Zehn regionale Digital Hubs für Baden-Württemberg

Die regionalen Digital Hubs wurden durch eine Jury ausgewählt. Sie sind als Ideen-, Experimentier- und Kollaborationsräume zu verstehen, in denen unterschiedlichste Kompetenzen, Disziplinen, Ideen, Technologien und Kreativität aufeinandertreffen.  Durch Kooperation, Vernetzung und Austausch sollen mit den Hubs digitale Innovationen in der gesamten Fläche des Landes vorangebracht werden. Darüber hinaus sollen die regionalen Digital Hubs als erste Anlaufstelle kleine und mittlere Unternehmen beim Einstieg in Digitalisierungsvorhaben unterstützen.

Die folgenden Steckbriefe geben einen kurzen Überblick über die Inhalte und bieten Kontaktmöglichkeiten zu den zentralen Ansprechpartnern.

Der DIGI HUB Südbaden ist ein Produkt regionaler Kooperation auf Basis des RegioWIN-Netzwerkes. Das Konsortium hinter dem Projekt besteht aus 20 Organisationen und führt die unterschiedlichen Marktteilnehmer, Projekte und Initiativen der Teilregionen Südlicher Oberrhein und Hochrhein im Themenfeld Digitalisierung zusammen.

Klare Schwerpunkte der HUB-Strategie sind die Bündelung von Kompetenzen, Netzwerkaktivitäten und Kollaboration an einem zentralen Knotenpunkt (HUB) und gleichzeitig das "Enabling" von Unternehmen in der Fläche. Das Einzugsgebiet des HUBs erstreckt sich über die Landkreise Ortenau, Emmendingen, Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach, Waldshut sowie die Stadt Freiburg.

Leitziel des DIGI HUBs ist es, Unternehmen (insbesondere KMU) in der digitalen Transformation mit Informationen, Orientierungshilfen, Beratung und Impulsen für die Umsetzung zukunftsfähiger Lösungen zu begleiten. Dafür haben die Konsortialpartner des HUBs ein differenziertes und zielgruppenorientiertes Angebot erstellt, das sehr praxisnah Themen der Unternehmen aufgreift: von IT-Security, über digitale Prozesse und digitale Fertigung bis hin zu High-End-Ansätzen für Industrie 4.0.

Das Leistungsportfolio des HUBs ist eine Mischform aus Informations-, Service-, Beratungs-, Transfer- und Umsetzungsangeboten, das seine Wirkung in Verbindung mit einer attraktiven Infrastruktur aus Co-Working-Spaces und praxisnahen Showrooms (z.B. "smart-digital factory") entfalten wird. Die Nutzungsflächen des HUBs sind auf Offenburg (Regionales Innovationszentrum der HS Offenburg), Freiburg (Kreativpark Lokhalle), Breisach (BadenCampus), Lörrach (Innovations Center Lörrach) und Demo-Objekte an diversen Standorten verteilt ("smart-digital factory" der Knoll Firmengruppe in Umkirch bei Freiburg). Dort werden den Nutzern auch virtuelle Test-, Entwicklungs- und Demo-Umgebungen zur Verfügung gestellt. Einige Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region stellen an unterschiedlichen Orten reale Anlagen, Geräte, Labore und Werkstätten für Demo-Zwecke und Entwicklungsaktivitäten zur Verfügung.

Ansprechpartner beim Konsortialführer:
Dr. Fabian Burggraf
Geschäftsführer Klimapartner Oberrhein
0761.151 098 21
fabian.burggraf @ klimaschutz-oberrhein.de

Eine offene Hightech-Werkstatt, Tüftlergaragen, gemeinsam nutzbare Maschinen und geführte Digitalisierungsprozesse sind nur einige der Angebote, die der Digital Hub Region Bruchsal zu bieten hat.
Der Hub ist die Anlaufstelle, wenn es um Open Innovation, Kreativität und Kooperation zwischen Startups und KMU´s geht. Neue Geschäftsmodelle und Produkte der Zukunft sollen im Digital Hub entstehen.

