Wirtschaft digital Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de Wirtschaft digital Baden-Württemberg de-DE Wirtschaft digital Baden-Württemberg Fri, 18 Sep 2020 09:13:07 +0200 Fri, 18 Sep 2020 09:13:07 +0200 TYPO3 EXT:news news-541 Tue, 15 Sep 2020 09:25:04 +0200 Landesregierung beschließt „Digitalisierungsprämie Plus“ zur Unterstützung von Unternehmen bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/landesregierung-beschliesst-digitalisierungspraemie-plus-zur-unterstuetzung-von-unternehmen-bei-der-u/ Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut: „Mit den noch attraktiveren Förderkonditionen der Digitalisierungsprämie Plus können die Unternehmen im Land eine ganz neue Qualität und Reichweite an digitaler Transformation erreichen“. Die Landesregierung hat grünes Licht für das Förderprogramm „Digitalisierungsprämie Plus“ gegeben. Das Programm, für das die erfolgreiche „Digitalisierungsprämie“ passgenau weiterentwickelt wurde, soll nun schnellstmöglich in Kooperation mit der L-Bank an den Start gehen. „Die Corona-Pandemie hat deutlich gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung für Unternehmen und Beschäftigte ist. Die Digitalisierungsprämie Plus kann diesen Digitalisierungsschub der letzten Monate fortsetzen und verstärken. Mit den noch attraktiveren Förderkonditionen können die Unternehmen im Land eine ganz neue Qualität und Reichweite an digitaler Transformation erreichen“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Bei der „Digitalisierungsprämie Plus“ werden die Fördersätze erhöht, förderfähige Digitalisierungsprojekte auf bis zu 200.000 Euro erweitert und der Kreis der Antragsberechtigten auf größere mittelständische Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten ausgeweitet. Außerdem sollen die Unternehmen entsprechend ihrer eigenen Bedarfs- und Liquiditätssituation entscheiden können, ob sie einen Direktzuschuss oder ein Förderdarlehen mit Tilgungszuschuss in Anspruch nehmen wollen. „Mit den neuen Konditionen können wir einen noch stärkeren Fokus auf die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungs- und Prozesskette legen, als dies bei der Digitalisierungsprämie bislang möglich war“, so Hoffmeister-Kraut. „Damit wirken wir der krisenbedingt reduzierten Investitionstätigkeit der Unternehmen entgegen und stärken gezielt ihre Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit.“

Für die Digitalisierungsprämie Plus sollen vorbehaltlich der Zustimmung des Finanzausschusses insgesamt 66 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Mit der Digitalisierungsprämie wurden seit 2017 mit Haushaltsmitteln in Höhe von rund 26 Millionen Euro etwa 5.500 Unternehmen gefördert und dabei ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 160 Millionen Euro generiert.

Die landesweite Digitalisierungsstrategie

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert. Ungefähr die Hälfte davon fließt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Quelle: Wirtschaftsministerium (externe Seite)

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Presse
news-535 Thu, 03 Sep 2020 10:02:10 +0200 Innovationsoffensive für Dienstleistungsunternehmen – BWIHK und Wirtschaftsministerium legen Positionspapier vor https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/innovationsoffensive-fuer-dienstleistungsunternehmen-bwihk-und-wirtschaftsministerium-legen-positio/ Die Corona-Krise trifft den vielfältigen Dienstleistungssektor in Baden-Württemberg in erheblichem Maße. Um die Unternehmen in der Dienstleistungswirtschaft zu unterstützen, haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg und der BWIHK gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO ein Positions- und Strategiepapier erarbeitet, das die Grundlagen für eine Intensivierung der Dienstleistungsinitiative in Zeiten von Corona schafft. „Wir haben unseren Unternehmen seit März mit finanziellen Soforthilfen und günstigen Kreditabsicherungen unter die Arme gegriffen. Doch das allein wird nicht ausreichen, um die Krise zu bewältigen“, betonte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Wir müssen der Dienstleistungswirtschaft nun weitere Perspektiven geben, wie sie nachhaltig aus dieser Krise kommen und dabei wichtige Weichen für die Zukunft stellen kann. Dienstleistungsunternehmen wie Werbeagenturen oder IT-Dienstleister, aber genauso der öffentliche Dienstleistungssektor, sind ein wichtiger Wachstumstreiber im Land.“ Wirtschaft und Politik müssten es deshalb gemeinsam schaffen, dass die Dienstleistungsbranche als innovatives Zugpferd auch in Zukunft dazu beitragen könne, den wirtschaftlichen Erfolg und den Wohlstand „Made in BW“ zu erhalten. „Dieses Ziel gehen wir mit den Maßnahmen in dem Positionspapier gemeinsam an“, so die Ministerin.

Neben schnellen Maßnahmen wie z. B. digitale Informations- und Schulungsangebote zu Smart Services, einem Ideenwettbewerb für neue digitale Dienstleistungen und zwölf Modellprojekte zur Verzahnung von Dienstleistern und Forschungsunternehmen soll auch eine nachhaltige Dienstleistungsoffensive für das Land angestoßen werden.

„Im Gegensatz zu früheren Wirtschaftskrisen kündigte sich die Corona-Krise nicht über einen längeren Zeitraum an, sondern kam nahezu unvermittelt. Die Unternehmen hatten keinen zeitlichen Vorlauf, sich darauf einzustellen, sondern es erfolgte mehr oder weniger eine Vollbremsung des laufenden Geschäfts“, schilderte Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK) und selbst im Dienstleistungsbereich sehr erfolgreich, die Pandemie-Situation der Unternehmen. Obwohl viele Branchen ihr Geschäft wieder geöffnet hätten und ihre Kunden betreuen könnten, stünden sie durch weiter bestehende Corona-Anforderungen und Auflagen vor großen Herausforderungen. Dies gelte vor allem für die große Gruppe der Verbraucher- und personennahen Dienstleistungen. Genauso für viele weitere Dienstleistungen, bei denen die direkte Kommunikation mit Kunden eine große Rolle spiele. Wo die Sperren für gewisse Angebote bis in den Herbst verlängert worden seien, stünden Betriebe vor existenziellen Bedrohungen, so die IHK-Organisation.

Um ihre Kunden auch in Krisenzeiten gut erreichen und effektiv unterstützen zu können, sei eine zügige Digitalisierung der bestehenden Dienstleistungen notwendig, so Ministerin Hoffmeister-Kraut. „Gleichzeitig müssen wir den Unternehmen dabei helfen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und neue Leistungsangebote am Markt zu etablieren.“ Das Wirtschaftsministerium habe daher seine Maßnahmen zur Unterstützung der Unternehmen in der Dienstleistungswirtschaft über das ‘Kompetenzzentrum Smart Services‘ mit jeweils 800.000 Euro in den Jahren 2020 und 2021 nochmals deutlich verstärkt.

„Quasi als Sofortmaßnahme kann die Digitalisierung bisher im persönlichen Kontakt vertriebener wie betriebener Dienstleistungen ein wichtiger Stabilisator und Treiber des eigenen Geschäfts sein. Diese Dienste sollten schrittweise, beispielsweise in Form von Webinaren, digitalen Kundengesprächen und interaktiven Trainings, in digitale Form gebracht werden“, so Wolfgang Grenke. „Konkrete Einzelmaßnahmen, welche die baden-württembergische IHK-Organisation im Rahmen der ‘Innovationsoffensive für Dienstleistungen‘ vorschlage, seien die noch stärkere Ausweitung der Digitalisierungsprämie, die Erstellung eines Dienstleistungsatlasses mit Förderangeboten, Modellprojekte zur Vernetzung von Dienstleistern und Forschungseinrichtungen wie auch die verstärkte digitale Weiterbildung“, betonte Grenke.
 

Strategie- und Positionspapier „Mit Dienstleistungen durch die Krise – Initiative zur Förderung von Digitalisierung und Innovation“

Das Strategie- und Positionspapier für eine Innovationsoffensive für Dienstleistungen umfasst vier Maßnahmenpakete:

  • Verstärkung des Wissenstransfers: Insbesondere kleine und mittlere Dienst-leister benötigen methodisches Wissen und Strategien, wie sich mit Hilfe von Digitalisierung, Geschäftsmodellinnovationen und neuen Dienstleistungsangeboten die Auswirkungen der Krise abmildern lassen und ein Neustart gelingen kann. Einen ersten Einstieg hierzu bieten bereits bestehende Webinare des „Kompetenzzentrums Smart Services“. Konkret geht es darum, Potenziale für Smart Services zu identifizieren, Smart Services systematisch zu entwickeln sowie Geschäftsmodelle für Smart Services zu gestalten. Darüber hinaus sollen nun digitale Informations- und Schulungsangebote und krisenspezifische Weiterbildungsmöglichkeiten ausgebaut werden. Ergänzend dazu sollen Multiplikatoren wie etwa Innovationsscouts und Dienstleistungsberater gefördert werden, die vor Ort in die Betriebe gehen und die Umsetzung neuer digitaler Lösungen vorantreiben.
  • Ideenwettbewerb „Smart Services“: In dem im Herbst startenden Ideenwettbewerb werden baden-württembergische Unternehmen ausgezeichnet, die erfolgreich Ideen für neue digitale Dienstleistungen in die Praxis umgesetzt haben. Durch den branchenübergreifenden Ideenwettbewerb lässt sich zum einen die Sensibilisierung unterschiedlicher Stakeholder erreichen und – durch die breite Einbindung von begleitenden PR-Maßnahmen – die öffentliche Aufmerksamkeit für digital unterstützte Dienstleistungen steigern. Zum anderen werden Unternehmen ermutigt, ebenfalls in die Digitalisierung ihres Geschäfts zu investieren und neue Smart Services zu entwickeln.
  • Erlebnisräume für digitale Dienstleistungen: Die Überzeugung für den Ein-satz neuer digitaler Technologien gelingt am besten, wenn Unternehmer diese selbst erleben und ausprobieren können. In den so genannten „Erlebnisräumen“ des „Kompetenzzentrums Smart Services“ können Unternehmen nach einer Corona-Pause jetzt wieder in Stuttgart und Furtwangen live erfahren, wie etwa Künstliche Intelligenz, Virtual Reality, Smart Glasses und weitere Technologien die Basis für neue Dienstleistungsangebote bilden. Solche Aktivitäten sind weiter zu forcieren. Insbesondere müssen Exponate mobil sein und flächendeckend bei Veranstaltungen im Land eingesetzt werden können.
  • Modellprojekte zur Vernetzung von Dienstleistern und Forschungseinrichtungen: Innovationen bedeuten gerade für kleine und mittlere Unternehmen, laufend das eigene Geschäftsmodell zu prüfen und auf neue Entwicklungen anzupassen. Der Austausch zwischen Forschung und Unternehmen muss in beide Richtungen intensiviert werden. Im Fokus steht die praxisnahe Anwendung von Forschung und das Feedback aus den Betrieben in die Hochschulwelt. Diese Verzahnung sollte in einem ersten Schritt über das „Kompetenzzentrum Smart Services“ für zwölf Modellprojekte unterstützt werden.


Smart Services

Smart Services sind moderne, digital unterstützte Dienstleistungen. Diese nutzen insbesondere das zunehmende Datenaufkommen sowie digitale Vertriebs- und Lieferkanäle (z. B. Plattformen, Apps), um einen zusätzlichen Mehrwert für Kunden zu schaffen. Beispiele für Smart Services sind etwa das Online-Tracking von Bestellungen und Lieferfahrzeugen, Video-Sprechstunden und Video-Diagnosen bei Ärzten sowie die datenbasierte Optimierung von Reparaturen und Wartungen bei Maschinen und Anlagen.

Das vollständige Papier finden Sie hier und unter www.bw.ihk.de/medien/publikationen.

Quelle:  Pressemeldung des Wirtschaftsministerium (externer Link)

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Presse Unterstützung Hotel- und Gastgewerbe Handel & Logistik Dienstleister Produzierendes Handwerk Produzierendes Gewerbe Standards Infrastruktur Orientierung
news-534 Tue, 01 Sep 2020 12:47:16 +0200 Wirtschaftsministerium startet Start-up BW Podcast für Gründerinnen und Gründer https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-startet-start-up-bw-podcast-fuer-gruenderinnen-und-gruender/ Wer kann mir beim Gründen meines Unternehmens helfen und mich beraten? Welche Förderangebote gibt es? Diese und weitere Fragen beantwortet ab sofort der neue Start-up BW Podcast des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg. Er richtet sich an Gründungswillige, Gründerinnen und Gründer und an alle, die sich für das Start-up Land Baden-Württemberg und seine Start-up BW Community interessieren. „Im Start-up BW Podcast geben wir einen lebendigen Einblick in die Gründungs- und Start-up-Szene Baden-Württembergs. Wir sprechen mit Partnern unseres Netzwerks und informieren über die vielfältigen Unterstützungsangebote und Fördermaßnahmen im Land“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zum Start des Podcast. „Frühzeitige Beratung und umfassende Informationen helfen Gründerinnen und Gründern dabei, ihre Ideen erfolgreich voranzubringen.“ Auch Gründerinnen und Gründer, die den Schritt in die unternehmerische Selbständigkeit bereits gewagt haben, sollen zu Wort kommen und von ihren Erfahrungen berichten. „Der Podcast macht nicht nur Lust aufs Gründen, sondern stellt auch unsere zahlreichen Anlaufstellen und Initiativen vor. Wir haben zum Beispiel mit unseren Acceleratoren und Inkubatoren ganz hervorragende branchenspezifische Olympia-Stützpunkte für Start-ups, die sie umfassend betreuen und Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung von Geschäftsmodellen bieten. Es gibt also keinen Grund, uns hinter Metropolen wie Berlin oder Hamburg zu verstecken“, erklärte Hoffmeister-Kraut.

Die ersten drei Folgen von „Start-up BW – Der Podcast“ sind ab sofort auf der Website von Start-up BW und in Kürze bei allen gängigen Podcast-Anbietern verfügbar. In den ersten Folgen des Podcast sprechen die beiden Moderatoren Steffi Knebel und Matz Kastning, die selbst erfolgreich in Baden-Württemberg gegründet haben, mit Expertinnen und Experten zu den Themen Gründungsberatung, Förderung durch Städte und Kommunen und über die Start-up BW Acceleratoren.

Weitere Informationen zum Podcast unter: www.startupbw.de/podcast
 

Die Landeskampagne Start-up BW

Unter der Dachmarke Start-up BW bündelt die Landesregierung Baden-Württemberg seit 2017 ihre Fördermaßnahmen für Start-ups, Gründerinnen und Gründer.

Start-up BW umfasst ein breites Leistungsspektrum aus Finanzierungshilfen, Wettbewerbsformaten und zielgruppenspezifischen Initiativen, bewährten Förderprogrammen, sowie neuen Förderansätzen und Modellvorhaben.

Ziel ist es, Baden-Württemberg als Start-up Standort national und international sichtbar und attraktiv zu machen.

Weitere Informationen unter: www.startupbw.de

Quelle: Wirtschaftsministerium (externe Seite)

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Presse Unterstützung Kultur- und Kreativwirtschaft Hotel- und Gastgewerbe Handel & Logistik IT-Wirtschaft Dienstleister Produzierendes Handwerk Produzierendes Gewerbe Recht Technologietrends Orientierung
news-532 Wed, 19 Aug 2020 12:05:31 +0200 Wirtschaftsministerium BW fördert den Aufbau eines „Kompetenzzentrums für KI-Engineering“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-bw-foerdert-den-aufbau-eines-kompetenzzentrums-fuer-ki-engineering/ Das Wirtschaftsministerium fördert den Aufbau eines Kompetenzzentrums für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Ingenieurwesen. Im Fokus des Kompetenzzentrums stehen die beiden Anwendungsfelder „Industrielle Produktion“ und „Mobilität“. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert den Aufbau eines neuen „Kompetenzzentrums für KI-Engineering“ in Karlsruhe mit insgesamt drei Millionen Euro. „Baden-Württemberg und ganz besonders der Standort Karlsruhe steht für exzellentes Know-how in den Ingenieurwissenschaften und auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Mit dem Kompetenzzentrum wollen wir diese Stärken gezielt bündeln und für die Wirtschaft nutzbar machen“, sagte Katrin Schütz, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, am 18. August in Stuttgart. Das Vorhaben beginnt bereits in diesem Monat und soll bis Ende 2021 abgeschlossen sein. „Das Kompetenzzentrum KI-Engineering soll dazu beitragen, den Einsatz von Künstlicher Intelligenz speziell im Ingenieurwesen sicherer, einfacher und flexibler zu machen. Unsere zahlreichen mittelständischen Unternehmen im Land haben ein großes Ingenieurs-Know-how, aber bisher in vielen Fällen nur begrenzte KI-Kompetenzen. Gerade für diese Betriebe kann das neue Zentrum eine wichtige Unterstützung sein“, so die Staatssekretärin. Künstliche Intelligenz werde die Produktion und die Mobilität von morgen maßgeblich prägen. „Es ist wichtig, dass unsere Unternehmen bei dieser Entwicklung ganz vorne mit dabei sind. Mit dem Kompetenzzentrum für KI-Engineering wollen wir sie dabei unterstützen und dazu beitragen, die traditionelle Stärke unserer Wirtschaft bei hochwertigen Ingenieurstätigkeiten weiterzuentwickeln und zukunftsfest zu machen“, so Schütz.

Eine große Herausforderung für Ingenieure ist beispielsweise, dass das Betriebsverhalten von lernenden Systemen – anders als bei konventionellen, nicht-lernenden Systemen – nur eingeschränkt vorhersagbar ist. Daraus resultieren zahlreiche konkrete Fragestellungen, etwa hinsichtlich der Sicherheit und Zertifizierung von Systemen, in denen KI-Methoden zum Einsatz kommen. Dies gilt besonders für potentiell gefährliche Einsatzgebiete, etwa in Chemieanlagen oder autonomen Fahrzeugen und Robotern.

