Wirtschaft digital Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de Wirtschaft digital Baden-Württemberg de-DE Wirtschaft digital Baden-Württemberg Mon, 20 Nov 2017 08:46:30 +0100 Mon, 20 Nov 2017 08:46:30 +0100 TYPO3 EXT:news news-74 Mon, 13 Nov 2017 11:18:00 +0100 Fachkräfte-Allianz stellt Studie zum künftigen Bedarf an Fachkräften in den IT-Berufen vor https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/fachkraefte-allianz-stellt-studie-zum-kuenftigen-bedarf-an-fachkraeften-in-den-it-berufen-vor/ 5 Millionen Euro sollen in den Ausbau der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ und in den Bereich „Digitalisierung und berufliche Weiterbildung“ fließen Aktuell fehlen in Baden-Württemberg etwa 3.000 IT-Fachkräfte, bis 2030 verdoppelt sich diese Zahl auf 6.700 fehlende IT-Fachkräfte. Das ist das Ergebnis einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR, die heute in der Fachkräfteallianz Baden-Württemberg unter Leitung von Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut vorgestellt wurde.

„Der Fachkräfteengpass in den IT-Berufen ist heute und auch in Zukunft wirtschaftspolitisch beherrschbar. Mit der Studie haben wir verlässliche Zahlen und eine fundierte Analyse zur Fachkräftesituation im IT-Bereich. Durch die Prognosen bis zum Jahr 2030 wissen wir, womit wir rechnen müssen. So können wir passgenaue Maßnahmen in den wichtigsten Handlungsfeldern umsetzen, damit die Digitalisierung zur baden-württembergischen Erfolgsgeschichte wird“, erklärte Hoffmeister-Kraut. „Die Studie zeigt sehr plastisch, dass Baden-Württemberg trotz des aktuell ermittelten Fachkräfteengpasses in den IT-Berufen vergleichsweise gut gerüstet ist, um die Potenziale der Digitalisierung erfolgreich nutzen zu können. Dazu muss es uns aber gelingen, mehr Frauen für IT-Berufe zu gewinnen, mehr internationale IT-Fachkräfte zu rekrutieren und die Aus- und Weiterbildung weiter zu verbessern.“

„Zurzeit besteht in Baden-Württemberg im Bereich der IT-Arbeitskräfte lediglich ein moderater Fachkräfteengpass, auch wenn dies im Einzelfall gerade von kleinen und mittleren Unternehmen anders wahrgenommen wird“, so die Projektleiterin der WifOR-Studie, Dr. Sandra Hofmann. Zu den wichtigsten IT-Berufen werden in der Untersuchung neben der Informatik auch andere IKT-Berufe wie Systemanalyse, Netzwerktechnik sowie Softwareentwicklung und Programmierung gezählt. Neben den Berechnungen des Angebots- und Nachfragepotenzials von IT-Fachkräften liefert die Studie eine detaillierte Analyse über den IT-Arbeitsmarkt. So arbeiten in Baden-Württemberg aktuell etwa 127.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den „IT-Berufen“ – und 19 Prozent aller in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigten Softwareentwickler/-innen sowie Programmierer/-innen im Südwesten.

Besonders erfreulich sei, so Hoffmeister-Kraut, dass die Zahl der Studienanfänger/-innen in IT-Fächern vom Wintersemester 2010/2011 bis zum Wintersemester 2015/2016 um rund 20 Prozent auf 7.800 gestiegen und auch die Zahl der Absolvent/-innen in den letzten fünf Jahren um etwa 34 Prozent auf 7.900 angewachsen sei.

Um das potenzielle Fachkräfteangebot zu erhöhen, bieten sich nach Ansicht der Forscher insbesondere zwei Stellschrauben an: zum einen eine Erhöhung der Frauenerwerbstätigkeit in den IT-Berufen, zum anderen eine verstärkte Zuwanderung ausländischer IT-Fachkräfte.

Die Ministerin rief deshalb alle Allianzpartner auf, in der Zukunft noch stärker als bisher Frauen in der IT in den Fokus zu nehmen. Hoffmeister-Kraut: „Wir müssen das geschlechterspezifische Berufswahlverhalten weiter aufbrechen, moderne Unternehmenskulturen etablieren und eine partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen.“ Das Wirtschaftsministerium werde deshalb die Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ weiter ausbauen und darüber hinaus Mittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro bereitstellen, um 2018/2019 weitere Girl‘s Digital Camps und einen YouTube-Film-Wettbewerb „Girl´s go digital“ umzusetzen.

Hoffmeister-Kraut: „Mit diesen Maßnahmen wollen wir vor allem Schülerinnen erreichen, die bislang noch nicht mit der Digitalisierung - und hier speziell mit Informatikthemen und den Treiberberufen der Digitalisierung in Berührung gekommen sind.“

„Wir müssen aber auch noch mehr junge Menschen für eine betriebliche Ausbildung in IT-Berufen gewinnen“, so Hoffmeister-Kraut. Mit der vom Wirtschaftsministerium geförderten „Initiative Ausbildungsbotschafter“ seien knapp 100 Auszubildende in IT-Berufen bereits landesweit im Einsatz, um Schülerinnen und Schüler für eine Berufsausbildung und ihren Beruf zu begeistern. „Unser Ziel ist es, explizit mehr junge Menschen für eine betriebliche IT-Berufsausbildung zu gewinnen.“ Ein weiterer Schwerpunkt bilde „Digitalisierung und berufliche Weiterbildung“. Zusätzlich zu den bereits laufenden Projekten plane ihr Haus weitere Maßnahmen, wofür 2018/2019 3,75 Millionen Euro im Rahmen der „Digitalisierungsstrategie“ vorgesehen sind.

Außerdem betonte Hoffmeister-Kraut, dass sie sich auf Bundesebene für eine erleichterte Zuwanderung von Fachkräften einsetzen will. „Wir brauchen ein zielgerichtetes Fachkräfte-Einwanderungs-Gesetz, das den Zuzug von Fachkräften zukünftig regelt und das sich am Bedarf von Fachkräften auf dem Arbeitsmarkt orientiert.“ Wichtig sei zudem, die für Akademiker bestehenden liberalen Zuwanderungsmöglichkeiten nach Deutschland noch stärker international publik zu machen. „Baden-Württemberg verfügt mit seinem flächendeckenden Netz an Welcome Centern bereits heute bundesweit über ein Alleinstellungsmerkmal. Die Center sollen sich künftig zusammen mit den entsprechenden Einrichtungen an den Hochschulen und den regionalen Wirtschaftsfördereinrichtungen verstärkt darum kümmern, ausländische Studierende an den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg zu binden“, kündigte Hoffmeister-Kraut an.

 

Statements der Partner der Fachkräfteallianz

Christian Rauch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit:
„Ausreichend IT-Fachkräfte für die Wirtschaft in Baden-Württemberg verfügbar zu haben, wird ein wesentlicher Treiber für die Innovationskraft des Landes sein. Digitalisierung wirkt jedoch in fast alle Berufe hinein. Die daraus abzuleitende Transformation in diesen Berufen wird nur mit einer Ausweitung der Weiterbildungsanstrengungen und neuen Formen der Weiterbildung zu bewerkstelligen sein.“

 Peer-Michael Dick, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeber Baden-Württemberg:
„Es freut mich, dass die vielfältigen Anstrengungen, junge Menschen für die sogenannten MINT-Berufe und hier insbesondere die IT-Berufe zu begeistern, Früchte tragen, wozu auch die Arbeitgeber etwa über deutlich mehr Ausbildungsplätze in IT-Berufen einen großen Beitrag leisteten. Allerdings wird die Freude durch die hohen Abbruchquoten in den MINT-Studiengängen getrübt. Da machen leider auch die IT-Berufe keine Ausnahme. Bewährt haben sich hier Projekte wie ‚MINToring‘ zur Unterstützung der Studierenden beim Studienbeginn. Solche Projekte flächendeckend und institutionell zu fördern, wäre sinnvoll investiertes Geld. Außerdem sollten Studienabbrecher durch bessere Beratung und konsequentere Anrechnung erbrachter Studienleistungen noch schneller zu einem erfolgreichen Berufsabschluss geführt werden.“

Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstages:
„Die in der Studie genannten Handlungsfeder sind auch für das Handwerk relevant. Damit kleine und mittlere Handwerksunternehmen digitale Technik für ihre Geschäftsmodelle, ihre Warenflüsse und organisatorischen Abläufe nutzen können, müssen digitale Kompetenzen vor allem in der Beruflichen Aus- und Weiterbildung verankert sein. Dafür braucht es Personalentwicklungsstrategien für die Ausbilder in den Bildungszentren und Berufsschulen. Sie müssen Knowhow vermitteln, das anschlussfähig ist zu den Ausbildungsberufen und den betrieblichen Anforderungen. Denn wir brauchen Handwerker, die mit digitaler Unterstützung individuelle Kundenwünsche erfüllen können.“

Marjoke Breuning, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Region Stuttgart:
„Die Wirtschaft braucht Fachkräftenachwuchs - und die Jugendlichen brauchen berufliche Perspektiven. Mit Bildungsinitiativen, die auch schon bei den Kleinsten Neugier wecken sollen, wie dem Haus der kleinen Forscher, und beispielsweise mit der Initiative Ausbildungsbotschafter oder ‚Speed-IT‘ setzt sich die IHK Region Stuttgart dafür ein, dass die Unternehmen auch in Zukunft gute Auszubildende finden. Nur mit starken und motivierten Mitarbeitern können die Betriebe die aktuellen Herausforderungen wie etwa die Digitalisierung meistern.“

Martin Kunzmann, Landesvorsitzender DGB-Bezirk Baden-Württemberg:„Der DGB setzt darauf, dass der Fachkräftebedarf durch eine Stärkung der Aus- und Weiterbildung gesichert werden kann. Freistellungsmöglichkeiten müssen ausgebaut und die Finanzierungsmöglichkeiten für die Beschäftigten verbessert werden. Der DGB erwartet auch, dass die Hochschulen die Zahl der Studienabbrecher deutlich verringern und die Wirtschaft die Ausbildungskapazitäten ausbaut. Die Erhöhung des Frauenanteils in den IT-Berufen erfordert eine weitere Verbesserung der Betreuungssituation für Kinder durch das Land, aber auch eine auf Chancengleichheit ausgerichtete Unternehmenskultur und eine nachhaltige Personalentwicklung unter Berücksichtigung individueller Lebensphasen.“

 

Anhang

Zentrale Ergebnisse der Studie:

  • Das Arbeitskräftepotenzial in den IT-Berufen beläuft sich aktuell auf rund 169.100 Personen und geht bis 2030 auf 137.000 Personen zurück (minus 19 Prozent). Dies ist vor allem durch die demografische Entwicklung zu erklären, da mehr Menschen in IT-Berufen altersbedingt aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden als eintreten.
  • Das IT-Nachfragepotenzial liegt im Jahr 2017 bei etwa 172.100 Personen und geht bis zum Jahr 2030 auf rund 143.700 Personen zurück. Diese rückläufige Entwicklung führen die Forscher unter anderem auf die mit der Digitalisierung einhergehenden Produktivitätsgewinne zurück.

Außerdem bietet die Studie einen aktuellen Überblick über den IT-Arbeitsmarkt:

  • So arbeiten aktuell etwa 127.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in den „IT-Berufen“ – dies entspricht rund drei Prozent der 4,5 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Baden-Württemberg.
  • Der Frauenanteil an den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liegt in den einzelnen Kernberufen zwischen zwölf bis 21 Prozent. Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Teilzeitbeschäftigten fällt im IT-Bereich mit etwa neun Prozent im Vergleich zu 25 Prozent aller Berufe niedrig aus.
  • Rund neun Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten über alle IT-Berufe hinweg sind Ausländer.
  • In den letzten drei Jahren ist die Zahl der in den Informatik-Berufen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um elf Prozent angestiegen – während es über alle Berufe rund fünf Prozent waren.
  • Tätigkeiten im Bereich der IT sind durch ein hohes Qualifikationsniveau geprägt. Entsprechend besteht hier ein großer Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitskräften.
  • Die Beschäftigten im IT-Bereich konzentrieren sich v. a. auf fünf Regionen innerhalb Deutschlands: München, Berlin, Hamburg, Stuttgart und Frankfurt. 19 Prozent aller Softwareentwickler und Programmierer, die in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, arbeiten in Baden-Württemberg.
  • Geringfügige Beschäftigung spielt eine untergeordnete Rolle.
  • Das Monatsgehalt einer Arbeitskraft in der Branche „Erbringung von Dienstleistungen in der IT“ betrug im Jahr 2016 im Durchschnitt 6.168 Euro/brutto. Dieser Wert liegt deutlich über dem deutschlandweiten Schnitt dieser Branche von 5.560 Euro/brutto (ähnliches gilt in der „Informations- und Kommunikationsbranche“: 5.804 Euro/brutto in Baden-Württemberg zu 5.391 Euro/brutto deutschlandweit).
  • Der wesentliche Grund für den zu erwartenden Anstieg des Fachkräfteengpasses ist, dass das Angebotspotenzial an IT-Arbeitskräften aufgrund beginnender Renteneintritte der so genannten „Baby-Boomer-Generation“ zurückgeht.

Weitere Hintergrundinfos für die Redaktionen:
Die Studie „Fachkräfte in den IT-Berufen zur Umsetzung der Digitalisierung in Baden-Württemberg“ wurde im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg erstellt. Die Studie wurde durch die Arbeit einer Projektarbeitsgruppe begleitet, in der der Arbeitgeberverband, Vertreter der Gewerkschaften, Kammern, die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit und IT-Fachverbände vertreten waren.

Das Zukunftsszenario geht im WifOR-Prognosemodell von folgenden Annahmen aus:

  • Das tatsächliche Renteneintrittsalter bis zum Jahr 2030 wird von 62 Jahre auf 64 Jahre ansteigen.
  • Das Wachstum der Zahl an Absolventinnen und Absolventen (Studierende und Auszubildende) von 0,5 Prozent jährlich orientiert sich an der Prognose der Kultusministerkonferenz.
  • Der Wachstumspfad des technologischen Fortschritts beruht auf den aktuell absehbaren Entwicklungen; disruptive Innovationen in künftigen Jahren können im WifOR-Modell nicht mitberücksichtig werden.
  • Die Zahl an ausländischen Erwerbstätigen ändert sich bis zum Jahr 2030 nicht zur im Status Quo erfassten Zahl.

In der Fachkräfteallianz Baden-Württemberg sind über 40 Partner vertreten. Dies sind Wirtschaftsorganisationen, Gewerkschaften, die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, die kommunalen Landesverbände, Pflegeorganisationen, regionale Wirtschaftsfördergesellschaften, der Landesfrauenrat und Ministerien der Landesregierung. 

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news-71 Mon, 23 Oct 2017 10:33:00 +0200 Offizielle Einweihung der „Lernfabrik 4.0“ in der Karl-Arnold-Schule Biberach https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/offizielle-einweihung-der-lernfabrik-40-in-der-karl-arnold-schule-biberach/ „Unsere Industrie wandelt sich durch die Digitalisierung immer mehr zu einer Industrie 4.0. Damit unser Fachkräftenachwuchs und unsere Beschäftigten am Puls der Zeit bleiben und nicht von dieser Entwicklung abgehängt werden, muss sich dieser Wandel in der Arbeitswelt auch in Aus- und Weiterbildung niederschlagen. In der neuen Lernfabrik 4.0 in der Karl-Arnold-Schule werden Auszubildende und Teilnehmende an Weiterbildungslehrgängen für die digitale Produktion der Zukunft fit gemacht“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, Katrin Schütz, am Montag (23. Oktober) bei der offiziellen Einweihung der Lernfabrik 4.0. Damit profitiere nun auch der Landkreis Biberach von einem der Leuchtturmprojekte für Digitalisierung und berufliche Bildung, die die Lernfabriken 4.0 sind. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Lernfabrik 4.0 mit rund 440.000 Euro und trägt damit weiter dazu bei, dass die Digitalisierungsstrategie der Landesregierung auch in der Fläche des Landes greift.

„Die intelligente, flexible Fabrik der Zukunft braucht ein optimales Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation“, so Schütz. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigten bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Fachkräftenachwuchses Unterstützung. „In der Lernfabrik 4.0 wird das abstrakte Konzept von Industrie 4.0 für Schülerinnen und Schüler fassbar gemacht. Es freut mich sehr, dass der Landkreis Biberach die Initiative ergriffen und dieses beispielhafte Projekt auf den Weg gebracht hat“, betonte die Wirtschaftsstaatssekretärin.

In der Lernfabrik 4.0 wird eine Industrie 4.0-Prozesskette – von der Beauftragung über Fertigung, Montage und Materialfluss bis zur Auftragsabwicklung – eines Unternehmens realitätsnah für die Aus- und Weiterbildung abgebildet. Die Lernfabrik 4.0 ist mit hochinnovativen Technologien ausgestattet, die bald in jedem produzierenden Unternehmen zu finden sein werden. So ist ein Industrieroboter integriert und es werden aktuelle Produktionsdaten mit Tablets visualisiert. Die Lernfabrik wird in verschiedenen Bildungsgängen der Karl-Arnold-Schule zum Einsatz kommen.

Weitere Informationen
Neben dem Wirtschaftsministerium bringen der Landkreis als Schulträger, die IHK Ulm und der Förderverein für berufliche Fortbildung an den beruflichen Schulen im Landkreis Biberach e.V. Finanzierungsbeiträge ein. Das Projekt des Landkreises Biberach ist eines von sechzehn Lernfabrik-Konzepten, die nach einer Ausschreibung des damaligen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft im Jahr 2015 von einer Jury für eine finanzielle Förderung ausgewählt wurde. Das Wirtschaftsministerium fördert die über nahezu alle Regionen des Landes verteilten Lernfabriken mit 6,8 Mio. Euro.

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news-68 Mon, 16 Oct 2017 13:02:28 +0200 13. „Frauenwirtschaftstage Baden-Württemberg“ starten mit dem Schwerpunkt „Chancen für Frauen in der digitalen Arbeitswelt“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/13-frauenwirtschaftstage-baden-wuerttemberg-starten-mit-dem-schwerpunkt-chancen-fuer-frauen-in-der/ Bei den diesjährigen Frauenwirtschaftstagen vom 19. bis 21. Oktober finden an über 40 Orten im Land rund 80 Veranstaltungen statt. Dabei werden das diesjährige Schwerpunktthema „Chancen für Frauen in der digitalen Arbeitswelt“ sowie weitere Themen rund um Frauen und Wirtschaft diskutiert und Informationen bereitgestellt. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Die Digitalisierung der Wirtschaft und unserer Arbeitswelt ermöglicht flexiblere Arbeitsformen, vielfältigere Karrieremodelle und mehr Chancengleichheit. Mit diesen vielfältigen und rasanten Veränderungsprozessen stellt die Digitalisierung der Arbeitswelt für Frauen eine große Chance dar.“ Die Digitalisierung habe fundamentale Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Arbeitswelt, so die Ministerin weiter. So sei nicht nur sehr wichtig, dass Fachkräfte mit digitalem Know-How verfügbar seien. Im Zuge der Digitalisierung sei gleichzeitig eine Modernisierung der Führungs- und Arbeitskultur hin zu agilem Management, Teamwork und Vernetzung notwendig. Angesichts einer zunehmenden Bedeutung der Führung virtueller Teams sei eine ergebnisorientierte Führungskultur anstelle von Präsenzkultur gefragt. Damit könnten sich Gestaltungsmöglichkeiten für flexiblere, multiplere Arbeits- und Karrieremodelle und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ergeben. Individuelle Potentiale und die Leistungsfähigkeit der Erwerbstätigen könnten durch digital unterstützte, flexible und vielfältige Arbeitsmodelle besser entfaltet werden und neue Chancen zur verstärkten Beteiligung von Frauen in digitalen Berufsfeldern und Führungsaufgaben genutzt werden. „Diese positiven Effekte können dazu beitragen, die Chancengerechtigkeit zwischen Frauen und Männern zu erhöhen. Ich lade herzlich dazu ein, die Angebote im Rahmen der Frauenwirtschaftstage wahrzunehmen, sich zu informieren, Kontakte zu knüpfen und miteinander zu diskutieren“, sagte die Wirtschaftsministerin abschließend.

Weitere Informationen:
In Baden-Württemberg stieg die Zahl der erwerbstätigen Frauen zwischen 2012 und 2016 von 2,49 Millionen auf 2,68 Millionen und damit um 7,4 Prozent.

