Wirtschaft digital Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de Wirtschaft digital Baden-Württemberg de-DE Wirtschaft digital Baden-Württemberg Wed, 21 Feb 2018 12:35:55 +0100 Wed, 21 Feb 2018 12:35:55 +0100 TYPO3 EXT:news news-119 Fri, 09 Feb 2018 15:44:18 +0100 Erstes „Popup Labor BW“ ab 23. Februar in Schwäbisch Gmünd https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/erstes-popup-labor-bw-ab-23-februar-in-schwaebisch-gmuend/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat die Unternehmen im Ostalbkreis ermuntert, sich am ersten „Popup Labor BW“ zu beteiligen, das ab 23. Februar bis 2. März 2018 in Schwäbisch Gmünd in der „eule gmünder wissenswerkstatt“ stattfinden wird. „Mein Appell an die kleinen und mittelgroßen Unternehmen im Ostalbkreis: Nehmen Sie sich die Zeit, kommen Sie, profitieren Sie! Das Popup Labor ist unser praxisnahes und unkompliziertes Angebot, eigene Innovationspotenziale anzukurbeln. Unser klarer Anspruch ist es, Baden-Württemberg auch in Zukunft als führenden Innovations- und Wirtschaftsstandort zu positionieren. Wir wollen weiter auf der Gewinnerseite stehen. Das geht aber nur, wenn unsere Mittelständler nicht den Anschluss verlieren“, sagte Hoffmeister-Kraut am Freitag (9. Februar) in Stuttgart.

Hintergrund des neuen Angebots sind Analysen, dass insbesondere im Mittelstand die Innovationsdynamik nachlässt. Dazu die Ministerin: „Die Welt wartet nicht auf uns. Wir liegen mit unserer Innovationsfähigkeit zwar vorn, aber andere holen stetig auf. Wir müssen vor allem die Innovationskraft unseres starken Mittelstands weiter verbessern, um führende Innovationsregion in Europa zu bleiben.“ Für den Mittelstand sei es auch in Baden-Württemberg schwieriger geworden, bei Forschung und Entwicklung mit den großen Unternehmen Schritt zu halten, so die Ministerin. Hinzu kämen Digitalisierung oder veränderte Mobilitätsformen als neue und zusätzliche Herausforderungen für das Innovationsgeschehen, so Hoffmeister-Kraut.

Das „Popup Labor BW“ soll zeigen, wie kleine und mittlere Unternehmen mit neuen Technologien, Verbraucher-Trends oder der digitalen Transformation Schritt halten können, wie man sie angeht und damit noch dazu zum Vorreiter werden kann. Kleine und mittelständische Unternehmen seien der Motor der Wirtschaft im Südwesten, betonte die Ministerin. Mit den Popup Laboren BW biete das Land dem Mittelstand ortsnah und niederschwellig beste Bedingungen, um neue Wege zu erproben und innovative Ideen und erfolgreiche Geschäftsmodelle zu gestalten. Gründer, Start-ups und innovative, kreative Köpfe könnten sich in den Lern- und Experimentierräumen ausprobieren, austauschen und vernetzen.

Mit den Laboren werden Geschäftsführer, Führungskräfte, Mitarbeitende und Auszubildende von Unternehmen und Start-ups durch vielfältige Angebote für Innovationen fit gemacht und mit geeigneten Partnern für Innovationskooperationen zusammengebracht.

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Presse
news-117 Wed, 07 Feb 2018 16:40:00 +0100 Wirtschaftsministerium fördert mit dem „Multilabor – Handwerk 4.0“ an der Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen die erste „Lernwerkstatt 4.0“ für das Handwerk https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-mit-dem-multilabor-handwerk-40-an-der-friedrich-ebert-schule-in/ An der Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen wurde heute mit dem „Multilabor – Handwerk 4.0“ die erste „Lernwerkstatt 4.0“ für das Handwerk eingeweiht. „Die digitale Transformation unserer Wirtschaft schlägt sich nicht nur in den Arbeitsprozessen und Geschäftsmodellen nieder, sie führt auch zu einem Wandel in der Arbeitswelt und einem Veränderungsbedarf in der Aus- und Weiterbildung. Gerade unser Fachkräftenachwuchs und unsere Beschäftigten müssen am Puls der Zeit bleiben. Im neuen Multilabor werden die Auszubildenden sowie die Teilnehmenden an Weiterbildungslehrgängen für die digitale Zukunft fit gemacht. So profitieren sowohl der Landkreis Esslingen als auch das Handwerk als wichtiger Ausbildungspartner von diesem ersten Modellprojekt für die Digitalisierung der beruflichen Aus- und Weiterbildung im Handwerk“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz anlässlich der offiziellen Einweihung. Das Wirtschaftsministerium förderte das Modellprojekt mit 364.000 Euro. Mit dem Multilabor 4.0 hat der Landkreis Esslingen als Schulträger an der Friedrich-Ebert-Schule eine digitale Lernwerkstatt für das Handwerk errichtet. „Unsere bislang geförderten 16 Lernfabriken 4.0 haben allesamt einen industriellen Fokus. Nun fördern wir erstmals eine Einrichtung für die digitale Aus- und Weiterbildung von Handwerksberufen in den Gewerken Elektro und Sanitär-Heizung-Klima“, betonte Schütz. In dem „Multilabor 4.0“ soll insbesondere die Digitalisierung im Gebäude und der Energie- und Umwelttechnik dargestellt werden. So spielen beispielsweise die Themen Gebäudesystemtechnik, Smart Home, Sanitär-Heizung-Klima und Elektrotechnik eine große Rolle.

Der Erfolg des Modellvorhabens in Esslingen hat auch im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung und dem weiteren Ausbau von Lernfabriken und -werkstätten 4.0 im Land eine besondere Bedeutung. Auf den ersten Förderaufruf der Lernfabriken 4.0 gab es eine große Resonanz. Deshalb sollen mit der konzeptionellen Weiterentwicklung des Lernfabrik-Programms bestehende Lücken in der regionalen Verteilung geschlossen und gleichzeitig weitere Wirtschaftsbereiche neben der Industrie, wie das Handwerk, einbezogen werden. „Das neue Programm im Doppelhaushalt 2018/2019 wird ein Volumen von 4 Millionen Euro umfassen und voraussichtlich im April bzw. Mai 2018 starten“, ergänzte die Staatssekretärin.

Gemeinsam mit den beteiligten Lehrkräften stellte Schulleiter Erhard Hofmeister das Modellvorhaben an der Friedrich-Ebert-Schule den rund 70 Vertretern aus Wirtschaft und Politik vor. Neben der Staatssekretärin würdigten auch Landrat Heinz Eininger sowie Hauptgeschäftsführer Oskar Vogel vom Baden-Württembergischen Handwerkstag das Projekt.

Hintergrundinformationen:
Das Projekt „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ ist eine gemeinsame Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau und des Baden-Württembergischen Handwerkstages und stellt ein wesentliches Zukunftsprojekt der Mittelstandspolitik dar.

Ziel des dialogorientierten Projekts ist es, die Herausforderungen, Chancen und Potenziale für die wirtschaftliche Entwicklung des baden-württembergischen Handwerks in den nächsten zehn Jahren näher zu beleuchten und daraus Unterstützungsmaßnahmen durch das Land und die Handwerksorganisationen abzuleiten. Das Wirtschaftsministerium fördert die im Projekt definierten 20 Umsetzungsmaßnahmen bis Ende 2019 mit 4,4 Millionen Euro. Schwerpunkte der Maßnahmen sind die Personalentwicklung, die strategische Betriebsführung, die Digitalisierung sowie die Themen Innovation und Kooperation.

Die modellhafte Einrichtung einer Lernwerkstatt 4.0 wird im Rahmen der Maßnahmen der „Digitaloffensive Handwerk 2025“ gefördert. Analog zu den bislang geförderten 16 Lernfabriken 4.0 in der industriellen Ausbildung soll damit die Digitalisierung in der Aus- und Weiterbildung auf weitere wichtige Branchen, wie das Handwerk, ausgeweitet werden.

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news-115 Mon, 05 Feb 2018 15:30:10 +0100 „Digitalgipfel 2018 – Wirtschaft 4.0 BW“ mit über 1.000 Teilnehmern https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/digitalgipfel-2018-wirtschaft-40-bw-mit-ueber-1000-teilnehmern/ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am Montag (5. Februar) auf dem „Digitalgipfel 2018 – Wirtschaft 4.0 BW“ die ausgewählten zehn regionalen Digitalisierungszentren – „Digital Hubs“ – bekannt gegeben. „Damit unterstützen wir insbesondere die mittelständische Wirtschaft in der Fläche des Landes auf dem Weg in die digitalisierte Zukunft“, erklärte die Ministerin vor mehr als 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Stuttgarter Carl Benz Arena. Im Rahmen der branchenübergreifenden Digitalisierungsoffensive „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ investiert das Land in den Aufbau der regionalen Digital Hubs insgesamt rund 10 Millionen Euro. „Die Digitalisierung beginnt nicht erst, sondern wir stecken mittendrin. Sie prägt zunehmend unseren Alltag und unsere Wirtschaft. Wir können uns gegen sie wehren und werden abgehängt – oder wir nutzen ihre Chancen und stehen weiter auf der Gewinnerseite. Die Welt wartet nicht auf uns. Unser klarer Anspruch ist es aber, Baden-Württemberg auch in der digitalisierten Zukunft als führenden Innovations- und Wirtschaftsstandort zu positionieren“, sagte Hoffmeister-Kraut.

„Die regionalen Digital Hubs sollen als Teilchenbeschleuniger digitaler Innovationen wirken. Baden-Württemberg war immer stark, weil es in der Fläche stark war. Uns zeichnet aus, dass wir nicht nur wenige wirtschaftliche Kraftzentren haben, sondern dass starke und international erfolgreiche Mittelständler auch und gerade im ländlichen Raum zu Hause sind. Das soll auch im digitalen Zeitalter so bleiben“, unterstrich die Ministerin.

Die Digitalisierung sei insbesondere auch eine Frage zukünftiger Geschäftsmodelle der Unternehmen im Land. Zur deren Entwicklung biete die Zusammenarbeit von bestehenden Unternehmen und Start-ups großes Potential. Die regionalen Digital Hubs seien daher als Ideen-, Experimentier- und Kollaborationsräume zu verstehen, in denen unterschiedlichste Kompetenzen, Disziplinen, Ideen, Technologien und Kreativität aufeinandertreffen.

Durch Kooperation, Vernetzung und Austausch sollen digitale Innovationen in der gesamten Fläche des Landes vorangebracht werden. Darüber hinaus sollen die regionalen Digital Hubs als erste Anlaufstelle kleine und mittlere Unternehmen beim Einstieg in Digitalisierungsvorhaben unterstützen. Träger der regionalen Digital Hubs soll jeweils ein Konsortium sein, an dem sich u. a. Städte, Landkreise und Gemeinden, Kammern, Verbände, Hochschulen, Unternehmen und Start-ups beteiligen können. Die ausgewählten Hub-Konsortien werden nun zügig ihre Förderanträge ausarbeiten, um die Hubs rasch an den Start zu bringen.

Wie richtig und wichtig die Einrichtung der Hubs ist, bestätigen die Ergebnisse des „Monitoring-Report – Wirtschaft DIGITAL Baden-Württemberg“. Die Studie über die Digitalisierung der gewerblichen Wirtschaft war vom Wirtschaftsministerium beim Marktforschungsinstitut Kantar TNS und dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim (ZEW) in Auftrag gegeben worden. Laut dem Monitoring-Report ist die Digitalisierung im Südwesten mit 55 von insgesamt 100 möglichen Punkten etwas weiter fortgeschritten als im Bundesdurchschnitt (54). Die befragten Unternehmen gehen für die nahe Zukunft von einem anhaltend hohen Digitalisierungstempo aus. Große Unternehmen sind beim Grad der Digitalisierung bereits weiter fortgeschritten als mittelständische Unternehmen. Deutliche Unterschiede beim Stand der Digitalisierung zeigen sich laut Studie auch in den einzelnen Branchen. Während die IKT-Branche und wissensintensive Dienstleistungsbranchen wie Kreativwirtschaft, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen oder Handel (weit) überdurchschnittlich digitalisiert sind, liegen zum Beispiel Maschinen- und Fahrzeugbau, Bauwirtschaft, Chemie und Gesundheitsindustrie und sonstiges Verarbeitendes Gewerbe oder auch Gastgewerbe im Durchschnitt oder (weit) darunter.

„Der Report zeigt uns, dass wir nachlegen müssen, um der Digitalisierung unserer Wirtschaft noch mehr Tempo zu verleihen – insbesondere im Mittelstand. Dieser muss – mit seiner heutigen starken Stellung – auch Treiber der Digitalisierung im Land werden. Die Hubs werden entscheidende Epizentren dafür“, betonte Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut.

Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung. Dazu hat sie eine Investitionsoffensive gestartet: Rund eine Milliarde Euro werden in dieser Legislaturperiode in die Digitalisierung investiert, rund die Hälfte davon fließt in den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Erstmals werden alle Vorhaben auch unter dem Dach des Digitalisierungsministeriums koordiniert und gebündelt. Mit „digital@bw“ wurde im Sommer 2017 die erste, landesweite und ressortübergreifende Digitalisierungsstrategie vorgestellt. In den kommenden zwei Jahren werden dazu rund 70 ganz konkrete Projekte mit einem Volumen von 265 Millionen Euro umgesetzt, um Baden-Württemberg als Leitregion des Digitalen Wandels in Europa zu verankern.

Schwerpunkte von „digital@bw“ sind die Bereiche Intelligente Mobilität der Zukunft, digitale Start-Ups, Wirtschaft 4.0, Bildung und Weiterbildung in Zeiten der Digitalisierung, digitale Gesundheitsanwendungen sowie digitale Zukunftskommunen und Verwaltung 4.0. Dazu kommen die Querschnittsbereiche Forschung, Entwicklung und Innovation, Nachhaltigkeit und Energiewende, Datensicherheit, Datenschutz und Verbraucherschutz.

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news-109 Mon, 29 Jan 2018 10:28:50 +0100 "Wirtschaftsgipfel Baden-Württemberg und die EU" in Brüssel mit über 200 Teilnehmern https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsgipfel-baden-wuerttemberg-und-die-eu-in-bruessel-mit-ueber-200-teilnehmern/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am Montag (29. Januar) den von ihr initiierten Wirtschaftsgipfel „Baden-Württemberg und die EU“ mit über 200 Teilnehmern in Brüssel eröffnet. „Baden-Württemberg als Exportland Nummer eins profitiert wie kaum eine andere Region von der Einbindung in die Europäische Union. Deshalb machen wir uns für die europäische Integration stark und werden uns weiterhin aktiv einbringen. Angesichts des globalen Wettbewerbs muss sich Europa mehr denn je innovationspolitisch neu erfinden, um den Anschluss nicht zu verlieren“, forderte Hoffmeister-Kraut. „Wir müssen den gemeinsamen Markt weiterentwickeln und einen gemeinsamen digitalen Binnenmarkt schaffen.“ Das sei essentiell für das erfolgreiche Fortbestehen der Europäischen Union. Nur ein Europa, das Wohlstand und Arbeitsplätze sichere, könne sich langfristig auch der Unterstützung seiner Bürgerinnen und Bürger sicher sein. Hoffmeister-Kraut wurde von einer vielköpfigen Delegation begleitet. Darunter befanden sich hochrangige Vertreter aus Wirtschaft und Verbänden, u. a. die Präsidenten des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertags, des Handwerkstags, des Sparkassen- und des Genossenschaftsverbands. Der gemeinsame Ansatz ist der Ministerin sehr wichtig: „Zu einer aktiven Rolle Baden-Württembergs in Europa gehört es, dass wir unsere Anliegen bei wichtigen EU-Gesetzgebungsprozessen bereits in einem frühen Stadium entsprechend dem Subsidiaritätsgedanken einbringen sowie über Partnerschaften und Netzwerke Verbündete suchen.“ Im Fokus des diesjährigen Gipfels standen die Themen Wirtschaft 4.0, die Zukunft des Automobils und die Sicherung des erfolgreichen baden-württembergischen Mittelstands.

Die EU befände sich im Umbruch, so Hoffmeister-Kraut. Ein starkes Europa heißt aber keineswegs, dass immer mehr Kompetenzen an die EU zentralisiert werden müssten: „Es gibt einiges, das in Brüssel gut aufgehoben ist. Und es gibt vieles, das man besser den Regionen überlässt“, forderte die Ministerin. „Es kommt nicht darauf an, dass die EU viel macht, sondern das Richtige.“ An diesen Prinzipien orientieren sich auch 15 Forderungen an die EU, die Ministerin Hoffmeister-Kraut mit nach Brüssel brachte und mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern der EU, u. a. mit Mitgliedern des Europaparlaments und der EU-Kommission, darunter auch der EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger, diskutierte.

Ministerin Hoffmeister-Kraut richtete die klare Forderung auch an die EU, mit Blick auf die Zukunft des Automobils technologieoffen zu denken: „Niemand kann heute seriös voraussagen, welche Technologie sich am Ende bei den alternativen Antrieben durchsetzen wird. Wir sollten den Erfindergeist unserer Unternehmen daher nicht durch vorschnelle Vorfestlegungen bremsen.“ Zugleich mahnte die Ministerin Augenmaß bei der Regulierung an. Die Ministerin unterstrich in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung der wirtschaftsnahen Forschung: „Um in Europa auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigen wir eine Forschungsförderung, die besonders den Technologietransfer vorantreibt und die Innovationskraft gerade auch des Mittelstands unterstützt.“

Weiteres wichtiges Thema war die Digitalisierung, bei der die Ministerin für „mehr Europa“ plädierte: „Die digitale Welt macht nicht vor Staatsgrenzen halt. Mit einer abgestimmten Strategie und vor allem einheitlichen Standards kann die EU hier einen echten Mehrwert schaffen. Wir brauchen einen digitalen Binnenmarkt und eine leistungsfähige digitale Infrastruktur.“ Die EU müsse den richtigen Rahmen schaffen, damit sich solche Infrastrukturen entwickeln könnten.

„Die Briten sagen bei allen offiziellen Stellungnahmen: Wir treten aus der EU aus, aber nicht aus Europa – und wir sollten sie beim Wort nehmen. Die EU muss den Brexit so gestalten, dass möglichst wenig wirtschaftlicher Schaden entsteht – und gleichzeitig der Zusammenhalt der verbliebenen 27 Mitglieder nicht gefährdet wird“, erklärte Hoffmeister-Kraut. „Ziel muss eine neue Form der Partnerschaft sein mit möglichst wenig Handelshemmnissen.“ Nachdem sich die USA von der Rolle eines internationalen Freihandels-Fürsprechers verabschiedet hätte, müsse Europa diese Lücke ausfüllen, so die Ministerin. „Die EU muss beim Thema Freihandel viel stärker als bisher eine Führungsrolle übernehmen.“

Mit dem Brexit und den Vorschlägen zur Weiterentwicklung der Europäischen Union schlage Europa ein neues Kapitel auf. „Es ist richtig und wichtig, die EU weiterzuentwickeln. Allerdings zielen einige Vorschläge zur sehr auf stärkere Transfers zwischen den Mitgliedsländern – und das ist nicht der richtige Weg. Wir brauchen ein Europa, das seine Stärke aus der Kraft jedes einzelnen Landes zieht – und keines, das durch Verteilungskämpfe gespalten wird“, betonte die Ministerin. Nur wer die richtigen Anreize setze, könne erfolgreich Veränderungen bewirken. „Konditionslose Mitteltransfers tragen dagegen nicht zur Lösung von Strukturproblemen bei“, mahnte Hoffmeister-Kraut.

