Mit KI zu mehr Qualität und Effizienz

In Künstlicher Intelligenz (KI) steckt viel Potenzial, um innovative Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle zu entwickeln – und zwar quer durch alle Branchen und Lebensbereiche. Das eröffnet Unternehmen aus Baden-Württemberg neue Chancen für Wertschöpfung und Wachstum, insbesondere, wenn sie ihr spezialisiertes Branchenwissen mit der Kompetenz der im Land ansässigen KI-Forschung bündeln. Der Innovationswettbewerb „KI für KMU“ fördert Projekte, die sich an konkretem Bedarf orientieren und beispielgebende Lösungen erwarten lassen, wie mit KI-Methoden Qualität und Effizienz auf ein neues Niveau gehoben werden.

Stärken ins KI-Zeitalter übertragen

„Damit unsere Wirtschaft auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt, brauchen wir gerade im Mittelstand noch mehr ‘KI made in BW‘. Mit diesem Wettbewerb unterstützen wir gezielt die Entwicklung von erfolgversprechenden KI-Innovationen in unserem Mittelstand“, sagt Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Unser Ziel ist es, dass insbesondere unsere kleinen und mittleren Unternehmen die Potenziale der KI marktorientiert, schnell und kommerziell erfolgreich nutzen können. Ein Schlüssel hierfür ist die enge Zusammenarbeit innovativer Unternehmen untereinander und mit exzellenten Forschungseinrichtungen.“ Die anwendungsorientierten Kooperationen ermöglichen es KMU, Forschungsergebnisse in die Betriebe zu transferieren. Zudem bauen sie selbst strategisch wichtige Kompetenzen im Bereich KI auf, um vorhandene Stärken ins KI-Zeitalter zu übertragen oder sich neue Fähigkeiten zu erschließen.

Branchenübergreifend Anwendungsfelder abdecken

Die Modellprojekte decken sowohl bei den Anwendungsfeldern als auch bei den Wirtschaftszweigen eine große Bandbreite ab – vom produzierenden Gewerbe über Logistik und Automotive bis zu Medizin und Biotechnologie. Die mit insgesamt 2,5 Millionen Euro geförderten Projekte dienen als Vorbilder, um weitere Unternehmen anzuregen, gemeinsam mit Forschungseinrichtungen eigene KI-Lösungen zu entwickeln. Neben den Fördermitteln des Wirtschaftsministeriums leisten die beteiligten Unternehmen zusätzlich Eigenbeträge in Höhe von 1,6 Millionen Euro.

Neun geförderte Verbundprojekte:

  • AI2ISO – Absicherung von Funktionen für das Autonome Fahren

  • Embedded AI in a Box

  • Entwicklung und Integration einer neuen Magnetresonanz-Analysemethode zur Beurteilung der Erkrankungsaktivität bei Patienten mit Multipler Sklerose

  • HyperSpec – Sortierung von Wertstoffen

  • KI-basierte Steuerungsarchitektur für vernetzte, flexible Materialflusssysteme

  • KI-basierte Wartungsoptimierung von Blockheizkraftwerken

  • Mesh AI – Automatisierte Gittergenerierung durch maschinelles Lernen

  • SimKI – Echtzeitdatenerfassung und Parameterkorrektur mittels einer mit Simulationsdaten angelernten KI

  • Verbesserung von Lebensmittel-Haltbarkeit durch Bilderkennung und KI-gestützte Züchtung