorganisationen, hier Unterstützung zu leisten.“

„Im Fokus stand für uns, keine Studie für die Schublade zu generieren, sondern so konkret, betriebs- und praxisnah wie möglich Unterstützung für die Zukunft des baden-württembergischen Handwerks zu bieten“, ergänzte Hauptgeschäftsführer Oskar Vogel aus Sicht des Handwerkstags. Auf Basis einer umfassenden Struktur- und Bestandsanalyse der Ausgangssituation des Handwerks in Baden-Württemberg auch im bundesweiten Vergleich sei in einem umfassenden Dialogverfahren unter Einbindung der Handwerksorganisationen sowie vieler Betriebsinhaberinnen und -inhaber ein umfangreicher Katalog entstanden, der Handlungsfelder aufzeige, denen sich Handwerksbetriebe im Zuge aktueller Megatrends gegenübersähen, so Vogel.

In einem weiteren Schritt hätten Expertengruppen aus Vertretern der Handwerksorganisationen, des Wirtschaftsministeriums sowie der Wissenschaft konkrete Maßnahmen für Betriebe und Handwerksorganisationen sowie für die Handwerks- und Mittelstandspolitik im Land abgeleitet. Ein erstes Paket besteht aus einer „Personaloffensive“ sowie einer „Strategieoffensive“. Auf beide entfallen rund 2,2 Mio. Euro der Förderung des Wirtschaftsministeriums bis 2019.

 

„Personaloffensive Handwerk 2025"

Ausgangspunkt für die Personaloffensive ist der Befund, dass zwei Drittel der im Handwerk Ausgebildeten diese im Laufe ihres Berufslebens verlassen. Oskar Vogel: „Dieser Befund zeigt uns, dass sich das Handwerk als Arbeitgeber attraktiver machen muss.“ Es gehe dabei um Nachwuchskräfte- und Fachkräftegewinnung, Personalentwicklung, Wissensmanagement, Mitarbeiterbeteiligung und damit letztlich auch um Mitarbeiterbindung und auch Nachfolgefragen.

Die Personaloffensive sieht daher vor, als Modellprojekt bis zu acht Personalberaterstellen bei den Handwerkskammern zu schaffen, um die Betriebe bei der Umsetzung von Maßnahmen der Personalentwicklung, der Nachwuchs- und Mitarbeitersuche und Nachfolgeplanung zu begleiten und einen Instrumentenkasten für die Betriebe hierzu entwickeln. Die Personalberater sollen noch im Herbst 2017 ihre Tätigkeit aufnehmen. Die entsprechenden Förderanträge haben alle acht Handwerkskammern bereits gestellt. Begleitend wird die Einrichtung einer digitalen Informations- und Wissensplattform rund um das Thema Personal vorbereitet sowie die Entwicklung und Förderung attraktiver Veranstaltungsformate zur Sensibilisierung und Information der Betriebe vorgesehen. Ergänzendes Coaching zum Thema Personal mit einer Verbilligung des Tagewerksatzes bei der Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (BWHM), runden die Personaloffensive ab.

 

„Strategieoffensive Handwerk 2025“

Oskar Vogel: „Unsere Struktur- und Bestandsanalyse hat ein erhebliches Strategiedefizit der Betriebe festgestellt und damit die Anforderung an die Handwerksorganisationen verbunden, verstärkt die Funktion einer strategischen Stabsstelle für die Betriebe zu übernehmen.“ Mit der Strategieoffensive solle daher das Themenfeld der Strategischen Betriebsführung verstärkt in die Betriebe im Land getragen werden.

Gefördert wird deshalb die Einrichtung einer Projektleitung „Zukünftige Strategien und Geschäftsmodelle im Handwerk“ beim Handwerkstag. Diese soll Zukunftsthemen, Technologie- und Marktentwicklungen für die einzelnen Gewerke erkennen und über eine enge Kooperation mit den Betriebsberatern der Kammern und der Fachverbände für den Transfer in die Betriebe sorgen. Daneben werde es Coaching-Angebote mit einer Verbilligung des Tagewerksatzes bei der Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (BWHM) geben, um Betriebe direkt bei der Umsetzung zu unterstützen.

 

„Digitaloffensive Handwerk 2025“

Neben der Personal- und Strategieoffensive Handwerk 2025 sollen bis zum Jahresende im nächsten Schritt auch Maßnahmen in den Themenfeldern Digitalisierung, Innovation und Kooperation zu einem weiteren Paket verknüpft werden.

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Die Digitaloffensive wird eng mit unserer Initiative Wirtschaft 4.0 und ihren Unterstützungs- und Informationsangeboten wie bspw. die Digitalisierungsprämie verknüpft. Damit schaffen wir aufeinander aufbauende und abgestimmte Angebote zur Unterstützung von Mittelstand und Handwerk, angefangen von niederschwelliger Information und Sensibilisierung über eine Erstberatung bei Beratern der Kammern bis hin zu einer umfassenden und intensiven konzeptionellen und strategischen Umsetzungsbegleitung.“

Begleitend seien die Förderung von Digital-Werkstätten zur Erprobung und Demonstration neuer digitaler Anwendungsmöglichkeiten im Handwerk, eine modellhafte Übertragung „digitaler Innovationspfaden“ in die Bildungszentren des Handwerks sowie die modellhafte Einrichtung der ersten „Lernfabrik 4.0“ für das Handwerk vorgesehen.

„Handwerk 2025 ist ein Zukunftsprojekt, das wir sukzessive weiterverfolgen und umsetzen. Wir werden das Handwerk im Land damit entscheidend unterstützen können“, zeigte sich Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut überzeugt. Personal- und Strategieoffensive Handwerk 2025 seien dafür erste wesentliche Meilensteine.

 

Weitere Informationen:

Die Kurz- und Langfassung der Struktur- und Bestandsanalyse „Handwerk 2025“ sowie des im Dialogprozess entwickelten Strategiekonzepts sind als Download erhältlich unter: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/publikationen/

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news-44 Tue, 08 Aug 2017 16:19:00 +0200 Technologiebeauftragter stellt Handlungsfelder zur Sicherung des Innovationsstandorts vor https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/technologiebeauftragter-stellt-handlungsfelder-zur-sicherung-des-innovationsstandorts-vor/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und der Technologiebeauftragte der Landesregierung, Professor Dr.-Ing. Wilhelm Bauer, haben am Dienstag (8. August) in Stuttgart das kurz- und mittelfristig geplante Arbeitsprogramm des Technologiebeauftragten vorgestellt. Dieses basiert auf neun Handlungsfeldern, die Bauer als relevant für die Sicherung und Weiterentwicklung des Innovationsstandorts Baden-Württemberg identifiziert hat. „Das Arbeitsprogramm von Prof. Bauer enthält Vorschläge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Innovationen, zur Ausrichtung der Innovationsförderung, zur Stärkung des Technologietransfers und zur Weiterentwicklung technologiepolitischer Zielsetzungen für das Land“, so Ministerin Hoffmeister-Kraut.

Sie erinnerte in diesem Zusammenhang an die Herausforderungen, die das Land auch mit Hilfe von Impulsen des Technologiebeauftragten als unabhängigem Experten anpacken wolle. „Baden-Württemberg liegt mit seiner Innovationsfähigkeit zwar vorn, aber andere holen kontinuierlich auf. Zugleich ist es für den Mittelstand auch in Baden-Württemberg schwieriger geworden, bei Forschung und Entwicklung mit den großen Unternehmen Schritt zu halten. Wir müssen vor allem die Innovationskraft unseres starken Mittelstands weiter verbessern, um führende Innovationsregion in Europa zu bleiben“, sagte die Ministerin. Hinzu kämen Digitalisierung oder veränderte Mobilitätsformen als neue und zusätzliche Herausforderungen für das Innovationsgeschehen. Hoffmeister-Kraut: „Wir brauchen zudem eine klare Strategie, wie wir – neben unseren Stärken zum Beispiel im Bereich Automobil- oder Maschinenbau – mit wichtigen technologischen Zukunftsthemen umgehen, wenn wir sie nicht anderen überlassen wollen.“

Weiterentwicklung der Innovationsstrategie des Landes
Sie habe Prof. Bauer daher gebeten, auch die Innovationsstrategie des Landes weiterzuentwickeln, um herauszuarbeiten, wie Baden-Württemberg auch künftig technologie- und innovationspolitisch seinen Spitzenplatz verteidigen und weiter ausbauen könne. Sie rechne bis Anfang kommenden Jahres mit ersten Vorschlägen, mit denen die Landesregierung weiterarbeiten könne, so Hoffmeister-Kraut.

„Innovationswerkstatt Baden-Württemberg“
Der Technologiebeauftragte hat in seinem Arbeitsprogramm jedoch auch erste konkrete Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Innovations- und Technologietransfersystems entwickelt, die kurzfristig starten werden. Dies ist zum einen das Projekt „Innovationswerkstatt Baden-Württemberg“, für das vom Wirtschaftsministerium rund 1 Million Euro bereitgestellt wird und das im September startet. Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut: „Mir war es sehr wichtig, dass wir mit unseren Projekten in die breite Fläche des Landes gehen. Und dass wir dabei nicht von einer Holschuld der Unternehmen ausgehen, sich über technologische Entwicklungen und deren Umsetzung zu informieren, sondern dass wir Unternehmen dort abholen, wo sie sich momentan befinden. Wir wollen also ‘Klinken putzen’ und leisten aufsuchende Hilfe.“

Das Projekt Innovationswerkstatt dient dazu, Unternehmen durch niederschwellige und ortsnahe Angebote für Innovationen aufzuschließen und sie mit geeigneten Partnern für Innovationskooperationen zusammenzubringen. Das Vorhaben wird modellhaft in den Pilotregionen Ostwürttemberg und Ortenau erprobt und im Hinblick auf eine landesweite Verbreitung evaluiert. Ein wesentliches Element des Projekts Innovationswerkstatt ist die Einrichtung von Pop-Up-Innovationslaboren, die auf Zeit an verschiedenen Standorten aufgebaut werden, um kleine und mittlere Unternehmen mit Themen des Innovationsmanagements und der Digitalisierung in Kontakt zu bringen.

Prof. Dr. Bauer dazu: „Im Rahmen des Projekts werden dezentrale und zeitlich begrenzte Lern- und Experimentierräume eingerichtet, in denen aktuelle Methoden und Werkzeuge des Innovationsmanagements vermittelt und erprobt werden. Damit werden die Unternehmen dazu befähigt, sich agil auf technologische Veränderungen einzustellen und die Chancen einer Wirtschaft 4.0 zu nutzen.“ Darüber hinaus sehe das Projekt vor, dass Experten Unternehmen ganz gezielt ansprächen, berieten und Innovationskooperationen mit geeigneten Partnern initiierten, so Bauer.