Der Präsident des Sparkassenverbands Baden-Württemberg, Peter Schneider, lobte die Einrichtung des Wirtschaftsgipfels: „Die Veranstaltung des Wirtschaftsministeriums ist für uns eine gute Plattform, um mit Verantwortlichen aus der Europapolitik und der EU-Kommission in Brüssel zu diskutieren. So bekommen wir einen guten Einblick und gleichzeitig haben wir die Möglichkeit, auf unsere Themen hinzuweisen.“ Aus Sicht der Sparkassen geht es insbesondere um den Erhalt der hohen Sicherheitsstandards für Spareinlagen und eine stärkere Differenzierung bei der Regulierung der Banken und Sparkassen.

„Wir wehren uns dagegen, dass kleine Sparkassen und Volksbanken bei der Regulierung genauso viel Aufwand treiben müssen wie Großbanken“, so Schneider. „Daher sind wir froh, dass der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag, der Handwerkstag und der Genossenschaftsverband gemeinsam mit uns für eine proportionale Ausgestaltung der Regulierung eintreten. Gleichzeitig lehnen wir gemeinsam eine Vergemeinschaftung der Einlagensicherung ab, da die Risiken in den einzelnen Staaten der EU völlig unterschiedlich sind.“

Die vier großen Dachverbände der Wirtschaft in Baden-Württemberg haben sich vereint, um sich zur Zukunft der Kreditversorgung des Mittelstands und zur Zukunft der Digitalisierung zu äußern. Dazu haben die vier Verbände am heutigen Montag in Brüssel ein gemeinsames Positionspapier vorgestellt, in dem sie sich mit konkreten Forderungen an die politisch Verantwortlichen in Brüssel wenden.

Der Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags, Rainer Reichhold, forderte die EU auf, die Chancen der Digitalisierung auch zu nutzen, um die Europäische Integration zu verstärken und bestehende Handelshemmnisse abzubauen. „Das baden-württembergische Handwerk ist so stark exportorientiert wie in keinem anderen Bundesland. Hemmnisse im EU-Binnenmarkt treffen gerade kleine Betriebe in Grenznähe besonders hart. Deshalb muss auch die EU verstärkt darauf hinwirken, Handelshemmnisse im Binnenmarkt zu beseitigen“, so Reichhold. Dies könnte etwa durch die Harmonisierung von Regelungen und Formularen und durch die Bereitstellung zentraler Online-Portale für Unternehmen zur Erfüllung von Melde- und Steuerpflichten geschehen.

Mit Blick auf den Wirtschaftsgipfel betonte Wolfgang Grenke, Präsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags, die Bedeutung eines gemeinsamen, funktionierenden Europas anhand der Möglichkeiten der Digitalisierung. Ebenso verwies er auf die Gefahren eines harten Brexits: „Die digitale Welt als Zukunft unserer Geschäfts- und Lebensmodelle kennt keine Branchen- wie Ländergrenzen, nationale Abschottungsversuche oder ein Rosinenpicken auf Basis vergangener Pfründe. Per se heißt Wirtschaft 4.0, Beziehungen und Kooperationen in neuen Räumen zu denken – Chancen für globalen Erfolg gerade auch für KMU und innovative Ideen bereitzuhalten. Impulsgeber aus Nordamerika oder Asien zeigen als Vorbild, welche Chancen und Möglichkeiten Europa hat, wenn es hier als gemeinsamer Wirtschafts- und Ideenraum auftritt. Der Gedanke Europas mit seinen vier Grundfreiheiten zeigt doch eine klare wie richtige Linie für diesen Weg, den wir gemeinsam gehen wollen. Ein harter Brexit hieße nicht nur Handelsbeziehungen auf WTO-Niveau und Planungsunsicherheit bei Unternehmen mit einem unserer wichtigsten Handelspartner – es hieße, diese Idee mit Füßen zu treten, ein Rückfall in alte Zeiten, welche im neuen, digitalen Zeitalter keinen Platz mehr hat. Dies müssen wir mit allen Mittel vermeiden.“

„Der Wirtschaftsgipfel gibt uns die Gelegenheit, wichtige baden-württembergische Anliegen zur Sprache zu bringen und damit auch aktiv Europa mitzugestalten“, sagt Dr. Roman Glaser, Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands (BWGV). Der BWGV vertritt über 800 Genossenschaften aus mehr als 50 verschiedenen Branchen. „Die Zukunft liegt im kooperativen Wirtschaften“, so Glaser, „kleinen und mittleren Unternehmungen helfen Genossenschaften, im heutigen globalisierten und liberalisierten Wirtschaftsumfeld konkurrenzfähig zu bleiben und die vorhandenen Mittel bestmöglich einzusetzen. Die Genossenschaft ermöglicht es ihren Mitgliedern, ihre Ziele aus eigener Kraft und unter Wahrung ihrer Selbstständigkeit zu erreichen. Genossenschaften sind damit auch ein Stück gelebtes Europa: in Vielfalt geeint.“

Glaser betont in Brüssel zudem: „Wer kleine und mittlere Banken stärkt, stärkt den Mittelstand. Schließlich sind die 180 genossenschaftlichen Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie die Sparkassen Hauptfinanzierer der kleinen und mittelgroßen Unternehmen bei uns im Land.“ Deshalb fordert er: „Wir brauchen mehr Augenmaß und Differenzierung in der Bankenregulierung. Es ist paradox, dass gerade die kleinen und mittleren Banken so stark unter der hohen Regulierungsdichte zu leiden haben, obwohl sie nicht zu den Verursachern der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise gehörten. Regional tätige Banken dürfen nicht genauso behandelt werden wie international tätige, systemrelevante Institute.“ Eine europäische Einlagensicherung lehnt der Genossenschaftsverband strikt ab. „Niemandem ist es zu vermitteln, warum wir den bewährten nationalen Schutz unserer Ersparnisse gegen eine instabile europäische Sicherungseinrichtung eintauschen sollten“, sagt Glaser.

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news-107 Wed, 17 Jan 2018 14:21:53 +0100 RegioWIN-Gemeinschaftsprojekt „Vernetzte Industrie“ startet am Standort Offenburg https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/regiowin-gemeinschaftsprojekt-vernetzte-industrie-startet-am-standort-offenburg/ Der Amtschef im Wirtschaftsministerium, Ministerialdirektor Michael Kleiner, hat am Mittwoch (17. Januar) den Startschuss für das RegioWIN-Gemeinschaftsprojekt „Vernetzte Industrie“ am Standort Offenburg gegeben. Das Gemeinschaftsprojekt zur Energieeffizienz von Unternehmen in Freiburg, Offenburg und Lahr wird von der EU und vom Land Baden-Württemberg mit fast vier Millionen Euro unterstützt. Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit von möglichst vielen Partnern in den beteiligten Industriegebieten und durch eine Betriebsübergreifende Koordination das volle Energieeffizienzpotenzial von innovativen Einzellösungen zu erschließen und damit neuen Technologien und digitalen Lösungen in die industrielle Praxisanwendung zu helfen. „Die Landesregierung hat sich auf die Fahnen geschrieben, unsere Unternehmen im Land zur Nummer eins bei Ressourceneffizienz und Umwelttechnologien zu machen. Das Innovationspotential der Unternehmen kann in Verbindung mit den Möglichkeiten der Digitalisierung ein relevanter Motor dafür sein“, so Kleiner.

Offenburg ist einer von drei Pilotstandorten des Projekts, das den Unternehmen aus Offenburg und Umgebung neue Technologien zur Steigerung ihrer Energieeffizienz zur Verfügung stellt. Träger des Vorhabens ist die ITG aus Freiburg, eine gemeinsame Tochter der Badenova AG und dem E-Werk Mittelbaden. Das Angebot wurde den Unternehmen in Offenburg jetzt erstmalig vorgestellt. Mit dem Auftakt beginnt nun die Suche nach umsetzungswilligen Unternehmen, die sich für technische Innovationen offen zeigen und konkrete Schritte gehen wollen, um Energie und Kosten einzusparen.

Unter dem Motto „Nachbarn produzieren Energie für Nachbarn“ arbeiten in dem Gemeinschaftsprojekt die Unternehmen aus den Industriegebieten Elgersweier in Offenburg, Industriegebiet West in Lahr und Industriegebiet Nord in Freiburg zusammen und erproben neue technische Anlagen, die möglichst energieeffizient arbeiten sollen. Ist die Umsetzung erfolgreich, könnte das Projekt bespielgebend sein. Dies betrifft insbesondere die Kommunikations- und Softwarelösungen, den Auf- und Ausbau eines virtuellen Kraftwerks oder die Organisation der Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen. Die Verbundpartner erproben gemeinsame Anlagen und bereits am Markt erhältliche Einzellösungen über Betriebs- und Gewerbegebietsgrenzen hinweg. Umgesetzt werden sollen vor allem auch vernetzte Lösungen, die in den Industrieunternehmen vorhandene Rest- und Abwärme nutzen, zur Digitalisierung des Energiemanagements beitragen oder die Energieeffizienz durch Automatisierung der Gebäude und Produktionsprozesse steigern. Die Projektpartner wollen so schrittweise in einem vernetzten Gesamtsystem zusammenarbeiten, Effizienzgewinne maximieren und neue Innovationsimpulse setzen. Je mehr Umsetzungspartner gefunden werden, desto besser kann die Vernetzung gestaltet werden.

 „Mit der Projektförderung leistet das Land auch einen Beitrag zur innovationsorientierten Regionalentwicklung, zum Technologietransfer und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Region“, betonte Kleiner. Insbesondere den Blick über den betrieblichen Tellerrand hinaus solle das Projekt unterstützen, so der Amtschef des Wirtschaftsministeriums: „Fast immer fehlt es in den Industriestandorten an einem Überblick über die Energie- und Stoffströme sowie an einem unternehmensübergreifenden Management – entsprechend groß ist das Umsetzungsinteresse der EU und des Landes.“

Das Leuchtturmprojekt wurde im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als eines von insgesamt 21 Projekten prämiert. Der Wettbewerb ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms für die Förderperiode 2014 - 2020 des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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news-106 Tue, 16 Jan 2018 15:29:19 +0100 Offizielle Einweihung der „Lernfabrik 4.0“ in der Werner-Siemens-Schule in Stuttgart https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/offizielle-einweihung-der-lernfabrik-40-in-der-werner-siemens-schule-in-stuttgart/ Der Amtschef im Wirtschaftsministerium, Ministerialdirektor Michael Kleiner, hat am Dienstag (16. Januar) offiziell die an der Werner-Siemens-Schule eingerichtete Lernfabrik 4.0 in Stuttgart eingeweiht. „Unsere Industrie wandelt sich durch die Digitalisierung immer mehr zu einer Industrie 4.0. Damit unser Fachkräftenachwuchs und unsere Beschäftigten am Puls der Zeit bleiben und nicht von dieser Entwicklung abgehängt werden, muss sich der Wandel in der Arbeitswelt auch in Aus- und Weiterbildung niederschlagen. In der neuen, von drei beruflichen Schulen gemeinsam genutzten Lernfabrik 4.0 werden Auszubildende und Teilnehmende an Weiterbildungslehrgängen für die digitale Produktion der Zukunft fit gemacht“, sagte Kleiner bei der Zeremonie. Damit profitiere nun auch die Stadt Stuttgart von einem der Leuchtturmprojekte für Digitalisierung und berufliche Bildung, die die Lernfabriken 4.0 sind, so Kleiner. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Lernfabrik 4.0 in Stuttgart mit rund 440.000 Euro und trägt damit dazu bei, dass die Digitalisierungsstrategie der Landesregierung auch in der Ausbildung greift.

„Die intelligente, flexible Fabrik der Zukunft braucht ein optimales Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation“, betonte Kleiner. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigten bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Fachkräftenachwuchses Unterstützung. „In der Lernfabrik 4.0 wird das abstrakte Konzept von Industrie 4.0 für Schülerinnen und Schüler fassbar gemacht. So können z. B. Auszubildende in der Max-Eyth- oder der Robert-Bosch-Schule über eine ‚Cloud‘ Fertigungsdaten an die verkettete Bearbeitungs- und Montage-Anlage der Werner-Siemens-Schule übermitteln. Es freut mich sehr, dass die Stadt Stuttgart die Initiative ergriffen und dieses beispielhafte Projekt auf den Weg gebracht hat“, sagte der Ministerialdirektor.

In der Lernfabrik 4.0 wird eine Industrie 4.0-Prozesskette – von der Beauftragung über Fertigung, Montage und Materialfluss bis zur Auftragsabwicklung – eines Unternehmens realitätsnah für die Aus- und Weiterbildung abgebildet. Die Lernfabrik 4.0 ist mit hochinnovativen Technologien ausgestattet, die bald in jedem produzierenden Unternehmen zu finden sein werden. So sind Industrieroboter integriert und es werden aktuelle Produktionsdaten mit Tablets visualisiert. Die Lernfabrik wird in verschiedenen Bildungsgängen der drei gewerblichen Schulen eingebunden werden.

Weitere Informationen
Neben dem Wirtschaftsministerium bringen die Stadt als Schulträger, die Schule und mehrere Unternehmen Finanzierungsbeiträge ein. Das Projekt der Stadt Stuttgart ist eines von sechzehn Lernfabrik-Konzepten, die nach einer Ausschreibung des damaligen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft im Jahr 2015 von einer Jury für eine finanzielle Förderung ausgewählt wurde. Das Wirtschaftsministerium fördert die über nahezu alle Regionen des Landes verteilten Lernfabriken mit 6,8 Millionen Euro.

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news-105 Tue, 16 Jan 2018 14:38:06 +0100 Innovationspolitik: Landesregierung startet „Popup Labor BW“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/innovationspolitik-landesregierung-startet-popup-labor-bw/ Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und der Technologiebeauftragte der Landesregierung, Professor Dr. Wilhelm Bauer, haben am Dienstag (16. Januar 2018) im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats das Programm „Popup Labor BW“ als neuen Teil der Innovationspolitik des Landes vorgestellt. „Für die Landesregierung ist es von zentraler Bedeutung, die starke Stellung des Mittelstandes als Wirtschaftsfaktor im Land auch in Zukunft zu sichern. Die aktuell gute Wirtschaftslage darf uns nicht dazu verleiten, uns zurückzulehnen. Wir werden daher alles dafür tun, um den Mittelstand weiter aktiv am Innovationsgeschehen teilnehmen zu lassen, denn andere Länder holen hier stark auf“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. „Für Unternehmen sind Innovationen überlebensnotwendig. Hier stehenzubleiben heißt, womöglich abgehängt zu werden und zurückzufallen. Denn die Digitalisierung zwingt nicht nur die großen Unternehmen, sondern auch die kleinen und mittelständischen Firmen zum Handeln. Egal, ob lokaler Bäcker oder Schreiner, ob Einzelhändler oder Maschinenfabrikant: Alle müssen sich auf die vernetzte Welt einstellen“, betonte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Kleinen und mittelständischen Unternehmen fehlt aber im Gegensatz zu den großen Unternehmen oft der direkte Zugang zu theoretischem Wissen und
praktischer Umsetzung in Sachen Innovationsmethoden und Digitale Transformation. Die ‚Popup Labore BW‘ schließen diese Lücke und bieten ein Forum für Innovationsimpulse im Mittelstand.“

Das „Popup Labor BW“ ist eine Werkstatt auf Zeit, in der branchenübergreifend kleine und mittlere Unternehmen im Rahmen von modernsten Workshops neue Technologien und Innovationsmethoden nicht nur vorgestellt bekommen, sondern auch direkt anwenden können. Das Labor kommt zu den Unternehmen in die Fläche. Die Angebote sind niedrigschwellig sowie kostenfrei für die Teilnehmenden. Das erste Popup Labor wird vom 23. Februar bis zum 2. März 2018 in der „eule gmünder wissenswerkstatt“ in Schwäbisch Gmünd  stattfinden. Bei dieser ersten Station des „Popup Labor BW“ sind 43 unterschiedliche Veranstaltungen geplant. Es werden beispielsweise Crash-Kurse zu Design Thinking und anderen agilen Innovationsmethoden oder auch Workshops zu kundennutzenorientierter Innovation angeboten. Zudem werden praxisnahe Lösungen, wie zum Beispiel digitales Aufmaß, vorgestellt und eine Vielzahl weiterer Themen wie die Live-Entwicklung von Apps und Geschäftsmodellen sowie der Bau von ersten Prototypen bespielt. „Kleine und mittlere Unternehmen können beim ‚Popup Labor BW‘ über das Tagesgeschäft hinaus neu denken und  gestalten“, so die  Wirtschaftsministerin.

„Das ‚Popup Labor BW‘ lebt vom aktiven Mitmachen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Ziel ist es, die  richtigen Menschen und Ideen zusammenzubringen. Unkompliziert, sehr praxisnah und an dem orientiert, was  Arbeitgebern und Arbeitnehmern in den kleinen und mittelständischen Unternehmen im Alltag wirklich auf den Nägeln brennt“, betonte der Technologiebeauftragte der Landesregierung, Professor Dr. Wilhelm Bauer.  „Ich bin überzeugt, dass im ‚Popup Labor BW‘ jeder seine Chancen zur Gestaltung der Digitalisierung  kennenlernen kann.“

Ein weiteres „Popup Labor BW“ findet im Laufe des Sommers im Ortenaukreis statt. Nach Durchführung der ersten beiden Popup Labore wird das Konzept evaluiert und geprüft, wie der Ansatz landesweit umgesetzt werden kann.

Hintergrund des Programms sind Analysen, die insbesondere dem Mittelstand eine nachlassende Innovationsdynamik bescheinigen. So ging die Innovatorenquote, also der Anteil der Unternehmen, die Produkt- oder Prozessinnovationen eingeführt haben, bei kleinen und mittleren Unternehmen deutschlandweit von 50 Prozent im Jahr 2006 auf 40 Prozent im Jahr 2015 zurück. In Baden-Württemberg zeigte sich eine ähnliche Entwicklung, wenn auch auf höherem Niveau: 2006 lag die Innovatorenquote noch bei 54 Prozent, 2015 zählten nur noch 48 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen zur Gruppe der Innovatoren.

Auch die Innovationsausgaben dieser Unternehmen lagen deutlich unter denjenigen großer Unternehmen. Die kleinen und mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg gaben im Jahr 2014 rund 3,9 Milliarden Euro für die Entwicklung und Einführung von Produkt- und Prozessinnovationen aus. Gemessen an ihrem gesamten Umsatz machten die Innovationsausgaben 1,8 Prozent aus. Bei den Großunternehmen in Baden-Württemberg lagen die Innovationsausgaben gemessen am Gesamtumsatz hingegen bei 6,2 Prozent.

Weitere Informationen sowie das Programm des ersten „Popup Labor BW“ finden
sich auf der neuen Webseite www.popuplabor-bw.de.

