Wirtschaft digital Baden-Württemberg

Die Digital Hubs BW sind weiterhin für Sie da

Schnell, flexibel und digital, das sind die Digital Hubs in Baden-Württemberg ganz unabhängig von der aktuellen Corona-Pandemie. Eigenschaften, die den zehn regionalen und drei themenspezifischen Digitalisierungszentren in der aktuellen Krise zugutekommen.

Was ist zu tun, wenn geplante Großveranstaltungen oder Workshops auf unbestimmte Zeit verschoben werden müssen? Wie kann den kleinen und mittleren Unternehmen vor Ort schnell und unkompliziert geholfen werden? Mit diesen und anderen Fragestellungen setzen sich die Digital Hubs auseinander und bieten Hilfestellung.

Von der Krise ausbremsen lassen? Nein!

Die Corona-Krise als Chance zu begreifen, bleibt zunächst frommer Wunsch. Das bestätigt auch Dr. Julia Mohrbacher, Projektleiterin des DIGIHUB Südbaden: „Auch uns hat die derzeitige Situation getroffen: Lange und mit Herzblut geplante Veranstaltungen mussten verschoben werden, Digichecks vor Ort bei den Betrieben fallen vorerst auch aus. Nach zwei, drei Tagen des „Trauerns“ haben wir beschlossen, einfach neue Formate wie die Digitalsprechstunde und den Blog auszutesten. Das positive Feedback bestärkt uns, auch weiterhin ausgefallenere Ideen auszutesten, ganz im agilen Sinne.“

Schnell handeln und für Unternehmen da sein

Unternehmen, ja ganze Branchen, stellten von heute auf morgen auf Remote Work, sprich Homeoffice, um. Nicht nur die digitale Infrastruktur und Datenschutz stellen beim mobilen Arbeiten eine Herausforderung dar. Auch Kooperation in dezentralen Teams ist nun an der Tagesordnung. Der Digital Hub Nordschwarzwald reagierte darauf. Innerhalb kürzester Zeit wurden verschiedene Webinare zum Thema Homeoffice angeboten. Hub-Manager Alexander Richter unterstreicht: „Wir sind beim Feststellen der aktuellen Herausforderungen der Unternehmen direkt mit Themen gestartet, die wir für relevant hielten. Momentan konzentrieren wir uns darauf, den Bedarf unserer Zielgruppe, den kleinen und mittleren Unternehmen im Nordschwarzwald, in unseren Webinaren und anderen digitalen Kanälen zu erfassen und schnell entsprechende Formate und Hilfestellungen anzubieten.“

Um die von Bund und Land bereitgestellten Mittel sinnvoll zu ergänzen, hat die Stadt Mannheim, ein Konsortialpartner des Digital Hub kurpfalz@bw, in kürzester Zeit Zusatzhilfen für Unternehmen eingerichtet. Schnell reagiert hat auch der Digital Hub Heilbronn Franken. Beispielsweise können sich hier Unternehmen zu den Finanzierungsprogrammen informieren. Dafür wurde eine COVID-19-Finanzierungssprechstunde eingerichtet. Termine können online organisiert werden und finden vor Ort, per Telefon oder online statt.

Flexibel reagieren und online präsent sein

Der Digital Hub Ostwürttemberg (digiZ) und das Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach (DZ) stellten kurzerhand alle ihre Veranstaltungen auf Online-Angebote um. Gleichzeitig wurden die Themen der aktuellen Situation angepasst. Das digiZ bietet beispielsweise ein Webinar für Vertriebler im Homeoffice an. Design Thinking als Werkzeug im Krisenmodus vermittelt das DZ via Internet. Die Digital Hubs werden ihrer digitalen Vorreiterrolle gerecht. Sie sind Early Adopter und für die Unternehmen da. „Wir unterstützen die regionalen Firmen selbstverständlich gerne in der Auswahl der geeigneten Tools, um im Homeoffice effizient zu arbeiten und ihren Betrieb soweit wie möglich aufrecht erhalten zu können“, so Alexander Nikolaus, Leiter des DZ Ulm | Alb-Donau | Biberach.