Technologietransferlandkarte
Die Ministerin hob als weitere Maßnahme, die der Technologiebeauftragte entwickle und die den Unternehmen in Kürze zur Verfügung stehe, eine Technologietransferlandkarte hervor. Hoffmeister-Kraut: „Die Technologietransferlandkarte dient dazu, angesichts eines Angebots von ca. 1.500 Einrichtungen, die sich in Baden-Württemberg am Technologietransfer beteiligen, Transparenz gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen herzustellen und ihnen den Zugang zu bestehenden Unterstützungsangeboten zu erleichtern. Denn gerade diese Vielzahl der verschiedenen Angebote macht es den Unternehmen oft schwer, die für sie passende Unterstützung zu finden.“

Prof. Bauer: „Die Karte wird einen Überblick über Einrichtungen, Themen und Transferformate in Baden-Württemberg geben. Bis Ende des Jahres wird ergänzend ein IT-gestützter Prozess aufgesetzt, der die Informationen stetig automatisiert aktualisiert und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.“

Mit Blick auf das gesamte von Prof. Bauer vorgestellte Paket betonte Ministerin Hoffmeister-Kraut, sie sei sicher, dass das Arbeitsprogramm wichtige Weichenstellungen für die künftige Technologie- und Innovationspolitik setzen könne.

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news-41 Fri, 14 Jul 2017 14:52:00 +0200 Start der neuen Gründungsoffensive „Start-up BW“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/start-der-neuen-gruendungsoffensive-start-up-bw/ Großer Start-up-Gipfel des Landes auf der Neuen Messe Stuttgart mit über 2.600 Teilnehmern – Start der neuen Gründungsoffensive „Start-up BW“. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut haben am 14. Juli 2017 auf dem Start-up-Gipfel Baden-Württemberg mit über 2.600 Teilnehmern den Startschuss für die neue Gründungsoffensive des Landes unter dem Titel „Start-up BW“ gegeben. „Nirgendwo sonst werden jetzt schon mehr Patente pro Einwohnerin und Einwohner angemeldet als in Baden-Württemberg. Nirgendwo sonst wird – gemessen am Bruttoinlandsprodukt – so viel in Innovationen investiert. Und nirgendwo sonst arbeitet ein so hoher Anteil der Beschäftigten in forschungsintensiven Industriezweigen“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 14. Juli 2017 in Stuttgart im Rahmen des Start-up-Gipfels BW. „Mutige Gründerinnen und Gründer haben unser Land zu dem gemacht, was es heute ist: Zur Heimat des Mittelstands, der Weltmarktführer, der Hidden Champions und der Weltunternehmen. In Sachen Start-ups ist Baden-Württemberg jedoch noch so etwas wie eine unterbewertete Aktie, ein Geheimtipp – doch morgen schon das Wachstumsland schlechthin. Mit der Kampagne ,Start-up BW‘ bündelt die Landesregierung nun ihre Fördermaßnahmen für Start-ups und ergreift Maßnahmen, die unsere Start-ups noch stärker machen.“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Das überwältigende Interesse an unserem Start-up-Gipfel belegt eindrucksvoll: Baden-Württemberg entwickelt sich zu einem selbstbewussten Gründerland und hat schon heute eine vielschichtige Start-up-Szene, mit der wir zuversichtlich in die Zukunft blicken können. Wir können es uns in Zeiten der digitalen Transformation nicht leisten, dass erfolgsversprechende und innovative Geschäftsideen in der Frühphase scheitern. Mit ,Start-up BW‘ professionalisieren wir unsere Gründungsförderung – von der Schule über Acceleratoren und Finanzierung bis zur Existenzfestigung junger Unternehmen. Wir sind ein Gründungsland mit Tradition und Impulsgeber für die Start-up-Szene der Zukunft. Unsere Landeskampagne ,Start-up BW' kommt genau zur richtigen Zeit.“

Die Landeskampagne Start-up BW

„Das Start-up-Land Baden-Württemberg lässt sich nicht mit Berlin oder Hamburg vergleichen. Wir haben von Mannheim bis zum Bodensee ganz unterschiedliche Start-up-Szenen mit völlig verschiedenen Branchen- und Technologieschwerpunkten. Unser Schwerpunkt liegt auf Business to Business-Geschäftsmodellen. Hier sind wir national die Nr. 1 und können uns auch international sehen lassen“, erläuterte Hoffmeister-Kraut. Zentrale Aufgabe der neuen Landeskampagne Start-up BW sei es deshalb, die regionalen Start-up-Landschaften und die Stärken Baden-Württembergs insgesamt als Start-up-Standort verstärkt zu bündeln und dessen Attraktivität national wie international sichtbarer zu machen.

Hierzu hat das Wirtschaftsministerium eine neue Internetplattform – www.startupbw.de – entwickelt, die nach der Sommerpause zweisprachig, deutsch und englisch, sein wird. „Start-up BW“ wird in äußerst kompakter Form die Landschaft der regionalen Ökosysteme und aller gründungsrelevanten Einrichtungen abbilden. Dabei geht es um eine transparente Gesamtschau und um eine treffsichere Navigation zum richtigen Netzwerkpartner, Start-up, Finanzier, Corporate oder Mittelständler.

,Start-up BW‘ beinhaltet darüber hinaus ein Maßnahmenpaket, mit dem die Start-up-Aktivitäten im Land auf vielfältige Weise gefördert werden (siehe Anlage). „Ein wesentlicher Baustein unserer neuen Gründungsoffensive ist die Förderung von sechs Start-up BW Acceleratoren. Diese technologie- oder branchenspezifischen Zentren sollen Geschäftsmodelle von innovativen Start-ups professionalisieren und beschleunigen, indem mit interdisziplinärer Expertise von der Finanzierung über Beratung bis zum Arbeitsplatz ein ideales Start-up-Umfeld geboten wird“, sagte die Ministerin. Zur Finanzierung des laufenden Betriebs von sechs Vorhaben stellt das Wirtschaftsministerium in einer ersten Runde aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds - ESF sowie aus Landesmitteln über 5,1 Millionen Euro für eine Laufzeit von drei Jahren zur Verfügung.

Details zum Start-up-Gipfel

Beim Start-up-Gipfel BW trafen über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Reihen von Großindustrie und Mittelstand mit weit über 1.200 Gründerpersonen zusammen. Mit dabei waren außerdem Start-up-Finanzierer, Gründungsexpertinnen und -experten aus Kammern, Verbänden und öffentlicher Hand, Manager von Acceleratoren, Inkubatoren, Co-Working-Spaces, Hubs, Boot Camps sowie Gründer- und Technologiezentren, um sich innerhalb der Start-up-Community Baden-Württemberg noch besser zu vernetzen. Im Mittelpunkt der ganztätigen Veranstaltung stand es, Kontakte zu knüpfen, Kooperationen und Finanzierungen anzubahnen sowie Erfahrungen auszutauschen.

Um die Vielfalt der baden-württembergischen Start-up-Landschaft sichtbar zu machen, präsentierten sich in Halle 5 der Landesmesse die derzeit neun Start-up-Regionen des Landes mit Netzwerkpartnern und einer Auswahl ihrer aktuellen Start-ups. Dort fanden jeweils auch Kurzpräsentationen der Gründerinnen und Gründer sowie der regionalen Start-up-Netzwerke, Gründerzentren oder Venture-Fonds statt. Insgesamt waren auf dem Gipfel 180 Start-ups und rund 220 Netzwerkpartner vertreten.

Darüber hinaus standen auf einer zehnten Insel über 30 Landeseinrichtungen und Landesinitiativen Rede und Antwort, die mit branchenspezifischem Know-how, mit Beratungserfahrung, Zuschussprogrammen und Finanzierungsangeboten Start-ups unterstützen. Auf einem „Playground“ konnten Start-up-Produkte, made in Baden-Württemberg, getestet werden: von Virtual Reality-Anwendungen bis zu Bike-Innovationen. Das Programm des Start-up-Gipfels wechselt zwischen der Hauptbühne und den Programmen der zehn Inseln.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Rede des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zum Start-up-Land Baden-Württemberg. Danach folgte ein Interview mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, in der die neuen Maßnahmen der Landeskampagne „Start-up BW“ beleuchtet wurden. In späteren Veranstaltungsblöcken werden die Start-up-Angebote der Privatwirtschaft wie Code_n von der GFT, der Innovationscampus der EnBW oder die Start-up Autobahn von Daimler ebenso vorgestellt wie neue Venture Capital Angebote des Landes und der Börse Stuttgart. Ferner präsentieren sich die Sieger der jüngsten Gründerwettbewerbe mit ihren Geschäftsideen.

Ab 17.00 Uhr wird im grünen Innenhof der Messe eine bunte Start-up-Party mit Musik und weiteren Gründerpitches geboten. Die Organisation hat mit großem Engagement der Verein Startup Stuttgart e. V. übernommen.

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Presse
news-40 Wed, 12 Jul 2017 14:47:00 +0200 Förderung von Forschungsprojekt „Materialkenndaten 4.0“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/foerderung-von-forschungsprojekt-materialkenndaten-40/ Das Wirtschaftsministerium fördert das Forschungsprojekt „Materialkenndaten 4.0“ der DITF Denkendorf mit rund 1,0 Millionen Euro. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg fördert die Durchführung des Forschungsprojekts „Materialkenndaten 4.0“ unter anderem mit dem Ziel, ein anwendungsorientiertes Informationsportal aufzubauen. Um Schlüsseldaten zu Faserverbundwerkstoffen beim Automobilbau sowie in der Luft- und Raumfahrttechnik experimentell und virtuell zu generieren, erhalten die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) in Denkendorf 1.023.767 Euro.

„Die wirtschaftsnahe Forschung außerhalb der Universitäten trägt erheblich zur Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit gerade der kleinen und mittelständischen Unternehmen im Land bei. Mit der Forschungsförderung  schaffen wir die wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Technologietransfer in Baden-Württemberg. Mit dem Projekt tragen wir dazu bei, Ressourcen einzusparen, Faserverbundwerkstoffe zu recyceln und deren Einsatzmöglichkeiten insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen zu verbessern“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute in Stuttgart.

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden Materialkennwerte für die zukunftsträchtigen Hochleistungsfaserwerkstoffe generiert, da Materialkennwerte eine wichtige Voraussetzung für die Festlegung von Normen und Standards sind. Expertinnen und Experten sind der Meinung, dass diese Werkstoffe derzeit noch weit hinter ihren Einsatzmöglichkeiten zurückbleiben. Ziel des Projekts ist der Aufbau eines anwendungsorientierten Informationsportals. „Mit dem geförderten Projekt wird die Hochleistungsfaserkompetenz der DITF weiter ausgebaut. Es trägt dazu bei, die nationale und internationale Sichtbarkeit der DITF bei diesem Zukunftsthema auszubauen“, so Hoffmeister-Kraut weiter.

Weitere Informationen

Die DITF sind das deutsche Kompetenzzentrum für alle textilen Fragestellungen. Durch die Kombination von Textilchemie und textiler Verfahrenstechnik unter einem Dach bieten die Institute ganzheitliche Problemlösungen entlang der gesamten textilen Kette von der Faserherstellung und -aufbereitung bis zur Erzeugung und Veredelung textiler (Ober-)Flächen an.