Über 60 Partner aus der Wirtschaftsregion Bruchsal und der TechnologieRegion Karlsruhe haben sich zusammengeschlossen, um einen Digital Hub in Bruchsal entstehen zu lassen. Mit dem Digital Hub soll die Digitalisierung in der Region eingeleitet werden. Als physische Anlaufstelle ist er Ansprechpartner für Unternehmen, die sich der Digitalisierung widmen wollen. Startups und Projektteams werden im Hub die Möglichkeit haben an ihren neuen und innovativen Produkten zu schrauben und zu löten. Dafür steht ein Maschinenpark mit Hightech-Werkstatt bereit sowie kleine Garagen in dem der Traum vom fertigen Prototyp erfüllt werden kann. Die Partner des Hubs, darunter Hochschulen, Netzwerke, Unternehmen und Startups wie Cynora, Volocopter und ESSERT sorgen für den nötigen Know-how-Transfer. Ein mit- und füreinander steht vom Beginn an im Vordergrund. Im Digital Hub Region Bruchsal wird großes, aber auch kleines Entstehen. Nach einer intensiven Antragsphase wird der Hub vermutlich Ende des Jahres 2018 seine Arbeit aufnehmen.

Ansprechpartner
Andre Tiede
Regionale Wirtschaftsförderung Bruchsal GmbH
Fon: +49 (0)7251-93256 18
Mobil: +49 (0)151 61558723
Mail: andre.tiede @ wfg-bruchsal.de

Das von zahlreichen Kompetenzträgern der Digitalisierung in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg entwickelte Hub-Konzept „Digital Mountains“ soll als Service-Plattform Kompetenzen bündeln, Synergien schaffen, Bedarfslücken schließen und die Servicekette so weiterentwickeln, dass die beteiligten Unternehmen, Gründer, Bildungseinrichtungen und anderen Interessenträger eine optimale Beratung und Abwicklung für ihre Bedürfnisse u.a. in den Digitalisierungsbereichen 3D-Druck, Virtual/Augmented Reality und cyber-physischen Systemen finden. Dabei sollen systematisch die bei den 28 Konsortialpartnern vorhandenen personellen und materiellen Ressourcen strukturiert, miteinander verknüpft, ergänzt und mit der im Konsortium ausgearbeiteten Gesamtvision für die Region in Einklang gebracht werden.

Das Hub-Konzept, dessen räumlicher Fixpunkt das St. Georgener Technologiezentrum ist und an dessen Entwicklung alle wesentlichen Innovationsträger der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg mitgearbeitet haben, konzentriert sich im Wesentlichen auf die digitalen Bereiche der beruflichen Aus- und Weiterbildung, der Forschung und Entwicklung sowie der Förderung von Gründungsaktivitäten. Ziel ist es, die digitalen Kompetenzen und Technologien der 28 Konsortialpartner  zu vernetzen und zu einem intelligenten System zusammenzuführen.

Die Kernaufgaben des Hub-Managements liegen dabei insbesondere auf:

  • der ganzheitlichen Betreuung – von der Informationsebene bis hin zur Umsetzungsebene – mit einem zentralen Management und Ansprechpartnern,
  • dem Schließen von Servicelücken und der Einführung von Service-Softwarelösungen für eine Verbesserung der Serviceabwicklung,
  • der Strukturierung der Angebote und deren zentraler Vermarktung zur besseren Sichtbarkeit und Erreichbarkeit der Kompetenzträger der Region,
  • der Nutzung bereits vorhandener personeller und materieller Ressourcen zur Unterstützung der Nachhaltigkeit,
  • der langfristigen Einbindung und Vernetzung der Kompetenzträger aus der Region und darüber hinaus
  • der Verbesserung der beruflichen Aus- und Weiterbildung im digitalen Kontext sowie
  • der Förderung von digitalen Gründungsinitiativen bzw. -ideen.

Interview mit Martin Friedrich, Geschäftsführer der St. Georgener Technologiezentrum GmbH

Ansprechpartner:     
Martin Friedrich
St. Georgener Technologiezentrum GmbH
Leopoldstraße 1
78112 St. Georgen
Fon: 07724/9494-0
Mail: martin.friedrich @ pe-stgeorgen.de

Der DigitalHub „kurpfalz@bw“ erschafft ein Ökosystem der Vernetzung und Kollaboration über Branchengrenzen hinweg im nördlichen Baden-Württemberg.