Weitere Informationen

In dem Kompetenzzentrum sollen die drei großen Karlsruher Forschungseinrichtungen – das Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB als Konsortialführer sowie das FZI Forschungszentrum Informatik und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) – ihre Kräfte bündeln, um in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus dem Land Hürden zu überwinden, die einem verbreiteten Einsatz von KI-Methoden im Ingenieurwesen bisher entgegenstehen. Im Fokus des Kompetenzzentrums stehen die beiden Anwendungsfelder „Industrielle Produktion“ und „Mobilität“.

Im Rahmen des Projekts soll ein systematischer Lösungsansatz – das sogenannte „KI-Engineering“ – erarbeitet werden. KI-Engineering soll die bewährten ingenieurtechnischen Herangehensweisen ergänzen und Ingenieuren Verfahren und Software-Werkzeuge an die Hand geben, mit denen sie KI-Technologien methodisch, effizient und planbar zum Einsatz bringen können.

Diese Verfahren und Software-Werkzeuge sollen auch anhand von konkreten Fragestellungen aus der Praxis entwickelt und erprobt werden, die Unternehmen beim Kompetenzzentrum vorschlagen können. Über eine Beratungsstelle sowie spezielle Schulungsangebote sollen die Forschungsergebnisse des Kompetenzzentrums zudem allen Unternehmen in Baden-Württemberg zugänglich gemacht werden.

Quelle: Wirtschaftsministerium (externe Seite)

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Presse Produktentstehung Künstliche Intelligenz
news-531 Thu, 13 Aug 2020 17:00:00 +0200 Wirtschaftsministerium fördert die digitale Qualifizierung im Gastgewerbe mit rund 623.000 Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-die-digitale-qualifizierung-im-gastgewerbe-mit-rund-623000-euro/ Das Wirtschaftsministerium fördert die digitale Qualifizierung im Gastgewerbe mit 623.300 Euro. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat den Zuwendungsbescheid heute (13. August) in Stuttgart an den Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands DEHOGA Baden-Württemberg e. V. und Geschäftsführer der DEHOGA Akademie, Herrn Jürgen Kirchherr, übergeben. Mit dem Projekt soll unter anderem das Online-Weiterbildungsangebot der DEHOGA Akademie ausgebaut werden. „Die Corona-Krise hat gezeigt, dass die digitale Weiterbildung noch mehr vorangetrieben werden muss. Lebenslanges Lernen wird immer wichtiger. Wir wollen mit dem Projekt das Online-Qualifizierungsangebot im Gastgewerbe in Zeiten von Corona ausbauen und den Zugang zu Weiterbildungen erleichtern“, erklärte Ministerin Hoffmeister-Kraut. „Ich freue mich, dass der DEHOGA mit diesem Projekt den Wandel im Gastgewerbe aktiv mitgestaltet. In dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit ist das ein wichtiges Signal.“

Neben der Modernisierung und Neuentwicklung von Schulungsmaßnahmen werden durch das Projekt neue und innovative Methoden im Bildungsmanagement und der Weiterbildungsberatung eingeführt. Diese neuen Technologien und Anwendungen sollen zu einer höheren Akzeptanz digitaler Medien in den Betrieben führen und Lerninhalte häufiger und schneller in die praktische Anwendung bringen. Zusätzlich wird es eine umfassende Beratung und Betreuung für Betriebe des Gastgewerbes geben.

Das Wirtschaftsministerium fördert das Projekt im Rahmen der „Qualifizierungsoffensive digitale Kompetenzen“ mit Mitteln der Digitalisierungsstrategie des Landes „digital@bw“.

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Presse Baden-Württemberg Hotel- und Gastgewerbe 100%
news-530 Thu, 13 Aug 2020 08:30:46 +0200 Künstliche Intelligenz als Schlüsseltechnologie in der Gesundheitswirtschaft https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/kuenstliche-intelligenz-als-schluesseltechnologie-in-der-gesundheitswirtschaft/ Im Rahmen ihrer Sommerreise hat Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut Einrichtungen in den Bereichen Gesundheitswirtschaft und Künstliche Intelligenz besucht. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat ihre diesjährige Sommerreise fortgesetzt. Unter dem Titel „Einsatz und Nutzen der Schlüsseltechnologie KI in der Gesundheitswirtschaft – eine Zukunftsbranche für Baden-Württemberg“ besuchte die Ministerin die Universitätsmedizin Mannheim sowie die Fraunhofer Projektgruppe Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie (PAMB) zum Thema „Künstliche Intelligenz (KI) in der Krebsdiagnostik“. Außerdem standen Besuche beim Unternehmen Roche Diagnostics GmbH und dem BioRN Life Science Cluster Rhine-Neckar in Heidelberg auf dem Programm.

„Künstliche Intelligenz ist ein enormer Innovationsbeschleuniger. Dieses Potential müssen wir zum Wohle der Patientinnen und Patienten auch für die Gesundheitswirtschaft in Baden-Württemberg optimal nutzen“, sagte Hoffmeister-Kraut. Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiges Gesundheitssystem sei. „Unser Land ist hier gut aufgestellt. Aber wir können uns darauf nicht ausruhen, sondern müssen uns ständig weiterentwickeln“, betonte die Ministerin. Neben den Leitbranchen Maschinenbau und Automobilindustrie entwickeln sich Gesundheitsindustrie und die Gesundheitsdienstleistungen zunehmend zu einem entscheidenden Wachstumstreiber und Jobmotor.

Aufbau eines Innovationspark KI

„Im Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg fördern wir Innovationen und Partnerschaften, mit dem Ziel, neue Technologien noch schneller zum Erfolg zu bringen“, so Hoffmeister-Kraut weiter. Insbesondere im Gesundheitswesen finden sich vielfältige Anwendungen für die Schlüsseltechnologie KI, beispielsweise bei der Diagnostik, Forschung in der Pharmazie oder der Optimierung medizinischer Produkte. „Die Potentiale von KI sind enorm: Nicht nur bei der Suche nach einem Impfstoff gegen Covid19 bietet die Künstliche Intelligenz bereits vielversprechende Lösungsansätze“, so Hoffmeister-Kraut.

Um einen Ort zu schaffen, an dem innovative Ideen entwickelt und umgesetzt werden, prüft das Land aktuell den Aufbau eines großen Innovationspark KI in Baden-Württemberg. „Wir müssen vor allem die Kommerzialisierung von Künstlicher Intelligenz entschlossen vorantreiben und dafür sorgen, dass aus exzellenter Forschung neue und durch KI verbesserte Produkte und Dienstleistungen ‘made in Baden-Württemberg‘ entstehen. Das gilt auch und gerade für die Gesundheitswirtschaft“, sagte die Ministerin. „Wir wollen in Zukunft zum einen Nutzer, zum anderen vor allem aber auch global bedeutender Lieferant von KI-basierten Produkten und Dienstleistungen sein. Das Interesse daran ist groß. Und wir müssen hier schnell sein. Der Innovationspark KI wäre das größte Innovationsprojekt mit öffentlicher Beteiligung in Baden-Württemberg seit Jahrzehnten“, hob Hoffmeister-Kraut hervor.

Besuch des Projekts „RESECT“ an der Universitätsmedizin Mannheim

Zunächst besuchte die Delegation die Universitätsmedizin Mannheim zum Themengebiet „KI in der Krebsdiagnostik“ und zum Projekt „RESECT“, das vom Wirtschaftsministerium gefördert wird. Künstliche Intelligenz soll hier eine hochpräzise Erkennung und Quantifizierung von Tumoren und eine optimierte Therapieplanung mittels einer wettbewerbsfähigen Softwarelösung ermöglichen. „Wir wollen die Stärke des Gesundheitsstandorts Baden-Württemberg weiter festigen und ausbauen, indem wir unsere zahlreichen starken und renommierten Forschungseinrichtungen möglichst optimal mit den Unternehmen verzahnen. Innovative Forschungsprojekte müssen möglichst zügig in marktfähige Produkte zum Nutzen unserer Patientinnen und Patienten umgesetzt werden“, so Hoffmeister-Kraut.

Besuch der Fraunhofer-Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie

Zweite Station war die Fraunhofer-Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie (PAMB) an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Die Projektgruppe wurde 2011 vom Wirtschaftsministerium und der Fraunhofer-Gesellschaft eingerichtet, um Automatisierungspotenziale in der Medizin und Biotechnologie zu erschließen. Sie ist die erste bekannte Einrichtung mit diesem Schwerpunkt. Das Ziel von PAMB ist der Transfer von Technologien und Produkten in die klinische Praxis/Anwendung. „Mit dem Projekt ANIMMED fördern wir im Rahmen des Forums Gesundheitsstandort BW am PAMB die Entwicklung der Methoden und die Gestaltung der erforderlichen Infrastruktur, um KI möglichst vielen Medizintechnikunternehmen in Baden-Württemberg für ihre Produkte und Dienstleistungen zugänglich zu machen“, so Hoffmeister-Kraut.

Die Ministerin übergab im Rahmen der Sommerreise außerdem die Urkunde des Qualitätslabels „Cluster-Exzellenz Baden-Württemberg“ an die Clusterinitiative „Medizintechnologie in Mannheim“. Die Clusterinitiative ist damit eine von aktuell neun Clusterorganisationen in Baden-Württemberg, die mit dem Qualitätslabel ausgezeichnet wurden. Landesweit gibt es insgesamt rund 110 regionale Cluster-Initiativen, landesweite Netzwerke und Landesagenturen. Gleichzeitig erhält die Clusterinitiative „Medizintechnologie in Mannheim“ das europaweit gültige „Cluster Management Excellence Label GOLD“, das mit Unterstützung der Europäischen Kommission entwickelt wurde. Beide Auszeichnungen wurden zunächst für zwei Jahre vergeben. „Mannheim und die Region bilden in Europa einen Hotspot in der Medizintechnologie. Dies liegt auch am professionellen Management der Cluster-Initiative Medizintechnologie Mannheim. Mit seinen rund 100 Mitgliedern gehört es zu den leistungsstärksten Clustermanagements in Baden-Württemberg“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Besuch der Roche Diagnostics GmbH

Dritte Station war das Unternehmen Roche Diagnostics GmbH. Der Standort in Mannheim trägt dazu bei, dass Diagnostika und Medikamente von Roche Patienten in aller Welt erreichen. Roche engagiert sich weltweit im Kampf gegen Covid19 und entwickelt diagnostische Lösungen in jeder Phase - von der akuten Infektion, über die diagnostische Betreuung erkrankter Patienten bis hin zum Nachweis einer durchgemachten Infektion. Investiert wird in die Erkennung der akuten Covid19-Infektion (PCR), Tests für die Behandlung des erkrankten Patienten, Tests zur Erkennung einer durchgemachten Infektion (Antikörpertests) sowie digitale Lösungen für ein entsprechendes Management in jeder Phase (CoViveApp). „Wir sind stolz darauf, dass der drittgrößte Standort von Roche weltweit hier im Hightech-Umfeld in Mannheim mit seinem dichten Netzwerk an Forschungsinstitutionen, Hochschulen und Biotechunternehmen in der Region verankert ist. Mit dem Pharmadialog und dem Forum Gesundheitsstandort gibt es bereits zwei etablierte Plattformen, in denen wir erfolgreich und eng zusammenarbeiten, um unseren Gesundheitsstandort nachhaltig zu stärken“, sagte die Ministerin.

Besuch der BioRN Life Science Cluster Rhine-Neckar

Abschließend besuchte die Delegation das „BioRN Life Science Cluster Rhine-Neckar“ im Business Development Center (BDC) in Heidelberg. Es ist eines der führenden deutschen Cluster der sogenannten roten Biotechnologie, das bereits 2008 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) als Spitzencluster „Zellbasierte & molekulare Medizin in der Metropolregion Rhein-Neckar“ sowie 2015 mit Gewinn des BMBF-Wettbewerbs zur Internationalisierung von Spitzenclustern ausgezeichnet wurde. Die Aktivitäten des Clusters fördern das Internationalisierungspotential vor allem von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start-ups und stärken auf diese Weise die Strahlkraft der gesamten Region. Vor Ort besuchte die Ministerin mit den Unternehmen „living brain“ und „HD Vision“ zwei innovative Start-ups. „Die beiden jungen und aufstrebenden Unternehmen sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Künstliche Intelligenz genutzt werden kann, um innovative Produkte bis zur Marktreife zu entwickeln“, so Hoffmeister-Kraut.

„Viele Herausforderungen im Gesundheitswesen konnten wir in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich angehen. Mit unserem Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg haben wir dazu ressortübergreifend und gemeinsam mit den wichtigsten Akteuren im Land eine optimal vernetzte Plattform geschaffen. Wir tun alles dafür, Baden-Württemberg als Gesundheitsstandort nachhaltig zu stärken – denn die Gesundheitswirtschaft ist eine der wichtigsten Zukunftsbranchen für unser Land“, so das Fazit der Wirtschaftsministerin.

Quelle: Staatsministerium (externe Seite)

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Presse Künstliche Intelligenz Orientierung
news-529 Wed, 12 Aug 2020 08:38:07 +0200 Baden-Württemberg eröffnet Wirtschaftsrepräsentanz in Israel https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/baden-wuerttemberg-eroeffnet-wirtschaftsrepraesentanz-in-israel/ Als strategisch wichtiger Zielmarkt wird ab Oktober dieses Jahres eine Wirtschaftsrepräsentanz Baden-Württembergs in Israel eingerichtet. Ziel ist es, insbesondere mittelständische Unternehmen mit Informationen aus erster Hand, Expertenerfahrung vor Ort und hoher Lösungskompetenz beim Markteintritt zu unterstützen. Gleichzeitig soll die Wirtschaftsrepräsentanz das Standortmarketing des Landes und die Gewinnung potentieller Ansiedlungskandidaten befördern. „Israel nimmt in Sachen Digitalisierung und Entwicklung fortschrittlicher Technologien eine weltweite Vorreiterrolle ein. Tel Aviv gilt als eine der innovativsten Start-up-Regionen der Welt. Als ein weltweit führender Hightech-Standort, kann Israel der baden-württembergischen Wirtschaft wichtige Impulse geben“, erklärte Wirtschaft- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (11. August) in Stuttgart. Die Wirtschaftsrepräsentanz solle deshalb nicht nur Unternehmen als Kontaktstelle zur Verfügung stehen, sondern auch Trend- und Innovationsscouting in Israel betreiben und den Transfer in die baden-württembergische Wirtschaft und die angewandte Forschung sowie in die Vernetzung mit Entscheidern in beiden Ländern befördern, erläuterte die Ministerin.

Die Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg wird mit einem Repräsentanten und einem Innovationsscout an der Auslandshandelskammer in Tel Aviv vertreten sein. Sie haben den Auftrag, neue Geschäftsmodelle zu identifizieren, Kooperationspartner zu suchen und Netzwerke in einer der innovativsten Technologieregionen der Welt zu knüpfen. Fokusthemen der Wirtschaftsrepräsentanz sind insbesondere die Schlüsseltechnologien Digitalisierung, Industrie 4.0 und Künstliche Intelligenz. Für den baden-württembergischen Mittelstand bieten Synergien insbesondere mit israelischen Start-ups einen großen Mehrwert.

Partner in der Zusammenarbeit des Wirtschaftsministeriums mit der AHK Israel ist der Zukunftsfonds Heilbronn (ZFHN) mit etablierten Wirtschaftskontakten in die israelische Gründer- und Technologieszene und besonderer Expertise in Schlüsseltechnologiefeldern der Industrie 4.0.

„Wir sind als Zukunftsfonds Heilbronn seit vielen Jahren in Israel unterwegs, pflegen intensive Kontakte zu Entrepreneuren, Hochschulen und Technologie-Hotspots. Mit Inspekto haben wir ein technologisch extrem starkes Unternehmen im Bereich Künstlicher Intelligenz/ IOT im Portfolio, das inzwischen auch einen Sitz in Heilbronn hat. Ich bin der Meinung, dass eine weitere Vernetzung des einzigartigen israelischen Start-up-Systems und Baden-Württemberg als Region der Weltmarktführer ein großes Synergiepotenzial bietet. Es freut mich sehr, dass der Zukunftsfonds Heilbronn als Partner des Baden-Württembergischen Wirtschaftsministeriums signifikant dazu beitragen kann, die bereits bestehenden hervorragenden Kontakte unseres innovativen Bundeslandes zu Israel weiter zu intensivieren und nachhaltig zu professionalisieren“, erklärte Thomas Villinger, Geschäftsführer des zfhn Zukunftsfonds Heilbronn.

Michel Weinberg, der baden-württembergische Wirtschaftsrepräsentant an der AHK Israel, sagte: „Die AHK Israel freut sich, mit Baden-Württemberg das Powerhouse deutscher Industrie, Technologie und des Mittelstands in Israel vertreten zu dürfen. Die Zusammenführung israelischer und baden-württembergischer Innovationskraft und die Kooperation zwischen Jordan und Neckar verspricht eine klare Win-Win-Situation.“

Quelle: Wirtschaftsministerium (externe Seite)

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Presse Technologietrends Lebenslanges Lernen Zukunft der Arbeit
news-528 Tue, 11 Aug 2020 11:57:06 +0200 Wirtschaftsministerin zeichnet erstmals „KI-Champions Baden-Württemberg“ aus https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerin-zeichnet-erstmals-ki-champions-baden-wuerttemberg-aus/ Im Rahmen einer virtuellen Preisverleihung hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (11. August) erstmals insgesamt neun Gewinner des Wettbewerbs „KI-Champions Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. „Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie der Zukunft und für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg von essentieller Bedeutung. Zahlreiche Unternehmen im Land setzen KI-Lösungen bereits äußerst vielversprechend und erfolgreich um. Mit dem Wettbewerb stellen wir diese Beispiele vor und stärken auf diese Weise weiter das KI-Ökosystem im Land“, so Hoffmeister-Kraut anlässlich der Preisverleihung. „Die beeindruckende Resonanz auf den Wettbewerb zeigt einmal mehr das enorme Potential unserer Unternehmen in Baden-Württemberg. Wir müssen aber noch besser darin werden, Forschungsergebnisse schnell und erfolgreich in die Umsetzung und auf den Markt zu bringen“, so die Ministerin weiter. Den vielen hochinnovativen Unternehmen und Start-ups im Land komme dabei eine Schlüsselrolle zu. „Baden-Württemberg ist ein starker KI-Standort und treibende Kraft im Feld der Zukunftstechnologien.“

Im Rahmenprogramm der virtuellen Preisverleihung war Professor Toby Walsh, australischer KI-Experte und Autor, als Keynote Speaker live zugeschaltet. Ebenso waren live dabei Professor Dr. Alexander von Erdély, CEO des Immobilienunternehmens CBRE, das derzeit im Auftrag des Wirtschaftsministeriums die Machbarkeitsstudie für einen Innovationspark KI BW erarbeitet und Vanessa Cann, Geschäftsführerin beim KI-Bundesverband e. V. und Mentorin bei Woman in AI. Den künstlerischen Rahmen der Veranstaltung bildeten Jeroen van der Most aus den Niederlanden sowie Dr. Johannes Stelzer, Mitglied der Medienkünstlergruppe Lunar Ring, die jeweils auf ihre kreative Art Kunst und KI verbinden. Moderiert wurde die Preisverleihung von Andrea Thilo, Trägerin des Deutschen Filmpreises. Mit über 600 registrierten Gästen war die Preisverleihung eine der großen virtuellen KI-Veranstaltungen in Deutschland.