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news-99 Wed, 10 Jan 2018 10:45:00 +0100 „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“: Wirtschaftsministerium fördert Beratungen mit jährlich 435.000 Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/dialog-und-perspektive-handwerk-2025-wirtschaftsministerium-foerdert-beratungen-mit-jaehrlich-4350/ „Das Handwerk in Baden-Württemberg muss sich strategisch und personell für die Herausforderungen der Zukunft rüsten. Mit unseren neuen Beratungsangeboten zur Unternehmensstrategie und zur Personalpolitik unterstützen wir das Handwerk dabei, passgenaue Konzepte für den technologischen Wandel und den Fachkräftewettbewerb zu finden“, gab Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (10. Januar) in Stuttgart bekannt.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert als zweijähriges Modellprojekt Angebote für Handwerksbetriebe mit jährlich 435.000 Euro. Mit der „Strategieoffensive Handwerk 2025“ werden Intensivberatungen zur Unternehmensstrategie sowie eine Strategie-Stabsstelle gefördert. Mit der „Personaloffensive Handwerk 2025“ erhalten Handwerksbetriebe Beratung zu personalpolitischen Themen. Die Maßnahmen gehen aus dem gemeinsamen Projekt „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ des Wirtschaftsministeriums und des Baden-Württembergischen Handwerkstags hervor.

„Gerade in Zeiten technologischer Umbrüche, in denen neue Wettbewerber in angestammten Märkten auftauchen und den Wettbewerb intensivieren, gilt es, an die Zukunft zu denken. Ein zentraler Erfolgsfaktor ist dabei, sich bei der Unternehmensstrategie und der Personalpolitik modern und zukunftsorientiert aufzustellen“, so die Ministerin weiter.

Eine wesentliche Erkenntnis des Strategieprojekts „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ sei, dass sich der betriebliche Planungshorizont im Handwerk in der Regel auf zwei oder maximal drei Jahre beläuft. Das Tagesgeschäft habe Vorrang und für die Entwicklung einer Unternehmensstrategie fehle die Zeit und das Wissen über geeignete Instrumente. Genau hier sollen die Angebote der Strategieoffensive ansetzen.

„Für die Handwerksbetriebe liegen große personalpolitische Herausforderungen nicht nur darin, geeigneten Nachwuchs und Fachkräfte zu finden, sondern auch die Beschäftigten an den Betrieb zu binden“, betonte die Ministerin. Denn die Analyse im Rahmen des Strategieprojekts habe auch gezeigt, dass zwei Drittel der im Handwerk ausgebildeten Personen im Laufe ihres Berufslebens das Handwerk verlassen.

Zu den geförderten Angeboten:
Die „Stabsstelle Strategie“ beim Baden-Württembergischen Handwerkstag soll Zukunftsthemen, technologische Entwicklungen und neue Märkte für das Handwerk identifizieren und bewerten. Die Betriebe werden über die Betriebsberaterinnen und -berater der Kammern sowie über Veranstaltungen der Stabsstelle über Neuerungen informiert und für die unterschiedlichen Themen sensibilisiert. Darauf aufbauend werden Handwerksbetriebe durch geförderte Intensivberatungen unterstützt, Unternehmensstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Die Intensivberatungen von bis zu zehn Tagewerken pro Betrieb werden durch externe Fachberaterinnen und -berater angeboten.

Die „Personaloffensive Handwerk 2025“ umfasst unter anderem die Förderung von Personalberaterinnen und -beratern bei den Handwerkskammern, die die Betriebe mit bis zu acht Tagewerken in Themen wie Personalentwicklung, Arbeitgebermarke, Nachfolgeplanung oder Mitarbeiterbeteiligung kostenlos beraten. Bei Betrieben mit besonders großem Beratungsbedarf und komplexen Fragestellungen im Themenfeld Personal, kann ergänzend hierzu eine geförderte Intensivberatung stattfinden.

Weitere Informationen für Unternehmen
Interessierte Betriebe können sich an ihre Handwerkskammer wenden, die Intensivberatung wird von der BWHM GmbH – Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand angeboten.

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Presse Produzierendes Handwerk
news-97 Wed, 03 Jan 2018 12:25:00 +0100 Wirtschaftsministerium fördert sechs Projekte zur Digitalisierung in der beruflichen Ausbildung mit 1,1 Millionen Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-sechs-projekte-zur-digitalisierung-in-der-beruflichen-ausbildung-mit/ „Wir nutzen die Digitalisierung für eine intensivere Vernetzung von Berufsschulen, Betrieben und überbetrieblichen Bildungsstätten und geben damit wichtige Impulse für eine moderne und zukunftsorientierte berufliche Ausbildung“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute (3. Januar) in Stuttgart. Dazu fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sechs innovative Modellprojekte mit über 1,1 Millionen Euro.

Eine entscheidende Rolle spielen bei den Projekten digitale Lernplattformen, die zu einfach zugänglichen Lernumgebungen für Auszubildende ausgebaut werden, so die Ministerin. Für die mobile Nutzung durch die Auszubildenden in Berufsschule und Betrieb sollen auch Apps für Tablets und Smartphones erprobt werden. „Indem auch Leistungsunterschiede bei den Auszubildenden berücksichtigt und passgenaue Zusatzaufgaben je nach Leistungsniveau bereitgestellt werden, können wir durch Digitalisierung individuell zugeschnittene Lernumgebungen schaffen“, sagte Hoffmeister-Kraut. Diese Art des digitalen Lernens wird in den Ausbildungsberufen Industriemechaniker/-in, Mechatroniker/-in und Elektroniker/in für Automatisierungstechnik sowie in Bauberufen und kaufmännischen Berufen entwickelt und erprobt.

„Die Digitalisierung verlangt sehr gut qualifiziertes Lehr- und Ausbildungspersonal“, so Hoffmeister-Kraut weiter. Deshalb sollen neue Qualifizierungskonzepte die Berufsschullehrkräfte sowie die Ausbilderinnen und Ausbilder in den Betrieben in die Lage versetzen, digitale Lerninhalte zu gestalten und den Auszubildenden zu vermitteln.

Bei den Modellvorhaben wird zum Teil das Knowhow aus den Lernfabriken 4.0, die an den Berufsschulen bereits bestehen und vom Wirtschaftsministerium gefördert werden, sowie aus dem Tablet-Projekt an Berufsschulen des Kultusministeriums einbezogen. Die beteiligten Universitäten Dresden, Stuttgart, Konstanz und Darmstadt, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd sowie das Forschungsinstitut betriebliche Bildung (f-bb) Nürnberg sollen die wissenschaftliche Evaluation und eine hohe Qualität der Projekte sicherstellen. Die Laufzeit der Projekte ist von November 2017 bis Februar 2020.

Übersicht der geförderten Projektträger mit Bewilligungssumme und Projektbeteiligten (alphabetisch geordnet):

  1. Berufsförderungswerk der südbadischen Bauwirtschaft GmbH, Freiburg, mit dem Kompetenzzentrum Elementiertes Bauen KOMZET BAU BÜHL, 200.000 Euro.
    Beteiligte berufliche Schulen: Gewerbliche Schulen Bühl und Offenburg.
    Beteiligte Betriebe: Regionale Baubetriebe.
     
  2. Industrie- und Handelskammer Ulm, 181.454 Euro.
    Projektpartner: Forschungsinstitut betriebliche Bildung (f-bb) Nürnberg.
    Beteiligte berufliche Schulen: Gewerbliche Schule Ehingen und Karl-Arnold-Schule Biberach.
    Beteiligte Betriebe: 40 regionale Ausbildungsbetriebe.
     
  3. Zollernalbkreis, 165.605 Euro.
    Projektpartner: Technische Universität Darmstadt.
    Beteiligte berufliche Schulen: Philipp-Matthäus-Hahn-Schule Balingen.
    Beteiligte Betriebe: Bizerba SE & Co. KG Balingen, Gühring KG Albstadt.
     
  4. Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd, 199.616 Euro.
    Beteiligte berufliche Schulen: Technische Schule Aalen, Gewerbliche Schulen Göppingen und Schwäbisch Gmünd.
    Beteiligte Betriebe: Carl Zeiss AG Oberkochen, Heidelberg Manufacturing Deutschland GmbH Amstetten, Robert Bosch Automotive Steering GmbH Schwäbisch Gmünd.
     
  5. Technische Universität Dresden in Kooperation mit der Universität Stuttgart, 200.000 Euro.
    Projektpartner: Bildungshaus der IHK Region Stuttgart.
    Beteiligte berufliche Schulen: Grafenbergschule Schorndorf, Gewerbliche Schule Waiblingen.
    Beteiligte Betriebe: Andreas Stihl AG & Co. KG Waiblingen, Robert Bosch Packaging Technology GmbH Waiblingen.
     
  6. Universität Konstanz, 198.445 Euro.
    Projektpartner: Landesinstitut für Schulentwicklung, IHK Hochrhein-Bodensee, IHK Bodensee-Oberschwaben.
    Beteiligte berufliche Schulen: U. a. Wessenberg-Schule Konstanz, Robert-Gerwig Schule Singen, Berufsschulzentrum Stockach, Constantin-Vanotti-Schule Überlingen.
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Presse
news-96 Fri, 29 Dec 2017 12:17:00 +0100 Neue Analyse zur IKT-Wirtschaft in Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/neue-analyse-zur-ikt-wirtschaft-in-baden-wuerttemberg/ Baden-Württemberg baut seine Position als einer der weltweiten Spitzenstandorte für Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) weiter aus. „Die IKT-Branche bleibt einer der Wachstums- und Innovationsmotoren der baden-württembergischen Wirtschaft“, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich neu vorliegender statistischer Befunde. Diese zeigen für Baden-Württemberg, dass mehr IKT-Unternehmen und IKT-Beschäftigte, eine positive Umsatzentwicklung sowie umfangreiche Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) der IKT-Wirtschaft zu verzeichnen seien.

„Informations- und Kommunikationstechnologien sind Treiber für Innovationen und den wirtschaftlichen Erfolg heute und in der Zukunft. Eine starke IKT-Branche ist deshalb ein wichtiger Standortfaktor für Baden-Württemberg. In Verbindung mit unseren vielen technologieorientierten Anwenderunternehmen ist das eine hervorragende Basis, um die Stellung Baden-Württembergs als führende Innovationsregion in Europa weiter auszubauen“, kommentierte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die Analyse.


Die Ergebnisse der Analyse (siehe Anlage) im Überblick:

Mehr IKT-Unternehmen und IKT-Beschäftigte
Die Zahl der in Baden-Württemberg ansässigen IKT-Unternehmen und ihrer Beschäftigten ist kräftig gestiegen. Gleichzeitig investieren die IKT-Unternehmen überdurchschnittlich stark in Forschung und Entwicklung (FuE). Zu diesen Ergebnissen kam eine neue Analyse des Statistischen Landesamtes im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Zwischen 2012 und 2015 ist die Zahl der IKT-Unternehmen mit Sitz in Baden-Württemberg von 14.574 auf 15.133 um vier Prozent gestiegen. Die Zahl der Beschäftigten erhöhte sich im gleichen Zeitraum um sechs Prozent von 154.118 auf 164.106.

Positive Umsatzentwicklung der IKT-Wirtschaft
Obwohl die Preise für die Erzeugnisse des IKT-Sektors aufgrund des schnellen technischen Fortschritts und des hohen Wettbewerbsdrucks sanken, konnten die Unternehmen den steuerbaren Umsatz insgesamt deutlich steigern. Dieser kletterte auf 45,9 Milliarden Euro, was gegenüber den 2012 erzielten 41,5 Milliarden Euro ein Umsatzplus von elf Prozent bedeutet. Der IKT-Dienstleistungsbereich, zu dem zum Beispiel die Softwareentwicklung, IT-Beratung und Cloud Services zählen, trug dazu 51 Prozent bei und machte zugleich mit 119.498 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Löwenanteil der Beschäftigten aus. Im IKT-Handel wurden 37 Prozent und in der IKT-Warenproduktion 12 Prozent des gesamten steuerbaren Umsatzes erzielt.

IKT-Wirtschaft ist Wachstumsmotor
IKT-Dienstleistungen bilden nicht nur den Schwerpunkt des IKT-Sektors in Baden-Württemberg, sondern tragen als ein Wachstumsmotor auch überdurchschnittlich stark zur positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Landes bei. Während die Bruttowertschöpfung der Gesamtwirtschaft zwischen 2012 und 2015 preisbereinigt um durchschnittlich 1,6 Prozent pro Jahr wuchs, legte der IKT-Dienstleistungsbereich inklusive Handel von IKT-Gütern im selben Zeitraum mit jährlich 4,3 Prozent mehr als doppelt so stark zu. Im Vergleich dazu kam das in Baden-Württemberg traditionell wachstumsstarke Verarbeitende Gewerbe (ohne IKT-Warenproduktion) im selben Zeitraum auf eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 3,1 Prozent.

Umfangreiche Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE)
Gleichzeitig zeichnet sich der IKT-Sektor durch hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) aus. Zwischen 2009 und 2015 wuchsen die internen Aufwendungen für FuE im IKT-Sektor von 1,7 Milliarden Euro auf 2,6 Milliarden Euro, das entspricht 39 Prozent aller in 2015 bundesweit getätigten FuE-Aufwendungen des IKT-Sektors. Damit liegen die baden-württembergischen IKT-Unternehmen im Vergleich der Bundesländer mit großem Abstand an der Spitzenposition. Auch im landesinternen Branchenvergleich zeigt sich die hohe Innovationskraft der baden-württembergischen IKT-Unternehmen. Im Jahr 2015 trug der IKT-Sektor 4,9 Prozent zur Bruttowertschöpfung in Baden-Württemberg bei, stemmte zugleich aber 14,2 Prozent der gesamten FuE-Investitionen der Wirtschaft. Damit rangiert die IKT-Branche bei der Höhe der FuE-Investitionen hinter dem Automobilsektor an zweiter Stelle im Land.

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Presse
news-95 Thu, 14 Dec 2017 16:12:00 +0100 Wirtschaftsministerium fördert Projekt der Steinbeis Stiftung zur Umsetzung der Digitalisierung im Mittelstand https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-projekt-der-steinbeis-stiftung-zur-umsetzung-der-digitalisierung-im-m/ Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Steinbeis Stiftung bei der Umsetzung der Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen mit rund 460.000 Euro. „Die Digitalisierung der Wirtschaft stellt unseren Mittelstand vor große Herausforderungen. Aufgrund ihrer spezialisierten Ausrichtung und ihrer begrenzten Ressourcen müssen sich Mittelständler über Branchengrenzen hinweg zusammentun, um neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. ‘Micro-Testbeds’ sind dabei ein zielführender Ansatz, den wir mit unserer Förderung unterstützen“, so Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Micro-Testbeds“ förderten die Kooperation und den Technologietransfer zwischen den Unternehmen. Durch die Förderung werde gewährleistet, dass die Methode weiterentwickelt werden könne und eine weitere Verbreitung finde. „Das Vorhaben von Steinbeis leistet deshalb auch einen wichtigen Beitrag, um die Innovationsfähigkeit des baden-württembergischen Mittelstands zu stärken“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Weitere Informationen
Bei „Micro-Testbeds“ handelt es sich um moderierte Arbeitsgruppen, in denen mittelständische Unternehmen gemeinsam Aktivitäten zur Digitalisierung auf Basis verfügbarer Technologien angehen. Das Ferdinand Steinbeis Institut wird acht solcher „Micro-Testbeds“ im Land initiieren und moderieren. Um Unternehmen aus Handel, Handwerk und Dienstleistung bei der Digitalisierung zu unterstützen, hat das Wirtschaftsministerium im letzten Jahr ein Pilotprojekt zur Umsetzung von „Micro-Testbeds“ in diesen Branchen mit 220.000 Euro gefördert. Um den erfolgreichen Ansatz zu verstetigen und weiterzuentwickeln, wird nun ein Nachfolgeprojekt unterstützt. Im Rahmen dieses Vorhabens werden zusätzliche Branchen wie das Hotel- und Gaststättengewerbe eingebunden, ein Micro-Testbed-Methoden-Koffer erstellt und Schulungsmaßnahmen entwickelt, um weitere Akteure für die erfolgreiche Durchführung von „Micro-Testbeds“ zu befähigen.

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news-87 Wed, 06 Dec 2017 17:49:00 +0100 Industrie 4.0: 28 Leuchtturmprojekte im Land für die Produktion der Zukunft ausgezeichnet https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/industrie-40-28-leuchtturmprojekte-im-land-fuer-die-produktion-der-zukunft-ausgezeichnet/ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am Mittwoch (6. Dezember) die aktuellen Preisträger des Wettbewerbs „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. Insgesamt wurden 28 Unternehmen und Einrichtungen prämiert, die Digitalisierungslösungen erfolgreich im Betriebsalltag umgesetzt haben. „Industrie, Mittelstand und Startups in Baden-Württemberg sind auf bestem Weg in die digitalisierte Zukunft, wie die heute prämierten Projekte eindrucksvoll zeigen. Mit der Preisverleihung wollen wir anfassbare Lösungen aus dem Land, die Mehrwerte schaffen, noch bekannter machen. Gerade kleine und mittlere Unternehmen wollen wir damit motivieren, die realen Chancen durch Industrie 4.0 aktiv anzugehen“, sagte die Ministerin bei der Verleihung im Alten Schloss in Stuttgart.

Mit dem Wettbewerb sucht die „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ nach innovativen Konzepten aus der Wirtschaft, die mit der intelligenten Vernetzung von Produktions- und Wertschöpfungsprozessen erfolgreich sind. Die Expertenjury bewertet neben dem Innovationsgrad auch die konkrete Praxisrelevanz für Industrie 4.0. Die prämierten Projekte deckten eine große Bandbreite von Branchen und Technologien ab und zeigten, „dass Industrie 4.0 nicht nur spezielle Branchen wie Maschinenbau oder Automobilindustrie, sondern die gesamte industrielle Wertschöpfung betrifft“, so Hoffmeister-Kraut.

