Das Wirtschaftsministerium hat in Kooperation mit der L-Bank das Förderprogramm „Digitalisierungsprämie Plus“ gestartet. Für die „Digitalisierungsprämie Plus“ stehen insgesamt 66 Millionen Euro zur Verfügung. Eine Antragstellung ist ab sofort möglich.

Mit der Digitalisierungsprämie Plus werden Digitalisierungsprojekte sowie Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gefördert. Mit verbesserten Konditionen, einem erweiterten Kreis der Antragsberechtigten sowie förderfähigen Vorhaben kann mit der Digitalisierungsprämie Plus ein noch stärkerer Schwerpunkt auf die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungs- und Prozesskette gelegt werden.

Die Unternehmen können zwischen zwei Programmvarianten wählen:

  • Digitalisierungsprämie Plus - Zuschussvariante (direkter Zuschuss)
  • Digitalisierungsprämie Plus - Darlehensvariante (zinsverbilligtes Darlehen mit Tilgungszuschuss)

Damit können die Unternehmen entsprechend ihrer individuellen Bedarfs- und Liquiditätssituation die für sie am besten geeignete Förderart auswählen.
In der Zuschussvariante erfolgt die Antragstellung über die L-Bank, in der Darlehensvariante über die Hausbank des Antragstellers.

Wo kann der Antrag gestellt werden und wer hilft bei Rückfragen?

Die Förderung wird über die L-Bank abgewickelt. In der Zuschussvariante reichen Sie daher bitte den vollständig ausgefüllten Antrag und die De-minimis-Erklärung schriftlich bei der L-Bank, Bereich Finanzhilfen, Schlossplatz 10, 76113 Karlsruhe ein. Bei der Darlehensvariante können Sie den Förderantrag bei der jeweiligen Hausbank stellen.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen zur Antragstellung für die Digitalisierungsprämie Plus an die Hotlines der L-Bank für die Darlehensvariante (0711 122 2345) bzw. für die Zuschussvariante (0721 150 3020).

Wer wird gefördert?

Die Digitalisierungsprämie Plus hat zum Ziel, Unternehmen aller Branchen sowie Angehöriger freier Berufe mit bis zu 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Digitalisierung unterstützen.

Nicht gefördert werden Unternehmen, an denen ein anderes Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder eine öffentliche Stelle zu 25 Prozent oder mehr beteiligt ist.
Falls ein Unternehmen bereits schon einmal eine Digitalisierungsprämie erhalten hat, muss die Festsetzung des Tilgungszuschusses bei Darlehen oder die Vollauszahlung des Zuschusses länger als ein Jahr her sein.

Was wird gefördert?

Die förderfähigen Vorhaben werden im Vergleich zur bisherigen Digitalisierungsprämie beibehalten. Gefördert werden vor allem die Einführung neuer digitaler Systeme der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) für Produkte, Dienstleistungen, Prozesse, Verbesserung der IKT-Sicherheit sowie künstliche-Intelligenz-Anwendungen. Auch die im Rahmen des Digitalisierungsprojekts notwendigen Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind förderfähig.

Die Anschaffung von reiner IKT-Grundausstattung (Hardware wie z. B. Laptops, Tablets, Smartphones oder Software wie z. B. übliche Betriebssysteme oder Bürosoftware) ist von der Förderung ausgenommen.

Bitte beachten Sie, dass eine Antragstellung vor Vorhabensbeginn erforderlich ist, damit das Vorhaben gefördert werden kann (d.h. es dürften vor Antragstellung z.B. noch keine Auftragsvergaben erfolgt sein). Ein Vorhabensbeginn nach Antragseingang aber vor Zusage der L-Bank erfolgt auf eigenes Risiko des Antragstellers.

Wie wird gefördert?

Unterstützt werden Vorhaben mit einem Kostenvolumen zwischen 10.000 Euro und 120.000 Euro.

Höhe der Förderung – Darlehensvariante

Darlehensbetrag in Euro

Tilgungszuschuss
in % des Bruttodarlehens-
betrags oder in Euro

Zusätzlicher Tilgungs-
zuschuss der KfW
in % des Bruttodarlehens-
betrags oder in Euro

10.000 bis einschließlich 50.0006.000 Euro, max. 50%3%
Über 50.000 bis einschließlich 120.00012%, max. 12.000 Euro3%

Höhe der Förderung – Zuschussvariante

Zuwendungsfähige
Ausgaben in Euro

Höhe des Zuschusses
in % der zuwendungsfähigen
Ausgaben oder in Euro

10.000 bis einschließlich 50.0006.000 Euro, max. 50%
Über 50.000 bis einschließlich 120.00012%, max. 12.000 Euro

 

Die Digitalisierungsprämie ist eine Maßnahme der „Initiative Wirtschaft 4.0" des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg, die Teil der landesweiten Digitalisierungsstrategie „digital@bw" ist.
Weitere Informationen zur Digitalisierungsprämie Plus finden Sie auf den Websites der L-Bank zur Darlehensvariante und zur Zuschussvariante.

Weitere häufige Fragen

Kosten für die Beschaffung einer IKT-Grundausstattung gemäß der Auflistung in Ziffer 1.3 des Merkblatts (Hardware wie zum Beispiel Laptops, Tablets, Smartphones oder Software wie zum Beispiel übliche Betriebssysteme oder Bürosoftware) sind grundsätzlich nicht förderfähig.

Die Positionen aus dem Merkblatt können jedoch in folgenden Fällen als förderfähig anerkannt werden, sofern ihre besondere Bedeutung für den Digitalisierungsfortschritt im Unternehmen bei Antragstellung gut begründet wird.

Sie sind Teil eines an sich förderfähigen Vorhabens, z.B.

  • Mobilgeräte zur Produktionssteuerung
  • hochauflösende Bildschirme oder leistungsfähige Scanner für papierloses Büro
  • übergroße Monitore für Besprechungsräume für Videokonferenzen
  • Betriebssysteme für innerbetriebliche Vernetzung oder für Cloud-Anwendungen

Sie sind als Hardware notwendig für den Betrieb der neu angeschafften Software oder die Nutzung spezieller Apps (inklusive Verschlüsselungstechnologien).

Sie sind notwendig für die Arbeit im Homeoffice.

Sie dienen der innerbetrieblichen Vernetzung, z.B.

  • Tablets zum Aufmaß auf der Baustelle zur digitalen Weiterverarbeitung der Daten in CAD oder BIM
  • Telefonanlagen mit Anbindung an die Kundendatenbank, Telefonmarketinginstrumente, Videokonferenz, Call-Center mit Qualitätskontrollen (Aufzeichnung Gespräche mit Qualitätsmanagementsystemen)
  • Digitale Preisauszeichnung mit Anschluss an das Warenwirtschaftssystem

Sie verfügen über Zusatzfunktionen, die über eine Grundausstattung hinausgehen, z.B.

  • baustellentaugliche Tablets und Smartphones mit speziellem Spritzwasser- und Staubschutz
  • Drucker für den Ausdruck von großformatigen technischen Plänen für die Baustelle
  • hochauflösende Bildschirme

PCs, die als Server dienen, gehören grundsätzlich nicht zur Grundausstattung.

Bilanz der Digitalisierungsprämie