Im selben Zeitraum stieg die Zahl der erwerbstätigen Frauen in den MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) von 213.000 auf 247.000 und damit um fast 16 Prozent. Den höchsten Anstieg gab es in der Informatik, in diesem Bereich erhöhte sich die Zahl von 16.000 auf 26.000, was einem Anstieg um 62,5 Prozent entspricht.

Weitere Veranstaltungsthemen im Rahmen der „Frauenwirtschaftstage“ sind zum Beispiel Aufstieg von Frauen in Führungspositionen, Erfolgsfaktoren für Gründerinnen und Unternehmerinnen, die Unternehmensnachfolge als Karriereoption, Wiedereinstieg in die Erwerbstätigkeit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie Vernetzungsmöglichkeiten und Kooperationsangebote.

Die Veranstaltungen bei den Frauenwirtschaftstagen 2017 werden von Kontaktstellen Frau und Beruf, Agenturen für Arbeit, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Wirtschaftsförderern, Kommunen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Frauenorganisationen, Verbänden und weiteren Beteiligten angeboten. Betriebe, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie alle Interessierten haben die Möglichkeit, sich in regionalen Veranstaltungen zu informieren und beraten zu lassen.

Mehr Informationen zu den Frauenwirtschaftstagen sowie eine Veranstaltungsdatenbank finden Sie unter: www.frauenwirtschaftstage.de

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news-67 Mon, 16 Oct 2017 10:57:28 +0200 Land fördert Aufbau eines Leistungszentrums „Mass Personalization“ mit 5 Millionen Euro https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/land-foerdert-aufbau-eines-leistungszentrums-mass-personalization-mit-5-millionen-euro/ Die Landesregierung fördert den Aufbau eines „Leistungszentrums für Mass Personalization“ in Stuttgart mit insgesamt 5 Mio. Euro. Dies gaben Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Montag (16. Oktober) bekannt. Das Zentrum ist eine gemeinsame Initiative der Fraunhofer-Institute am Standort Stuttgart mit der Universität Stuttgart. Es erforscht interdisziplinär und branchenübergreifend Methoden, Verfahren, Prozesse, Produktionssysteme und Geschäftsmodelle zur Herstellung personalisierter Produkte. Die Ergebnisse sollen wichtige Impulse für die Wirtschaft setzen. „Personalisierte Lösungen werden durch die Digitalisierung weiteren Schub erhalten und somit für unsere Wirtschaft immer bedeutender. Die Fähigkeit zur ‘Mass Personalization’ wird daher ein zunehmend entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen. Es ist jedoch insbesondere für kleinere und mittelständische Unternehmen eine Herausforderung, sich die Kompetenzen anzueignen, wie personalisierte Produkte effizient und flexibel bereitgestellt und entsprechende Wertschöpfungsketten aufgebaut werden können. Das Leistungszentrum soll die Unternehmen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen unterstützen“, sagte Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut.

„Individualisierte Produkte und deren Produktion bieten ein hohes Innovationspotential. Das Zentrum führt die bedeutende Tradition der Produktionswissenschaft am Standort Stuttgart in die Zukunft. Der Campus braucht diese Orte, an denen Innovationskultur gelebt wird“, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Beide Ministerinnen bezeichneten das Leistungszentrum als Gewinn für den Wissenschaftsstandort Stuttgart, der auch die Innovations- und Wirtschaftskraft der Region stärke. Die Förderung übernehmen das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau sowie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst. Die Fraunhofer-Gesellschaft und die Universität Stuttgart beteiligen sich an der Finanzierung. Darüber hinaus sind die beteiligten Institute verpflichtet, zusätzliche 5 Mio. Euro Drittmittel aus der Wirtschaft für das Vorhaben einzuwerben, so dass insgesamt 12,5 Mio. Euro zur Finanzierung bereitstehen sollen.

Das Potenzial personalisierter Wertschöpfung ist derzeit noch kaum erschlossen und wird insbesondere in den Bereichen Wohnen, Mobilität und Gesundheit erwartet. Diese drei Bereiche sollen daher Schwerpunkt der Arbeit des Leistungszentrums werden.

Eine der Fragestellungen ist vor dem Hintergrund des demographischen Wandels dabei beispielsweise, wie zukünftig im Automobilbau oder auch im Bauwesen mit personalisierten biomechatronischen Assistenzsystemen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben wird, länger aktiv im Beruf tätig zu sein, indem die hohe körperliche Belastung verringert wird. Ziel ist, durch den Einsatz von maßgeschneiderten tragbaren Roboteranzügen (Exoskeletten) in verschiedensten Tätigkeiten eine optimale Haltung und Lastenverteilung im Körper des Trägers zu erreichen, einen Trainingseffekt zu erzielen und zusätzlich komplexe Fertigungs- oder Montageschritte maschinell zu unterstützen.

Da hierbei neueste Verfahren der Ergonomie und Sicherheit angewandt, modernste Roboter- und Medizintechnik eingesetzt und das System in ein Gesamtkonzept der vernetzten Produktion einbezogen werden sollen, können die insgesamt hochkomplexen und anspruchsvollen Fragestellungen nur durch enge, transdisziplinäre Zusammenarbeit und mit Hilfe einer herausragenden Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur gestemmt werden.

Der Standort Stuttgart verfügt mit der Universität Stuttgart und den vier Fraunhofer-Instituten für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), für Bauphysik (IBP), für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) sowie für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), zahlreichen Start-Ups und einem großen Netzwerk an Industrieunternehmen auf engstem Raum über Expertise in allen dazu notwendigen Themen und ist damit in besonderer Weise prädestiniert, diese Herausforderungen zu bewältigen und attraktive Lösungen für die Wirtschaft bereitzustellen. Notwendige Bedingungen für die Umsetzung sind dabei die Fähigkeit zur wirtschaftlichen Produktion von nutzerspezifisch angepassten Produkten in der Stückzahl 1, die Effizienzsteigerung durch Digitalisierung und Vernetzung sowie ein ganzheitliches Verständnis der Bedürfnisse zukünftiger Nutzer.

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news-66 Mon, 09 Oct 2017 12:24:16 +0200 6. Bilanzgespräch des Bündnisses „Frauen in MINT-Berufen“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/6-bilanzgespraech-des-buendnisses-frauen-in-mint-berufen/ Im Rahmen des Wirtschaftsforums „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ haben sich am Montag (9. Oktober) auf Einladung von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut die Partner des Bündnisses „Frauen in MINT-Berufen“ zu ihrem jährlichen Bilanzgespräch getroffen. Ziel ist es, die Frauenerwerbstätigkeit im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) zu erhöhen sowie die maßgeblichen MINT-Akteure und -Fördermaßnahmen entlang einer lebensphasenorientierten Gesamtstrategie zu bündeln und weiterzuentwickeln, um Breitenwirkung zu erzielen.

„Die Zahl der erwerbstätigen Frauen in MINT-Berufen ist von 2012 bis 2016 von 213.000 auf 247.000 um fast 16 Prozent angestiegen“, betonte Hoffmeister-Kraut. Damit habe sich der Frauenanteil an den Erwerbstätigen in MINT-Berufen im genannten Zeitraum von 14,4 Prozent auf 15,7 Prozent erhöht und liege damit über dem Bundesdurchschnitt von 15,0 Prozent. Den höchsten Anstieg gab es in der für die Digitalisierung besonders wichtigen Bereich Informatik von 16.000 auf 26.000 – ein Anstieg um 62,5 Prozent.

„Wir sehen deutliche Erfolge, immer mehr Frauen ergreifen die zukunftsträchtigen MINT-Berufe. Doch wir sind noch lange nicht am Ziel. Wir müssen die Chancen und die Faszination der Technik- und IT-Berufe an Mädchen und Frauen noch besser vermitteln. Wie dies gelingen kann, haben wir im Rahmen des heutigen Bilanzgesprächs anhand eines konkreten Praxisprojektbeispiels mit Schülerinnen diskutiert.“

Zu Gast war die AG „what the frog“ des Stuttgarter Königin-Katharina-Stiftes. Diese Arbeitsgruppe, in der mehrheitlich Mädchen aktiv sind, baut Roboter mit denen sie bereits etliche Preise bei internationalen Wettbewerben gewonnen haben.

Die Nachwuchsgewinnung und Fachkräftesicherung in MINT-Berufen ist eine zentrale wirtschaftspolitische Aufgabe. Baden-Württemberg hat mit 27 Prozent den bundesweit höchsten Anteil an MINT-Beschäftigten. Durch die digitale Transformation steigt der Fachkräftebedarf in diesen Berufen weiter an.

Das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Standortsicherung. Frauen sollen verstärkt für zukunftsträchtige Berufe gewonnen werden und den digitalen Wandel und die Wirtschaft 4.0 mitgestalten. Unternehmen werden beim Recruiting und der Weiterentwicklung ihrer Unternehmenskultur unterstützt.

„Es freut uns sehr, dass das Bündnis, welches in dieser Form eine Vorreiterrolle in Deutschland hat, großen Zuspruch erfährt und seine Maßnahmen stetig weiter ausbaut. Auch in diesem Jahr konnten wir ein weiteres Bündnismitglied aufnehmen. Mit den Webgrrls! sind es nun 52 Mitglieder im Bündnis ‚Frauen in MINT-Berufen‘“, so die Ministerin abschließend.

Weitere Informationen zur Landesinitiative und zum Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ finden Sie unter www.mint-frauen-bw.de

Information für die Redaktionen:

Am 4. Juli 2011 wurde das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ geschlossen. Zum Bündnis gehören mittlerweile 52 Partner aus vier Ministerien, Arbeitgeber-, Branchen- und Berufsverbänden, Gewerkschaften, BWIHK, BWHT, Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, Frauennetzwerken, Hochschulen, Stiftungen und Kontaktstellen Frau und Beruf. Die Landesinitiative und das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ leisten ihren Beitrag zu den Zielen der Fachkräfte-Allianz Baden-Württemberg und der Initiative Wirtschaft 4.0: Die Beschäftigung von Frauen zu steigern und die Zahl der Beschäftigten in den MINT-Berufen zu erhöhen.

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news-65 Mon, 09 Oct 2017 10:40:58 +0200 Wirtschaftsforum Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsforum-baden-wuerttemberg/ „Die digitale Zukunft ist reich an Chancen, wenn Unternehmen wie auch die Beschäftigten selbst die Möglichkeiten der Digitalisierung mutig ergreifen“, erklärte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Eröffnung des Wirtschaftsforums Baden-Württemberg „Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ heute (9. Oktober) im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. „Die Digitalisierung bietet die Chance für den Ausbau einer modernen Arbeitswelt mit gleichberechtigter und partnerschaftlicher Beschäftigung.“ Die digitale Transformation werde zu einer Neustrukturierung der Arbeitswelt führen. Dies biete die Chance, den veränderten, vielfältigeren Werte-, Lebens- und Berufsvorstellungen der Beschäftigten gerechter zu werden – gerade auch für Frauen, so Hoffmeister-Kraut. Durch veränderte Berufsbilder, neue Karriereprofile und moderne, digital unterstützte Arbeitsmodelle würden einst männlich dominierte Arbeitsbereiche, insbesondere in den MINT-Berufen und Führungspositionen, verstärkt auch für Frauen geöffnet und attraktiver.

Denn durch die Digitalisierung sei möglich, flexibler und mobiler zu arbeiten, Beruf und Privatleben partnerschaftlicher zu vereinbaren und in neuen und vielfältigeren Arbeits- und Karrieremodellen tätig zu sein.

„Wir wollen zeigen, wie die Digitalisierung als Chance für eine moderne gleichberechtigte Arbeitswelt konkret genutzt werden kann und wie sich Unternehmen bereits heute auf die digitale Zukunft vorbereiten und ihre Unternehmensorganisation und -kultur weiterentwickeln. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen als wichtigster Erfolgsfaktor und die Bedeutung von Chancengleichheit und Vielfalt für die Zukunftsfähigkeit und Innovationskraft der Wirtschaft 4.0“, erläuterte die Ministerin.

Allerdings gelte es auch, sich mutig den Herausforderungen zu stellen, da sich wirtschaftliche Strukturen wandeln und sich viele berufliche Aufgaben durch die Digitalisierung stark verändern. Es gelte daher Vorsorge zu treffen, damit neue Formen der Zusammenarbeit die Erwerbstätigen nicht entgrenzen oder im Homeoffice isolieren; der Einsatz von digitalen Plattformen dürfe auch der prekären Beschäftigung keinen Vorschub leisten. Gestaltungsansätze und Rahmenbedingungen, die Chancengleichheit sowie eine geschlechter- und diversitätsgerechte Arbeitswelt im Blick haben und aktiv herstellen, müssen deshalb einen integralen Bestandteil bei allen Maßnahmen bilden.

Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut ist überzeugt: „Vielfalt ist eine wichtige Voraussetzung, um Innovations- und Digitalisierungsprozesse erfolgreich zu gestalten. Unternehmen müssen eine moderne Führungs- und Unternehmenskultur entwickeln und verstärkt die Qualifikationen von Frauen als Fach- und Führungskräfte nutzen, um erfolgreich im Wettbewerb zu bestehen. Gleichzeitig sollten Frauen die Chancen der digitalen Arbeitswelt nutzen, digitale Kompetenzen erwerben und in digitalen Arbeitsfeldern verstärkt tätig werden.“

Hintergrund zum Wirtschaftsforum

Das Wirtschaftsforum „Die Digitale Zukunft – chancenreich und chancengleich“ zeigt die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung und wie diese für eine moderne gleichberechtigte Arbeitswelt konkret genutzt werden kann. Acht Chancenräume vermitteln einen Einblick in die unterschiedlichen Dimensionen von „Digitalisierung und Chancengleichheit“: in die chancenreiche, agile Unternehmenskultur 4.0, in erforderliche digitale Kompetenzen und künftige Karriereprofile, flexible, digital unterstützte Arbeitsformen, Auswirkungen der Plattform-Ökonomie und Tech-Trends auf Chancengleichheit. Inspiration für innovative Geschäftsanwendungen erhalten die rund 400 Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer bei digitalen Pionieren im Rahmen einer Ausstellung: VR-Brillen, 3-D-Druck, ein digitaler Rollator und andere digitale Anwendungen können dort getestet werden. Trends und zentrale Ergebnisse aus elf Studien zum Themenspektrum „Digitalisierung und Chancengleichheit“ werden in einer Think Tank Arena präsentiert. Frauen-Business-Netzwerke laden zu intensivem Networking in die Matchmaking Arena. Den Nachmittag krönt die Auftaktveranstaltung für die diesjährigen Frauenwirtschaftstage in Baden-Württemberg mit dem landesweiten Motto „Chancen für Frauen in der digitalen Arbeitswelt“.

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news-63 Thu, 05 Oct 2017 11:18:42 +0200 Wirtschaftsministerium fördert Forschungsprojekt zur Digitalisierung der Lebenswissenschaften mit rund 550.000 € https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-forschungsprojekt-zur-digitalisierung-der-lebenswissenschaften-mit-ru/ Das für wirtschaftsnahe Forschung zuständige Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat für das Forschungsvorhaben „Applikationszentrum Labor 4.0 – Das Labor in der Cloud“ am Fraunhofer-Institut für Produktion und Automatisierung (IPA) in Stuttgart eine Förderung über rund 550.000 Euro zugesagt. Dies teilte Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Donnerstag (5. Oktober) mit. „Baden-Württemberg muss zur Stärkung seiner Zukunftsfähigkeit neue Wertschöpfungsfelder erschließen. Die intensivere wirtschaftliche Nutzung der Forschung etwa im Bereich der Lebenswissenschaften ist ein solches Feld. Unsere Unterstützung für ein Projekt der Digitalisierung nach dem Vorbild der ‚Industrie 4.0‘ eröffnet in lebenswissenschaftlichen Forschungslaboren daher vielfältige Chancen, zum Beispiel bei der Entwicklung neuer Medikamente“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Im Zentrum des neuen Applikationszentrums Labor 4.0 steht die erstmalige Übertragung der Prinzipien der Industrie 4.0 auf den lebenswissenschaftlichen Bereich, und damit der Schritt zum Labor der Zukunft. Dabei ermöglicht die Förderung des Wirtschaftsministeriums den Aufbau einer neuen Forschungsgruppe am IPA, um dort anwendungsorientierte Forschungsarbeiten zum Themenkomplex Labor 4.0 durchzuführen. Diese Forschungsarbeiten sollen das Fraunhofer IPA in einer europa- und weltweiten Führungsrolle in der digitalen Transformation in den Lebenswissenschaften positionieren.

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Durch die Konzeption als Applikationszentrum erhalten Unternehmen aus Baden-Württemberg einen privilegierten Zugang zu den Zukunftstechnologien des Labors 4.0. Im Fokus steht dabei, Forschungskooperationen insbesondere zwischen kleinen und mittleren Unternehmen und den Forschern am Fraunhofer IPA zu etablieren sowie neue Technologien für Unternehmen zu erschließen. Unsere Förderung ist damit ein Beitrag, um nachhaltige Forschungs- und Entwicklungsimpulse im Bereich der Lebenswissenschaften in der Innovationsregion Baden-Württemberg zu generieren.“

Im Rahmen des Projektes „Labor 4.0“ sollen in Anlehnung an „Industrie 4.0“ Laborprozesse soweit wie möglich automatisiert, digitalisiert und vernetzt werden. Durch die Integration verschiedener automatisierter Instrumententypen in Form einer modernen, kognitiv arbeitenden Laboreinrichtung unter Zuhilfenahme von Robotik und Digitalisierung kann der menschliche Input wesentlich reduziert werden. Das bedeutet, anstatt wie bisher den Großteil ihrer Zeit mit sich wiederholender manueller Arbeit zu verbringen, können sich Forscher und Wissenschaftler wieder auf den kreativen Prozess der Forschung sowie der Interpretation von Forschungsdaten konzentrieren. In dem Vorhaben arbeiten Techniker, IT- und Naturwissenschaftler eng interdisziplinär zusammen. Durch die Einbindung der Projektgruppe für Automatisierung in der Medizin und Biotechnologie (PAMB) in Mannheim ist insbesondere auch die Perspektive effizienterer Laborprozesse in der Klinik abgedeckt.

„Ich verspreche mir von diesem Projekt neben einer wesentlichen Effizienzsteigerung in akademischen und industriellen Laboren auch die Entwicklung völlig neuer Geschäftsmodelle mit innovativen Dienstleistungen und Produkten für den Laboralltag der Zukunft“, betonte die Ministerin.

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news-64 Thu, 05 Oct 2017 10:07:00 +0200 Wirtschaftsministerin besucht Landkreis Böblingen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerin-besucht-landkreis-boeblingen/ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat ihre regelmäßigen Kreisbereisungen im Land am Donnerstag (5. Oktober) mit einem Besuch im Landkreis Böblingen fortgesetzt. „Baden-Württemberg soll führende Innovationsregion Europas und attraktiv für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bleiben. Vor Ort, im engen Dialog mit den Menschen, kann ich mich am eindrücklichsten vom Engagement der Menschen und der Unternehmen überzeugen, die dazu täglich ihren Beitrag leisten. Und vor Ort, in der Praxis, lässt sich auch am besten diskutieren, welche Herausforderungen wir meistern und welche Chancen wir beherzt nutzen müssen“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Als Herausforderung bezeichnete sie beispielsweise die Sicherung des Fachkräftebedarfs; als Chance die zunehmende Digitalisierung, deren gesamtgesellschaftlichen Mehrwert man nicht oft genug betonen könne. Für Baden-Württemberg sei es „von zentraler Bedeutung, die Digitalisierung zu nutzen, um unsere Spitzenstellung weiter auszubauen und langfristig zu sichern. Das Thema Digitalisierung weckt gleichwohl auch Ängste, die wir ernst nehmen müssen. Diesen Ängsten möchte ich begegnen – im direkten Gespräch mit Arbeitnehmern und Arbeitgebern“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Insbesondere müsse der Mittelstand branchenübergreifend stärker an das Thema Wirtschaft 4.0 herangeführt werden, um dessen Stellung als starker Wirtschaftsfaktor im Land in Zukunft zu sichern, betonte die Ministerin. Sie verwies dabei auf die von ihr ins Leben gerufene „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ des Wirtschaftsministeriums, die insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Fläche des Landes auf dem Weg in die Digitalisierung unterstütze.