Der Wettbewerb ist Teil des „Aktionsprogramms KI für den Mittelstand“ des Wirtschaftsministeriums. Er wurde zu Beginn des Jahres erstmals ausgeschrieben und richtet sich an Unternehmen und wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg. Aus über 40 Bewerbungen wurden neun Preisträger ausgewählt. Die Verleihung der „KI-Champions Baden-Württemberg“ erfolgte in drei Kategorien: Forschungseinrichtungen, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bis 500 Beschäftigte sowie große Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten.

Bilder der Veranstaltung finden Sie hier.
Die Aufzeichung der Veranstaltung finden Sie hier.


Die neun Preisträger sind (in alphabetischer Reihenfolge je Kategorie):

Kategorie Forschungseinrichtungen

  • Forschungszentrum Informatik (FZI) aus Karlsruhe mit der KI-Lösung „Apache StreamPipes“. Sie hilft, komplexe Datenanalysen zur Mustererkennung oder visuellen Qualitätskontrollen mittels KI in Echtzeit zu erstellen. Besonders in kleinen und mittleren Unternehmen werden auf diese Weise Fachanwender ohne technische Kenntnisse unterstützt und Fehler in der Entwicklung reduziert.

Kategorie Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten

  • EnBW Energie Baden-Württemberg AG (Karlsruhe) mit der KI-Lösung „Virtuelles Kraftwerk“ zur Erstellung präziser Erzeugungs- und Verbrauchsprognosen. Energiemengen können damit am Energiemarkt ausreichend bereitgestellt und wirtschaftlich optimal gehandelt werden.
  • FESTO SE & Co. KG (Esslingen) mit der KI-Lösung „Intelligente pneumatische Laufzeitüberwachung“, durch die pneumatische Antriebe intelligent überwacht werden. Auffälligkeiten werden frühzeitig erkannt, Instandhaltungen werden besser planbar und unvorhergesehene Stillstände vermieden. Dabei wird auf bestehende Sensordaten von Komponenten zurückgegriffen.
  • Trumpf GmbH + Co. KG (Ditzingen) kann mit der KI-Lösung „Sorting Guide“ als kamerabasiertes Assistenzsystem die Sortierung von Blechteilen vereinfachen. Die Teile werden farblich markiert und können einfach, schnell und fehlerfrei kommissioniert werden.

Kategorie Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten

  • Averbis GmbH (Freiburg) mit der KI-Lösung „Information Discovery“, mit deren Hilfe unstrukturierte Daten analysiert werden. Dabei werden Datenbestände inhaltlich erfasst und in strukturierte Suchmaschinen- und Datenbankformate überführt. Kognitive Arbeiten können entweder vollautomatisiert oder in hohem Grad teilautomatisiert werden, u. a. im Gesundheitssektor.
  • AX Semantics GmbH (Stuttgart) mit der KI-Lösung „AX NLG Cloud“, durch die Texte fürs digitale Zeitalter mittels KI generiert werden. Die Software ermöglicht es, Daten zu verstehen und automatisiert in 110 Sprachen aussagekräftige Texte zu erstellen.
  • Computomics GmbH (Tübingen) mit der KI-Lösung „xSeedScore“, die die effiziente und vorausschauende Züchtung von Pflanzen unterstützt. So können die Erträge von Agrarprodukten deutlich zuverlässiger unter Berücksichtigung von Faktoren wie Wetter, Klima, Boden, Anbau oder genetischen Informationen errechnet werden.
  • Spotsize JACQ. GmbH (Mannheim) mit der KI-Lösung „spotsize“. Die Smartphone-Anwendung vermisst Füße, erstellt einen digitalen, biometrischen Zwilling und findet auf dieser Basis die passende Schuhgröße. Das reduziert unter anderem Retouren im Online-Shopping als auch Verpackungsmaterial und CO2-Emissionen.
  • ThingsTHINKING GmbH (Karlsruhe) mit der KI-Lösung „semantha®“, die Textdokumente semantisch abgleicht. Unterschiede und Übereinstimmungen werden trotz unterschiedlicher Formulierungen auf Bedeutungsebene verglichen und erkannt und markiert. Damit können dokumentgetriebene Verarbeitungsprozesse deutlich beschleunigt werden.
     

Quelle: Wirtschaftsministerium (externe Seite)

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Presse Künstliche Intelligenz
news-527 Tue, 11 Aug 2020 10:06:19 +0200 Zukunftstechnologien für ein innovationsstarkes Land https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/zukunftstechnologien-fuer-ein-innovationsstarkes-land/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am 10. August 2020 ihre diesjährige Sommerreise fortgesetzt. Unter dem Titel „Baden-Württemberg als Europas Innovationsregion Nummer 1: So stellt sich das Land für die Zukunft auf“ besuchte die Ministerin den Bosch Forschungscampus in Renningen zum Themenfeld „Künstliche Intelligenz“, die ElringKlinger AG in Dettingen/Erms zum Thema „Brennstoffzellenentwicklung“ sowie das Institut für Quantentechnologien des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) in Ulm zu „Quantentechnologien“. „Innovation ist der Schlüssel für unsere Zukunft. Baden-Württemberg muss auch in Zukunft zu den führendsten Innovationsregionen Europas zählen. Nur wenn wir massiv in Zukunftstechnologien investieren, können wir unsere Spitzenposition halten. Unser Fokus liegt hier klar auf Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz, Wasserstoff, Brennstoffzellen sowie der Quantentechnologie“, sagte Hoffmeister-Kraut. „Künstliche Intelligenz ist der zentrale Treiber für Innovation und Wachstum und soll bis zum Jahr 2030 rund 13 Billionen Dollar zur Weltwirtschaftsleistung beitragen. Ein großer Teil dieser zukünftigen Wertschöpfung muss in Baden-Württemberg entstehen. Dafür müssen wir vor allem die Kommerzialisierung von Künstlicher Intelligenz entschlossen vorantreiben und dafür sorgen, dass aus exzellenter Forschung neue und durch KI verbesserte Produkte und Dienstleistungen ‘made in Baden-Württemberg‘ entstehen“, so die Ministerin. „Mit unserem KI-Fortschrittszentrum im Cyber Valley, einem großen Innovationswettbewerb und dem Aufbau von 19 regionalen KI-Labs im ganzen Land haben wir bereits vieles auf den Weg gebracht, um die enormen Wertschöpfungschancen zu nutzen. Außerdem planen wir einen großen Innovationspark KI in Baden-Württemberg, mit dem wir unser Land nachhaltig als Standort für KI-Wertschöpfung stärken und einen Ort schaffen wollen, an dem neue Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Das Interesse daran ist groß. Und wir brauchen hier enormes Tempo. Der Innovationspark KI wäre das größte Innovationsprojekt mit öffentlicher Beteiligung in Baden-Württemberg seit Jahrzehnten.“

Neben der Batterietechnik als Möglichkeit der Energiespeicherung nehmen auch klimaneutral erzeugter Wasserstoff und Brennstoffzellen in einer zukunftsfähigen Energieversorgung eine zentrale Rolle ein. „Diese Energieträger sind die Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Wasserstoff und Brennstoffzellen bieten ein enormes Potenzial zur CO2-Reduzierung im Verkehr und für die nationale Wertschöpfung. Wir müssen die vorhandenen Kompetenzen im Land weiter stärken“, erklärte Hoffmeister-Kraut. Auch von Quantentechnologien könnten Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft in Zukunft massiv profitieren. „Quantencomputer sind um ein Vielfaches leistungsfähiger als herkömmliche Computer. Das spart Geld und Zeit – ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, den wir nutzen müssen“, so die Ministerin. Mit den Neugründungen des DLR-Instituts für Quantentechnologien in Ulm und des Kompetenzzentrums für Quantencomputing der Fraunhofer-Gesellschaft schaffe man wichtige Transferbrücken zwischen Forschung und Wirtschaft. „Wir investieren allein in das Kompetenzzentrum bis zu 40 Millionen Euro, und damit auch in den europaweit ersten Aufbau des derzeit leistungsfähigsten Quantencomputers – hier bei uns in Baden-Württemberg. Wir wollen bei der Wertschöpfung mit Quantentechnologien künftig ganz vorne mitspielen.“

Zunächst besuchte die Delegation das Bosch Center for Artificial Intelligence (BCAI) auf dem Bosch-Campus für Forschung und Vorausentwicklung in Renningen. Das BCAI wurde im Jahr 2017 gegründet und beschäftigt heute an diesem und weiteren Standorten weltweit rund 200 Mitarbeiter. Hauptaufgabe des BCAI ist es, an modernsten Technologien der Künstlichen Intelligenz zu forschen und diese im gesamten Konzern zur Anwendung zu bringen. Bosch will zu einem weltweit führenden Anbieter von intelligenten Produkten und Dienstleistungen im Internet der Dinge werden. Dabei setzt das Unternehmen auch auf eine enge Zusammenarbeit mit der akademischen Spitzenforschung, u. a. als einer von sieben Industriepartnern des Cyber Valley, Europas größter Forschungskooperation auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz mit Sitz in der Region Stuttgart – Tübingen. „Der Besuch bei Bosch hat für mich einmal mehr bestätigt: Europa ist im globalen Wettlauf bei Zukunftstechnologien wie der Künstlichen Intelligenz keineswegs abgeschlagen. Ganz im Gegenteil: Das Beispiel Bosch zeigt, wie Firmen durch schnelles und entschlossenes Handeln die Chancen der Digitalisierung nutzen können, um sich erfolgreich im internationalen Wettbewerb zu behaupten – in alten und in neuen Geschäftsfeldern. Das werden wir als Landesregierung weiter tatkräftig mit unserer Digitalisierungsstrategie unterstützen“, so Hoffmeister-Kraut.

Zweite Station war die ElringKlinger AG am Hauptsitz in Dettingen/Erms. Als weltweit aufgestellter, unabhängiger Zulieferer kann die ElringKlinger-Gruppe auf eine über 140-jährige Unternehmensgeschichte zurückblicken und ist ein wichtiger Partner der Automobilindustrie, der für die verschiedenen Antriebstechnologien vom Verbrennungsmotor, dem Hybrid-Antriebsstrang über die Batterie bis hin zur Brennstoffzelle innovative Produktlösungen anbietet. Weiter stellt ElringKlinger Leichtbaukonzepte bereit, welche das Fahrzeuggewicht maßgeblich reduzieren. Dadurch werden die Energieverbräuche und der CO2-Ausstoß verringert bzw. bei Elektrofahrzeugen die Reichweite erhöht. Die Unternehmensgruppe beschäftigt insgesamt über 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 45 Standorten weltweit. „Der Übergang zur Elektromobilität wird bei der Transformation der Automobilwirtschaft eine entscheidende Rolle spielen. Die ElringKlinger-Gruppe ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie dieser Prozess gelingen kann. Mit zukunftsweisender Batterie- und Brennstoffzellentechnologie sowie elektrischen Antriebseinheiten hat sich ElringKlinger frühzeitig als Spezialist und Zulieferer für Elektromobilität positioniert. Die steigende Nachfrage nach diesen Lösungen zeigt, dass das Unternehmen bereits heute erfolgreich an der Weiterentwicklung der eigenen Geschäftsmodelle arbeitet“, so Hoffmeister-Kraut.

Dritte und letzte Station war das DLR-Institut für Quantentechnologien in Ulm. Ziel des DLR-Instituts für Quantentechnologien in Ulm ist es, Präzisionsinstrumente für Raumfahrtanwendungen – wie die Satellitennavigation und -kommunikation – auf der Basis von Quantentechnologien zu entwickeln und in enger Zusammenarbeit mit der Industrie zur Prototypenreife zu bringen. Mittels Quantentechnologien können physikalische Messgrößen mit bis dato unerreichter Präzision erfasst werden, was nicht nur für Anwendungen im All, sondern auch auf der Erde eminent wichtig ist, beispielsweise für das autonome Fahren. Das Institut schlägt mit seinen anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten eine Brücke zwischen der Grundlagenforschung und der Industrie und wird daher auch eine enorme Hebelwirkung für innovative Anwendungen in weiteren Branchen entfalten. „Das DLR-Institut für Quantentechnologien ist eine wesentliche Säule im Rahmen unserer Landesstrategie, Quantentechnologien als äußerst aussichtsreiche Zukunftstechnologie in die Anwendung zu bringen. Das Institut unterstützt wirkungsvoll die Weiterentwicklung der Führungsrolle unserer Raumfahrtindustrie. Es leistet einen wichtigen Beitrag, um für quantenbasierte Hard- und Softwarelösungen neue industrielle Standbeine im Land entstehen zu lassen“, sagte die Ministerin.

„Für die Zukunft setzen wir klar auf Innovation. Ich bin mir sicher, dass sich unsere Investitionen in die Zukunftstechnologien in Baden-Württemberg lohnen werden. Mit der Förderung Künstlicher Intelligenz, klimaneutraler Energieträger und von Quantentechnologien legen wir den Grundstein für ein weiterhin innovationsstarkes Baden-Württemberg“, so das Fazit der Wirtschaftsministerin.

Fotos der Reise finden Sie hier.

Quelle: Wirtschaftsministierum (externe Seite)

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Presse Handel & Logistik IT-Wirtschaft Dienstleister Produzierendes Handwerk Künstliche Intelligenz Infrastruktur Technologietrends
news-524 Tue, 04 Aug 2020 08:28:01 +0200 13 Leuchtturmprojekte zur Industrie 4.0 im Land ausgezeichnet https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/13-leuchtturmprojekte-zur-industrie-40-im-land-ausgezeichnet/ Baden-Württemberg ist Vorreiter bei zukunftsweisenden Technologien, etwa bei der Künstlichen Intelligenz und der Umsetzung von innovativen Ideen für Industrie 4.0. Im Rahmen des Wettbewerbs „100 Orte für Industrie 4.0“ wurden nun 13 Unternehmen für besonders innovative Lösungen ausgezeichnet. Staatssekretärin Katrin Schütz hat per Videobotschaft die aktuellen Preisträger des Wettbewerbs „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. „Baden-Württemberg ist Vorreiter bei zukunftsweisenden Technologien wie der Künstlichen Intelligenz und der Umsetzung von innovativen Ideen für die Industrie der Zukunft. Mit der Auszeichnung wollen wir gerade kleine und mittlere Unternehmen motivieren, die realen Chancen durch Industrie 4.0 aktiv anzugehen“, sagte Schütz. Insgesamt wurden 13 Digitalisierungslösungen im Produktionsumfeld prämiert, die Unternehmen und Einrichtungen erfolgreich im Betriebsalltag umsetzen.

Anerkennung für Industrie 4.0-Pionieren

„Die Prämierung soll innovative Lösungen aus dem Land, die Mehrwerte schaffen, noch bekannter machen. Sie bietet Industrie 4.0-Pionieren die Chance zur Anerkennung ihrer Leistung und anderen Unternehmen eine breite Basis von Anwendungsfällen zur Inspiration“, so Schütz weiter. Mit dem aktuellen Themenfokus „Künstliche Intelligenz“ (KI) zeichnet der Wettbewerb Lösungen aus, die in der Unternehmenspraxis bereits Einzug gefunden haben. KI-basierte Technologien und Anwendungen bieten Unternehmen sowohl die Chance, neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, als auch entwickelte Lösungen in die eigenen Prozesse zu implementieren. In der aktuellen Prämierung werden aber auch Preisträger aus anderen Themenbereichen der Industrie 4.0 ausgezeichnet.

Die Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg sucht mit dem Wettbewerb nach innovativen Konzepten aus der Wirtschaft, die mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen erfolgreich sind. Die Expertenjury bewertet neben dem Innovationsgrad auch die konkrete Praxisrelevanz für Industrie 4.0.

Die Preisträger

Platz
*Lösungen zum Themenfokus KI

Unternehmen/Organisation Konzept Ort
1 KASTO Maschinenbau GmbH & Co. KG Intelligente Lagerverwaltung mit KASTOlogic Achern
2* Qymatix Solutions GmbH Künstliche Intelligenz für Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP) Karlsruhe
3* pragmatic industries GmbH Shopfloor Intelligence mit dem Digital Cockpit Kirchheim unter Teck
4* plusmeta GmbH Künstliche Intelligenz zur Erkennung von semantischen Strukturen Karlsruhe
5* thingsTHINKING GmbH Semantha macht Wissen greifbar Karlsruhe
6* ifm electronic GmbH KI-basierte Fertigungsplanung für die Leiterplattenbestückung Tettnang
7* ifm electronic GmbH KI-basiertes Pick-Control zur Mitarbeiterunterstützung Tettnang
8 AnalogButDigital GmbH Retrofit-Konnektierungslösung für Bearbeitungsmaschinen Weil am Rhein
9 FILLFLIX GmbH Digitale Echtzeit-Lösung für den vollautomatisierten Frachtverkehr Ellhofen
10 L-mobile solutions GmbH & Co. KG L-mobile Digital Factory Sulzbach an der Murr
11 L-mobile solutions GmbH & Co. KG L-mobile Digital Service Center Sulzbach an der Murr
12 IWT Wirtschaft und Technik GmbH Inklusion in der Industriellen Montage Friedrichshafen
13 MBO Postpress Solutions GmbH Mensch-Roboter-Kollaboration in der Druckweiterverarbeitung Oppenweiler

Die Auszeichnung

Mit der aktuellen Auszeichnung wurden in elf Prämierungsrunden bislang insgesamt 181 Unternehmen, Institute und andere Organisationen ausgezeichnet. Die prämierten Unternehmen erhalten eine Ehrenurkunde und eine Glasplakette, die am Unternehmensstandort angebracht werden kann. Zudem werden die Preisträger auf der Internetseite der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ präsentiert. Aufgrund des hohen Zuspruchs wird der 100 Orte-Wettbewerb mit Fokus auf einzelne Themenschwerpunkte fortgesetzt. Seit April 2019 sucht der Wettbewerb Lösungen aus dem Bereich der „Künstlichen Intelligenz“, da Lösungen zum Maschinellen Lernen erhebliche Auswirkungen auf den Fortschritt im Transformationsprozess der Industrie 4.0 haben.