Das wurde auch im Digital Hub Karlsruhe für angewandte KI in zahlreichen Aktionen der Partner deutlich. Das CyberForum e.V. hat beispielsweise in kürzester Zeit eine eigene Website zur Corona-Hilfe für Unternehmen online gestellt. Andere Partner im Netzwerk gehen mit ganz konkreten Lösungen zur Bewältigung der Krise mit gutem Beispiel voran – das FZI Forschungszentrum Informatik beispielsweise stellt per 3D-Drucker Schutzmasken für das Städtische Klinikum Karlsruhe her. Auch beim bundesweiten Hackathon waren Karlsruher Teams vielfach vertreten und zeigen so Wege durch und aus der Krise auf.

Digital der Krise begegnen

Als frühzeitige Anwender digitaler Instrumente und Methoden, die in der aktuellen Situation weiterhelfen, geben auch die Digital Hubs in Südbaden und im Landkreis Böblingen ihr Wissen weiter. Der DIGIHUB Südbaden berichtet im eigenen DigitalNOW Blog über Soforthilfen in der Corona-Krise und bietet ein COVID-19-Canvas mit Downloadmöglichkeit an. Auch die Digitalsprechstunde findet nun digital, per Videokonferenz, statt. Im Landkreis Böblingen können sich Unternehmen beim „Ratgeber Coronakrise“ informieren.

Die Online-Formate kommen gut an

Der enorme Aufwand der Hubs mit den Online-Formaten lohnt sich. „Nach diesem äußerst kurzweiligen Online-Seminar kommt nahezu Begeisterung und Euphorie für die Art der Durchführung auf. Dank der genutzten Tools konnte in einem unbekannten Team interaktiv zusammengearbeitet werden. Ich konnte einige inspirierende Aspekte gewinnen und neue Methoden kennenlernen“, so ein Teilnehmer eines Webinars des DZ Ulm | Alb-Donau | Biberach.

Sich nicht von der Corona-Krise ausbremsen zu lassen, war auch ein zentraler Punkt des in diesem Fall virtuellen Netzwerktreffens der Digital Hubs am 30. März. Dieses wurde von der DIZ | Digitales Innovationszentrum GmbH im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau organisiert. Vernetzung ist aktuell wichtiger denn je. Beispielsweise mit der Koordinierungsstelle der Initiative Wirtschaft 4.0, für die Bernhard Grieb am Netzwerktreffen teilnahm. Zusammen mit Verena Schneider vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie den Hub-Vertretern diskutierte Bernhard Grieb Anknüpfungspunkte mit weiteren Förderprojekten der Initiative Wirtschaft 4.0.

Die DIZ | Digitales Innovationszentrum GmbH wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg als Vernetzungsstelle des Digital Hub-Netzwerks BW beauftragt. Das DIZ fungiert im dreijährigen Förderzeitraum als Schnittstelle zwischen den einzelnen Hubs und unterstützt deren Vernetzung sowie den Austausch.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat 2017 die "Initiative Wirtschaft 4.0" ins Leben gerufen. Ziel der Initiative ist es, gemeinsam mit den 36 Partnerorganisationen die Digitalisierung der Wirtschaft in Baden-Württemberg, insbesondere im Hinblick auf KMU, branchenübergreifend und in der gesamten Fläche des Landes voranzutreiben. Die Initiative Wirtschaft 4.0 fungiert hierbei als "Dach" und "kommunikative Klammer" für sämtliche Aktivitäten zur Digitalisierung der Wirtschaft. Um diese Bündelungsfunktion noch besser wahrnehmen zu können, wurde eine Koordinierungsstelle für die Initiative Wirtschaft 4.0 zum 1. März 2019 in Stuttgart eingerichtet.

Mehr Informationen: www.digital-hubs-bw.de

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