Welche Chancen sich durch die Digitalisierung ergeben, zeige sich zum Beispiel im Bereich der Bauwirtschaft, so die Ministerin. Verdeutlichen sollte dies der Besuch der Ministerin auf dem Bauplatz des Flugfeldklinikums, wo das Thema Building Information Modeling (BIM) im Mittelpunkt stand. BIM ist eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden. Hoffmeister-Kraut: „Die Bauwirtschaft ist eine der Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft mit einem entscheidenden Anteil an Bruttowertschöpfung und Beschäftigung. Bei der Produktivität liegt die Branche aber zurück. Die Digitalisierung kann dies ändern, weshalb es umso mehr gilt, deren Potentiale auch für die Bauwirtschaft im Land richtig zu nutzen.“

Da sich der Fachkräftemangel zunehmend als Hindernis im Innovationsgeschehen und im Standortwettbewerb erweise, bleibe die Sicherung des Fachkräftebedarfs zentrale Aufgabe auch ihres Hauses, betonte Hoffmeister-Kraut. Dem Thema diente u. a. der Besuch des Unternehmens IPO.Plan in Leonberg. „Wir müssen die Potentiale in Baden-Württemberg noch besser nutzen.“ Im Fokus stünden dabei nicht nur die Gewinnung von mehr Frauen als Fachkräfte oder die Stärkung der MINT-Berufe, es gehe auch um Fragen der Qualifizierung und Weiterbildung sowie darum, das Potential älterer Beschäftigter noch besser zu erschließen, nannte die Ministerin als Beispiele. „Um Baden-Württemberg als Wirtschaftsstandort attraktiv zu erhalten, müssen wir aber auch international um qualifizierte Fachkräfte werben“, so Hoffmeister-Kraut. Zudem werde die Versorgung mit ausreichend preislich angemessenem Wohnraum mehr und mehr zu einer Standortfrage.

Weiteres Thema der Kreisbereisung war das Thema nachhaltiges Wirtschaften und Innovation, dem der Besuch der perma-trade Wassertechnik GmbH in Leonberg diente. Die Landesregierung habe sich zum Ziel gesetzt, den Südwesten Deutschlands zum weltweiten Technologieführer bei intelligenten, ressourcensparenden und klimaschonenden Technologien zu machen, so die Ministerin. Der Industriestandort Baden-Württemberg sei in entscheidender Weise auf die ständige Verfügbarkeit unterschiedlichster Rohstoffe und Materialien zu angemessenen Preisen angewiesen. Das Wirtschaftsministerium unterstütze daher insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen dabei, Forschungsergebnisse der wirtschaftsnahen Forschung im Bereich Ressourcenschutz aufzugreifen und in neue Geschäftsmodelle, innovative Produkte und effizientere Verfahren zu übertragen. „Damit verschaffen wir ihnen nachhaltige Wettbewerbsvorteile,“ betonte Hoffmeister-Kraut.

Zu den wertvollen Eindrücken, die sie bei ihren Kreisbereisungen sammle, sagte die Ministerin, ihr Ministerium sei für zentrale Zukunftsthemen verantwortlich, die in den kommenden Jahren für den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit, aber auch für den sozialen Frieden Baden-Württembergs entscheidend seien. Die Politik könne nur durch eigene Anschauung und das Zuhören vor Ort die Eindrücke sammeln, die zum Setzen richtiger Rahmenbedingungen notwendig seien: „Meine Kreisbereisungen bieten dafür vielfältige und gute Möglichkeiten.“

Programm der Kreisbereisung im Landkreis Böblingen

  • Flugfeld, Bauplatz Flugfeldklinikum, Böblingen
  • IPO.Plan GmbH, Leonberg
  • perma-trade Wassertechnik GmbH, Leonberg
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news-62 Wed, 04 Oct 2017 14:01:05 +0200 Offizielle Einweihung der „Lernfabrik 4.0“ im Beruflichen Schulzentrum Bietigheim-Bissingen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/offizielle-einweihung-der-lernfabrik-40-im-beruflichen-schulzentrum-bietigheim-bissingen/ „Unsere Industrie wird durch die Digitalisierung immer mehr zu einer Industrie 4.0. Der Wandel in der Arbeitswelt, der damit verbunden ist, muss sich auch in der Aus- und Weiterbildung niederschlagen, damit unser Fachkräftenachwuchs und unsere Beschäftigten am Puls der Zeit bleiben und nicht von dieser Entwicklung abgehängt werden. In der neuen Lernfabrik 4.0 im Beruflichen Schulzentrum Bietigheim-Bissingen werden die Auszubildenden sowie die Teilnehmenden an Weiterbildungslehrgängen für die digitale Produktion der Zukunft fit gemacht. Damit profitiert nun auch der Landkreis Ludwigsburg von einem der Leuchtturmprojekte für Digitalisierung und berufliche Bildung, die die Lernfabriken 4.0 sind“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Mittwoch (4. Oktober) bei der offiziellen Einweihung der Lernfabrik 4.0. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert die Lernfabrik 4.0 mit 500.000 Euro. „Die intelligente, flexible Fabrik der Zukunft braucht ein optimales Zusammenspiel von Mensch, Technik und Organisation“, so Hoffmeister-Kraut. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen benötigten bei der Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und des Fachkräftenachwuchses Unterstützung. „In der Lernfabrik 4.0 wird das abstrakte Konzept von Industrie 4.0 für Schülerinnen und Schüler fassbar gemacht. Es freut mich sehr, dass der Landkreis Ludwigsburg die Initiative ergriffen und dieses beispielhafte Projekt auf den Weg gebracht hat“, betonte die Ministerin.

In der Lernfabrik 4.0 wird eine Industrie 4.0-Prozesskette – von der Entwicklung, über Fertigung, Montage und Materialfluss bis zur Auftragsabwicklung – eines Unternehmens realitätsnah für die Aus- und Weiterbildung abgebildet. Die Lernfabrik 4.0 ist mit hochinnovativen Technologien ausgestattet, die bald in jedem produzierenden Unternehmen zu finden sein werden. So ist ein kollaborierender Roboter integriert, also ein Roboter, der mit dem Menschen „Hand in Hand“ zusammenarbeitet. Die Lernfabrik wird in verschiedenen Bildungsgängen des Beruflichen Schulzentrums Bietigheim-Bissingen und der kooperierenden Carl-Schäfer-Schule Ludwigsburg zum Einsatz kommen. Neben dem Wirtschaftsministerium bringt der Landkreis als Schulträger einen weiteren Finanzierungsbeitrag ein. Darüber hinaus unterstützen viele Unternehmen der Region das Projekt finanziell.

Weitere Informationen
Das Projekt des Landkreises Ludwigsburg ist eines von sechzehn Lernfabrik-Konzepten, die nach einer Ausschreibung des damaligen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft im Jahr 2015 von einer Jury für eine finanzielle Förderung ausgewählt wurde. Das Wirtschaftsministerium fördert die über nahezu alle Regionen des Landes verteilten Lernfabriken mit 6,8 Mio. Euro.

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news-61 Wed, 04 Oct 2017 11:56:48 +0200 Dritte Fachkonferenz des Zukunftsprojekts Arbeitswelt 4.0 https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/dritte-fachkonferenz-des-zukunftsprojekts-arbeitswelt-40/ „Die Digitalisierung bringt große Chancen mit sich, die wir in Baden-Württemberg aktiv nutzen müssen und wollen: so kann beispielsweise die Digitalisierung der Produktion unseren Standort wettbewerbsfähiger machen und damit Arbeitsplätze sichern“, erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Mittwoch (4. Oktober) anlässlich der Eröffnung der 3. Konferenz „Zukunftsprojekt Arbeitswelt 4.0“ im Haus der Wirtschaft in Stuttgart. „Ich bin davon überzeugt, dass Baden-Württemberg – wenn es im Bereich der Digitalisierung und Industrie 4.0 die Nase vorn hat – gestärkt aus den Transformationsprozessen hervorgehen kann, so wie das auch in der Vergangenheit der Fall war“, so die Ministerin.

Einen großen Handlungsbedarf sehe sie im Bereich der Flexibilisierung der Arbeitszeit, betonte die Ministerin. Man solle Flexibilität bei der Arbeitszeit nicht nur als Last empfinden, sondern dürfe auch den Gewinn an Individualität bei der Gestaltung des eigenen Arbeitsumfelds nicht aus den Augen verlieren. Hoffmeister-Kraut: „Ein Mehr an Flexibilität bei Arbeitszeit und Arbeitsort verbessert schon heute in vielen Bereichen die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.“

Gleichzeitig müsse man den Schutzgedanken für Beschäftigte und Verbraucher ernst nehmen. Die Ministerin warb für einen fairen Interessensausgleich bei dieser Fragestellung und schlug tarifliche Öffnungsklauseln sowie Betriebsvereinbarungen als Instrumente vor, um den Wünschen von Beschäftigten und Arbeitgebern gleichermaßen gerecht zu werden.

Das Wirtschaftsministerium fördert in diesem thematischen Zusammenhang eine Forschungsstudie zur Entwicklung der Arbeitswelt 4.0 in Baden-Württemberg, die die Universität Hohenheim in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IAO durchführt. „Die ersten Ergebnisse des auf drei Jahre angelegten Forschungsprojekts dokumentieren, dass sich Beschäftigte und Arbeitgeber diesen Zugewinn an Flexibilität wünschen“, so die Ministerin. Bei den Transformationsprozessen, die mit der Digitalisierung und der Industrie 4.0 einhergehen, müsse man zudem ein besonderes Augenmerk für die kleinen und mittelgroßen Betriebe haben. Denn im Gegensatz zu den großen Unternehmen Baden-Württembergs hätten diese es oftmals schwer, sich mit den entscheidenden Fragen der Zukunft zu befassen.

Entscheidend für die Frage, ob Digitalisierung in Baden-Württemberg gelinge, seien aus Sicht der Ministerin die Themenfelder Ausbildung, Weiterbildung und Qualifikation. „Denn nur, wenn wir unsere wertvollste Ressource – unseren Erfindergeist und unser Knowhow – aufrechterhalten können, wird es uns gelingen, im internationalen Vergleich nach wie vor unsere Spitzenstellung in vielen Branchen verteidigen zu können“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Die Konferenz wird bereits im dritten Jahr in Folge organisiert vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, den Fraunhofer-Instituten für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO sowie für System- und Innovationsforschung ISI, dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), dem Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) und der Universität Hohenheim. Auf dem Programm standen neben theoretischen, empirischen und anwendungsorientierten Beiträgen aus den Ingenieurs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften auch ein Vortrag zu den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Arbeitswelten der Zukunft von Dr. Mark Mattingley-Scott (IBM).

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news-59 Thu, 28 Sep 2017 14:15:34 +0200 Wirtschaftsministerin besucht Hohenlohekreis https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerin-besucht-hohenlohekreis/ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat ihre regelmäßigen Kreisbereisungen im Land am 28. September 2017 mit einem Besuch im Hohenlohekreis fortgesetzt. „Baden-Württemberg soll führende Innovationsregion Europas und attraktiv für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bleiben. Vor Ort, im engen Dialog mit den Menschen, kann ich mich am eindrücklichsten vom Engagement der Menschen und der Unternehmen überzeugen, die dazu täglich ihren Beitrag leisten. Und vor Ort, in der Praxis, lässt sich auch am besten diskutieren, welche Herausforderungen wir meistern und welche Chancen wir beherzt nutzen müssen“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Als Herausforderung bezeichnete sie beispielsweise die Sicherung des Fachkräftebedarfs; als Chance die zunehmende Digitalisierung, deren gesamtgesellschaftlichen Mehrwert man nicht oft genug betonen könne. Für Baden-Württemberg sei es „von zentraler Bedeutung, die Digitalisierung zu nutzen, um unsere Spitzenstellung weiter auszubauen und langfristig zu sichern. Das Thema Digitalisierung weckt gleichwohl auch Ängste, die wir ernst nehmen müssen. Diesen Ängsten möchte ich begegnen – im direkten Gespräch mit Arbeitnehmern und Arbeitgebern“, sagte Hoffmeister-Kraut.

Insbesondere müsse der Mittelstand branchenübergreifend stärker an das Thema Wirtschaft 4.0 herangeführt werden, um dessen Stellung als starker Wirtschaftsfaktor im Land in Zukunft zu sichern, betonte die Ministerin. Sie verwies dabei auf die von ihr ins Leben gerufene „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ des Wirtschaftsministeriums, die insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Fläche des Landes auf dem Weg in die Digitalisierung unterstütze. Der Wandel in der Arbeitswelt durch die zunehmende Digitalisierung müsse sich aber auch in der Aus- und Weiterbildung niederschlagen, wenn der zukünftige Fachkräftenachwuchs am Puls der Zeit bleiben solle, so die Ministerin.

Hoffmeister-Kraut: „Um Baden-Württemberg als Wirtschaftsstandort attraktiv zu erhalten, müssen wir auch international um qualifizierte Fachkräfte werben.“ Zudem werde die Versorgung mit ausreichend preislich angemessenem Wohnraum mehr und mehr zu einer Standortfrage.

Zu den wertvollen Eindrücken, die sie bei ihren Kreisbereisungen sammle, sagte Hoffmeister-Kraut, ihr Ministerium sei für zentrale Zukunftsthemen verantwortlich, die in den kommenden Jahren für den Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit, aber auch den sozialen Frieden Baden-Württembergs entscheidend seien. Die Politik könne nur durch eigene Anschauung und das Zuhören vor Ort die Eindrücke sammeln, die zum Setzen richtiger Rahmenbedingungen notwendig seien: „Meine Kreisbereisungen bieten dafür vielfältige und gute Möglichkeiten.“

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news-58 Wed, 27 Sep 2017 14:21:06 +0200 Wirtschaftsministerium fördert RegioWIN-Leuchtturmprojekte „Regionale Mobilitätsplattform“ und „Regionale Mobilitätspunkte“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-regiowin-leuchtturmprojekte-regionale-mobilitaetsplattform-und-regi/ Der Amtschef im Wirtschaftsministerium, Ministerialdirektor Hubert Wicker, hat am 27. September 2017 Förderbescheide in Höhe von rund 8,8 Millionen Euro an den Verband Region Stuttgart (VRS), den Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) und die beteiligten Kommunen für die Leuchtturmprojekte „Regionale Mobilitätsplattform“ und „Regionale Mobilitätspunkte“ übergeben. „Pulsierende und starke Wirtschaftsräume, wie die Region Stuttgart es ist, sind mehr denn je auf möglichst reibungslos funktionierende, intelligente Mobilitätslösungen angewiesen. Dies betrifft sowohl die Wirtschaftsunternehmen als auch Beschäftigte und Pendler. Tägliche Staus, Engpässe im ÖPNV, aber auch die aktuelle Diskussion über die Luftqualität in unseren Städten zeigen uns, dass wir Mobilität in Städten und Ballungsräumen neu denken müssen. Gefragt sind intelligente und nachhaltige Mobilitätsketten, mit komfortabler Kombination individueller und öffentlicher Verkehrswege. Grundvoraussetzung für diese Wegeplanung sind verlässliche und echtzeitfähige Verkehrsinformationen sowie bequeme und einfach gestaltete Umsteigepunkte, um schnell und problemlos das jeweils geeignetste Verkehrsmittel nutzen zu können“, betonte Wicker.

Die Projekte „Regionale Mobilitätsplattform“ und „Regionale Mobilitätspunkte“ wurden im Rahmen des landesweiten Wettbewerbs RegioWIN im Januar 2015 als zwei von insgesamt 21 Leuchtturmprojekten prämiert. Der Wettbewerb RegioWIN ist ein Kernelement des baden-württembergischen Operationellen Programms des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) für die Förderperiode 2014 – 2020.

Der Vorsitzende des Verbands Region Stuttgart, Thomas S. Bopp, freute sich über die Unterstützung. „In der Region Stuttgart brummt nicht nur ein Großteil des Verkehrs, sondern eben auch der wirtschaftliche Motor Baden-Württembergs. Umso wichtiger ist es, mit neuen Ideen und Techniken Mobilitätsangebote zu verknüpfen oder Maßnahmen und Lösungen zur Verkehrslenkung zu entwickeln. Beides werden wir mit dem Geld machen, zusammen mit dem VVS, den Kommunen und weiteren Partnern“, sagte er. Bopp erinnerte an das regionale Entwicklungskonzept, das von der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH erarbeitet worden ist und der Antragstellung zu Grunde lag.

Mit dem Projekt „Regionale Mobilitätsplattform“ wird eine Plattform zur digitalen Bereitstellung intermodaler Verkehrsplan- und Verkehrsechtzeitdaten für Verkehrsträger und Endnutzer geschaffen. Mit der Entwicklung übergeordneter regionaler Verkehrslenkungsstrategien und einer abgestimmten Umsetzung verkehrslenkender und -steuernder Maßnahmen können letztlich Engpässe in der heutigen Verkehrsinfrastruktur beseitigt und die Verkehrsflüsse in der Region Stuttgart nachhaltig optimiert werden.

Gegenstand des Vorhabens „Regionale Mobilitätspunkte“ ist eine regionsweite, integrierte Vernetzung von intermodalen Mobilitätspunkten, die kommunale Infrastruktur an Bahnhöfen wie z. B. Fahrradparkhäuser, Car-Sharing-Angebote oder Fahrrad- und Pedelec-Verleih-Stationen einbezieht und dem Kunden ermöglicht, neben dem ÖPNV weitere Mobilitätsangebote zu nutzen. Im Rahmen des Projekts werden in 13 Kommunen regionale Mobilitätspunkte installiert, wovon vier durch die heutige Förderung unterstützt werden. An diesen kann sich der Kunde über interaktive Informationsstelen über sämtliche Mobilitätsangebote informieren und diese direkt buchen. Weiter werden eine 24h-Hotline und ein App-basiertes Beratungsangebot zur Mobilitätsinformation eingerichtet. Mit der jetzigen Bewilligung erhalten alle sieben Teilprojekte ihre Förderbescheide.

Für das Leuchtturmprojekt „Regionale Mobilitätsplattform“ und drei Teilprojekte des Leuchtturmprojekts „Regionale Mobilitätspunkte“ erhalten der VRS und der VVS rund 7,0 Millionen Euro aus EFRE- und Landesmitteln. Auf die regionalen Mobilitätspunkte in den vier Städten Eislingen, Esslingen, Fellbach und Ludwigsburg entfällt ein Anteil von insgesamt 1,8 Millionen Euro (EFRE und Landesförderung).

Weitere Informationen
Im Februar 2013 haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau (damals Ministerium für Finanzen und Wirtschaft), das Ministerium für Ländlichen Raum und das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den RegioWIN-Wettbewerb gestartet, um der Regionalentwicklung in Baden-Württemberg neue Impulse zu geben. Nach der Prämierung der regionalen Entwicklungskonzepte und Leuchtturmprojekte im Januar 2015 wurden bis Ende Januar 2016 34 Anträge auf EFRE-Fördermittel zur Umsetzung der ausgezeichneten Leuchtturmprojekte bei der L-Bank eingereicht. Den RegioWIN-Antragstellern ist es auf Anhieb gelungen, 68 Millionen Euro EU-Fördermittel voll auszuschöpfen. Die Umsetzung der Projekte ist ein wichtiger Beitrag zur innovativen und ökologischen Entwicklung Baden-Württembergs. Die prämierten Projekte sind alle auf die Zukunftsfähigkeit der Regionen ausgerichtet und zeichnen sich durch hohe Qualität und Kreativität aus.

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news-57 Thu, 21 Sep 2017 10:19:00 +0200 Transformationsrat Automobilwirtschaft Baden-Württemberg – Konstituierende Sitzung des Lenkungskreises https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/transformationsrat-automobilwirtschaft-baden-wuerttemberg-konstituierende-sitzung-des-lenkungskreis/ Der erste landesweite Transformationsrat zur Automobilwirtschaft hat am 21. September 2017 im Rahmen des Strategiedialogs der Landesregierung offiziell seine Arbeit aufgenommen. „Die Automobilwirtschaft erlebt gerade den tiefsten Umbruch ihrer Geschichte: Klimaschutz, Luftreinhaltung, Elektrifizierung, Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle und divergierende globale Märkte sind riesige Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Gemeinsam mit allen relevanten Akteuren will ich Handlungsfelder und -empfehlungen erarbeiten und in einer Roadmap bündeln, damit wir unsere Systemkompetenz sowie Wertschöpfung und somit Beschäftigung und Wohlstand hier in Baden-Württemberg erhalten können“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut im Anschluss an die konstituierende Sitzung des Lenkungskreises des Transformationsrats im Neuen Schloss. „Wir müssen es schaffen, unsere heutige Systemkompetenz und Arbeitsplätze auch für die zukünftigen Fahrzeuggenerationen und Mobilitätslösungen zu erhalten“, forderte die Ministerin. Ihr Ministerium verantwortet im Rahmen des Strategiedialogs die beiden Themensäulen „Forschung & Entwicklung, Produktion, Zulieferer“ und „Vertrieb, After-Sales“. „Wir können den tiefgreifenden Strukturwandel nur im engen Dialog und durch ein miteinander abgestimmtes Vorgehen erfolgreich bewältigen“, erklärte Hoffmeister-Kraut. „Ich freue mich deshalb sehr, dass wir für die jeweilige Themenfeldverantwortung hochkarätige Persönlichkeiten aus der Wirtschaft gewinnen konnten.“ So haben Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth und Porsche-Vertriebsvorstand Detlev von Platen die Verantwortung für die Themenfelder 1 bzw. 2 übernommen. „Gemeinsam werden wir nun die Fragestellungen des Transformationsrats angehen“, sagte die Wirtschaftsministerin.