Besondere Aufmerksamkeit erfahren die DITF aktuell bei ihren Forschungsarbeiten im Bereich der Faserforschung, wo sich die DITF aktuell zu einem Kompetenzzentrum für Hochleistungsfasern auf Carbon- bzw. Keramikbasis entwickelt haben. Da bei der Herstellung und Verarbeitung dieser Fasern in hohem Maße textiles Know-How gefragt ist, bieten die DTIF mit ihren Kernkompetenzen unter dem Motto „vom Molekül bis zum Produkt“ ideale Voraussetzungen für die Umsetzung dieses hochinnovativen Prozesses. Hochleistungsfasern finden Anwendung in allen Bereichen, in denen Gewichtseinsparung bei gleichzeitig höchster Belastung eine Rolle spielt. Zielgruppen der DITF sind daher schon lange nicht mehr nur Unternehmen der klassischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Mit innovativen textilen Produkten wie neuartigen Biomaterialien für die Wundversorgung erschließen die DITF für die Textilbranche neue Absatzmärkte im Gesundheitswesen. Aber auch im Bereich der Umwelt- und der Oberflächentechnik ermöglichen die Entwicklungen der DITF den Ersatz konventioneller Materialien durch textile Produkte.

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Presse
news-38 Thu, 06 Jul 2017 13:00:00 +0200 Neuer Wagniskapitalfonds des Landes geht an den Start https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/neuer-wagniskapitalfonds-des-landes-geht-an-den-start/ „Junge innovative Unternehmen verkörpern die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Baden-Württemberg. Sie sind die Voraussetzung für einen erfolgreichen Mittelstand von morgen, der maßgeblich dazu beiträgt, Wohlstand und Arbeitsplätze im Land zu sichern. Start-ups müssen aber finanziell in der Lage sein, ihre Ideen zu verwirklichen, mit innovativen Produkten und Dienstleistungen am Markt zu starten und zu wachsen. Mit unserem neuen Wagniskapitalfonds leisten wir hierzu einen entscheidenden Beitrag. Denn Venture Capital ist ein starker Innovationstreiber“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Donnerstag (6. Juli) in Stuttgart bei der offiziellen Vorstellung des neuen Fonds, den das Ministerium gemeinsam mit der L-Bank auf den Weg gebracht hat. „Der neue Landesfonds ist ein wichtiger Baustein in unserer neuen Start-up-BW-Kampagne des Landes und national wie international ein starkes Signal für den Start-up-Standort Baden-Württemberg. Wir schließen damit die Wagniskapital-Lücke bei innovativen und wachstumsorientierten Start-ups. Klar ist aber auch, dass wir hier erst am Anfang stehen und weitere Schritte folgen müssen, um Baden-Württembergs Attraktivität als Start-up-Standort noch weiter zu steigern. Unser Ziel ist es, Baden-Württemberg und einer der gründungsfreundlichsten Regionen Europas zu machen“, so Hoffmeister-Kraut: In diesem Zusammenhang verwies die Ministerin auch auf den bevorstehenden Startup-Gipfel am 14. Juli auf der Neuen Messe in Stuttgart, bei dem die neue Gründungsoffensive des Landes präsentiert werde.

Der Wagniskapitalfonds wurde unter Federführung des Wirtschaftsministeriums von der L-Bank ein Wagniskapitalfonds mit einem Zielvolumen von 50 Mio. Euro konzipiert, in dem die L-Bank als Ankerinvestor agiert und Kapital aus der Privatwirtschaft eingesammelt wird. „Wir freuen uns, dass mit dem Abschluss der ersten Zeichnungsrunde mit 22 Millionen Euro bereits fast die Hälfte des Zielvolumens eingesammelt wurde“, erklärte die Ministerin. Mit diesem Fondsvolumen seien voraussichtlich zwischen 15 und 20 Investments möglich. Da diese Investments meist im Rahmen einer Konsortialfinanzierung erfolgten und andere private Investoren Teil dieser Finanzierungsrunden seien, könnten voraussichtlich 100 Mio. Euro an Investitionen für Start-ups in Baden-Württemberg mobilisiert werden. „Wir brauchen eine neue Risikokultur, um im internationalen Innovations-Wettbewerb bestehen zu können“, betonte die Ministerin.

Damit ein Start-up erfolgreich wachsen könne, benötige es eine passende Finanzierung. Hoffmeister-Kraut: „Kreditfinanzierungen sind hier oftmals aufgrund fehlender Sicherheiten nicht geeignet. Wir haben analysiert, dass gerade in der Wachstumsphase ein Bedarf an Risikokapital besteht. Der neue Wagniskapitalfonds LEA Venturepartner soll in technologiestarke Unternehmen in der Wachstumsphase investieren. L-Bank und LEA Partners haben mit dem LEA Mittelstandspartnerfonds gezeigt, dass sie erfolgreich private Investoren für einen Fonds gewinnen können. Daher haben wir gemeinsam mit der L-Bank und LEA Partners den Wagniskapitalfonds LEA Venturepartner aufgelegt.“ Der Fonds passe perfekt zwischen die schon am Markt befindlichen Frühphasen-Produkte des Landes, wie dem Seedfonds BW und dem VC-Fonds BW sowie dem seit einem Jahr aktiven LEA Mittelstandspartner-Fonds.

Das Konzept für den neuen Fonds zeichne sich insbesondere dadurch aus, dass die eingesetzten fünf Millionen Euro Haushaltsmittel mehrfach gehebelt würden: Durch die L-Bank und dann durch das erforderliche Engagement privater Wagniskapitalgeber. Für jeden Euro Haushaltsmittel erhielten die Start-up-Unternehmen damit weitere 20 Euro Wagniskapital.

„In Baden-Württemberg sollen gute Ideen die passenden Finanzierungen erhalten – das ist unser Ziel als Förderbank“, sagte Dr. Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank. Hierzu gehöre, trotz des bundesweit volumenstärksten und besten Darlehens- und Bürgschaftssystem in der Gründungsförderung durch L-Bank und Bürgschaftsbank, so Dr. Axel Nawrath, dass neue Geschäftsmodelle und -entwicklungen auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Finanzierungsprodukte bekommen. „Wenn sich die Risikokultur ändern soll, dann müssen auch wir vorangehen und unsere VC-Produkte anpassen – auch um noch stärker Risikokapital aus der Privatwirtschaft zu mobilisieren. Der Fonds ist auf eine frühphasige Wachstumsfinanzierung ausgerichtet. Bei den Branchen haben wir die baden-württembergischen Cluster und Innovationsfelder im Blick. Die technologische Ausrichtung kann man mit dem Begriff „Deep-Tech“ umschreiben – also technologische Entwicklungen, die nicht direkt als Produkt sichtbar werden. Im Fokus stehen also bspw. Artificial Intelligence, Augmented & Virtual Reality, Robotics und Industrial Internet of Things. Aber auch Digital Health können wir uns vorstellen“, erläuterte der Vorsitzende des Vorstands der L-Bank.

Wie schon der LEA Mittelstandspartner wird auch der LEA Venturepartner von der Fondsmanagementgesellschaft LEA Partners betreut. Sebastian Müller, Geschäftsführer von LEA Partners, erläuterte: „Das Besondere am Ansatz von LEA Partners ist, dass zum Kapital auch unternehmerische Erfahrung beigesteuert wird. Der Fonds agiert als aktiver, unternehmerischer Investor, in dem die jungen Unternehmen nicht nur eine Eigenkapitalfinanzierung erhalten, sondern auch Unterstützung durch unternehmerisches Know-how. Wir sind dafür mit einem breiten Netzwerk unterwegs, um die Stärken des baden-württembergischen Ökosystems für Start-ups noch besser nutzbar zu machen.“

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news-37 Fri, 30 Jun 2017 19:17:30 +0200 Drei Initiativen zum Schwerpunktthema „Digitalisierung“ erfolgreich eingebracht https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/drei-initiativen-zum-schwerpunktthema-digitalisierung-erfolgreich-eingebracht/ Baden-Württemberg hat bei Wirtschaftsministerkonferenz drei Initiativen zum Schwerpunktthema „Digitalisierung“ erfolgreich eingebracht. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Damit die Chancen der Digitalisierung in den verschiedenen Branchen genutzt werden können, brauchen wir klare und verlässliche Standards“ Baden-Württemberg hat sich im Rahmen der diesjährigen Wirtschaftsminister-konferenz mit drei Initiativen zum Schwerpunktthema „Digitalisierung“ erfolgreich eingebracht. Dabei war ein zentrales Anliegen, die Standardisierung stärker voran zu treiben. „Damit die Chancen der Digitalisierung in den verschiedenen Branchen auch genutzt werden können, brauchen wir klare und verlässliche Standards. Standardisierungsprozesse auf europäischer und internationaler Ebene müssen koordiniert werden. Bund und Länder sollten sich daran aktiv beteiligen“, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Freitag (30. Juni 2017).

„Für die Baubranche ist die Digitalisierung eine große Chance – eine Chance für mehr Transparenz, Effizienz und Planungssicherheit. Die Bauwirtschaft ist eine Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft – wir dürfen den Anschluss hier auf keinen Fall verpassen“, sagte Hoffmeister-Kraut im Anschluss an die einstimmige Fassung eines von ihr eingebrachten Beschlussvorschlags, mit dem sich die WMK erstmalig mit diesem Thema befasste.

Zentrales Schlagwort im Zusammenhang mit der Digitalisierung von Planung, Bauausführung und Bauwerksbetrieb ist Building Information Modeling (BIM), eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden (Definition der planen-bauen 4.0 Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens mbH). Hoffmeister-Kraut: „BIM bedeutet Kooperation und Interdisziplinarität und eröffnet als ganzheitlicher Ansatz neue Potentiale für ein intelligentes und ressourcenschonendes Bauen.“ Die digitale Transformation bedeute gleichzeitig eine enorme Herausforderung insbesondere für die kleinen und mittleren Akteure in der mittelständisch geprägten Baubranche.

„Die digitale Transformation von Planung, dem Bau und dem Betrieb von Bauwerken ist ein sehr umfangreiches und komplexes Unterfangen. Es bedarf klarer Regeln und Standards sowie eine an den digitalen Möglichkeiten orientierte Weiterentwicklung des Aus- und Weiterbildungsangebots. Um die Branche hierbei angemessen zu unterstützen, müssen Bund und Länder zusammenarbeiten. Mit dem heute gefassten Beschluss haben wir die Diskussion darüber, wie diese Zusammenarbeit aussehen könnte, gestartet“, so die Wirtschaftsministerin.