Lokale Begegnungsstätten, digitale (Arbeits-)Räume und Plattformen und Veranstaltungsformate sorgen für Wissenstransfer, lassen kreative Ideen und Projekte entstehen und bieten die Chance für neue Partnerschaften in der Region und im Umfeld des Hubs.

Der DigitalHub „kurpfalz@bw“ schafft eine Plattform, um die Kräfte der Region zu bündeln und gemeinschaftlich zu nutzen.

Der Digital Hub kurpfalz@bw erschafft ein Ökosystem der Vernetzung und Kollaboration über Branchengrenzen hinweg in der Kurpfalz und im nördlichen Baden-Württemberg.

Im Mittelpunkt des Konzepts steht die Kollaboration der einzelnen Partner und Akteure untereinander. In einer Welt, die sich durch neue Erlösmodelle, Innovationen und Digitalisierung immer schneller verändert, ist eine offene und mutige Herangehensweise essentiell für ein erfolgreiches Bestehen.  Das Hubzentrum wird im Heidelberg Innovation Park, einem neuen IT-Technologiepark räumlich verortet. In dieser digitalen Innovationsumgebung werden Workshops, Beratungsangebote und Veranstaltungen stattfinden. Zusätzlich gibt es weitere Satellitenstandorte in der Region, so werden alle Unternehmen und Akteuren in der Fläche angebunden.

Zur Sicherstellung einer erfolgreichen und übergreifenden Kollaboration, umfasst der Digital Hub kurpfalz@bw drei Säulen zur digitalen Transformation der Region.

Der Hub bietet

  1. analoge, lokale Begegnungsstätten und Treffpunkte,
  2. digitale (Arbeits-)Räume und Plattformen,
  3. digitale und analoge Veranstaltungsformate.

Optimal integriert wird so die gemeinsame und abgestimmte Arbeit verschiedener Akteure in den Mittelpunkt gestellt.

Der DigitalHub „kurpfalz@bw“ ist Teil und Motor der „Initiative Wirtschaft 4.0“ des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg. Mit der Initiative wollen die beteiligten Partnerinnen und Partner die Wirtschaft und die Beschäftigten branchenübergreifend bei der Digitalisierung unterstützen.

Interview mit Sebastian Warkentin von der Digital –Agentur Heidelberg GmbH

Ansprechpartner:
Christian Becker
Business Development & Fördermittelakquise
Digital-Agentur Heidelberg GmbH
Kurfürsten-Anlage 42-50
69115 Heidelberg
Fon: +49 6221 513 – 2561
Mobil: +49 173 25 84 811
Mail:Becker @ digital-agentur.tech

43.000 Unternehmen. 500.000 Einwohner. Eine Anlaufstelle für Digitalisierungsfragen. Das ist die Idee der „ Digitalisierungsregion Ulm | Alb-Donau | Biberach“. Ob Stadt. Ob Land. Alle sind digital.

Die Idee des Konzeptes lautet: 43.000 Unternehmen. 500.000 Einwohner. Eine Anlaufstelle für Digitalisierungsfragen. Damit dies gelingt, sind neben einer Zentrale in Ulm, auch Standorte in Ehingen und Riedlingen sowie ein Kompetenzzentrum für Building Information Modeling an der Hochschule Biberach vorgesehen. Durch diese Konzeption wird der Digital Hub in die Fläche getragen und der ländliche Raum bedient.

Die Zentrale in Ulm wird über dem heute bereits bestehenden Verschwörhaus angesiedelt. Auf diese Weise entsteht in Ulm ein „Haus der Digitalisierung“  aus Digital Hub - an die Wirtschaft gerichtet - und Verschwörhaus  - an die Gesellschaft gerichtet. Die bereits geschaffenen und erfolgreichen Strukturen des Verschwörhauses können somit in idealer Weise in das Hub-Konzept integriert und ein zusätzlicher Mehrwert durch das Zusammenspiel von Wirtschaft und Gesellschaft erzielt werden.