Die ausgezeichneten Unternehmen und Organisationen:

  • ABB STOTZ-KONTAKT GmbH, Heidelberg
    Vernetzte Montagelinie für Sicherungsautomaten
  • Agimero GmbH, Karlsruhe
    Visualisierung komplexer Prozesse mit RFID
  • BDG GmbH, Künzelsau-Amrichshausen
    Digitales Shopfloormanagement
  • Cedalo AG, Kirchzarten
    Codefreie Modellierung von IoT-Prozessen
  • Conclurer GmbH, Heidenheim
    Modulare Digitalisierung von Prozessen/Services
  • Festo Didactic SE, Denkendorf
    Modulare Lernplattform für die Industrie 4.0
  • Flexlog GmbH, Karlsruhe
    Plug & Play Förderbaukasten
  • Fraunhofer IAO/IPA, Stuttgart
    Future Work Lab
  • Fraunhofer IPA, Stuttgart
    Applikationszentrum Industrie 4.0
  • GPIO Solutions GmbH, Rauenberg
    Pick-by-light in der Produktion
  • INDEX-Werke GmbH & Co. KG, Esslingen
    Die virtuelle Maschine
  • J. Schmalz GmbH, Glatten
    Vernetzte Produktion mit Smart Field Devices
  • Kinemic GmbH, Karlsruhe
    Gestensteuerung für die Industrie
  • Klöckner DESMA Elastomertechnik GmbH, Fridingen an der Donau
    SmartConnect 4.U
  • Knoll Firmengruppe GmbH, Umkirch
    Überwachung von Schleifrobotern
  • Lorenz GmbH & Co. KG, Schelklingen
    Smart Metering
  • MATRIX VISION GmbH, Oppenweiler
    Smart Camera
  • memex GmbH, Dettingen unter Teck
    Qualifizierung 4.0: Utility Film
  • MM-Automation GmbH, Mannheim
    Virtuelle Inbetriebnahme
  • Optimum datamanagement solutions GmbH, Karlsruhe
    Der „Schlaue Klaus“: Digitales Assistenzsystem
  • Pfizer Manufacturing Deutschland GmbH, Freiburg
    Mischtechnologie für die Tablettenproduktion
  • Pickert & Partner GmbH, Pfinztal
    Systeme für eine Null-Fehler-Produktion
  • Reichert Holztechnik GmbH & Co. KG, Pfalzgrafenweiler
    Transparente Fertigung mittels RFID
  • Schunk GmbH & Co. KG, Lauffen (Neckar)
    Intelligentes Greifmodul für Roboter
  • SMW-Autoblok Spannsysteme GmbH, Meckenbeuren
    Spannsysteme für die Automation
  • Steinmetzer GmbH, Steinheim
    Papierlose Produktionssteuerung
  • United Planet GmbH, Freiburg
    Entwicklungsplattform für Intra- und Extranet
  • wbk Institut für Produktionstechnik, Karlsruhe
    Lernfabrik für die industrielle Fertigung

Bilder zur Preisverleihung finden Sie in Kürze in unserer Mediathek

Die Auszeichnung „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“
In Summe wurden in sechs Prämierungsrunden bislang 113 Unternehmen, Institute und andere Organisationen ausgezeichnet. Die prämierten Unternehmen erhalten eine Ehrenurkunde und eine Glasplakette, die am Unternehmensstandort angebracht werden kann. Zudem werden die Preisträger auf der Internetseite der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ präsentiert.

Aufgrund des hohen Zuspruchs wird der 100 Orte-Wettbewerb mit Fokus auf einzelne Branchen und Themenschwerpunkte fortgesetzt. So soll der Schwerpunkt der nächsten Prämierungsrunde in 2018 auf Lösungen aus den Branchen Medizintechnik, Biotechnologie sowie der Pharma- und Prozessindustrie liegen.

Die Netzwerkinitiative „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ will Kompetenzen aus Produktionstechnik sowie Informations- und Kommunikationstechnik bündeln, alle wesentlichen Akteure vernetzen und durch innovative Transferangebote den industriellen Mittelstand in Richtung Industrie 4.0 begleiten.

Als Sprecher steht der „Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ Dr. Manfred
Wittenstein (Vorsitzender des Aufsichtsrats der Wittenstein AG) vor. Die Koordinierungsstelle ist beim VDMA-Landesverband Baden-Württemberg angesiedelt. Die Partner der Allianz – Unternehmen, Kammern, Verbände, Cluster, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Sozialpartner – streben an, Baden-Württemberg als weltweit führende Region für Industrie 4.0-Technologien zu etablieren. Kleine und mittlere Unternehmen spielen dabei eine entscheidende Rolle und sollen von der Allianz profitieren.

Informationen online: www.i40-bw.de

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news-85 Tue, 05 Dec 2017 17:49:06 +0100 „familyNET 4.0 – Auszeichnung Moderne Arbeitswelten“ startet 2018 https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/familynet-40-auszeichnung-moderne-arbeitswelten-startet-2018/ Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg startet im Jahr 2018 das Modellprojekt „familyNET 4.0 – Auszeichnung Moderne Arbeitswelten“. Ziel des neuen Modellprojekts ist es, Unternehmen über die Chancen der Digitalisierung für eine familienbewusste und lebensphasenorientierte Personalpolitik zu beraten und zu informieren. Dadurch sollen bei Unternehmen Interesse für dieses Thema geweckt, unternehmensinterne Entwicklungen angestoßen und praxisnahe Umsetzungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. „Digital unterstützte Arbeitsformen ermöglichen kreative Lösungen für die Vereinbarkeit von familiären und beruflichen Verpflichtungen – ein für Fach- und Führungskräfte immer wichtigeres Thema bei der Arbeitsplatzwahl. Damit können familienbewusste Unternehmen ihre Attraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte steigern und sich so ihren Unternehmenserfolg sichern“, so Staatssekretärin Katrin Schütz.

Die Digitalisierung sorgt für eine höhere zeitliche und örtliche Flexibilität. Arbeitsmodelle wie mobiles Arbeiten oder Cloud-Working eröffnen neue Potenziale für eine bessere partnerschaftliche Vereinbarkeit beruflicher Belange mit privaten Anforderungen.

Bisher werden die Potenziale solcher Arbeitsmodelle in den Unternehmen jedoch bei weitem noch nicht ausgeschöpft und der Bedarf an Home-Office übersteigt deutlich das Angebot.

So arbeiten nach der Studie „Digitalisierung – Chancen und Herausforderungen für die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ der Roland Berger GmbH nur sechs Prozent aller Eltern minderjähriger Kinder in Home-Office. Deutlich mehr, nämlich 25 Prozent, könnten sich eine solche Heimarbeit aufgrund ihrer Tätigkeit jedoch vorstellen. Lediglich vier von zehn Unternehmen in Deutschland halten eigenen Angaben zufolge Home-Office-Angebote vor.

Im Rahmen des neuen Modellprojekts soll mit „Innovation Labs“ in vier Regionen ein Analyseinstrument erarbeitet werden, das es Unternehmen ermöglicht, die Digitalisierung zur Weiterentwicklung im Bereich „Familienbewusste Personalpolitik und Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ zu nutzen und weiterführende Handlungsschritte in die Wege zu leiten.

Die Ergebnisse dienen auch als Grundlage für die Durchführung eines Wettbewerbs „familyNET 4.0 – Auszeichnung Moderne Arbeitswelten“ zum Abschluss des Projekts.

Hintergrund
Das Modellprojekt „familyNET 4.0 – Auszeichnung Moderne Arbeitswelten“ baut auf den Strukturen, Inhalten und Erfahrungen des ESF-Projektes familyNET auf. familyNET wird bereits seit 2008 durchgeführt und trägt zur Steigerung einer familienbewussten und lebensphasenorientierten Personalpolitik in Unternehmen bei.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert das neue Modellprojekt „familyNET 4.0 – Auszeichnung Moderne Arbeitswelten“ im Zeitraum 2018/2019 insgesamt mit rund 346.000 Euro aus Haushaltsmitteln des Landes.

Die Arbeitgeberverbände Südwestmetall und AGV Chemie ermöglichen mit drei Vollzeitstellen die Fortführung der bisherigen Beratungs- und Unterstützungsstruktur von familyNET.

Projektträger ist die BBQ Berufliche Bildung gGmbH, ein Unternehmen des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft e. V. Das Bildungswerk ist Umsetzungspartner der Arbeitgeber Baden-Württemberg in Arbeitsmarkt- und Ausbildungsprojekten. Kooperationspartner ist der Landesfamilienrat Baden-Württemberg.

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news-84 Tue, 28 Nov 2017 17:35:00 +0100 Landes-Innovationspreis 2017 geht an vier Unternehmen in Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/landes-innovationspreis-2017-geht-an-vier-unternehmen-in-baden-wuerttemberg/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat am Dienstagabend (28. November) den mit insgesamt 50.000 Euro dotierten Landes-Innovationspreis – „Dr.-Rudolf-Eberle-Preis“ – verliehen. Mit dem Preis werden alljährlich mittelständische Unternehmen für ihre herausragenden Entwicklungen und Anwendungen neuer Technologien ausgezeichnet. „Innovationsfähigkeit ist kein Selbstläufer. Hier braucht es ständig neuen Anlauf, wenn Baden-Württemberg führende Innovationsregion Europas bleiben soll. Der Innovationspreis macht das enorme Potential insbesondere auch unserer mittelständischen Unternehmen im Land sichtbar und soll zur Nachahmung motivieren“, sagte Hoffmeister-Kraut bei der feierlichen Preisverleihung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart.

Um die Stellung des Mittelstands als starker Wirtschaftsfaktor im Land in Zukunft zu sichern, müssten aber insbesondere mittelständische Unternehmen branchenübergreifend stärker an das Thema Wirtschaft 4.0 und Digitalisierung herangeführt werden, betonte die Ministerin. Sie verwies dabei auf die „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ des Wirtschaftsministeriums, die insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Fläche des Landes auf dem Weg in die Digitalisierung unterstütze.

Für den Innovationspreis des Landes wurden in diesem Jahr vier Unternehmen durch das Preiskomitee ausgewählt: Die LTG Aktiengesellschaft aus Stuttgart bekam ein Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro verliehen. Mit jeweils 10.000 Euro prämiert wurden die ProKASRO Mechatronik GmbH aus Karlsruhe, die Cytena GmbH aus Freiburg und die Ovesco Endoscopy AG aus Tübingen. Zusätzlich erhielt das Unternehmen virtualQ GmbH aus Stuttgart den mit 7.500 Euro dotierten Sonderpreis der MBG Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft für Innovationen von jungen Unternehmen. Fünf weitere Unternehmen wurden mit einer Anerkennung ausgezeichnet.

Allen Ausgezeichneten sprach Hoffmeister-Kraut herzliche Glückwünsche aus: „Innovation ist tief in den Genen Baden-Württembergs verankert. Mit ihren Geschäftsmodellen und Produkten stehen Sie heute Abend beispielhaft dafür im Mittelpunkt. Sie sind die Botschafterinnen und Botschafter für andere Unternehmen im Land und können diese ermutigen, innovativen Ideen nachzugehen und diese auch umzusetzen.“

Die Preisträger 2017 im Einzelnen:

Die LTG Aktiengesellschaft aus Stuttgart erhält 20.000 Euro für ihre dezentral atmenden Fassaden-Lüftungsgeräte für energieeffiziente Gebäudehüllen. Die neuartige Entwicklung übernimmt das Lüften, Heizen und Kühlen in der Gebäudeklimatisierung. Durch die der Atmung nachempfundenen Betriebsweise konnten Gerätekomponenten reduziert, Druckverluste gemindert und die Energieeffizienz der Lüftung deutlich gesteigert werden. Die geforderte Mindesteffizienz von Ventilatoren in der Gebäudeklimatisierung wird um den Faktor 10 unterschritten. Bis zu 90 Prozent der Wärme im Raum werden im Winter zurückgewonnen. Dadurch werden die Heizkosten deutlich reduziert.

Die Ovesco Endoscopy AG aus Tübingen erhält 10.000 Euro für die Entwicklung einer Möglichkeit der schonenden Gewebeentnahme aus dem Darm. So können krankhafte Veränderungen in Darmbereichen, die bisher nur chirurgisch behandelbar waren, mit Hilfe des neuen Systems erstmals minimal-invasiv entfernt werden. Dabei wird Gewebe für eine aussagekräftige Diagnose en bloc entnommen. Um eine besonders hohe Behandlungsqualität sicherzustellen, richtet sich der Vertrieb nur an medizinische Zentren. Mehrsprachige Intensiv-Trainingskurse ergänzen das innovative Verfahren.

Die Cytena GmbH aus Freiburg erhält ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro für ihre Entwicklung eines Einzelzelldruckers. Der Einzelzelldrucker ist ein Laborgerät zur Handhabung und Sortierung einzelner, vitaler Zellen und stellt ein Werkzeug für die Lebenswissenschaften dar. Die patentierte Innovation liegt in der Kombination der optischen Sensorik und der Drucktechnik. Eine derzeit industriell schon sehr relevante Anwendung der Einzelzelldrucktechnologie ist z. B. die Produktion von monoklonalen Zelllinien. Das sind Zellpopulationen, bei denen alle Zellen von einer Ursprungszelle abstammen und somit sehr homogen sind. Diese Zelllinien werden bereits heute zur Produktion modernster Medikamente, vor allem gegen Krebs, benötigt.

Die ProKASRO Mechatronik GmbH aus Karlsruhe erhält ebenfalls 10.000 Euro. Sie hat ein Kanalsanierungssystem ohne Grabungen weiterentwickelt, mit dem schadhafte Stellen in Kanalsystemen deutlich günstiger, effizienter und ressourcenschonender durchgeführt werden können.

Den mit 7.500 dotierten Mittelstandspreis der MBG, der sich an junge Unternehmen richtet, erhielt in diesem Jahr die virtalQ GmbH aus Stuttgart. Sie hat eine Software für eine virtuelle Telefon-Warteschleife zur intelligenten Optimierung von Service-Center entwickelt, die es Anrufern in Service-Centern ermöglicht, nicht in der Leitung warten zu müssen. Das schnell wachsende Start-up hat bereits über 300.000 Menschen mehr als 3 Millionen Minuten in der Warteschleife erspart.

Eine Anerkennung wurde folgenden fünf Unternehmen ausgesprochen:

Metallveredelungswerk Sulz GmbH, Sulz am Neckar, für ein korrosionsbeständigeres Beschichtungsverfahren. Die KTL-Methode (kathodisches Tauchlakieren) ist ein Verfahren zur Verhinderung von Korrosion. Bisher musste dazu jedes einzelne Bauteil auf ein sogenanntes Lackiergestell aufgespannt oder aufgehängt werden. Mit dem neuen Applikationsverfahren wird diese Beschichtung in einer Lackiertrommel durchgeführt. Mit der neu entwickelten Verfahrenstechnik ist es erstmalig und sehr prozesssicher ermöglicht, Bauteile als Massenschüttgut im Ergebnis optisch und korrosionstechnisch genauso zu beschichten, als wären die Bauteile auf einem Lackiergestell beschichtet worden.

MATRIX VISION GmbH, Oppenweiler, für eine Konfigurationsplattform für Inspektionskameras. Die industrielle Bildverarbeitung ist mittlerweile in fast alle Bereiche vorgedrungen und dokumentiert Prozesse, optimiert Abläufe, automatisiert Produktionen oder inspiziert Produkte. Die jährlichen Wachstumsraten, teilweise im zweistelligen Bereich, unterstreichen diese Entwicklung. Dennoch wird das Potenzial der industriellen Bildverarbeitung nicht voll ausgeschöpft, da ihr oft der Makel anhängt, kompliziert und nur mit Expertenwissen beherrschbar zu sein. Mit der Idee des Zwillingskonzeptes wurde vor drei Jahren begonnen, Expertenwissen in Form einer Software in eine Kamera zu integrieren, um es Einsteigern in die Welt der industriellen Bildverarbeitung zu ermöglichen, eine Vielzahl von typischen Aufgaben in Eigenregie lösen zu können.

ASD Automatic Storage Device GmbH, Umkirch, für Stromspeicher mit paralleler Zellanordnung. Vieles spricht dafür, dass Stromspeicher weiter an Bedeutung gewinnen werden. Beim Betrieb eines Stromspeichers mit in Reihe geschalteten Speicherzellen ist es dabei technologisch unvermeidbar, dass die schwächste Zelle im Verbund die Nutzkapazität des Gesamtblocks bestimmt. Das Besondere der neuen Stromspeicher-Steuerung ist, dass sie die Zellen im Speicher durchgängig parallelschaltet. Es entstehen hohe Freiheitsgrade in der Wahl der Zellen und der Zusammenstellung der Batterien. Im Vergleich zu anderen Speichern ist es nicht mehr nötig, zwillingsgleiche Zellen mit identischem Lade- und Gesundheitszustand zu verbauen; es lassen sich nahezu x-beliebige einbinden.

Free-Linked GmbH, Pforzheim, für ein ultraschallbasiertes Tauchassistenzsystem. Während alle Menschen an Land durch Smartphones und Internet schnell und einfach weltweit Informationen austauschen können, ist die Unterwasserkommunikation immer noch stark eingeschränkt. Taucher können unter Wasser nicht miteinander sprechen, sie werden oftmals abgelenkt durch die Umwelt und unachtsam. So kann es schnell passieren, dass der Augenkontakt zum Tauchpartner verloren geht und es zum Partnerverlust kommt. Diese wesentlichen Probleme, denen Tauchern jederzeit begegnen können, waren der Grund für die Entwicklung eines verbesserten Assistenzsystems, welches die genannten Probleme mittels einer einfachen und effizienten Kommunikation löst.

CONIAS Risk Intelligence GmbH, Mannheim, für ein digitales Berichtssystem für politische Risiken. Politische Konflikte und Gefährdungslagen als soziale Systeme zu analysieren und ihr Risiko zu bewerten gelingt nur mit einem innovativen Informations- und Analysesystem. Nur auf der Grundlage von klaren und nachvollziehbaren Daten sowie Prognosen können gute Entscheidungen getroffen werden. Für die Branche bedeutet es eine Zeitenwende, wenn politische Risikobewertung und Beratung konsequent digital angeboten wird. Nach dem neuen Ansatz, der auf mehr als 20 Jahren Forschung an der Universität Heidelberg beruht, bietet nun eine Software ein umfassendes Risikomanagement, das anhand von regelmäßig aktualisierten Grafiken, Kartenausschnitten, Tabellen und kurzen Texten schnell und übersichtlich über die tatsächliche politische Situation informiert.

Zum Innovationspreis:
Der Preis wird seit 1985 jährlich an im Land ansässige kleine und mittlere Unternehmen aus Industrie, Handwerk und technologischer Dienstleistung vergeben. Bewerbungen werden vom Baden-Württembergischen Handwerkskammertag, dem Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertag sowie dem Landesverband der Baden-Württembergischen Industrie entgegengenommen. Mit der Durchführung hat das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau das Regierungspräsidium Stuttgart beauftragt. Ein dreizehnköpfiges Preiskomitee kürte die diesjährigen Preisträger.

Weitere Informationen zum Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg und die ausführliche Dokumentation zur Preisverleihung 2017 finden Sie unter www.innovationspreis-bw.de.

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news-81 Mon, 27 Nov 2017 10:28:02 +0100 Wirtschaftsministerin besucht Bodenseekreis https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerin-besucht-bodenseekreis/ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat ihre regelmäßigen Kreisbereisungen im Land am Montag (27. November) mit einem Besuch im Bodenseekreis fortgesetzt. Die Politik könne nur durch eigene Anschauung und das Zuhören vor Ort die Informationen erhalten, die zum Setzen richtiger Rahmenbedingungen notwendig seien: „Meine Kreisbereisungen bieten dafür vielfältige und gute Möglichkeiten“, betonte die Ministerin. Zu den wertvollen Eindrücken, die sie bei ihren Kreisbereisungen sammle, sagte Hoffmeister-Kraut, ihr Ministerium sei für zentrale Zukunftsthemen verantwortlich, die in den kommenden Jahren für den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit, aber auch für den sozialen Frieden Baden-Württembergs entscheidend seien: „Innovationsfähigkeit ist kein Selbstläufer. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Unternehmen im Land leisten täglich ihren Beitrag dazu, dass Baden-Württemberg führende Innovationsregion Europas ist. Ich möchte im direkten Kontakt diskutieren, welche Herausforderungen wir meistern und welche Chancen wir nutzen müssen, damit das so bleibt. Denn es besteht durchaus Handlungsbedarf, wenn wir vorne bleiben wollen.“

Als Herausforderung bezeichnete sie beispielsweise die Sicherung des Fachkräftebedarfs; als Chance die zunehmende Digitalisierung, deren gesamtgesellschaftlichen Mehrwert man nicht oft genug betonen könne. Für Baden-Württemberg sei es „von zentraler Bedeutung, die Digitalisierung zu nutzen, um unsere Spitzenstellung weiter auszubauen und langfristig zu sichern. Die Digitalisierung wird aber nur dann eine Erfolgsgeschichte fürs Land, wenn wir es schaffen, die kleinen und mittleren Unternehmen einzubinden. Das Thema Digitalisierung weckt aber auch Ängste, die wir ernst nehmen müssen“, sagte Hoffmeister-Kraut. Insbesondere müsse der Mittelstand branchenübergreifend stärker an das Thema Wirtschaft 4.0 und Digitalisierung herangeführt werden, um dessen Stellung als starker Wirtschaftsfaktor im Land in Zukunft zu sichern, betonte die Ministerin. Sie verwies dabei auf die „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ des Wirtschaftsministeriums, die insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Fläche des Landes auf dem Weg in die Digitalisierung unterstütze.