Die Netzwerkinitiative „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ will Kompetenzen aus Produktionstechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnik bündeln, alle wesentlichen Akteure vernetzen und durch innovative Transferangebote den industriellen Mittelstand bei der Umsetzung der Industrie 4.0 begleiten. Die Koordinierungsstelle ist beim Landesverband Baden-Württemberg des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) angesiedelt. Die mehr als 50 Partnerorganisationen der Allianz – Unternehmen, Kammern, Verbände, Cluster, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Sozialpartner – streben an, Baden-Württemberg als weltweit führende Region für Industrie 4.0-Technologien auszubauen. Kleine und mittlere Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle und sollen von der Allianz profitieren.

Quelle: Staatsministerium

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Presse Produzierendes Handwerk Produzierendes Gewerbe Technologietrends
news-522 Tue, 21 Jul 2020 11:38:38 +0200 Wirtschaftsministerium startet KI-Innovationswettbewerb für mehr „KI made in BW“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-startet-ki-innovationswettbewerb-fuer-mehr-ki-made-in-bw/ Mit insgesamt 10 Millionen Euro fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert einen „KI-Innovationswettbewerb Baden-Württemberg“. „Künstliche Intelligenz bietet bereits heute enorme Wertschöpfungspotentiale in praktisch allen Bereichen unserer Wirtschaft. Mit dem Innovationswettbewerb fördern wir gezielt die Zusammenarbeit von Unternehmen mit Forschungseinrichtungen und beschleunigen Forschung und Entwicklung in den Unternehmen. Dies sind zwei entscheidende Ansatzpunkte, um KI-Innovationen aus Baden-Württemberg in Zukunft erfolgreich zu entwickeln und zu kommerzialisieren“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 21. Juli 2020 in Stuttgart. Im Rahmen des Innovationswettbewerbs sollen Forschung und Entwicklung zu Künstlicher Intelligenz im Mittelstand und der Technologietransfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft beschleunigt und verbessert werden. Damit knüpft das Wirtschaftsministerium an den erfolgreichen „Innovationswettbewerb KI für KMU“ aus dem Jahr 2019 an. „Der weltweite Innovationswettbewerb hat eine enorme Dynamik. Wir müssen unsere Unternehmen und Startups nach Kräften dabei unterstützen, mit innovativen KI-Produkten und Dienstleistungen noch schneller an den Markt zu kommen. Das ist ein entscheidender Faktor, damit Baden-Württemberg künftig nicht nur Anwender von KI-Lösungen anderer, sondern national und international ein herausragender Anbieter von KI sein wird“, so Hoffmeister-Kraut. 

„Die Bedarfe und Kompetenzen der Unternehmen sind im Bereich Künstliche Intelligenz sehr unterschiedlich ausgestaltet. Mit unserem Förderangebot können wir zum einen hochinnovative, etablierte und junge KI-Unternehmen bei der raschen Entwicklung marktfähiger KI-Produkte und Dienstleistungen fördern. Zum anderen unterstützen wir mittelständische Unternehmen dabei, eigene KI-Kompetenzen durch den Technologietransfer aus der Wissenschaft aufzubauen oder zu stärken“, so die Ministerin weiter.

Der KI-Innovationswettbewerb besteht aus zwei Förderaufrufen:

  •  „KI-Innovationswettbewerb BW für einzelbetriebliche Vorhaben: Entwicklung Künstlicher Intelligenz für neue Produkte und Dienstleistungen“ (Modellversuch)
  •  „KI-Innovationswettbewerb BW für Verbundforschungsprojekte: Wissens- und Technologietransfer stärken“

KI-Innovationswettbewerb BW für einzelbetriebliche Vorhaben

Der KI-Innovationswettbewerb für einzelbetriebliche Vorhaben wird erstmalig und als Modellversuch durchgeführt. Antragsteller können Unternehmen mit bis zu 500 Beschäftigten sein. Im Fokus stehen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die durch eine innovative (Weiter-)Entwicklung von KI die Marktreife von neuen bzw. erheblich verbesserten Produkten und Dienstleistungen beschleunigen. Antragsberichtigt sind Unternehmen. Kooperationsprojekte von mehreren Unternehmen oder Unternehmen und Forschungseinrichtungen sind nicht förderfähig.

KI-Innovationswettbewerb BW für Verbundforschungsprojekte

Der KI-Innovationswettbewerb für Verbundforschungsprojekte wurde 2019 erstmalig durchgeführt. Antragsteller können Forschungseinrichtungen sein, die für Projekte im vorwettbewerblichen Bereich mit mindestens zwei mittelständischen Unternehmen eine Kooperation eingehen. Mit gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben soll die Basis für neue und verbesserte KI-basierte Produkte und Dienstleistungen gelegt werden.

Weitere Informationen:

Die Antragsfrist für den Förderaufruf für einzelbetriebliche Vorhaben endet am 2. Oktober 2020, für den Förderaufruf für Verbundforschungsprojekte können bis zum 14. Oktober 2020 Anträge gestellt werden.

Die vollständigen Bewerbungsunterlagen zur Förderlinie 1 für einzelbetriebliche Vorhaben 

Die vollständigen Bewrbungsunterlagen zur Förderlinie 2 für Verbundforschungsprojekte

Das Maßnahmenpaket „Aktionsprogramm KI für den Mittelstand“ hat das Ziel, die KI-Wertschöpfung und KI-Anwendung im Mittelstand branchenübergreifend zu unterstützen. Der KI-Innovationswettbewerb BW ist Bestandteil dieses Aktionsprogramms. Weitere Maßnahmen des Aktionsprogramms sind unter anderem der Wettbewerb „KI-Champions BW“, die Machbarkeitsstudie für einen Innovationspark KI und die regionalen KI-Labs.

Weitere Informationen zum „Aktionsprogramm KI für den Mittelstand“

Quelle: Pressemeldung des Wirtschaftsministeriums (Externe Seite)

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Presse Künstliche Intelligenz
news-521 Mon, 20 Jul 2020 17:03:02 +0200 Wettbewerb „Start-up BW Elevator Pitch”: Siebte Wettbewerbsrunde wird ab Oktober 2020 fortgesetzt https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wettbewerb-start-up-bw-elevator-pitch-siebte-wettbewerbsrunde-wird-ab-oktober-2020-fortgesetzt/ Die siebte Wettbewerbsrunde des Landeswettbewerbs "Start-up BW Elevator Pitch" wird ab Oktober fortgesetzt. Gründerinnen, Gründer und Start-ups aus Baden-Württemberg können sich ab sofort wieder für die Teilnahme bewerben. Die Wettbewerbsrunde war wegen der Corona-Pandemie im März unterbrochen worden. „Gerade in der aktuellen Situation braucht Baden-Württemberg innovative und engagierte Existenzgründerinnen und -gründer, die die Zukunft unserer mittelständisch geprägten Wirtschaft mitgestalten. Mit dem ‚Start-up BW Elevator Pitch‘ bieten wir Gründungsinteressierten, Unternehmerinnen und Unternehmern eine Bühne für ihre Geschäftsideen und Unternehmen und fördern die Vielfalt unserer Gründungslandschaft. Ich freue mich, dass die Wettbewerbsrunde nun im Herbst unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln fortgesetzt werden kann“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (20. Juli). Das Besondere an dem Format sei, dass hier Gründungen mit etablierten Geschäftsmodellen gegen kreative Tüftler und innovative Start-ups antreten.

Vor der Corona-bedingten Unterbrechung des Landeswettbewerbs wurden im Zeitraum September 2019 bis Februar 2020 insgesamt sechs regionale Vorentscheide durchgeführt. Die sechs ausstehenden Regional Cups und das Landesfinale werden als digitale Veranstaltungen oder als Hybrid-Events im Oktober und November 2020 durchgeführt. Der erste Regional Cup nach der Unterbrechung findet am 13. Oktober in Heilbronn statt.

Folgende Termine sind geplant:

Regional Cup Heilbronn-Franken am 13. Oktober 2020 in Heilbronn
Regional Cup Süd-West am 23. Oktober 2020 in Freiburg
Regional Cup Böblingen am 30. Oktober 2020 in Böblingen
Regional Cup Karlsruhe am 9. November 2020 in Karlsruhe
Regional Cup Rhein-Neckar am 25. November 2020 in Heidelberg
FEMALE FOUNDERS CUP am 30. November 2020 in Tuttlingen

Der Wettbewerb

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg führt den Gründungswettbewerb „Start-up BW Elevator Pitch“ seit Oktober 2013 als Baustein der Landeskampagne „Start-up BW“ durch. In der Wettbewerbsrunde 2019/2020 tourt der Gründungswettbewerb bereits zum siebten Mal durch Baden-Württemberg. Geschäftsideen in der Vorgründungsphase bis zu drei Jahre nach Gründung dürfen beim Start-up BW Elevator Pitch eingereicht und auf der Bühne präsentiert werden.

Die Gründerinnen, Gründer und Start-up-Teams haben jeweils drei Minuten Zeit, um die Jury und das Publikum von ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Die Präsentationen erfolgen beim Elevator Pitch ohne digitale Medien wie PowerPoint-Folien oder Videos. Erlaubt ist die Verwendung von gedruckten Fotos, Schildern, Prototypen und Modellen.

Die Teams werden von der Jury anhand der Kriterien Geschäftsmodell (Qualität des Geschäftsmodells und Reifegrad des Konzepts, Kundennutzen und Marktchancen, Tragfähigkeit und Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells) und Präsentation (Inhalt und Struktur des Vortrags, Rhetorik und Bühnenpräsenz, Nutzung der zur Verfügung stehenden Zeit) bewertet. Die Zusammensetzung der Jury ist bei den regionalen Wettbewerben unterschiedlich.

Die ausführlichen Teilnahmebedingungen finden Sie unter: www.startupbw.de/wettbewerbe/elevatorpitch/teilnahmebedingungen

Die Sieger der Regional Cups erhalten ein Preisgeld von jeweils 500 Euro und qualifizieren sich zudem für das Landesfinale. Die zweitplatzierte Geschäftsidee gewinnt 300 Euro, die drittplatzierte wird mit 200 Euro belohnt. Beim Landesfinale erhält das Siegerteam 3.000 Euro, der zweite Platz wird mit 2.000 Euro prämiert, der dritte Platz ist mit 1.000 Euro Preisgeld dotiert. Die Preisgelder werden von der L-Bank zur Verfügung gestellt.

Quelle: Pressemeldung des Wirtschaftsministeriums (Externe Seite)

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Presse Unterstützung Künstliche Intelligenz Infrastruktur Technologietrends Lebenslanges Lernen Zukunft der Arbeit
news-518 Fri, 17 Jul 2020 10:08:00 +0200 Drei Institutionen aus dem Land werden nationale Forschungsdaten koordinieren und zugängig machen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/drei-institutionen-aus-dem-land-werden-nationale-forschungsdaten-koordinieren-und-zugaengig-machen/ Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Innovationen in Forschung und Gesellschaft hängen heute mehr denn je von der Zugänglichkeit und der Weiterverwertbarkeit von Daten ab. Die nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) soll die Datenbestände von Wissenschaft und Forschung systematisch erschließen, nachhaltig sichern und zugänglich machen sowie (inter-)national vernetzen. Für Aufbau und Förderung der nationalen Forschungsdateninfrastruktur stellen Bund und Länder bis 2028 jährlich bis zu 90 Millionen Euro bereit. Ein Meilenstein für die Forschungscommunity in Baden-Württemberg ist heute erreicht: Von den insgesamt neun bundesweiten Konsortien wurden gleich drei mit Sprecherfunktion in Baden-Württemberg in das Förderprogramm aufgenommen. Sie koordinieren künftig den Wissenstransfer innerhalb und zwischen den Konsortien mit dem Ziel, eine umfangreiche und für Dritte zugängliche Forschungsdateninfrastruktur in Deutschland aufzubauen.

„Es ist ein Ausweis der wissenschaftlichen Exzellenz der baden-württembergi­schen Forschungseinrichtungen und ein Erfolg unserer Forschungspolitik, dass zahlreiche Einrichtungen mit Sitz in Baden-Württemberg als Sprecher, Mitantragsteller oder Mitglied eines Konsortiums von Anfang an aktiv am Aufbau einer nationalen Forschungsdateninfrastruktur mitwirken werden. Wir haben die Bedeutung und das Innovationspotential von Forschungsdaten schon früh erkannt“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer anlässlich der heutigen Entscheidung der Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) am Freitag (26. Juni) in Berlin. „Mit zwei Förderlinien unserer E-Science-Strategie sowie unserer Förderung von Science Data Centers haben wir bereits 2014 den Weg für einen kooperativen Aufbau von Forschungsdateninfrastrukturen bereitet.“

Die Förderzusage zeige nun, dass sich das Engagement gelohnt habe: „Baden-Württemberg ist vorne dabei, wenn es um Forschungsdaten geht. Forschungsdaten sind ein zentraler Baustein für den zukünftigen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Als KI-Standort muss Baden-Württemberg auch großer Datenstandort werden und hier weiter vorangehen“, betonte die Ministerin. Dazu gehöre auch die Vernetzung unterschiedlicher Initiativen aus Wirtschaft und Wissenschaft.

Für drei der insgesamt neun geförderten NFDI-Konsortien, die jeweils aus Verbünden von Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Akademien und weiteren wissenschaftliche Einrichtungen aus ganz Deutschland bestehen, übernimmt eine Einrichtung mit Sitz in Baden-Württemberg die Sprecherfunktion:

  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg für das Konsortium „Daten in Pflanzen-Grundlagenforschung (DataPLANT)“
  • Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg für das Konsortium „Deutsches Humangenom-Phenomarchiv (GHGA)“
  • GESIS Leibniz Institut für Sozialwissenschaften in Mannheim für das „Konsortium für die Sozial-, Bildungs-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften (KonsortSWD)“

Gemeinsam mit den sechs weiteren Konsortien in Deutschland und dem NFDI-Direktorat werden sie ihre Datenbestände gemäß den FAIR-Prinzipien (Findable, Accessible, Interoperable, and Reusable) verfügbar machen, so dass sie auch für Dritte leicht und geordnet auffindbar sind und über die Grenzen einzelner Datenbanken, Fachdisziplinen und Länder hinweg analysiert und verknüpft werden können.

„Ich gratuliere den Sprechern wie auch allen beteiligten Einrichtungen aus Baden-Württemberg herzlich zu diesem großen Erfolg. Mit dem neuen Förderinstrument der nationalen Dateninfrastruktur betreten alle Beteiligten, Bund und Länder, die DFG und die Sprecher und Mitglieder der Konsortien Neuland. Ich bin mir sicher, dass dies ein richtiger Schritt ist, der sich in der Zukunft auszahlen wird“, so Wissenschaftsministerin Bauer.

Quelle:  Pressemeldung des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (externe Seite)

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Presse BW Regionen Infrastruktur Technologietrends Orientierung
news-512 Mon, 06 Jul 2020 16:08:40 +0200 Wettbewerb „familyNET 4.0 - Unternehmenskultur in einer digitalen Arbeitswelt“ startet in die zweite Runde https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wettbewerb-familynet-40-unternehmenskultur-in-einer-digitalen-arbeitswelt-startet-in-die-zweite/ Der Wettbewerb „familyNET 4.0 - Unternehmenskultur in einer digitalen Arbeitswelt“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau startet in die zweite Runde. Mit dem Wettbewerb soll das Engagement der Unternehmen für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Zeiten der Digitalisierung gewürdigt werden. Gesucht werden digitale familienbewusste Unternehmen, die innovative und nachhaltige Konzepte umsetzen und auch die Corona-Krise zur Weiterentwicklung nutzen. „Die Corona-Krise hat einen digitalen Schub für mobiles Arbeiten und selbstgesteuertes Online-Lernen ausgelöst. Unternehmen haben aus der Not eine Tugend gemacht und neue Lösungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unter Nutzung digitaler Anwendungen gefunden“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (3. Juli) anlässlich des Starts der diesjährigen Ausschreibung. „Mit dem Wettbewerb wollen wir Vorreiter mit innovativen und nachhaltigen Konzepten in der digitalisierten Arbeitswelt auszeichnen und damit wichtige Impulse geben.“

Hoffmeister-Kraut betonte: „Die Digitalisierung eröffnet ganz neue Potenziale für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Flexible Arbeitsmodelle spielen für Fach- und Führungskräfte eine immer wichtigere Rolle bei der Wahl ihrer Arbeitgeber. Arbeitgeber können mit kreativen Lösungen im Wettbewerb um Fachkräfte punkten und sich als familienbewusste Unternehmen positionieren“, so die Ministerin.

Eine Teilnahme am Wettbewerb ist bis 22. September 2020 online möglich. Die Bewerbung ist gleichzeitig mit einer Einladung zur Preisverleihung am 30. November 2020 verbunden. Am Wettbewerb können Unternehmen teilnehmen, die ihren Sitz in Baden-Württemberg haben und in den Wirtschaftsbereichen Industrie, Dienstleistungen, Handwerk, Handel und Freie Berufe tätig sind. Die eingereichten Bewerbungen werden von einer Jury aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau bewertet.