An allen Hub-Standorten wird technische Infrastruktur sowie Know-how zur Erprobung und Entwicklung neuer digitaler Lösungen, Produkte und Geschäftsmodelle  für Unternehmen aller Branchen und Größen zur Verfügung gestellt. Dazu werden auch Räumlichkeiten für Experimentierräume, Informationsräume, Coworking Spaces  etc. vorgehalten.

Zudem bietet der Hub Serviceleistungen. Dabei wird diesem eine zentrale Koordinierungs- und Organisationsaufgabe zuteil,  um die zahlreichen, bereits bestehenden Angebote Im Sinne einer optimalen Kundenbetreuung abzugreifen, zu bündeln und zentral zu vermarkten. Darüber hinaus soll der Digital Hub aber auch selbst eigene Angebote konzipieren und eine eigene Expertise bzw. eigene Kernkompetenzen aufbauen. Hierbei stehen die Bereiche

  • eCommerce/eBusiness,
  • Building Information Modeling (BIM),
  • Internet of Things (Iot)
  • sowie Virtual Reality (VR), Augmented Realitiy (AR) und Mixed Reality (MR)

im Fokus, da ein regionales Angebot auf diesen Gebieten bis dato nicht existiert, ausgebaut werden sollte oder ideal weiterentwickelt werden kann. Selbstverständlich soll das Konzept zudem kontinuierlich an neue Trends und technologische Entwicklungen angepasst werden.

Interview mit Otto Sälzle, Hauptgeschäftsführer der IHK Ulm

Ansprechpartner:
Jonas Pürckhauer
Industrie- und Handelskammer Ulm
Fon: 0731/173 169
Mail: puerckhauer @ ulm.ihk.de

Das Digitalisierungszentrum Ostwürttemberg wird auf räumlicher Ebene der Region und in kooperativer Art und Weise, zusammen mit der IHK Ostwürttemberg (Konsortialführer), den Landkreisen Heidenheim und Ostalbkreis (Konsortialpartner), deren großen Kreisstädten, den Hochschulen und der Wirtschaft, realisiert. Das Marktgebiet des Zentrums bezieht die Kreisstädte Aalen, Ellwangen, Giengen, Heidenheim und Schwäbisch Gmünd mit ein. So können bestehende Strukturen wie z. B. die Gründerzentren in Aalen und Heidenheim mit neu entwickelten Strukturen verknüpft und ergänzt werden.

Um einerseits die zentrale Wirtschaftskraft der Region zu stärken und andrerseits zu einer Diversifikation der Wirtschaft beizutragen, wird sich das Potential des Zentrums nicht auf einzelne Branchen oder Zielgruppen beschränken. Das Zentrum wird die regionale Anlaufstelle und bietet eine Plattform für alle Akteure der Digitalisierung. Es berät, sensibilisiert, schafft Verbindungen und gewährleistet den Wissens- und Technologietransfer.

Die Geschäftsstelle des Digitalisierungszentrums wird in den Hauptstandorten Aalen und Heidenheim eingerichtet. Coworking-Spaces werden bedarfs- und themenorientiert im Verbund mit bestehenden Infrastrukturen oder an optionalen Standorten in Aalen, Ellwangen, Heidenheim, Schwäbisch Gmünd und in Kooperation mit den jeweiligen Zielgruppen angeboten. Showroom und Testumgebungen für Daten in der Produktion und 3D-Technologien werden in Aalen und Heidenheim von Unternehmen und Partnern ausgestattet. Bestehende Experimentierräume, Living Labs und Makerspaces an den Hochschulstandorten werden ebenfalls bedarfs- und themenorientiert angeboten. Die Zielsetzung und die Aktivitäten des Digitalisierungszentrums orientieren sich an einer "4E-Struktur", die als Kreislauf zu verstehen ist:

  • Entdecken: Digitalisierung greifbar machen und Aktivitäten anregen
  • Erkennen: Potentiale darstellen und Handlungsfelder in Unternehmen aufzeigen
  • Entwickeln: Raum für digitale Innovationen schaffen und regionale Akteure vernetzen
  • Erleben: Erfolgreiche Projekte vorstellen und Technologien in Testumgebungen betreiben 