Als beispielhaft für die Innovationsstärke Baden-Württembergs nannte die Ministerin die Bereiche Automotive, Mobilität, Maschinenbau, aber auch die Luft- und Raumfahrtindustrie. Hoffmeister-Kraut: „Baden-Württemberg hat nicht nur eine lange Raumfahrttradition, sondern ist auch heute ein bedeutendes Zentrum der Raumfahrt in Deutschland und Europa. Das Raumfahrtcluster Baden-Württemberg umfasst rund 40 Prozent aller Beschäftigten in der Raumfahrtindustrie bundesweit – hier werden bedeutende deutsche Satellitenprojekte umgesetzt, aber auch vielbeachtete internationale Projekte koordiniert. Die Raumfahrt leistet enorme Beiträge zur technologischen Innovation und wissenschaftlichen Exzellenz in vielen Forschungs- und Anwendungsbereichen. Mit ihrer enormen Hebelwirkung für viele andere Wirtschaftsbereiche ist ihre strategische Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft daher nicht zu unterschätzen.“

In diesem Innovationsgeschehen sei der Bodenseekreis, der zur Spitzengruppe der Stadt- und Landkreise beim Innovationsindex in Baden-Württemberg gehöre, hervorragend aufgestellt. Auch hier mache sich jedoch der Fachkräftemangel zunehmend als Hindernis im Innovationsgeschehen und im Standortwettbewerb bemerkbar. Die Sicherung des Fachkräftebedarfs sei daher zentrale Aufgabe auch ihres Hauses, betonte Hoffmeister-Kraut: „Wir müssen die Potentiale in Baden-Württemberg noch besser nutzen.“ Im Fokus stünden dabei nicht nur die Gewinnung von mehr Frauen als Fachkräfte oder die Stärkung der MINT-Berufe, es gehe auch um Fragen der Qualifizierung und Weiterbildung sowie darum, das Potential älterer Beschäftigter noch besser zu erschließen. „Um Baden-Württemberg als Wirtschaftsstandort attraktiv zu erhalten, müssen wir aber auch international um qualifizierte Fachkräfte werben“, so Hoffmeister-Kraut. Zudem werde die Versorgung mit ausreichend preislich angemessenem Wohnraum mehr und mehr zu einer Standortfrage.

Programm der Kreisbereisung im Bodenseekreis

  • Offizielle Übergabe des Förderbescheids für das Regionale Innovations- und Technologietransfer Zentrum (RITZ), Friedrichshafen
  • Firma Rolls Royce Power Systems AG, Friedrichshafen
  • ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen
  • Alpla Werke Lehner GmbH & Co KG, Markdorf
  • Firma Diehl Aerospace GmbH, Überlingen
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news-74 Mon, 13 Nov 2017 11:18:00 +0100 Fachkräfte-Allianz stellt Studie zum künftigen Bedarf an Fachkräften in den IT-Berufen vor https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/fachkraefte-allianz-stellt-studie-zum-kuenftigen-bedarf-an-fachkraeften-in-den-it-berufen-vor/ 5 Millionen Euro sollen in den Ausbau der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ und in den Bereich „Digitalisierung und berufliche Weiterbildung“ fließen Aktuell fehlen in Baden-Württemberg etwa 3.000 IT-Fachkräfte, bis 2030 verdoppelt sich diese Zahl auf 6.700 fehlende IT-Fachkräfte. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR, die heute in der Fachkräfteallianz Baden-Württemberg unter Leitung von Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut vorgestellt wurde.

„Der Fachkräfteengpass in den IT-Berufen ist heute und auch in Zukunft wirtschaftspolitisch beherrschbar. Mit der Studie haben wir verlässliche Zahlen und eine fundierte Analyse zur Fachkräftesituation im IT-Bereich. Durch die Prognosen bis zum Jahr 2030 wissen wir, womit wir rechnen müssen. So können wir passgenaue Maßnahmen in den wichtigsten Handlungsfeldern umsetzen, damit die Digitalisierung zur baden-württembergischen Erfolgsgeschichte wird“, erklärte Hoffmeister-Kraut. „Die Studie zeigt sehr plastisch, dass Baden-Württemberg trotz des aktuell ermittelten Fachkräfteengpasses in den IT-Berufen vergleichsweise gut gerüstet ist, um die Potenziale der Digitalisierung erfolgreich nutzen zu können. Dazu muss es uns aber gelingen, mehr Frauen für IT-Berufe zu gewinnen, mehr internationale IT-Fachkräfte zu rekrutieren und die Aus- und Weiterbildung weiter zu verbessern.“

„Zurzeit besteht in Baden-Württemberg im Bereich der IT-Arbeitskräfte lediglich ein moderater Fachkräfteengpass, auch wenn dies im Einzelfall gerade von kleinen und mittleren Unternehmen anders wahrgenommen wird“, so die Projektleiterin der WifOR-Studie, Dr. Sandra Hofmann. Zu den wichtigsten IT-Berufen werden in der Untersuchung neben der Informatik auch andere IKT-Berufe wie Systemanalyse, Netzwerktechnik sowie Softwareentwicklung und Programmierung gezählt. Neben den Berechnungen des Angebots- und Nachfragepotenzials von IT-Fachkräften liefert die Studie eine detaillierte Analyse über den IT-Arbeitsmarkt. So arbeiten in Baden-Württemberg aktuell etwa 127.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den „IT-Berufen“ – und 19 Prozent aller in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigten Softwareentwickler/-innen sowie Programmierer/-innen im Südwesten.

Besonders erfreulich sei, so Hoffmeister-Kraut, dass die Zahl der Studienanfänger/-innen in IT-Fächern vom Wintersemester 2010/2011 bis zum Wintersemester 2015/2016 um rund 20 Prozent auf 7.800 gestiegen und auch die Zahl der Absolvent/-innen in den letzten fünf Jahren um etwa 34 Prozent auf 7.900 angewachsen sei.

Um das potenzielle Fachkräfteangebot zu erhöhen, bieten sich nach Ansicht der Forscher insbesondere zwei Stellschrauben an: zum einen eine Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit in den IT-Berufen, zum anderen eine verstärkte Zuwanderung ausländischer IT-Fachkräfte.

Die Ministerin rief deshalb alle Allianzpartner auf, in der Zukunft noch stärker als bisher Frauen in der IT in den Fokus zu nehmen. Hoffmeister-Kraut: „Wir müssen das geschlechterspezifische Berufswahlverhalten weiter aufbrechen, moderne Unternehmenskulturen etablieren und eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen.“ Das Wirtschaftsministerium werde deshalb die Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ weiter ausbauen und darüber hinaus Mittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro bereitstellen, um 2018/2019 weitere Girl‘s Digital Camps und einen YouTube-Film-Wettbewerb „Girl´s go digital“ umzusetzen.

Hoffmeister-Kraut: „Mit diesen Maßnahmen wollen wir vor allem Schülerinnen erreichen, die bislang noch nicht mit der Digitalisierung - und hier speziell mit Informatikthemen und den Treiberberufen der Digitalisierung in Berührung gekommen sind.“

„Wir müssen aber auch noch mehr junge Menschen für eine betriebliche Ausbildung in IT-Berufen gewinnen“, so Hoffmeister-Kraut. Mit der vom Wirtschaftsministerium geförderten „Initiative Ausbildungsbotschafter“ seien knapp 100 Auszubildende in IT-Berufen bereits landesweit im Einsatz, um Schülerinnen und Schüler für eine Berufsausbildung und ihren Beruf zu begeistern. „Unser Ziel ist es, explizit mehr junge Menschen für eine betriebliche IT-Berufsausbildung zu gewinnen.“ Ein weiterer Schwerpunkt bilde „Digitalisierung und berufliche Weiterbildung“. Zusätzlich zu den bereits laufenden Projekten plane ihr Haus weitere Maßnahmen, wofür 2018/2019 3,75 Millionen Euro im Rahmen der „Digitalisierungsstrategie“ vorgesehen sind.

Außerdem betonte Hoffmeister-Kraut, dass sie sich auf Bundesebene für eine erleichterte Zuwanderung von Fachkräften einsetzen will. „Wir brauchen ein zielgerichtetes Fachkräfte-Einwanderungs-Gesetz, das den Zuzug von Fachkräften zukünftig regelt und das sich am Bedarf von Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt orientiert.“ Wichtig sei zudem, die für Akademiker bestehenden liberalen Zuwanderungsmöglichkeiten nach Deutschland noch stärker international publik zu machen. „Baden-Württemberg verfügt mit seinem flächendeckenden Netz an Welcome Centern bereits heute bundesweit über ein Alleinstellungsmerkmal. Die Center sollen sich künftig zusammen mit den entsprechenden Einrichtungen an den Hochschulen und den regionalen Wirtschaftsfördereinrichtungen verstärkt darum kümmern, ausländische Studierende an den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg zu binden“, kündigte Hoffmeister-Kraut an.

 

Statements der Partner der Fachkräfteallianz

Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit:
„Ausreichend IT-Fachkräfte für die Wirtschaft in Baden-Württemberg verfügbar zu haben, wird ein wesentlicher Treiber für die Innovationskraft des Landes sein. Digitalisierung wirkt jedoch in fast alle Berufe hinein. Die daraus abzuleitende Transformation in diesen Berufen wird nur mit einer Ausweitung der Weiterbildungsanstrengungen und neuen Formen der Weiterbildung zu bewerkstelligen sein.“

 Peer-Michael Dick, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeber Baden-Württemberg:
„Es freut mich, dass die vielfältigen Anstrengungen, junge Menschen für die sogenannten MINT-Berufe und hier insbesondere die IT-Berufe zu begeistern, Früchte tragen, wozu auch die Arbeitgeber etwa über deutlich mehr Ausbildungsplätze in IT-Berufen einen großen Beitrag leisteten. Allerdings wird die Freude durch die hohen Abbruchquoten in den MINT-Studiengängen getrübt. Da machen leider auch die IT-Berufe keine Ausnahme. Bewährt haben sich hier Projekte wie ‚MINToring‘ zur Unterstützung der Studierenden beim Studienbeginn. Solche Projekte flächendeckend und institutionell zu fördern, wäre sinnvoll investiertes Geld. Außerdem sollten Studienabbrecher durch bessere Beratung und konsequentere Anrechnung erbrachter Studienleistungen noch schneller zu einem erfolgreichen Berufsabschluss geführt werden.“

Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages:
„Die in der Studie genannten Handlungsfeder sind auch für das Handwerk relevant. Damit kleine und mittlere Handwerksunternehmen digitale Technik für ihre Geschäftsmodelle, ihre Warenflüsse und organisatorischen Abläufe nutzen können, müssen digitale Kompetenzen vor allem in der Beruflichen Aus- und Weiterbildung verankert sein. Dafür braucht es Personalentwicklungsstrategien für die Ausbilder in den Bildungszentren und Berufsschulen. Sie müssen Knowhow vermitteln, das anschlussfähig ist zu den Ausbildungsberufen und den betrieblichen Anforderungen. Denn wir brauchen Handwerker, die mit digitaler Unterstützung individuelle Kundenwünsche erfüllen können.“

Marjoke Breuning, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart:
„Die Wirtschaft braucht Fachkräftenachwuchs - und die Jugendlichen brauchen berufliche Perspektiven. Mit Bildungsinitiativen, die auch schon bei den Kleinsten Neugier wecken sollen, wie dem Haus der kleinen Forscher, und beispielsweise mit der Initiative Ausbildungsbotschafter oder ‚Speed-IT‘ setzt sich die IHK Region Stuttgart dafür ein, dass die Unternehmen auch in Zukunft gute Auszubildende finden. Nur mit starken und motivierten Mitarbeitern können die Betriebe die aktuellen Herausforderungen wie etwa die Digitalisierung meistern.“

Martin Kunzmann, Landesvorsitzender DGB-Bezirk Baden-Württemberg:„Der DGB setzt darauf, dass der Fachkräftebedarf durch eine Stärkung der Aus- und Weiterbildung gesichert werden kann. Freistellungsmöglichkeiten müssen ausgebaut und die Finanzierungsmöglichkeiten für die Beschäftigten verbessert werden. Der DGB erwartet auch, dass die Hochschulen die Zahl der Studienabbrecher deutlich verringern und die Wirtschaft die Ausbildungskapazitäten ausbaut. Die Erhöhung des Frauenanteils in den IT-Berufen erfordert eine weitere Verbesserung der Betreuungssituation für Kinder durch das Land, aber auch eine auf Chancengleichheit ausgerichtete Unternehmenskultur und eine nachhaltige Personalentwicklung unter Berücksichtigung individueller Lebensphasen.“

 

Anhang

Zentrale Ergebnisse der Studie:

  • Das Arbeitskräftepotenzial in den IT-Berufen beläuft sich aktuell auf rund 169.100 Personen und geht bis 2030 auf 137.000 Personen zurück (minus 19 Prozent). Dies ist vor allem durch die demografische Entwicklung zu erklären, da mehr Menschen in IT-Berufen altersbedingt aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden als eintreten.
  • Das IT-Nachfragepotenzial liegt im Jahr 2017 bei etwa 172.100 Personen und geht bis zum Jahr 2030 auf rund 143.700 Personen zurück. Diese rückläufige Entwicklung führen die Forscher unter anderem auf die mit der Digitalisierung einhergehenden Produktivitätsgewinne zurück.

Außerdem bietet die Studie einen aktuellen Überblick über den IT-Arbeitsmarkt:

  • So arbeiten aktuell etwa 127.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den „IT-Berufen“ – dies entspricht rund drei Prozent der 4,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Baden-Württemberg.
  • Der Frauenanteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt in den einzelnen Kernberufen zwischen zwölf bis 21 Prozent. Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Teilzeitbeschäftigten fällt im IT-Bereich mit etwa neun Prozent im Vergleich zu 25 Prozent aller Berufe niedrig aus.
  • Rund neun Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten über alle IT-Berufe hinweg sind Ausländer.
  • In den letzten drei Jahren ist die Zahl der in den Informatik-Berufen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um elf Prozent angestiegen – während es über alle Berufe rund fünf Prozent waren.
  • Tätigkeiten im Bereich der IT sind durch ein hohes Qualifikationsniveau geprägt. Entsprechend besteht hier ein großer Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitskräften.
  • Die Beschäftigten im IT-Bereich konzentrieren sich v. a. auf fünf Regionen innerhalb Deutschlands: München, Berlin, Hamburg, Stuttgart und Frankfurt. 19 Prozent aller Softwareentwickler und Programmierer, die in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, arbeiten in Baden-Württemberg.
  • Geringfügige Beschäftigung spielt eine untergeordnete Rolle.
  • Das Monatsgehalt einer Arbeitskraft in der Branche „Erbringung von Dienstleistungen in der IT“ betrug im Jahr 2016 im Durchschnitt 6.168 Euro/brutto. Dieser Wert liegt deutlich über dem deutschlandweiten Schnitt dieser Branche von 5.560 Euro/brutto (ähnliches gilt in der „Informations- und Kommunikationsbranche“: 5.804 Euro/brutto in Baden-Württemberg zu 5.391 Euro/brutto deutschlandweit).
  • Der wesentliche Grund für den zu erwartenden Anstieg des Fachkräfteengpasses ist, dass das Angebotspotenzial an IT-Arbeitskräften aufgrund beginnender Renteneintritte der so genannten „Baby-Boomer-Generation“ zurückgeht.

Weitere Hintergrundinfos für die Redaktionen:
Die Studie „Fachkräfte in den IT-Berufen zur Umsetzung der Digitalisierung in Baden-Württemberg“ wurde im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg erstellt. Die Studie wurde durch die Arbeit einer Projektarbeitsgruppe begleitet, in der der Arbeitgeberverband, Vertreter der Gewerkschaften, Kammern, die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit und IT-Fachverbände vertreten waren.

Das Zukunftsszenario geht im WifOR-Prognosemodell von folgenden Annahmen aus:

  • Das tatsächliche Renteneintrittsalter bis zum Jahr 2030 wird von 62 Jahre auf 64 Jahre ansteigen.
  • Das Wachstum der Zahl an Absolventinnen und Absolventen (Studierende und Auszubildende) von 0,5 Prozent jährlich orientiert sich an der Prognose der Kultusministerkonferenz.
  • Der Wachstumspfad des technologischen Fortschritts beruht auf den aktuell absehbaren Entwicklungen; disruptive Innovationen in künftigen Jahren können im WifOR-Modell nicht mitberücksichtig werden.
  • Die Zahl an ausländischen Erwerbstätigen ändert sich bis zum Jahr 2030 nicht zur im Status Quo erfassten Zahl.

In der Fachkräfteallianz Baden-Württemberg sind über 40 Partner vertreten. Dies sind Wirtschaftsorganisationen, Gewerkschaften, die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, die kommunalen Landesverbände, Pflegeorganisationen, regionale Wirtschaftsfördergesellschaften, der Landesfrauenrat und Ministerien der Landesregierung. 

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news-71 Mon, 23 Oct 2017 10:33:00 +0200 Offizielle Einweihung der „Lernfabrik 4.0“ in der Karl-Arnold-Schule Biberach https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/offizielle-einweihung-der-lernfabrik-40-in-der-karl-arnold-schule-biberach/ „Unsere Industrie wandelt sich durch die Digitalisierung immer mehr zu einer Industrie 4.0. Damit unser Fachkräftenachwuchs und unsere Beschäftigten am Puls der Zeit bleiben und nicht von dieser Entwicklung abgehängt werden, muss sich dieser Wandel in der Arbeitswelt auch in Aus- und Weiterbildung niederschlagen. In der neuen Lernfabrik 4.0 in der Karl-Arnold-Schule werden Auszubildende und Teilnehmende an Weiterbildungslehrgängen für die digitale Produktion der Zukunft fit gemacht“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Katrin Schütz, am Montag (23. Oktober) bei der offiziellen Einweihung der Lernfabrik 4.0. Damit profitiere nun auch der Landkreis Biberach von einem der Leuchtturmprojekte für Digitalisierung und berufliche Bildung, die die Lernfabriken 4.0 sind. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Lernfabrik 4.0 mit rund 440.000 Euro und trägt damit weiter dazu bei, dass die Digitalisierungsstrategie der Landesregierung auch in der Fläche des Landes greift.

„Die intelligente, flexible Fabrik der Zukunft braucht ein optimales Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation“, so Schütz. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigten bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Fachkräftenachwuchses Unterstützung. „In der Lernfabrik 4.0 wird das abstrakte Konzept von Industrie 4.0 für Schülerinnen und Schüler fassbar gemacht. Es freut mich sehr, dass der Landkreis Biberach die Initiative ergriffen und dieses beispielhafte Projekt auf den Weg gebracht hat“, betonte die Wirtschaftsstaatssekretärin.

