Welches Problem im Unternehmen wird gelöst?
Insbesondere KMU müssen bei hoher Varianz und geringer Stückzahl weiter automatisieren. Die Produktions-Vernetzung muss dieser Mobilitätsanforderung folgen können, weshalb vermehrt Funktechnik eingesetzt wird. Ebenso zeigt sich, dass genau Ortung von Gegenständen für eine Optimierung von Produktion und Intralogistik enormes Einsparpotential bietet. Ziel des Projekts 5G++ FlexiCell ist es, räumlich begrenzte, eigene 5G-Netze in der Produktion nur dort zu betreiben, wo sich dies rentiert und dazu weitere Kommunikations- und Lokalisierungstechnologien zu integrieren, sodass die Mitarbeiter in der Fertigung auf ihre Aufgaben konzentrieren können.
Wie sieht die Lösung aus?
Die Lösung besteht im Einsatz sogenannter Small Cells – kleiner, mobiler Funkzellen, die einfach installiert und betrieben werden können. Sie integrieren das notwendige 5G-Kernnetz und ermöglichen es, lokale 5G-Netze flexibel aufzubauen. In Kombination mit Ortungs- und Sensortechnologien entstehen neue Möglichkeiten für flexible Produktionsumgebungen, zum Beispiel zur mobilen Qualitätssicherung oder zur Lokalisierung von Maschinen, Werkstücken und Materialflüssen.
Wie hat der Digital Hub unterstützt?
Das digiZ Ostwürttemberg unterstützte bereits beim Zusammenstellen des Projektkonsortiums in der Antragsphase, stellte im Projekt die notwendige Infrastruktur zur Verfügung und begleitete die Entwicklung in seinen Räumlichkeiten. Das 5G-Campusnetz des digiZ und die Spektrumslizenz wurde für die Untersuchungen mitgenutzt. Außerdem vermittelte es weitere Kontakte, aus denen weitere Industrie-Kooperationen entstanden. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Hochschule Aalen konnten Forschung und Praxis effektiv miteinander verknüpft werden.
Abschließender Rat/Tipp für andere Unternehmen
Technologien so gestalten, dass sie auch ohne Spezialwissen einsetzbar sind – insbesondere für KMU.
Fakten zum Projekt:
- Eingesetzte Technologie
5G-Small Cells und Kernnetz, Millimeter-Wellen-Richtfunk, (Industrial) Ethernet wie ProfiNet, WiFi, Bluetooth, LoRaWAN, mioty, IO-Link, IO-Link Wireless, R3 EchoRing. Ortungstechnologien wie mioty (Funk-basiert) und Telocate (Ultraschall). Stereo-Kamera und 3D-Monitor, Flurförderfahrzeuge, Roboterarm - Branche
Industrie 4.0 / Produktion / Fertigung - Partner des Vorhabens
Gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).
Projektlaufzeit: 2022–2025
Beteiligte Partner:
Hochschule Aalen (Projektleitung: Prof. Dr. Doris Aschenbrenner, Prof. Dr.-Ing. Stephan Ludwig)
TU Ilmenau (Prof. Dr. Jörg Robert)
VARTA Microbattery GmbH
Carl Zeiss Automated Inspection GmbH
Blackned GmbH
Conclurer GmbH
GoSmart GmbH
GuardStack GmbH
IALTAG Produktions- und Vertriebsgesellschaft mbH
IO-Broker GmbH
Telocate GmbH
YUMA Technologie GmbH