Auf Initiative des Landes Baden-Württemberg fasste die WMK zudem einstimmig einen Beschluss, sich verstärkt der Themenstellung zu widmen, wie sektorübergreifende Wertschöpfungsnetzwerke in Deutschland durch die Digitalisierung gestärkt und beschleunigt werden können. „Damit haben wir die Diskussion in der WMK darüber eröffnet, mit welcher Strategie der deutsche Transformationsprozess hin zu einer digitalisierten Wirtschaft vollzogen werden soll und wie die Bundesrepublik im internationalen Vergleich hier positioniert ist. Hierzu gehören Aktivitäten zur nationalen und internationalen Koordination im Bereich der Normung und Standardisierung, aber auch zur Verbesserung der Sicherheit in der Datenkommunikation. Wir erwarten entscheidende Impulse für die horizontale Vernetzung der Wirtschaftssektoren durch die Entwicklung von maschinellen Lernsystemen und künstlicher Intelligenz. Baden-Württemberg ist hier mit dem Modellprojekt 'Cyber Valley' ein wichtiger Vorreiter. Mit der 'Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg' unterstützen wir aktiv die Unternehmen im Land und ihre Beschäftigten branchenübergreifend bei der Digitalisierung und wollen so den deutschen Südwesten als internationalen Premiumstandort für die digitalisierte Wirtschaft noch sichtbarer machen“, betonte Ministerin Hoffmeister-Kraut.

Auf Initiative Baden-Württembergs behandelte die WMK das Thema „Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ und nahm einstimmig einen Beschlussvorschlag an, der die Chancen der Digitalisierung für nachhaltige Formen des Wirtschaftens (z. B. Ressourceneffizienz), die Herausforderungen für die Arbeitswelt (Fachkräftegewinnung von Frauen und die Herausforderungen für die Ausgestaltung der Arbeitszeit), die Potenziale für wirtschaftsnahe Dienstleistungen und mittelständische Unternehmen und die erweiterten Möglichkeiten im Bereich der Corporate Social Responsibility thematisiert. „Die gemeinsame Bearbeitung der Themen Digitalisierung und nachhaltiges Wirtschaften ist zwingend, denn sie ist Ausdruck und gelebte Praxis einer zukunftsgewandten und gesellschaftlich verantwortungsvollen Wirtschaftspolitik. So birgt Digitalisierung große Potenziale für die nachhaltige Entwicklung, die weit in Wirtschaft und Gesellschaft hinein reichen und längst nicht nur auf ökologische Fragestellungen beschränkt sind. Das Thema Nachhaltigkeit muss, davon bin ich überzeugt, deshalb ganz schnell raus aus der 'Umweltecke'. Unsere Erfahrungen in Baden-Württemberg mit dem 'Mittelstandspreis für soziale Verantwortung' zeigen z. B. eindrucksvoll, dass CSR-Maßnahmen, die aus dem Zusammenspiel von Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik entstehen, Brücken bauen können auch zu den gesellschaftlichen Gruppen, die noch nicht mit der digitalen Welt von morgen vertraut sind. Bund und Länder sollten die reichhaltigen Erfahrungen mit CSR-Aktivitäten deshalb gemeinsam nutzen, um das Vertrauen in die digitale Welt zu stärken“, so Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut.

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news-32 Fri, 05 May 2017 10:56:00 +0200 Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg gestartet https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/initiative-wirtschaft-40-baden-wuerttemberg-gestartet/ Auf Initiative von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut haben am Freitag (5. Mai) mehr als 20 Partnerorganisationen aus Unternehmen, Kammern und Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik die „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ gestartet. Mit der Initiative wollen die beteiligten Partnerinnen und Partner die Unternehmen im Land und ihre Beschäftigten branchenübergreifend bei der Digitalisierung unterstützen und den deutschen Südwesten als internationalen Premiumstandort für die digitalisierte Wirtschaft noch sichtbarer machen. Das Wirtschaftsministerium setzt damit einen zentralen Auftrag aus der Koalitionsvereinbarung um. „Baden-Württemberg soll führende Innovationsregion Europas bleiben. Die Digitalisierung gibt uns dafür entscheidende Mittel in die Hand. Mit unserer neuen Initiative werden wir in enger Partnerschaft mit allen Branchen unsere Unternehmen darauf vorbereiten, diese Chancen zu ergreifen“, sagte Ministerin Hoffmeister-Kraut während der Auftaktveranstaltung in der Stuttgarter Staatsgalerie.

Insbesondere der Mittelstand müsse noch stärker und konsequenter beim Einstieg in das Thema Wirtschaft 4.0 und bei dessen Umsetzung unterstützt werden, um seine Stellung als starker Wirtschaftsfaktor und größter Arbeitgeber im Land auch in Zukunft zu sichern, betonte die Ministerin. Dazu sei im Partnerkreis gemeinsam eine „Roadmap Wirtschaft 4.0“ erarbeitet worden, die neben zentralen Handlungsfeldern auch erste konkrete Aktivitäten enthalte, um die Digitalisierung der Wirtschaft voranzubringen. Dafür investiere das Ministerium in einem ersten Schritt rund 16 Millionen Euro.

Zu diesen Aktivitäten gehört die beabsichtigte Förderung regionaler „Digital Hubs“, die modellhafte Erprobung einer Digitalisierungsprämie für kleinere mittelständische Unternehmen aus allen Branchen, den neuen Innovationsgutschein Hightech Digital sowie die Stärkung des digitalen Wissenstransfers.

Digital Hubs und Digitalisierungsprämie

Die regionalen „Digital Hubs“ sollen als regionale Digitalisierungszentren die Digitalisierung in der Fläche des Landes voranbringen: Sie sollen Drehscheiben für digitale Innovationen, zugleich aber auch erste Anlaufstellen für Unternehmen bei Fragen der Digitalisierung sein. Die Hubs sollen die Zusammenarbeit von bestehenden, insbesondere mittelständischen Unternehmen, Start-ups und weiteren Akteuren wie etwa Forschungs- und Transfereinrichtungen unterstützen. Vorstellbar sind dabei geeignete Informations- und Beratungsangebote genauso wie Kreativ- und Experimentierräume oder auch Räume für die Zusammenarbeit, so genannte Coworking-Spaces. Die besten Konzepte hierfür sollen in einem wettbewerblichen Verfahren gefunden werden. Das Wirtschaftsministerium wird die dabei ausgewählten regionalen Konsortien mit insgesamt 4 Millionen Euro über drei Jahre fördern.

Mit der Digitalisierungsprämie sollen branchenübergreifend kleinere mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützt werden. Dies gilt insbesondere für die „digitalen Neulinge“ unter den Unternehmen. Über die Sensibilisierung der Wirtschaft und geeignete Informations- und Beratungsangebote – etwa den vom Wirtschaftsministerium geförderten Digitallotsen – hinaus ist die Umsetzung der nächste Schritt im Digitalisierungsprozess. In Form der Digitalisierungsprämie werden dafür Investitionen in Hard- und Software, aber auch die Qualifizierung der Beschäftigten gefördert. Die modellhafte Erprobung dieses Angebots unterstützt das Wirtschaftsministerium mit 2,2 Millionen Euro.

Neuer Innovationsgutschein „Hightech Digital“

Mit dem neuen Innovationsgutschein Hightech Digital für pilotartige Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu Digitalisierungslösungen wird die Reihe der erfolgreichen Innovationsgutscheine des Wirtschaftsministeriums fortgeschrieben. Das neue Unterstützungsangebot zielt auf FuE-Vorhaben im Bereich digitaler Geschäftsmodelle, Anwendungsprojekte in den Bereichen Industrie 4.0, Vernetzte Systeme und Prozesse, Internet der Dinge (IoT), Smart Services, hochflexible Automatisierung, Big-Data-Projekte, Simulationsmodelle, Anwendung von Virtual und Augmented Reality oder Embedded Systems. Der neue Innovationsgutschein Hightech Digital kann bereits ab dem heutigen Freitag beantragt werden. Das Jahresbudget der Innovationsgutscheine wurde dafür um 700.000 Euro aufgestockt.

Zum Innovationsgutschein "Hightech Digital"

Ideenwettbewerb Wissens- und Technologietransfer

Schließlich rundet ein Ideenwettbewerb für Transferprojekte zur Digitalisierung der Wirtschaft die erste Runde der Aktivitäten der „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ ab. Gefördert werden Transferprojekte sowohl für einzelne Branchen als auch im Bereich von Querschnittsthemen, wie etwa IT-Sicherheit oder der Digitalisierung der Arbeitswelt (Arbeit 4.0). Insgesamt stehen dafür 2 Millionen Euro über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren zur Verfügung.

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Mit der Roadmap Wirtschaft 4.0 und den ersten Aktivitäten haben wir einen wichtigen Meilenstein für die Digitalisierung der Wirtschaft in Baden-Württemberg erreicht. Dieser kann allerdings nur ein Anfang sein. Wir müssen und wir werden die gemeinsamen Anstrengungen in den kommenden Jahren fortsetzen, um die Digitalisierung zu einer Erfolgsgeschichte für die Unternehmen in Baden-Württemberg und ihre Beschäftigen zu machen.“

Allen Beteiligten sei bewusst, dass die künftige Beschäftigung und der Wohlstand in Baden-Württemberg eng mit der erfolgreichen Nutzung der Chancen der Digitalisierung verknüpft seien, so die Wirtschaftsministerin. Es sei entscheidend, bei der Digitalisierung alle Branchen des Landes mitzunehmen, die Industrie genauso wie die IKT-Wirtschaft, Handwerk, Handel, Freie Berufe, Gastgewerbe, die Dienstleistungswirtschaft insgesamt und die Bauwirtschaft. Entscheidend sei aber auch, dass die Digitalisierung der Wirtschaft in der Fläche des Landes ankomme und genutzt werde.