In der Lernfabrik 4.0 wird eine Industrie 4.0-Prozesskette – von der Beauftragung über Fertigung, Montage und Materialfluss bis zur Auftragsabwicklung – eines Unternehmens realitätsnah für die Aus- und Weiterbildung abgebildet. Die Lernfabrik 4.0 ist mit hochinnovativen Technologien ausgestattet, die bald in jedem produzierenden Unternehmen zu finden sein werden. So ist ein Industrieroboter integriert und es werden aktuelle Produktionsdaten mit Tablets visualisiert. Die Lernfabrik wird in verschiedenen Bildungsgängen der Karl-Arnold-Schule zum Einsatz kommen.

Weitere Informationen
Neben dem Wirtschaftsministerium bringen der Landkreis als Schulträger, die IHK Ulm und der Förderverein für berufliche Fortbildung an den beruflichen Schulen im Landkreis Biberach e.V. Finanzierungsbeiträge ein. Das Projekt des Landkreises Biberach ist eines von sechzehn Lernfabrik-Konzepten, die nach einer Ausschreibung des damaligen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft im Jahr 2015 von einer Jury für eine finanzielle Förderung ausgewählt wurde. Das Wirtschaftsministerium fördert die über nahezu alle Regionen des Landes verteilten Lernfabriken mit 6,8 Mio. Euro.

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news-68 Mon, 16 Oct 2017 13:02:28 +0200 13. „Frauenwirtschaftstage Baden-Württemberg“ starten mit dem Schwerpunkt „Chancen für Frauen in der digitalen Arbeitswelt“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/13-frauenwirtschaftstage-baden-wuerttemberg-starten-mit-dem-schwerpunkt-chancen-fuer-frauen-in-der/ Bei den diesjährigen Frauenwirtschaftstagen vom 19. bis 21. Oktober finden an über 40 Orten im Land rund 80 Veranstaltungen statt. Dabei werden das diesjährige Schwerpunktthema „Chancen für Frauen in der digitalen Arbeitswelt“ sowie weitere Themen rund um Frauen und Wirtschaft diskutiert und Informationen bereitgestellt. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Die Digitalisierung der Wirtschaft und unserer Arbeitswelt ermöglicht flexiblere Arbeitsformen, vielfältigere Karrieremodelle und mehr Chancengleichheit. Mit diesen vielfältigen und rasanten Veränderungsprozessen stellt die Digitalisierung der Arbeitswelt für Frauen eine große Chance dar.“ Die Digitalisierung habe fundamentale Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Arbeitswelt, so die Ministerin weiter. So sei nicht nur sehr wichtig, dass Fachkräfte mit digitalem Know-How verfügbar seien. Im Zuge der Digitalisierung sei gleichzeitig eine Modernisierung der Führungs- und Arbeitskultur hin zu agilem Management, Teamwork und Vernetzung notwendig. Angesichts einer zunehmenden Bedeutung der Führung virtueller Teams sei eine ergebnisorientierte Führungskultur anstelle von Präsenzkultur gefragt. Damit könnten sich Gestaltungsmöglichkeiten für flexiblere, multiplere Arbeits- und Karrieremodelle und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ergeben. Individuelle Potentiale und die Leistungsfähigkeit der Erwerbstätigen könnten durch digital unterstützte, flexible und vielfältige Arbeitsmodelle besser entfaltet werden und neue Chancen zur verstärkten Beteiligung von Frauen in digitalen Berufsfeldern und Führungsaufgaben genutzt werden. „Diese positiven Effekte können dazu beitragen, die Chancengerechtigkeit zwischen Frauen und Männern zu erhöhen. Ich lade herzlich dazu ein, die Angebote im Rahmen der Frauenwirtschaftstage wahrzunehmen, sich zu informieren, Kontakte zu knüpfen und miteinander zu diskutieren“, sagte die Wirtschaftsministerin abschließend.

Weitere Informationen:
In Baden-Württemberg stieg die Zahl der erwerbstätigen Frauen zwischen 2012 und 2016 von 2,49 Millionen auf 2,68 Millionen und damit um 7,4 Prozent.

Im selben Zeitraum stieg die Zahl der erwerbstätigen Frauen in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) von 213.000 auf 247.000 und damit um fast 16 Prozent. Den höchsten Anstieg gab es in der Informatik, in diesem Bereich erhöhte sich die Zahl von 16.000 auf 26.000, was einem Anstieg um 62,5 Prozent entspricht.

Weitere Veranstaltungsthemen im Rahmen der „Frauenwirtschaftstage“ sind zum Beispiel Aufstieg von Frauen in Führungspositionen, Erfolgsfaktoren für Gründerinnen und Unternehmerinnen, die Unternehmensnachfolge als Karriereoption, Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Vernetzungsmöglichkeiten und Kooperationsangebote.

Die Veranstaltungen bei den Frauenwirtschaftstagen 2017 werden von Kontaktstellen Frau und Beruf, Agenturen für Arbeit, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Wirtschaftsförderern, Kommunen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Frauenorganisationen, Verbänden und weiteren Beteiligten angeboten. Betriebe, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie alle Interessierten haben die Möglichkeit, sich in regionalen Veranstaltungen zu informieren und beraten zu lassen.

Mehr Informationen zu den Frauenwirtschaftstagen sowie eine Veranstaltungsdatenbank finden Sie unter: www.frauenwirtschaftstage.de

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news-67 Mon, 16 Oct 2017 10:57:28 +0200 Land fördert Aufbau eines Leistungszentrums „Mass Personalization“ mit 5 Millionen Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/land-foerdert-aufbau-eines-leistungszentrums-mass-personalization-mit-5-millionen-euro/ Die Landesregierung fördert den Aufbau eines „Leistungszentrums für Mass Personalization“ in Stuttgart mit insgesamt 5 Mio. Euro. Dies gaben Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Montag (16. Oktober) bekannt. Das Zentrum ist eine gemeinsame Initiative der Fraunhofer-Institute am Standort Stuttgart mit der Universität Stuttgart. Es erforscht interdisziplinär und branchenübergreifend Methoden, Verfahren, Prozesse, Produktionssysteme und Geschäftsmodelle zur Herstellung personalisierter Produkte. Die Ergebnisse sollen wichtige Impulse für die Wirtschaft setzen. „Personalisierte Lösungen werden durch die Digitalisierung weiteren Schub erhalten und somit für unsere Wirtschaft immer bedeutender. Die Fähigkeit zur ‘Mass Personalization’ wird daher ein zunehmend entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen. Es ist jedoch insbesondere für kleinere und mittelständische Unternehmen eine Herausforderung, sich die Kompetenzen anzueignen, wie personalisierte Produkte effizient und flexibel bereitgestellt und entsprechende Wertschöpfungsketten aufgebaut werden können. Das Leistungszentrum soll die Unternehmen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstützen“, sagte Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut.

„Individualisierte Produkte und deren Produktion bieten ein hohes Innovationspotential. Das Zentrum führt die bedeutende Tradition der Produktionswissenschaft am Standort Stuttgart in die Zukunft. Der Campus braucht diese Orte, an denen Innovationskultur gelebt wird“, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Beide Ministerinnen bezeichneten das Leistungszentrum als Gewinn für den Wissenschaftsstandort Stuttgart, der auch die Innovations- und Wirtschaftskraft der Region stärke. Die Förderung übernehmen das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Die Fraunhofer-Gesellschaft und die Universität Stuttgart beteiligen sich an der Finanzierung. Darüber hinaus sind die beteiligten Institute verpflichtet, zusätzliche 5 Mio. Euro Drittmittel aus der Wirtschaft für das Vorhaben einzuwerben, so dass insgesamt 12,5 Mio. Euro zur Finanzierung bereitstehen sollen.

Das Potenzial personalisierter Wertschöpfung ist derzeit noch kaum erschlossen und wird insbesondere in den Bereichen Wohnen, Mobilität und Gesundheit erwartet. Diese drei Bereiche sollen daher Schwerpunkt der Arbeit des Leistungszentrums werden.

Eine der Fragestellungen ist vor dem Hintergrund des demographischen Wandels dabei beispielsweise, wie zukünftig im Automobilbau oder auch im Bauwesen mit personalisierten biomechatronischen Assistenzsystemen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben wird, länger aktiv im Beruf tätig zu sein, indem die hohe körperliche Belastung verringert wird. Ziel ist, durch den Einsatz von maßgeschneiderten tragbaren Roboteranzügen (Exoskeletten) in verschiedensten Tätigkeiten eine optimale Haltung und Lastenverteilung im Körper des Trägers zu erreichen, einen Trainingseffekt zu erzielen und zusätzlich komplexe Fertigungs- oder Montageschritte maschinell zu unterstützen.

Da hierbei neueste Verfahren der Ergonomie und Sicherheit angewandt, modernste Roboter- und Medizintechnik eingesetzt und das System in ein Gesamtkonzept der vernetzten Produktion einbezogen werden sollen, können die insgesamt hochkomplexen und anspruchsvollen Fragestellungen nur durch enge, transdisziplinäre Zusammenarbeit und mit Hilfe einer herausragenden Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur gestemmt werden.

Der Standort Stuttgart verfügt mit der Universität Stuttgart und den vier Fraunhofer-Instituten für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), für Bauphysik (IBP), für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) sowie für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), zahlreichen Start-Ups und einem großen Netzwerk an Industrieunternehmen auf engstem Raum über Expertise in allen dazu notwendigen Themen und ist damit in besonderer Weise prädestiniert, diese Herausforderungen zu bewältigen und attraktive Lösungen für die Wirtschaft bereitzustellen. Notwendige Bedingungen für die Umsetzung sind dabei die Fähigkeit zur wirtschaftlichen Produktion von nutzerspezifisch angepassten Produkten in der Stückzahl 1, die Effizienzsteigerung durch Digitalisierung und Vernetzung sowie ein ganzheitliches Verständnis der Bedürfnisse zukünftiger Nutzer.

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news-66 Mon, 09 Oct 2017 12:24:16 +0200 6. Bilanzgespräch des Bündnisses „Frauen in MINT-Berufen“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/6-bilanzgespraech-des-buendnisses-frauen-in-mint-berufen/ Im Rahmen des Wirtschaftsforums „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ haben sich am Montag (9. Oktober) auf Einladung von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die Partner des Bündnisses „Frauen in MINT-Berufen“ zu ihrem jährlichen Bilanzgespräch getroffen. Ziel ist es, die Frauenerwerbstätigkeit im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu erhöhen sowie die maßgeblichen MINT-Akteure und -Fördermaßnahmen entlang einer lebensphasenorientierten Gesamtstrategie zu bündeln und weiterzuentwickeln, um Breitenwirkung zu erzielen.

„Die Zahl der erwerbstätigen Frauen in MINT-Berufen ist von 2012 bis 2016 von 213.000 auf 247.000 um fast 16 Prozent angestiegen“, betonte Hoffmeister-Kraut. Damit habe sich der Frauenanteil an den Erwerbstätigen in MINT-Berufen im genannten Zeitraum von 14,4 Prozent auf 15,7 Prozent erhöht und liege damit über dem Bundesdurchschnitt von 15,0 Prozent. Den höchsten Anstieg gab es in der für die Digitalisierung besonders wichtigen Bereich Informatik von 16.000 auf 26.000 – ein Anstieg um 62,5 Prozent.

„Wir sehen deutliche Erfolge, immer mehr Frauen ergreifen die zukunftsträchtigen MINT-Berufe. Doch wir sind noch lange nicht am Ziel. Wir müssen die Chancen und die Faszination der Technik- und IT-Berufe an Mädchen und Frauen noch besser vermitteln. Wie dies gelingen kann, haben wir im Rahmen des heutigen Bilanzgesprächs anhand eines konkreten Praxisprojektbeispiels mit Schülerinnen diskutiert.“

Zu Gast war die AG „what the frog“ des Stuttgarter Königin-Katharina-Stiftes. Diese Arbeitsgruppe, in der mehrheitlich Mädchen aktiv sind, baut Roboter mit denen sie bereits etliche Preise bei internationalen Wettbewerben gewonnen haben.

Die Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung in MINT-Berufen ist eine zentrale wirtschaftspolitische Aufgabe. Baden-Württemberg hat mit 27 Prozent den bundesweit höchsten Anteil an MINT-Beschäftigten. Durch die digitale Transformation steigt der Fachkräftebedarf in diesen Berufen weiter an.

Das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung. Frauen sollen verstärkt für zukunftsträchtige Berufe gewonnen werden und den digitalen Wandel und die Wirtschaft 4.0 mitgestalten. Unternehmen werden beim Recruiting und der Weiterentwicklung ihrer Unternehmenskultur unterstützt.

„Es freut uns sehr, dass das Bündnis, welches in dieser Form eine Vorreiterrolle in Deutschland hat, großen Zuspruch erfährt und seine Maßnahmen stetig weiter ausbaut. Auch in diesem Jahr konnten wir ein weiteres Bündnismitglied aufnehmen. Mit den Webgrrls! sind es nun 52 Mitglieder im Bündnis ‚Frauen in MINT-Berufen‘“, so die Ministerin abschließend.

Weitere Informationen zur Landesinitiative und zum Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ finden Sie unter www.mint-frauen-bw.de

Information für die Redaktionen:

Am 4. Juli 2011 wurde das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ geschlossen. Zum Bündnis gehören mittlerweile 52 Partner aus vier Ministerien, Arbeitgeber-, Branchen- und Berufsverbänden, Gewerkschaften, BWIHK, BWHT, Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, Frauennetzwerken, Hochschulen, Stiftungen und Kontaktstellen Frau und Beruf. Die Landesinitiative und das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ leisten ihren Beitrag zu den Zielen der Fachkräfte-Allianz Baden-Württemberg und der Initiative Wirtschaft 4.0: Die Beschäftigung von Frauen zu steigern und die Zahl der Beschäftigten in den MINT-Berufen zu erhöhen.

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news-65 Mon, 09 Oct 2017 10:40:58 +0200 Wirtschaftsforum Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsforum-baden-wuerttemberg/ „Die digitale Zukunft ist reich an Chancen, wenn Unternehmen wie auch die Beschäftigten selbst die Möglichkeiten der Digitalisierung mutig ergreifen“, erklärte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Eröffnung des Wirtschaftsforums Baden-Württemberg „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ heute (9. Oktober) im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. „Die Digitalisierung bietet die Chance für den Ausbau einer modernen Arbeitswelt mit gleichberechtigter und partnerschaftlicher Beschäftigung.“ Die digitale Transformation werde zu einer Neustrukturierung der Arbeitswelt führen. Dies biete die Chance, den veränderten, vielfältigeren Werte-, Lebens- und Berufsvorstellungen der Beschäftigten gerechter zu werden – gerade auch für Frauen, so Hoffmeister-Kraut. Durch veränderte Berufsbilder, neue Karriereprofile und moderne, digital unterstützte Arbeitsmodelle würden einst männlich dominierte Arbeitsbereiche, insbesondere in den MINT-Berufen und Führungspositionen, verstärkt auch für Frauen geöffnet und attraktiver.

Denn durch die Digitalisierung sei möglich, flexibler und mobiler zu arbeiten, Beruf und Privatleben partnerschaftlicher zu vereinbaren und in neuen und vielfältigeren Arbeits- und Karrieremodellen tätig zu sein.

„Wir wollen zeigen, wie die Digitalisierung als Chance für eine moderne gleichberechtigte Arbeitswelt konkret genutzt werden kann und wie sich Unternehmen bereits heute auf die digitale Zukunft vorbereiten und ihre Unternehmensorganisation und -kultur weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen als wichtigster Erfolgsfaktor und die Bedeutung von Chancengleichheit und Vielfalt für die Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft der Wirtschaft 4.0“, erläuterte die Ministerin.

Allerdings gelte es auch, sich mutig den Herausforderungen zu stellen, da sich wirtschaftliche Strukturen wandeln und sich viele berufliche Aufgaben durch die Digitalisierung stark verändern. Es gelte daher Vorsorge zu treffen, damit neue Formen der Zusammenarbeit die Erwerbstätigen nicht entgrenzen oder im Homeoffice isolieren; der Einsatz von digitalen Plattformen dürfe auch der prekären Beschäftigung keinen Vorschub leisten. Gestaltungsansätze und Rahmenbedingungen, die Chancengleichheit sowie eine geschlechter- und diversitätsgerechte Arbeitswelt im Blick haben und aktiv herstellen, müssen deshalb einen integralen Bestandteil bei allen Maßnahmen bilden.

Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut ist überzeugt: „Vielfalt ist eine wichtige Voraussetzung, um Innovations- und Digitalisierungsprozesse erfolgreich zu gestalten. Unternehmen müssen eine moderne Führungs- und Unternehmenskultur entwickeln und verstärkt die Qualifikationen von Frauen als Fach- und Führungskräfte nutzen, um erfolgreich im Wettbewerb zu bestehen. Gleichzeitig sollten Frauen die Chancen der digitalen Arbeitswelt nutzen, digitale Kompetenzen erwerben und in digitalen Arbeitsfeldern verstärkt tätig werden.“

Hintergrund zum Wirtschaftsforum

Das Wirtschaftsforum „Die Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ zeigt die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung und wie diese für eine moderne gleichberechtigte Arbeitswelt konkret genutzt werden kann. Acht Chancenräume vermitteln einen Einblick in die unterschiedlichen Dimensionen von „Digitalisierung und Chancengleichheit“: in die chancenreiche, agile Unternehmenskultur 4.0, in erforderliche digitale Kompetenzen und künftige Karriereprofile, flexible, digital unterstützte Arbeitsformen, Auswirkungen der Plattform-Ökonomie und Tech-Trends auf Chancengleichheit. Inspiration für innovative Geschäftsanwendungen erhalten die rund 400 Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer bei digitalen Pionieren im Rahmen einer Ausstellung: VR-Brillen, 3-D-Druck, ein digitaler Rollator und andere digitale Anwendungen können dort getestet werden. Trends und zentrale Ergebnisse aus elf Studien zum Themenspektrum „Digitalisierung und Chancengleichheit“ werden in einer Think Tank Arena präsentiert. Frauen-Business-Netzwerke laden zu intensivem Networking in die Matchmaking Arena. Den Nachmittag krönt die Auftaktveranstaltung für die diesjährigen Frauenwirtschaftstage in Baden-Württemberg mit dem landesweiten Motto „Chancen für Frauen in der digitalen Arbeitswelt“.