Wilfried Porth, Vorstand der Daimler AG für Personal, Arbeitsdirektor und Mercedes-Benz Vans: „Die Zukunft der Autobranche ist elektrisch, digital, autonom und vernetzt. Moderne Verbrennungsmotoren und Plug-in-Hybridantriebe werden für die Mobilität von morgen jedoch ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Damit Baden-Württemberg einer der weltweit führenden und innovativsten Automobilstandorte bleibt, müssen Fahrzeughersteller, Zulieferer, Wissenschaft und Politik, noch enger zusammenarbeiten und sich vernetzen. Wir brauchen zukunftsfähige Rahmenbedingungen und freuen uns auf den konstruktiven Dialog, um den Automobilstandort Baden-Württemberg gemeinsam fit für die Zukunft zu machen.“

„Die Automobilindustrie wird sich in den nächsten Jahren schneller verändern als jemals zuvor“, so Detlev von Platen, Vorstand für Vertrieb und Marketing der Porsche AG. „Dieser Wandel ist für unsere Industrie eine Herausforderung. Gemeinsam mit den Mitgliedern des Transformationsrates nehmen wir diese Herausforderung gerne an und sehen sie gleichzeitig als große Chance, die Zukunft mitzugestalten. Wir müssen die Weichen für den Erfolg unserer Industrie bereits heute im engen Schulterschluss richtig stellen“, so von Platen weiter.

In den Lenkungskreis des Transformationsrats wurden hochrangige Vertreter der Fahrzeughersteller, Zulieferer, Fabrikausrüster, des Handels, der Werkstätten, von Handwerk und neuen Akteuren der Mobilität, Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite, Wirtschaftsförderorganisationen und Wissenschaft berufen.

Hoffmeister-Kraut: „Disruptive Technologien, etwa im Bereich Elektromobilität oder Digitalisierung, können unsere traditionellen Geschäftsmodelle und die Stärke und Kompetenz unserer heutigen Unternehmen gefährden. Wir benötigen deshalb eine genaue Analyse der mit den jeweiligen Technologien verbundenen Potenziale und Risiken – und das nicht nur einmal, sondern kontinuierlich. Als Wirtschaftsministerin will ich den bevorstehenden Wandel gemeinsam mit den Akteuren gestalten, Kräfte bündeln und vor allem die vielen kleinen und mittleren Unternehmen in diesem Veränderungsprozess unterstützen.“

Mit der Landesinitiative Elektromobilität III, den Initiativen Industrie 4.0 und Wirtschaft 4.0 oder der im November startenden Mittelstandsoffensive Mobilität unterstützt das Wirtschaftsministerium bereits mit zahlreichen begleitenden Aktivitäten den Mittelstand.

Hintergrundinformationen:
Der Strategiedialog erfolgt auf Arbeitsebene in sechs strategischen Themenfeldern. In Themenfeld 1 fallen Forschung und Entwicklung, Produktion und Zulieferer. Themenfeld 2 umfasst den Vertrieb und After-Sales. Themenfelder 1 und 2 sind zugleich die Handlungsfelder des Transformationsrates Automobilwirtschaft Baden-Württemberg unter der Leitung von Frau Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut. Themenfeld 3 beinhaltet die energiepolitischen Fragen des Transformationsprozesses. Der Bereich Digitalisierung liegt in Themenfeld 4. Verkehrslösungen und Elektromobilität fallen in Themenfeld 5. Das Themenfeld 6, Forschungs- und Innovationsumfeld, ist als Querschnittsthema angelegt. Zudem stellt das Querschnittsthema Zivilgesellschaft, ebenso wie die Nachhaltigkeitsstrategie der Landesregierung, eine Klammer für alle Themenfelder dar.

Innerhalb der dem Wirtschafts- und Arbeitsministerium zugewiesenen Themenfelder werden sich Arbeitsgruppen speziell mit den Themen „Fachkräfte, Qualifizierung, neue Arbeitsmodelle“, „Technologie und Innovation“, „Handel und Werkstätten“ sowie „Mobilität der Zukunft, neue Geschäftsmodelle, Wertschöpfung“ auseinandersetzen.

Zur operativen Unterstützung und zur Begleitung des Prozesses ist ein Projekt beim Fraunhofer IAO angedacht, welches Dateninput, Szenarien usw. als Diskussionsgrundlage liefern sowie gemeinsam mit allen Beteiligten Handlungsempfehlungen und eine Roadmap für die beiden Themenfelder ausarbeiten soll.

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news-56 Fri, 15 Sep 2017 15:35:00 +0200 Neue Studie zum Stand der Digitalisierung in Chemie und Pharma in Baden-Württemberg https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/neue-studie-zum-stand-der-digitalisierung-in-chemie-und-pharma-in-baden-wuerttemberg/ „Die Digitalisierung wirkt sich auf die gesamte Wertschöpfungskette aus und verändert neben der Produktion auch den Konsum und die Arbeitswelt grundlegend. Diese Entwicklung stellt unsere Unternehmen branchenübergreifend vor große Herausforderungen. Zugleich bietet sie aber auch enorme Chancen für die Gestaltung der Arbeitsprozesse, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und die Erschließung von Märkten. Eine neue Studie beleuchtet beispielhaft für die hochinnovativen Branchen Chemie und Pharma nicht nur die Chancen, sondern auch mögliche Risiken und Auswirkungen auf die Arbeitswelt. Dabei freut es mich insbesondere, dass die Unternehmen mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dem Thema Digitalisierung und Vernetzung gegenüber sehr positiv eingestellt sind: 90 Prozent sehen die Veränderungen am Arbeitsplatz durch die Digitalisierung als Chance“, erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Veröffentlichung der Studie „Digitalisierung und Arbeitswelt in Chemie und Pharma Baden-Württemberg“. Die vom Ministerium, dem Arbeitgeberverband Chemie Baden-Württemberg e. V. und der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie Landesbezirk Baden-Württemberg geförderte Studie wurde vom Fraunhofer IAO erstellt.

Die Chemie- und Pharmabranche in Baden-Württemberg will demnach künftig mehr in die Digitalisierung investieren: Der gemittelte Digitalisierungsgrad über alle Unternehmensbereiche soll von aktuell 11 Prozent auf zukünftig 47 Prozent ansteigen. Die Studie kommt zum Ergebnis, dass sich diese Investitionen auch direkt auf die Arbeitswelt der Mitarbeiter auswirken.

„Der Ruf der Chemie- und Pharmabranche, mit dem Thema Digitalisierung sehr zurückhaltend umzugehen, hat sich für den Standort Baden-Württemberg nur zum Teil bestätigt. Ein bereits vorhandenes hohes Niveau im Bereich der lokalen Anlagen- und Prozessdaten sowie ein gutes Automatisierungsniveau ist eine gute Ausgangssituation für die Digitalisierung der Branche, die in den kommenden Jahren verstärkt darin investieren will“, erläuterte der Mitautor der Studie, Peter Rally vom Fraunhofer IAO.

Die Online-Befragungen von Führungskräften und Beschäftigten der Branche im Rahmen der Studie zeigen, dass sowohl Chancen als auch Risiken in der Digitalisierung gesehen werden, wobei die Chancen aus Sicht beider Seiten bei weitem überwiegen. Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, die vorhandenen Daten zu vernetzen und diese unternehmensweit und -übergreifend zu nutzen.

Automatisierung hat Vorrang unter den Befragten
Großes Potenzial durch Digitalisierung und Vernetzung sehen die meisten befragten Unternehmen in der Automatisierung von Anlagen sowie von Information, Kommunikation und Dokumentation. Die Automatisierung wird daher von den meisten Unternehmen auch verstärkt für die Zukunft geplant. Das Thema Digitalisierung wird jedoch nicht nur an Anlagen- und Prozessdaten festgemacht, sondern auch an einer weitgehend transparenten und unternehmensübergreifenden Logistik sowie an Produkten und Geschäftsmodellen mit digitaler Wertschöpfung. Hier sind laut der Studie vor allem die großen Unternehmen auf einem guten Weg.

Verbesserungen am Arbeitsplatz durch Digitalisierung
Aus Sicht der Befragten wird die Zunahme an zeitlich flexiblem und mobilem Arbeiten bzw. das Arbeiten an unterschiedlichen Orten die Arbeitsorganisation deutlich verändern, da Teams oft nicht mehr die räumliche und zeitliche Bindung wie in der Vergangenheit haben. Sowohl die Führungskräfte als auch die Mitarbeitenden befürworten für die Zukunft eine weitere Flexibilisierung von Arbeitszeit sowie eine weitere Mobilisierung des Arbeitsorts, allerdings mit unterschiedlichen Ausprägungen. Zum Beispiel haben die Beschäftigten die Erwartungen, dass sich mit Zunahme der digitalen Technik auch das Berufs- und Privatleben zukünftig besser vereinbaren lässt. Die oberen Führungskräfte sehen zukünftig auch einen stärkeren Flexibilitätsbedarf, der entsprechend den Bedürfnissen des Unternehmens, dazu beitragen soll im globalen Markt erfolgreich zu agieren. Die Herausforderungen bestehen darin, beide Bedarfe im Rahmen geltender Regelungen in Einklang zu bringen.

„Um die Chancen der Digitalisierung für die baden-württembergische Wirtschaft zu erschließen, habe ich gemeinsam mit über 20 Partnerorganisationen aus Unternehmen, Kammern und Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik die Initiative Wirtschaft 4.0 ins Leben gerufen“, so Hoffmeister-Kraut. Die Initiative ziele darauf auf, die Unternehmen im Land und ihre Beschäftigten branchenübergreifend bei der Digitalisierung zu unterstützen und den deutschen Südwesten als internationalen Premiumstandort für die digitalisierte Wirtschaft noch sichtbarer zu machen. Insbesondere der Mittelstand solle noch stärker beim Einstieg in das Thema Wirtschaft 4.0 und bei dessen Umsetzung gefördert werden, um seine Stellung als wichtiger Wirtschaftsfaktor und größter Arbeitgeber im Land auch in Zukunft zu sichern.

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news-52 Wed, 13 Sep 2017 11:55:26 +0200 Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau fördert Kompetenzzentrum des Elektro Technologie Zentrums Stuttgart https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/ministerium-fuer-wirtschaft-arbeit-und-wohnungsbau-foerdert-kompetenzzentrum-des-elektro-technologie/ Für das neue Kompetenzzentrum des Elektro Technologie Zentrums (etz) Stuttgart „Multimediale Lernwelten für Smart Working & Living“ übergab Katrin Schütz, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau, einen Förderbescheid über rund 360.000 Euro. Mit dem Innovationsfonds „Teaching4Future – Lehre digital“ werden Projekte umgesetzt, die neue und experimentelle Ansätze zur Verbesserung der Qualität von Studium und Lehre im Bereich des E-Learnings bieten. „Das Kompetenzzentrum ‚Multimediale Lernwelten für Smart Working & Living‘ ist ein absolutes Leuchtturm-Projekt“, so die Staatssekretärin. Die Kompetenzen und Qualifikationen der Erwerbstätigen müssen an die Veränderungen durch die Digitalisierung der Wirtschaft angepasst werden. Nur so kann die Beschäftigungsfähigkeit des Einzelnen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gesichert werden. „Durch das Kompetenzzentrum wird Digitalisierung konsequent in die berufliche Bildung gebracht. Das Land Baden-Württemberg unterstützt diesen Weg sehr gerne“, sagte Katrin Schütz weiter.

Das Kompetenzzentrum verfolgt das Ziel, Lernkonzepte und -arrangements für das Themengebiet „Smart Working und Smart Living“ aus dem Blickwinkel der Elektro- und Informationstechnik für die überbetriebliche Aus-, Fort- und Weiterbildung zu entwickeln. Diese Lernkonzepte und -materialien sollen die Vermittlung des Systemgedankens und die permanent fortschreitenden Technologieentwicklungen berücksichtigen. Ebenso soll auf die Anforderungen der zunehmend vernetzten Arbeits- und Lebensbereiche eingegangen werden.

Das Wirtschaftsministerium trägt mit seiner Förderung 25 Prozent der Kosten. Daneben beteiligen sich der Bund mit 50 Prozent und die Innung für Elektro- und Informationstechnik Stuttgart mit weiteren 25 Prozent. Die Innung macht damit einen großen Schritt zur Weiterentwicklung der elektro- und informationstechnischen Bildungsinfrastruktur.

Baden-Württemberg verfügt über ein flächendeckendes Netz überbetrieblicher Berufsbildungsstätten (ÜBS). Einzelne Berufsbildungsstätten werden zu Kompetenzzentren (KOMZET) weiterentwickelt. Dies erfordert einen fachlichen Schwerpunkt der ÜBS und ihre besondere Befähigung auf diesem Spezialgebiet. Die Kompetenzzentren kooperieren mit Wirtschaft, Hochschulen und Forschungsinstituten. Sie entwickeln praxisorientierte Qualifizierungsangebote für neue technologische Verfahren und beschleunigen dadurch den Transfer neuer Technologien und Verfahren in die betriebliche Praxis.

Das etz Stuttgart ist eine Aus- und Weiterbildungseinrichtung der Innung für Elektro- und Informationstechnik Stuttgart mit umfangreichen Bildungsangeboten. Die Bildungsstätte wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.

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news-51 Wed, 30 Aug 2017 11:20:00 +0200 Wirtschaftsministerium zieht positives Fazit bei Modellversuch Digitalisierungsprämie https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-zieht-positives-fazit-bei-modellversuch-digitalisierungspraemie/ „Die Digitalisierungsprämie ist ein absoluter Erfolg. Die große Nachfrage zeigt, dass wir mit unserem Ansatz richtig liegen, gerade die kleineren Unternehmen aus den unterschiedlichen Branchen bei der Umsetzung konkreter Digitalisierungsmaßnahmen zu unterstützen. Nach unseren bisherigen Erkenntnissen ist die Digitalisierungsprämie ein attraktives und bedarfsgerechtes Förderprogramm, das insbesondere digitale Neulinge dabei unterstützt, sich für die Herausforderungen der digitalen Welt zu rüsten“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 30. August 2017 in Stuttgart anlässlich der Beendigung des Modellversuchs. Der Modellversuch mit der Digitalisierungsprämie war am 10. Juli im Rahmen der „Initiative Wirtschaft 4.0“ des Wirtschaftsministeriums gestartet worden. Das Ministerium hatte dafür 2,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Bis Ende August wurden rund 250 Förderanträge gestellt.

Der Modellversuch hat sich an kleinere Unternehmen mit bis zu 100 Beschäftigten gerichtet. Sie konnten für Digitalisierungsmaßnahmen und Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit Zuschüsse von bis zu 10.000 Euro beantragen. Dabei konnte auch die digitale Qualifizierung von Beschäftigten gefördert werden.

Im nächsten Schritt werde nunmehr die Modellphase detailliert und gründlich ausgewertet. Zugleich würden die Vorbereitungen getroffen, damit die „Digitalisierungsprämie“ ab Anfang 2018 in geeigneter Form als reguläres Förderprogramm des Wirtschaftsministeriums starten könne, so Hoffmeister-Kraut.

In den laufenden Haushaltsberatungen werde nun geklärt, wieviel Haushaltsmittel 2018 und 2019 für die Digitalisierungsprämie zur Verfügung gestellt werden könnten.

Wie die Wirtschaftsministerin weiter ausführte, könne nach den ersten Auswertungen schon gesagt werden, dass die Digitalisierungsprämie tatsächlich branchenübergreifend angenommen worden ist. Darunter seien zahlreiche Anträge von Unternehmen aus dem Handwerk, der Bauwirtschaft und aus dem verarbeitenden Gewerbe. In mehr als der Hälfte der Anträge sei auch eine Förderung für Qualifizierungsmaßnahmen beantragt worden.

Die enorme Nachfrage nach den Fördermitteln zeige, dass die Digitalisierungsprämie sehr gut die Bedürfnisse der KMU in Baden-Württemberg treffe. Soweit bisher erkennbar sei es auch gelungen, den Bürokratieaufwand der Antragsteller bei der Förderung auf das notwendige Maß zu begrenzen. Das sei auch ein Verdienst der L-Bank, die die Digitalisierungsprämie abwickle.

„Nach dem großen Erfolg in der Modellphase wollen wir ab Januar 2018 die Digitalisierungsprämie neu auflegen. Unser klares Ziel ist es, dass unsere Unternehmen in den nächsten Jahren bei der Digitalisierung richtig durchstarten, damit sie auch weiterhin im Wettbewerb die Nase vorn haben. Das Land wird unseren Mittelstand dabei nach Kräften unterstützen,“ betonte Hoffmeister-Kraut.

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news-49 Tue, 29 Aug 2017 11:20:10 +0200 Halbe Milliarde Euro für digitale Infrastruktur und Supercomputer https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/halbe-milliarde-euro-fuer-digitale-infrastruktur-und-supercomputer/ Baden-Württemberg ist in Sachen Supercomputing bereits europaweit führend. Diese Position soll in den kommenden Jahren weiter gestärkt und ausgebaut werden. Dafür wird eine halben Milliarde Euro in die digitale Infrastruktur und Supercomputer investiert. „Spitzenforschung ist heute ohne Simulationsverfahren auf Höchstleistungs­rechnern nicht mehr denkbar. Höchstleistungsrechnen ist auch die Basis für innovative Produkte und Prozesse in den Schlüsselbereichen der Wirtschaft. Damit unsere Wissenschaft und unsere Wirtschaft im internationalen Wettbewerb auch in Zukunft vorne dabei sind, brauchen wir eine erstklassige IT-Infrastruktur für das Hoch- und Höchstleistungsrechnen. Baden-Württemberg ist in Sachen Supercomputing bereits europaweit führend. Diese Position wollen wir in den kommenden Jahren weiter stärken und ausbauen. Die Weichen dafür stellen wir heute - mit der Investition von einer halben Milliarde Euro in die digitale Infrastruktur und Supercomputer“, teilte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer im Höchstleistungsrechenzentrum an der Universität Stuttgart (HLRS) mit.  

Die Ministerin stellte die neue High-Performance Computing (HPC)-Landes­strategie vor. Gezeigt wurde zudem exemplarisch, welche Bedeutung das Höchstleistungsrechnen für Unternehmen, Städtebauer, Kriminalisten und Wissenschaftler hat und wie die digitale Infrastruktur und einmalige Rechenleistung in Anspruch genommen werden.

„Die Rechenleistung des baden-württembergischen Supercomputers Hazel Hen ist beeindruckend: Der Supercomputer ist etwa 100.000 mal so schnell wie einer unserer Laptops“, so die Ministerin. „Bei der so ausgestatteten Digitalisierung erwarte ich große Sprünge in der Art und Weise, wie wir produzieren und konsumieren, wie wir arbeiten und leben. Wissenschaft und Forschung kommt im Digitalisierungsprozess eine besondere Rolle zu“, betonte Bauer.

Die Verarbeitung großer Datenmengen mit Hilfe von Data Science ist heute die entscheidende Grundlage in vielen Bereichen wissenschaftlicher Forschung. „Unsere Landesstrategie für das Hochleistungsrechnen hilft Werkzeuge und Methoden zu entwickeln, die uns der Lösung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen näher bringen. Dabei sind Mobilitätsforschung und die Transformation der Automobilwirtschaft, Gesundheitsforschung, Klima- oder auch Energieforschung wesentliche Einsatzfelder“, betonte die Ministerin.