Weitere Informationen

Der Wettbewerb „familyNET 4.0 - Unternehmenskultur in einer digitalen Arbeitswelt“ findet im Rahmen des Transferprojekts „familyNET 4.0 - digitales familienbewusstes Unternehmen“ statt.

Das Transferprojekt „familyNET 4.0 - digitales familienbewusstes Unternehmen“ wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg mit Landesmitteln von rund 182.000 Euro gefördert und vom Arbeitgeberverband Südwestmetall mit rund 111.500 Euro kofinanziert. Kooperationspartner sind der Arbeitgeberverband Chemie und der Landesfamilienrat Baden-Württemberg. Durchgeführt wird das Projekt von BBQ Bildung und Berufliche Qualifizierung gGmbH, ein Unternehmen des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft e. V.

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Presse
news-508 Mon, 29 Jun 2020 16:44:35 +0200 Land fördert Quantencomputing https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/land-foerdert-quantencomputing/ Mit einem Umfang von 19 Millionen Euro hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau heute (29. Juni) einen Förderaufruf für Verbundforschungsprojekte im Rahmen des Kompetenzzentrums Quantencomputing Baden-Württemberg gestartet. „Die Einrichtung des Kompetenzzentrums in Baden-Württemberg ist ein ganz wichtiger Schritt für unser Land. Mit den Forschungsprojekten wollen wir die enormen Innovationspotenziale des Quantencomputings für wirtschaftliche und wissenschaftliche Anwendungen im Land optimal nutzbar machen und uns wichtige Standortvorteile erarbeiten“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

„Baden-Württemberg ist das Land der Hidden Champions und die führende Innovationsregion in Europa. Wir bieten daher hervorragende Voraussetzungen und eine Vielzahl an Anwendungsgebieten, für die das Quantencomputing in der Praxis nützlich werden kann“, so die Ministerin weiter. „Das neue Kompetenzzentrum Quantencomputing in Baden-Württemberg ist ein Leuchtturmvorhaben mit internationaler Strahlkraft. Mit dem Förderaufruf wollen wir unser Ökosystem zu Quantentechnologien aus Universitäten, Forschungsinstituten, Start-ups und Unternehmen in Baden-Württemberg weiter ausbauen und seine internationale Sichtbarkeit steigern. Ich lade alle interessierten Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Unternehmen herzlich ein, sich als Partner aktiv in die Arbeit des Kompetenzzentrums einzubringen und gemeinsam die Zukunft des Landes Baden-Württemberg mitzugestalten“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Der Förderaufruf erfolgt in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Gesellschaft und zielt auf die vorwettbewerbliche, anwendungsorientierte Erforschung und Entwicklung von Algorithmen und Architekturen von Quantencomputern ab. Im Zentrum der Ausschreibung stehen kooperative Forschungsarbeiten, die das Ziel haben, Erkenntnisse der Forschung aus dem Gebiet der Quantentechnologien im Hinblick auf eine praktische Anwendung weiterzuentwickeln und für die Wirtschaft nutzbar zu machen. Die Projekte werden auf eine intensive Nutzung der Kapazitäten des „Kompetenzzentrums Quantencomputing Baden-Württemberg“ ausgerichtet sein.

Im Vordergrund des Förderaufrufes steht die Zusammenarbeit von führenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg in anwendungsorientierten Verbundforschungsprojekten zur Quanten-Hard- und -Software. Das hierfür nötige Wissen wird die Fraunhofer-Gesellschaft zusammen mit Partnern aus den Wissenschaftseinrichtungen und der Wirtschaft weiterentwickeln und in die Praxis transferieren. Gefördert werden sollen vorwiegend disziplin- und standortübergreifende Verbundprojekte, die einen deutlichen Beitrag zur Stärkung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet des Quantencomputings im Land leisten.

Für die Förderung von ausgewählten Verbundprojekten in der ersten Ausschreibungsrunde wird das Land bis zu 19 Millionen Euro an Fördermitteln in den Jahren 2021 und 2022 bereitstellen. Für den Zeitraum von 2023 bis 2024 ist eine weitere Ausschreibung von Verbundforschungsprojekten vorgesehen.

Den Förderaufruf und Informationen zur Antragstellung finden Sie unter Förderprogramm Verbundforschungprojekte

Hinweis:

Das Kompetenzzentrum Quantencomputing BW will potentiellen Antragsstellenden die Möglichkeit geben, sich ergänzend zur Ausschreibung über die Ausgestaltung möglicher Projekte und Kooperationsformen, zur Nutzung der IBM-Quantencomputer und in Bezug auf die geplanten Schulungen zu informieren. Hierzu findet am Dienstag, den 7. Juli, um 14 Uhr eine einstündige Infoveranstaltung per Microsoft Teams statt. Für Ihre Teilnahme nutzen Sie bitte den folgenden Link, den Sie auch gerne mit interessierten Kolleginnen und Kollegen teilen können: https://bit.ly/2VaHVCZ   

Hintergrundinformationen

Rechenverfahren auf der Basis von Quanteneffekten, auch als Quantencomputing bezeichnet, bieten die Aussicht auf gänzlich neue Lösungen in der Behandlung von komplexen Systemen und gewinnen für wirtschaftsrelevante Fragestellungen immer mehr an Bedeutung.

Das von der Fraunhofer-Gesellschaft betriebene „Kompetenzzentrum Quantencomputing Baden-Württemberg“ ist das erste seiner Art in einem deutschlandweiten Netzwerk von Kompetenzzentren zum Quantencomputing der Fraunhofer-Gesellschaft. Die Landesregierung Baden-Württemberg stellt für den Aufbau und für Verbundprojekte im Rahmen des Kompetenzzentrums Quantencomputing Baden-Württemberg in den kommenden vier Jahren insgesamt bis zu 40 Millionen Euro zur Verfügung. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF mit Sitz in Freiburg übernimmt die koordinative Führung für das Kompetenzzentrum gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO mit Sitz in Stuttgart. Aktuell werden in einem vom Land geförderten Startprojekt von der Fraunhofer-Gesellschaft an den Institutsstandorten in Freiburg und Stuttgart die notwendigen Voraussetzungen für die organisatorischen und technischen Voraussetzungen geschaffen, um wissenschaftliche Projekte und Auftragsforschung unter Nutzung von Quantencomputern zu ermöglichen.

Die Kooperation der Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Unternehmen IBM ermöglicht es, in Baden-Württemberg die europaweit erste Installation eines „IBM Q System“ neuester Generation, des derzeit kommerziell leistungsfähigsten Quantencomputers, zu realisieren. Standort wird am Hauptsitz der IBM Deutschland GmbH in Ehningen sein. Ab Anfang 2021 soll der neue Quantencomputer exklusiv für Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen des Kompetenzzentrums und dieses Förderaufrufs zur Verfügung stehen.

Das Land verfolgt mit dem international sichtbaren Forschungs- und Entwicklungszentrum das Ziel, eine völlig neue Quanten-Hardware- und -Software-Branche im Land zu stimulieren, mit der Möglichkeit von Ausgründungen in den Bereichen der Mikro- und Nanoelektronik ebenso wie der Quanteninformatik.

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Presse Baden-Württemberg IT-Wirtschaft 100% Dienstleister 100% Produzierendes Handwerk 100% Produzierendes Gewerbe 100% Künstliche Intelligenz 100%
news-505 Thu, 25 Jun 2020 13:26:39 +0200 Wirtschaftsministerium setzt Förderung der „Transferplattform BW Industrie 4.0“ fort https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-setzt-foerderung-der-transferplattform-bw-industrie-40-fort/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert bis Ende des Jahres 2021 mit insgesamt zwei Millionen Euro die Weiterführung und den Ausbau der „Transferplattform BW Industrie 4.0“ im Bereich Künstliche Intelligenz. „Die Bewältigung der digitalen Transformation stellt gerade kleine und mittlere Unternehmen vor große Herausforderungen, verschärft durch die aktuelle Corona-Krise und die schwierige konjunkturelle Lage. Mit der Transferplattform BW bieten wir den Unternehmen vielfältige und einfach zugängliche Hilfestellungen auf dem Weg in die Industrie 4.0. Künstliche Intelligenz spielt dabei eine entscheidende Rolle“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (24. Juni) in Stuttgart. Die „Transferplattform BW Industrie 4.0“ engagiert sich bereits seit 2017 mit vielfältigen Unterstützungsangeboten für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie mit daraus resultierenden Transferprojekten für die Industrie der Zukunft. Ziel der Plattform ist es, KMU in Baden-Württemberg kompetent dabei zu unterstützen, die technologischen Zukunftsthemen der Industrie 4.0 und zukünftig auch speziell der Künstlichen Intelligenz niederschwellig und innovativ nutzen zu können.

Im Zuge der zweiten Förderphase sollen die Themengebiete der Plattform zukunftsgerecht im Bereich der Schlüsseltechnologie Künstliche Intelligenz erweitert werden. Diese besitzt das Potential, die Produktion und Arbeitswelt der Zukunft in allen Branchen nachhaltig zu verändern. Anwendungen für Systeme in den Bereichen Condition Monitoring, Predictive Maintenance, Digitaler Zwilling, Augmented- und Mixed Reality sind von zentraler Bedeutung, um die wirtschaftliche Position mittelständischer Unternehmen nachhaltig zu sichern und auszubauen. Ohne Unterstützung drohen viele KMU den Anschluss an aktuelle Technologiefelder zu verpassen.

Weitere Informationen

Die „Transferplattform BW Industrie 4.0“ unterstützt Unternehmen mit Wissens- und Know-how-Transfer aus Forschung und Entwicklung und ermöglicht ihnen somit die Erprobung neuer Technologien. Die dadurch entstehenden innovativen Lösungen, Produkte, Prozesse sowie neuen Geschäftsmodelle schaffen die Grundlage für die Zukunftssicherung des Mittelstands in Baden-Württemberg.

Die Hochschulen Aalen, Esslingen und Reutlingen sind technisch und betriebswirtschaftlich orientierte staatliche Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit unterschiedlichen spezifischen Schwerpunktfeldern. Gemeinsam mit der Steinbeis-Stiftung wurde 2016, gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, eine Transferorganisation aufgebaut, die mit Expertise und Forschung insbesondere KMU hilft, die Chancen im Bereich der digitalen Vernetzung und der intelligenten Produktion besser zu nutzen. Mit der Gründung der „Transferplattform BW Industrie 4.0“ wurde die Voraussetzung geschaffen, KMU ein sehr breites Spektrum von technologischer Unterstützung aus drei Hochschulen anzubieten, um einen Wissenstransfer zu ganzheitlichen Industrie 4.0-Systemen, bei denen verschiedene Disziplinen zusammenwirken, zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Wirtschaftsministerium

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Presse Best Practice Produktentstehung Technologietrends Orientierung
news-504 Thu, 25 Jun 2020 13:21:09 +0200 Onlinekonferenz zur Unternehmenskultur 4.0 https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/onlinekonferenz-zur-unternehmenskultur-40/ Die Bewältigung der Corona-Krise stellt unsere Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Innerhalb von kürzester Zeit mussten Unternehmen und Beschäftigte auf grundlegende Veränderungen reagieren und einen neuen Arbeitsmodus finden. Zeit, um einen Blick auf das Thema Unternehmenskultur zu werfen, findet Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Am 22. Juni veranstaltet das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg die Onlinekonferenz „Zukunftsfähige, resiliente Unternehmenskultur 4.0“. „Mit einer chancengleichen und resilienten Unternehmenskultur können die besten Ideen genutzt und Wachstumspotenziale geschaffen werden. Der Digitalisierungsschub und eine aktiv gestaltete Unternehmenskultur tragen dazu bei, Krisen leichter zu bewältigen und Unternehmen zukunftsorientiert aufzustellen“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut in Stuttgart.

Jedes Unternehmen stehe in seiner Laufzeit immer wieder vor der Herausforderung, kleinere oder größere Krisen zu bewältigen. Resilienz bedeute dabei, die Fähigkeit eines Systems, auf Krisen und Störungen angemessen zu reagieren, sich dabei selbst zu erneuern und Zukunftschancen zu erschließen. „Die Stärke unserer Unternehmen liegt in der Veränderungsfähigkeit, im Know-how und in der Kreativität der Beschäftigten. Baden-Württemberg ist nicht umsonst für seine Innovationskraft bekannt“, so die Ministerin weiter. Dies gelte auch für die Weiterentwicklung der Unternehmenskultur.

Wie lange Covid-19 das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben noch einschränken wird, ist noch nicht absehbar. Bund und Land versuchen, dies durch Hilfsprogramme und Konjunkturmaßnahmen bestmöglich abzufedern. „Unternehmen sind mehr denn je gefordert, Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen zu entwickeln. Dabei gilt es, zum einen die eigene, organisationale Resilienz zu stärken, und zum anderen die der Beschäftigten und Führungskräfte. Und bereits jetzt ist eines erkennbar: Unternehmen, die digital gut aufgestellt sind und alle Potenziale nutzen, kommen besser durch die Corona-Krise als andere“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Doch was gehört zu einer agilen, zukunftsfähigen Unternehmenskultur? Wie können sich Unternehmen in diesen Zeiten gut und widerstandsfähig aufstellen? Welche Rolle spielen dabei Chancengleichheit und Diversität? Diese Fragen greift die Onlinekonferenz „Zukunftsfähige, resiliente Unternehmenskultur 4.0“ auf. Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Organisationen und Unternehmen informieren und geben Handlungsempfehlungen an die Hand, wie man möglichst gut und widerstandsfähig durch diese Krise kommt: Als Einzelner genauso wie als Unternehmen oder Organisation. In interaktiven Sessions werden Impulse zur Umsetzung am eigenen Arbeitsplatz oder im Unternehmen gegeben.

Quelle: Wirtschaftsministerium

 

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Presse Unterstützung Zukunft der Arbeit Orientierung
news-509 Mon, 22 Jun 2020 09:44:00 +0200 Parlamentarische Staatssekretärin Winkelmeier-Becker: „Kultur- und Kreativwirtschaft hat enormes Innovationspotenzial“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/parlamentarische-staatssekretaerin-winkelmeier-becker-kultur-und-kreativwirtschaft-hat-enormes-inn/ Neuer Förderaufruf zu kultur- und kreativwirtschaftlichen Innovationen Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) startet heute einen Förderaufruf für kultur- und kreativwirtschaftliche Innovationen. Damit geht das neue Innovationsprogramm für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) in die nächste Runde.

Elisabeth Winkelmeier-Becker, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie: „Die Kultur- und Kreativwirtschaft trägt die Kreativität nicht nur im Namen sondern auch im Herzen! Hier liegt ein enormes Innovationspotenzial für die deutsche Wirtschaft, das wir Dank unserer modernisierten und erweiterten Innovationsförderung noch besser heben können. Gleichzeitig helfen wir damit innovativen Unternehmen, Konzepte zu entwickeln, die über die schwere Zeit der Coronakrise hinaus wirken können und in die Zukunft weisen.“

Im Fokus des aktuellen Förderaufrufs stehen unter anderem neue Konzepte aus dem Design-, Mode- und Architekturbereich sowie der Kunst, aus dem musik-, rundfunk- und filmwirtschaftlichen Bereich sowie neue Ideen für die Publizistik, den Werbemarkt, den Buchmarkt und den Games-Bereich. Vertiefte Informationen zum neuen Förderangebot, inklusive der übergreifenden IGP-Richtlinie, sind unter www.bmwi.de/igp veröffentlicht.

Die Pilotförderung IGP ist Teil der Transferinitiative des BMWi, die das Ziel verfolgt, Hindernisse und Lücken auf dem Weg von der Idee zum Markterfolg zu benennen und zu beseitigen. Das IGP weitet den innovationspolitischen Fokus über die Technologieforschung und -entwicklung hinaus in nichttechnische Bereiche. Dazu erfolgte bereits im Winter ein erfolgreicher erster Förderaufruf zu digitalen und datengetriebenen Geschäftsmodellen und Pionierlösungen. Ein dritter Aufruf soll Ende dieses Jahres starten und Innovationen für Bildung und Informationszugang mit einem besonders hohem „Social Impact“ adressieren.

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Bund Presse Baden-Württemberg Kultur- und Kreativwirtschaft 100% IT-Wirtschaft 100% Dienstleister 100% Künstliche Intelligenz 100%
news-499 Tue, 09 Jun 2020 17:00:00 +0200 2,24 Milliarden Euro Soforthilfe Corona ausbezahlt https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/224-milliarden-euro-soforthilfe-corona-ausbezahlt/ Nach einer vorläufigen Bilanz wurden im Rahmen des Corona-Soforthilfe­programms über 240.000 Unternehmen und Soloselbstständige in Baden-Württemberg mit rund 2,24 Milliarden Euro unterstützt. Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut zieht ein positives Fazit. Das Wirtschaftsministerium hat am Montag, 8. Juni 2020, eine vorläufige Bilanz zum Soforthilfeprogramm gezogen: Rund 241.500 Unternehmen und Soloselbstständige in Baden-Württemberg haben Zuschüsse im Gesamtvolumen von fast 2,24 Milliarden Euro im Rahmen der Soforthilfe Corona erhalten. Anträge konnten vom 25. März 2020 bis zum 31. Mai 2020 gestellt werden.

Größtes Wirtschaftsförderprogramm in der Geschichte des Landes

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zieht ein positives Fazit: „Mit der Soforthilfe Corona haben wir innerhalb weniger Tage das größte Wirtschaftsförderprogramm in der Geschichte des Landes Baden-Württemberg implementiert. Mit diesem Soforthilfeprogramm konnten wir mehr als 240.000 Selbstständige und kleine Unternehmen zielgerichtet bei der Bewältigung dieser historischen Krise unterstützen.“ Diese enorme Nachfrage habe gezeigt, dass das Programm zielgerichtet den akuten Bedarf der Unternehmen in dieser schwierigen Zeit getroffen hat. „Wir konnten so die direkten Folgen des Shutdown abdämpfen und bedrohte Existenzen sichern – vor allem bei der Gruppe der Soloselbstständigen und Kleinstunternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten. Diese wurde besonders hart von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie getroffen“, so die Ministerin.

