Passgenaue Abdeckungen von Trennwandsystemen aus dem 3-Drucker

Digital Hub Ulm Alb-Donau Biberach Neu-Ulm

Symbolbild für eine vernetzte Welt

Welches Problem im Unternehmen wird gelöst? 

Das Unternehmen stellt Trennwandsysteme für Sanitäreinrichtungen her. Die einzelnen Wände werden mit Metallschienen verbunden. Die Abdeckungen an den Enden wurden bisher aufwändig aus High Pressure Fiberboard (HPF) gefräst. Das Fräsen war jedoch nicht nur kostenintensiv, sondern auch mit einem hohen Materialausschuss verbunden – bedingt durch die spröden Eigenschaften des Werkstoffs und die komplexe Geometrie der Bauteile. 

Wie sieht die Lösung aus? 

Nach einem Besuch im Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach | Neu-Ulm entschied sich das Unternehmen für die Anschaffung eines Bambu Lab X1 Carbon, eines leistungsfähigen Fused Deposition Modeling (FDM)-Druckers. Es folgten Testreihen mit verschiedenen Materialien. Besonders überzeugte eine Variante aus Polylactid (PLA) mit metallisch anmutender Oberfläche im Aluminiumlook, die nicht nur optisch ansprechend, sondern auch funktional überzeugte. 

Die Produktion der Abdeckungen erfolgt nun vollständig intern. Die Teile werden innerhalb von 15 Minuten pro Stück gedruckt – ohne Werkzeugkosten, ohne Fräsabfälle und mit hoher Reproduzierbarkeit. Die Qualität ist so überzeugend, dass die Abdeckungen nun im Regelbetrieb auf Baustellen verwendet werden sollen.  

Der erfolgreiche Einsatz motivierte das Team, weitere Bauteile zu identifizieren, die sich für den 3D-Druck eignen. Aktuell in Entwicklung sind Verbindungsstücke, die häufig in kleineren Stückzahlen oder als Sonderanfertigungen benötigt werden. 

Wie hat der Digital Hub unterstützt? 

Im Herbst 2024 Anfrage der Firma an den Hub zum möglichen Einsatz von 3D-Druck. Beratung durch den Fachberater des Hubs, Olivier Kress. Direkt nach Beratung Kauf eines Bambu Lab  X1 Carbon durch die Firma. Test, welches Material am besten für die Bedürfnisse geeignet ist durch den Digital Hub. Ergebnis: mehrere Varianten sind möglich. 

Januar 2025: Drucker im Betrieb, mehrere Teile erfolgreich gedruckt. 

Abschließender Rat/Tipp für andere Unternehmen 

Unternehmen, die neuen Technologien wie dem 3D-Druck offen gegenüberstehen und diese pragmatisch testen, können schnell konkrete Einsparungen und Prozessverbesserungen realisieren. Die CATO GmbH ist ein Beispiel für gelebte Innovationsfreude: Vom ersten Testdruck bis zur seriennahen Anwendung vergingen nur wenige Monate. Dabei setzt das Unternehmen bewusst auf Eigeninitiative. Wer bereit ist, Dinge selbst in die Hand zu nehmen und kontinuierlich zu lernen, schafft sich echte Wettbewerbsvorteile – mit überschaubarem Risiko, aber hohem Potenzial. 

Fakten zum Projekt

  • Eingesetzte Technologie: 3D-Druck
  • Branche: Produzierendes Gewerbe
  • Partner des Vorhabens:
    CATO GmbH & Co. KG
    Ummendorf