Interview Michaela Eberle, Hauptgeschäftsführerin der IHK Ostwürttemberg

Ansprechpartner:
Peter Schmidt
Geschäftsfeld Innovation und Umwelt
IHK Ostwürttemberg
Ludwig-Erhard-Straße 1
89520 Heidenheim
Fon: +49 (0)7321 324-126
Fax: +49 (0)7321 324-169
Mail: schmidt @ ostwuerttemberg.ihk.de
Web: www.ostwuerttemberg.ihk.de

Unser Kernanliengen ist, bestehende Digitalisierungsaktivitäten in der Region Neckar-Alb und in Sigmaringen zu strukturieren und transparent darzustellen und neue, attraktive und zielgruppenorientierte Angebote zu entwickeln.

Die Hochschulen Albstadt-Sigmaringen und Reutlingen, die Städte Albstadt, Reutlingen und Sigmaringen, der Zollernalbkreis, der Landkreis Tübingen und die Industrie- und Handelskammer Reutlingen sind Träger dieser Initiative. Gemeinsam wollen wir Akteure der Digitalisierung aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen, der Forschung und der Öffentlichen Verwaltung vernetzen. Unsere Anliegen sind:

  • Die Sensibilisierung für Digitalisierungsthemen vorantreiben
  • Generierung neuer digitaler Geschäftsmodelle, Absicherung bestehender
  •  Geschäftsmodelle durch Digitalisierung
  • Entwicklung von digitalen Innovationen
  • Forcierung des Technologietransfers im Umfeld der Digitalisierung
  • Fortbildung von Beschäftigten mit digitalen Kompetenzen
  • Sicherung & Erschließung eines neuen Talent- / Nachwuchs-Recruitings sowie Aus- und kontinuierliche Weiterbildung von Mitarbeitern mit Mitteln der Digitalisierung, Ausbildung von digitalem Fachkräftenachwuchs
  • Entwicklung von Methodenkompetenz in der Digitalisierung
  • Entwicklung auch von niederschwelligen Angeboten zu Digitalisierungsthemen um Schwellenängste abzubauen
  • Schaffung von Transparenz über die Digitalisierungsangebote der Region
  • Vernetzung und Förderung der digitalen Transformation von kleinen und mittleren Unternehmen in der Region
  • Fachkräfteentwicklung und -sicherung für eine digitalisierte Wirtschaft mittels eines zu schaffenden Talent-Pools

Zielgruppen:
Inhaber, Geschäftsführer und Mitarbeiter kleiner und mittlere Unternehmen und Handwerksbetrieben, Unternehmen aus dem technologischen Umfeld, Schüler, Auszubildende, Mitarbeiter, Öffentliche Einrichtungen.

Ansprechpartner:
Industrie- und Handelskammer Reutlingen
Thorsten Schwäger
Infrastruktur und Medienpolitik
Fon: +49 (0)7121 - 201 234
Mail: schwaeger @ reutlingen.ihk.de

Gemeinsam mit allen in der Region Heilbronn-Franken relevanten Partnern wird in naher Zukunft ein Digital Hub in unmittelbarer Nähe der Reinhold-Würth-Hochschule Künzelsau entstehen. In der Region – für die Region sollen einerseits die Unternehmen beim Prozess der digitalen Transformation unterstützt und die Herausbildung neuer Wertschöpfungsnetzwerke forciert werden. Andererseits soll das Hub auch ein Ort für Neues werden, in dem die Gründungskultur belebt und gestärkt wird.

Die Projektskizze aus der Region Heilbronn-Franken sieht vor, dass im direkten Umfeld der Reinhold-Würth-Hochschule, dem Campus der Hochschule Heilbronn in Künzelsau, das Regionale Digital-Hub eingerichtet werden soll. Darüber hinaus sollen Satellitenstandorte an den anderen Hochschulstandorten in der Region Heilbronn-Franken, also in Schwäbisch Hall, Bad Mergentheim und Heilbronn, bedarfsorientiert aufgebaut werden.

Ziel des Digital Hub ist es, die vorwiegend mittelständisch geprägte Wirtschaft der Region beim Prozess der digitalen Transformation ganzheitlich zu unterstützen und die gravierenden Veränderungen in der Wirtschafts- und Arbeitswelt proaktiv zu gestalten. Hierzu soll eine branchenübergreifende Vernetzung organisiert und moderiert werden, um eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zu stimulieren. Dadurch wird die Herausbildung neuer Wertschöpfungsnetzwerke ebenso forciert, wie ein erforderlicher Technologietransfer.

