3D-Vision Connect – Brillenfreie 3D-Technologie und 5G-Integration für Industrie 4.0
Digital Hub Ostwürttemberg

Welches Problem im Unternehmen wird gelöst?
Industrielle Prozesse werden zunehmend automatisiert und digitalisiert, doch bei der Fernsteuerung, Überwachung und Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine fehlt oft der räumliche Tiefeneindruck. Herkömmliche 2D-Kameras liefern keine ausreichenden Informationen für präzises Eingreifen oder sichere Beurteilungen komplexer Situationen.
3D-Vision Connect löst dieses Problem durch eine neue Generation brillenfreier 3D-Visualisierungssysteme, die in Echtzeit über 5G-Netze kommunizieren und ein natürliches Tiefensehen ohne zusätzliche Geräte ermöglichen.
Wie sieht die Lösung aus?
Die Lösung kombiniert brillenfreie 3D-Monitore, Stereokameras und 5G-Übertragungstechnologie. Zwei synchronisierte Kameras nehmen Szenen aus unterschiedlichen Perspektiven auf und übertragen die Daten über ein nomadisches 5G-Campusnetz an einen 3D-Monitor.
Dort werden die Bilder mithilfe spezieller Linsenstrukturen so dargestellt, dass sie in das linke und rechte Auge des Betrachters gelenkt werden. Ein integriertes Headtracking-System passt die Darstellung dynamisch an die Position des Betrachters an, wodurch ein natürlicher Tiefeneindruck entsteht – ganz ohne 3D-Brille.
Das System ermöglicht es, Maschinen, Roboter oder ganze Fertigungsbereiche aus sicherer Entfernung zu beobachten und bei Bedarf präzise einzugreifen.
Demonstration: Im digiZ Ostwürttemberg in Aalen ist das System live zu sehen – dort wird ein fahrerloses Transportsystem (FTS) mit integrierter 3D-Kamera über 5G an einen räumlich getrennten 3D-Monitor angebunden.
Wie hat der Digital Hub unterstützt?
Das digiZ Ostwürttemberg stellte Infrastruktur, Netzwerk und Demonstrationsfläche zur Verfügung. Als Plattform für die praktische Umsetzung und Präsentation industrieller Innovationen diente das digiZ als Bindeglied zwischen Forschung (Hochschule Aalen) und Industrie (z. B. Carl Zeiss).
Im Rahmen des Projekts wurde die Gesamtlösung eines FTS mit 3D-Kamera und 5G-Anbindung im digiZ Aalen aufgebaut und kann dort vorgeführt werden.
Abschließender Rat/Tipp für andere Unternehmen
Intuitive Technologien sollten so gestaltet werden, dass sie komplexe Systeme visuell greifbar machen. Dadurch entsteht Vertrauen in digitale Prozesse, und die Effizienz in der digitalen Fabrik kann deutlich gesteigert werden.
Fakten zum Projekt:
- Eingesetzte Technologie:
Brillenfreie 3D-Visualisierung, Stereokamera-Systeme, 5G-Campusnetz, Headtracking, MultiView-Technologie, Industrie 4.0-Integration - Branche:
Industrie 4.0 / Automatisierung / Messtechnik / Qualitätssicherung - Beteiligte Partner:
Hochschule Aalen, Fakultät Elektronik und Informatik
Prof. Dr.-Ing. Stephan Ludwig
Carl Zeiss Industrial Quality Solutions, Aalen
Dr. Arnd Menschig, Leiter Innovation & Digital Technologies
Digitalisierungszentrum der IHK Ostwürttemberg (digiZ)
Peter Schmidt, Leiter Digitalisierungszentrum
Michael Schürle, Projektkoordinator