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news-63 Thu, 05 Oct 2017 11:18:42 +0200 Wirtschaftsministerium fördert Forschungsprojekt zur Digitalisierung der Lebenswissenschaften mit rund 550.000 € https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-forschungsprojekt-zur-digitalisierung-der-lebenswissenschaften-mit-ru/ Das für wirtschaftsnahe Forschung zuständige Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat für das Forschungsvorhaben „Applikationszentrum Labor 4.0 – Das Labor in der Cloud“ am Fraunhofer-Institut für Produktion und Automatisierung (IPA) in Stuttgart eine Förderung über rund 550.000 Euro zugesagt. Dies teilte Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Donnerstag (5. Oktober) mit. „Baden-Württemberg muss zur Stärkung seiner Zukunftsfähigkeit neue Wertschöpfungsfelder erschließen. Die intensivere wirtschaftliche Nutzung der Forschung etwa im Bereich der Lebenswissenschaften ist ein solches Feld. Unsere Unterstützung für ein Projekt der Digitalisierung nach dem Vorbild der ‚Industrie 4.0‘ eröffnet in lebenswissenschaftlichen Forschungslaboren daher vielfältige Chancen, zum Beispiel bei der Entwicklung neuer Medikamente“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Im Zentrum des neuen Applikationszentrums Labor 4.0 steht die erstmalige Übertragung der Prinzipien der Industrie 4.0 auf den lebenswissenschaftlichen Bereich, und damit der Schritt zum Labor der Zukunft. Dabei ermöglicht die Förderung des Wirtschaftsministeriums den Aufbau einer neuen Forschungsgruppe am IPA, um dort anwendungsorientierte Forschungsarbeiten zum Themenkomplex Labor 4.0 durchzuführen. Diese Forschungsarbeiten sollen das Fraunhofer IPA in einer europa- und weltweiten Führungsrolle in der digitalen Transformation in den Lebenswissenschaften positionieren.

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Durch die Konzeption als Applikationszentrum erhalten Unternehmen aus Baden-Württemberg einen privilegierten Zugang zu den Zukunftstechnologien des Labors 4.0. Im Fokus steht dabei, Forschungskooperationen insbesondere zwischen kleinen und mittleren Unternehmen und den Forschern am Fraunhofer IPA zu etablieren sowie neue Technologien für Unternehmen zu erschließen. Unsere Förderung ist damit ein Beitrag, um nachhaltige Forschungs- und Entwicklungsimpulse im Bereich der Lebenswissenschaften in der Innovationsregion Baden-Württemberg zu generieren.“

Im Rahmen des Projektes „Labor 4.0“ sollen in Anlehnung an „Industrie 4.0“ Laborprozesse soweit wie möglich automatisiert, digitalisiert und vernetzt werden. Durch die Integration verschiedener automatisierter Instrumententypen in Form einer modernen, kognitiv arbeitenden Laboreinrichtung unter Zuhilfenahme von Robotik und Digitalisierung kann der menschliche Input wesentlich reduziert werden. Das bedeutet, anstatt wie bisher den Großteil ihrer Zeit mit sich wiederholender manueller Arbeit zu verbringen, können sich Forscher und Wissenschaftler wieder auf den kreativen Prozess der Forschung sowie der Interpretation von Forschungsdaten konzentrieren. In dem Vorhaben arbeiten Techniker, IT- und Naturwissenschaftler eng interdisziplinär zusammen. Durch die Einbindung der Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie (PAMB) in Mannheim ist insbesondere auch die Perspektive effizienterer Laborprozesse in der Klinik abgedeckt.

„Ich verspreche mir von diesem Projekt neben einer wesentlichen Effizienzsteigerung in akademischen und industriellen Laboren auch die Entwicklung völlig neuer Geschäftsmodelle mit innovativen Dienstleistungen und Produkten für den Laboralltag der Zukunft“, betonte die Ministerin.

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news-64 Thu, 05 Oct 2017 10:07:00 +0200 Wirtschaftsministerin besucht Landkreis Böblingen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerin-besucht-landkreis-boeblingen/ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat ihre regelmäßigen Kreisbereisungen im Land am Donnerstag (5. Oktober) mit einem Besuch im Landkreis Böblingen fortgesetzt. „Baden-Württemberg soll führende Innovationsregion Europas und attraktiv für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bleiben. Vor Ort, im engen Dialog mit den Menschen, kann ich mich am eindrücklichsten vom Engagement der Menschen und der Unternehmen überzeugen, die dazu täglich ihren Beitrag leisten. Und vor Ort, in der Praxis, lässt sich auch am besten diskutieren, welche Herausforderungen wir meistern und welche Chancen wir beherzt nutzen müssen“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Als Herausforderung bezeichnete sie beispielsweise die Sicherung des Fachkräftebedarfs; als Chance die zunehmende Digitalisierung, deren gesamtgesellschaftlichen Mehrwert man nicht oft genug betonen könne. Für Baden-Württemberg sei es „von zentraler Bedeutung, die Digitalisierung zu nutzen, um unsere Spitzenstellung weiter auszubauen und langfristig zu sichern. Das Thema Digitalisierung weckt gleichwohl auch Ängste, die wir ernst nehmen müssen. Diesen Ängsten möchte ich begegnen – im direkten Gespräch mit Arbeitnehmern und Arbeitgebern“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Insbesondere müsse der Mittelstand branchenübergreifend stärker an das Thema Wirtschaft 4.0 herangeführt werden, um dessen Stellung als starker Wirtschaftsfaktor im Land in Zukunft zu sichern, betonte die Ministerin. Sie verwies dabei auf die von ihr ins Leben gerufene „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ des Wirtschaftsministeriums, die insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Fläche des Landes auf dem Weg in die Digitalisierung unterstütze.

Welche Chancen sich durch die Digitalisierung ergeben, zeige sich zum Beispiel im Bereich der Bauwirtschaft, so die Ministerin. Verdeutlichen sollte dies der Besuch der Ministerin auf dem Bauplatz des Flugfeldklinikums, wo das Thema Building Information Modeling (BIM) im Mittelpunkt stand. BIM ist eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden. Hoffmeister-Kraut: „Die Bauwirtschaft ist eine der Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft mit einem entscheidenden Anteil an Bruttowertschöpfung und Beschäftigung. Bei der Produktivität liegt die Branche aber zurück. Die Digitalisierung kann dies ändern, weshalb es umso mehr gilt, deren Potentiale auch für die Bauwirtschaft im Land richtig zu nutzen.“

Da sich der Fachkräftemangel zunehmend als Hindernis im Innovationsgeschehen und im Standortwettbewerb erweise, bleibe die Sicherung des Fachkräftebedarfs zentrale Aufgabe auch ihres Hauses, betonte Hoffmeister-Kraut. Dem Thema diente u. a. der Besuch des Unternehmens IPO.Plan in Leonberg. „Wir müssen die Potentiale in Baden-Württemberg noch besser nutzen.“ Im Fokus stünden dabei nicht nur die Gewinnung von mehr Frauen als Fachkräfte oder die Stärkung der MINT-Berufe, es gehe auch um Fragen der Qualifizierung und Weiterbildung sowie darum, das Potential älterer Beschäftigter noch besser zu erschließen, nannte die Ministerin als Beispiele. „Um Baden-Württemberg als Wirtschaftsstandort attraktiv zu erhalten, müssen wir aber auch international um qualifizierte Fachkräfte werben“, so Hoffmeister-Kraut. Zudem werde die Versorgung mit ausreichend preislich angemessenem Wohnraum mehr und mehr zu einer Standortfrage.

Weiteres Thema der Kreisbereisung war das Thema nachhaltiges Wirtschaften und Innovation, dem der Besuch der perma-trade Wassertechnik GmbH in Leonberg diente. Die Landesregierung habe sich zum Ziel gesetzt, den Südwesten Deutschlands zum weltweiten Technologieführer bei intelligenten, ressourcensparenden und klimaschonenden Technologien zu machen, so die Ministerin. Der Industriestandort Baden-Württemberg sei in entscheidender Weise auf die ständige Verfügbarkeit unterschiedlichster Rohstoffe und Materialien zu angemessenen Preisen angewiesen. Das Wirtschaftsministerium unterstütze daher insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen dabei, Forschungsergebnisse der wirtschaftsnahen Forschung im Bereich Ressourcenschutz aufzugreifen und in neue Geschäftsmodelle, innovative Produkte und effizientere Verfahren zu übertragen. „Damit verschaffen wir ihnen nachhaltige Wettbewerbsvorteile,“ betonte Hoffmeister-Kraut.

Zu den wertvollen Eindrücken, die sie bei ihren Kreisbereisungen sammle, sagte die Ministerin, ihr Ministerium sei für zentrale Zukunftsthemen verantwortlich, die in den kommenden Jahren für den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit, aber auch für den sozialen Frieden Baden-Württembergs entscheidend seien. Die Politik könne nur durch eigene Anschauung und das Zuhören vor Ort die Eindrücke sammeln, die zum Setzen richtiger Rahmenbedingungen notwendig seien: „Meine Kreisbereisungen bieten dafür vielfältige und gute Möglichkeiten.“

Programm der Kreisbereisung im Landkreis Böblingen

  • Flugfeld, Bauplatz Flugfeldklinikum, Böblingen
  • IPO.Plan GmbH, Leonberg
  • perma-trade Wassertechnik GmbH, Leonberg
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news-62 Wed, 04 Oct 2017 14:01:05 +0200 Offizielle Einweihung der „Lernfabrik 4.0“ im Beruflichen Schulzentrum Bietigheim-Bissingen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/offizielle-einweihung-der-lernfabrik-40-im-beruflichen-schulzentrum-bietigheim-bissingen/ „Unsere Industrie wird durch die Digitalisierung immer mehr zu einer Industrie 4.0. Der Wandel in der Arbeitswelt, der damit verbunden ist, muss sich auch in der Aus- und Weiterbildung niederschlagen, damit unser Fachkräftenachwuchs und unsere Beschäftigten am Puls der Zeit bleiben und nicht von dieser Entwicklung abgehängt werden. In der neuen Lernfabrik 4.0 im Beruflichen Schulzentrum Bietigheim-Bissingen werden die Auszubildenden sowie die Teilnehmenden an Weiterbildungslehrgängen für die digitale Produktion der Zukunft fit gemacht. Damit profitiert nun auch der Landkreis Ludwigsburg von einem der Leuchtturmprojekte für Digitalisierung und berufliche Bildung, die die Lernfabriken 4.0 sind“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Mittwoch (4. Oktober) bei der offiziellen Einweihung der Lernfabrik 4.0. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Lernfabrik 4.0 mit 500.000 Euro. „Die intelligente, flexible Fabrik der Zukunft braucht ein optimales Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation“, so Hoffmeister-Kraut. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigten bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Fachkräftenachwuchses Unterstützung. „In der Lernfabrik 4.0 wird das abstrakte Konzept von Industrie 4.0 für Schülerinnen und Schüler fassbar gemacht. Es freut mich sehr, dass der Landkreis Ludwigsburg die Initiative ergriffen und dieses beispielhafte Projekt auf den Weg gebracht hat“, betonte die Ministerin.

In der Lernfabrik 4.0 wird eine Industrie 4.0-Prozesskette – von der Entwicklung, über Fertigung, Montage und Materialfluss bis zur Auftragsabwicklung – eines Unternehmens realitätsnah für die Aus- und Weiterbildung abgebildet. Die Lernfabrik 4.0 ist mit hochinnovativen Technologien ausgestattet, die bald in jedem produzierenden Unternehmen zu finden sein werden. So ist ein kollaborierender Roboter integriert, also ein Roboter, der mit dem Menschen „Hand in Hand“ zusammenarbeitet. Die Lernfabrik wird in verschiedenen Bildungsgängen des Beruflichen Schulzentrums Bietigheim-Bissingen und der kooperierenden Carl-Schäfer-Schule Ludwigsburg zum Einsatz kommen. Neben dem Wirtschaftsministerium bringt der Landkreis als Schulträger einen weiteren Finanzierungsbeitrag ein. Darüber hinaus unterstützen viele Unternehmen der Region das Projekt finanziell.

Weitere Informationen
Das Projekt des Landkreises Ludwigsburg ist eines von sechzehn Lernfabrik-Konzepten, die nach einer Ausschreibung des damaligen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft im Jahr 2015 von einer Jury für eine finanzielle Förderung ausgewählt wurde. Das Wirtschaftsministerium fördert die über nahezu alle Regionen des Landes verteilten Lernfabriken mit 6,8 Mio. Euro.

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news-61 Wed, 04 Oct 2017 11:56:48 +0200 Dritte Fachkonferenz des Zukunftsprojekts Arbeitswelt 4.0 https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/dritte-fachkonferenz-des-zukunftsprojekts-arbeitswelt-40/ „Die Digitalisierung bringt große Chancen mit sich, die wir in Baden-Württemberg aktiv nutzen müssen und wollen: so kann beispielsweise die Digitalisierung der Produktion unseren Standort wettbewerbsfähiger machen und damit Arbeitsplätze sichern“, erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Mittwoch (4. Oktober) anlässlich der Eröffnung der 3. Konferenz „Zukunftsprojekt Arbeitswelt 4.0“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. „Ich bin davon überzeugt, dass Baden-Württemberg – wenn es im Bereich der Digitalisierung und Industrie 4.0 die Nase vorn hat – gestärkt aus den Transformationsprozessen hervorgehen kann, so wie das auch in der Vergangenheit der Fall war“, so die Ministerin.

Einen großen Handlungsbedarf sehe sie im Bereich der Flexibilisierung der Arbeitszeit, betonte die Ministerin. Man solle Flexibilität bei der Arbeitszeit nicht nur als Last empfinden, sondern dürfe auch den Gewinn an Individualität bei der Gestaltung des eigenen Arbeitsumfelds nicht aus den Augen verlieren. Hoffmeister-Kraut: „Ein Mehr an Flexibilität bei Arbeitszeit und Arbeitsort verbessert schon heute in vielen Bereichen die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.“

Gleichzeitig müsse man den Schutzgedanken für Beschäftigte und Verbraucher ernst nehmen. Die Ministerin warb für einen fairen Interessensausgleich bei dieser Fragestellung und schlug tarifliche Öffnungsklauseln sowie Betriebsvereinbarungen als Instrumente vor, um den Wünschen von Beschäftigten und Arbeitgebern gleichermaßen gerecht zu werden.

Das Wirtschaftsministerium fördert in diesem thematischen Zusammenhang eine Forschungsstudie zur Entwicklung der Arbeitswelt 4.0 in Baden-Württemberg, die die Universität Hohenheim in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO durchführt. „Die ersten Ergebnisse des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekts dokumentieren, dass sich Beschäftigte und Arbeitgeber diesen Zugewinn an Flexibilität wünschen“, so die Ministerin. Bei den Transformationsprozessen, die mit der Digitalisierung und der Industrie 4.0 einhergehen, müsse man zudem ein besonderes Augenmerk für die kleinen und mittelgroßen Betriebe haben. Denn im Gegensatz zu den großen Unternehmen Baden-Württembergs hätten diese es oftmals schwer, sich mit den entscheidenden Fragen der Zukunft zu befassen.

Entscheidend für die Frage, ob Digitalisierung in Baden-Württemberg gelinge, seien aus Sicht der Ministerin die Themenfelder Ausbildung, Weiterbildung und Qualifikation. „Denn nur, wenn wir unsere wertvollste Ressource – unseren Erfindergeist und unser Knowhow – aufrechterhalten können, wird es uns gelingen, im internationalen Vergleich nach wie vor unsere Spitzenstellung in vielen Branchen verteidigen zu können“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Die Konferenz wird bereits im dritten Jahr in Folge organisiert vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, den Fraunhofer-Instituten für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie für System- und Innovationsforschung ISI, dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und der Universität Hohenheim. Auf dem Programm standen neben theoretischen, empirischen und anwendungsorientierten Beiträgen aus den Ingenieurs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften auch ein Vortrag zu den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Arbeitswelten der Zukunft von Dr. Mark Mattingley-Scott (IBM).

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news-59 Thu, 28 Sep 2017 14:15:34 +0200 Wirtschaftsministerin besucht Hohenlohekreis https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerin-besucht-hohenlohekreis/ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat ihre regelmäßigen Kreisbereisungen im Land am 28. September 2017 mit einem Besuch im Hohenlohekreis fortgesetzt. „Baden-Württemberg soll führende Innovationsregion Europas und attraktiv für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bleiben. Vor Ort, im engen Dialog mit den Menschen, kann ich mich am eindrücklichsten vom Engagement der Menschen und der Unternehmen überzeugen, die dazu täglich ihren Beitrag leisten. Und vor Ort, in der Praxis, lässt sich auch am besten diskutieren, welche Herausforderungen wir meistern und welche Chancen wir beherzt nutzen müssen“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Als Herausforderung bezeichnete sie beispielsweise die Sicherung des Fachkräftebedarfs; als Chance die zunehmende Digitalisierung, deren gesamtgesellschaftlichen Mehrwert man nicht oft genug betonen könne. Für Baden-Württemberg sei es „von zentraler Bedeutung, die Digitalisierung zu nutzen, um unsere Spitzenstellung weiter auszubauen und langfristig zu sichern. Das Thema Digitalisierung weckt gleichwohl auch Ängste, die wir ernst nehmen müssen. Diesen Ängsten möchte ich begegnen – im direkten Gespräch mit Arbeitnehmern und Arbeitgebern“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Insbesondere müsse der Mittelstand branchenübergreifend stärker an das Thema Wirtschaft 4.0 herangeführt werden, um dessen Stellung als starker Wirtschaftsfaktor im Land in Zukunft zu sichern, betonte die Ministerin. Sie verwies dabei auf die von ihr ins Leben gerufene „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ des Wirtschaftsministeriums, die insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Fläche des Landes auf dem Weg in die Digitalisierung unterstütze. Der Wandel in der Arbeitswelt durch die zunehmende Digitalisierung müsse sich aber auch in der Aus- und Weiterbildung niederschlagen, wenn der zukünftige Fachkräftenachwuchs am Puls der Zeit bleiben solle, so die Ministerin.

Hoffmeister-Kraut: „Um Baden-Württemberg als Wirtschaftsstandort attraktiv zu erhalten, müssen wir auch international um qualifizierte Fachkräfte werben.“ Zudem werde die Versorgung mit ausreichend preislich angemessenem Wohnraum mehr und mehr zu einer Standortfrage.

Zu den wertvollen Eindrücken, die sie bei ihren Kreisbereisungen sammle, sagte Hoffmeister-Kraut, ihr Ministerium sei für zentrale Zukunftsthemen verantwortlich, die in den kommenden Jahren für den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit, aber auch den sozialen Frieden Baden-Württembergs entscheidend seien. Die Politik könne nur durch eigene Anschauung und das Zuhören vor Ort die Eindrücke sammeln, die zum Setzen richtiger Rahmenbedingungen notwendig seien: „Meine Kreisbereisungen bieten dafür vielfältige und gute Möglichkeiten.“

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news-58 Wed, 27 Sep 2017 14:21:06 +0200 Wirtschaftsministerium fördert RegioWIN-Leuchtturmprojekte „Regionale Mobilitätsplattform“ und „Regionale Mobilitätspunkte“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-regiowin-leuchtturmprojekte-regionale-mobilitaetsplattform-und-regi/ Der Amtschef im Wirtschaftsministerium, Ministerialdirektor Hubert Wicker, hat am 27. September 2017 Förderbescheide in Höhe von rund 8,8 Millionen Euro an den Verband Region Stuttgart (VRS), den Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) und die beteiligten Kommunen für die Leuchtturmprojekte „Regionale Mobilitätsplattform“ und „Regionale Mobilitätspunkte“ übergeben. „Pulsierende und starke Wirtschaftsräume, wie die Region Stuttgart es ist, sind mehr denn je auf möglichst reibungslos funktionierende, intelligente Mobilitätslösungen angewiesen. Dies betrifft sowohl die Wirtschaftsunternehmen als auch Beschäftigte und Pendler. Tägliche Staus, Engpässe im ÖPNV, aber auch die aktuelle Diskussion über die Luftqualität in unseren Städten zeigen uns, dass wir Mobilität in Städten und Ballungsräumen neu denken müssen. Gefragt sind intelligente und nachhaltige Mobilitätsketten, mit komfortabler Kombination individueller und öffentlicher Verkehrswege. Grundvoraussetzung für diese Wegeplanung sind verlässliche und echtzeitfähige Verkehrsinformationen sowie bequeme und einfach gestaltete Umsteigepunkte, um schnell und problemlos das jeweils geeignetste Verkehrsmittel nutzen zu können“, betonte Wicker.