Das Digital Hub soll eine regionale Drehscheibe für Digitalisierung werden und alle relevanten Akteure räumlich zusammenbringen, um Erfahrungsaustausch, Wissenstransfer und Kollaboration zu fördern. Auf diese Weise soll ein regionales „Eco-System“ entstehen, in dem die gemeinsame Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, plattformbasierter Angebote und digitaler Projekte unterstützt werden.

Die Errichtung des Digital Hub wird von der regionalen Wirtschaft finanziell unterstützt. Die gesellschaftsrechtlichen Grundlagen für den Betrieb des Digital Hubs werden nun gemeinsam mit der bwcon GmbH als strategischer Partner festgelegt. Angedacht ist die Gründung einer eigenständigen Betreibergesellschaft unter dem Namen hfcon GmbH. Gegenwärtig wird davon ausgegangen, dass das Digital Hub ab September 2018 die Arbeit aufnehmen kann.

Eine konkrete Ansprechperson für den Hub ist noch nicht benannt. Als Kontaktperson für den Hub fungiert bis auf weiteres der Konsortialführer.

Interview mit Dr. Andreas Schumm, Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Heilbronn-Franken GmbH

Mit seinem Digital Hub an drei Standorten (Pforzheim, Nagold und Horb am Neckar) will die Region Nordschwarzwald die Digitalisierung der regionalen Wirtschaft voranbringen sowie digitale Personalisierungsstrategien und -Verfahren langfristig zu unterstützen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) werden von einer wirtschaftsnahen, professionellen Unterstützung durch Beratung, Coaching, Workshops und weitere innovative Veranstaltungsformate in diesem Bereich profitieren können.  

Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMUs) fragen sich sehr konkret, wie sie die Chancen der Digitalisierung nutzen können. Digitalisierung betrifft nicht nur die technische Umgebung, sondern auch personelle und unternehmenskulturelle Belange und die veränderte Zusammenarbeit über die Grenze der eigenen Firma hinaus. Auf ökonomischer Ebene geht der Trend zur Individualisierung mit einer zunehmenden Ausdifferenzierung der Märkte einher, an deren Ende das personalisierte Produkt für die Zielgruppengröße Eins steht.

Ziele des Digital Hubs Nordschwarzwald RESPOND sind es, die Digitalisierung der regionalen Wirtschaft voranzubringen sowie digitale Personalisierungsstrategien und -Verfahren langfristig zu unterstützen. Regionale Unternehmen werden ab dem 1. Oktober 2018 von einer wirtschaftsnahen, professionellen Unterstützung durch verschiedene Angebote, z. B. Beratung, Coaching, Workshops und weitere innovative Veranstaltungsformate, in diesem Bereich profitieren können.

Die Projektziele werden durch ein regionalisiertes Konzept mit drei Standorten (Nord, Mitte, Süd) unter der Leitung der WFG Nordschwarzwald umgesetzt, wobei neben dem Hauptprojektschwerpunkt - Personalisierung und domänenübergreifende Angebote und Geschäftsmodelle - regional folgende Zielgruppen im Fokus stehen: (1) Digitaler Zwilling und Digitalisierung im ländlichen Raum (Standort Nagold), (2) Personalisierungsstrategien für produzierende Unternehmen (Standort Horb), (3) Digital Campus mit Sensibilisierungs-, Schulungs- und Weiterbildungsangeboten - Kontextadaptive Produkte und Dienstleistungen der IT-, Kreativ- und Medienbranche (Standort Pforzheim).

Interview mit Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald

Projektträger:   
Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG)

Ansprechpartner:
Jochen Protzer
Geschäftsführer
Fon: +49 7231 15 43 69-0
Mail: protzer @ nordschwarzwald.de

Der Digital Hub „Zentrum Digitalisierung Böblingen (ZD.BB)“ soll den mit der zunehmenden Digitalisierung verbundenen Strukturwandel proaktiv begleiten. Dies beinhaltet die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aller Branchen, die Qualifizierung von Fachkräften und die Förderung einer digitalen Kultur in der Bevölkerung.