Forschung auf Spitzenniveau & innovationskräftige Wirtschaft

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus allen Wissenschaftsgebieten an allen Hochschulen sowie die Wirtschaft können die IT-Infrastrukturen des Landes nutzen. Die enorme Rechenleistung wird auch von der Filmbranche genutzt für die Bearbeitung komplexer Datenmengen, wie sie heute zum Beispiel bei aufwändigen Animationsfilmen üblich sind. Derzeit stellt allein das HLRS Rechenzeit für etwa 132 wissenschaftliche Projekte mit etwa 900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bereit. Weitere Rechenzentren in Karlsruhe (Steinbuch Center for Computing am KIT), Freiburg, Heidelberg/ Mannheim, Tübingen und Ulm stellen ihre landesweit nutzbare Rechenleistung zur Verfügung. „Unser Ziel ist eine exzellente Forschungsinfrastruktur für eine exzellente Wissenschaft und eine innovationskräftige Wirtschaft“, so Bauer. Als einziges deutsches Bundeshöchstleistungsrechenzentrum stellt das HLRS seine Rechenleistung und Expertise auch der Industrie – insbesondere dem Mittelstand – zur Verfügung.

Mittelstand hat Zugang zu führendem Zentrum für Simulationstechnologie

In der Wirtschaft hilft Simulation, neue Produkte zu entwickeln. So wird in der Automobil-Industrie Simulation beispielsweise für virtuelle Crashversuche eingesetzt, aber auch für schadstoffärmere und sparsamere Motoren – das hilft nicht nur Kosten zu senken, sondern schützt auch natürliche Ressourcen. Auch für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wird Simulation immer wichtiger, ob als Zulieferer in der Automobilindustrie oder als autonome Akteure mit inno­va­tiven Produkten in anderen Branchen auf dem Weltmarkt. „Wir verschaffen kleinen und mittelständischen Unternehmen Zugang zu Europas führendem Wissen­schafts­zentrum für Simulationstechnologie“, betonte Bauer. Die Rechen­leistung wird auch genutzt, um beispielsweise industrielle Öl- oder Gas-Kessel zu berechnen. In der Simulation werden erstmals Laserscans in großem Umfang berücksichtigt.

Virtuelle Stadtplanung mit Bürgerbeteiligung

Eine Stadt interaktiv im Maßstab eins zu eins erkunden und Planungen bereits vorab sichtbar machen – auch das ermöglicht die digitale Technologie. Im Projekt Reallabor Stadtquartiere 4.0 untersucht das HLRS gemeinsam mit Part­nern das Potenzial von virtuellen Stadtmodellen für die Stadtplanung mit Bürgerbeteiligung. Solche Modelle bilden auch die Grundlage für weitergehende Analysen und Simulationen - etwa von Verkehr oder der Ausbreitung von Schadstoffen. Im Reallabor wird ein virtuelles Modell der Stadt Herrenberg aufgebaut und in einem laufenden Planungsprojekt zur Entwicklung eines nachhaltigen Mobilitäts­kon­zepts eingesetzt.

Weiteres Einsatzfeld: Tatort-Rekonstruktion

Experten nutzen hochmoderne digitale Technologien und Anwendungen auch, um Tatorte mithilfe von Hochleistungsrechnern zu rekonstruieren. Digitale Unter­suchungs­daten von Tatorten werden beispielsweise unter Einsatz von drei­dimen­sionalen Scans in Simulationen verwandelt. Danach können Ermittler den virtu­ellen Tatort in Ruhe begehen, Spuren suchen und die Situationsbedingungen mit höherer Gewissheit nachvollziehen.

Landesstrategie in Baden-Württemberg international Vorbild

Mit seinem Konzept hat Baden-Württemberg auch eine internationale Führungsrolle übernommen. „Mit unserer Landesstrategie Hochleistungsrechnen sichern wir den Vorsprung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandortes Baden-Württemberg im nationalen und internationalen Wettbewerb“, betonte die Ministerin abschließend.

Finanzierung mit Partnern

Zur Finanzierung der Landesstrategie ist ein Gesamtvolumen in Höhe von 489,7 Millionen Euro über den Zeitraum 2017 bis 2024 angesetzt. Der Bund wird sich voraussichtlich mit rund 108 Millionen Euro beteiligen. Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet einen Beitrag von rund 175 Millionen Euro. Die Hochschulen im Land beteiligen sich mit rund 93 Millionen Euro an den Kosten. Der Landesanteil beträgt rund 113 Millionen Euro.

digital@bw - Beitrag des MWK

Die Landesregierung hat vor kurzem eine eigene Digitalisierungsstrategie digital@bw verabschiedet. Die Landesstrategie Hochleistungsrechnen ist neben Cyber Valley ein weiterer Beitrag des Wissenschaftsministeriums zur Digitalisierungsstrategie des Landes. Die HPC-Landes­strategie ist bun­des­weit einzigartig und wurde vom Wissen­schafts­rat und der Deutschen For­schungsgemeinschaft bereits als „beispielgebend und innovativ“ bewertet.

Forschungsinfrastruktur: Kluge Strategie

Die Hoch- und Höchstleistungs-Recheninfrastruktur Baden-Württembergs glie­dert sich pyra­midal in drei Leistungsebenen mit ansteigender Rechen­leistung. Ganz oben als internationale Spitze steht der Super­computer „Hazel Hen“, der für die komplexesten Rechen­opera­tionen reserviert ist und mit seinen fast 200.000 Rechenkernen bereits einen Weltrekord aufgestellt hat. Mit bis zu 7,4 Billiarden Rechenschritten pro Sekunde steht Hazel Hen für geballte Rechenkraft. Die darunter liegenden Recheneinheiten sind dezentral über die Hochschulen des Landes verteilt. Auf Ebene 2 steht das Steinbuch Center for Computing (SCC) als Hochleistungsrechenzentrum am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zur Verfügung. Auf Ebene 3 werden an vier Standorten in Freiburg, Heidelberg/Mannheim, Tübingen und Ulm Rechencluster für ausgewählte Fachdisziplinen betrieben. Die baden-württem­ber­gi­sche Landesstrategie umfasst  – das ist ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland – alle Ebenen des Hoch- und Höchstleistungsrechnens. 

Die Ebenen sind durchlässig und so organisiert, dass die von den Anwendern gestellten Anfragen immer von der Ebene beantwortet werden, die für das jeweilige Problem geeignet ist. Die Strategie funktioniert nach dem Subsidiaritätsprinzip. So werden die Kapazitäten auf allen Ebenen optimal ausgelastet. Die Rechenzeitvergabe erfolgt im wettbewerblichen Verfahren.

Supercomputer

Im Bereich Supercomputing spricht man heutzutage von Petaflops. Ein Petaflop bedeutet, dass ein Supercomputer eine Billiarde (1015) „floating point operations“ (mathematische Operationen) in einer Sekunde kalkulieren kann. Hazel Hen, der Supercomputer am HLRS, ist deutlich schneller und hat eine Höchstleistung von 7,42 Petaflops. Normale Rechner haben heutzutage weniger als 10 Kerne. Hazel Hen hat 185.088 Prozessorkerne, die in einer parallelen Architektur kombiniert sind. Im Moment steht der Rechner auf Platz 17 auf der Top500-Liste der schnellsten Rechner der Welt.

Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart

Das Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) der Universität Stuttgart wurde im Jahr 1996 als Deutschlands erstes Bundeshöchstleistungs­rechen­zentrum gegründet. Es bildet heute mit dem Jülich Supercomputing Centre und dem Leibniz Supercomputing Centre das Gauss Centre for Supercomputing, die nationale Institution für Supercomputing und steht nationalen Forschern sowie Wissenschaftlern aus ganz Europa zur Verfügung. Der HLRS Höchstleistungsrechner Hazel Hen ist der schnellste Supercomputer Deutschlands und einer der leistungs­fähigsten Rechner weltweit. Das HLRS unterstützt Wissenschaftler sowie Anwender aus der Industrie mit modernsten HPC-Technologien, Dienstleistungen und Support. Sein Schulungsprogramm bietet eine große Auswahl von Aus- und Weiter­bildungs­möglichkeiten für Wissenschaftler, Programmierer- und Systement­wicklern im Bereich HPC sowie aus der Industrie.

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news-48 Mon, 28 Aug 2017 13:25:26 +0200 Wirtschaftsministerium fördert Forschungsvorhaben zu innovativen Technologien im Sonderfahrzeugbau an der Universität Stuttgart https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-foerdert-forschungsvorhaben-zu-innovativen-technologien-im-sonderfahrzeugbau-a/ Im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft der Landesregierung fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg mit Mitteln der Landesinitiative Marktwachstum Elektromobilität ein Forschungsvorhaben zu innovativen Technologien im Sonderfahrzeugbau auf dem Vorfeld des Flughafens Stuttgart am Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart mit rund 400.000 Euro. „Die Digitalisierung und das autonome Fahren bieten auch vielfältige Chancen für den Sonderfahrzeugbau. Diese müssen die Sonderfahrzeughersteller in Baden-Württemberg nutzen. Mit der gezielten Stärkung der wirtschaftsnahen Forschung zum technologischen Kompetenzaufbau sowie zur Qualifizierung schaffen wir hervorragende Voraussetzungen für die oftmals kleinen und mittelständischen Unternehmen“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. Ziel sei es, vorwettbewerbliche Forschungs- und Entwicklungsarbeit für den Mittelstand zu ermöglichen, die sich an den konkreten Bedarfen der Unternehmen orientiert. Vor dem Hintergrund sich permanent verändernder Rahmenbedingungen spiele die Qualifizierung der Unternehmen eine entscheidende Rolle für den wirtschaftlichen Erfolg.

Die Vorteile der Digitalisierung und des autonomen Fahrens liegen hauptsächlich im Komfort- und Sicherheitsgewinn. Gerade der zuletzt genannte Aspekt ist auch auf dem Flughafenvorfeld von großer Bedeutung. Neben Komfort- und Sicherheitsgesichtspunkten kommt im Flughafenvorfeldeinsatz auch ein eminent wirtschaftlicher Aspekt hinzu. Durch den Einsatz autonomer Zugmaschinen ergeben sich hier pro Fahrzeug und Jahr Einsparpotentiale im hohen fünfstelligen Bereich.

„Für mittelständische Zugmaschinenhersteller im Sonderfahrzeugbau wird dann die Fähigkeit, entsprechende Produkte anbieten zu können, innerhalb kürzester Zeit zur Grundvoraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb werden“, so die Ministerin.

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news-45 Thu, 10 Aug 2017 16:35:41 +0200 Wirtschaftsministerium und Handwerkstag stellen Personal- und Strategieoffensive Handwerk 2025 vor https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/wirtschaftsministerium-und-handwerkstag-stellen-personal-und-strategieoffensive-handwerk-2025-vor/ Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Mit den gemeinsam entwickelten Maßnahmenpaketen werden wir das Handwerk im Land bei der Fachkräftesicherung, der Strategieorientierung und der Digitalisierung entscheidend unterstützen können.“ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und der Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Handwerkstages (BWHT), Oskar Vogel, haben am Donnerstag (10. August) in Stuttgart ein erstes Maßnahmenpaket vorgestellt, das innerhalb des Projekts „Dialog und Perspektive Handwerk 2025“ zur Zukunftssicherung des Handwerks im Südwesten entwickelt wurde.

„Unser Handwerk ist mit gut 93 Mrd. Euro jährlichem Umsatz, rund 133.000 Betrieben, in denen 780.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 48.000 Auszubildende arbeiten, die ‘Wirtschaftsmacht von nebenan’ und ein zentraler Faktor der ökonomischen Leistungskraft im Land. Diese zentrale Rolle im Wirtschaftsleben Baden-Württembergs soll das Handwerk auch in Zukunft behalten. Mit den jetzt gemeinsam entwickelten Maßnahmenpaketen werden wir das Handwerk entscheidend dabei unterstützen, sich bei der Fachkräftesicherung, der Strategieorientierung und der Digitalisierung gut positionieren zu können“, sagte Ministerin Hoffmeister-Kraut. Insgesamt plane das Wirtschaftsministerium, dafür ein Fördervolumen von 4,4 Mio. Euro bis 2019 bereitzustellen.

Ziel des dialogorientierten Projekts sei es gewesen, angesichts der derzeitigen guten konjunkturellen Lage im Handwerk Vorsorge zu treffen und Herausforderungen, Chancen und Potenziale für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung des baden-württembergischen Handwerks in den nächsten zehn Jahren näher zu beleuchten, so die Ministerin. Hoffmeister-Kraut: „Gerade weil unsere Handwerksbetriebe zurzeit volle Auftragsbücher haben, fällt es ihnen nicht immer leicht, sich mit den Herausforderungen von Digitalisierung, demographischem Wandel, Fachkräfte- und Nachfolgeproblematik angemessen auseinanderzusetzen und sich bietende Chancen zu nutzen. Es ist deshalb gemeinsame Aufgabe von Land und Handwerksorganisationen, hier Unterstützung zu leisten.“

„Im Fokus stand für uns, keine Studie für die Schublade zu generieren, sondern so konkret, betriebs- und praxisnah wie möglich Unterstützung für die Zukunft des baden-württembergischen Handwerks zu bieten“, ergänzte Hauptgeschäftsführer Oskar Vogel aus Sicht des Handwerkstags. Auf Basis einer umfassenden Struktur- und Bestandsanalyse der Ausgangssituation des Handwerks in Baden-Württemberg auch im bundesweiten Vergleich sei in einem umfassenden Dialogverfahren unter Einbindung der Handwerksorganisationen sowie vieler Betriebsinhaberinnen und -inhaber ein umfangreicher Katalog entstanden, der Handlungsfelder aufzeige, denen sich Handwerksbetriebe im Zuge aktueller Megatrends gegenübersähen, so Vogel.

In einem weiteren Schritt hätten Expertengruppen aus Vertretern der Handwerksorganisationen, des Wirtschaftsministeriums sowie der Wissenschaft konkrete Maßnahmen für Betriebe und Handwerksorganisationen sowie für die Handwerks- und Mittelstandspolitik im Land abgeleitet. Ein erstes Paket besteht aus einer „Personaloffensive“ sowie einer „Strategieoffensive“. Auf beide entfallen rund 2,2 Mio. Euro der Förderung des Wirtschaftsministeriums bis 2019.

 

„Personaloffensive Handwerk 2025"

Ausgangspunkt für die Personaloffensive ist der Befund, dass zwei Drittel der im Handwerk Ausgebildeten diese im Laufe ihres Berufslebens verlassen. Oskar Vogel: „Dieser Befund zeigt uns, dass sich das Handwerk als Arbeitgeber attraktiver machen muss.“ Es gehe dabei um Nachwuchskräfte- und Fachkräftegewinnung, Personalentwicklung, Wissensmanagement, Mitarbeiterbeteiligung und damit letztlich auch um Mitarbeiterbindung und auch Nachfolgefragen.

Die Personaloffensive sieht daher vor, als Modellprojekt bis zu acht Personalberaterstellen bei den Handwerkskammern zu schaffen, um die Betriebe bei der Umsetzung von Maßnahmen der Personalentwicklung, der Nachwuchs- und Mitarbeitersuche und Nachfolgeplanung zu begleiten und einen Instrumentenkasten für die Betriebe hierzu entwickeln. Die Personalberater sollen noch im Herbst 2017 ihre Tätigkeit aufnehmen. Die entsprechenden Förderanträge haben alle acht Handwerkskammern bereits gestellt. Begleitend wird die Einrichtung einer digitalen Informations- und Wissensplattform rund um das Thema Personal vorbereitet sowie die Entwicklung und Förderung attraktiver Veranstaltungsformate zur Sensibilisierung und Information der Betriebe vorgesehen. Ergänzendes Coaching zum Thema Personal mit einer Verbilligung des Tagewerksatzes bei der Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (BWHM), runden die Personaloffensive ab.

 

„Strategieoffensive Handwerk 2025“

Oskar Vogel: „Unsere Struktur- und Bestandsanalyse hat ein erhebliches Strategiedefizit der Betriebe festgestellt und damit die Anforderung an die Handwerksorganisationen verbunden, verstärkt die Funktion einer strategischen Stabsstelle für die Betriebe zu übernehmen.“ Mit der Strategieoffensive solle daher das Themenfeld der Strategischen Betriebsführung verstärkt in die Betriebe im Land getragen werden.

Gefördert wird deshalb die Einrichtung einer Projektleitung „Zukünftige Strategien und Geschäftsmodelle im Handwerk“ beim Handwerkstag. Diese soll Zukunftsthemen, Technologie- und Marktentwicklungen für die einzelnen Gewerke erkennen und über eine enge Kooperation mit den Betriebsberatern der Kammern und der Fachverbände für den Transfer in die Betriebe sorgen. Daneben werde es Coaching-Angebote mit einer Verbilligung des Tagewerksatzes bei der Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (BWHM) geben, um Betriebe direkt bei der Umsetzung zu unterstützen.

 

„Digitaloffensive Handwerk 2025“

Neben der Personal- und Strategieoffensive Handwerk 2025 sollen bis zum Jahresende im nächsten Schritt auch Maßnahmen in den Themenfeldern Digitalisierung, Innovation und Kooperation zu einem weiteren Paket verknüpft werden.

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Die Digitaloffensive wird eng mit unserer Initiative Wirtschaft 4.0 und ihren Unterstützungs- und Informationsangeboten wie bspw. die Digitalisierungsprämie verknüpft. Damit schaffen wir aufeinander aufbauende und abgestimmte Angebote zur Unterstützung von Mittelstand und Handwerk, angefangen von niederschwelliger Information und Sensibilisierung über eine Erstberatung bei Beratern der Kammern bis hin zu einer umfassenden und intensiven konzeptionellen und strategischen Umsetzungsbegleitung.“

Begleitend seien die Förderung von Digital-Werkstätten zur Erprobung und Demonstration neuer digitaler Anwendungsmöglichkeiten im Handwerk, eine modellhafte Übertragung „digitaler Innovationspfaden“ in die Bildungszentren des Handwerks sowie die modellhafte Einrichtung der ersten „Lernfabrik 4.0“ für das Handwerk vorgesehen.

„Handwerk 2025 ist ein Zukunftsprojekt, das wir sukzessive weiterverfolgen und umsetzen. Wir werden das Handwerk im Land damit entscheidend unterstützen können“, zeigte sich Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut überzeugt. Personal- und Strategieoffensive Handwerk 2025 seien dafür erste wesentliche Meilensteine.

 

Weitere Informationen:

Die Kurz- und Langfassung der Struktur- und Bestandsanalyse „Handwerk 2025“ sowie des im Dialogprozess entwickelten Strategiekonzepts sind als Download erhältlich unter: https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/publikationen/

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news-44 Tue, 08 Aug 2017 16:19:00 +0200 Technologiebeauftragter stellt Handlungsfelder zur Sicherung des Innovationsstandorts vor https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/technologiebeauftragter-stellt-handlungsfelder-zur-sicherung-des-innovationsstandorts-vor/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und der Technologiebeauftragte der Landesregierung, Professor Dr.-Ing. Wilhelm Bauer, haben am Dienstag (8. August) in Stuttgart das kurz- und mittelfristig geplante Arbeitsprogramm des Technologiebeauftragten vorgestellt. Dieses basiert auf neun Handlungsfeldern, die Bauer als relevant für die Sicherung und Weiterentwicklung des Innovationsstandorts Baden-Württemberg identifiziert hat. „Das Arbeitsprogramm von Prof. Bauer enthält Vorschläge zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Innovationen, zur Ausrichtung der Innovationsförderung, zur Stärkung des Technologietransfers und zur Weiterentwicklung technologiepolitischer Zielsetzungen für das Land“, so Ministerin Hoffmeister-Kraut.

Sie erinnerte in diesem Zusammenhang an die Herausforderungen, die das Land auch mit Hilfe von Impulsen des Technologiebeauftragten als unabhängigem Experten anpacken wolle. „Baden-Württemberg liegt mit seiner Innovationsfähigkeit zwar vorn, aber andere holen kontinuierlich auf. Zugleich ist es für den Mittelstand auch in Baden-Württemberg schwieriger geworden, bei Forschung und Entwicklung mit den großen Unternehmen Schritt zu halten. Wir müssen vor allem die Innovationskraft unseres starken Mittelstands weiter verbessern, um führende Innovationsregion in Europa zu bleiben“, sagte die Ministerin. Hinzu kämen Digitalisierung oder veränderte Mobilitätsformen als neue und zusätzliche Herausforderungen für das Innovationsgeschehen. Hoffmeister-Kraut: „Wir brauchen zudem eine klare Strategie, wie wir – neben unseren Stärken zum Beispiel im Bereich Automobil- oder Maschinenbau – mit wichtigen technologischen Zukunftsthemen umgehen, wenn wir sie nicht anderen überlassen wollen.“

Weiterentwicklung der Innovationsstrategie des Landes
Sie habe Prof. Bauer daher gebeten, auch die Innovationsstrategie des Landes weiterzuentwickeln, um herauszuarbeiten, wie Baden-Württemberg auch künftig technologie- und innovationspolitisch seinen Spitzenplatz verteidigen und weiter ausbauen könne. Sie rechne bis Anfang kommenden Jahres mit ersten Vorschlägen, mit denen die Landesregierung weiterarbeiten könne, so Hoffmeister-Kraut.