Stimmen aus dem Kreis der Partnerorganisationen:

Prof. Dr.-Ing. Prof. e. h. Wilhelm Bauer, Technologiebeauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg: „Wirtschaft 4.0 bedeutet nicht nur die Nutzung digitaler Technologien in bestehenden Geschäftsmodellen. Die Herausforderung ist vielmehr in neuen, teilweise disruptiven Geschäftsmodellen, Plattformstrategien und Systemlösungen zu denken und diese auch mutig und dynamisch umzusetzen. Die Initiative Wirtschaft 4.0 bildet eine ausgezeichnete Basis, um Innovationen branchen- und themenübergreifend zu entwickeln.“

Martin Kunzmann, Vorsitzender des DGB Baden-Württemberg: „Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt tiefgreifend verändern. Auf der einen Seite entstehen Arbeitsplätze, auch in neuen Geschäftsfeldern, auf der anderen Seite sind Arbeitsplätze in anderen Bereichen bedroht oder verändern sich stark. Unser zentrales Anliegen ist, dass alle Beschäftigten in den Veränderungsprozessen mitgenommen werden, dass sie eine Perspektive auf einen guten und sicheren Arbeitsplatz erhalten und sich an der Gestaltung der Arbeitswelt beteiligen können. Ein wichtiges Instrument hierfür sind Weiterbildungsmodelle, die den Beschäftigten offen stehen. Hierfür sollte die Politik einen Rahmen bieten. Ich begrüße, dass die Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut die Herausforderungen gemeinsam mit allen Beteiligten anpacken will.“

Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags e.V. (BWHT): „Diese Roadmap ist eine zentrale wirtschaftspolitische Weichenstellung, weil sie einer globalen und unumkehrbaren Entwicklung proaktiv begegnet. Wir im Handwerk werden gemeinsam mit den anderen Akteuren die digitale Zukunft unseres Landes gestalten. So können wir sicherstellen, dass aus den Chancen der Digitalisierung der Wohlstand von morgen entsteht und Risiken eingedämmt werden.“

Prof. Dr. Dr. h. c. Unkelbach, Vizepräsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags e.V. (BWIHK): „Die Digitalisierung ist gerade für unsere 650.000 Mitgliedsunternehmen Zukunftsaufgabe Nummer 1, um die weltweite Vorbildfunktion und das Renommee von Produkten und Dienstleistungen sowie die Qualifikation unserer hervorragenden Fachkräfte weiter voranzutreiben. Im IHK-Verbund begleiten wir diese Prozesse heute und in Zukunft mit vielfältigen Angeboten. Deshalb begrüßen wir die Landesinitiative Wirtschaft 4.0 außerordentlich und sind aktiv dabei. Besonders freue ich mich hier über den gemeinsamen Einsatz für eine steuerliche FuE-Förderung auf Bundesebene.“

Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender Südwestmetall: „Die Digitalisierung ist eine riesige Chance für die Hightech- und Hochlohnwirtschaft in Baden-Württemberg, die wir ergreifen müssen. Nur wenn es uns gelingt, mit effizienteren Prozessen, neuen Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen unsere Spitzenposition im globalen Wettbewerb zu festigen oder auszubauen, werden wir Beschäftigung und Wohlstand im Land sichern können. Dazu bedarf es aber des engen Schulterschlusses aller Beteiligten aus Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik. Die „Initiative Wirtschaft 4.0“ bietet dafür eine gute Plattform.“

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news-29 Thu, 13 Apr 2017 16:38:56 +0200 Digitales Planen und Bauen: Chancen und Herausforderungen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/digitales-planen-und-bauen-chancen-und-herausforderungen/ Digitales Planen und Bauen: Wirtschaftsministerin diskutiert mit Experten über Chancen und Herausforderungen. Hoffmeister-Kraut: „Wir werden unsere Bauwirtschaft bei der Digitalisierung unterstützen und das Thema länderübergreifend auf die Agenda setzen“. Wirtschafts- und Wohnungsbauministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut traf sich am Dienstag (11. April) mit Vertretern der Architektenkammer sowie der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, der Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg, des Baden-Württembergischen Handwerkstags e. V., der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, des BIM-Clusters Stuttgart sowie Vertretern aus Baupraxis und Wissenschaft in Stuttgart, um mit den Experten die Chancen der Digitalisierung für die Bauwirtschaft zu diskutieren.
 
„Die Bauwirtschaft ist eine der Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft mit einem entscheidenden Anteil an Bruttowertschöpfung und Beschäftigung. Bei der Produktivität liegt die Branche aber zurück. Die Digitalisierung kann dies ändern, weshalb es umso mehr gilt, deren Potentiale auch für die Bauwirtschaft im Land richtig zu nutzen“, so Hoffmeister-Kraut.
 
Im Zentrum des Austauschs der Ministerin mit den Experten stand das Building Information Modeling (BIM), eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden (Definition planen-bauen 4.0 GmbH). Baubegleitende Planung wird damit perspektivisch vermieden, Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit über die gesamte Wertschöpfungskette Bau hinweg gestärkt.
 
Hoffmeister-Kraut: „Die Bauwirtschaft hier im Land ist sehr gut aufgestellt und mit vielen BIM-Vorreitern im Planungs- und Baubereich auch in Sachen Digitalisierung auf einem guten Weg. Gemeinsam mit der Bauwirtschaft müssen wir jetzt klären, wie man die Nutzung digitaler Instrumente in der Fläche vorantreiben und insbesondere die kleinen und mittleren Bauunternehmen, Bauhandwerksbetriebe und Planungsbüros bei der digitalen Transformation unterstützen kann.“
 
Auf Bundesebene sei es neben dem Bundeswirtschaftsministerium und dem für den Bundeshochbau zuständigen Bundesumweltministerium vor allem das Bundesverkehrsministerium, das mit seinem Stufenplan „Digitales Planen und Bauen“ und dem Masterplan „Bauen 4.0“ die Digitalisierung der Planung und Bauausführung vorantreibe. Eine Gesamtstrategie des Bundes liege aber noch nicht vor, betonte die Ministerin.
 
Sie werde daher die Digitalisierung der Bauwirtschaft als Thema in die kommende Wirtschaftsministerkonferenz einbringen, um einen länderübergreifenden Impuls zu setzen und den Bund aufzufordern zu berichten, was er insbesondere in Sachen BIM vorhabe, erklärte Hoffmeister-Kraut. In Baden-Württemberg werde das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau „die Akteure des Planens, Bauens und Betreibens von Bauwerken aktiv in unsere Initiative zur Wirtschaft 4.0 einbeziehen und prüfen, welche Möglichkeiten für eine passgenaue Unterstützung der Branche bestehen“.

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news-28 Tue, 11 Apr 2017 16:31:00 +0200 Digitalisierung der Meisterausbildung und überbetriebliche Ausbildungslehrgänge https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/digitalisierung-der-meisterausbildung-und-ueberbetriebliche-ausbildungslehrgaenge/ Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut: „Durch Digitalisierung von Meisterlehrgängen und Förderung der Berufsausbildung sichern wir den Fachkräftebedarf und die Zukunftsfähigkeit des Handwerks“. Baden-Württemberg nimmt deutschlandweit eine Vorreiterstellung bei der Digitalisierung der Meisterausbildung ein. Dazu fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau im Zeitraum von Mitte April 2017 bis Mitte Oktober 2019 ein Projekt der Handwerkskammer Region Stuttgart mit rund 107.000 Euro und ein Projekt der Handwerkskammer Konstanz mit rund 254.000 Euro.
„Die Digitalisierung ist für unsere Wirtschaft, unseren Arbeitsmarkt und unser Handwerk ein bedeutender Megatrend. Um hier mit den rapiden Entwicklungen Schritt zu halten, ist die Digitalisierung auch im Bereich der beruflichen Weiterbildung enorm wichtig. Bei der Digitalisierung von Meisterlehrgängen werden wir durch unsere neuen Projekte zum bundesweiten Vorreiter – hier verschmilzt die Meistertradition mit der digitalen Zukunft“, sagte Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Bescheidübergabe heute (11. April) in Stuttgart.
 
Die pilothafte Entwicklung digitaler Lernangebote erfolgt für unterschiedliche Gewerke des Handwerks, zur Meisterin bzw. zum Meister im Kfz-Bereich (HWK Stuttgart) sowie für Zimmerer-, Installateur- und Heizungsbau-, Elektrotechnik-, Feinwerkmechaniker-, Tischler- sowie Maler- und Lackierermeisterinnen und -meister (HWK Konstanz). Die kaufmännischen bzw. rechtlichen Teile sowie der pädagogische Teil der Meisterprüfung werden von beiden Kammern gemeinsam erarbeitet. Im Projektverlauf ist ein enger Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Kammern geplant.
 
Das Vorhaben beschränkt sich dabei nicht auf die Digitalisierung bestehender Lehrgangsunterlagen. Vielmehr ist das Ziel, geeignete digitale Formate zum jeweiligen Lehrinhalt zu entwickeln, bspw. in Form von Lernvideosequenzen. Wichtiger Projektbestandteil ist der Aufbau von digitalen Lern- und Kommunikationsplattformen, die auch als Basis für die Digitalisierung weiterer Weiterbildungsmaßnahmen dienen sollen. Unter anderem soll der im Rahmen der Projekte zu entwickelnde Leitfaden mit Handlungsempfehlungen und Best-Practice-Skript allen handwerklichen Bildungsstätten in Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt werden.
 
Die Präsenzphasen der Meisterausbildung sollen möglichst optimal mit dem zeitlich unabhängigen digitalen Selbstlernen verzahnt werden. Den Lernenden erleichtert dies, sich zeitlich und örtlich flexibel auf die Meisterprüfung vorzubereiten. Außerdem sensibilisiert der Ansatz sie für die digitalen Arbeits- und Geschäftsprozesse der Zukunft. Die beiden Projekte der Handwerkskammern Konstanz und Region Stuttgart sind zukunftsweisend für den Einsatz von digitalen Medien in Bildungseinrichtungen des Handwerks.
 
Außerdem übergab die Ministerin den Förderbescheid über rund 667.000 Euro im Jahr 2017 zur Förderung von rund 480 überbetrieblichen Berufsausbildungslehrgängen. „Durch die berufliche Ausbildung sichern wir den Fachkräftenachwuchs und die Zukunftsfähigkeit des Handwerks und schaffen attraktive Berufsperspektiven für junge Menschen“, sagte Hoffmeister-Kraut anlässlich der Übergabe des Bewilligungsbescheides an Rainer Reichhold, Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart. In der Bildungsakademie der Handwerkskammer Region Stuttgart werden rund 5.400 Auszubildende in einem breiten Spektrum von Berufen unterrichtet – von Buchbinder/-in über Feinwerkmechaniker/-in und Metallbauer/-in bis hin zu Tischler/-in und Kauffrau/-mann für Büromanagement.
 
„Der Bedarf der Südwestwirtschaft an beruflich qualifizierten Fachkräften ist groß. Mit der Förderung überbetrieblicher Lehrgänge unterstützen wir vor allem kleine und mittlere sowie hoch spezialisierte Betriebe, die nicht alle Ausbildungs-inhalte im eigenen Betrieb vermitteln können und leisten einen Beitrag zur qualitativ hochwertigen Ausbildung. Damit unterstützen wir auch die Entwicklungschancen von Jugendlichen. Denn eine Berufsausbildung bietet eine hervorragende Basis für die berufliche und persönliche Entwicklung junger Menschen“, so die Wirtschaftsministerin.
 
Weitere Informationen
In Baden-Württemberg werden überbetriebliche Ausbildungslehrgänge in rund 100 Bildungs- und Technologiezentren der Wirtschaftsorganisationen angeboten und vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit jährlich mehr als acht Millionen Euro gefördert. Die Auszubildenden lernen hier die Ausbildungsinhalte, die der jeweilige Ausbildungsbetrieb aufgrund seiner Größe oder Spezialisierung nicht vermitteln kann.
 
Die Handwerkskammer Region Stuttgart ist eine der größten Handwerkskammern Deutschlands. Auf die Bedeutung der Kfz-Region Stuttgart ist zurückzuführen, dass die Bildungsakademie der Handwerkskammer Region Stuttgart Kfz-Kompetenzzentrum ist.
 