Die zunehmende Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft hat inzwischen so gut wie alle Branchen erfasst. Für die Region Böblingen zeigt sich dies exemplarisch an der Automobilindustrie. Hier hat die Digitalisierung ihren Ursprung in digitalen Mehrwertdiensten für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor (z.B. in den Bereichen Navigation und Fahrsicherheit) und setzt sich über die Entwicklung der Elektromobilität bis zum autonomen Fahren fort. Dies kann in die Entstehung digitaler Mobilitätsplattformen münden, die nicht mehr in Besitz der Automobilhersteller sind (siehe z.B. FlixBus oder Uber), die jedoch einen wesentlichen Teil der automobilen Wertschöpfung generieren. Durch den Strukturwandel in der Automobilindustrie werden nach Studien des Herman Hollerith Zentrums der Hochschule Reutlingen bis zum Jahre 2030 etwa 46% der heutigen Beschäftigungsstrukturen substituiert. Vergleichbare Entwicklung zeigen sich in anderen Branchen, z.B. im Handel durch die Expansion von Online-Plattformen (z.B. Amazon oder Alibaba) oder im Maschinen- und Anlagenbau durch vernetzte Fabriken (Smart Factory) und additive Fertigungsverfahren (3D Druck).

Unternehmen und Politik müssen auf den skizzierten Strukturwandel reagieren. Genau dies ist das Ziel des ZD.BB - es soll die Kernkompetenzen der Region im Bereich Digitalisierung bündeln und die vom Wandel betroffenen kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) bei der Entwicklung und Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle beraten und unterstützen.

Dazu bedarf es mittelstandsgerechter Methoden zur Geschäftsmodellentwicklung, die unter Beteiligung aller regionalen Akteure am ZD.BB gestaltet werden. Darüber hinaus ist die Qualifizierung von Fachkräften in Bezug auf digitalen Kompetenzen und Know-how erforderlich. Um die Motivation für Weiterbildung in der Region branchenübergreifend zu stimulieren, bedarf es eines grundsätzlichen Wandels im Umgang mit der Digitalisierung. Sie muss als Chance begriffen werden, die es zu nutzen, zu gestalten und kritisch zu reflektieren gilt. Zur Realisierung der oben genannten Ziele ist ein aktiver Dialog mit den Menschen in der Region erforderlich, ganz gleich ob Geschäftsführer, Manager, Fachkräfte, Studierende, Schüler oder interessierte Bürger. Dafür sind Räume gefragt, in denen die Entwicklung von Lösungen (Geschäftsmodellentwicklungslabore, Technologielabore), Qualifizierungsmaßnahmen (Schulungsräume, Co-Working Spaces) und Events wie Barcamps oder Hackathons veranstaltet werden können. Die Region bietet diese Möglichkeiten im Ansatz bereits heute. Das ZD.BB soll diese Ressourcen bündeln und für die KMU der Region einen zentralen Anlaufpunkt für das Thema Digitalisierung bieten.

Die beteiligten Partner sind:

  • Landkreis Böblingen (Antragsteller),
  • Hochschule Reutlingen,
  • Softwarezentrum Böblingen/Sindelfingen e.V.,
  • IBM Deutschland GmbH,
  • Star Cooperation
  • LGI Deutschland GmbH
  • Coworking Space Herrenberg
  • Fachkräfteallianz Region Stuttgart
  • Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH
  • Stadt Böblingen
  • Stadt Sindelfingen
  • Stadt Leonberg
  • Stadt Herrenberg
  • Kreishandwerkerschaft Böblingen
  • START HAW
  • Universität Stuttgart
  • IHK Region Stuttgart –Bezirkskammer Böblingen

Interview mit Roland Bernard vom Lankreis Böblingen 

Ansprechpartner:
Dr. Sascha Meßmer
Landratsamt Böblingen, Wirtschaftsförderung
Parkstraße 16
71034 Böblingen
Fon: +49 (0)7031/663-1608
Mail: s.messmer @ lrabb.de
Web: www.landkreis-boeblingen.de