Die Projekte „Regionale Mobilitätsplattform“ und „Regionale Mobilitätspunkte“ wurden im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als zwei von insgesamt 21 Leuchtturmprojekten prämiert. Der Wettbewerb RegioWIN ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für die Förderperiode 2014 – 2020.

Der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart, Thomas S. Bopp, freute sich über die Unterstützung. „In der Region Stuttgart brummt nicht nur ein Großteil des Verkehrs, sondern eben auch der wirtschaftliche Motor Baden-Württembergs. Umso wichtiger ist es, mit neuen Ideen und Techniken Mobilitätsangebote zu verknüpfen oder Maßnahmen und Lösungen zur Verkehrslenkung zu entwickeln. Beides werden wir mit dem Geld machen, zusammen mit dem VVS, den Kommunen und weiteren Partnern“, sagte er. Bopp erinnerte an das regionale Entwicklungskonzept, das von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH erarbeitet worden ist und der Antragstellung zu Grunde lag.

Mit dem Projekt „Regionale Mobilitätsplattform“ wird eine Plattform zur digitalen Bereitstellung intermodaler Verkehrsplan- und Verkehrsechtzeitdaten für Verkehrsträger und Endnutzer geschaffen. Mit der Entwicklung übergeordneter regionaler Verkehrslenkungsstrategien und einer abgestimmten Umsetzung verkehrslenkender und -steuernder Maßnahmen können letztlich Engpässe in der heutigen Verkehrsinfrastruktur beseitigt und die Verkehrsflüsse in der Region Stuttgart nachhaltig optimiert werden.

Gegenstand des Vorhabens „Regionale Mobilitätspunkte“ ist eine regionsweite, integrierte Vernetzung von intermodalen Mobilitätspunkten, die kommunale Infrastruktur an Bahnhöfen wie z. B. Fahrradparkhäuser, Car-Sharing-Angebote oder Fahrrad- und Pedelec-Verleih-Stationen einbezieht und dem Kunden ermöglicht, neben dem ÖPNV weitere Mobilitätsangebote zu nutzen. Im Rahmen des Projekts werden in 13 Kommunen regionale Mobilitätspunkte installiert, wovon vier durch die heutige Förderung unterstützt werden. An diesen kann sich der Kunde über interaktive Informationsstelen über sämtliche Mobilitätsangebote informieren und diese direkt buchen. Weiter werden eine 24h-Hotline und ein App-basiertes Beratungsangebot zur Mobilitätsinformation eingerichtet. Mit der jetzigen Bewilligung erhalten alle sieben Teilprojekte ihre Förderbescheide.

Für das Leuchtturmprojekt „Regionale Mobilitätsplattform“ und drei Teilprojekte des Leuchtturmprojekts „Regionale Mobilitätspunkte“ erhalten der VRS und der VVS rund 7,0 Millionen Euro aus EFRE- und Landesmitteln. Auf die regionalen Mobilitätspunkte in den vier Städten Eislingen, Esslingen, Fellbach und Ludwigsburg entfällt ein Anteil von insgesamt 1,8 Millionen Euro (EFRE und Landesförderung).

Weitere Informationen
Im Februar 2013 haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (damals Ministerium für Finanzen und Wirtschaft), das Ministerium für Ländlichen Raum und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den RegioWIN-Wettbewerb gestartet, um der Regionalentwicklung in Baden-Württemberg neue Impulse zu geben. Nach der Prämierung der regionalen Entwicklungskonzepte und Leuchtturmprojekte im Januar 2015 wurden bis Ende Januar 2016 34 Anträge auf EFRE-Fördermittel zur Umsetzung der ausgezeichneten Leuchtturmprojekte bei der L-Bank eingereicht. Den RegioWIN-Antragstellern ist es auf Anhieb gelungen, 68 Millionen Euro EU-Fördermittel voll auszuschöpfen. Die Umsetzung der Projekte ist ein wichtiger Beitrag zur innovativen und ökologischen Entwicklung Baden-Württembergs. Die prämierten Projekte sind alle auf die Zukunftsfähigkeit der Regionen ausgerichtet und zeichnen sich durch hohe Qualität und Kreativität aus.

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news-57 Thu, 21 Sep 2017 10:19:00 +0200 Transformationsrat Automobilwirtschaft Baden-Württemberg – Konstituierende Sitzung des Lenkungskreises https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/transformationsrat-automobilwirtschaft-baden-wuerttemberg-konstituierende-sitzung-des-lenkungskreis/ Der erste landesweite Transformationsrat zur Automobilwirtschaft hat am 21. September 2017 im Rahmen des Strategiedialogs der Landesregierung offiziell seine Arbeit aufgenommen. „Die Automobilwirtschaft erlebt gerade den tiefsten Umbruch ihrer Geschichte: Klimaschutz, Luftreinhaltung, Elektrifizierung, Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle und divergierende globale Märkte sind riesige Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Gemeinsam mit allen relevanten Akteuren will ich Handlungsfelder und -empfehlungen erarbeiten und in einer Roadmap bündeln, damit wir unsere Systemkompetenz sowie Wertschöpfung und somit Beschäftigung und Wohlstand hier in Baden-Württemberg erhalten können“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut im Anschluss an die konstituierende Sitzung des Lenkungskreises des Transformationsrats im Neuen Schloss. „Wir müssen es schaffen, unsere heutige Systemkompetenz und Arbeitsplätze auch für die zukünftigen Fahrzeuggenerationen und Mobilitätslösungen zu erhalten“, forderte die Ministerin. Ihr Ministerium verantwortet im Rahmen des Strategiedialogs die beiden Themensäulen „Forschung & Entwicklung, Produktion, Zulieferer“ und „Vertrieb, After-Sales“. „Wir können den tiefgreifenden Strukturwandel nur im engen Dialog und durch ein miteinander abgestimmtes Vorgehen erfolgreich bewältigen“, erklärte Hoffmeister-Kraut. „Ich freue mich deshalb sehr, dass wir für die jeweilige Themenfeldverantwortung hochkarätige Persönlichkeiten aus der Wirtschaft gewinnen konnten.“ So haben Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth und Porsche-Vertriebsvorstand Detlev von Platen die Verantwortung für die Themenfelder 1 bzw. 2 übernommen. „Gemeinsam werden wir nun die Fragestellungen des Transformationsrats angehen“, sagte die Wirtschaftsministerin.

Wilfried Porth, Vorstand der Daimler AG für Personal, Arbeitsdirektor und Mercedes-Benz Vans: „Die Zukunft der Autobranche ist elektrisch, digital, autonom und vernetzt. Moderne Verbrennungsmotoren und Plug-in-Hybridantriebe werden für die Mobilität von morgen jedoch ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Damit Baden-Württemberg einer der weltweit führenden und innovativsten Automobilstandorte bleibt, müssen Fahrzeughersteller, Zulieferer, Wissenschaft und Politik, noch enger zusammenarbeiten und sich vernetzen. Wir brauchen zukunftsfähige Rahmenbedingungen und freuen uns auf den konstruktiven Dialog, um den Automobilstandort Baden-Württemberg gemeinsam fit für die Zukunft zu machen.“

„Die Automobilindustrie wird sich in den nächsten Jahren schneller verändern als jemals zuvor“, so Detlev von Platen, Vorstand für Vertrieb und Marketing der Porsche AG. „Dieser Wandel ist für unsere Industrie eine Herausforderung. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Transformationsrates nehmen wir diese Herausforderung gerne an und sehen sie gleichzeitig als große Chance, die Zukunft mitzugestalten. Wir müssen die Weichen für den Erfolg unserer Industrie bereits heute im engen Schulterschluss richtig stellen“, so von Platen weiter.

In den Lenkungskreis des Transformationsrats wurden hochrangige Vertreter der Fahrzeughersteller, Zulieferer, Fabrikausrüster, des Handels, der Werkstätten, von Handwerk und neuen Akteuren der Mobilität, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite, Wirtschaftsförderorganisationen und Wissenschaft berufen.

Hoffmeister-Kraut: „Disruptive Technologien, etwa im Bereich Elektromobilität oder Digitalisierung, können unsere traditionellen Geschäftsmodelle und die Stärke und Kompetenz unserer heutigen Unternehmen gefährden. Wir benötigen deshalb eine genaue Analyse der mit den jeweiligen Technologien verbundenen Potenziale und Risiken – und das nicht nur einmal, sondern kontinuierlich. Als Wirtschaftsministerin will ich den bevorstehenden Wandel gemeinsam mit den Akteuren gestalten, Kräfte bündeln und vor allem die vielen kleinen und mittleren Unternehmen in diesem Veränderungsprozess unterstützen.“

Mit der Landesinitiative Elektromobilität III, den Initiativen Industrie 4.0 und Wirtschaft 4.0 oder der im November startenden Mittelstandsoffensive Mobilität unterstützt das Wirtschaftsministerium bereits mit zahlreichen begleitenden Aktivitäten den Mittelstand.

Hintergrundinformationen:
Der Strategiedialog erfolgt auf Arbeitsebene in sechs strategischen Themenfeldern. In Themenfeld 1 fallen Forschung und Entwicklung, Produktion und Zulieferer. Themenfeld 2 umfasst den Vertrieb und After-Sales. Themenfelder 1 und 2 sind zugleich die Handlungsfelder des Transformationsrates Automobilwirtschaft Baden-Württemberg unter der Leitung von Frau Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut. Themenfeld 3 beinhaltet die energiepolitischen Fragen des Transformationsprozesses. Der Bereich Digitalisierung liegt in Themenfeld 4. Verkehrslösungen und Elektromobilität fallen in Themenfeld 5. Das Themenfeld 6, Forschungs- und Innovationsumfeld, ist als Querschnittsthema angelegt. Zudem stellt das Querschnittsthema Zivilgesellschaft, ebenso wie die Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung, eine Klammer für alle Themenfelder dar.

Innerhalb der dem Wirtschafts- und Arbeitsministerium zugewiesenen Themenfelder werden sich Arbeitsgruppen speziell mit den Themen „Fachkräfte, Qualifizierung, neue Arbeitsmodelle“, „Technologie und Innovation“, „Handel und Werkstätten“ sowie „Mobilität der Zukunft, neue Geschäftsmodelle, Wertschöpfung“ auseinandersetzen.

Zur operativen Unterstützung und zur Begleitung des Prozesses ist ein Projekt beim Fraunhofer IAO angedacht, welches Dateninput, Szenarien usw. als Diskussionsgrundlage liefern sowie gemeinsam mit allen Beteiligten Handlungsempfehlungen und eine Roadmap für die beiden Themenfelder ausarbeiten soll.

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news-56 Fri, 15 Sep 2017 15:35:00 +0200 Neue Studie zum Stand der Digitalisierung in Chemie und Pharma in Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/neue-studie-zum-stand-der-digitalisierung-in-chemie-und-pharma-in-baden-wuerttemberg/ „Die Digitalisierung wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus und verändert neben der Produktion auch den Konsum und die Arbeitswelt grundlegend. Diese Entwicklung stellt unsere Unternehmen branchenübergreifend vor große Herausforderungen. Zugleich bietet sie aber auch enorme Chancen für die Gestaltung der Arbeitsprozesse, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und die Erschließung von Märkten. Eine neue Studie beleuchtet beispielhaft für die hochinnovativen Branchen Chemie und Pharma nicht nur die Chancen, sondern auch mögliche Risiken und Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Dabei freut es mich insbesondere, dass die Unternehmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dem Thema Digitalisierung und Vernetzung gegenüber sehr positiv eingestellt sind: 90 Prozent sehen die Veränderungen am Arbeitsplatz durch die Digitalisierung als Chance“, erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Digitalisierung und Arbeitswelt in Chemie und Pharma Baden-Württemberg“. Die vom Ministerium, dem Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e. V. und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Landesbezirk Baden-Württemberg geförderte Studie wurde vom Fraunhofer IAO erstellt.

Die Chemie- und Pharmabranche in Baden-Württemberg will demnach künftig mehr in die Digitalisierung investieren: Der gemittelte Digitalisierungsgrad über alle Unternehmensbereiche soll von aktuell 11 Prozent auf zukünftig 47 Prozent ansteigen. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass sich diese Investitionen auch direkt auf die Arbeitswelt der Mitarbeiter auswirken.

„Der Ruf der Chemie- und Pharmabranche, mit dem Thema Digitalisierung sehr zurückhaltend umzugehen, hat sich für den Standort Baden-Württemberg nur zum Teil bestätigt. Ein bereits vorhandenes hohes Niveau im Bereich der lokalen Anlagen- und Prozessdaten sowie ein gutes Automatisierungsniveau ist eine gute Ausgangssituation für die Digitalisierung der Branche, die in den kommenden Jahren verstärkt darin investieren will“, erläuterte der Mitautor der Studie, Peter Rally vom Fraunhofer IAO.

Die Online-Befragungen von Führungskräften und Beschäftigten der Branche im Rahmen der Studie zeigen, dass sowohl Chancen als auch Risiken in der Digitalisierung gesehen werden, wobei die Chancen aus Sicht beider Seiten bei weitem überwiegen. Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, die vorhandenen Daten zu vernetzen und diese unternehmensweit und -übergreifend zu nutzen.

Automatisierung hat Vorrang unter den Befragten
Großes Potenzial durch Digitalisierung und Vernetzung sehen die meisten befragten Unternehmen in der Automatisierung von Anlagen sowie von Information, Kommunikation und Dokumentation. Die Automatisierung wird daher von den meisten Unternehmen auch verstärkt für die Zukunft geplant. Das Thema Digitalisierung wird jedoch nicht nur an Anlagen- und Prozessdaten festgemacht, sondern auch an einer weitgehend transparenten und unternehmensübergreifenden Logistik sowie an Produkten und Geschäftsmodellen mit digitaler Wertschöpfung. Hier sind laut der Studie vor allem die großen Unternehmen auf einem guten Weg.

Verbesserungen am Arbeitsplatz durch Digitalisierung
Aus Sicht der Befragten wird die Zunahme an zeitlich flexiblem und mobilem Arbeiten bzw. das Arbeiten an unterschiedlichen Orten die Arbeitsorganisation deutlich verändern, da Teams oft nicht mehr die räumliche und zeitliche Bindung wie in der Vergangenheit haben. Sowohl die Führungskräfte als auch die Mitarbeitenden befürworten für die Zukunft eine weitere Flexibilisierung von Arbeitszeit sowie eine weitere Mobilisierung des Arbeitsorts, allerdings mit unterschiedlichen Ausprägungen. Zum Beispiel haben die Beschäftigten die Erwartungen, dass sich mit Zunahme der digitalen Technik auch das Berufs- und Privatleben zukünftig besser vereinbaren lässt. Die oberen Führungskräfte sehen zukünftig auch einen stärkeren Flexibilitätsbedarf, der entsprechend den Bedürfnissen des Unternehmens, dazu beitragen soll im globalen Markt erfolgreich zu agieren. Die Herausforderungen bestehen darin, beide Bedarfe im Rahmen geltender Regelungen in Einklang zu bringen.

„Um die Chancen der Digitalisierung für die baden-württembergische Wirtschaft zu erschließen, habe ich gemeinsam mit über 20 Partnerorganisationen aus Unternehmen, Kammern und Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik die Initiative Wirtschaft 4.0 ins Leben gerufen“, so Hoffmeister-Kraut. Die Initiative ziele darauf auf, die Unternehmen im Land und ihre Beschäftigten branchenübergreifend bei der Digitalisierung zu unterstützen und den deutschen Südwesten als internationalen Premiumstandort für die digitalisierte Wirtschaft noch sichtbarer zu machen. Insbesondere der Mittelstand solle noch stärker beim Einstieg in das Thema Wirtschaft 4.0 und bei dessen Umsetzung gefördert werden, um seine Stellung als wichtiger Wirtschaftsfaktor und größter Arbeitgeber im Land auch in Zukunft zu sichern.

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Presse
news-52 Wed, 13 Sep 2017 11:55:26 +0200 Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert Kompetenzzentrum des Elektro Technologie Zentrums Stuttgart https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/ministerium-fuer-wirtschaft-arbeit-und-wohnungsbau-foerdert-kompetenzzentrum-des-elektro-technologie/ Für das neue Kompetenzzentrum des Elektro Technologie Zentrums (etz) Stuttgart „Multimediale Lernwelten für Smart Working & Living“ übergab Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, einen Förderbescheid über rund 360.000 Euro. Mit dem Innovationsfonds „Teaching4Future – Lehre digital“ werden Projekte umgesetzt, die neue und experimentelle Ansätze zur Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre im Bereich des E-Learnings bieten. „Das Kompetenzzentrum ‚Multimediale Lernwelten für Smart Working & Living‘ ist ein absolutes Leuchtturm-Projekt“, so die Staatssekretärin. Die Kompetenzen und Qualifikationen der Erwerbstätigen müssen an die Veränderungen durch die Digitalisierung der Wirtschaft angepasst werden. Nur so kann die Beschäftigungsfähigkeit des Einzelnen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gesichert werden. „Durch das Kompetenzzentrum wird Digitalisierung konsequent in die berufliche Bildung gebracht. Das Land Baden-Württemberg unterstützt diesen Weg sehr gerne“, sagte Katrin Schütz weiter.

Das Kompetenzzentrum verfolgt das Ziel, Lernkonzepte und -arrangements für das Themengebiet „Smart Working und Smart Living“ aus dem Blickwinkel der Elektro- und Informationstechnik für die überbetriebliche Aus-, Fort- und Weiterbildung zu entwickeln. Diese Lernkonzepte und -materialien sollen die Vermittlung des Systemgedankens und die permanent fortschreitenden Technologieentwicklungen berücksichtigen. Ebenso soll auf die Anforderungen der zunehmend vernetzten Arbeits- und Lebensbereiche eingegangen werden.

Das Wirtschaftsministerium trägt mit seiner Förderung 25 Prozent der Kosten. Daneben beteiligen sich der Bund mit 50 Prozent und die Innung für Elektro- und Informationstechnik Stuttgart mit weiteren 25 Prozent. Die Innung macht damit einen großen Schritt zur Weiterentwicklung der elektro- und informationstechnischen Bildungsinfrastruktur.

Baden-Württemberg verfügt über ein flächendeckendes Netz überbetrieblicher Berufsbildungsstätten (ÜBS). Einzelne Berufsbildungsstätten werden zu Kompetenzzentren (KOMZET) weiterentwickelt. Dies erfordert einen fachlichen Schwerpunkt der ÜBS und ihre besondere Befähigung auf diesem Spezialgebiet. Die Kompetenzzentren kooperieren mit Wirtschaft, Hochschulen und Forschungsinstituten. Sie entwickeln praxisorientierte Qualifizierungsangebote für neue technologische Verfahren und beschleunigen dadurch den Transfer neuer Technologien und Verfahren in die betriebliche Praxis.

Das etz Stuttgart ist eine Aus- und Weiterbildungseinrichtung der Innung für Elektro- und Informationstechnik Stuttgart mit umfangreichen Bildungsangeboten. Die Bildungsstätte wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.

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