Auf die Soloselbstständigen und Betriebe mit bis zu fünf Beschäftigten entfiel mit knapp 210.000 Auszahlungen der Großteil der Zuschüsse. Knapp 18.000 Auszahlungen gingen an Betriebe mit sechs bis zehn Beschäftigten und knapp 14.000 Zuschüsse an Betriebe mit elf bis 50 Beschäftigten. Rund 31.000 Anträge mussten wegen Formfehlern, oder weil die Antragsteller die Fördervoraussetzungen nicht erfüllten, abgelehnt werden.

Dank an die Partner

„An der Umsetzung arbeiteten landesweit hunderte Beschäftigte mit großem Engagement – im Wirtschaftsministerium, in den zwölf Industrie- und Handelskammern, den acht Handwerkskammern, der Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum sowie der L-Bank. Ich bedanke mich bei allen Partnern, die das Programm von Anfang an mit allen verfügbaren Ressourcen begleitet und die Unternehmen bei der Antragstellung umfassend beraten haben.“

Edith Weymayr, Vorstandsvorsitzende der L-Bank, sagte: „Als Förderbank unterstützen wir die Wirtschaft in Baden-Württemberg – das gilt insbesondere in Krisenzeiten. Die Arbeit an den Soforthilfen war ein enormer Kraftakt für die L-Bank, den wir mit Stolz für die kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) im Land bewältigt haben.“

Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags, und Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold, Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT), betonen gemeinsam: „Wie man an den Zahlen ablesen kann, kam das Programm zur rechten Zeit, um schnell für Liquidität zu sorgen – und zwar dort, wo aufgrund der Pandemie von heute auf morgen null Umsatz oder Aufträge und Engagements bei weiterlaufenden Kosten zu Buche standen. Die Herausforderung, innerhalb weniger Tage die technischen Voraussetzungen mit dem Portal zur Soforthilfe Corona für die Antragsstellung zu schaffen, war groß. Doch wir haben sie gemeistert. Was uns stolz macht, ist die Leistung der Kammerorganisation. Unsere Mitarbeitenden haben in den Wochen der Antragsstellung zum großen Teil rund um die Uhr gearbeitet, um hunderttausende Anträge vorzuprüfen und betroffene Soloselbstständige, Freiberufler und KMU zur Soforthilfe zu beraten, damit die Formulare schnell zur L-Bank und damit der finalen Prüfung und Auszahlung kommen konnten. Gemeinsam – und hier meinen wir ausdrücklich alle an der Soforthilfe beteiligten Player – haben wir Großes geschafft und viel durch Corona entstandene Not lindern können.“

Nachfolgeprogramme in Arbeit

„Die Krise ist aber noch längst nicht überstanden. Viele Betriebe haben weiterhin mit fehlenden Einnahmen und daraus resultierenden Liquiditätsengpässen zu kämpfen“, ergänzte Hoffmeister-Kraut. „Jetzt gilt es, mit weiteren wirksamen Unterstützungsmaßnahmen an die Soforthilfe anzuknüpfen. Wir arbeiten mit Hochdruck an den Nachfolgeprogrammen und befinden uns in intensiver Abstimmung mit dem Bund. Dabei setzen wir uns weiterhin für schnelle, bedarfsgerechte und möglichst unbürokratische Lösungen ein. Denn unser Ziel heißt weiterhin, Arbeitsplätze im Land zu sichern, Insolvenzen zu vermeiden und die wirtschaftlichen Strukturen unseres Standortes zu erhalten“, so die Ministerin. Neben der Soforthilfe seien bereits eine Vielzahl weiterer Hilfsmaßnahmen angestoßen worden, darunter ein Liquiditätskredit mit Tilgungszuschuss, eine Krisenberatung für kleine und mittlere Betriebe und ein Förderprogramm für krisengeschüttelte Start-ups.

Vorläufige Bilanzzahlen (Stand: 5. Juni 2020):

1. Gesamtzahl der ausbezahlten und abgelehnten Anträge

272.497 Anträge

2. Anzahl Auszahlung

1a. Auszahlungen Unternehmen mit bis zu fünf Vollbeschäftigtenäquivalenten (VZÄ)

1b. Auszahlungen Unternehmen mit sechs bis zehn Vollbeschäftigtenäquivalenten (VZÄ)

1c. Auszahlungen Unternehmen mit elf bis 50 Vollbeschäftigtenäquivalenten (VZÄ)

241.456 Anträge

209.733 Anträge

17.743 Anträge

13.980 Anträge

3. Anzahl abgelehnte Anträge

2a. Abgelehnte Anträge von Unternehmen mit bis zu fünf Vollbeschäftigtenäquivalenten (VZÄ)

2b. Abgelehnte Anträge von Unternehmen mit sechs bis zehn Vollbeschäftigtenäquivalenten (VZÄ)

2c. Abgelehnte Anträge von Unternehmen mit elf bis 50 Vollbeschäftigtenäquivalenten (VZÄ)

31.041 Anträge

26.963 Anträge

2.281 Anträge

1.797 Anträge

4. Auszahlungsvolumen 2.234.903.308,55 Euro

Auf das Land entfallen dabei in erster Linie die Zuschüsse, die an die Unternehmen in der Größenordnung elf bis 50 Beschäftigte ausgereicht wurden, was aktuell einem Volumen von rund 408 Millionen Euro entspricht.

Soforthilfe Corona

Die Soforthilfe für Soloselbstständige, gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen, Angehörige der Freien Berufe sowie aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft und Fischerei erfolgte für drei Monate im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses in Höhe von bis zu

  • 9.000 Euro für Soloselbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten,
  • 15.000 Euro für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten sowie
  • 30.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten.

Das Soforthilfeprogramm half im ersten Schritt all jenen Unternehmen, denen ohne diese Unterstützung innerhalb kurzer Zeit die Insolvenz gedroht hätte. Die inhaltliche Vorprüfung der elektronisch gestellten Anträge übernahmen die örtlichen Kammern von Handel und Industrie sowie Handwerk – auch für Nicht-Kammermitglieder wie die Angehörigen der Freien Berufe. Außerdem war die Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum eingebunden. Sie leiteten die Anträge an die L-Bank weiter, die die Bewilligung und Auszahlung der Zuschüsse vornahm.

 

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Land Presse
news-498 Tue, 09 Jun 2020 14:00:00 +0200 1,4 Millionen Euro für Pilotprojekt zu Datengenossenschaften https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/14-millionen-euro-fuer-pilotprojekt-zu-datengenossenschaften/ Das Wirtschaftsministerium fördert ein Forschungsprojekt zur Frage, wie Datengenossenschaften rechtlich, technisch und betriebswirtschaftlich funktionieren können und unter welchen Voraussetzungen Firmen dazu bereit sind, Daten miteinander zu teilen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen sollen davon profitieren. Das Wirtschaftsministerium fördert ein Pilotprojekt des Ferdinand-Steinbeis-Instituts (FSTI), des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands sowie der Universität Stuttgart für sogenannte Datengenossenschaften mit 1,4 Millionen Euro. „Daten sind der wichtigste Rohstoff für die Wertschöpfung der Zukunft. Das Pilotprojekt überträgt die bewährte Idee der Genossenschaft in die digitale Welt. Die Idee der Datengenossenschaft soll es Firmen ermöglichen, ihre Daten effizient, sicher und vertrauenswürdig miteinander zu teilen“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Für das Projekt werden drei Datengenossenschaften aus jeweils fünf bis sieben Unternehmen in unterschiedlichen Branchen und Anwendungsfeldern gegründet und wissenschaftlich begleitet.

Gerade kleine und mittlere Unternehmen seien häufig zurückhaltend beim Teilen ihrer Daten, so Hoffmeister-Kraut. Dadurch blieben viele Innovationschancen zur Entwicklung neuer Produkte und Geschäftsmodelle ungenutzt. „Datengenossenschaften sind eine erfolgsversprechende Idee, um diese Hürde zu überwinden. Die Verfügbarkeit großer Datenmengen ist insbesondere für die Entwicklung und Kommerzialisierung von KI-basierten Lösungen eine wichtige Voraussetzung. Im Ergebnis entstehen zusätzliche Wertschöpfungspotentiale für Mittelständler aller Branchen“, betonte die Ministerin.

Analyse erfolgreicher Modelle von analogen Genossenschaften

Das Pilotprojekt beschäftigt sich mit der Frage, wie Datengenossenschaften rechtlich, technisch und betriebswirtschaftlich funktionieren können und unter welchen Voraussetzungen Firmen dazu bereit sind, Daten miteinander zu teilen. Dazu werden erfolgreiche Modelle von analogen Genossenschaften analysiert und in ein umfassendes Konzept zur Entwicklung von digitalen Datengenossenschaften überführt. Mit Hilfe des Konzepts sollen interessierte Unternehmen in Zukunft möglichst schnell und unkompliziert eine eigene Datengenossenschaft aufbauen können. Gleichzeitig bauen die Wissenschaftler drei Datengenossenschaften auf und ziehen weitere Erkenntnisse aus der praktischen Erprobung. Einen Schwerpunkt bildet auch die Fragestellung, inwiefern derartige Wertschöpfungsnetzwerke dazu beitragen können, kleine und mittlere Unternehmen unabhängiger von global operierenden Plattformunternehmen zu machen.

Das Forschungs- und Transferprojekt wird in enger Zusammenarbeit zwischen dem Ferdinand-Steinbeis-Institut, dem Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband sowie den Lehrstühlen für Controlling und Wirtschaftsinformatik 1 des Betriebswirtschaftlichen Instituts der Universität Stuttgart durchgeführt und soll bis Dezember 2021 abgeschlossen werden.

 

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Land Presse
news-494 Wed, 27 May 2020 10:52:57 +0200 „Start-up BW Local“ gewinnt deutschen Vorentscheid des Europäischen Unternehmensförderpreises 2020 https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/start-up-bw-local-gewinnt-deutschen-vorentscheid-des-europaeischen-unternehmensfoerderpreises-2020/ Der Landeswettbewerb „Start-up BW Local – Gründungsfreundliche Kommune“ hat den deutschen Vorentscheid des Europäischen Unternehmensförderpreises 2020 (EEPA) gewonnen. Damit zieht das Format aus Baden-Württemberg in das europäische Finale des Wettbewerbs ein. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut erklärte: „Gründungsförderung ist jetzt wichtiger denn je. Frische Ideen und neue Konzepte können dazu beitragen, unsere Wirtschaft noch stärker auf die Zukunft auszurichten. Unserem Ziel, den attraktiven Gründungsstandort Baden-Württemberg sichtbarer zu machen, sind wir mit dem Einzug ins Finale des Europäischen Unternehmensförderpreises ein bedeutendes Stück nähergekommen. Wir beschreiten in Baden-Württemberg neue Wege bei der Gründungsförderung. Der Wettbewerb ‚Start-up BW Local‘ ist ein gelungenes Beispiel dieses gelebten Innovationsgeistes.“ Mit „Start-up BW Local“ fördere das Land Gemeinden, Städte und Landkreise bei der Erstellung von Konzepten zur optimalen Unterstützung von Gründerinnen und Gründern vor Ort und zeichne die überzeugendsten Umsetzungen aus, so die Ministerin. „Gründungsfreundliche Kommunen helfen Gründerinnen und Gründern, bürokratische Hemmnisse zu überwinden und unterstützen sie mit Angeboten, die diese wirklich brauchen. Seit der ersten Wettbewerbsrunde 2018/2019 konnten wir bereits 75 Kommunen mit dem Titel ‚Gründungfreundliche Kommune‘ auszeichnen. Sie machen unseren Wirtschaftsstandort fit für die Zukunft!“

Für den Europäischen Unternehmensförderpreis 2020 wurde „Start-up BW Local“ in der Kategorie „Verbesserung der Geschäftsumgebung“ eingereicht. Mit dem Einzug ins europäische Finale als deutscher Beitrag zählt er nun bundesweit als „Best Practice“. „Es freut mich, dass wir nun nicht nur ausgezeichnete gründungsfreundliche Kommunen, sondern auch ein ausgezeichnetes Wettbewerbsformat im Land haben, an dem bereits mehrere Bundesländer Interesse bekundet haben“, freute sich Hoffmeister-Kraut.

Neben „Start-up BW Local“ zieht noch ein weiterer Finalist aus Deutschland in das europäische Finale 2020 ein. Das Projekt „Greentech.Ruhr“, das den regionalen Transformationsprozess hin zu einer ebenso vielfältigen wie nachhaltigen Wirtschaft im Ruhrgebiet stärkt, konnte die Jury ebenfalls überzeugen. Prof. Dr. Simone Chlosta, Leiterin des Fachbereichs „Gründung“ im RKW Kompetenzzentrum, das den deutschen Vorentscheid durchführt, gratulierte den Projekten: „Mit den ‚European Enterprise Promotion Awards‘ werden innovative und erfolgreiche Strategien und Methoden zur Förderung unternehmerischer Tätigkeit sowie zur Ermutigung nachhaltigen wirtschaftlichen Handelns ausgezeichnet. Mit dem Ansatz, Kommunen dabei zu helfen, gründerfreundlich(er) zu werden sowie mit dem Aufbau eines großen Netzwerks zur umweltverträglichen Gestaltung des Standorts, schickt Deutschland wieder einmal zwei Projekte ins Rennen, die sich besonders gut als internationale Vorbilder eignen. Wir gratulieren und drücken beiden Initiativen die Daumen fürs Finale!“ Die Gewinner des Finales werden am 16. November im Zuge der SME Assembly der Europäischen Kommission in Berlin verkündet.

„Momentan sind viele Kommunen und Wirtschaftsförderungen vollauf damit beschäftigt, die lokalen Auswirkungen der Corona-Krise zu bewältigen. Doch wir dürfen die Gründerinnen und Gründer jetzt nicht aus den Augen verlieren“, mahnte die Ministerin. „Wir möchten noch mehr Kommunen und Landkreisen die Möglichkeit geben, sich für Gründungsunterstützungen das nötige Rüstzeug zu verschaffen und werden daher die Teilnahmemöglichkeit der aktuellen Wettbewerbsrunde bis zum 31. Juli ausweiten.“ Zusätzlich gebe es die Möglichkeit eines Erfahrungsaustauschs zwischen den Kommunen, zum Beispiel im Rahmen der „Pitches der Kommunen“ im Oktober.

Der Landeswettbewerb Start-up BW Local

„Start-up BW Local“ fördert Gemeinden, Städte und Landkreise bei der konzeptionellen Erstellung gründungsfreundlicher Strukturen vor Ort. Gründerinnen und Gründer bewerten im Anschluss die Konzepte und zeichnen die überzeugendsten Teilnehmer mit dem Label „Gründungfreundliche Kommune“ aus. Seit dem Start des Formats sind neben einer Community der Gründungsunterstützer auch unbürokratische Strukturen entstanden, von denen Gründer profitieren.

Der Wettbewerb wird gemeinsam getragen von den baden-württembergischen kommunalen Spitzenverbänden Gemeindetag, Städtetag, Landkreistag sowie vom Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) und vom Baden-Württembergischen Handwerkstag (BWHT).

Weitere Informationen finden Sie unter: www.startupbw.de/local

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Presse
news-487 Thu, 07 May 2020 11:21:39 +0200 Wirtschaftsministerium fördert „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ bis Ende 2024 https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-allianz-industrie-40-baden-wuerttemberg-bis-ende-2024/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau verlängert die Förderung der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ bis Ende des Jahres 2024. „Die Allianz Industrie 4.0 ist ein echtes Erfolgsmodell, das weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt ist – und das seit mittlerweile fünf Jahren. Sie trägt wesentlich dazu bei, unsere Industrie im Land fit für die Digitalisierung zu machen. Viele Unternehmen konnten wir bereits für Zukunftsthemen und Industrie 4.0 sensibilisieren. Jetzt müssen wir die Betriebe noch gezielter dabei unterstützen, in die Umsetzung der Digitalisierungsprojekte zu kommen. Außerdem wollen wir den Fokus künftig noch stärker auf Aktivitäten in Bereichen wie Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz und Start-ups richten“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (7. Mai) in Stuttgart. Mit der Förderung des Ministeriums wird sowohl die Koordinierungsstelle beim Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sowie das stark nachgefragte „Industrie 4.0-Scouting“ als Erstberatung zur Digitalisierung bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) weitergeführt. „Die Allianz Industrie 4.0 ist inzwischen weit über die Grenzen von Baden-Württemberg hinaus bekannt. Es gilt, diesen Erfolg auch für die Zukunft zu sichern, denn wir befinden uns derzeit in einer Phase der globalen industriellen Rezession, von der insbesondere unsere baden-württembergischen Kernindustrien wie der Maschinen- und Anlagenbau sowie die Automobil- und Zulieferindustrie stark betroffen sind. Die aktuelle Corona-Pandemie stellt unsere Industrie vor zusätzliche Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass wir die Herausforderungen der digitalen Transformation jetzt gemeinsam angehen. Nur so kann unsere Industrie in Baden-Württemberg auch zukünftig im internationalen Wettbewerb bestehen“, sagte die Ministerin.

Die Allianz Industrie 4.0 wird daher auch in den kommenden Jahren umfassend zu Digitalisierungsthemen informieren und bei der Umsetzung konkreter Maßnahmen unterstützen. Hier hat sich vor allem das Industrie 4.0-Scouting als wirksame Maßnahme erwiesen, wie die anhaltend steigende Nachfrage belegt. Das Scouting-Programm, das eine unternehmensindividuelle Hilfestellung bietet, ist für die Unternehmen von besonderem Wert.

Als neuen Schwerpunkt wird die Allianz zukünftig verstärkt die Themen Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz in der Industrie adressieren, die eng mit der Digitalisierung der Produktion verknüpft sind. Industrie 4.0 soll eine Vernetzung über die gesamte Wertschöpfungskette darstellen. Eine entsprechende Zusammenarbeit mehrerer Unternehmen setzt Vertrauen in die Technologie voraus, gleichzeitig birgt eine vernetzte Produktion das Risiko zahlreicher Angriffsmöglichkeiten. Daher besteht ein großes Ziel der Allianz Industrie 4.0 in der Sensibilisierung und Wissensvermittlung des Themas Cybersicherheit. Die Allianz arbeitet hier eng mit anderen vom Ministerium geförderten Projekten wie „CyberProtect“ und „RoboShield“ zusammen, um die Thematik in Baden-Württemberg möglichst effektiv und flächendeckend voranzubringen.