Die Handwerkskammer Konstanz ist für alle Handwerksbetriebe in den Landkreisen Konstanz, Rottweil, Tuttlingen, Waldshut sowie des Schwarzwald-Baar-Kreises zuständig. Sie unterhält in ihrem Kammergebiet drei Bildungsakademien (Waldshut, Singen und Rottweil).

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news-17 Mon, 03 Apr 2017 11:39:00 +0200 Open Innovation-Kongress Baden-Württemberg 2017 https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/open-innovation-kongress-baden-wuerttemberg-2017/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat die mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg im Rahmen des vom Wirtschaftsministerium initiierten Kongresses „Open Innovation – Digitalisierung der Innovationsprozesse“ am 3. April 2017 dazu aufgerufen, vermehrt auch auf neue Wege zur Dynamisierung des Innovationsgeschehens im Land zu setzen. „Baden-Württembergs derzeitige Stellung als Innovationsregion Nummer 1 in Europa ist nicht ungefährdet, in der Innovationsdynamik holen andere Regionen auf. Um den Wohlstand von morgen zu sichern, ist und bleibt es daher gemeinsame Aufgabe von Unternehmen, wirtschaftsnaher Forschung und Wirtschaftspolitik, dem Innovationsgeschehen in Baden-Württemberg immer wieder neue Impulse zu verleihen. Insbesondere mittelständische Unternehmen im Land können und sollten daher die Potentiale von Instrumenten wie ‘Open Innovation’ verstärkt nutzen, um Innovationsprozesse zu beschleunigen“, sagte Hoffmeister-Kraut vor mehr als 400 Teilnehmern des Kongresses in Stuttgart.

Unter dem Stichwort „Open Innovation“ nutzten gerade große Unternehmen hierfür bereits zunehmend das Wissen von Kunden, Lieferanten, Forschungseinrichtungen und der gesamten globalen Community, um Innovationsschübe zu generieren. Solche Methoden könne auch der Mittelstand übernehmen, zumal die Potentiale von „Open Innovation“ durch die Digitalisierung noch erweitert und effizienter gestaltet werden könnten.

Nach dem Innovationsreport 2015/16 des Deutschen Industrie- und Handelskammertags nennen 47 Prozent der befragten Unternehmen „Open Innovation“ als wichtige Innovationsstrategie. Damit versprechen sich auch kleine Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern positive Impulse von Open Innovation.

Auch das durch das Wirtschaftsministerium geförderte Projekt „Open Innovation“ der Steinbeis 2i GmbH zeige, dass kleine und mittlere Unternehmen in Baden-Württemberg durchaus Kooperationen nutzen, um Innovationsprozesse zu beschleunigen oder externes Wissen in das eigene Unternehmen zu holen. Baden-Württemberg habe schon früh die richtigen Impulse gesetzt und ein gutes Angebot zum Wissens- und Technologietransfer geschaffen. Allerdings gebe es noch immer Ängste wie zum Beispiel die unberechtigte Verwendung geistigen Eigentums und die unfaire Aufteilung von Kosten und Gewinn. Diese Ängste zu beseitigen oder Unterstützung bei der Suche nach Kooperationspartnern, sei als Strategie nun vordringlich, so Ministerin Hoffmeister-Kraut.

Dazu Dr. Petra Püchner, Geschäftsführerin der Steinbeis 2i GmbH: „Unternehmen, die aufgrund ihres Geschäftsmodells nicht zusammen mit externen Partnern innovieren, benötigen eine spezifische Motivation. Barrieren werden in der Regel nur dann überwunden, wenn der Handlungsdruck von außen steigt, z.B. durch Veränderungen im Wettbewerb oder bei neuen Kundenanforderungen. Ein Coaching kann helfen, Barrieren zu identifizieren und geeignete Kooperationspartner zu finden. Das Schaffen vertrauensvoller ‚Open Innovation-Räume‘ stellt daher ein zentrales Handlungsfeld dar, bei dem KMU Unterstützung benötigen.“

Ergänzend dazu Andreas Richter, Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart, in deren Räumen der Kongress stattfand: „Impulse von außen und Ideen von Kunden oder Lieferanten sind für Innovationsprozesse in Unternehmen ebenso wichtig wie interne Vorschläge. Damit Open Innovation erfolgreich sein kann, brauchen Unternehmen ein funktionierendes Innovationsmanagement. Voneinander zu lernen und neue Anreize zu erhalten, stand beim heutigen Open Innovation-Kongress daher im Fokus.“

Weitere Informationen
Anlässlich des Kongresses hat die Steinbeis 2i GmbH ein Handbuch zur strategischen Herangehensweise für KMU veröffentlicht. Auf rund 80 Seiten bietet das Handbuch Handlungsempfehlungen und zeigt Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung sowie politische Handlungsfelder auf. Dabei wird auch ein Blick auf gute Praktiken in die europäischen Nachbarregionen Katalonien (Spanien), Rhônes-Alpes (Frankreich), Lombardei (Italien) und nach Schottland geworfen.

Auf dem Kongress vermittelten Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis Grundlagen, Strategien, Methoden, gute Praktiken und Erfolgsgeschichten gerade auch von kleineren Unternehmen und Start-ups im Bereich Open Innovation. Ein Schwerpunkt lag auf der Bedeutung digitaler Techniken. Neue Innovationsmethoden, wie z.B. das Innovation Hacking, wurden ebenso vorgestellt wie neue Infrastrukturkonzepte in Form von Innovation Labs und Makerspaces und diskutiert. Auch Themen wie Crowdfunding, IT Sicherheit und geistiges Eigentum konnten in den parallelen Foren vertieft werden.

Der Kongress wurde im Rahmen des Enterprise Europe Network mit regionalen und europäischen Partnern durchgeführt. Das Enterprise Europe Network der Europäischen Kommission verfügt über 600 Partner in mehr als 50 Ländern. Ziel des Netzwerks ist es, den Unternehmen bei allen Fragen zu Europa, zu Innovation, Forschung und Technologietransfer zur Seite zu stehen sowie die Nutzung der Ergebnisse europäischer Forschung zu fördern.

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news-16 Mon, 03 Apr 2017 11:35:00 +0200 Automobilindustrie: Einrichtung eines landesweiten Transformationsbeirats beschlossen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/automobilindustrie-einrichtung-eines-landesweiten-transformationsbeirats-beschlossen/ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat sich am 3. April 2017 mit Personalvorständen und Geschäftsführern von Fahrzeugherstellern und Zulieferern aus Baden-Württemberg sowie Vertretern der IG Metall, Südwestmetall, des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), der Wirtschaftsregion Stuttgart (WRS) und der Landesagentur „e-mobil BW“ GmbH zu einem Branchentreffen zum Transformationsprozess der Automobilindustrie getroffen. „Die Fahrzeugindustrie mit ihren Zulieferern, Komponenten- und Fahrzeugherstellern nimmt in Baden-Württemberg eine Schlüsselrolle ein. Um für den bevorstehenden Transformationsprozess gerüstet zu sein, müssen von Wirtschaft und Politik die richtigen Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt werden. Ich bin davon überzeugt, dass wir diesen tiefgreifenden Strukturwandel nur im engen Dialog und durch ein miteinander abgestimmtes Vorgehen erfolgreich bewältigt werden können“, erklärte die Ministerin im Anschluss an das Treffen. Deshalb werde das Wirtschaftsministerium einen landesweiten Transformationsbeirat der Automobilindustrie einrichten. Hoffmeister-Kraut; „Ich bin der IG Metall für die Initiative, einen solchen Beirat einzurichten, sehr dankbar und greife diesen Vorschlag gerne auf.“

Ein Kernteam soll zeitnah einen konkreten Arbeitsauftrag und Handlungsfelder erarbeiten, so dass sich der Beirat direkt nach der Sommerpause konstituieren kann. Themen werden nicht nur die Veränderung von Beschäftigungspotentialen und Wertschöpfungsketten sein sowie neue Anforderungen an die Qualifikationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich durch den Transfer zu neuen Antriebsformen und neuen Mobilitätsdienstleistungen ergeben, sondern auch die Entwicklung von Strategien zur Zukunftssicherung des Standorts Baden-Württemberg.

„Die Autoindustrie trägt wesentlich zu Wohlstand und gutem Leben in Baden-Württemberg bei. Für die Zukunft gilt es deshalb, die anstehenden Herausforderungen gemeinsam mit den Beschäftigten anzupacken. Gerade in Zeiten des Wandels müssen ihre Arbeitsplätze sicher sein. Die Bündelung von Kompetenzen aller Akteure in einem landesweiten ‘Transformationsbeirat Automobilindustrie’ ist der richtige Weg, um die verschiedenen Aspekte des Wandels von der Technologie über die wirtschaftliche Stärke bis zur Sicherung von Arbeitsplätzen gemeinsam zu bearbeiten“, erklärte Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg.

„Ein Transformationsbeirat in Baden-Württemberg kann helfen, den Übergang der Industrie im Land zu neuen Antriebsformen sinnvoll zu unterstützen. Der Maschinenbau ist als Ausrüster ganz besonders auf konsistente Rahmenbedingungen angewiesen. Bei einer engen und verlässlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten im Land wird die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Produkte rund um den Transformationsprozess am besten gelingen“, sagte Dr. Dietrich Birk, Geschäftsführer des VDMA-Landesverbandes Baden-Württemberg.

„Unser Ziel muss es sein, die Auto-Emissions-Debatte zu versachlichen und neben den Belangen von Umwelt und Nachhaltigkeit auch unserer Verantwortung für die Beschäftigten im Land und für eine zukunftsfähige Industrie gerecht zu werden“, betonte Hoffmeister-Kraut abschließend.

