Machbarkeitsstudie für einen Innovationspark KI

KI – Made in Baden-Württemberg. Damit dieses Qualitätssiegel national und international Strahlkraft erhält und einen weltweiten Erfolg, prüft die Landesregierung die Realisierung eines Weltklasse-Innovationsparks Künstliche Intelligenz (KI) mit Unterstützung des Landes.

Der Innovationspark KI bietet eine große Chance, Baden-Württemberg nachhaltig als Standort für KI-Wertschöpfung zu stärken und einen Ort zu schaffen, an dem neue Ideen entwickelt und umgesetzt werden. Als Innovations- und Wertschöpfungszentrum für KI-basierte Produkte und Dienstleistungen soll der Innovationspark KI im Falle einer Realisierung einen substantiellen Beitrag zur Kommerzialisierung von KI aus Baden-Württemberg leisten. Außerdem soll er darauf hinwirken, dass das Land künftig zum einen Nutzer, zum anderen vor allem aber auch global bedeutender Lieferant von KI-basierten Produkten und Dienstleistungen sein wird. Es ist ein großer Vorteil, dass Baden-Württemberg bereits gegenwärtig über eine herausragende Forschungslandschaft im Bereich der Schlüsseltechnologie KI verfügt.

Der Innovationspark KI soll so konzipiert werden, dass er sowohl national als auch international etablierte Unternehmen, Start-ups, Forschungsakteure, Fachkräfte sowie Investoren anzieht. Dazu soll er optimale Innovations- und Standortbedingungen bieten, etwa durch Bereitstellung der notwendigen Flächen, modernste Infrastruktur sowie Testfelder für KI-Produkte und KI-Dienstleistungen. Er soll auf diese Weise gegenüber anderen großen Innovationsparks in anderen bedeutenden Innovationsregionen wettbewerbsfähig sein und gleichwohl mit diesen kooperieren. Dabei sollen nicht zuletzt auch diejenigen Unternehmen, Start-ups, Talente und Forschungsakteure vom Innovationspark KI angezogen werden, die disruptive Innovationen entwickeln. Sie sollen im Innovationspark Raum und technische Möglichkeiten sowie insgesamt ein geeignetes Ökosystem vorfinden. Zudem ist eine enge Vernetzung mit den KI-Hotspots im Land vorgesehen.

Der Innovationspark KI soll ein Anziehungspunkt für KI-Talente sein. Ebenso soll der Maßstäbe setzen bei Klimaschutz, Nachhaltigkeit und den gesellschaftlichen Herausforderungen. Letztlich soll ein Ort entstehen, an dem die Zukunft gestaltet wird.

Auf diese Weise soll im Innovationspark KI nach Möglichkeit die gesamte „Wertschöpfungskette der KI“ von der Qualifizierung über die Forschung bis hin zur Kommerzialisierung und Anwendung abgebildet werden. Der Innovationspark KI soll so ausgestaltet werden, dass er auch für Unternehmen, Start-ups und Forschungsakteure interessant ist, die bislang noch keinen Standort in Baden-Württemberg haben. Nach einer denkbaren Anschubfinanzierung der öffentlichen Hand soll sich der Innovationspark wirtschaftlich selbst tragen.

Ob ein Innovationspark KI mit all seinen Chancen und Risiken als wirkungsvolles und international wahrgenommenes Wertschöpfungszentrum und Ökosystem für KI-Innovationen realisiert werden kann, soll eine Machbarkeitsstudie darlegen. Sie wird Anfang 2020 gestartet, im Laufe des Jahres abgeschlossen und soll der Landesregierung wesentliche Entscheidungsgrundlagen für eine mögliche Umsetzung liefern.

Dabei muss berücksichtigt werden, welche flächenmäßigen, infrastrukturellen und technischen Ziele und Anforderungen beachtet werden sollten und wie eine tragfähige Finanzierung, ein belastbares Geschäftsmodell sowie ein Vorgehensmodell zur Standortauswahl und zur Projektrealisierung aussehen könnten. Auch soll geprüft werden, ob es aus ökonomischen Gründen sinnvoll sein könnte, einen Weltklasse-Innovationspark KI an zwei Standorten zu etablieren. Darüber hinaus soll die Studie zeigen, in welchen KI-Themenfeldern im nationalen und internationalen Maßstab die größten Wertschöpfungs-, Markt- und Wachstumspotenziale zu erwarten sind.

Die Vergabe der Studie erfolgte in einem Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb. Nähere Informationen zu diesem Verfahren finden Sie auf der Vergabeplattform Deutsche eVergabe unter folgendem Link. Im Dezember 2019 wurde der Zuschlag zur Durchführung der Machbarkeitsstudie an die CBRE GmbH erteilt. Die Machbarkeitsstudie läuft nun und soll noch in 2020 abgeschlossen werden.  

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