Darüber hinaus werden künftig die Aktivitäten in den Bereichen Internationale Vernetzung und Start-ups ausgebaut. Ein entscheidender Erfolgsfaktor für Industrie 4.0 sind Kooperationen, um die notwendige Schnelligkeit bei der Umsetzung zu erzielen. Mit dem Matchmaking von Innovationspartnern sollen Innovationsprozesse verstärkt sowie eine technologie- und branchenübergreifende Vernetzung erreicht werden. Gerade etablierte Unternehmen mit gewachsenen Unternehmensstrukturen können von der Zusammenarbeit mit Start-ups profitieren. Auch die Kontakte in das benachbarte Ausland sind für die baden-württembergische Industrie von besonderer Bedeutung. Hier werden zukünftig gemeinsame Aktivitäten auf den Weg gebracht, um die Wettbewerbsfähigkeit der baden-württembergischen Unternehmen zusätzlich zu stärken.

Weitere Informationen:

Die Allianz Industrie 4.0 ist ein vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg initiiertes und gefördertes Netzwerk. Seit 2015 unterstützt die Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg insbesondere KMU und die mittelständische Industrie auf dem Weg in die Digitalisierung. Die Koordinierungsstelle ist beim VDMA Baden-Württemberg angesiedelt. Zu den über 50 Partnern zählen Unternehmen, Kammern, Verbände, Cluster, Hochschulen und Forschungsreinrichtungen sowie Sozialpartner und die L-Bank.

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Presse Baden-Württemberg Produzierendes Gewerbe 100% Künstliche Intelligenz 100% IT-Sicherheit 100%
news-485 Tue, 28 Apr 2020 15:02:45 +0200 Wirtschaftsministerium startet Krisenberatung Corona für kleine und mittlere Unternehmen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-startet-krisenberatung-corona-fuer-kleine-und-mittlere-unternehmen/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau startet mit der „Krisenberatung Corona“ in Kürze eine weitere Unterstützungsmaßnahme für kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe in Baden-Württemberg, um den Auswirkungen der Corona-Pandemie entgegenzuwirken. „Die Unternehmen im Land haben massive Umsatzeinbrüche durch wegfallende Aufträge oder Unterbrechungen in der Lieferkette. Sie brauchen jetzt kurzfristig Hilfestellung, wie sie die Krise bestmöglich überstehen“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (28. April) anlässlich des Ministerratsbeschlusses in Stuttgart. „Unsere Krisenberatung soll dazu beitragen, Unternehmen und Arbeitsplätze erhalten zu können.“ Viele Unternehmen stünden vor der Herausforderung, Mitarbeiter und Betriebskosten weiter bezahlen zu müssen, während sie kaum noch Einnahmen hätten, so die Ministerin. „In vielen Fällen ist der Fortbestand der Betriebe gefährdet. Deshalb ist es das Ziel der kostenlosen ‚Krisenberatung Corona‘, die unternehmerische Lage zu bewerten, Möglichkeiten der Liquiditätssicherung zu prüfen und eine Strategie zur Krisenüberwindung zu entwickeln.“ Die Unternehmen könnten bis zu vier Beratungstage kostenlos in Anspruch nehmen.

Die „Krisenberatung Corona“ startet am 11. Mai 2020 und wird mit rund zwei Millionen Euro aus Landesmitteln finanziert. Die Beratung soll durch das RKW Baden-Württemberg, die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Mittelstand und Handwerk (BWHM), DEHOGA Baden-Württemberg und den Handelsverband Baden-Württemberg (HBW/UBH) erfolgen. „Mit diesen Dienstleistern haben die Unternehmen qualifizierte Partner an ihrer Seite, die alle Wirtschaftsbereiche abdecken können“, betonte Hoffmeister-Kraut. Im Fokus stünden dabei Industrie, Handwerk, Handel, Gastgewerbe sowie sonstige Dienstleistungen.

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Presse Baden-Württemberg Kultur- und Kreativwirtschaft 100% Hotel- und Gastgewerbe 100% Handel & Logistik 100% IT-Wirtschaft 100% Dienstleister 100% Produzierendes Handwerk 100% Produzierendes Gewerbe 100%
news-481 Thu, 09 Apr 2020 14:45:12 +0200 Online-Befragung zu Auswirkungen von Corona auf Forschung und Innovation gestartet https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/online-befragung-zu-auswirkungen-von-corona-auf-forschung-und-innovation-gestartet/ Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat gestern Nachmittag eine Online-Befragung vor allem von innovativen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gestartet. Im Mittelpunkt stehen dabei die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf aktuelle und geplante unternehmerische Aktivitäten im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation. Alle innovativ tätigen Unternehmen sind aufgerufen, an der Befragung teilzunehmen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier: „Mit unserer Umfrage wollen wir einen Überblick gewinnen, vor welchen Schwierigkeiten gerade kleine und mittlere Unternehmen zurzeit bei ihren Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsaktivitäten stehen. Wie läuft Innovation in Zeiten von Corona? Welche Lehren ziehen Unternehmen aus der Pandemie? Welche Unterstützungsmaßnahmen könnten helfen? Die Antworten können uns nicht nur dabei helfen, bestehende Förderprogramme zu optimieren. Wir gewinnen auch Erkenntnisse für ein Fitnessprogramm für die Wirtschaft, das auf die akute Krise folgen muss. Unser Ziel ist es, unsere Unternehmen so gut wie möglich zu unterstützen.“

Die Online-Befragung ist bis Donnerstag, den 30. April 2020, geöffnet und dauert circa 10 Minuten. Alle Antworten werden anonymisiert ausgewertet. Die Ergebnisse gehen in die Transferinitiative des BMWi ein, deren Ziel es ist, den Übergang von Forschungsergebnissen in neue, marktfähige Produkte und Dienstleistungen zu verbessern.

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Presse
news-478 Tue, 07 Apr 2020 11:25:36 +0200 Wirtschaftsministerium verlängert Förderung für „Digitallotsen Wirtschaft 4.0“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-verlaengert-foerderung-fuer-digitallotsen-wirtschaft-40/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau wird bis Ende 2022 mit insgesamt rund 658.000 Euro weiterhin sogenannte „Digitallotsen Wirtschaft 4.0“ fördern. Dies gab Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (7. April) in Stuttgart bekannt. „Mit den Digitallotsen bieten wir gerade den kleinen und mittleren Unternehmen im Land eine niederschwellige und wirksame Unterstützung bei der Digitalisierung. Der Bedarf bei den Unternehmen ist hoch. Neben einem grundlegenden Überblick über Digitalisierungspotentiale geht es vielen Betrieben jetzt darum, konkret in die Umsetzung von Digitalisierungsprojekten einzusteigen und die Möglichkeiten von Zukunftstechnologien wie Künstlicher Intelligenz und Blockchain für sich zu nutzen. Hierfür wollen wir landesweit zielgruppenspezifische Angebote schaffen“, so die Ministerin. „Die Digitallotsen können die Unternehmen aktuell gerade auch mit Online-Formaten wie virtuellen Sprechstunden und Webinaren bei relevanten Zukunftsthemen optimal unterstützen.“ Seit 2016 hat sich die Digitallotsen-Förderung im Rahmen der Initiative Wirtschaft 4.0 als erfolgreiches Unterstützungsangebot für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Baden-Württemberg etabliert. Die Digitallotsen bieten für ihre jeweilige Zielgruppe landesweit eine Basisunterstützung bei der Digitalisierung, die von Print- und Onlineinformationsangeboten über verschiedene Veranstaltungen, Workshops und Webinare bis hin zu individueller Einstiegsberatung etwa in Form von Vor-Ort-Besuchen oder virtuellen Sprechstunden reicht. Zur Lotsenfunktion gehört auch, den Unternehmen einen Überblick über daran anknüpfende, weitergehende Unterstützungsangebote zu geben. „Die Digitalisierung ist gerade in der aktuellen Zeit ein zentrales Werkzeug, um Wissen effizient und passgenau zu vermitteln. In Verbindung mit weiteren Fördermaßnahmen in der Fläche des Landes wie den regionalen Digital Hubs, den KI-Labs sowie branchenspezifischen Unterstützungsangeboten etwa im Rahmen der Initiative ‘Handwerk 2025‘ wollen wir den Unternehmen im Land auch in den kommenden Jahren eine umfassende Unterstützung beim Thema Digitalisierung bieten“, so Hoffmeister-Kraut.

Das dreistufige Digitallotsen-Konzept des DEHOGA Baden-Württemberg beschäftigt sich mit den Hotel- und Gastronomiebetrieben im Land. In der ersten Stufe werden die Betriebe in Form von Best-Practice-Videos und interaktiven Fachworkshops über Digitalisierungsthemen informiert. Daran schließen sich vertiefende Online-Kurse und Webinare an, die in der dritten Stufe von einem individuellen Digital-Check vor Ort beim Unternehmen abgerundet werden.

Der Handelsverband Baden-Württemberg bietet den Unternehmen des Einzelhandels ebenfalls umfassende Informationen über ein Veranstaltungskonzept mit sowohl Präsenzformaten als auch Webinaren, welches die Unternehmen zielgerichtet gemäß ihrem Kenntnisstand adressiert. Der individuelle Beratungsbedarf der Unternehmen wird durch virtuelle Sprechtage und im Einzelfall durch Einstiegsberatung vor Ort beim Unternehmen gedeckt. Zudem sollen durch „Trendscouting“ fortlaufend technologische Entwicklungen, Trends und Innovationen aufgegriffen und diese auf die Unternehmen des Einzelhandels übertragen werden.

Das Virtual Dimension Center (VDC) Fellbach bietet mit dem Digitallotsen-Konzept für virtuelle Technologien und Geschäftsmodelle eine Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen aller Branchen, die die Technologien der Virtuellen (VR) und Erweiterten Realität (AR) für sich nutzen wollen. Das VDC Fellbach bietet dazu niederschwellige Online-Einstiegs-, Fach- und Förderberatungen sowie Lehrvideos an. Einen Fokus legt das VDC Fellbach dabei darauf, die KMU über Trends und Reifegrade im Themenfeld V/AR zu informieren. In Workshops und Ratgebern sollen KMU zudem Best-Practice-Geschäftsmodelle im Bereich V/AR kennenlernen und zu deren Anwendungsmöglichkeiten beraten werden.

Über die Initiative Wirtschaft 4.0

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat 2017 die „Initiative Wirtschaft 4.0“ ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, gemeinsam mit den 36 Partnerorganisationen die Digitalisierung der Wirtschaft in Baden-Württemberg, insbesondere im Hinblick auf KMU, branchenübergreifend und in der gesamten Fläche des Landes voranzutreiben. Die Initiative Wirtschaft 4.0 fungiert hierbei als „Dach“ und „kommunikative Klammer“ für sämtliche Aktivitäten zur Digitalisierung der Wirtschaft. Um diese Bündelungsfunktion noch besser wahrnehmen zu können, wurde eine Koordinierungsstelle für die Initiative Wirtschaft 4.0 zum 1. März 2019 in Stuttgart eingerichtet.

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Presse Baden-Württemberg Kultur- und Kreativwirtschaft 100% Hotel- und Gastgewerbe 100% Handel & Logistik 100% IT-Wirtschaft 100% Dienstleister 100% Produzierendes Handwerk 100% Produzierendes Gewerbe 100% Infrastruktur 100%
news-475 Mon, 30 Mar 2020 15:38:12 +0200 Wirtschaftsministerium fördert Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg mit 33,8 Millionen Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-forschungsinstitute-der-innovationsallianz-baden-wuerttemberg-mit-338/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg fördert die Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg (InnBW) im Rahmen der Grundfinanzierung im Jahr 2020 mit insgesamt rund 33,8 Millionen Euro. Dies gab Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (30. März) in Stuttgart bekannt. „Die wirtschaftsnahe Forschung ist ein unverzichtbarer Baustein des Technologietransfers in Baden-Württemberg. Es gilt, die Leistungsfähigkeit dieser gerade für unsere kleinen und mittleren Unternehmen unverzichtbaren Forschungseinrichtungen nicht nur zu sichern, sondern für die Zukunft weiter auszubauen“, so die Ministerin. „Dass Baden-Württemberg die innovativste Region in Europa ist, ist kein Zufall. Neben unseren FuE-starken Unternehmen bildet unsere gut ausgebaute Forschungsinfrastruktur sowie unser System des Technologietransfers die Grundlage für diesen Erfolg. Gerade die wirtschaftsnahen Forschungsinstitute der Innovationsallianz Baden-Württemberg leisten mit ihrem KMU-spezifischen Angebot einen wichtigen Beitrag hierzu“, so Hoffmeister-Kraut weiter.

Die in der Innovationsallianz zusammengeschlossenen Forschungsinstitute sind ein wichtiger Pfeiler der Forschungsinfrastruktur in Baden-Württemberg. Die Institute erschließen die Technologiefelder der Zukunft und transferieren die Forschungsergebnisse anwendungs- und ergebnisorientiert in die Unternehmen. Dieses Angebot ist vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) von Bedeutung, die oft nicht in der Lage sind, die notwendigen Forschungs- und Entwicklungskapazitäten vorzuhalten.

Weitere Informationen:

Die Innovationsallianz Baden-Württemberg (InnBW) ist ein Zusammenschluss von 13 unabhängigen Forschungsinstituten, die in den wichtigen Zukunftsfeldern, wie nachhaltige Mobilität, Umwelttechnologie und Ressourceneffizienz, Gesundheit und Pflege, Information und Kommunikation, angewandte und ergebnisorientierte Forschung betreiben. Die Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung werden den baden-württembergischen Unternehmen zugänglich gemacht.

Die Institute der Innovationsallianz bilden eine wichtige Säule der wirtschaftsnahen Forschung in Baden-Württemberg. Sie werden ausschließlich vom Land grundfinanziert. Die Institute sind in acht Stiftungen bzw. Vereinen organisiert, die Empfänger der Grundfinanzierungen sind.

Weitere Informationen zur Innovationsallianz gibt es unter: www.innbw.de

Anlage: Gesamtzuwendung 2020 nach Instituten (PDF)

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Presse
news-473 Fri, 27 Mar 2020 12:35:35 +0100 „Soforthilfe Corona“ für baden-württembergische Wirtschaft gestartet: bislang rund 46.400 Anträge eingereicht, erste Auszahlungen für morgen geplant https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/soforthilfe-corona-fuer-baden-wuerttembergische-wirtschaft-gestartet-bislang-rund-46400-antraege-ei/ Über 46.400 Anträge (Stand heute 15.00 Uhr) sind bereits in den ersten Stunden nach dem Start des branchenübergreifenden Soforthilfeprogramms zur Bewältigung der Corona-Krise eingegangen. Seit gestern Abend (25. März) können Soloselbstständige, gewerbliche Unternehmen und Sozialunternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten ebenso wie Angehörige der Freien Berufe oder Künstler, die unmittelbar durch die Corona-Krise wirtschaftlich geschädigt sind, finanzielle Soforthilfen bis zu 30.000 Euro beantragen. Für die Soforthilfen stehen vier Milliarden Euro bereit. Bereits morgen sollen erste Auszahlungen durch die L-Bank erfolgen. „Wir lassen in dieser Ausnahmesituation niemanden allein und tun alles dafür, dass unsere Wirtschaft erfolgreich durch diese Krise kommt und so viele Arbeitsplätze wie möglich gesichert werden. In einem ersten Schritt geht es jetzt darum, mit unserem Sofortprogramm all jenen Unternehmen zu helfen, die ohne diese Unterstützung innerhalb weniger Tage insolvent gehen würden“, betonte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und stellte klar: „Klar muss aber auch sein: Die Soforthilfen zielen nicht darauf ab, Betrieben ihre coronabedingten Umsatzeinbußen auszugleichen.“ Es gehe jetzt darum, dass aufgrund des Coronavirus existentiell bedrohte Betriebe offene Rechnungen weiterbezahlen oder Mieten weiter überweisen könnten. Deshalb habe das Land unter Einbeziehung der Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern und der L-Bank das Soforthilfeprogramm innerhalb weniger Tage auf die Beine gestellt. „Mir ist bewusst, dass die aktuelle Situation zu Einbußen bei einem sehr großen Kreis führt. Die hohe Anzahl an bereits eingegangenen Anträgen zeigt, dass der Bedarf enorm ist. Aber nicht alle Branchen und Betriebe sind gleichermaßen in Not. Es liege im Interesse aller, dass die Soforthilfen passgenau eingesetzt werden und dort ankommen, wo sie auch wirklich nötig seien. Daher sei auch das verfügbare liquide Privatvermögen einzusetzen, bevor die Soforthilfe in Anspruch genommen werden könne.“

„Alle am Prozess Beteiligten haben sich mit außerordentlichem Engagement auf den Start der Antragstellung eingestellt. Bei einem solch hohen Antragsaufkommen innerhalb weniger Stunden sind gewisse Verzögerungen und Anfangsschwierigkeiten aber leider nicht ganz auszuschließen. Wir bitten um Verständnis und arbeiten fast rund um die Uhr, die Prozesse schnellstmöglich reibungslos zum Laufen zu bekommen. Auch wer in den nächsten Tagen einen Antrag einreicht, kann sicher sein, dass die Mittel fließen“, so die Ministerin. Die Antragstellung, Bewilligung und Auszahlung würden sehr zeitnah reibungslos und so unkompliziert und schnell wie möglich abgewickelt werden.

Derzeit werden rund 6.000 Anträge pro Stunde hochgeladen. Parallel werden die Anträge zur regionalen Bearbeitung in die einzelnen Kammern verteilt, um sie nach der Prüfung schnellstmöglich an die L-Bank zum finalen Entscheid weiterzureichen.