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news-14 Thu, 30 Mar 2017 11:02:00 +0200 Auftakt für „Cloud Mall Baden-Württemberg“ – Cloud Computing für den Mittelstand https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/auftakt-fuer-cloud-mall-baden-wuerttemberg-cloud-computing-fuer-den-mittelstand/ „Cloud Computing gehört zu den wichtigsten Trends der Digitalisierung. Gerade für unsere mittelständische Wirtschaft bietet es die Möglichkeit, die Ressourcen der Informations- und Kommunikationstechnologie dynamischer und leichter in der Anwendung zu machen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Unternehmens zu stärken“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 30. März 2017 in Stuttgart bei einer Veranstaltung zum Auftakt der zweiten Phase des vom Wirtschaftsministerium mit 4,6 Millionen Euro geförderten Gemeinschaftsprojekts „Cloud Mall Baden-Württemberg“. Projektpartner sind Baden-Württemberg connected e.V. (bwcon), die beiden Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) sowie für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), und das Institut für Enterprise Systems (InES) der Universität Mannheim. Mit den Eigenleistungen der Projektpartner und projektbegleitenden Aufträgen aus der Wirtschaft liegt das Gesamtprojektvolumen bei rund 8,4 Millionen Euro.Mit der „Cloud Mall BW“ soll es baden-württembergischen IT-Unternehmen ermöglicht werden, ihre Leistungen im Verbund anbieten zu können. IAO, IPA und InES wollen gemeinsam die technologische Basis hierfür schaffen, damit beispielsweise Softwarepakete der verschiedenen Anbieter reibungsfrei und sicher zusammenwirken können. bwcon übernimmt die Rolle, die Industriepartner in das Projekt zu integrieren, das Ökosystem um die Cloud Mall aufzubauen sowie Betreiber- und Geschäftsmodelle zu konzipieren.„Während die großen Softwareschmieden und IT-Unternehmen bereits qualifizierte Services im Bereich des Cloud Computing anbieten, fällt es vielen mittelständischen IT-Unternehmen in Baden-Württemberg oft schwer, umfassende und übergreifende Angebote zu entwickeln. Die Entwicklung der Cloud Mall BW soll dazu beitragen, den Unternehmen den Einstieg in die Nutzung von Cloud Services zu erleichtern“, so Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut anlässlich der Impulsveranstaltung.Das Projekt Cloud Mall Baden-Württemberg startet mit der Umsetzung nun zunächst in den drei Bereichen 'produzierende Unternehmen', 'Handel und Handwerk' sowie 'Jung- und Kleinunternehmen', die für weitere Anwendungsfelder als Blaupause dienen sollen. Mit der heutigen Veranstaltung werde vor allem das Ziel verfolgt, kleine und mittlere Unternehmen aus den Anwenderbranchen sowie der IT-Branche für die Beteiligung am Projekt zu gewinnen. Die rund 120 Teilnehmer ließen das große Interesse der Wirtschaft an diesem Thema erkennen und seien Indiz dafür, dass das Wirtschaftsministerium mit seinen Partnern in diesem Projekt nicht nur den Zeitgeist getroffen, sondern ein am konkreten Bedarf der Unternehmen praxisorientiertes Projekt aufgesetzt habe, so die Ministerin.

Weitere Informationen
Bei Cloud Computing handelt es sich um das Verlagern von Soft- oder Hardware ins Internet zu einem externen Anbieter. Cloud Computing ist einer der aktuellen Megatrends der Digitalisierung und bereits für viele Unternehmen ein sehr lukratives Geschäft. Cloud Computing beschreibt die Bereitstellung von IT-Infrastruktur (IT: Informationstechnologie) und IT-Leistungen (z.B. Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware) als Service über das Internet.

Die über das Internet angebotenen Dienste können beim Cloud Computing bedarfsgerecht und dynamisch von den Kunden abgerufen werden. Die Abrechnung der Leistungen erfolgt dabei nicht pauschal, sondern wird nach tatsächlichem „Verbrauch“ in Rechnung gestellt. Cloud Computing schont damit die Geldbeutel der Nutzer und bietet auch kleineren Unternehmen die Möglichkeit, auf professionelle IT-Leistungen zurückgreifen zu können.

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news-15 Wed, 29 Mar 2017 11:24:00 +0200 Entwicklung der Zusatzqualifikation „professioneller Onlinehandel“ für Einzelhandelsfachkräfte https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/entwicklung-der-zusatzqualifikation-professioneller-onlinehandel-fuer-einzelhandelsfachkraefte/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Entwicklung einer Zusatzqualifikation für Einzelhandelsfachkräfte zu professionellem Onlinehandel durch die Akademie des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes e. V. (BWGV) mit knapp 50.000 Euro. „Die Digitalisierung verändert das Informations- und Konsumentenverhalten auch im Einzelhandel. Wir machen Einzelhandelsfachkräfte fit für die digitale Zukunft des stationären Einzelhandels. Das ist ein wesentlicher Baustein für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit des Einzelhandels in Baden-Württemberg und birgt große Potenziale“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz am 29. März 2017 bei der Übergabe des Förderbescheids in Karlsruhe.

Mit der Digitalisierung gehe für den stationären Einzelhandel ein verstärkter Wettbewerbsdruck einher, denn der internetbasierte Einzelhandel biete oftmals günstigere Preise, ein großes Informationsangebot und Einkaufsmöglichkeiten rund um die Uhr. Da Kundinnen und Kunden allerdings in der Regel nicht ausschließlich entweder stationär oder digital einkauften, sondern sich überwiegend „hybrid“ verhielten, würden sich auch die Anforderungen an den stationären Einzelhandel verändern. Da viele Verbraucherinnen und Verbraucher sich online informierten, bevor sie im stationären Handel einkauften, sei der Bedarf an digitalen und stationären Kontaktwegen für den Einzelhandel sehr groß, erläuterte die Staatssekretärin.

Hier setzt das Projekt der BWGV an, das dem stationären Einzelhandel helfen soll, bislang ungenutzte Potenziale zu heben. Im Projekt entwickelt die BWGV-Akademie im Zeitraum von 1. April bis 31. Dezember 2017 eine Zusatzqualifikation zum „Onlinehändler“, die sich an Fachkräfte des Einzelhandels richtet. „Wir wollen Einzelhandelsfachkräfte dazu befähigen, ein bisher stationäres Einzelhandelsgeschäft zu einem Mehrkanalangebot weiterzuentwickeln. Die Zusatzqualifikation soll sie in die Lage versetzen, ein Onlinegeschäft professionell zu betreiben sowie das stationäre und digitale Handelsgeschäft wertschöpfend miteinander zu verzahnen“, so Schütz. Konkret sollen die Wissensgrundlagen für eine Onlinestrategie, technisches und logistisches Know-How, Fähigkeiten zur Nutzung und Verarbeitung von Datenbeständen sowie Wissen zum zielgruppengerechten Marketing – insbesondere unter Nutzung digitaler Kommunikationskanäle – gelegt werden. Vorgesehen sei, dass im Rahmen der Schulung auch anwendungsbezogene Aufgaben gelöst werden. Im Projektverlauf werde die Konzeption der Zusatzqualifikation im Detail ausgearbeitet. Fachautorinnen und Fachautoren sollen die erforderlichen Lernmaterialien sowohl für ein Internet-basiertes Lernangebot als auch für Präsenzphasen entwickeln (Blended-Learning-Ansatz). Eine Teilnahme an der Qualifizierung soll berufsbegleitend möglich sein. Vorgesehen sei außerdem ein Folgeprojekt zur Erprobung und Evaluation der entwickelten Qualifizierungsmaßnahme, schloss die Staatssekretärin.

Weitere Informationen:
Projektträger ist die Akademie des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes e.V. (BWGV). Der BWGV repräsentiert derzeit über 800 eingetragene Genossenschaften (eG) vieler unterschiedlicher Branchen und hat Standorte in Stuttgart-Hohenheim und Karlsruhe-Rüppurr. Das Angebot des BWGV reicht von Tagungen, Seminaren und Fortbildungen über neue virtuelle Lernformen bis hin zu Weiterbildungen und Entwicklungsprogrammen, die auf das einzelne Unternehmen ausgerichtet sind. Die BWGV-Akademie ist von der Zertifizierungsstelle Gütesiegelverbund Weiterbildung zertifiziert.

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news-13 Thu, 23 Mar 2017 17:32:00 +0100 Wirtschaftsministerium informiert Unternehmen über Chancen der Digitalisierung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-informiert-unternehmen-ueber-chancen-der-digitalisierung-fuer-die-vereinbarkeit/ Mit der Veranstaltung „Chancen der Digitalisierung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ informierte das Wirtschaftsministerium am 23. März 2017 in Stuttgart Unternehmen über die Einführung und Umsetzung digital unterstützter Arbeitsmodelle. „Im Zuge der Digitalisierung eröffnen sich ganz neue Potenziale zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Mit neuen zeitlich und örtlich flexiblen Arbeitsmodellen können Arbeitgeber ihre Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte steigern und sich als familienbewusste Unternehmen positionieren“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz im Rahmen der Veranstaltung.

Digital unterstützte Arbeitsformen ermöglichten ein besseres Miteinander von paralleler Familien- und Erwerbsarbeit – ein für Fach- und Führungskräfte immer wichtigeres Thema bei der Arbeitsplatzwahl. Bisher würden die Potenziale solcher Arbeitsmodelle in den Unternehmen jedoch bei weitem noch nicht ausgeschöpft und der Bedarf an Home-Office übersteigt deutlich das Angebot, so Schütz.

„Die Umsetzung von Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine wichtige Zukunftsaufgabe für die Wirtschaft in Baden-Württemberg, um langfristig die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der Unternehmen zu sichern. Mit der Veranstaltung geben wir daher gerade kleinen und mittleren Unternehmen konkrete Impulse für die betriebliche Praxis. Die Digitalisierung ermöglicht es, neue Wege zu gehen und kreative Lösungen für die Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Verpflichtungen zu finden“, so Schütz weiter.

Bei der Veranstaltung wurden zentrale Ergebnisse der Studie „Digitalisierung – Chancen und Herausforderungen für die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ der Roland Berger GmbH im Rahmen des Unternehmensprogramms „Erfolgsfaktor Familie“ vorgestellt. Weiterhin präsentieren Vertreterinnen und Vertreter aus Unternehmen erprobte Umsetzungsbeispiele und veranschaulichten damit praxisnah, wie sich die Potenziale der Digitalisierung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie nutzen lassen. Im Anschluss bestand die Möglichkeit, gemeinsam mit Experten und Expertinnen im Rahmen eines World-Cafés Umsetzungsfragen mobilen Arbeits-, Cloud-Working-, Home-Office- und Co-Working-Modellen zu vertiefen und zu diskutieren.

Erwartet wurden rund 80 Personalverantwortliche aus Unternehmen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kammern, Verbänden, Wirtschaftsförderungen und Netzwerken, um sich auszutauschen und wertvolle Anregungen zur Umsetzung digitaler Arbeitsmodelle im eigenen Unternehmen zu erhalten.
 

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Presse Zukunft der Arbeit
news-12 Thu, 23 Mar 2017 17:24:00 +0100 Wirtschaftsministerium fördert innovatives Weiterbildungsprojekt für „Wirtschaft 4.0-Multiplikatoren“ und überbetriebliche Ausbildungslehrgänge https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-innovatives-weiterbildungsprojekt-fuer-wirtschaft-40-multiplikatoren/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Qualifizierung von „Wirtschaft 4.0-Multiplikatoren“ für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit knapp 320.000 Euro. Während der zweieinhalbjährigen Projektlaufzeit bildet das „GARP Bildungszentrum für die IHK Region Stuttgart e. V.“ (GARP) Beschäftigte zu „Wirtschaft 4.0-Multiplikatoren“ fort. Diese sollen Unternehmen dabei unterstützen, das Wissen und das Können ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Digitalisierungsvorhaben besser einzubeziehen und zu nutzen. „Die Digitalisierung bietet für baden-württembergische Unternehmen große Chancen und Herausforderungen: Geschäftsmodelle verändern und Innovationszyklen verkürzen sich, Kommunikations- und Organisationsformen befinden sich im Wandel. Die Digitalisierung setzt Veränderungsbereitschaft und Veränderungsfähigkeit in den Unternehmen voraus. Wir qualifizieren Beschäftigte, um den digitalen Wandel in den kleinen und mittleren Unternehmen aktiv zu gestalten“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz am 23. März 2017 bei der Übergabe des Förderbescheids in Plochingen.