„Innovationswerkstatt Baden-Württemberg“
Der Technologiebeauftragte hat in seinem Arbeitsprogramm jedoch auch erste konkrete Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Innovations- und Technologietransfersystems entwickelt, die kurzfristig starten werden. Dies ist zum einen das Projekt „Innovationswerkstatt Baden-Württemberg“, für das vom Wirtschaftsministerium rund 1 Million Euro bereitgestellt wird und das im September startet. Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut: „Mir war es sehr wichtig, dass wir mit unseren Projekten in die breite Fläche des Landes gehen. Und dass wir dabei nicht von einer Holschuld der Unternehmen ausgehen, sich über technologische Entwicklungen und deren Umsetzung zu informieren, sondern dass wir Unternehmen dort abholen, wo sie sich momentan befinden. Wir wollen also ‘Klinken putzen’ und leisten aufsuchende Hilfe.“

Das Projekt Innovationswerkstatt dient dazu, Unternehmen durch niederschwellige und ortsnahe Angebote für Innovationen aufzuschließen und sie mit geeigneten Partnern für Innovationskooperationen zusammenzubringen. Das Vorhaben wird modellhaft in den Pilotregionen Ostwürttemberg und Ortenau erprobt und im Hinblick auf eine landesweite Verbreitung evaluiert. Ein wesentliches Element des Projekts Innovationswerkstatt ist die Einrichtung von Pop-Up-Innovationslaboren, die auf Zeit an verschiedenen Standorten aufgebaut werden, um kleine und mittlere Unternehmen mit Themen des Innovationsmanagements und der Digitalisierung in Kontakt zu bringen.

Prof. Dr. Bauer dazu: „Im Rahmen des Projekts werden dezentrale und zeitlich begrenzte Lern- und Experimentierräume eingerichtet, in denen aktuelle Methoden und Werkzeuge des Innovationsmanagements vermittelt und erprobt werden. Damit werden die Unternehmen dazu befähigt, sich agil auf technologische Veränderungen einzustellen und die Chancen einer Wirtschaft 4.0 zu nutzen.“ Darüber hinaus sehe das Projekt vor, dass Experten Unternehmen ganz gezielt ansprächen, berieten und Innovationskooperationen mit geeigneten Partnern initiierten, so Bauer.

Technologietransferlandkarte
Die Ministerin hob als weitere Maßnahme, die der Technologiebeauftragte entwickle und die den Unternehmen in Kürze zur Verfügung stehe, eine Technologietransferlandkarte hervor. Hoffmeister-Kraut: „Die Technologietransferlandkarte dient dazu, angesichts eines Angebots von ca. 1.500 Einrichtungen, die sich in Baden-Württemberg am Technologietransfer beteiligen, Transparenz gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen herzustellen und ihnen den Zugang zu bestehenden Unterstützungsangeboten zu erleichtern. Denn gerade diese Vielzahl der verschiedenen Angebote macht es den Unternehmen oft schwer, die für sie passende Unterstützung zu finden.“

Prof. Bauer: „Die Karte wird einen Überblick über Einrichtungen, Themen und Transferformate in Baden-Württemberg geben. Bis Ende des Jahres wird ergänzend ein IT-gestützter Prozess aufgesetzt, der die Informationen stetig automatisiert aktualisiert und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellt.“

Mit Blick auf das gesamte von Prof. Bauer vorgestellte Paket betonte Ministerin Hoffmeister-Kraut, sie sei sicher, dass das Arbeitsprogramm wichtige Weichenstellungen für die künftige Technologie- und Innovationspolitik setzen könne.

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news-41 Fri, 14 Jul 2017 14:52:00 +0200 Start der neuen Gründungsoffensive „Start-up BW“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/start-der-neuen-gruendungsoffensive-start-up-bw/ Großer Start-up-Gipfel des Landes auf der Neuen Messe Stuttgart mit über 2.600 Teilnehmern – Start der neuen Gründungsoffensive „Start-up BW“. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut haben am 14. Juli 2017 auf dem Start-up-Gipfel Baden-Württemberg mit über 2.600 Teilnehmern den Startschuss für die neue Gründungsoffensive des Landes unter dem Titel „Start-up BW“ gegeben. „Nirgendwo sonst werden jetzt schon mehr Patente pro Einwohnerin und Einwohner angemeldet als in Baden-Württemberg. Nirgendwo sonst wird – gemessen am Bruttoinlandsprodukt – so viel in Innovationen investiert. Und nirgendwo sonst arbeitet ein so hoher Anteil der Beschäftigten in forschungsintensiven Industriezweigen“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann am 14. Juli 2017 in Stuttgart im Rahmen des Start-up-Gipfels BW. „Mutige Gründerinnen und Gründer haben unser Land zu dem gemacht, was es heute ist: Zur Heimat des Mittelstands, der Weltmarktführer, der Hidden Champions und der Weltunternehmen. In Sachen Start-ups ist Baden-Württemberg jedoch noch so etwas wie eine unterbewertete Aktie, ein Geheimtipp – doch morgen schon das Wachstumsland schlechthin. Mit der Kampagne ,Start-up BW‘ bündelt die Landesregierung nun ihre Fördermaßnahmen für Start-ups und ergreift Maßnahmen, die unsere Start-ups noch stärker machen.“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Das überwältigende Interesse an unserem Start-up-Gipfel belegt eindrucksvoll: Baden-Württemberg entwickelt sich zu einem selbstbewussten Gründerland und hat schon heute eine vielschichtige Start-up-Szene, mit der wir zuversichtlich in die Zukunft blicken können. Wir können es uns in Zeiten der digitalen Transformation nicht leisten, dass erfolgsversprechende und innovative Geschäftsideen in der Frühphase scheitern. Mit ,Start-up BW‘ professionalisieren wir unsere Gründungsförderung – von der Schule über Acceleratoren und Finanzierung bis zur Existenzfestigung junger Unternehmen. Wir sind ein Gründungsland mit Tradition und Impulsgeber für die Start-up-Szene der Zukunft. Unsere Landeskampagne ,Start-up BW' kommt genau zur richtigen Zeit.“

Die Landeskampagne Start-up BW

„Das Start-up-Land Baden-Württemberg lässt sich nicht mit Berlin oder Hamburg vergleichen. Wir haben von Mannheim bis zum Bodensee ganz unterschiedliche Start-up-Szenen mit völlig verschiedenen Branchen- und Technologieschwerpunkten. Unser Schwerpunkt liegt auf Business to Business-Geschäftsmodellen. Hier sind wir national die Nr. 1 und können uns auch international sehen lassen“, erläuterte Hoffmeister-Kraut. Zentrale Aufgabe der neuen Landeskampagne Start-up BW sei es deshalb, die regionalen Start-up-Landschaften und die Stärken Baden-Württembergs insgesamt als Start-up-Standort verstärkt zu bündeln und dessen Attraktivität national wie international sichtbarer zu machen.

Hierzu hat das Wirtschaftsministerium eine neue Internetplattform – www.startupbw.de – entwickelt, die nach der Sommerpause zweisprachig, deutsch und englisch, sein wird. „Start-up BW“ wird in äußerst kompakter Form die Landschaft der regionalen Ökosysteme und aller gründungsrelevanten Einrichtungen abbilden. Dabei geht es um eine transparente Gesamtschau und um eine treffsichere Navigation zum richtigen Netzwerkpartner, Start-up, Finanzier, Corporate oder Mittelständler.

,Start-up BW‘ beinhaltet darüber hinaus ein Maßnahmenpaket, mit dem die Start-up-Aktivitäten im Land auf vielfältige Weise gefördert werden (siehe Anlage). „Ein wesentlicher Baustein unserer neuen Gründungsoffensive ist die Förderung von sechs Start-up BW Acceleratoren. Diese technologie- oder branchenspezifischen Zentren sollen Geschäftsmodelle von innovativen Start-ups professionalisieren und beschleunigen, indem mit interdisziplinärer Expertise von der Finanzierung über Beratung bis zum Arbeitsplatz ein ideales Start-up-Umfeld geboten wird“, sagte die Ministerin. Zur Finanzierung des laufenden Betriebs von sechs Vorhaben stellt das Wirtschaftsministerium in einer ersten Runde aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds - ESF sowie aus Landesmitteln über 5,1 Millionen Euro für eine Laufzeit von drei Jahren zur Verfügung.

Details zum Start-up-Gipfel

Beim Start-up-Gipfel BW trafen über 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den Reihen von Großindustrie und Mittelstand mit weit über 1.200 Gründerpersonen zusammen. Mit dabei waren außerdem Start-up-Finanzierer, Gründungsexpertinnen und -experten aus Kammern, Verbänden und öffentlicher Hand, Manager von Acceleratoren, Inkubatoren, Co-Working-Spaces, Hubs, Boot Camps sowie Gründer- und Technologiezentren, um sich innerhalb der Start-up-Community Baden-Württemberg noch besser zu vernetzen. Im Mittelpunkt der ganztätigen Veranstaltung stand es, Kontakte zu knüpfen, Kooperationen und Finanzierungen anzubahnen sowie Erfahrungen auszutauschen.

Um die Vielfalt der baden-württembergischen Start-up-Landschaft sichtbar zu machen, präsentierten sich in Halle 5 der Landesmesse die derzeit neun Start-up-Regionen des Landes mit Netzwerkpartnern und einer Auswahl ihrer aktuellen Start-ups. Dort fanden jeweils auch Kurzpräsentationen der Gründerinnen und Gründer sowie der regionalen Start-up-Netzwerke, Gründerzentren oder Venture-Fonds statt. Insgesamt waren auf dem Gipfel 180 Start-ups und rund 220 Netzwerkpartner vertreten.

Darüber hinaus standen auf einer zehnten Insel über 30 Landeseinrichtungen und Landesinitiativen Rede und Antwort, die mit branchenspezifischem Know-how, mit Beratungserfahrung, Zuschussprogrammen und Finanzierungsangeboten Start-ups unterstützen. Auf einem „Playground“ konnten Start-up-Produkte, made in Baden-Württemberg, getestet werden: von Virtual Reality-Anwendungen bis zu Bike-Innovationen. Das Programm des Start-up-Gipfels wechselt zwischen der Hauptbühne und den Programmen der zehn Inseln.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Rede des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann zum Start-up-Land Baden-Württemberg. Danach folgte ein Interview mit Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, in der die neuen Maßnahmen der Landeskampagne „Start-up BW“ beleuchtet wurden. In späteren Veranstaltungsblöcken werden die Start-up-Angebote der Privatwirtschaft wie Code_n von der GFT, der Innovationscampus der EnBW oder die Start-up Autobahn von Daimler ebenso vorgestellt wie neue Venture Capital Angebote des Landes und der Börse Stuttgart. Ferner präsentieren sich die Sieger der jüngsten Gründerwettbewerbe mit ihren Geschäftsideen.

Ab 17.00 Uhr wird im grünen Innenhof der Messe eine bunte Start-up-Party mit Musik und weiteren Gründerpitches geboten. Die Organisation hat mit großem Engagement der Verein Startup Stuttgart e. V. übernommen.

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Presse
news-40 Wed, 12 Jul 2017 14:47:00 +0200 Förderung von Forschungsprojekt „Materialkenndaten 4.0“ https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/foerderung-von-forschungsprojekt-materialkenndaten-40/ Das Wirtschaftsministerium fördert das Forschungsprojekt „Materialkenndaten 4.0“ der DITF Denkendorf mit rund 1,0 Millionen Euro. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg fördert die Durchführung des Forschungsprojekts „Materialkenndaten 4.0“ unter anderem mit dem Ziel, ein anwendungsorientiertes Informationsportal aufzubauen. Um Schlüsseldaten zu Faserverbundwerkstoffen beim Automobilbau sowie in der Luft- und Raumfahrttechnik experimentell und virtuell zu generieren, erhalten die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung (DITF) in Denkendorf 1.023.767 Euro.

„Die wirtschaftsnahe Forschung außerhalb der Universitäten trägt erheblich zur Stärkung der Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit gerade der kleinen und mittelständischen Unternehmen im Land bei. Mit der Forschungsförderung  schaffen wir die wesentliche Voraussetzung für einen erfolgreichen Technologietransfer in Baden-Württemberg. Mit dem Projekt tragen wir dazu bei, Ressourcen einzusparen, Faserverbundwerkstoffe zu recyceln und deren Einsatzmöglichkeiten insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen zu verbessern“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute in Stuttgart.

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden Materialkennwerte für die zukunftsträchtigen Hochleistungsfaserwerkstoffe generiert, da Materialkennwerte eine wichtige Voraussetzung für die Festlegung von Normen und Standards sind. Expertinnen und Experten sind der Meinung, dass diese Werkstoffe derzeit noch weit hinter ihren Einsatzmöglichkeiten zurückbleiben. Ziel des Projekts ist der Aufbau eines anwendungsorientierten Informationsportals. „Mit dem geförderten Projekt wird die Hochleistungsfaserkompetenz der DITF weiter ausgebaut. Es trägt dazu bei, die nationale und internationale Sichtbarkeit der DITF bei diesem Zukunftsthema auszubauen“, so Hoffmeister-Kraut weiter.

Weitere Informationen

Die DITF sind das deutsche Kompetenzzentrum für alle textilen Fragestellungen. Durch die Kombination von Textilchemie und textiler Verfahrenstechnik unter einem Dach bieten die Institute ganzheitliche Problemlösungen entlang der gesamten textilen Kette von der Faserherstellung und -aufbereitung bis zur Erzeugung und Veredelung textiler (Ober-)Flächen an.

Besondere Aufmerksamkeit erfahren die DITF aktuell bei ihren Forschungsarbeiten im Bereich der Faserforschung, wo sich die DITF aktuell zu einem Kompetenzzentrum für Hochleistungsfasern auf Carbon- bzw. Keramikbasis entwickelt haben. Da bei der Herstellung und Verarbeitung dieser Fasern in hohem Maße textiles Know-How gefragt ist, bieten die DTIF mit ihren Kernkompetenzen unter dem Motto „vom Molekül bis zum Produkt“ ideale Voraussetzungen für die Umsetzung dieses hochinnovativen Prozesses. Hochleistungsfasern finden Anwendung in allen Bereichen, in denen Gewichtseinsparung bei gleichzeitig höchster Belastung eine Rolle spielt. Zielgruppen der DITF sind daher schon lange nicht mehr nur Unternehmen der klassischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Mit innovativen textilen Produkten wie neuartigen Biomaterialien für die Wundversorgung erschließen die DITF für die Textilbranche neue Absatzmärkte im Gesundheitswesen. Aber auch im Bereich der Umwelt- und der Oberflächentechnik ermöglichen die Entwicklungen der DITF den Ersatz konventioneller Materialien durch textile Produkte.

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Presse
news-38 Thu, 06 Jul 2017 13:00:00 +0200 Neuer Wagniskapitalfonds des Landes geht an den Start https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/neuer-wagniskapitalfonds-des-landes-geht-an-den-start/ „Junge innovative Unternehmen verkörpern die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Baden-Württemberg. Sie sind die Voraussetzung für einen erfolgreichen Mittelstand von morgen, der maßgeblich dazu beiträgt, Wohlstand und Arbeitsplätze im Land zu sichern. Start-ups müssen aber finanziell in der Lage sein, ihre Ideen zu verwirklichen, mit innovativen Produkten und Dienstleistungen am Markt zu starten und zu wachsen. Mit unserem neuen Wagniskapitalfonds leisten wir hierzu einen entscheidenden Beitrag. Denn Venture Capital ist ein starker Innovationstreiber“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Donnerstag (6. Juli) in Stuttgart bei der offiziellen Vorstellung des neuen Fonds, den das Ministerium gemeinsam mit der L-Bank auf den Weg gebracht hat. „Der neue Landesfonds ist ein wichtiger Baustein in unserer neuen Start-up-BW-Kampagne des Landes und national wie international ein starkes Signal für den Start-up-Standort Baden-Württemberg. Wir schließen damit die Wagniskapital-Lücke bei innovativen und wachstumsorientierten Start-ups. Klar ist aber auch, dass wir hier erst am Anfang stehen und weitere Schritte folgen müssen, um Baden-Württembergs Attraktivität als Start-up-Standort noch weiter zu steigern. Unser Ziel ist es, Baden-Württemberg und einer der gründungsfreundlichsten Regionen Europas zu machen“, so Hoffmeister-Kraut: In diesem Zusammenhang verwies die Ministerin auch auf den bevorstehenden Startup-Gipfel am 14. Juli auf der Neuen Messe in Stuttgart, bei dem die neue Gründungsoffensive des Landes präsentiert werde.

Der Wagniskapitalfonds wurde unter Federführung des Wirtschaftsministeriums von der L-Bank ein Wagniskapitalfonds mit einem Zielvolumen von 50 Mio. Euro konzipiert, in dem die L-Bank als Ankerinvestor agiert und Kapital aus der Privatwirtschaft eingesammelt wird. „Wir freuen uns, dass mit dem Abschluss der ersten Zeichnungsrunde mit 22 Millionen Euro bereits fast die Hälfte des Zielvolumens eingesammelt wurde“, erklärte die Ministerin. Mit diesem Fondsvolumen seien voraussichtlich zwischen 15 und 20 Investments möglich. Da diese Investments meist im Rahmen einer Konsortialfinanzierung erfolgten und andere private Investoren Teil dieser Finanzierungsrunden seien, könnten voraussichtlich 100 Mio. Euro an Investitionen für Start-ups in Baden-Württemberg mobilisiert werden. „Wir brauchen eine neue Risikokultur, um im internationalen Innovations-Wettbewerb bestehen zu können“, betonte die Ministerin.

Damit ein Start-up erfolgreich wachsen könne, benötige es eine passende Finanzierung. Hoffmeister-Kraut: „Kreditfinanzierungen sind hier oftmals aufgrund fehlender Sicherheiten nicht geeignet. Wir haben analysiert, dass gerade in der Wachstumsphase ein Bedarf an Risikokapital besteht. Der neue Wagniskapitalfonds LEA Venturepartner soll in technologiestarke Unternehmen in der Wachstumsphase investieren. L-Bank und LEA Partners haben mit dem LEA Mittelstandspartnerfonds gezeigt, dass sie erfolgreich private Investoren für einen Fonds gewinnen können. Daher haben wir gemeinsam mit der L-Bank und LEA Partners den Wagniskapitalfonds LEA Venturepartner aufgelegt.“ Der Fonds passe perfekt zwischen die schon am Markt befindlichen Frühphasen-Produkte des Landes, wie dem Seedfonds BW und dem VC-Fonds BW sowie dem seit einem Jahr aktiven LEA Mittelstandspartner-Fonds.

Das Konzept für den neuen Fonds zeichne sich insbesondere dadurch aus, dass die eingesetzten fünf Millionen Euro Haushaltsmittel mehrfach gehebelt würden: Durch die L-Bank und dann durch das erforderliche Engagement privater Wagniskapitalgeber. Für jeden Euro Haushaltsmittel erhielten die Start-up-Unternehmen damit weitere 20 Euro Wagniskapital.