Edith Weymayr, die Vorsitzende des Vorstands der L-Bank, sagte: „Wir sind vorbereitet – die Auszahlung der Soforthilfe Corona wird voraussichtlich schon im Laufe des morgigen Vormittags beginnen.“

Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK), erklärte: „Die Antragszahlen sprechen für sich und zeigen den großen Bedarf unserer kleineren Betriebe und Selbstständigen, die unsere Wirtschaft mit prägen. Vor allem illustriert es das Ausmaß, welches Corona uns allen abverlangt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kammern arbeiten deshalb stetig mit vollem Einsatz in der Antragsverteilung, -bearbeitung und ebenso der telefonischen Hilfe unter Volldampf. Seien Sie sicher: Wir werden nicht nachlassen.“

Landeshandwerkspräsident Rainer Reichhold ergänzt: „Mit der unbürokratischen Soforthilfe haben wir das richtige Instrument für unsere Betriebe am Start – das zeigt die starke Nachfrage. Alle, Technik wie Menschen, arbeiten mit vollem Einsatz bis zu ihrer Grenze und auch darüber hinaus für die Betriebe im Land. Wir wollen, dass das Geld schnell bei allen Antragstellenden ankommt.“

Beide Präsidenten haben eine gemeinsame Botschaft: „Die schiere Summe der Eingänge steht für sich und ist ein echter Lackmustest für jede IT-Lösung. Darum bitten wir im Namen unserer Organisation alle Antragsstellerinnen und Antragsteller um Verständnis, falls es dennoch zu Wartezeiten und Verzögerungen kommt. Denn eines müssen Sie wissen: Kein Antrag geht verloren. Egal wie schnell Ihre Dokumente ins System eingespeist sind, werden alle Anträge fortlaufend mit dem gleichen Einsatz bearbeitet. Es gibt keine Fristen, die versäumt werden können.“

Weitere Informationen:

Mit der Förderung im Rahmen des Soforthilfeprogramms soll die wirtschaftliche Existenz von Soloselbstständigen, gewerblichen Unternehmen, Sozialunternehmen und von Angehörigen der Freien Berufe gesichert werden. Die Förderung erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses, zunächst für drei Monate, in Höhe von bis zu

  •  9.000 Euro für Soloselbstständige und Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten,
  •  15.000 Euro für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten,
  •  30.000 Euro für Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten.

Die Antragstellung erfolgt unkompliziert, schnell und elektronisch. Die inhaltliche Vorprüfung aller Anträge übernehmen die örtlichen Kammern von Handel und Industrie sowie Handwerk – auch für Nicht-Kammermitglieder wie die Angehörigen der Freien Berufe. Sie leiten die Anträge an die L-Bank weiter, die die Bewilligung und Auszahlung der Zuschüsse vornimmt. „Damit sind wir eines der ersten Bundesländer, das seine Unternehmen schnell finanziell unterstützt“, so Hoffmeister-Kraut.

Das Antragsformular ist auf die unbedingt erforderlichen Angaben beschränkt. Gewisse formale Kriterien müssen aber eingehalten und vor Bewilligung geprüft werden, wie z. B. die Unterschrift oder der glaubhafte Nachweis, dass tatsächlich ein Liquiditätsengpass entstanden ist oder unmittelbar am Entstehen ist. Sollte dies nicht der Fall sein, können Anträge auch abgelehnt werden.

Das Soforthilfeprogramm ist Teil eines umfassenden Hilfsprogramms, zu dem auch ein Beteiligungsfonds, ein Krisenberatungsprogramm und die Bürgschaftsprogramme zählen. Das Programm des Landes und das derzeit noch nicht angelaufene Bundesprogramm werden aufeinander abgestimmt, um alle Betroffenen schnell und wirksam zu unterstützen.

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Presse
news-470 Mon, 23 Mar 2020 08:34:59 +0100 Wirtschaftsministerium fördert Forschung zu Corona-Virus am NMI Reutlingen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-forschung-zu-corona-virus-am-nmi-reutlingen/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg fördert die Forschung zum Corona-Virus am Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut (NMI) in Reutlingen mit 210.000 Euro. „Wir müssen jetzt alles dafür tun, um schnellstmöglich einen geeigneten Impfstoff gegen das Corona-Virus zu finden. Unsere wirtschaftsnahe Forschung im Land kann dazu einen wertvollen Beitrag leisten“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (22. März) in Stuttgart. Mit der Anschaffung eines Pipettierroboters soll am NMI die Immunantwort auf Infektionen mit dem Corona-Virus erforscht und spezifische Antigene für die Diagnostik und Impfstoffentwicklung identifiziert werden. „Das NMI und unsere anderen Forschungsinstitute im Land sind international bestens vernetzt und daher gefragte Partner bei der Suche nach geeigneten Impfstoffen. Gerade innerhalb der Innovationsallianz Baden-Württemberg verfügen wir über hervorragende Forschungskompetenzen“, so die Ministerin.

„Mit seinem vielfältigen Forschungs- und Dienstleistungsangebot ist das NMI ein unverzichtbarer Partner vor allem für kleine und mittlere Unternehmen, die aufgrund des hohen Kostendrucks keine eigenen Forschungskapazitäten haben, aber dennoch ständig neuen Anforderungen gerecht werden müssen“, sagte Hoffmeister-Kraut. Einer der Forschungsschwerpunkte des NMI ist es, Biomarker für die medizinische Forschung und klinische Diagnostik zu entwickeln. Aufgrund dieser speziellen Kompetenz wurde das NMI als Forschungspartner in ein von der Europäischen Union gefördertes und mit internationalen Projektpartnern besetztes Konsortium zur Forschung am Corona-Virus eingebunden. Im Rahmen des Projekts muss eine hohe Anzahl von Probenmessungen schnell und effizient durchgeführt werden, wofür der Pipettierroboter als hochdurchsatzfähiges Gerät dringend benötigt wird.

„Die wirtschaftsnahe Forschung außerhalb der Universitäten leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen im Land. Die Leistungsfähigkeit dieser Forschungseinrichtungen ist daher wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Technologietransfer in Baden-Württemberg“, sagte Hoffmeister-Kraut. Das NMI ist aktuell in weitere vielversprechende Forschungsprojekte, beispielsweise in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum für Infektionsbiologie in Braunschweig oder der Charité in Berlin, aber auch mit Unternehmen wie CureVac, eingebunden. Über die aktuelle Forschung zum Corona-Virus hinaus sind Screening-Projekte für Infektionskrankheiten am NMI seit vielen Jahren etabliert. Das Institut ist auch in diesem Bereich gefragter Partner vieler Unternehmen. Insgesamt betreibt das NMI angewandte Forschung an der Schnittstelle zwischen Bio- und Materialwissenschaften und konzentriert sich dabei auf die Entwicklung marktfähiger Produkte und Verfahren in den Bereichen Pharma und Biotechnologie, Biomedizintechnik sowie Oberflächen- und Grenzflächentechnologie.

Mit seinen Innovationen unterstützt das NMI aber nicht nur Unternehmen beim Erhalt von Arbeitsplätzen, es fungiert auch als Keimzelle für neue High-Tech-Arbeitsplätze. So wurden aus der Zusammenarbeit mit dem NMI in Reutlingen bereits zwölf neue Unternehmen mit über 200 neuen Arbeitsplätzen gegründet.

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Presse Baden-Württemberg Infrastruktur 100%
news-466 Fri, 20 Mar 2020 12:11:56 +0100 BMWi unterstützt KMU und Handwerk bei der Umsetzung von Homeoffice https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/bmwi-unterstuetzt-kmu-und-handwerk-bei-der-umsetzung-von-homeoffice/ Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen. Das Förderprogramm „go-digital“ des BMWi sieht hierfür ein spezielles, schnelles und unbürokratisches Verfahren vor.
Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „Wir wollen KMU und Handwerksbetriebe dabei unterstützen, auch in der aktuellen Krise arbeitsfähig zu bleiben. Deshalb haben wir unser bewährtes Förderprogramm „go-digital“ um ein neues Modul zur Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen erweitert. Das zeigt: Wir lassen unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Krise nicht allein und helfen so gut, so unbürokratisch und so schnell wir können dort, wo jetzt Hilfe benötigt wird.“

Der neue Förderbaustein deckt unterschiedliche Leistungen ab, von der individuellen Beratung bis hin zur Umsetzung der Homeoffice-Lösungen, wie beispielsweise der Einrichtung spezifischer Software und der Konfiguration existierender Hardware. KMU und Handwerksbetriebe, die von der Förderung profitieren wollen, müssen zunächst über die Beraterlandkarte ein Beratungsunternehmen in ihrer Region suchen und mit ihm einen Beratervertrag abschließen. Von diesem Punkt an übernimmt das Beratungsunternehmen alle weiteren Schritte für die Unternehmen: von der Beantragung der Förderung über die Umsetzung passgenauer und sicherer Maßnahmen bis hin zur Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen. 

Von der Förderung können rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial mit weniger als 100 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz oder einer Vorjahresbilanz von höchstens 20 Millionen Euro profitieren. Bei einem maximalen Beratertagessatz von 1.100 Euro beträgt der Förderumfang maximal 30 Tage.

Konkrete Fragen zur Förderfähigkeit und Beantragung beantwortet der Projektträger, die EURONORM GmbH, telefonisch unter 030-97003-333.

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Presse
news-463 Tue, 17 Mar 2020 16:27:34 +0100 Baden-Württemberg unterstützt Forschung zu Quantencomputing mit 40 Millionen Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/baden-wuerttemberg-unterstuetzt-forschung-zu-quantencomputing-mit-40-millionen-euro/ Der Ministerrat hat in seiner heutigen Sitzung (17. März 2020) einer Förderung zum Aufbau des „Kompetenzzentrums Quantencomputing Baden-Württemberg“ der Fraunhofer-Gesellschaft zugestimmt. Hierzu plant die Landesregierung in den kommenden vier Jahren bis zu 40 Millionen Euro an Fördermitteln bereitzustellen. Nach der heutigen Entscheidung des Ministerrates soll noch im April 2020 die Zustimmung des Finanzausschusses eingeholt werden, sodass einem baldigen Beginn der Landesförderung nichts im Wege steht. In Ehningen bei Stuttgart soll zu Forschungszwecken außerdem der derzeit kommerziell leistungsfähigste Quantencomputer des Unternehmens IBM angesiedelt werden. „Die Ansiedlung des Quantenrechners und der Aufbau des Kompetenzzentrums in Baden-Württemberg ist ein großartiger Erfolg und eine enorme Chance für Wirtschaft und Wissenschaft in unserem Land“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

„Für Baden-Württemberg ist der Quantencomputer ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die entscheidenden Zukunftstechnologien frühzeitig und erfolgreich zu gestalten. Das Potential und die Möglichkeiten sind enorm und vieles davon können wir uns heute noch gar nicht vorstellen. Mit dem Quantencomputer in Ehingen schaffen wir einen Beitrag für ein deutsches Quantentechnologie-Ökosystem mit internationaler Strahlkraft und einen Meilenstein für die technologische Souveränität Deutschlands und Europas“, betonte Kretschmann.

„Als Land der Hidden Champions und führende Innovationsregion in Europa bieten wir ideale Voraussetzungen – und eine Vielzahl an Anwendungsgebieten, für die das Quantencomputing künftig in der Praxis nützlich werden wird. Gerade im Hinblick auf Künstliche Intelligenz eröffnet die enorme Rechenleistung völlig neue Möglichkeiten, um wesentliche wirtschaftsrelevante Fragestellungen künftig in kürzester Zeit anstatt in Jahren zu lösen“, ergänzte Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut. „Wir wollen die Innovationspotenziale des Quantencomputings möglichst frühzeitig für wirtschaftliche und wissenschaftliche Anwendungen im Land nutzen, um uns einen wichtigen Wettbewerbsvorteil zu erarbeiten. Die Einrichtung des Kompetenzzentrums in Baden-Württemberg ist dabei ein ganz wichtiger Schritt.“

Die Kooperation der Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Unternehmen IBM ermöglicht in Baden-Württemberg die europaweit erste Installation eines „IBM Q System“ neuester Generation, des derzeit kommerziell leistungsfähigsten Quantencomputers am Hauptsitz der IBM Deutschland GmbH in Ehningen. Ab Anfang 2021 soll der neue Quantencomputer exklusiv für Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Wissenschaft und Wirtschaft im Rahmen des Kompetenzzentrums zur Verfügung stehen.

Das von der Fraunhofer-Gesellschaft betriebene Kompetenzzentrum soll noch in diesem Jahr gemeinsam mit Universitäten, weiteren außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Partnern aus Startups sowie etablierten kleinen, mittleren und größeren Unternehmen aus Baden-Württemberg eingerichtet werden. Zusammen mit dem Land wird die Fraunhofer-Gesellschaft die Ausschreibung von Verbundprojekten zu Quanten-Hard- und -Software mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft initiieren. Das hierfür nötige Wissen wird die Fraunhofer-Gesellschaft zusammen mit IBM, den Wissenschaftseinrichtungen und der Wirtschaft weiterentwickeln und in die Praxis transferieren. Das Land erhofft sich, mit dem international sichtbaren Forschungs- und Entwicklungszentrum eine völlig neue Quanten-Hardware- und Software-Branche im Land zu stimulieren, mit der Möglichkeit von Ausgründungen in den Bereichen der Mikro- und Nanoelektronik ebenso wie der Quanteninformatik. Interessierte Hochschulen, Unternehmen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sollen sich als Mitglieder und Projektpartner in die Arbeit des Kompetenzzentrums einbringen können.

Das Kompetenzzentrum in Baden-Württemberg wird das erste seiner Art in einem deutschlandweiten Netzwerk von Kompetenzzentren zum Quantencomputing der Fraunhofer-Gesellschaft sein. „Dies ist ein Leuchtturmvorhaben mit internationaler Strahlkraft. Insgesamt werden durch die Vorreiterrolle des Landes Baden-Württemberg deutschlandweit Forschungsprojekte zum Quantencomputing mit einem Gesamtvolumen von mehr als 165 Millionen Euro in den Kompetenzzentren der Fraunhofer Gesellschaft aktiviert“, sagte Ministerin Hoffmeister-Kraut. Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF mit Sitz in Freiburg übernimmt die koordinative Führung für das Kompetenzzentrum gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO.

Hintergrundinformationen:

Quantenbasierte Rechenverfahren, auch als Quantencomputing bezeichnet, bieten die Aussicht auf gänzlich neue Lösungen in der Behandlung von komplexen Systemen und gewinnen für wirtschaftsrelevante Fragestellungen immer weiter an Bedeutung. Diese Tendenz wird durch die jüngsten Fortschritte in der Rechenleistung von Quantencomputern geprägt. Quantenalgorithmen bieten disruptive neue Möglichkeiten, um den fundamentalen Einschränkungen klassischer digitaler Computer zu begegnen.

Besondere Eigenschaften der Quantenlogik und die Fähigkeit zu extrem parallelisierten Rechenvorgängen ermöglichen die Entwicklung wesentlich effizienterer Lösungswege der Datenverarbeitung zur Bearbeitung von Problemstellungen in Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft. Dabei handelt es sich meist um Problemklassen, für die bisher keine effizienteren Algorithmen entwickelbar waren. Bisher existiert für diese Problemklassen ein „algorithmischer Grenzwert“, der nicht überschritten werden kann und nur durch neue, effizientere Hardware, wie sie ein Quantencomputer bietet, schneller berechenbar gemacht werden kann. Die grundsätzlichen Vorteile können universell auf wissenschafts- und praxisrelevante Gleichungssysteme, komplexe Optimierungsfragen und Methoden der künstlichen Intelligenz bzw. maschinelle Lernverfahren übertragen werden.

Für die Wissenschaft und Wirtschaft des Landes Baden-Württemberg ergibt sich ein breites Spektrum an potenziellen Anwendungsgebieten, mit hoher Relevanz beispielsweise für die Ingenieurs-, Material- und Datenwissenschaften, für Mobilität, Logistik, Industrie-, Pharma- und Prozesssektor, den Finanz- und Energiesektor, die Gesundheitswirtschaft sowie die IT-Kommunikations- und -Sicherheitstechnologien. Zu den konkreten Einsatzfeldern des Quantencomputings zählen beispielsweise

  • Die Weiterentwicklung von Künstlicher Intelligenz und des maschinellen Lernens, beispielsweise durch schnelle Suchalgorithmen für riesige Datenmengen sowie dem Clustering von Daten und Trainieren tiefer neuronaler Netze.
  • Die auf Quantenchemie basierende Simulation und Auswahl neuer Moleküle bzw. Materialien, z.B. für Batteriezellen oder Pharmazeutika.
  • Die Optimierung von komplexen Fertigungsplanungs- und Produktionsprozessen entlang von Wertschöpfungsketten.
  • Die Optimierung von komplexen Verkehrs- und Logistiksystemen in Echtzeit.
  • Die effiziente und komfortable Bereitstellung öffentlicher und individueller Mobilität, z. B. von autonomen Fahrzeugen in Ballungsräumen, auch im Hinblick auf die optimale Auslastung der Verkehrsinfrastruktur in Echtzeit.
  • Die Analyse von komplexen Wert- und Investitionsströmen an den Finanzmärkten.

Bis zum breit angelegten, praktischen Einsatz im kommerziellen Kontext wird es noch einige Jahre dauern. Auch die anwendungsorientierte Forschung im Quantencomputing steht noch am Anfang. Quantenalgorithmen müssen kontextbezogen definiert und übersetzt werden, um sie für die Anwendungsprogrammierung einfach nutzbar zu machen. Das erfordert Fachkompetenzen in den wirtschaftsnahen Forschungseinrichtungen und der Industrie, die mit dem Kompetenzzentrum für Quantencomputing über Verbundprojekten und Wissenstransfer hierzulande frühzeitig aufgebaut werden sollen.

Obwohl das enorme Potential quantenbasierter Rechenstrategien bereits seit einiger Zeit diskutiert und erforscht wird, besteht dringender industrieller Bedarf daran, die besonderen Leistungsmerkmale der Quantencomputer für unterschiedliche Anwendungsszenarien zu evaluieren und mögliche Synergien mit klassischen Methoden des Höchstleistungsrechnens zu identifizieren.

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Presse Unterstützung Baden-Württemberg Handel & Logistik 100% IT-Wirtschaft 100% Dienstleister 100% Produzierendes Gewerbe 100% Künstliche Intelligenz 100% Infrastruktur 100%