Das Weiterbildungsprojekt, das den Titel „F4DIA – Fit für die digitalisierte Arbeitswelt“ trägt, ist Teil der Digitalisierungsstrategie des Landes Baden-Württemberg. Im Zentrum von „F4DIA“ steht die Entwicklung und Erprobung von Weiterbildungsinhalten und -formen für die Qualifizierung von Fachkräften und Projektverantwortlichen in KMU. Diese nehmen im Zuge der Digitalisierung die Funktion von Multiplikatoren und Moderatoren in Veränderungsprozessen wahr. Zudem sollen KMU an jeweils konkreten Digitalisierungsprojekten mitwirken, bei deren Umsetzung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen begleitet und unterstützt werden. Die teilnehmenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Unternehmen erhalten ein IHK-Zertifikat als „4.0-Multiplikator“. Am Projekt sollen mindestens zwölf kleine und mittlere Unternehmen teilnehmen. Auf der Basis von Dokumentationen der Modellprojekte wird im Projektverlauf ein Leitfaden mit „Best-Practice“-Beispielen erarbeitet. Dieser wird nach Projektabschluss anderen Unternehmen, Bildungsanbietern und weiteren Interessierten zur Verfügung gestellt.

Außerdem übergab die Staatssekretärin den Bescheid des Wirtschaftsministeriums über 286.000 Euro im Jahr 2017 zur Förderung von 165 überbetrieblichen Berufsausbildungslehrgängen. „Durch die berufliche Ausbildung sichern wir den Fachkräftenachwuchs und die Zukunftsfähigkeit der Industrie und des Handels und schaffen attraktive Berufsperspektiven für junge Menschen“, sagte Staatssekretärin Schütz bei ihrem Besuch in Plochingen. 1.330 Auszubildende werden im GARP Bildungszentrum in einem breiten Spektrum von Berufen unterrichtet – von Maschinen- und Anlagenführer/-in über Elektroniker/-in und Mechatroniker/-in bis hin zu Packmitteltechnologe/-in und Technische/-r Produktionsdesigner/-in.

„Der Bedarf der Südwestwirtschaft an beruflich qualifizierten Fachkräften ist groß. Mit der Förderung überbetrieblicher Lehrgänge unterstützen wir vor allem kleine und mittlere sowie hoch spezialisierte Betriebe, die nicht alle Ausbildungsinhalte im eigenen Betrieb vermitteln können und leisten einen Beitrag zur qualitativ hochwertigen Ausbildung. Damit unterstützen wir auch die Entwicklungschancen von Jugendlichen. Denn eine Berufsausbildung bietet eine hervorragende Basis für die berufliche und persönliche Entwicklung junger Menschen“, so die Staatssekretärin.

Weitere Informationen zum Projekt „F4DIA – Fit für die digitalisierte Arbeitswelt“
Bei der Durchführung des vom „GARP Bildungszentrum für die IHK Region Stuttgart e. V.“ geleiteten Projekts wirkt eine Reihe von Projektpartnern mit, die jeweils spezifische Fähigkeiten und Kompetenzen einbringen. Dazu gehören:

  • die Trumpf GmbH & Co. KG als besonders innovatives baden-württembergisches Unternehmen mit großer Erfahrung in der betrieblichen Personalentwicklung,
  • die Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg e. V. mit Expertise u. a. bei pädagogischen, didaktischen und sozialpsychologischen Themen,
  • der Verein zur Förderung der Berufsbildung e. V. als Bildungseinrichtung der IHK-Bezirkskammern Ludwigsburg und Böblingen mit einem großen Erfahrungsschatz u. a. bei Blended-Learning-Konzepten,
  • die Staatsgalerie Stuttgart als Projektpartner und Mitglied im Arbeitskreis „Kunst und Kultur als Instrument der Personalentwicklung“. Gemeinsam mit Partnern hat sie Workshop-Formate in alternativen Lernumgebungen entwickelt, die interdisziplinäres Denken und kreative Prozesse anregen und für das Projekt genutzt werden sollen.


Weitere Informationen zu überbetrieblichen Ausbildungslehrgängen
In Baden-Württemberg werden überbetriebliche Ausbildungslehrgänge in rund 100 Bildungs- und Technologiezentren der Wirtschaftsorganisationen angeboten und vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit jährlich mehr als acht Millionen Euro gefördert. Die Auszubildenden lernen hier die Ausbildungsinhalte, die der jeweilige Ausbildungsbetrieb aufgrund seiner Größe oder Spezialisierung nicht vermitteln kann.

Weitere Informationen zum GARP Bildungszentrum
Das „GARP Bildungszentrum für die IHK Region Stuttgart e. V.“ wurde 1969 gegründet. An verschiedenen Standorten, ausgestattet mit modernen Werkstätten und Laboren, die auch für Praxisphasen von akademischen technischen Studiengängen genutzt werden, sowie einer großen Zahl an Fachexperten aus den 180 Mitgliedsunternehmen bietet GARP vielfältige Qualifizierungsangebote u. a. für die gewerblich-technische Ausbildung des Fachkräftenachwuchses, Weiterbildungen mit IHK-Abschlüssen sowie maßgeschneiderte Bildungsangebote.

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Presse Lebenslanges Lernen
news-11 Tue, 14 Mar 2017 17:06:00 +0100 Veranstaltungsreihe „Digitaler Großhandel Baden-Württemberg 2017“ gestartet https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/veranstaltungsreihe-digitaler-grosshandel-baden-wuerttemberg-2017-gestartet/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert Workshops zur Digitalisierung des Großhandels in Baden-Württemberg der Industrie- und Handelskammern mit rund 9.100 Euro im Jahr 2017. Mit einer Auftaktveranstaltung fiel am 13. März 2017 in Reutlingen der Startschuss für die aus 12 regionalen Workshops bestehende Veranstaltungsreihe „Digitaler Großhandel Baden-Württemberg 2017“. Mit dabei war neben Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz und Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Epp von der gastgebenden IHK Reutlingen auch Boris Behringer, Hauptgeschäftsführer des Verbands grosshandel-bw – Verband für Dienstleistung, Groß- und Außenhandel, der die Veranstaltungen in den einzelnen Kammerbezirken ebenfalls unterstützt. Mit den Workshops sollen die Großhandelsunternehmen im Land noch stärker für die Themen Internet und E-Commerce sensibilisiert werden.

„Wir machen den Großhandel fit für das digitale Zeitalter. Bei den Stichworten Online, Digitalisierung und Handel denken sicherlich die meisten Menschen zuerst an den Einzelhandel, ans private Einkaufen im Internet und an große Anbieter wie Amazon, Ebay oder Zalando. Doch auch die Betriebe der verschiedenen Großhandelsbranchen sind massiv von der fortschreitenden Digitalisierung der Wirtschaft betroffen“, so die Staatssekretärin. Das Leistungsspektrum vieler Großhändler gehe schon lange weit über die Distribution von Gütern, Rohstoffen und Halbfertigprodukten hinaus. „Durch das Angebot von integralen Dienstleistungen hat sich der Großhandel vielfach zu vernetzten Einkaufs-, Marketing- und Vertriebsorganisatoren entwickelt. Hierbei werden Internetplattformen und andere digitale Vertriebs- und Kommunikationswege immer wichtiger. Ähnlich wie im Einzelhandel ändert sich auch im Handel mit Geschäftskunden das Einkaufsverhalten, werden Preis- und Produktvergleiche in Echtzeit angestellt und kurzfristige Belieferung vorausgesetzt. Mit unseren Workshops wollen wir die Großhandelsbetriebe darauf noch besser vorbereiten“, fügte die Staatssekretärin hinzu.

„Der Großhandel hat eine wichtige branchenübergreifende Schnittstellenfunktion und sichert reibungslose Abläufe in Produktions- und Dienstleistungsunternehmen. Das Gelingen der digitalen Transformation im Großhandel ist ein Schlüssel für die Digitalisierung unserer Wirtschaftsprozesse insgesamt und somit für unsere Wettbewerbsfähigkeit. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, mit Informationen, Impulsen und Hilfestellungen den Großhandel bei seinen B2B (Business-to-Business)-E-Commerce-Projekten zu unterstützen“, so Prof. Dr.-Ing. Peter Jany, Hauptgeschäftsführer der für Handelsfragen im baden-württembergischen IHK-Tag federführenden IHK Bodensee-Oberschwaben.

„Im Rahmen einer Studie von BGA und Roland Berger sieht jedes zweite Grosshandelsunternehmen in Baden-Württemberg fehlende Kenntnisse über Digitalisierungsmöglichkeiten und den Mangel an ausgebildetem Personal als größte Hindernisse auf dem Weg zur digitalen Transformation. Wir wollen durch die Veranstaltungsreihe dazu beitragen, diesen Missstand zu beseitigen. Dass von den befragten Unternehmen bereits jedes zweite seinen Umsatz durch Digitalisierung steigern konnte, sollte Anreiz für alle sein, die Bemühungen um den digitalen Wandel weiter zu verstärken“ konstatierte Boris Behringer, Hauptgeschäftsführer von grosshandel-bw.

Um den Mittelstand in Baden-Württemberg branchenübergreifend noch besser auf die Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation vorzubereiten, habe das Wirtschaftsministerium bereits die Initiative „Wirtschaft 4.0“ gestartet. Damit sollen branchenübergreifende Impulse gegeben und die Digitalisierung in der Fläche des Landes verankert werden. In diesem Rahmen werden sowohl Querschnittsthemen wie IT-Sicherheit und Smart Services als auch die Frage behandelt, wie die Arbeitswelt im Zuge der Digitalisierung gestaltet werden kann.

Weitere Informationen zum Großhandel:
Nach Angaben des Statistischen Landesamts gab es 2014 rund 21.500 Unternehmen des Groß- und Außenhandels mit etwa 294.000 Beschäftigten und einem Umsatz von rund 164 Milliarden Euro.

Geschäftsgegenstand ist der Handel mit Produktions- und Konsumgütern sowie den dazu gehörenden Dienstleistungen. Großhändler des Produktionsverbindungshandels beliefern ihre Kunden mit den für die industrielle Produktion notwendigen Rohstoffen, Materialien und Halbfertigwaren. Baunahe Großhändler versorgen Bauhandwerk und Bauwirtschaft. Konsumgütergroßhändler beliefern den Einzelhandel, Apotheken, Gastronomie und Hotellerie mit Waren und sind damit die entscheidende Schnittstelle zum privaten Verbraucher.

Weitere Information zu den regionalen Workshops:
Als Referenten dieser Workshop-Reihe konnten Fachleute des ibi research an der Universität Regensburg GmbH gewonnen werden, die sich auf den B2B-Online-Handel spezialisiert haben. Die insgesamt 12 ganztägigen Workshops finden an den Standorten der baden-württembergischen IHKs statt.

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Presse Handel & Logistik