„In Baden-Württemberg sollen gute Ideen die passenden Finanzierungen erhalten – das ist unser Ziel als Förderbank“, sagte Dr. Axel Nawrath, Vorsitzender des Vorstands der L-Bank. Hierzu gehöre, trotz des bundesweit volumenstärksten und besten Darlehens- und Bürgschaftssystem in der Gründungsförderung durch L-Bank und Bürgschaftsbank, so Dr. Axel Nawrath, dass neue Geschäftsmodelle und -entwicklungen auf ihre Bedürfnisse ausgerichtete Finanzierungsprodukte bekommen. „Wenn sich die Risikokultur ändern soll, dann müssen auch wir vorangehen und unsere VC-Produkte anpassen – auch um noch stärker Risikokapital aus der Privatwirtschaft zu mobilisieren. Der Fonds ist auf eine frühphasige Wachstumsfinanzierung ausgerichtet. Bei den Branchen haben wir die baden-württembergischen Cluster und Innovationsfelder im Blick. Die technologische Ausrichtung kann man mit dem Begriff „Deep-Tech“ umschreiben – also technologische Entwicklungen, die nicht direkt als Produkt sichtbar werden. Im Fokus stehen also bspw. Artificial Intelligence, Augmented & Virtual Reality, Robotics und Industrial Internet of Things. Aber auch Digital Health können wir uns vorstellen“, erläuterte der Vorsitzende des Vorstands der L-Bank.

Wie schon der LEA Mittelstandspartner wird auch der LEA Venturepartner von der Fondsmanagementgesellschaft LEA Partners betreut. Sebastian Müller, Geschäftsführer von LEA Partners, erläuterte: „Das Besondere am Ansatz von LEA Partners ist, dass zum Kapital auch unternehmerische Erfahrung beigesteuert wird. Der Fonds agiert als aktiver, unternehmerischer Investor, in dem die jungen Unternehmen nicht nur eine Eigenkapitalfinanzierung erhalten, sondern auch Unterstützung durch unternehmerisches Know-how. Wir sind dafür mit einem breiten Netzwerk unterwegs, um die Stärken des baden-württembergischen Ökosystems für Start-ups noch besser nutzbar zu machen.“

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news-37 Fri, 30 Jun 2017 19:17:30 +0200 Drei Initiativen zum Schwerpunktthema „Digitalisierung“ erfolgreich eingebracht https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/drei-initiativen-zum-schwerpunktthema-digitalisierung-erfolgreich-eingebracht/ Baden-Württemberg hat bei Wirtschaftsministerkonferenz drei Initiativen zum Schwerpunktthema „Digitalisierung“ erfolgreich eingebracht. Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut: „Damit die Chancen der Digitalisierung in den verschiedenen Branchen genutzt werden können, brauchen wir klare und verlässliche Standards“ Baden-Württemberg hat sich im Rahmen der diesjährigen Wirtschaftsminister-konferenz mit drei Initiativen zum Schwerpunktthema „Digitalisierung“ erfolgreich eingebracht. Dabei war ein zentrales Anliegen, die Standardisierung stärker voran zu treiben. „Damit die Chancen der Digitalisierung in den verschiedenen Branchen auch genutzt werden können, brauchen wir klare und verlässliche Standards. Standardisierungsprozesse auf europäischer und internationaler Ebene müssen koordiniert werden. Bund und Länder sollten sich daran aktiv beteiligen“, so Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am Freitag (30. Juni 2017).

„Für die Baubranche ist die Digitalisierung eine große Chance – eine Chance für mehr Transparenz, Effizienz und Planungssicherheit. Die Bauwirtschaft ist eine Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft – wir dürfen den Anschluss hier auf keinen Fall verpassen“, sagte Hoffmeister-Kraut im Anschluss an die einstimmige Fassung eines von ihr eingebrachten Beschlussvorschlags, mit dem sich die WMK erstmalig mit diesem Thema befasste.

Zentrales Schlagwort im Zusammenhang mit der Digitalisierung von Planung, Bauausführung und Bauwerksbetrieb ist Building Information Modeling (BIM), eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden (Definition der planen-bauen 4.0 Gesellschaft zur Digitalisierung des Planens, Bauens und Betreibens mbH). Hoffmeister-Kraut: „BIM bedeutet Kooperation und Interdisziplinarität und eröffnet als ganzheitlicher Ansatz neue Potentiale für ein intelligentes und ressourcenschonendes Bauen.“ Die digitale Transformation bedeute gleichzeitig eine enorme Herausforderung insbesondere für die kleinen und mittleren Akteure in der mittelständisch geprägten Baubranche.

„Die digitale Transformation von Planung, dem Bau und dem Betrieb von Bauwerken ist ein sehr umfangreiches und komplexes Unterfangen. Es bedarf klarer Regeln und Standards sowie eine an den digitalen Möglichkeiten orientierte Weiterentwicklung des Aus- und Weiterbildungsangebots. Um die Branche hierbei angemessen zu unterstützen, müssen Bund und Länder zusammenarbeiten. Mit dem heute gefassten Beschluss haben wir die Diskussion darüber, wie diese Zusammenarbeit aussehen könnte, gestartet“, so die Wirtschaftsministerin.

Auf Initiative des Landes Baden-Württemberg fasste die WMK zudem einstimmig einen Beschluss, sich verstärkt der Themenstellung zu widmen, wie sektorübergreifende Wertschöpfungsnetzwerke in Deutschland durch die Digitalisierung gestärkt und beschleunigt werden können. „Damit haben wir die Diskussion in der WMK darüber eröffnet, mit welcher Strategie der deutsche Transformationsprozess hin zu einer digitalisierten Wirtschaft vollzogen werden soll und wie die Bundesrepublik im internationalen Vergleich hier positioniert ist. Hierzu gehören Aktivitäten zur nationalen und internationalen Koordination im Bereich der Normung und Standardisierung, aber auch zur Verbesserung der Sicherheit in der Datenkommunikation. Wir erwarten entscheidende Impulse für die horizontale Vernetzung der Wirtschaftssektoren durch die Entwicklung von maschinellen Lernsystemen und künstlicher Intelligenz. Baden-Württemberg ist hier mit dem Modellprojekt 'Cyber Valley' ein wichtiger Vorreiter. Mit der 'Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg' unterstützen wir aktiv die Unternehmen im Land und ihre Beschäftigten branchenübergreifend bei der Digitalisierung und wollen so den deutschen Südwesten als internationalen Premiumstandort für die digitalisierte Wirtschaft noch sichtbarer machen“, betonte Ministerin Hoffmeister-Kraut.

Auf Initiative Baden-Württembergs behandelte die WMK das Thema „Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ und nahm einstimmig einen Beschlussvorschlag an, der die Chancen der Digitalisierung für nachhaltige Formen des Wirtschaftens (z. B. Ressourceneffizienz), die Herausforderungen für die Arbeitswelt (Fachkräftegewinnung von Frauen und die Herausforderungen für die Ausgestaltung der Arbeitszeit), die Potenziale für wirtschaftsnahe Dienstleistungen und mittelständische Unternehmen und die erweiterten Möglichkeiten im Bereich der Corporate Social Responsibility thematisiert. „Die gemeinsame Bearbeitung der Themen Digitalisierung und nachhaltiges Wirtschaften ist zwingend, denn sie ist Ausdruck und gelebte Praxis einer zukunftsgewandten und gesellschaftlich verantwortungsvollen Wirtschaftspolitik. So birgt Digitalisierung große Potenziale für die nachhaltige Entwicklung, die weit in Wirtschaft und Gesellschaft hinein reichen und längst nicht nur auf ökologische Fragestellungen beschränkt sind. Das Thema Nachhaltigkeit muss, davon bin ich überzeugt, deshalb ganz schnell raus aus der 'Umweltecke'. Unsere Erfahrungen in Baden-Württemberg mit dem 'Mittelstandspreis für soziale Verantwortung' zeigen z. B. eindrucksvoll, dass CSR-Maßnahmen, die aus dem Zusammenspiel von Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik entstehen, Brücken bauen können auch zu den gesellschaftlichen Gruppen, die noch nicht mit der digitalen Welt von morgen vertraut sind. Bund und Länder sollten die reichhaltigen Erfahrungen mit CSR-Aktivitäten deshalb gemeinsam nutzen, um das Vertrauen in die digitale Welt zu stärken“, so Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut.

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news-32 Fri, 05 May 2017 10:56:00 +0200 Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg gestartet https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/initiative-wirtschaft-40-baden-wuerttemberg-gestartet/ Auf Initiative von Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut haben am Freitag (5. Mai) mehr als 20 Partnerorganisationen aus Unternehmen, Kammern und Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik die „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ gestartet. Mit der Initiative wollen die beteiligten Partnerinnen und Partner die Unternehmen im Land und ihre Beschäftigten branchenübergreifend bei der Digitalisierung unterstützen und den deutschen Südwesten als internationalen Premiumstandort für die digitalisierte Wirtschaft noch sichtbarer machen. Das Wirtschaftsministerium setzt damit einen zentralen Auftrag aus der Koalitionsvereinbarung um. „Baden-Württemberg soll führende Innovationsregion Europas bleiben. Die Digitalisierung gibt uns dafür entscheidende Mittel in die Hand. Mit unserer neuen Initiative werden wir in enger Partnerschaft mit allen Branchen unsere Unternehmen darauf vorbereiten, diese Chancen zu ergreifen“, sagte Ministerin Hoffmeister-Kraut während der Auftaktveranstaltung in der Stuttgarter Staatsgalerie.

Insbesondere der Mittelstand müsse noch stärker und konsequenter beim Einstieg in das Thema Wirtschaft 4.0 und bei dessen Umsetzung unterstützt werden, um seine Stellung als starker Wirtschaftsfaktor und größter Arbeitgeber im Land auch in Zukunft zu sichern, betonte die Ministerin. Dazu sei im Partnerkreis gemeinsam eine „Roadmap Wirtschaft 4.0“ erarbeitet worden, die neben zentralen Handlungsfeldern auch erste konkrete Aktivitäten enthalte, um die Digitalisierung der Wirtschaft voranzubringen. Dafür investiere das Ministerium in einem ersten Schritt rund 16 Millionen Euro.

Zu diesen Aktivitäten gehört die beabsichtigte Förderung regionaler „Digital Hubs“, die modellhafte Erprobung einer Digitalisierungsprämie für kleinere mittelständische Unternehmen aus allen Branchen, den neuen Innovationsgutschein Hightech Digital sowie die Stärkung des digitalen Wissenstransfers.

Digital Hubs und Digitalisierungsprämie

Die regionalen „Digital Hubs“ sollen als regionale Digitalisierungszentren die Digitalisierung in der Fläche des Landes voranbringen: Sie sollen Drehscheiben für digitale Innovationen, zugleich aber auch erste Anlaufstellen für Unternehmen bei Fragen der Digitalisierung sein. Die Hubs sollen die Zusammenarbeit von bestehenden, insbesondere mittelständischen Unternehmen, Start-ups und weiteren Akteuren wie etwa Forschungs- und Transfereinrichtungen unterstützen. Vorstellbar sind dabei geeignete Informations- und Beratungsangebote genauso wie Kreativ- und Experimentierräume oder auch Räume für die Zusammenarbeit, so genannte Coworking-Spaces. Die besten Konzepte hierfür sollen in einem wettbewerblichen Verfahren gefunden werden. Das Wirtschaftsministerium wird die dabei ausgewählten regionalen Konsortien mit insgesamt 4 Millionen Euro über drei Jahre fördern.

Mit der Digitalisierungsprämie sollen branchenübergreifend kleinere mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützt werden. Dies gilt insbesondere für die „digitalen Neulinge“ unter den Unternehmen. Über die Sensibilisierung der Wirtschaft und geeignete Informations- und Beratungsangebote – etwa den vom Wirtschaftsministerium geförderten Digitallotsen – hinaus ist die Umsetzung der nächste Schritt im Digitalisierungsprozess. In Form der Digitalisierungsprämie werden dafür Investitionen in Hard- und Software, aber auch die Qualifizierung der Beschäftigten gefördert. Die modellhafte Erprobung dieses Angebots unterstützt das Wirtschaftsministerium mit 2,2 Millionen Euro.

Neuer Innovationsgutschein „Hightech Digital“

Mit dem neuen Innovationsgutschein Hightech Digital für pilotartige Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu Digitalisierungslösungen wird die Reihe der erfolgreichen Innovationsgutscheine des Wirtschaftsministeriums fortgeschrieben. Das neue Unterstützungsangebot zielt auf FuE-Vorhaben im Bereich digitaler Geschäftsmodelle, Anwendungsprojekte in den Bereichen Industrie 4.0, Vernetzte Systeme und Prozesse, Internet der Dinge (IoT), Smart Services, hochflexible Automatisierung, Big-Data-Projekte, Simulationsmodelle, Anwendung von Virtual und Augmented Reality oder Embedded Systems. Der neue Innovationsgutschein Hightech Digital kann bereits ab dem heutigen Freitag beantragt werden. Das Jahresbudget der Innovationsgutscheine wurde dafür um 700.000 Euro aufgestockt.

Zum Innovationsgutschein "Hightech Digital"

Ideenwettbewerb Wissens- und Technologietransfer

Schließlich rundet ein Ideenwettbewerb für Transferprojekte zur Digitalisierung der Wirtschaft die erste Runde der Aktivitäten der „Initiative Wirtschaft 4.0 Baden-Württemberg“ ab. Gefördert werden Transferprojekte sowohl für einzelne Branchen als auch im Bereich von Querschnittsthemen, wie etwa IT-Sicherheit oder der Digitalisierung der Arbeitswelt (Arbeit 4.0). Insgesamt stehen dafür 2 Millionen Euro über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren zur Verfügung.

Ministerin Hoffmeister-Kraut: „Mit der Roadmap Wirtschaft 4.0 und den ersten Aktivitäten haben wir einen wichtigen Meilenstein für die Digitalisierung der Wirtschaft in Baden-Württemberg erreicht. Dieser kann allerdings nur ein Anfang sein. Wir müssen und wir werden die gemeinsamen Anstrengungen in den kommenden Jahren fortsetzen, um die Digitalisierung zu einer Erfolgsgeschichte für die Unternehmen in Baden-Württemberg und ihre Beschäftigen zu machen.“

Allen Beteiligten sei bewusst, dass die künftige Beschäftigung und der Wohlstand in Baden-Württemberg eng mit der erfolgreichen Nutzung der Chancen der Digitalisierung verknüpft seien, so die Wirtschaftsministerin. Es sei entscheidend, bei der Digitalisierung alle Branchen des Landes mitzunehmen, die Industrie genauso wie die IKT-Wirtschaft, Handwerk, Handel, Freie Berufe, Gastgewerbe, die Dienstleistungswirtschaft insgesamt und die Bauwirtschaft. Entscheidend sei aber auch, dass die Digitalisierung der Wirtschaft in der Fläche des Landes ankomme und genutzt werde.

Stimmen aus dem Kreis der Partnerorganisationen:

Prof. Dr.-Ing. Prof. e. h. Wilhelm Bauer, Technologiebeauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg: „Wirtschaft 4.0 bedeutet nicht nur die Nutzung digitaler Technologien in bestehenden Geschäftsmodellen. Die Herausforderung ist vielmehr in neuen, teilweise disruptiven Geschäftsmodellen, Plattformstrategien und Systemlösungen zu denken und diese auch mutig und dynamisch umzusetzen. Die Initiative Wirtschaft 4.0 bildet eine ausgezeichnete Basis, um Innovationen branchen- und themenübergreifend zu entwickeln.“

Martin Kunzmann, Vorsitzender des DGB Baden-Württemberg: „Die Digitalisierung wird die Arbeitswelt tiefgreifend verändern. Auf der einen Seite entstehen Arbeitsplätze, auch in neuen Geschäftsfeldern, auf der anderen Seite sind Arbeitsplätze in anderen Bereichen bedroht oder verändern sich stark. Unser zentrales Anliegen ist, dass alle Beschäftigten in den Veränderungsprozessen mitgenommen werden, dass sie eine Perspektive auf einen guten und sicheren Arbeitsplatz erhalten und sich an der Gestaltung der Arbeitswelt beteiligen können. Ein wichtiges Instrument hierfür sind Weiterbildungsmodelle, die den Beschäftigten offen stehen. Hierfür sollte die Politik einen Rahmen bieten. Ich begrüße, dass die Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut die Herausforderungen gemeinsam mit allen Beteiligten anpacken will.“

Rainer Reichhold, Präsident des Baden-Württembergischen Handwerkstags e.V. (BWHT): „Diese Roadmap ist eine zentrale wirtschaftspolitische Weichenstellung, weil sie einer globalen und unumkehrbaren Entwicklung proaktiv begegnet. Wir im Handwerk werden gemeinsam mit den anderen Akteuren die digitale Zukunft unseres Landes gestalten. So können wir sicherstellen, dass aus den Chancen der Digitalisierung der Wohlstand von morgen entsteht und Risiken eingedämmt werden.“

Prof. Dr. Dr. h. c. Unkelbach, Vizepräsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags e.V. (BWIHK): „Die Digitalisierung ist gerade für unsere 650.000 Mitgliedsunternehmen Zukunftsaufgabe Nummer 1, um die weltweite Vorbildfunktion und das Renommee von Produkten und Dienstleistungen sowie die Qualifikation unserer hervorragenden Fachkräfte weiter voranzutreiben. Im IHK-Verbund begleiten wir diese Prozesse heute und in Zukunft mit vielfältigen Angeboten. Deshalb begrüßen wir die Landesinitiative Wirtschaft 4.0 außerordentlich und sind aktiv dabei. Besonders freue ich mich hier über den gemeinsamen Einsatz für eine steuerliche FuE-Förderung auf Bundesebene.“

Dr. Stefan Wolf, Vorsitzender Südwestmetall: „Die Digitalisierung ist eine riesige Chance für die Hightech- und Hochlohnwirtschaft in Baden-Württemberg, die wir ergreifen müssen. Nur wenn es uns gelingt, mit effizienteren Prozessen, neuen Produkten, Dienstleistungen und Geschäftsmodellen unsere Spitzenposition im globalen Wettbewerb zu festigen oder auszubauen, werden wir Beschäftigung und Wohlstand im Land sichern können. Dazu bedarf es aber des engen Schulterschlusses aller Beteiligten aus Unternehmen, Verbänden, Gewerkschaften, Wissenschaft und Politik. Die „Initiative Wirtschaft 4.0“ bietet dafür eine gute Plattform.“

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Presse Baden-Württemberg Hotel- und Gastgewerbe Handel & Logistik IT-Wirtschaft Dienstleister Produzierendes Handwerk Produzierendes Gewerbe Technologietrends Umsetzung Strategie Orientierung
news-29 Thu, 13 Apr 2017 16:38:56 +0200 Digitales Planen und Bauen: Chancen und Herausforderungen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/digitales-planen-und-bauen-chancen-und-herausforderungen/ Digitales Planen und Bauen: Wirtschaftsministerin diskutiert mit Experten über Chancen und Herausforderungen. Hoffmeister-Kraut: „Wir werden unsere Bauwirtschaft bei der Digitalisierung unterstützen und das Thema länderübergreifend auf die Agenda setzen“. Wirtschafts- und Wohnungsbauministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut traf sich am Dienstag (11. April) mit Vertretern der Architektenkammer sowie der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, der Landesvereinigung Bauwirtschaft Baden-Württemberg, des Baden-Württembergischen Handwerkstags e. V., der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, des BIM-Clusters Stuttgart sowie Vertretern aus Baupraxis und Wissenschaft in Stuttgart, um mit den Experten die Chancen der Digitalisierung für die Bauwirtschaft zu diskutieren.
 
„Die Bauwirtschaft ist eine der Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft mit einem entscheidenden Anteil an Bruttowertschöpfung und Beschäftigung. Bei der Produktivität liegt die Branche aber zurück. Die Digitalisierung kann dies ändern, weshalb es umso mehr gilt, deren Potentiale auch für die Bauwirtschaft im Land richtig zu nutzen“, so Hoffmeister-Kraut.
 
Im Zentrum des Austauschs der Ministerin mit den Experten stand das Building Information Modeling (BIM), eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die für seinen Lebenszyklus relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden (Definition planen-bauen 4.0 GmbH). Baubegleitende Planung wird damit perspektivisch vermieden, Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit über die gesamte Wertschöpfungskette Bau hinweg gestärkt.
 
Hoffmeister-Kraut: „Die Bauwirtschaft hier im Land ist sehr gut aufgestellt und mit vielen BIM-Vorreitern im Planungs- und Baubereich auch in Sachen Digitalisierung auf einem guten Weg. Gemeinsam mit der Bauwirtschaft müssen wir jetzt klären, wie man die Nutzung digitaler Instrumente in der Fläche vorantreiben und insbesondere die kleinen und mittleren Bauunternehmen, Bauhandwerksbetriebe und Planungsbüros bei der digitalen Transformation unterstützen kann.“
 
Auf Bundesebene sei es neben dem Bundeswirtschaftsministerium und dem für den Bundeshochbau zuständigen Bundesumweltministerium vor allem das Bundesverkehrsministerium, das mit seinem Stufenplan „Digitales Planen und Bauen“ und dem Masterplan „Bauen 4.0“ die Digitalisierung der Planung und Bauausführung vorantreibe. Eine Gesamtstrategie des Bundes liege aber noch nicht vor, betonte die Ministerin.
 
Sie werde daher die Digitalisierung der Bauwirtschaft als Thema in die kommende Wirtschaftsministerkonferenz einbringen, um einen länderübergreifenden Impuls zu setzen und den Bund aufzufordern zu berichten, was er insbesondere in Sachen BIM vorhabe, erklärte Hoffmeister-Kraut. In Baden-Württemberg werde das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau „die Akteure des Planens, Bauens und Betreibens von Bauwerken aktiv in unsere Initiative zur Wirtschaft 4.0 einbeziehen und prüfen, welche Möglichkeiten für eine passgenaue Unterstützung der Branche bestehen“.

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Presse Produzierendes Gewerbe Technologietrends
news-28 Tue, 11 Apr 2017 16:31:00 +0200 Digitalisierung der Meisterausbildung und überbetriebliche Ausbildungslehrgänge https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/digitalisierung-der-meisterausbildung-und-ueberbetriebliche-ausbildungslehrgaenge/ Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut: „Durch Digitalisierung von Meisterlehrgängen und Förderung der Berufsausbildung sichern wir den Fachkräftebedarf und die Zukunftsfähigkeit des Handwerks“. Baden-Württemberg nimmt deutschlandweit eine Vorreiterstellung bei der Digitalisierung der Meisterausbildung ein. Dazu fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau im Zeitraum von Mitte April 2017 bis Mitte Oktober 2019 ein Projekt der Handwerkskammer Region Stuttgart mit rund 107.000 Euro und ein Projekt der Handwerkskammer Konstanz mit rund 254.000 Euro.
„Die Digitalisierung ist für unsere Wirtschaft, unseren Arbeitsmarkt und unser Handwerk ein bedeutender Megatrend. Um hier mit den rapiden Entwicklungen Schritt zu halten, ist die Digitalisierung auch im Bereich der beruflichen Weiterbildung enorm wichtig. Bei der Digitalisierung von Meisterlehrgängen werden wir durch unsere neuen Projekte zum bundesweiten Vorreiter – hier verschmilzt die Meistertradition mit der digitalen Zukunft“, sagte Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Bescheidübergabe heute (11. April) in Stuttgart.
 
Die pilothafte Entwicklung digitaler Lernangebote erfolgt für unterschiedliche Gewerke des Handwerks, zur Meisterin bzw. zum Meister im Kfz-Bereich (HWK Stuttgart) sowie für Zimmerer-, Installateur- und Heizungsbau-, Elektrotechnik-, Feinwerkmechaniker-, Tischler- sowie Maler- und Lackierermeisterinnen und -meister (HWK Konstanz). Die kaufmännischen bzw. rechtlichen Teile sowie der pädagogische Teil der Meisterprüfung werden von beiden Kammern gemeinsam erarbeitet. Im Projektverlauf ist ein enger Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den beteiligten Kammern geplant.
 
Das Vorhaben beschränkt sich dabei nicht auf die Digitalisierung bestehender Lehrgangsunterlagen. Vielmehr ist das Ziel, geeignete digitale Formate zum jeweiligen Lehrinhalt zu entwickeln, bspw. in Form von Lernvideosequenzen. Wichtiger Projektbestandteil ist der Aufbau von digitalen Lern- und Kommunikationsplattformen, die auch als Basis für die Digitalisierung weiterer Weiterbildungsmaßnahmen dienen sollen. Unter anderem soll der im Rahmen der Projekte zu entwickelnde Leitfaden mit Handlungsempfehlungen und Best-Practice-Skript allen handwerklichen Bildungsstätten in Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt werden.
 
Die Präsenzphasen der Meisterausbildung sollen möglichst optimal mit dem zeitlich unabhängigen digitalen Selbstlernen verzahnt werden. Den Lernenden erleichtert dies, sich zeitlich und örtlich flexibel auf die Meisterprüfung vorzubereiten. Außerdem sensibilisiert der Ansatz sie für die digitalen Arbeits- und Geschäftsprozesse der Zukunft. Die beiden Projekte der Handwerkskammern Konstanz und Region Stuttgart sind zukunftsweisend für den Einsatz von digitalen Medien in Bildungseinrichtungen des Handwerks.
 
Außerdem übergab die Ministerin den Förderbescheid über rund 667.000 Euro im Jahr 2017 zur Förderung von rund 480 überbetrieblichen Berufsausbildungslehrgängen. „Durch die berufliche Ausbildung sichern wir den Fachkräftenachwuchs und die Zukunftsfähigkeit des Handwerks und schaffen attraktive Berufsperspektiven für junge Menschen“, sagte Hoffmeister-Kraut anlässlich der Übergabe des Bewilligungsbescheides an Rainer Reichhold, Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart. In der Bildungsakademie der Handwerkskammer Region Stuttgart werden rund 5.400 Auszubildende in einem breiten Spektrum von Berufen unterrichtet – von Buchbinder/-in über Feinwerkmechaniker/-in und Metallbauer/-in bis hin zu Tischler/-in und Kauffrau/-mann für Büromanagement.
 
„Der Bedarf der Südwestwirtschaft an beruflich qualifizierten Fachkräften ist groß. Mit der Förderung überbetrieblicher Lehrgänge unterstützen wir vor allem kleine und mittlere sowie hoch spezialisierte Betriebe, die nicht alle Ausbildungs-inhalte im eigenen Betrieb vermitteln können und leisten einen Beitrag zur qualitativ hochwertigen Ausbildung. Damit unterstützen wir auch die Entwicklungschancen von Jugendlichen. Denn eine Berufsausbildung bietet eine hervorragende Basis für die berufliche und persönliche Entwicklung junger Menschen“, so die Wirtschaftsministerin.
 
Weitere Informationen
In Baden-Württemberg werden überbetriebliche Ausbildungslehrgänge in rund 100 Bildungs- und Technologiezentren der Wirtschaftsorganisationen angeboten und vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau mit jährlich mehr als acht Millionen Euro gefördert. Die Auszubildenden lernen hier die Ausbildungsinhalte, die der jeweilige Ausbildungsbetrieb aufgrund seiner Größe oder Spezialisierung nicht vermitteln kann.
 
Die Handwerkskammer Region Stuttgart ist eine der größten Handwerkskammern Deutschlands. Auf die Bedeutung der Kfz-Region Stuttgart ist zurückzuführen, dass die Bildungsakademie der Handwerkskammer Region Stuttgart Kfz-Kompetenzzentrum ist.
 
Die Handwerkskammer Konstanz ist für alle Handwerksbetriebe in den Landkreisen Konstanz, Rottweil, Tuttlingen, Waldshut sowie des Schwarzwald-Baar-Kreises zuständig. Sie unterhält in ihrem Kammergebiet drei Bildungsakademien (Waldshut, Singen und Rottweil).

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news-17 Mon, 03 Apr 2017 11:39:00 +0200 Open Innovation-Kongress Baden-Württemberg 2017 https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/open-innovation-kongress-baden-wuerttemberg-2017/ Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat die mittelständischen Unternehmen in Baden-Württemberg im Rahmen des vom Wirtschaftsministerium initiierten Kongresses „Open Innovation – Digitalisierung der Innovationsprozesse“ am 3. April 2017 dazu aufgerufen, vermehrt auch auf neue Wege zur Dynamisierung des Innovationsgeschehens im Land zu setzen. „Baden-Württembergs derzeitige Stellung als Innovationsregion Nummer 1 in Europa ist nicht ungefährdet, in der Innovationsdynamik holen andere Regionen auf. Um den Wohlstand von morgen zu sichern, ist und bleibt es daher gemeinsame Aufgabe von Unternehmen, wirtschaftsnaher Forschung und Wirtschaftspolitik, dem Innovationsgeschehen in Baden-Württemberg immer wieder neue Impulse zu verleihen. Insbesondere mittelständische Unternehmen im Land können und sollten daher die Potentiale von Instrumenten wie ‘Open Innovation’ verstärkt nutzen, um Innovationsprozesse zu beschleunigen“, sagte Hoffmeister-Kraut vor mehr als 400 Teilnehmern des Kongresses in Stuttgart.

Unter dem Stichwort „Open Innovation“ nutzten gerade große Unternehmen hierfür bereits zunehmend das Wissen von Kunden, Lieferanten, Forschungseinrichtungen und der gesamten globalen Community, um Innovationsschübe zu generieren. Solche Methoden könne auch der Mittelstand übernehmen, zumal die Potentiale von „Open Innovation“ durch die Digitalisierung noch erweitert und effizienter gestaltet werden könnten.

Nach dem Innovationsreport 2015/16 des Deutschen Industrie- und Handelskammertags nennen 47 Prozent der befragten Unternehmen „Open Innovation“ als wichtige Innovationsstrategie. Damit versprechen sich auch kleine Betriebe mit weniger als zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern positive Impulse von Open Innovation.

Auch das durch das Wirtschaftsministerium geförderte Projekt „Open Innovation“ der Steinbeis 2i GmbH zeige, dass kleine und mittlere Unternehmen in Baden-Württemberg durchaus Kooperationen nutzen, um Innovationsprozesse zu beschleunigen oder externes Wissen in das eigene Unternehmen zu holen. Baden-Württemberg habe schon früh die richtigen Impulse gesetzt und ein gutes Angebot zum Wissens- und Technologietransfer geschaffen. Allerdings gebe es noch immer Ängste wie zum Beispiel die unberechtigte Verwendung geistigen Eigentums und die unfaire Aufteilung von Kosten und Gewinn. Diese Ängste zu beseitigen oder Unterstützung bei der Suche nach Kooperationspartnern, sei als Strategie nun vordringlich, so Ministerin Hoffmeister-Kraut.

Dazu Dr. Petra Püchner, Geschäftsführerin der Steinbeis 2i GmbH: „Unternehmen, die aufgrund ihres Geschäftsmodells nicht zusammen mit externen Partnern innovieren, benötigen eine spezifische Motivation. Barrieren werden in der Regel nur dann überwunden, wenn der Handlungsdruck von außen steigt, z.B. durch Veränderungen im Wettbewerb oder bei neuen Kundenanforderungen. Ein Coaching kann helfen, Barrieren zu identifizieren und geeignete Kooperationspartner zu finden. Das Schaffen vertrauensvoller ‚Open Innovation-Räume‘ stellt daher ein zentrales Handlungsfeld dar, bei dem KMU Unterstützung benötigen.“

Ergänzend dazu Andreas Richter, Hauptgeschäftsführer der IHK Region Stuttgart, in deren Räumen der Kongress stattfand: „Impulse von außen und Ideen von Kunden oder Lieferanten sind für Innovationsprozesse in Unternehmen ebenso wichtig wie interne Vorschläge. Damit Open Innovation erfolgreich sein kann, brauchen Unternehmen ein funktionierendes Innovationsmanagement. Voneinander zu lernen und neue Anreize zu erhalten, stand beim heutigen Open Innovation-Kongress daher im Fokus.“

Weitere Informationen
Anlässlich des Kongresses hat die Steinbeis 2i GmbH ein Handbuch zur strategischen Herangehensweise für KMU veröffentlicht. Auf rund 80 Seiten bietet das Handbuch Handlungsempfehlungen und zeigt Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung sowie politische Handlungsfelder auf. Dabei wird auch ein Blick auf gute Praktiken in die europäischen Nachbarregionen Katalonien (Spanien), Rhônes-Alpes (Frankreich), Lombardei (Italien) und nach Schottland geworfen.

Auf dem Kongress vermittelten Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis Grundlagen, Strategien, Methoden, gute Praktiken und Erfolgsgeschichten gerade auch von kleineren Unternehmen und Start-ups im Bereich Open Innovation. Ein Schwerpunkt lag auf der Bedeutung digitaler Techniken. Neue Innovationsmethoden, wie z.B. das Innovation Hacking, wurden ebenso vorgestellt wie neue Infrastrukturkonzepte in Form von Innovation Labs und Makerspaces und diskutiert. Auch Themen wie Crowdfunding, IT Sicherheit und geistiges Eigentum konnten in den parallelen Foren vertieft werden.

Der Kongress wurde im Rahmen des Enterprise Europe Network mit regionalen und europäischen Partnern durchgeführt. Das Enterprise Europe Network der Europäischen Kommission verfügt über 600 Partner in mehr als 50 Ländern. Ziel des Netzwerks ist es, den Unternehmen bei allen Fragen zu Europa, zu Innovation, Forschung und Technologietransfer zur Seite zu stehen sowie die Nutzung der Ergebnisse europäischer Forschung zu fördern.

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news-16 Mon, 03 Apr 2017 11:35:00 +0200 Automobilindustrie: Einrichtung eines landesweiten Transformationsbeirats beschlossen https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/automobilindustrie-einrichtung-eines-landesweiten-transformationsbeirats-beschlossen/ Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat sich am 3. April 2017 mit Personalvorständen und Geschäftsführern von Fahrzeugherstellern und Zulieferern aus Baden-Württemberg sowie Vertretern der IG Metall, Südwestmetall, des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), der Wirtschaftsregion Stuttgart (WRS) und der Landesagentur „e-mobil BW“ GmbH zu einem Branchentreffen zum Transformationsprozess der Automobilindustrie getroffen. „Die Fahrzeugindustrie mit ihren Zulieferern, Komponenten- und Fahrzeugherstellern nimmt in Baden-Württemberg eine Schlüsselrolle ein. Um für den bevorstehenden Transformationsprozess gerüstet zu sein, müssen von Wirtschaft und Politik die richtigen Maßnahmen eingeleitet und umgesetzt werden. Ich bin davon überzeugt, dass wir diesen tiefgreifenden Strukturwandel nur im engen Dialog und durch ein miteinander abgestimmtes Vorgehen erfolgreich bewältigt werden können“, erklärte die Ministerin im Anschluss an das Treffen. Deshalb werde das Wirtschaftsministerium einen landesweiten Transformationsbeirat der Automobilindustrie einrichten. Hoffmeister-Kraut; „Ich bin der IG Metall für die Initiative, einen solchen Beirat einzurichten, sehr dankbar und greife diesen Vorschlag gerne auf.“

Ein Kernteam soll zeitnah einen konkreten Arbeitsauftrag und Handlungsfelder erarbeiten, so dass sich der Beirat direkt nach der Sommerpause konstituieren kann. Themen werden nicht nur die Veränderung von Beschäftigungspotentialen und Wertschöpfungsketten sein sowie neue Anforderungen an die Qualifikationen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich durch den Transfer zu neuen Antriebsformen und neuen Mobilitätsdienstleistungen ergeben, sondern auch die Entwicklung von Strategien zur Zukunftssicherung des Standorts Baden-Württemberg.

„Die Autoindustrie trägt wesentlich zu Wohlstand und gutem Leben in Baden-Württemberg bei. Für die Zukunft gilt es deshalb, die anstehenden Herausforderungen gemeinsam mit den Beschäftigten anzupacken. Gerade in Zeiten des Wandels müssen ihre Arbeitsplätze sicher sein. Die Bündelung von Kompetenzen aller Akteure in einem landesweiten ‘Transformationsbeirat Automobilindustrie’ ist der richtige Weg, um die verschiedenen Aspekte des Wandels von der Technologie über die wirtschaftliche Stärke bis zur Sicherung von Arbeitsplätzen gemeinsam zu bearbeiten“, erklärte Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg.

„Ein Transformationsbeirat in Baden-Württemberg kann helfen, den Übergang der Industrie im Land zu neuen Antriebsformen sinnvoll zu unterstützen. Der Maschinenbau ist als Ausrüster ganz besonders auf konsistente Rahmenbedingungen angewiesen. Bei einer engen und verlässlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten im Land wird die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Produkte rund um den Transformationsprozess am besten gelingen“, sagte Dr. Dietrich Birk, Geschäftsführer des VDMA-Landesverbandes Baden-Württemberg.

„Unser Ziel muss es sein, die Auto-Emissions-Debatte zu versachlichen und neben den Belangen von Umwelt und Nachhaltigkeit auch unserer Verantwortung für die Beschäftigten im Land und für eine zukunftsfähige Industrie gerecht zu werden“, betonte Hoffmeister-Kraut abschließend.

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news-14 Thu, 30 Mar 2017 11:02:00 +0200 Auftakt für „Cloud Mall Baden-Württemberg“ – Cloud Computing für den Mittelstand https://www.wirtschaft-digital-bw.de/service/pressemitteilungen/detailseite/auftakt-fuer-cloud-mall-baden-wuerttemberg-cloud-computing-fuer-den-mittelstand/ „Cloud Computing gehört zu den wichtigsten Trends der Digitalisierung. Gerade für unsere mittelständische Wirtschaft bietet es die Möglichkeit, die Ressourcen der Informations- und Kommunikationstechnologie dynamischer und leichter in der Anwendung zu machen und damit die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Unternehmens zu stärken“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut am 30. März 2017 in Stuttgart bei einer Veranstaltung zum Auftakt der zweiten Phase des vom Wirtschaftsministerium mit 4,6 Millionen Euro geförderten Gemeinschaftsprojekts „Cloud Mall Baden-Württemberg“. Projektpartner sind Baden-Württemberg connected e.V. (bwcon), die beiden Fraunhofer-Institute für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) sowie für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA), und das Institut für Enterprise Systems (InES) der Universität Mannheim. Mit den Eigenleistungen der Projektpartner und projektbegleitenden Aufträgen aus der Wirtschaft liegt das Gesamtprojektvolumen bei rund 8,4 Millionen Euro.Mit der „Cloud Mall BW“ soll es baden-württembergischen IT-Unternehmen ermöglicht werden, ihre Leistungen im Verbund anbieten zu können. IAO, IPA und InES wollen gemeinsam die technologische Basis hierfür schaffen, damit beispielsweise Softwarepakete der verschiedenen Anbieter reibungsfrei und sicher zusammenwirken können. bwcon übernimmt die Rolle, die Industriepartner in das Projekt zu integrieren, das Ökosystem um die Cloud Mall aufzubauen sowie Betreiber- und Geschäftsmodelle zu konzipieren.„Während die großen Softwareschmieden und IT-Unternehmen bereits qualifizierte Services im Bereich des Cloud Computing anbieten, fällt es vielen mittelständischen IT-Unternehmen in Baden-Württemberg oft schwer, umfassende und übergreifende Angebote zu entwickeln. Die Entwicklung der Cloud Mall BW soll dazu beitragen, den Unternehmen den Einstieg in die Nutzung von Cloud Services zu erleichtern“, so Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut anlässlich der Impulsveranstaltung.Das Projekt Cloud Mall Baden-Württemberg startet mit der Umsetzung nun zunächst in den drei Bereichen 'produzierende Unternehmen', 'Handel und Handwerk' sowie 'Jung- und Kleinunternehmen', die für weitere Anwendungsfelder als Blaupause dienen sollen. Mit der heutigen Veranstaltung werde vor allem das Ziel verfolgt, kleine und mittlere Unternehmen aus den Anwenderbranchen sowie der IT-Branche für die Beteiligung am Projekt zu gewinnen. Die rund 120 Teilnehmer ließen das große Interesse der Wirtschaft an diesem Thema erkennen und seien Indiz dafür, dass das Wirtschaftsministerium mit seinen Partnern in diesem Projekt nicht nur den Zeitgeist getroffen, sondern ein am konkreten Bedarf der Unternehmen praxisorientiertes Projekt aufgesetzt habe, so die Ministerin.

Weitere Informationen
Bei Cloud Computing handelt es sich um das Verlagern von Soft- oder Hardware ins Internet zu einem externen Anbieter. Cloud Computing ist einer der aktuellen Megatrends der Digitalisierung und bereits für viele Unternehmen ein sehr lukratives Geschäft. Cloud Computing beschreibt die Bereitstellung von IT-Infrastruktur (IT: Informationstechnologie) und IT-Leistungen (z.B. Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware) als Service über das Internet.

Die über das Internet angebotenen Dienste können beim Cloud Computing bedarfsgerecht und dynamisch von den Kunden abgerufen werden. Die Abrechnung der Leistungen erfolgt dabei nicht pauschal, sondern wird nach tatsächlichem „Verbrauch“ in Rechnung gestellt. Cloud Computing schont damit die Geldbeutel der Nutzer und bietet auch kleineren Unternehmen die Möglichkeit, auf professionelle IT-Leistungen zurückgreifen zu können.

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